Persepolis

Persepolis (2007), FR/US Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Animationsfilm, Drama, Kinostart 22.11.2007

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8.0
Kritiker
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7.8
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von Vincent Paronnaud und Marjane Satrapi, mit Jasmin Tabatabai und Nadja Tiller

In der Comic-Verfilmung Persepolis zeigt uns Marjane Satrapi, wie sie ihre Kindheit im Iran während und nach der Revolution, zwischen Moderne und Islamismus, wahrgenommen hat.

Persepolis ist ein unkonventioneller und aufregender Zeichentrickfilm für Erwachsene. Basierend auf den gleichnamigen, kultverdächtigen Comic-Romanen, handelt der Film von der Lebensgeschichte der jungen Iranerin Marjane Satrapi und wirft zugleich eine humorvolle und sehr kritische Betrachtung auf die jüngste Historie Persiens. Marjane (gesprochen von Gabrielle Lopes Benites) ist acht Jahre alt, als der Schah aus dem Iran vertrieben wird und die Mullahs die Macht an sich reißen. Fortschritt und Freiheit bleiben auf der Strecke, als im Zuge der Islamischen Revolution Tausende im Gefängnis landen und Frauen gezwungen werden Kopftücher zu tragen. Doch die rebellische Marjane denkt gar nicht daran, sich dem rigiden Regelwerk zu unterwerfen. Viel lieber entdeckt sie Punk, ABBA und Iron Maiden und macht erste Erfahrungen mit Jungs. Sie ahnt nicht, dass ihr spielerischer Protest gefährlich ist – nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familie. Doch spiegeln sich in ihrer kindlichen Naivität auch die Hoffnungen des ganzen Volkes…

Hintergrund & Infos zu Persepolis
Regisseurin Marjane Satrapi setzt mit Persepolis ihre erfolgreichen Comics, die ihre Lebensgeschichte nachzeichnen, nun auch als Film um. Marjanes Vater wird im Film von Simon Abkarian) gesprochen und ihre Mutter von Catherine Deneuve.

Persepolis wurde auf den 60. Filmfestspielen von Cannes im Jahr 2007 mit dem Preis der Jury geehrt.

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Cast & Crew


Kritiken (9) — Film: Persepolis

Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

[...]
Sehr oft wird dem Zuschauer deutlich gemacht, was die Einschränkungen unter den Mullahs für die dort lebenden Frauen bedeuteten, zum Beispiel wenn Satrapi während ihres Studiums den praktischen Sinn des Verschleierns hinterfragt. Es geht um das, was man ist, die eigene Identität, darum, dass man jederzeit die Wahl hat. Und so ist zwar der Austragungsort der Geschichte der Iran, doch eigentlich ist dies eine universelle Geschichte, aus der man lernen kann.

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goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

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8.5Ausgezeichnet

Eine entwaffnende Punkbekennung in einem fundamentalistischen Unterdrückungsstaat. Wer nur konsumieren will ohne zu reflektieren, ist bei diesem Film fehl am Platz. Mitdenken erhöht die Faszination. [...]

Allein wegen der brisanten, inhaltlichen Thematik und seiner Herangehensweise empfiehlt sich dieser Film als Meisterwerk. Aber man höre und staune, der stilisierte und sehr drastisch reduzierte Look sprengt jegliche Sehgewohnheiten und man fühlt sich innerhalb der ersten fünf Minuten so stark in den Film versetzt, dass man glaubt, man bestünde selbst bloß aus Schwarzweiß-Kontrasten.

Die Story und historischen Fakten werden auf solch eine sorglose Art und Weise dem Zuschauer vermittelt, dass man glauben könnte, man schaue lediglich eine leichte Komödie. Genau dieser Clou, Themen wie Menschenverfolgung, Unterdrückung, Massenmord, religiöser Fundamentalismus durch die naiven Kinderaugen von Marjane zu vermitteln, stellt den Geheimnis des Films dar. Man lernt mit ihr die iranische Geschichte und Kultur kennen und erlebt dadurch einen einzigartigen Einblick in ein Land, das vom Westen heutzutage - zu Unrecht - lediglich durch die potentielle Atombedrohung wahrgenommen wird. Kein sonderlicher Fortschritt, wenn man bedenkt, dass der Iran früher durch seine ständigen Kriege, politischen Umstürze und Massenunruhen auf sich Aufmerksam machte. Wie sehr der Film diesbezüglich vereinfacht, ist für Laien natürlich schwer zu eruieren, aber es hinterlässt Eindruck. [...]

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SiameseMax: SiameseMovies

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9.5Herausragend

Leider kenne ich bisher die Comics nicht und war erst skeptisch, was man wohl von einem "Zeichentrick für Erwachsene" zu halten hat, der zudem politische Themen behandelt. Noch dazu bin ich nicht sonderlich firm was die jüngere Geschichte des Irans betrifft. Nach den ersten Minuten war jedoch klar, "Persepolis" ist endlich noch einmal ein innovativer und unkonventioneller Film, der neben der beeindruckenden Optik auch eine mitreißende und kluge Story, Humor sowie interessante Charaktere zu bieten hat. Fantasievoll, informativ und trotz aller Dramatik immer mit einem Augenzwinkern erzählt, ist "Persepolis" ein faszinierendes Meisterwerk. Einziger kleiner Wermutstropfen ist vielleicht, dass der Film etwas kurz ist. Von solch einem Einfallsreichtum möchte man mehr sehen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

«Persepolis» ist ein aufwühlendes Drama mit subtilem Humor und eine eindringliche Hommage an die Würde des Menschen.

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Janus Winter

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Ich habe die Kritik im Original gelesen. Leck Fett!


No.Name

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<3


Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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10.0Herausragend

Persepolis ist als Coming-of-Age-Geschichte universell und einzigartig wie ein Fingerabdruck, quilig, verschlungen und unaufhörlich faszinierend. Und unbeschreibbar berührend.

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fennek

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aber das letzte Wort haben müssen :-P


Janus Winter

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immer, ja.


Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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8.5Ausgezeichnet

Durch seine kraftvolle Verbindung des Skurillen, Satirischen und Emotionalen zählt Persepolis zu einem der originellsten, inoovativsten und berührendesten Filme des Jahres.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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7.0Sehenswert

eigentlich so etwas wie die filmische Version von "Wo bitte gehts zu Gott". Hat mich trotz eindeutiger Stärken aber gegen Ende eher kalt gelassen. Trotzdem, guter Film.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

"Persepolis" ist eines der aufsehenerregendsten Comicprojekte der letzten Jahre. Nun ist es auch ein unkonventioneller und aufregender Zeichentrickfilm für Erwachsene. Basierend auf den gleichnamigen, kultverdächtigen Comicromanen, handelt der Film von der Lebensgeschichte der jungen Iranerin Marjane Satrapi und wirft eine humorvolle und sehr kritische Betrachtung auf die jüngste Historie Persiens. Die junge Frau emigrierte zuerst 1983 nach Österreich, später nach dem Studium im Iran, nach Frankreich und wurde dort immer wieder mit Vorurteilen über ihre Heimat konfrontiert. Sie entschloss sich, Geschichte und Gegenwart des Iran in Comicform zu erzählen. Aus der Perspektive eines kleinen Mädchens erfährt man Erhellendes über die islamische Revolution von 1979 und den Krieg mit dem Irak. Der Film bietet uns einen spannenden und humorvollen Einblick in den Alltag der bürgerlichen Welt des Irans...

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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7.5Sehenswert

Eine höchst unterhaltsame und pointierte Comicverfilmung mit stark politischen Untertönen, gemacht für Erwachsene und in Schwarzweiß gehalten, gilt es hier zu entdecken. Diese ist zugleich eine humorvoll-lakonische, aber auch bitterböse Abrechnung mit dem Regime im Iran, das seine Bürger zu hinterlistigen und unmündigen Bütteln umformt, und darüber hinaus eine tiefe Verbeugung vor der Kraft und dem Zusammenhalt der Familie.

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Kommentare (85) — Film: Persepolis


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Goddess_of_Mischief

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Bewertung7.5Sehenswert

Das erste mal habe ich diesen Film vor einigen Jahren auf einer Klassenfahrt mit unserer Mathelehrin gesehen, die selbst aus dem Iran stammt. Für einen Schulfilm hatte er mich damals schon sehr beeindruckt. Auch als ich ihn mir später noch einmal zu Gemüte geführt habe, hat sich daran nichts geändert. Persepolis versteht es einfach die richtige Balance zu finden, zwischen Witz und Tiefgang, politischem Geschehen und der persönlichen Geschichte von Marjane.
Kurz gesagt: ein wirklich gelungener Film, der einen für vieles sensibilisieren kann.

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Jek-Hyde

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Bewertung10.0Herausragend

Ich habe mich irgendwie ewig vor dem Film gedrückt, doch ich weiß nicht mehr wieso. Dieser Film verdient eine volle Punktzahl einfach. Wer in der heutigen Gesellschaft ist das nicht, etwas voreingenommen gegenüber Iranern. Man hört schließlich so viel schlechtes, doch wie dass so üblich ist, die Leute die ordentlich sind und nichts dafür können, von denen hört man nichts. Nur von den die Krawall machen. Und so entwickeln sich eingeschränkte Bilder von bestimmten Gruppierungen. Ich muss sagen: Persepolis hat mir die Augen geöffnet, ich glaube ich verstehe die Welt nun ein wenig besser. dazu bin ich glaube ich eine ganze Ecke toleranter geworden und der Film ist einfach wunderbar expressionistisch, surreal, traurig, lustig und einfach Wahr. Ein großartiger Film, den sich wirklich jeder mal ansehen sollte, denn er öffnet Augen.

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Big T.

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Bewertung7.5Sehenswert

Hab es ja immer ein bisschen hinausgezögert den Film zu gucken da ich einfach zu schlechte Erfahrungen mit Filmen im Comic Style gemacht habe aber nun hab ich ihn geguckt und endlich mal einen solchen Film gefunden wo mir die Zeichnungen nicht irgendwann Kopfschmerzen bereitet haben oder einfach nur genervt haben.
Die Bilder sind einfach und nur das nötigste wurde gezeichnet und doch kann man nicht bemängeln das etwas fehlen würde, im gegenteil sogar auf kleinere Details wurde wertgegeben.
Die Lebensgeschichte von Marjane Satrapi ist keine einfache und wohl sicher auch keine seltene.
Für junges Gemüse wie mich, dass nichtmal die DDR miterlebte, ein interessanter Blick in die jüngere Geschichte des Iran.
Madame Satrapi scheint ja auch ne ganz anständige zu sein und wer so eine Omi hatte kann ja gar nicht schlecht sein :D

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pischti

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Ich war sogar noch Pionier Du junges Gemüse! :D


Big T.

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Unfassbar! :D


DKennyK

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Bewertung7.0Sehenswert

Es ist wirklich schade, das die breite Masse nie von solchen wichtigen und faszinierenden Filmen erfährt.

»Persepolis« vermag es, trotz oder gerade wegen seiner minimalistischen Animationen und Zeichnungen mehr Gefühle beim Zuschauer auszulösen als so mancher Realfilm. In 90 Minuten bekommt man eine Achterbahnfahrt der Emotionen gepaart mit politisch-sozialen Hintergründen serviert, die von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Ein biographischer Film, der einem noch lange im Gedächtnis bleibt.

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jacker

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Bewertung9.0Herausragend

"Persepolis" kocht unheimlich viel in einem Topf , rührt dabei kräftig um und würzt üppig drauf: Coming-Of-Age, Geschichtsstunde, Anti-Krieg, Sozialdrama, Regimekritik, Familienfilm und als Topping noch eine Prise nicht störender Teenie-Flavor.
Das Resultat wird auf feinstem Animations-Porzellan serviert (nicht das verstaubte Hochzeitsgeschirr verteht sich, dieses war mindestens eine streng limitierte Special-Edition, designet von einem großen zeitgenössischen Künstler) und schmeckt hervorragend, ja nahezu perfekt.
Trotz schwerster Zutaten haben die Köche die perfekte Balance gefunden und das Gericht ist leicht verdaulich, schmeckt aber noch stundenlang auf der Zunge nach.
Man fragt sich wie sie das geschafft haben, wie das alles so rund wirkt?
Ein Gericht ist mehr als die Summe seiner Zutaten, erst die persönliche Note der Köche macht es einzigartig.

Ohne die wäre "Persepolis" vielleicht einfach nur ein Trickfilm für Erwachsene, durch die autobiographische Färbung wird er zu mehr: etwas Echtem, Amüsantem und auch Erschütterndem, zum Lachen und Nachdenken, zum zwischen den Zeilen lesen.
Fast perfekt!

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DerDude_

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Großartiger Film !


jacker

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Besonders der comichafte Stil ist extrem gelungen finde ich. So verspielt.
Habe jetzt gesehen, dass die Regisseure ja Autorenpaar einer Comicserie waren die hier verfilmt wurde, das erklärt natürlich einiges!


Ener

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Bewertung9.5Herausragend

Der Film muß sich am Ende erstmal setzen. Ein wenig fassungslos macht er schon. So drastisch der Film ist, er verliert nie seinen Humor. Ebenso wie die Protagonisten und ihre Umwelt. Eindrucksvolle Bilder, warum die Bevölkerung eines Landes nicht mit dessen Politik über einen Kamm geschoren werden sollte. Hervorragend.

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ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ähnlich wie bei "Waltz with Bashir" findet die Geschichte von "Persepolis" in einem Rahmen statt, der für viele sehr emotional und ideologisch belastet ist. Aber wie auch im genannten israelischen Animationsfilm, sollte man sich auch hier immer Gewahr sein, dass dies in erster Linie die persönlichen Erfahrungen, Empfindungen und Erinnerungen eines Menschen sind. In diesem Falle teilweise sogar die eines Kindes. Somit kann ich die negativen Töne, die es auch hier nachzulesen gibt, überhaupt nicht nachvollziehen, vorallem weil ich in dem Film keine Verunglimpfung des Islam erkennen kann, ja noch nicht einmal wirkliche Kritik. Es wird ein (bzw. zwei) Regime dargestellt, welches den Lebensweg der Marjane tagtäglich kreuzt, sie einschüchtert, ihr verbietet, sie demütigt und ihr Menschen nimmt. Für mich ist es da auch erstmal Zweitrangig welche Farben sich dieses Regime auf seine Flaggen malt, welche Ideologie oder Religion sie sich zu eigenen machen und für ihre Zwecke missbrauchen. "Persepolis" ist ein Lebensweg und für seine Spielzeit von 90 Minuten ist er überraschend echt und umfassend. Denn all die Interessen, die Sehnsüchte und Verlockungen, die die junge Marjane empfindet, wir kennen sie genauso auch. Wir haben sie gelebt, sie musste sie kämpfen. Umso erfreulicher ist es, dass Marjane Satrapi uns hier kein Betroffenheit erschleichendes Drama serviert, sonder eine Comig-of-Age-Geschichte mit allem was halt dazu gehört. Man sitzt eben nicht 20 Jahre lang da und denkt über die politische Lage der Nation nach, man sucht die Schlupflöcher und hat Spass. Man kann selbst aber schwer nachempfinden, wie es sich anfühlt, wenn man dabei stets ein unsichtbares Gewehr an seinem Kopf hat. Und trotzdem fühlt sich alles so echt, so nachvollziehbar an. Ein ganz normales Mädchen, das sich mit einer ungeheuer bescheuerten Welt arrangieren muss. Und das Dank ihres Umfelds auch relativ normal bleibt.
Und "Persepolis" findet auch immer wieder die schönen Seiten der Geschichte. Der Film ist, ähnlich wie Marjane ein Stehaufmännchen. Er zeigt die unmenschlichen Verhältnisse in denen viele Menschen dort Leben, er zeigt aber auch die Solidarität, die enge Verbundenheit und Liebe zu- und untereinander. Er zeigt was wirklich Heimat ist...etwas was auch solch ein Regime eben nicht gänzlich zerstören kann. Denn genauso wie "Persepolis" die Lebensumstände im Iran kritisch beäugt, genauso wird die westliche Welt nicht als das gelobte Land dargestellt. Denn Marjanes Herz wird erst hier wirklich angegriffen.
Ein sehr ehrlicher Film, weil er eben die vielen verschiedenen Seiten einer solchen Jugend beleuchtet. Und ein bißchen ist das, als ob man zu den Menschen geht, in einem Land von dem man vorher nur Klischeebeladenes Wissen hatte. Man merkt dann einfach das die Unterschiede meist total geringfügig sind. Die Wünsche und Ziele decken sich, nur die Umstände sind oft völlig andere. Und somit ist "Persepolis" ein Film der zwar die religiöse/politische Führung des Irans in das ihm wohl gebührende negative Licht stellt, einfach indem er ein gar nicht so aussergewöhnliches Leben in diesem Land darstellt. Andererseits macht er Werbung für dieses Land. Ein schönes Land, mit warmherzigen und intelligenten Menschen. Aber nicht nur in diesem Punkt ist "Persepolis" ein tatsächlich lehrreicher Film. Durch seine Zugänglichkeit, seinen Humor, ja seinen Spass, lässt er seltsamerweise einen das schreckliche besser verstehen.
Aber das wäre alles nur halbsoviel wert, würde nicht auch die Verpackung ansprechend sein. Glücklicherweise ist sie das. Ich fand die Animationen zwar nicht so zwingend wie bei "Waltz with Bashir", aber sie haben ein schönes eigenes Feeling, dass Anfangs etwas rudimentär wirkt, dann aber fast schon ein wenig den Charme alter Stummfilme besitzt. Und ich mag ja so Schnörksel ewig gerne...und "Persepolis" hat Schnörksel :)
Ein Film der tief geht aufgrund seiner Einfachheit, der an einem rüttelt, weil er das Schöne nicht vergisst und der einen Verstehen lässt, weil es echte Menschen sind die er zeigt und nicht nur gezeichnete.

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ElMagico

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Oh Danke :) (2)


AlexanderDeLarge

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Kann nur unterstreichen, wie sehr mir diese unaufgeregte Beurteilung zusagt. Du sprichst den emotional und ideologisch aufgeladenen Hintergrund selber an ElMagico, dieser tritt durch die aktuelle weltpolitische Lage nochmals in den Vordergrund, und der Film nimmt hier, wenn auch implizit, eine nicht antiislamische, sehr wohl aber westliche Perspektive ein. Das ist an sich auch vollkommen unproblematisch, aber eben nur, wenn geschichtliches Basiswissen vorhanden ist. Gerade weil die Geschichte der Marjane eine Autobiographie ist, persönliche Geschichte, subjektive Erinnerung und Phantasie sich vermengen, wirkt sie selbst höchst emotionalisierend und neigt zu voreiliger Parteinahme. Auch die Geschichte der Anne Frank hat mein Bild über die NS-Zeit in Deutschland mehr geprägt, als jede Faktenaufstellung. Marjane Satrapie entstammt jedoch - anders als im Film suggeriert - nicht etwa einer typisch-mittelständischen iranischen Familie. Vielmehr ist ihre Familie der iranischen Intelligenz zuzurechnen, ihr Urgroßvater war ehemals Schah von Persien. Wer nun glaubt, die drängendsten Probleme der Bevölkerung um 1979 seien westliche Popmusik oder freier Alkohol gewesen, der irrt gewaltig. Vielmehr kämpften die Leute abseits der elitären Kreise in Teheran gegen Nahrungsmittelknappheit, um medizinische Grundversorgung und Bildung. Ein demokratischer, laizistischer Staat nach westlichem Vorbild war und ist nicht Ziel der Mehrheit im Iran. Ein solcher Staat ist auch nicht die Vollendung aller Träume und Wünsche, sondern ein historisch-politisches Konstrukt der französischen Revolution, welches sich HIER im Westen soweit als praktikabel erwiesen hat. Wer nun also glaubt, es sei ratsam den Iran in das demokratische Paradies zu bomben, der irrt noch gewaltiger. Wer jetzt mit Frauenrechte kommen will, dem sei gesagt, dass das Kopftuch im Iran bereits in den 1930er Jahren verboten worden war, der Modernisierer Reza Schah wurde jedoch 1941 von den Briten aus dem Amt gejagt. Einen lupenrein-demokratisch gewählten Präsidenten hatte der Iran 1953 auch bereits, Präsident Mossadegh wurde von CIA und MI5 aus dem Amt geputscht.


Kasparle

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Als meine Mama mir irgenwann die Comicvorlage in die Hand drückte, mit der Bemerkung: "Die Autorin ist genau so alt wie ich. Der Comic handelt irgendwie auch von meiner Jugend im Iran." hab ich das Ding aus Interesse an den Wurzeln meiner Mutter veschlungen. Dann kam der Film, ich war 3 Mal im Kino (sooft wie noch nie zuvor und danach in einem Film) und jedes mal wieder gerührt. Wie gut sich dieser Film darauf versteht ernstes und politisches mit einem unglaublich charmanten Humor zu brechen und mit wieviel Herz die eigene Geschichte mit allen historisch bedingten Wendungen hier inzeniert wird, ist ganz große Kino/Comic/Erzähl Kunst. In manchen Szene zu Tränen gerührt(auch in Gedanken an viele Verwandte) in anderen gelacht bis die Tränen kamen. Einer der schönsten, lehrreichsten und ungeschminktesten Filme die meinen Sehnerv kitzelten. Eine ganz klare Empfehlung an alle, das hier ist ein Meisterwerk des Animationskinos!

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Pardus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

hat mich stellenweise an waltz with bashir erinnert, nur dass der dramaturgisch ganz anders aufgezogen war. find beide filme gut, fühlte mich bei beiden gut unterhalten und wünsche mir mehr davon !

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TheBruceWayne

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kein Interesse

Das Regime welches durch die USA in Form des Schahs in den Iran eingesetzt wurde, nachdem man den vom Volk gewählten Präsidenten stürzte und sich so die Ölrechte sicherte ,war keinfesfalls besser als das nachfolgende Regime der Mullahs. Der Schah ließ selber tausende Menschen inhaftieren,foltern,töten.Er war ein Diktator .Daher habe ich kein Interesse den Film zu kucken , da es sich höchstwahrscheinlich um eine einseitige Berichtserstattung handelt.

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Kasparle

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Also wie gesagt, ich kenne leute aus allen Gesellschaftsschichten. Und alle die nicht unglaublich übertrieben und radikal dem Islam verschrieben sind, sind unzufrienden mit dem jetzigen Zustand. Männer und Frauen dürfen nicht offen auf der Straße miteinander reden, es gibt harte körperliche Strafen für den Besitz von Alkohol etc... Von der Diskriminerung der Frauen will ich erst gar nicht anfangen.
Ein freies Leben kann man leider nirgendwo führen, das letzte mal gabs das wahrscheinlich wärdend der Anarchie in Katalonien, aber im Gegensatz zum jetzigen Iran war das Land schonmal freier. (Frei ist aber auch nen verdammt schwammiges Wort)


TheBruceWayne

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Man darf mit Frauen nicht auf der Straße reden ? Sry aber das stimmt nicht.


Tschmidtim

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Bewertung3.0Schwach

Ziemlich langweilig gemacht, aber die Message des Films ist eine große.
Der Film zeigt einem vieles, aber Filmisch hätte noch ein wenig mehr drin sein können

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Daniel Nahser

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr guter Film! Zeichenstil ist Geschmacksache, aber der Rest ist einfach nur extrem gut!
Ps.: "Bleibt immer integre!"

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Flunsi

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Bewertung7.0Sehenswert

"Waltz with Bashir" für Frauen

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Flunsi

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Doch, doch, es ist nämlich nicht nur die Gangart. Nebst der Kriegsthematik werden auch die Probleme einer heranwachsenden Frau behandelt (eine Titte wächst, die andere nicht ^^, untreuer Freund, etc.).
Ich würd jetzt darauf wetten, dass "Waltz with Bashir" den Männern mehr zusagt, während Persepolis eher den Frauen gefällt. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Von dem her kann ich das sehr wohl verallgemeinern. :p


Pardus

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klar, "können" kannst du das...:P (behaupten kann ich ja erst mal auch grundsätzlich alles...) ich denke aber die themen varieieren, da die erzähler ja das jeweils männlich und weiblich sind und außer dem andere heransgehensweisen gewählt wurden (persepolis arbeitet viel mit komischen momenten, während bashir schon durch die flashbacks und die ungewissheit des erzählers unbehagen hervorruft)


bugie

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Bewertung4.5Uninteressant

Zugegeben interessant umgesetzt und musikalisch passend untermalt, dennoch fand ich den Film langweilig.

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Brentano

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Ein paar Details wären auch hilfreich dazu, zu erfahren,..?
Gibt es hier jetzt eine geistige Zollkontrolle?


Brentano

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@ Aseria23, bist du "neu" hier und schon so erfreulich und stark engagiert, was sind den deine Filmspezial-gebiete?


r3sortiane

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Bewertung7.5Sehenswert

INDIVIDUELLE BASIS
Generell stehe ich gezeichneten Filmen vorab meist eher kritisch gegenüber - irgendwie reizen mich richtige Schauspieler mehr. Andererseits habe ich auch schon einige sehr gute "Trick"-Filme gesehen, die mich dann sehr ordentlich unterhalten haben (z.B. "Mary & Max"). Die Comics auf denen "Persepolis" basiert, kenne ich nicht. Auch bzgl. des politischen Hintergrunds des Films halte ich mich für alles andere, als einen Spezialisten. Ich möchte hier also mehr den Unterhaltungsfaktor des Films als den Wert seiner Botschaft bewerten. Einige Kommentare werde ich mir aber erlauben ...

DIE GESTALTUNG
Die Zeichnungen im Film fand ich sehr angenehm: Alles ist minimalistisch gehalten, wenig komplexe Animation, fokussiert auf die wichtigen Aspekte der Szenen. Ein wichtiges und sehr eindrucksvolles Mittel sind reine Schattenrisse. Der Film erzählt die überwiegend zurückliegenden Ereignisse in schwarz-weiß und kontrastiert die wenigen Szenen der Gegenwart, indem er sie farbig darstellt. Unterstützt werden die oft sehr niedlichen und lustigen Zeichnungen durch gut ausgesuchte musikalische Passagen und Effekte - es entstehen zeitweise wirklich sehr atmosphärische und emotionale Szenen. Der gestalterische Ansatz ist insgesamt sehr konsequent durchgehalten.

DER INHALT
"Persepolis" beschäftigt sich mit der politische, gesellschaftliche und biographische Aspekte in der Geschichte des Irans seit 1978. Zensur und Kontrolle, Krieg und Unterdrückung, Religion und Geschichte werden angerissen. Ein wichtiges Thema stellt auch die Emanzipation der Frauen dar. Neben diesen übergeordneten "großen" Problemen erzählt der Film aber auch von vielen "kleinen" individuellen Lebensproblemen. Es geht hier beispielsweise um Integration, Liebe, Freundschaft und Alltagsbewältigung.

STÄRKEN
Eine große Stärke des Films ist, dass er immer wieder in Kontrasten arbeitet: Er kontrastiert politische Themen, indem sie einerseits aus der Sicht der erwachsenen Betroffenen und andererseits, in völliger Verkennung der Ernsthaftigkeit und Brisanz, aus den Augen eines unschuldigen, naiven, idealistischen Kindes erzählt werden. Er kontrastiert seine Aussage, indem er zwischen bedrückenden und erschütternden politischen Themen, sowie alltäglichen, allgegenwärtigen und persönlichen "Problemchen" schwankt. Ansatzweise kontrastiert er auch Einstellungen und Verhaltensweisen von Menschen, indem er unterschiedlichen Generationen, unterschiedlichen Charakteren und Prägungen unterschiedlicher politischer Systeme Wort verleiht: "Durch [Figur] entdeckte ich die Lässigkeit, das Konzept des aufgesetzten Nihilismus und die Wiener Subkultur." Die Kontrastierung geschieht nicht nur auf inhaltlicher, sondern auch auf gestalterischer Ebene: Schwarz-Weiß, Schatten-Licht, Beschränkung auf Karikatur. Eine weitere Stärke besteht in der Verknüpfung des westlich geprägten Zuschauers mit dem roten Faden des Films (z.B. über das Studium der Hauptfigur in Österreich und die typischen Probleme junger Leute). Auch ist "Persepolis" herrlich witzig, sarkastisch und ironisch ... bestes Beispiel hierfür ist die köstliche Diffamierung des Ex-Freundes Markus :-)

SCHWÄCHEN
Für meinen Geschmack hätte der Film an mehreren Stellen ein wenig deutlicher und intensiv-tiefgreifender sein können. Viele Aspekte werden angerissen, aber dann nicht weiter vertieft. So verbleibt der Film in seinen Aussagen vielmals ein wenig trivial, fast banal - denn die grundlegenden Probleme sind ja durchaus schon bekannt: "Der Nationalismus & die Religion sind das Einzige, was das Land zusammenhalten." Zudem werden viele Themenbereiche ein wenig zu simplifiziert erzählt - das macht es zwar leichter, zu folgen, aber es wird eben auch weniger Botschaft transportiert. Und das, wo es im Film durchaus Momente gibt, wo es ihm gelingt, unter die Haut zu gehen - davon hätte ich mir noch ein wenig mehr gewünscht. Auch finde ich, dass die klassisch-kontroversen Themen wie Traditionen, Riten, Religion, Rechte und Pflichten ein wenig eindimensional, wenig differenziert und "veralbernd" dargestellt werden. Insbesondere fehlen mir historisch-hintergründige Informationen zu deren Entstehung und Einordnung und gleichsam zur Herausbildung der diesbezüglichen Einstellung der Hauptfigur und ihrer Familie.

FAZIT
Ein sehr liebevoller und ansprechend illustrierter Film, der viel Sympathie hervorzurufen vermag. Unterhaltsame, keineswegs so schwere Kost, wie es die Thematik vielleicht verheißen würde. Insgesamt inhaltlich ein wenig zu eindimensional und auch leicht oberflächlich. Eine interessante und individuell-emotionale Biographie.

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Brentano

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Walt Disney, Hanna Barbara,.. Rolf Kauka, "Werner"?


hollygolightly1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

PERSEPOLIS hat mir aus unterschiedlichen Gründen unheimlich gut gefallen.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Comic von Marjane Satrapi und handelt von den Erlebnissen der Regisseurin während ihrer Kindheit und Jugend, als im Iran die Islamische Revolution stattfand.
Marjane Satrapi ist acht, als der Schah im Land herrscht und ihr Onkel, ein Kommunist, aus dem Gefängnis entlassen wird. Doch als dieser kurze Zeit später hingerichtet wird, beschließt Marjanes Familie, sie nach Wien zu schicken, um sie vor der sich immer verschlechternden Situation im Iran zu bewahren. Das Leben in Wien ist aber alles andere als angenehm für Marjane und wird auch weiterhin nicht besser...

Der Film hat eine sehr ernste Thematik, die hervorragend dargstellt wird, indem Satrapi ihre privaten Erfahrungen mit dem "öffentlichen" Leben im Iran kombiniert. Alles passt perfekt zusammen. Es gibt keine Details, die uninteressant wären.
In PERSEPOLIS lassen sich aber auch satirische Elemente und Humor finden. Eine tolle Art und Weise, auf die das Thema behandelt wird. Die Erzählung konzentriert sich nicht nur auf das "äußere" Leben, sondern dringt auch in die Psychologie der Menschen während der Diktatur ein, ohne die Realität abzuschwächen.
Die Optik ist wunderbar, da sie am Comic orientiert ist. Überwiegend sind die Bilder in Schwarz-Weiß gehalten, zeitweise entschied man sich aber auch für Farbe. Der Einsatz ist sehr gut bedacht worden und macht den Film authentisch. Satrapi zeigt sehr deutlich, wie viel ihr an dem Film liegt und achtet auf Details.
Was den humorvollen Aspekt betrifft, sind die Anspielungen auf den Film "Terminator", das Lied "Eye of the Tiger" und Bruce Lee nennenswert. Nein, die Grausamkeit im Iran wird nicht beschönigt. Man hat nicht sehr viel zu lachen, aber Satrapi bringt so Abwechselung in den Film, macht ihn interessanter und einprägsamer.

Beachten sollte man, dass PERSEPOLIS aus der Perspektive von Marjane Satrapi erzählt wird, die linksorientiert ist. Zwar hat man "nur" ein einseitiges, weit verbreitetes Bild vom Iran, der Religion und den Gedanken der Menschen, aber ich bin mir sicher, dass Satrapi vielen Menschen aus der Seele spricht. Außerdem: Wann war Diktatur schon einmal etwas Gutes?

Marjanes Schicksal ist mir sehr nahe gegangen, weil ich es hasse, dass es auf der Welt so viel Ungerechtigkeit gibt. Dazu muss man nicht unbedingt auf den Iran referieren. Ungerechtigkeit ist allgegenwärtig. Es ist so traurig, dass Herrschaftsformen wie etwa die Diktatur das Leben der Menschen auf brutale Weise zerstören. Und das Schlimmste ist: Das Volk, welches in der Mehrheit ist, ist machtlos, wird unterdrückt, ist den Taten schutzlos ausgeliefert. Nicht selten hasst man deshalb sogar das eigene Heimatsland.

Ich denke, der Film richtet sich vor allem an junge Menschen, die dazu aufgefordert werden, sich mehr für Politik zu interessieren und sich aktiv am politischen Gesehen zu beteiligen.
PERSEPOLIS ist ebenfalls ein lehrreicher Film, weil er uns zeigt, wie wichtig menschliche Freiheit ist und, dass wir sie zu schätzen wissen sollten. Man sollte nie vergessen, dass es Menschen auf der Welt gibt, die es nicht so gut haben wie wir.

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f-rex

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Interessant, sowohl die Geschichte, als auf der Zeichenstil und die Machart des Filmes wissen zu fesseln.

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styx.canomo

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

der film hat wirklich was besonderes. ich meine, bei zeichentrick denkt man ja nicht gerade an so was tiefgründiges...
als wir in der schule die nazi-zeit durchgenommen haben, hat mal jemand den comic "die vollständige maus" mitgebracht. wär echt toll, wenn man den genauso verfilmen würde

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styx.canomo

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wie backt man denn nen joint? ;)


BigDi

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Backofen, Umluft, mittlere Hitze, etwa 10-12 Minuten je nach Jointlänge. Ich empfehle zum Abdriften aber immer noch Narkose, wie sie bei Hirn-OPs verwendet wirst, danach siehst du Bilder, dagegen stinken sogar 70mm-Filme in Sachen Auflösung ab.


snu-snu

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In sich schlüssiger, aufwühlender, informierender, herzlich, trauriger Film. Da bleibt nur eine Frage offen: "Wieso kommt der Abspann den schon nach gefühlten 10 Minuten?"

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moviee

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Bewertung9.0Herausragend

Eindrucksvoll. Beachtlich. Einmalig. Diese Integrationsstudie als plumpen 'Zeichentrickfilm' zu deklarieren wäre eine echte Erniedrigung. Aber was ist Persepolis dann? Man muss sich nicht viele Gedanken darüber machen ob der Rang 'Meisterwerk' hier angebracht ist oder ob dieser bei einer solchen Art von Zeichentrick überhaupt Berechtigung hat. Denn Persepolis ist schlicht und einfach ein Meisterwerk, Diskussionsbedarf gibt es da nicht. In dem Integrationsdrama um Toleranz und Selbstbehauptung, dass durchaus als Autobiographie der Autorin des dem Film inhaltgebenden und selbig betitelten Comics 'Persepolis' gesehen werden kann wird ein ganz besonderes Leben auf ungemein eindrucksvolle Weise geschildert. Wunderbar erzählt & liebevoll gezeichnet. Hier muss hier von einem Meisterwerk die Rede sein.

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