Persepolis
Persepolis (2007), FR/US Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Animationsfilm, Drama, Kinostart 22.11.2007
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95 Kommentare
Keine
- DVD
- VoD
von Vincent Paronnaud und Marjane Satrapi, mit Jasmin Tabatabai und Nadja Tiller
In der Comic-Verfilmung Persepolis zeigt uns Marjane Satrapi, wie sie ihre Kindheit im Iran während und nach der Revolution, zwischen Moderne und Islamismus, wahrgenommen hat.
Persepolis ist ein unkonventioneller und aufregender Zeichentrickfilm für Erwachsene. Basierend auf den gleichnamigen, kultverdächtigen Comic-Romanen, handelt der Film von der Lebensgeschichte der jungen Iranerin Marjane Satrapi und wirft zugleich eine humorvolle und sehr kritische Betrachtung auf die jüngste Historie Persiens. Marjane (gesprochen von Gabrielle Lopes Benites) ist acht Jahre alt, als der Schah aus dem Iran vertrieben wird und die Mullahs die Macht an sich reißen. Fortschritt und Freiheit bleiben auf der Strecke, als im Zuge der Islamischen Revolution Tausende im Gefängnis landen und Frauen gezwungen werden Kopftücher zu tragen. Doch die rebellische Marjane denkt gar nicht daran, sich dem rigiden Regelwerk zu unterwerfen. Viel lieber entdeckt sie Punk, ABBA und Iron Maiden und macht erste Erfahrungen mit Jungs. Sie ahnt nicht, dass ihr spielerischer Protest gefährlich ist – nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familie. Doch spiegeln sich in ihrer kindlichen Naivität auch die Hoffnungen des ganzen Volkes…
Hintergrund & Infos zu Persepolis
Regisseurin Marjane Satrapi setzt mit Persepolis ihre erfolgreichen Comics, die ihre Lebensgeschichte nachzeichnen, nun auch als Film um. Marjanes Vater wird im Film von Simon Abkarian) gesprochen und ihre Mutter von Catherine Deneuve.
Persepolis wurde auf den 60. Filmfestspielen von Cannes im Jahr 2007 mit dem Preis der Jury geehrt.
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Cast & Crew
- Genre
- Klassischer Zeichentrick, Coming of Age-Film, Biopic
- Zeit
- 1970er Jahre
- Ort
- Teheran, Wien
- Handlung
- Abnabelung, Bombenalarm, Bürgerkrieg, Doppelleben, Eltern-Kinder-Beziehung, Emanzipation, Erwachsenwerden, Flucht, Frauenfeind, Großmutter, Großmutter-Enkeltochter-Beziehung, Hochzeit, Internat, Islam, Jugend, Jugendliche, Krieg, Moderne Gesellschaft, Mädchen, Popkultur, Popmusik, Pubertät, Punk, Punk Rock, Revolution, Rolle der Frau, Starke Frau, Totalitäres Regime, Tyrann, Unterdrückung
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Witzig
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Links zum Film Persepolis
- Persepolis: critic.de
- Persepolis: cineclic.de
- Persepolis: film-zeit.de
- Persepolis: trickfilm-zeit.de


Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?




















Kritiken (9) — Film: Persepolis
Xander8112: Xanders Blog
Kommentar löschen[...]
Sehr oft wird dem Zuschauer deutlich gemacht, was die Einschränkungen unter den Mullahs für die dort lebenden Frauen bedeuteten, zum Beispiel wenn Satrapi während ihres Studiums den praktischen Sinn des Verschleierns hinterfragt. Es geht um das, was man ist, die eigene Identität, darum, dass man jederzeit die Wahl hat. Und so ist zwar der Austragungsort der Geschichte der Iran, doch eigentlich ist dies eine universelle Geschichte, aus der man lernen kann.
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goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...
Kommentar löschenEine entwaffnende Punkbekennung in einem fundamentalistischen Unterdrückungsstaat. Wer nur konsumieren will ohne zu reflektieren, ist bei diesem Film fehl am Platz. Mitdenken erhöht die Faszination. [...]
Allein wegen der brisanten, inhaltlichen Thematik und seiner Herangehensweise empfiehlt sich dieser Film als Meisterwerk. Aber man höre und staune, der stilisierte und sehr drastisch reduzierte Look sprengt jegliche Sehgewohnheiten und man fühlt sich innerhalb der ersten fünf Minuten so stark in den Film versetzt, dass man glaubt, man bestünde selbst bloß aus Schwarzweiß-Kontrasten.
Die Story und historischen Fakten werden auf solch eine sorglose Art und Weise dem Zuschauer vermittelt, dass man glauben könnte, man schaue lediglich eine leichte Komödie. Genau dieser Clou, Themen wie Menschenverfolgung, Unterdrückung, Massenmord, religiöser Fundamentalismus durch die naiven Kinderaugen von Marjane zu vermitteln, stellt den Geheimnis des Films dar. Man lernt mit ihr die iranische Geschichte und Kultur kennen und erlebt dadurch einen einzigartigen Einblick in ein Land, das vom Westen heutzutage - zu Unrecht - lediglich durch die potentielle Atombedrohung wahrgenommen wird. Kein sonderlicher Fortschritt, wenn man bedenkt, dass der Iran früher durch seine ständigen Kriege, politischen Umstürze und Massenunruhen auf sich Aufmerksam machte. Wie sehr der Film diesbezüglich vereinfacht, ist für Laien natürlich schwer zu eruieren, aber es hinterlässt Eindruck. [...]
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SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschenLeider kenne ich bisher die Comics nicht und war erst skeptisch, was man wohl von einem "Zeichentrick für Erwachsene" zu halten hat, der zudem politische Themen behandelt. Noch dazu bin ich nicht sonderlich firm was die jüngere Geschichte des Irans betrifft. Nach den ersten Minuten war jedoch klar, "Persepolis" ist endlich noch einmal ein innovativer und unkonventioneller Film, der neben der beeindruckenden Optik auch eine mitreißende und kluge Story, Humor sowie interessante Charaktere zu bieten hat. Fantasievoll, informativ und trotz aller Dramatik immer mit einem Augenzwinkern erzählt, ist "Persepolis" ein faszinierendes Meisterwerk. Einziger kleiner Wermutstropfen ist vielleicht, dass der Film etwas kurz ist. Von solch einem Einfallsreichtum möchte man mehr sehen.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Persepolis» ist ein aufwühlendes Drama mit subtilem Humor und eine eindringliche Hommage an die Würde des Menschen.
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Janus Winter Mon, 20 Sep 2010 02:09:05 -0000
Antwort löschenEin bisschen mehr KRITIK wäre angemessen, du böser, intoleranter Europäer! 9 Punkte für Klischees und altbackene Witze? Interessant!
No.Name Thu, 18 Nov 2010 20:28:35 -0000
Antwort löschen"Kritik im Original"
Aber Hauptsache erstmal Meckern! -.- Danke, du machst die Welt besser!
Janus Winter Tue, 15 Feb 2011 16:41:09 -0000
Antwort löschenKeine Ahnung, was dir für ne Laus über die Leber gelaufen ist, aber deine "Hauptsache Meckern"-Floskel kannste dir unter die Vorhaut jubeln, falls du eine hast. Vielleicht hilft das gegen deine Langeweile. Oder back n Kuchen!
No.Name Tue, 15 Feb 2011 21:29:18 -0000
Antwort löschenLieber Antisemit(einfach mal übertreiben). Klicke doch bitte einfach auf "Kritik im Original" - dem Link unterhalb seines Kommentars. Dann siehst du die Kritik im Original und in voller Länge! Oh ja - hättest du das eher gewusst, wäre dein Kommentar- eher deine Meckerei - nicht nötig gewesen! Falls das allerdings deinen Horizont übersteigt, backe ich nun einen Kuchen und schick ihn dir, vielleicht verstehst du dann was um dich herum geschieht und deine Augen werden geöffnet, wie an jenem Tag als Jesus übers Wasser lief.
Und nun lösche bitte deinen Account. Danke.
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Janus Winter Wed, 16 Feb 2011 21:25:15 -0000
Antwort löschenIch habe die Kritik im Original gelesen. Leck Fett!
No.Name Thu, 17 Feb 2011 16:18:31 -0000
Antwort löschen<3
Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer
Kommentar löschenPersepolis ist als Coming-of-Age-Geschichte universell und einzigartig wie ein Fingerabdruck, quilig, verschlungen und unaufhörlich faszinierend. Und unbeschreibbar berührend.
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patcharisma Thu, 05 Nov 2009 12:39:54 -0000
Antwort löschen"Einzigartig wie ein Fingerabdruck" Liebe Carrie, Ihr Amis seit ja noch schlimmer als wir im Kitsch-Hypen.
Janus Winter Mon, 20 Sep 2010 01:42:06 -0000
Antwort löschenWo er recht hat... *augenroll*
fennek Sat, 25 Sep 2010 11:09:37 -0000
Antwort löschenWenn aus den zwei Sätzen etwas zu kritisieren ist, dann das Schmalz in "unbeschreibbar berührend". Einzigartig ist er ohne Zweifel. (Oder welcher Film gleicht ihm? Hm?)
Und btw: jemanden hier persönlich anzusprechen, der vermutlich nicht mal weiß, dass die Kritik hier zitiert wird - und selbst wenn doch, dann vermutlich kaum Deutsch kann (falls ein Pups hier überhaupt interessiert) - ist hochgradig albern.
Janus Winter Tue, 15 Feb 2011 16:38:57 -0000
Antwort löschenhochgradig albern finde ich, um eine ein-satz-replik so ein theater zu machen. ^^
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fennek Wed, 16 Feb 2011 07:53:21 -0000
Antwort löschenaber das letzte Wort haben müssen :-P
Janus Winter Wed, 16 Feb 2011 21:23:55 -0000
Antwort löschenimmer, ja.
Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenDurch seine kraftvolle Verbindung des Skurillen, Satirischen und Emotionalen zählt Persepolis zu einem der originellsten, inoovativsten und berührendesten Filme des Jahres.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löscheneigentlich so etwas wie die filmische Version von "Wo bitte gehts zu Gott". Hat mich trotz eindeutiger Stärken aber gegen Ende eher kalt gelassen. Trotzdem, guter Film.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschen"Persepolis" ist eines der aufsehenerregendsten Comicprojekte der letzten Jahre. Nun ist es auch ein unkonventioneller und aufregender Zeichentrickfilm für Erwachsene. Basierend auf den gleichnamigen, kultverdächtigen Comicromanen, handelt der Film von der Lebensgeschichte der jungen Iranerin Marjane Satrapi und wirft eine humorvolle und sehr kritische Betrachtung auf die jüngste Historie Persiens. Die junge Frau emigrierte zuerst 1983 nach Österreich, später nach dem Studium im Iran, nach Frankreich und wurde dort immer wieder mit Vorurteilen über ihre Heimat konfrontiert. Sie entschloss sich, Geschichte und Gegenwart des Iran in Comicform zu erzählen. Aus der Perspektive eines kleinen Mädchens erfährt man Erhellendes über die islamische Revolution von 1979 und den Krieg mit dem Irak. Der Film bietet uns einen spannenden und humorvollen Einblick in den Alltag der bürgerlichen Welt des Irans...
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenEine höchst unterhaltsame und pointierte Comicverfilmung mit stark politischen Untertönen, gemacht für Erwachsene und in Schwarzweiß gehalten, gilt es hier zu entdecken. Diese ist zugleich eine humorvoll-lakonische, aber auch bitterböse Abrechnung mit dem Regime im Iran, das seine Bürger zu hinterlistigen und unmündigen Bütteln umformt, und darüber hinaus eine tiefe Verbeugung vor der Kraft und dem Zusammenhalt der Familie.
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Kommentare (85) — Film: Persepolis
Goddess_of_Mischief Mon, 15 Apr 2013 00:20:02 -0000
Kommentar löschenDas erste mal habe ich diesen Film vor einigen Jahren auf einer Klassenfahrt mit unserer Mathelehrin gesehen, die selbst aus dem Iran stammt. Für einen Schulfilm hatte er mich damals schon sehr beeindruckt. Auch als ich ihn mir später noch einmal zu Gemüte geführt habe, hat sich daran nichts geändert. Persepolis versteht es einfach die richtige Balance zu finden, zwischen Witz und Tiefgang, politischem Geschehen und der persönlichen Geschichte von Marjane.
Kurz gesagt: ein wirklich gelungener Film, der einen für vieles sensibilisieren kann.
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Jek-Hyde Sun, 17 Feb 2013 16:06:23 -0000
Kommentar löschenIch habe mich irgendwie ewig vor dem Film gedrückt, doch ich weiß nicht mehr wieso. Dieser Film verdient eine volle Punktzahl einfach. Wer in der heutigen Gesellschaft ist das nicht, etwas voreingenommen gegenüber Iranern. Man hört schließlich so viel schlechtes, doch wie dass so üblich ist, die Leute die ordentlich sind und nichts dafür können, von denen hört man nichts. Nur von den die Krawall machen. Und so entwickeln sich eingeschränkte Bilder von bestimmten Gruppierungen. Ich muss sagen: Persepolis hat mir die Augen geöffnet, ich glaube ich verstehe die Welt nun ein wenig besser. dazu bin ich glaube ich eine ganze Ecke toleranter geworden und der Film ist einfach wunderbar expressionistisch, surreal, traurig, lustig und einfach Wahr. Ein großartiger Film, den sich wirklich jeder mal ansehen sollte, denn er öffnet Augen.
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Big T. Fri, 08 Feb 2013 06:52:30 -0000
Kommentar löschenHab es ja immer ein bisschen hinausgezögert den Film zu gucken da ich einfach zu schlechte Erfahrungen mit Filmen im Comic Style gemacht habe aber nun hab ich ihn geguckt und endlich mal einen solchen Film gefunden wo mir die Zeichnungen nicht irgendwann Kopfschmerzen bereitet haben oder einfach nur genervt haben.
Die Bilder sind einfach und nur das nötigste wurde gezeichnet und doch kann man nicht bemängeln das etwas fehlen würde, im gegenteil sogar auf kleinere Details wurde wertgegeben.
Die Lebensgeschichte von Marjane Satrapi ist keine einfache und wohl sicher auch keine seltene.
Für junges Gemüse wie mich, dass nichtmal die DDR miterlebte, ein interessanter Blick in die jüngere Geschichte des Iran.
Madame Satrapi scheint ja auch ne ganz anständige zu sein und wer so eine Omi hatte kann ja gar nicht schlecht sein :D
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pischti Fri, 08 Feb 2013 23:12:17 -0000
Antwort löschenIch war sogar noch Pionier Du junges Gemüse! :D
Big T. Sat, 09 Feb 2013 01:08:05 -0000
Antwort löschenUnfassbar! :D
DKennyK Thu, 06 Dec 2012 18:11:34 -0000
Kommentar löschenEs ist wirklich schade, das die breite Masse nie von solchen wichtigen und faszinierenden Filmen erfährt.
»Persepolis« vermag es, trotz oder gerade wegen seiner minimalistischen Animationen und Zeichnungen mehr Gefühle beim Zuschauer auszulösen als so mancher Realfilm. In 90 Minuten bekommt man eine Achterbahnfahrt der Emotionen gepaart mit politisch-sozialen Hintergründen serviert, die von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Ein biographischer Film, der einem noch lange im Gedächtnis bleibt.
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jacker Wed, 17 Oct 2012 08:12:08 -0000
Kommentar löschen"Persepolis" kocht unheimlich viel in einem Topf , rührt dabei kräftig um und würzt üppig drauf: Coming-Of-Age, Geschichtsstunde, Anti-Krieg, Sozialdrama, Regimekritik, Familienfilm und als Topping noch eine Prise nicht störender Teenie-Flavor.
Das Resultat wird auf feinstem Animations-Porzellan serviert (nicht das verstaubte Hochzeitsgeschirr verteht sich, dieses war mindestens eine streng limitierte Special-Edition, designet von einem großen zeitgenössischen Künstler) und schmeckt hervorragend, ja nahezu perfekt.
Trotz schwerster Zutaten haben die Köche die perfekte Balance gefunden und das Gericht ist leicht verdaulich, schmeckt aber noch stundenlang auf der Zunge nach.
Man fragt sich wie sie das geschafft haben, wie das alles so rund wirkt?
Ein Gericht ist mehr als die Summe seiner Zutaten, erst die persönliche Note der Köche macht es einzigartig.
Ohne die wäre "Persepolis" vielleicht einfach nur ein Trickfilm für Erwachsene, durch die autobiographische Färbung wird er zu mehr: etwas Echtem, Amüsantem und auch Erschütterndem, zum Lachen und Nachdenken, zum zwischen den Zeilen lesen.
Fast perfekt!
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JackoXL Wed, 17 Oct 2012 08:22:12 -0000
Antwort löschenKlingt lecker. Das nehme ich, mit Bratkartoffeln. :)
jacker Wed, 17 Oct 2012 09:18:38 -0000
Antwort löschenIst auch lecker! Aber in anbetracht des Restaurants empfehle ich eher mit Hummus ;)
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DerDude_ Wed, 17 Oct 2012 11:02:32 -0000
Antwort löschenGroßartiger Film !
jacker Wed, 17 Oct 2012 12:12:05 -0000
Antwort löschenBesonders der comichafte Stil ist extrem gelungen finde ich. So verspielt.
Habe jetzt gesehen, dass die Regisseure ja Autorenpaar einer Comicserie waren die hier verfilmt wurde, das erklärt natürlich einiges!
Ener Tue, 16 Oct 2012 08:19:19 -0000
Kommentar löschenDer Film muß sich am Ende erstmal setzen. Ein wenig fassungslos macht er schon. So drastisch der Film ist, er verliert nie seinen Humor. Ebenso wie die Protagonisten und ihre Umwelt. Eindrucksvolle Bilder, warum die Bevölkerung eines Landes nicht mit dessen Politik über einen Kamm geschoren werden sollte. Hervorragend.
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ElMagico Sat, 13 Oct 2012 09:14:20 -0000
Kommentar löschenÄhnlich wie bei "Waltz with Bashir" findet die Geschichte von "Persepolis" in einem Rahmen statt, der für viele sehr emotional und ideologisch belastet ist. Aber wie auch im genannten israelischen Animationsfilm, sollte man sich auch hier immer Gewahr sein, dass dies in erster Linie die persönlichen Erfahrungen, Empfindungen und Erinnerungen eines Menschen sind. In diesem Falle teilweise sogar die eines Kindes. Somit kann ich die negativen Töne, die es auch hier nachzulesen gibt, überhaupt nicht nachvollziehen, vorallem weil ich in dem Film keine Verunglimpfung des Islam erkennen kann, ja noch nicht einmal wirkliche Kritik. Es wird ein (bzw. zwei) Regime dargestellt, welches den Lebensweg der Marjane tagtäglich kreuzt, sie einschüchtert, ihr verbietet, sie demütigt und ihr Menschen nimmt. Für mich ist es da auch erstmal Zweitrangig welche Farben sich dieses Regime auf seine Flaggen malt, welche Ideologie oder Religion sie sich zu eigenen machen und für ihre Zwecke missbrauchen. "Persepolis" ist ein Lebensweg und für seine Spielzeit von 90 Minuten ist er überraschend echt und umfassend. Denn all die Interessen, die Sehnsüchte und Verlockungen, die die junge Marjane empfindet, wir kennen sie genauso auch. Wir haben sie gelebt, sie musste sie kämpfen. Umso erfreulicher ist es, dass Marjane Satrapi uns hier kein Betroffenheit erschleichendes Drama serviert, sonder eine Comig-of-Age-Geschichte mit allem was halt dazu gehört. Man sitzt eben nicht 20 Jahre lang da und denkt über die politische Lage der Nation nach, man sucht die Schlupflöcher und hat Spass. Man kann selbst aber schwer nachempfinden, wie es sich anfühlt, wenn man dabei stets ein unsichtbares Gewehr an seinem Kopf hat. Und trotzdem fühlt sich alles so echt, so nachvollziehbar an. Ein ganz normales Mädchen, das sich mit einer ungeheuer bescheuerten Welt arrangieren muss. Und das Dank ihres Umfelds auch relativ normal bleibt.
Und "Persepolis" findet auch immer wieder die schönen Seiten der Geschichte. Der Film ist, ähnlich wie Marjane ein Stehaufmännchen. Er zeigt die unmenschlichen Verhältnisse in denen viele Menschen dort Leben, er zeigt aber auch die Solidarität, die enge Verbundenheit und Liebe zu- und untereinander. Er zeigt was wirklich Heimat ist...etwas was auch solch ein Regime eben nicht gänzlich zerstören kann. Denn genauso wie "Persepolis" die Lebensumstände im Iran kritisch beäugt, genauso wird die westliche Welt nicht als das gelobte Land dargestellt. Denn Marjanes Herz wird erst hier wirklich angegriffen.
Ein sehr ehrlicher Film, weil er eben die vielen verschiedenen Seiten einer solchen Jugend beleuchtet. Und ein bißchen ist das, als ob man zu den Menschen geht, in einem Land von dem man vorher nur Klischeebeladenes Wissen hatte. Man merkt dann einfach das die Unterschiede meist total geringfügig sind. Die Wünsche und Ziele decken sich, nur die Umstände sind oft völlig andere. Und somit ist "Persepolis" ein Film der zwar die religiöse/politische Führung des Irans in das ihm wohl gebührende negative Licht stellt, einfach indem er ein gar nicht so aussergewöhnliches Leben in diesem Land darstellt. Andererseits macht er Werbung für dieses Land. Ein schönes Land, mit warmherzigen und intelligenten Menschen. Aber nicht nur in diesem Punkt ist "Persepolis" ein tatsächlich lehrreicher Film. Durch seine Zugänglichkeit, seinen Humor, ja seinen Spass, lässt er seltsamerweise einen das schreckliche besser verstehen.
Aber das wäre alles nur halbsoviel wert, würde nicht auch die Verpackung ansprechend sein. Glücklicherweise ist sie das. Ich fand die Animationen zwar nicht so zwingend wie bei "Waltz with Bashir", aber sie haben ein schönes eigenes Feeling, dass Anfangs etwas rudimentär wirkt, dann aber fast schon ein wenig den Charme alter Stummfilme besitzt. Und ich mag ja so Schnörksel ewig gerne...und "Persepolis" hat Schnörksel :)
Ein Film der tief geht aufgrund seiner Einfachheit, der an einem rüttelt, weil er das Schöne nicht vergisst und der einen Verstehen lässt, weil es echte Menschen sind die er zeigt und nicht nur gezeichnete.
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Jaliju Sat, 13 Oct 2012 11:35:57 -0000
Antwort löschenWas für ein schöner Kommentar :)
ElMagico Sat, 13 Oct 2012 13:05:20 -0000
Antwort löschenOh Danke :)
jacker Tue, 16 Oct 2012 18:33:48 -0000
Antwort löschenWas für ein schöner Kommentar :) [2]
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ElMagico Tue, 16 Oct 2012 18:53:43 -0000
Antwort löschenOh Danke :) (2)
AlexanderDeLarge Mon, 17 Dec 2012 22:17:13 -0000
Antwort löschenKann nur unterstreichen, wie sehr mir diese unaufgeregte Beurteilung zusagt. Du sprichst den emotional und ideologisch aufgeladenen Hintergrund selber an ElMagico, dieser tritt durch die aktuelle weltpolitische Lage nochmals in den Vordergrund, und der Film nimmt hier, wenn auch implizit, eine nicht antiislamische, sehr wohl aber westliche Perspektive ein. Das ist an sich auch vollkommen unproblematisch, aber eben nur, wenn geschichtliches Basiswissen vorhanden ist. Gerade weil die Geschichte der Marjane eine Autobiographie ist, persönliche Geschichte, subjektive Erinnerung und Phantasie sich vermengen, wirkt sie selbst höchst emotionalisierend und neigt zu voreiliger Parteinahme. Auch die Geschichte der Anne Frank hat mein Bild über die NS-Zeit in Deutschland mehr geprägt, als jede Faktenaufstellung. Marjane Satrapie entstammt jedoch - anders als im Film suggeriert - nicht etwa einer typisch-mittelständischen iranischen Familie. Vielmehr ist ihre Familie der iranischen Intelligenz zuzurechnen, ihr Urgroßvater war ehemals Schah von Persien. Wer nun glaubt, die drängendsten Probleme der Bevölkerung um 1979 seien westliche Popmusik oder freier Alkohol gewesen, der irrt gewaltig. Vielmehr kämpften die Leute abseits der elitären Kreise in Teheran gegen Nahrungsmittelknappheit, um medizinische Grundversorgung und Bildung. Ein demokratischer, laizistischer Staat nach westlichem Vorbild war und ist nicht Ziel der Mehrheit im Iran. Ein solcher Staat ist auch nicht die Vollendung aller Träume und Wünsche, sondern ein historisch-politisches Konstrukt der französischen Revolution, welches sich HIER im Westen soweit als praktikabel erwiesen hat. Wer nun also glaubt, es sei ratsam den Iran in das demokratische Paradies zu bomben, der irrt noch gewaltiger. Wer jetzt mit Frauenrechte kommen will, dem sei gesagt, dass das Kopftuch im Iran bereits in den 1930er Jahren verboten worden war, der Modernisierer Reza Schah wurde jedoch 1941 von den Briten aus dem Amt gejagt. Einen lupenrein-demokratisch gewählten Präsidenten hatte der Iran 1953 auch bereits, Präsident Mossadegh wurde von CIA und MI5 aus dem Amt geputscht.
Kasparle Fri, 24 Aug 2012 12:45:50 -0000
Kommentar löschenAls meine Mama mir irgenwann die Comicvorlage in die Hand drückte, mit der Bemerkung: "Die Autorin ist genau so alt wie ich. Der Comic handelt irgendwie auch von meiner Jugend im Iran." hab ich das Ding aus Interesse an den Wurzeln meiner Mutter veschlungen. Dann kam der Film, ich war 3 Mal im Kino (sooft wie noch nie zuvor und danach in einem Film) und jedes mal wieder gerührt. Wie gut sich dieser Film darauf versteht ernstes und politisches mit einem unglaublich charmanten Humor zu brechen und mit wieviel Herz die eigene Geschichte mit allen historisch bedingten Wendungen hier inzeniert wird, ist ganz große Kino/Comic/Erzähl Kunst. In manchen Szene zu Tränen gerührt(auch in Gedanken an viele Verwandte) in anderen gelacht bis die Tränen kamen. Einer der schönsten, lehrreichsten und ungeschminktesten Filme die meinen Sehnerv kitzelten. Eine ganz klare Empfehlung an alle, das hier ist ein Meisterwerk des Animationskinos!
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Pardus Thu, 09 Aug 2012 11:18:44 -0000
Kommentar löschenhat mich stellenweise an waltz with bashir erinnert, nur dass der dramaturgisch ganz anders aufgezogen war. find beide filme gut, fühlte mich bei beiden gut unterhalten und wünsche mir mehr davon !
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TheBruceWayne Wed, 08 Aug 2012 18:21:50 -0000
Kommentar löschenDas Regime welches durch die USA in Form des Schahs in den Iran eingesetzt wurde, nachdem man den vom Volk gewählten Präsidenten stürzte und sich so die Ölrechte sicherte ,war keinfesfalls besser als das nachfolgende Regime der Mullahs. Der Schah ließ selber tausende Menschen inhaftieren,foltern,töten.Er war ein Diktator .Daher habe ich kein Interesse den Film zu kucken , da es sich höchstwahrscheinlich um eine einseitige Berichtserstattung handelt.
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Nemano Sat, 11 Aug 2012 11:18:30 -0000
Antwort löschenHinzu ist er eine Beleidigung an alle Muslime, an ganz Persien/Iran und einfach nur Geschmacklos.
TheBruceWayne Sat, 11 Aug 2012 12:39:24 -0000
Antwort löschen@ Das stimmt auch,habe ich vergessen in meiner Kritik zu erwähnen. Krass das man das MullahRegime und dessen Interpretation des Islams auf alle Muslime überträgt.Auch nervt das Bild des Iran als ewige Geißel des Bösen, eine Filmdoku über Saudi-Arabien wo Frauen und Kinder viel weniger Rechte hatten und noch immer nicht haben, würde wahrscheinlich nie gemacht werden.Weil es sich um einen Verbündeten und nicht um einen erklärten Feind wie den Iran handeln würde.Gut der Iran hat diese Fehler in der Vergangenheit gemacht,ist aber heute nach der Türkei wohl das einzige Land in diesem Gebiet welches noch gewisse Freiheiten toleriert.Oder dürfen in Saudi-Arabien neuerdings Frauen studieren oder Auto fahren.
Kasparle Fri, 24 Aug 2012 12:51:23 -0000
Antwort löschenSachmal gehts noch? Der Film verurteilt genau so das Shah wie das Mullah Regime. Ausserdem ist er biographisch und zeigt somit nur die Perspektive einer einzelnen Person. Die Frau die den Comic schrieb auf dem der Film so zimlich deckungsgleich basiert wuchs im Shah Iran auf und machte die Revolution als Kind mit. Sie Beschreibt gleichermaßen die schrecklichen Züstande beider Regime. Aber Fakt ist auch das ein großteil der Iraner aus meinem Freundes und Verwandten Kreis mittlerweile den Shah als kleiners Übel sahen. Das wird aber auch alles so dargestellt. Also bitte erstmal angucken bevor du hier spekulierst in welche politische Richtung der Film tendiert. Ist übrigens alles zimlich Realitätsnah was da so an Gräueln und Stichelein beschrieben wird. Kannst ja mal meine Oma fragen...
Man man man...
TheBruceWayne Fri, 24 Aug 2012 15:04:13 -0000
Antwort löschenDeine Verwanten gehören zur Oberschicht oder ?Mich stört vorallem @Nemano chon angesprochene Diskriminierung des Islams.
Kasparle Tue, 18 Sep 2012 00:08:17 -0000
Antwort löschenMeine Verwandten ja, andere Freunde hier aus Deutschland nicht. Wenn man das jetzige Regime kritisiert richtet sich das ja nicht gegen den Islam, sondern gegen seinen Missbrauch als Machtlegitimation! Die Zahl der Gefangenen, Gefolterten und Getöteten im Namen eben jenes Islam (wofür weder die Religion noch 99% ihrer Anhänger etwas können) ist jedoch extrem hoch. Und falls du irgendwen kennst der wärend der versuchten "Grünen-Revolution" auf der Straße war (zum Großteil auch gläubige Muslime), dann lass dir von dem doch mal erzählen wie wunderbar es momentan im Iran zugeht! Du kannst doch nicht eine Kritik an einem auf Religion basierten Regime gleichetzen mit der Religion. Und ebenfalls solltest du verstehen können das jemand der unter diesem religiös legitimierten System leidet irgendwann die Religion als Kern des Übels sieht.
Meine persönliche Meinung ist übrigens das alle Religionen die als Machtmittel genutzt werden fürn Arsch sind. Religionen sind und bleiben ein Mittel den Menschen zu kontrollieren! Glaube ist nochmal was anderes. Aber die Institutionallisierung von eben diesem ist Falsch.
TheBruceWayne Tue, 18 Sep 2012 11:37:08 -0000
Antwort löschenJa ich verstehe was du meinst und deshalb habe ich auch keine Wertung abgegeben.Aber es gibt hier in Deutschland genug Vollidioten die wissen nichtmal das Iraner Schiiten sind. Die glauben das wäre der Islam und seine Auslegung.Und zu der grünen Revolution. Es gibt genügend Iraner,vorallem junge die unzufrieden mit der Regierung sind. Aber sie wollen keinen radikalen Umsturz sondern nur Reformen. Das gibt es in jedem Land der muslimischen Welt und es geht auch oft viel schlimmer zu als dort. Nur zeigte man hier mit Vorliebe halt den iran da er unser erklärter Feind ist (Propaganda).Die Grüne Revolution ist hier in Europa vollkommen falsch widergegeben worden. Es handelte sich dabei nur um ein paar hundert Demonstranten nicht um zehntausende wie in den Lügen-Medien hier gesagt wurde. Freunde aus Iran wie auch Persöhnlichkeiten wie Peter Scholl Latour/Jürgen Todenhöfer bestätigen dass. Der Iran ist heute ein weit besseres Land als unter dem Schah oder unter Chomenei. Iran ist weder antisemitisch noch baut der Iran eine Atombombe.Wer intoleranten Islam sehen will soll zu unseren Verbündeten nach Saudi Arabien gehen. Dort springt einem die westliche Heuchelei direkt ins Gesicht ...
Kasparle Tue, 18 Sep 2012 12:26:09 -0000
Antwort löschenEin paar hundert? Meine Großeltern waren grade erst zu Besuch und redeten von deutlich mehr. Der Comic auf dem das ganze basiert hat doch nichts mit Propaganda zu tun! Da erzählt ne Exil Iranerin ihre Geschichte. Subjektiv eingefärbt, na klar, aber sicherlich nicht mit der Absicht gegen das jetzige Regime zu hetzen um einen Krieg zu legitimieren. Und das es in anderen Teilen der musilimischen Welt ganz anders zugeht ist schon klar, aber das schließt doch nicht aus das man einen Film über die Geschichte und die Umstände im Iran macht? Da könnte man ja gleich gucken wos am schlimmsten ist, und alle anderen politischen Filme die Missstände anprangern, mit dem Verweis auf eben dieses Land, für unnütz erklären.
Und das alles "besser" ist als unter dem Shah oder Chomenei ist auch nen schlechter Witz. Nem Freund von mir, dem Sohn der Nachbarn meiner Großeltern, wurde wärend eben jener "Grünen Revolution" mit scharfer Munition ins Knie geschossen und er kann nie wieder gehen. Es ist Scheiss egal welches Regime man betrachtet, alle waren sie Scheisse.
Aber es war z.B. unter dem Shah eine viel größere künstlerische Freiheit gegeben. Bei meinem letzten Besuch im Iran hab ich versucht alte persiche Platten aus den 60ern, mit Psychodelic und Funk Einflüssen, mit zurück zu nehmen. Pustekuchen, die wurden einkassiert!
Lass mir dir versichern, ich bin antizionist (nicht antisemit!!) und kein großer Freund der westlichen arroganten Haltung gegenüber dem Rest der Welt. Aber das ist nicht alles nur Propaganda was in den Medien gezeigt wird. Klar wird Stimmung gemacht, genau wie vor dem Irak Krieg. Aber das jetzige Regime ist es in keinster Weise wert verteidigt zu werden!
Kasparle Tue, 18 Sep 2012 12:34:31 -0000
Antwort löschenAchja, die gesamte Infrastruktur des Landes stammt noch aus Shah zeiten. Im Vergleich zum Shah, der sich schon unmengen an Öl Millionen in die eigene Tasche gesteckt hat, sieht das Volk momentan von den imensen Öl Einnahmen noch weniger.
Und warum der Iran oft so in den Fokus rückt, im gegensatz zu z.B. Saudi Arabien, liegt logischerweise an politischen Bündnissen, aber eben auch an der turbulenten Vergangenheit des Landes, an dem, durch Gesellschaftsschichten und Geschlecht, vertretenem Unmut über die jetzige Situation und an der viel größeren Bevölkerung.
Ich versteh nicht warum du dem Land nicht zugestehst das da einiges Scheisse läuft. Und da eben nicht jeder so aufgeklärt ist wie wir es sind, kann es doch nicht Schaden wenn in einem Film auf die persische Geschichte hingewiesen wird. Wird übrigens auch alles erwähnt, mit der europäischen Einsetzung des Shahs, der Ausbeutung, der Revolution, den gejagten Kommunisten etc... Guck ihn dir doch einfach mal an bevor du über die Darstellungsweise des Films disskutuierst. Ist eigentlich zimlich sinnlos ohne Sichtung; )
Gruß
PS: Bist du eigentlich Iraner?
TheBruceWayne Tue, 18 Sep 2012 17:15:21 -0000
Antwort löschenNein ich bin kein Iraner.Ich kann nur davon reden was meine Freunde sagen oder Leute wie Peter Scholl Latour oder Todenhöfer die jedenfalls meinen das die Demonstranten nur ein paar Hundert seien.Natürlich ist der Iran kein Musterbeispiel für Menschenrechte. Aber dennoch läuft da manches besser als in anderen Staaten der Region .Frauen dürfen studieren und Auto fahren. 70 % der iranischen Studenten sind Frauen.Aber die konsequente Medienhetze die Iran als böses schlechtes Land darstellt ist absolut lächerlich. Der Iran ist zsm mit Syrien (ok Syrien heute leider nicht mehr) einer der stabilsten Staaten neben der Türkei in der Region.Die Proteste die dort liefen wurden hier viel zu übertrieben und manch ein Aufwiegler bzw bezahlte Arschkriecher der saudischen Staaten waren sicher auch dabei.Eine der größten Lügen im Fernsehen ist z.B die das der Iran antisemitisch sei.Iran gehörte zu den wenigen Ländern die die Juden vor dem 2ten Weltkrieg aufnahmen als diese vor Hitler flohen. Der Iran hat mit 30.000 Juden in Teheran die größte jüdische Gemeinschaft außerhalb von Israel. Es gibt sogar politische Ämter für Juden. Natürlich haben diese nicht die exakt selben rechte wie Muslime aber schau dir dagegen andere muslimische Staaten an vorallem die sunnitisch/wahabitischen,da dürfen Juden nichteinmal einreisen.Im Iran gibt es 100 Synagogen.Rund 1500 jüdische Kinder besuchen jüdische Schulen.Es gibt jüdische Kindergärten,koschere Metzger,koschere Restaurants,eine jüdische Bibliothek und ein großes jüdisches Krankenhaus dem sogar Ahmadinedschad Geld spendete. Den 30.000 Juden steht laut iran. Verfassung ein paralemtssitz zu,ähnlich wie den Christen. Ayatollah Komenei verfasste 1979 sogar eine Fatwa zum schutz der Juden. An vielen iranischen Sybagigen stehen noch heute seine Worte "Wir achten die religiösen Minderheiten,die Teil unseres Volkes sind.Der Islam erlaubt nicht,sie zu unterdrücken".Der jüdische Parlamentsabgeordtnete und Direktor des jüdischen Krankenhauses in Teheran,Ciamak Moresadegh,brachte es auf eine für Europa peinliche Formel :" Antisemitismus ist kein islamisches,sondern ein europäisches Phänomen."
TheBruceWayne Tue, 18 Sep 2012 17:25:16 -0000
Antwort löschenDer einzige Grund warum der Iran immer mehr in unser Augenlicht rückt ist die Tatsache das diese nicht mehr mit dem Petrodollar handeln und die Kontrolle über den persischen Golf haben. Die Atombombe ist nur eine Lüge ...Auserdem will das wahabitische Saudi-Arabien eine schiitische Achse von Iran bis hin zu Syrien und Libanon verhindern. Dies machen sie gerade in Syrien indem sie islamistische Kämpfer gegen Assad und sein Volk schicken, natürlich auch im Interesse der Usa und Israels. Die Sanktionen der Usa und Europa haben keinerlei Wirkung auf den Iran. Die Chinesen und Russen kaufen ja alles an Öl und Gas auf und zahlen sogar mehr. Iran ist kein mittelalterliches, sondern ein hochmodernes Land, die Wirtschaft boomt und vom Embargo ist nichts zu spüren. Aber was die erstaunlichste Erkenntnis war: im Iran hat der Arbeitstag nur 6 Stunden, eben 30 h die Woche! Und Einkommen und Lebensstandard sind höher als in den ost- und südeuropäischen Staaten.Dennoch gibt es Menschenrechtsverletzungen und große Unzufriedenheit wegen der außenpolitischen Lage.
TheBruceWayne Tue, 18 Sep 2012 17:26:38 -0000
Antwort löschen* ich meinte auch nicht den Comic sondern unsere Medien
Kasparle Wed, 19 Sep 2012 04:18:09 -0000
Antwort löschenOk. Also dein erster Kommentar ist gut und richtig recherchiert. Der Iran ist ein für die islamische Welt sehr offenes Land gegenüber dem jüdischen Glauben. Das wird weder von mir noch von dem Film zu irgendeinem Zeitpunkt geleugnet. (Lass mal die Medien außen vor, deine ursprüngliche Kritik richtete sich gegen den Film, was die Medien betrifft geb ich dir zu 90% Recht!)
Der zweite Kommentar ist jedoch hanebüchener Unsinn. Die Embargos treffen den Iran sehr stark. Es gibt eine EXTREME Inflation. Als meine Großeltern vor 2 Jahren hier waren, war ein Euro noch ca 5000 Rial wert. Als sie dieses Jahr hier hin kamen waren es vor der Abreise schon 11000, nach 4 Wochen als sie wieder im Iran waren schon 15000. Und das der Iran kein mittelalterliches Land ist, zumindest in den Großstädten (auf dem Land geht es immer noch sehr "mittelalterlich" zu) ist mir schon klar. Nur ist es eben auch kein hochmodernes Land. Die letzten großen und flächendeckenden Infrastrukturprojekte, abgesehen vom neuen Teheraner Flughafen, sind alle aus der Zeit des Shahs.
Ich kann deine Kritik an unseren Medien volkommen nachvollziehen, aber du solltest genau so wenig deinen "Persöhnlichkeiten wie Peter Scholl Latour/Jürgen Todenhöfer" alles abnehmen was sie sagen, da auch sie nur subjektive Ansichten vertreten, die genauso persönlich verfärbt sind und von politischen Motiven gelenkt werden.
Ich kann dir aus perönlichen iranischen Quellen, aus allen Gesellschaftsschichten garantieren, dass die Grüne Revolution ein von einer verdammt breiten Masse des Volkes getragener Protest war, der mit brutalsten und unmenschlichen Mitteln niedergeschlagen wurde! Und da kann irgendein "Westliche Medien Verschwörungs" Gedanke im allgemeinen noch so stimmen (Ich seh das wie gesagt ähnlich), in diesem Fall kenn ich die Menschen die mir davon berrichtet und daran teilgenommen haben schon seit meiner Kindheit.
Deine Kritik bezieht sich ja sowieso eher auf die Medien wie CNN oder die Tagesschau. Damit hat der Film nicht viel zu tun. Also tu mir doch einfach mal den gefallen und guck ihn dir an: )
Beste Grüße Darius
Übrigens die beste Disskusion auf MP bis jetzt; )
TheBruceWayne Wed, 26 Sep 2012 16:53:20 -0000
Antwort löschenEntschuldige bitte für die Dauer einer Antwort ,bin lange nicht mehr in meine Email gegangen. ^^ Leute wie ich müssen uns halt auf Experten verlassen und am Besten dann auf die die gegen die Systeme hier sind. Da hast du natürlich auch Glück das du Verwante hast die dir Informationen liefern,quasi aus erster Hand also. Ein Freund von mir ist Iraner und meint das sein Vater sagte das es auch nur ein paar hundert seien und das der Iran sehr fortschrittlich und reich ist. Man muss dazu aber sagen das dieser auch 100 % hinter Ahmadinejad und Chomenei steht. Also zu gefärbt wie du schon sagtest. Allerdings haben vorallem die Armen unter Ahmadinejad profitiert, sie waren es eig. die ihn bei der ersten Wahl gewinnen ließen ..Möchte dir nicht zu nahe treten aber vllt sind deine Verwanten auch reich bzw. gehören zur Mittelschicht,dann wäre es auch klar diese gegen die jetzige Regierung sind. Wenn man sich mal vorstellt das der iranische Präsident gerade mal in einer 5 Zimmerwohnung wohnt und zwar sehr bescheiden. Davon könnten sich viele Politiker was abschneiden in Deutschland.
TheBruceWayne Wed, 26 Sep 2012 16:54:24 -0000
Antwort löschenAuch für mich ist es sehr interessant mal mit Leuten zu reden die einigermaßen sichere Quellen haben-ich kann hier ja im Grunde fast nix mehr glauben was im Fernsehen kommt.
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Kasparle Tue, 02 Oct 2012 03:35:29 -0000
Antwort löschenAlso wie gesagt, ich kenne leute aus allen Gesellschaftsschichten. Und alle die nicht unglaublich übertrieben und radikal dem Islam verschrieben sind, sind unzufrienden mit dem jetzigen Zustand. Männer und Frauen dürfen nicht offen auf der Straße miteinander reden, es gibt harte körperliche Strafen für den Besitz von Alkohol etc... Von der Diskriminerung der Frauen will ich erst gar nicht anfangen.
Ein freies Leben kann man leider nirgendwo führen, das letzte mal gabs das wahrscheinlich wärdend der Anarchie in Katalonien, aber im Gegensatz zum jetzigen Iran war das Land schonmal freier. (Frei ist aber auch nen verdammt schwammiges Wort)
TheBruceWayne Mon, 29 Oct 2012 17:28:33 -0000
Antwort löschenMan darf mit Frauen nicht auf der Straße reden ? Sry aber das stimmt nicht.
Tschmidtim Sun, 15 Jul 2012 09:06:28 -0000
Kommentar löschenZiemlich langweilig gemacht, aber die Message des Films ist eine große.
Der Film zeigt einem vieles, aber Filmisch hätte noch ein wenig mehr drin sein können
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Daniel Nahser Thu, 12 Jul 2012 04:48:41 -0000
Kommentar löschenSehr guter Film! Zeichenstil ist Geschmacksache, aber der Rest ist einfach nur extrem gut!
Ps.: "Bleibt immer integre!"
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Flunsi Sun, 10 Jun 2012 00:47:09 -0000
Kommentar löschen"Waltz with Bashir" für Frauen
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Pardus Thu, 09 Aug 2012 11:16:33 -0000
Antwort löschenna ja... stimmt zwar dass die gangart hier nicht ganz so hart is, aber verallgemeinern würd ich das nu so auch nich..
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Flunsi Thu, 09 Aug 2012 13:02:59 -0000
Antwort löschenDoch, doch, es ist nämlich nicht nur die Gangart. Nebst der Kriegsthematik werden auch die Probleme einer heranwachsenden Frau behandelt (eine Titte wächst, die andere nicht ^^, untreuer Freund, etc.).
Ich würd jetzt darauf wetten, dass "Waltz with Bashir" den Männern mehr zusagt, während Persepolis eher den Frauen gefällt. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Von dem her kann ich das sehr wohl verallgemeinern. :p
Pardus Fri, 10 Aug 2012 22:29:49 -0000
Antwort löschenklar, "können" kannst du das...:P (behaupten kann ich ja erst mal auch grundsätzlich alles...) ich denke aber die themen varieieren, da die erzähler ja das jeweils männlich und weiblich sind und außer dem andere heransgehensweisen gewählt wurden (persepolis arbeitet viel mit komischen momenten, während bashir schon durch die flashbacks und die ungewissheit des erzählers unbehagen hervorruft)
bugie Thu, 17 May 2012 15:48:13 -0000
Kommentar löschenZugegeben interessant umgesetzt und musikalisch passend untermalt, dennoch fand ich den Film langweilig.
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Brentano Tue, 10 Jul 2012 12:46:19 -0000
Antwort löschendu bist halt politische eher weniger interessiert, das gibt es auch
bugie Tue, 10 Jul 2012 12:47:41 -0000
Antwort löschenIch glaube das ist eher eine Fehleinschätzung deinerseits. ;)
Brentano Tue, 10 Jul 2012 15:07:08 -0000
Antwort löschenAber gemäss deiern Äuserung zum Film hast du dich entsprechend (?) ausgedrückt, denn das ist auch ein politischer Film, ..
(meiner Ansicht nach)
"langweilige" politische Aktivitäten und Agitation", darin?
bugie Wed, 11 Jul 2012 12:09:12 -0000
Antwort löschenNur weil ich einen Film langweilig finde interessiere ich mich nicht für das Thema, mit dem sich der Film beschäftigt? Wenn mich das Thema nicht interessiert hätte, hätte ich den Film erst gar nicht geschaut.
Brentano Wed, 11 Jul 2012 12:38:07 -0000
Antwort löschenKluge Antwort, das muss man dir lassen, und die "Politik" und die gesellschaftlichen Verhältnisse, darin?
bugie Wed, 11 Jul 2012 13:45:52 -0000
Antwort löschenWas ist mit damit?
Brentano Wed, 11 Jul 2012 14:21:06 -0000
Antwort löschenja eben : was ist damit, auch langwelig?
Aseria23 Mon, 22 Apr 2013 18:05:11 -0000
Antwort löschenHat er doch gesagt, dass ihn das thema interessiert...
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Brentano Mon, 22 Apr 2013 18:52:39 -0000
Antwort löschenEin paar Details wären auch hilfreich dazu, zu erfahren,..?
Gibt es hier jetzt eine geistige Zollkontrolle?
Brentano Mon, 22 Apr 2013 18:54:15 -0000
Antwort löschen@ Aseria23, bist du "neu" hier und schon so erfreulich und stark engagiert, was sind den deine Filmspezial-gebiete?
r3sortiane Mon, 02 Apr 2012 21:21:30 -0000
Kommentar löschenINDIVIDUELLE BASIS
Generell stehe ich gezeichneten Filmen vorab meist eher kritisch gegenüber - irgendwie reizen mich richtige Schauspieler mehr. Andererseits habe ich auch schon einige sehr gute "Trick"-Filme gesehen, die mich dann sehr ordentlich unterhalten haben (z.B. "Mary & Max"). Die Comics auf denen "Persepolis" basiert, kenne ich nicht. Auch bzgl. des politischen Hintergrunds des Films halte ich mich für alles andere, als einen Spezialisten. Ich möchte hier also mehr den Unterhaltungsfaktor des Films als den Wert seiner Botschaft bewerten. Einige Kommentare werde ich mir aber erlauben ...
DIE GESTALTUNG
Die Zeichnungen im Film fand ich sehr angenehm: Alles ist minimalistisch gehalten, wenig komplexe Animation, fokussiert auf die wichtigen Aspekte der Szenen. Ein wichtiges und sehr eindrucksvolles Mittel sind reine Schattenrisse. Der Film erzählt die überwiegend zurückliegenden Ereignisse in schwarz-weiß und kontrastiert die wenigen Szenen der Gegenwart, indem er sie farbig darstellt. Unterstützt werden die oft sehr niedlichen und lustigen Zeichnungen durch gut ausgesuchte musikalische Passagen und Effekte - es entstehen zeitweise wirklich sehr atmosphärische und emotionale Szenen. Der gestalterische Ansatz ist insgesamt sehr konsequent durchgehalten.
DER INHALT
"Persepolis" beschäftigt sich mit der politische, gesellschaftliche und biographische Aspekte in der Geschichte des Irans seit 1978. Zensur und Kontrolle, Krieg und Unterdrückung, Religion und Geschichte werden angerissen. Ein wichtiges Thema stellt auch die Emanzipation der Frauen dar. Neben diesen übergeordneten "großen" Problemen erzählt der Film aber auch von vielen "kleinen" individuellen Lebensproblemen. Es geht hier beispielsweise um Integration, Liebe, Freundschaft und Alltagsbewältigung.
STÄRKEN
Eine große Stärke des Films ist, dass er immer wieder in Kontrasten arbeitet: Er kontrastiert politische Themen, indem sie einerseits aus der Sicht der erwachsenen Betroffenen und andererseits, in völliger Verkennung der Ernsthaftigkeit und Brisanz, aus den Augen eines unschuldigen, naiven, idealistischen Kindes erzählt werden. Er kontrastiert seine Aussage, indem er zwischen bedrückenden und erschütternden politischen Themen, sowie alltäglichen, allgegenwärtigen und persönlichen "Problemchen" schwankt. Ansatzweise kontrastiert er auch Einstellungen und Verhaltensweisen von Menschen, indem er unterschiedlichen Generationen, unterschiedlichen Charakteren und Prägungen unterschiedlicher politischer Systeme Wort verleiht: "Durch [Figur] entdeckte ich die Lässigkeit, das Konzept des aufgesetzten Nihilismus und die Wiener Subkultur." Die Kontrastierung geschieht nicht nur auf inhaltlicher, sondern auch auf gestalterischer Ebene: Schwarz-Weiß, Schatten-Licht, Beschränkung auf Karikatur. Eine weitere Stärke besteht in der Verknüpfung des westlich geprägten Zuschauers mit dem roten Faden des Films (z.B. über das Studium der Hauptfigur in Österreich und die typischen Probleme junger Leute). Auch ist "Persepolis" herrlich witzig, sarkastisch und ironisch ... bestes Beispiel hierfür ist die köstliche Diffamierung des Ex-Freundes Markus :-)
SCHWÄCHEN
Für meinen Geschmack hätte der Film an mehreren Stellen ein wenig deutlicher und intensiv-tiefgreifender sein können. Viele Aspekte werden angerissen, aber dann nicht weiter vertieft. So verbleibt der Film in seinen Aussagen vielmals ein wenig trivial, fast banal - denn die grundlegenden Probleme sind ja durchaus schon bekannt: "Der Nationalismus & die Religion sind das Einzige, was das Land zusammenhalten." Zudem werden viele Themenbereiche ein wenig zu simplifiziert erzählt - das macht es zwar leichter, zu folgen, aber es wird eben auch weniger Botschaft transportiert. Und das, wo es im Film durchaus Momente gibt, wo es ihm gelingt, unter die Haut zu gehen - davon hätte ich mir noch ein wenig mehr gewünscht. Auch finde ich, dass die klassisch-kontroversen Themen wie Traditionen, Riten, Religion, Rechte und Pflichten ein wenig eindimensional, wenig differenziert und "veralbernd" dargestellt werden. Insbesondere fehlen mir historisch-hintergründige Informationen zu deren Entstehung und Einordnung und gleichsam zur Herausbildung der diesbezüglichen Einstellung der Hauptfigur und ihrer Familie.
FAZIT
Ein sehr liebevoller und ansprechend illustrierter Film, der viel Sympathie hervorzurufen vermag. Unterhaltsame, keineswegs so schwere Kost, wie es die Thematik vielleicht verheißen würde. Insgesamt inhaltlich ein wenig zu eindimensional und auch leicht oberflächlich. Eine interessante und individuell-emotionale Biographie.
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Brentano Tue, 10 Jul 2012 12:47:22 -0000
Antwort löschenWalt Disney, Hanna Barbara,.. Rolf Kauka, "Werner"?
hollygolightly1 Thu, 29 Mar 2012 15:46:27 -0000
Kommentar löschenPERSEPOLIS hat mir aus unterschiedlichen Gründen unheimlich gut gefallen.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Comic von Marjane Satrapi und handelt von den Erlebnissen der Regisseurin während ihrer Kindheit und Jugend, als im Iran die Islamische Revolution stattfand.
Marjane Satrapi ist acht, als der Schah im Land herrscht und ihr Onkel, ein Kommunist, aus dem Gefängnis entlassen wird. Doch als dieser kurze Zeit später hingerichtet wird, beschließt Marjanes Familie, sie nach Wien zu schicken, um sie vor der sich immer verschlechternden Situation im Iran zu bewahren. Das Leben in Wien ist aber alles andere als angenehm für Marjane und wird auch weiterhin nicht besser...
Der Film hat eine sehr ernste Thematik, die hervorragend dargstellt wird, indem Satrapi ihre privaten Erfahrungen mit dem "öffentlichen" Leben im Iran kombiniert. Alles passt perfekt zusammen. Es gibt keine Details, die uninteressant wären.
In PERSEPOLIS lassen sich aber auch satirische Elemente und Humor finden. Eine tolle Art und Weise, auf die das Thema behandelt wird. Die Erzählung konzentriert sich nicht nur auf das "äußere" Leben, sondern dringt auch in die Psychologie der Menschen während der Diktatur ein, ohne die Realität abzuschwächen.
Die Optik ist wunderbar, da sie am Comic orientiert ist. Überwiegend sind die Bilder in Schwarz-Weiß gehalten, zeitweise entschied man sich aber auch für Farbe. Der Einsatz ist sehr gut bedacht worden und macht den Film authentisch. Satrapi zeigt sehr deutlich, wie viel ihr an dem Film liegt und achtet auf Details.
Was den humorvollen Aspekt betrifft, sind die Anspielungen auf den Film "Terminator", das Lied "Eye of the Tiger" und Bruce Lee nennenswert. Nein, die Grausamkeit im Iran wird nicht beschönigt. Man hat nicht sehr viel zu lachen, aber Satrapi bringt so Abwechselung in den Film, macht ihn interessanter und einprägsamer.
Beachten sollte man, dass PERSEPOLIS aus der Perspektive von Marjane Satrapi erzählt wird, die linksorientiert ist. Zwar hat man "nur" ein einseitiges, weit verbreitetes Bild vom Iran, der Religion und den Gedanken der Menschen, aber ich bin mir sicher, dass Satrapi vielen Menschen aus der Seele spricht. Außerdem: Wann war Diktatur schon einmal etwas Gutes?
Marjanes Schicksal ist mir sehr nahe gegangen, weil ich es hasse, dass es auf der Welt so viel Ungerechtigkeit gibt. Dazu muss man nicht unbedingt auf den Iran referieren. Ungerechtigkeit ist allgegenwärtig. Es ist so traurig, dass Herrschaftsformen wie etwa die Diktatur das Leben der Menschen auf brutale Weise zerstören. Und das Schlimmste ist: Das Volk, welches in der Mehrheit ist, ist machtlos, wird unterdrückt, ist den Taten schutzlos ausgeliefert. Nicht selten hasst man deshalb sogar das eigene Heimatsland.
Ich denke, der Film richtet sich vor allem an junge Menschen, die dazu aufgefordert werden, sich mehr für Politik zu interessieren und sich aktiv am politischen Gesehen zu beteiligen.
PERSEPOLIS ist ebenfalls ein lehrreicher Film, weil er uns zeigt, wie wichtig menschliche Freiheit ist und, dass wir sie zu schätzen wissen sollten. Man sollte nie vergessen, dass es Menschen auf der Welt gibt, die es nicht so gut haben wie wir.
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f-rex Sun, 18 Mar 2012 14:59:06 -0000
Kommentar löschenInteressant, sowohl die Geschichte, als auf der Zeichenstil und die Machart des Filmes wissen zu fesseln.
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styx.canomo Mon, 13 Feb 2012 19:50:02 -0000
Kommentar löschender film hat wirklich was besonderes. ich meine, bei zeichentrick denkt man ja nicht gerade an so was tiefgründiges...
als wir in der schule die nazi-zeit durchgenommen haben, hat mal jemand den comic "die vollständige maus" mitgebracht. wär echt toll, wenn man den genauso verfilmen würde
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BigDi Mon, 13 Feb 2012 21:40:31 -0000
Antwort löschenGebt diesem jemanden einen Preis!
Brentano Tue, 10 Jul 2012 12:48:15 -0000
Antwort löschenzwei Preise
Kasparle Fri, 24 Aug 2012 13:04:22 -0000
Antwort löschenAlle Oscar und Cannes Preise die möglich sind. Wer den Comic verfilmt kriegt von mir ne Torte gebacken. Oder nen Joint. Freie Wahl!
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styx.canomo Sat, 25 Aug 2012 11:27:37 -0000
Antwort löschenwie backt man denn nen joint? ;)
BigDi Sat, 25 Aug 2012 21:10:32 -0000
Antwort löschenBackofen, Umluft, mittlere Hitze, etwa 10-12 Minuten je nach Jointlänge. Ich empfehle zum Abdriften aber immer noch Narkose, wie sie bei Hirn-OPs verwendet wirst, danach siehst du Bilder, dagegen stinken sogar 70mm-Filme in Sachen Auflösung ab.
snu-snu Sat, 28 Jan 2012 17:35:27 -0000
Kommentar löschenIn sich schlüssiger, aufwühlender, informierender, herzlich, trauriger Film. Da bleibt nur eine Frage offen: "Wieso kommt der Abspann den schon nach gefühlten 10 Minuten?"
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moviee Fri, 27 Jan 2012 16:11:09 -0000
Kommentar löschenEindrucksvoll. Beachtlich. Einmalig. Diese Integrationsstudie als plumpen 'Zeichentrickfilm' zu deklarieren wäre eine echte Erniedrigung. Aber was ist Persepolis dann? Man muss sich nicht viele Gedanken darüber machen ob der Rang 'Meisterwerk' hier angebracht ist oder ob dieser bei einer solchen Art von Zeichentrick überhaupt Berechtigung hat. Denn Persepolis ist schlicht und einfach ein Meisterwerk, Diskussionsbedarf gibt es da nicht. In dem Integrationsdrama um Toleranz und Selbstbehauptung, dass durchaus als Autobiographie der Autorin des dem Film inhaltgebenden und selbig betitelten Comics 'Persepolis' gesehen werden kann wird ein ganz besonderes Leben auf ungemein eindrucksvolle Weise geschildert. Wunderbar erzählt & liebevoll gezeichnet. Hier muss hier von einem Meisterwerk die Rede sein.
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