Wie ein wilder Stier

Raging Bull (1980), US Laufzeit 129 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 12.03.1981

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.2
Kritiker
48 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4
Community
4682 Bewertungen
82 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Martin Scorsese, mit Joe Pesci und Robert De Niro

Wie ein wilder Stier (OT: Raging Bull) ist die meisterhafte, in schwarzweiß gedrehte filmische Biografie des Boxers Jake La Motta (Robert De Niro). In einer eindringlichen psychologischen Studie zeigt Regisseur Martin Scorsese den Aufstieg und Fall des Weltmeisters. Der aus bescheidenen Verhältnissen in “Little Italy” stammende La Motta gewinnt die Weltmeisterschaft im Mittelgewicht. Doch der Boxer verkraftet den Ruhm nicht, und sein trauriger Abstieg beginnt. Seine Gewalttätigkeit, die ihm im Ring zum Sieg verhalf, beginnt sein Leben außerhalb der Boxarenen zu zerstören.

  • 37795279001_1860248509001_th-5061b49dc7e7b0e49afa72d8-767904719001
  • 37795279001_1859726739001_th-5061a99054eeb0e4b8ba5856-767904718001
  • Wie ein wilder Stier - Bild 6422607
  • Wie ein wilder Stier - Bild 6422593
  • Wie ein wilder Stier - Bild 8163190

Mehr Bilder (8) und Videos (3) zu Wie ein wilder Stier


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Wie ein wilder Stier

SoulReaver: CinemaForever

Kommentar löschen
9.0Herausragend

"That's Entertainment."

Martin Scorsese offenbart uns einen völlig erbarmungslosen und kaltblütigen Blick in das Leben eines Mannes, der in Little Italy aufwächst, genau wie Regisseur Scorsese selbst, und sich bis zum Titel durchprügelt. Je weiter sich vorschlägt, desto mehr steigt ihm der Ruhm zu Kopf. La Motta wird überheblich und fühlt sich unsterblich. In all seinem Wahn vergisst er sein privates Umfeld. Er vernachlässigt die Leute, die ihn immer unterstützt und geholfen haben. Beziehung pflegt er nicht mehr, nur noch sein eigenes Leben interessiert ihn. In seinem grenzenlosen Egoismus vertrümmt er seine Frau immer wieder. Die Ehe hat keinen Wert mehr für ihn. La Motta konnte und kann nie wirklich lieben und Dankbarkeit ist für ihn ein unübersetzbares Fremdwort. In seinem Leben gibt es keine warmen Gefühle mehr, keine Zärtlichkeit, keine Nähe, keine Zuneigung. Hier regieren der Zorn, die krankhafte Eifersucht, das Misstrauen und der blanke Hass. Zufriedenheit…

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

regiseurin

Antwort löschen

Anfangs dachte ich es sei wieder ein Ausschnitt aus deiner ganzen Kritik, doch dann vermisste ich den "Kritik im Original"- Button :( Trotzdem ein toller Text :)


SoulReaver

Antwort löschen

Wir haben leider schon ne Kritik auf unserer Seite, deswegen hab ich so was geschrieben, genau wie bei Taxi Drive :)


Kubrick_obscura: CinemaForever

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Dieser Jack La Motta ist ein Analytiker und bei aller Aggression, die er in sich trägt, bleibt er ein grübelnder Geist, der das wahre Leben mit dem Leben im Ring verwechselt. Als Boxer musst du analytisch vorgehen, Zeichen erkennen, den nächsten Schlag vorhersehen. So gestaltet Scorsese auch La Mottas Wahrnehmung. Vereinzeltete Zeitlupen-Aufnahmen registrieren nicht nur neue Figuren, sondern achten auch auf Blicke, Begrüßungen und Handzeichen. In den Augen Jack La Mottas wird die Welt zum Ring in der er der einzige Sieger sein will. Dieses tiefgehende Porträt, gerade in den Anfangsjahren, funktioniert hervorragend. De Niro spielt nicht, er ist La Motta und auch sobald der Film einen gewöhnungsbedürftigen Sprung gemacht hat, bleibt De Niro La Motta.
Ganz nebenbei einer der guten Gründe, mal wieder in Schwarz-Weiß zu drehen! :)

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

[...]Die großen Stärken des Films, auf die er sich bei aller Unzugänglichkeit auch voll verlassen kann, sind die Schauspieler. Joe Pesci als Jakes Bruder Joey und Cathy Moriarty als Ehefrau Vickie stehen dem selbstzerstörerischen Treiben tapfer entgegen. Robert De Niro, dessen Darstellung des Jake LaMotta bis heute als DAS Paradebeispiel des Method Acting gilt, gibt dem Boxer viel (wenn auch zumeist verachtenswertes) Leben. In den Kämpfen, als Machomoral auslebender Wüterich, als zerbrechender Häftling und dicker, sein Publikum beleidigender Stand Up-Comidian – De Niro überzeugt in jeder Lebensphase LaMottas.[...]"Wie ein wilder Stier" ist das Psychogramm eines abscheulichen Menschen, gleichwohl beliebten und talentierten Boxers. Sperrig, teils langatmig und bei den zahlreichen stumpfsinnigen Entgleisungen seines Protagonisten arg strapazierend. Dabei aber auch ein mutiges, weil absolut ungeschöntes und nicht in Richtung des Massengeschmacks gebürstetes Drama mit unbedingt sehenswerter schauspielerischer Präsenz und Klasse.[...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

dante`afk

Antwort löschen

hi, ich bin christian foyer. ich bin an sich noch total gruen hinter den ohren, da ich aber meinen stumpfsinnigen senf ueberall verspruehen will, melde ich mich mal als kritiker damit ich dazu recht habe.

nun gehe ich zu meiner mama kartoffelsalat essen. tschuessie euer christian


Punsha

Antwort löschen

Sehr schön! Seh ich hundert prozentig genau so. Lass dir von den Möchtegern-Intellektuellen nichts vormachen...


Kaltduscher: MoviezKult.de

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Jake LaMotta ist in Boxer-Kreisen eine Legende. Der 1921 in New York geborene Mittelgewichtler erlangte in 106 Profi-Kämpfen keinen einzigen Niederschlag und war der erste, der den bis dato ungeschlagenen Sugar Ray Robinson besiegen konnte. Auf Anweisung der Mafia verlor LaMotta 1947 einen Kampf gegen Billy Fox. Die Mafia revanchierte sich 1949 und ermöglichte ihm einen Weltmeisterschaftskampf gegen den hoch favorisierten Franzosen Marcel Cerdan. LaMotta besiegte den Franzosen überraschend durch einen KO in der zehnten Runde. Seine erste Pflichtverteidigung sollte wenig später in New York wieder gegen Cerdan stattfinden, dieser verunglückte jedoch bei seinem Flug in die USA. Mit Laurent Dathille fand man schnell Ersatz, doch dieser konnte LaMotta nicht stoppen. Erst 1951 verlor er seinen Weltmeisterschaftsgürtel durch KO in der dreizehnten Runde an Sugar Ray Robinson. Ab diesem Zeitpunkt ging es mit LaMottas Karriere steil bergab. Auch privat häuften sich seine Probleme und Auseinandersetzungen…

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

J4KOB

Antwort löschen

was is denn das für eine Kritik?
kein einziges wort über den film?



Kommentare (76) — Film: Wie ein wilder Stier


Sortierung

WaaayneTrain

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Einmal mehr beweist Robert De Niro weshalb er zu den allerbesten Schauspielern der Welt gehört und einmal mehr beweist Scorsese, dass er Filme drehen kann. Auch wenn die Boxszenen hanebüchen sind, "Raging Bull" geht tief unter die Haut. Die Charaktere sind vom Altmeister Scorsese wie gewohnt wunderbar präzise und vielschichtig gezeichnet und vor allem von De Niro, Pesci und Cathy Moriarty meisterhaft verkörpert. Die psychische Deformation von Jake LaMotta zieht auch die Nebencharaktere immer weiter nach unten und schlussendlich auch den Zuschauer. In S/W gedreht entsteht eine wunder bare Atmospäre und "Raging Bull" ist eines der seltenen Werken, die fast nur durch das überragende Schauspiel der Akteure bestechen. Hier entstand eines der besten filmischen Portraits, welches auch im Nachhinein den Zuschauer noch lange beschäftigt.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Daymare

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Der Film hat durchaus eine Daseinsberechtigung als Klassiker und trotzdem ist mir ein Box-Film à la Rocky um ein vielfaches lieber!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cpt. chaos

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Kann es einen vielversprechenderen Mix geben, als den, der "Wie ein wilder Stier" vereint? Martin Scorsese auf dem Regiestuhl, Robert De Niro als Hauptakteur im und neben dem Ring, des Weiteren Joe Pesci, einer der besten Nebendarsteller überhaupt, der zum damaligen Zeitpunkt die Schauspielerei eigentlich schon frühzeitig an den Nagel gehängt hatte, aber glücklicherweise doch eines Besseren belehrt wurde und schließlich mit Cathy Moriaty, die durch eine glückliche Schicksalsfügung den Weg vor die Kamera fand; da das Casting für die zu besetztende Rolle versagte, holte man sie sich förmlich von der Straße und verpasste ihr kurzerhand einen regelrechten Schauspiel-Crashkurs – Sachen gibt´s!

De Niro ließ sich von LaMotta persönlich im Boxen unterweisen und stählerte seinen Körper, fraß sich dann für den Schlussakt sagenhafte 27 Kilo an, um den abgewrackten ehemaligen Boxweltmeister nach seinem sportlichen und privaten Niedergang so authentisch wie möglich zu verkörpern.
Die krankhaften Eifersuchtsszenen und jähzornigen Wutausbrüche, zählen neben der überaus gelungenen s/w-Optik sowie einigen grandiosen Box-Sequenzen, zu den Highlights des Boxerdramas.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

cpt. chaos

Antwort löschen

Ich hatte den wohl auch mind. ein halbes Jahr in meine Sammlung eingereiht, bevor ich es dann endlich mal geschafft habe, den zu sehen. Hat wirklich sehr starke Momente, wobei ich mich auch an einige etwas langatmig geratene Szenen gestört habe, aber die positiven Eindrücke überwogen dann doch!


Hartigan85

Antwort löschen

Alles klar, dann rutscht er jetzt in meinem Stapel ungesehener Filme ein Stück weiter nach oben...


alex023

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

„If you win, you win. If you lose, you still win.“

[...] Im Film ist Jake La Motta ein Arschloch. Und wird dem Zuschauer auch gezeigt, der Film blendet jegliche positive Emotion praktisch aus, er lässt sie nicht zu und wirkt zu zunehmend bedrückend und schwer zu handhaben, was womöglich einigen den Zugang erschweren könnte, was ich durchaus nachvollziehen kann. Die schwarz-weiße Optik verstärkt diesen Effekt noch, der Zuschauer fühlt sich völlig separiert vom Film, man nimmt nicht Teil am Leben des unsympathischen Mittelgewichtsboxers. Wenn seine zweite Frau Vickie sagt: „Jetzt reichts mir aber langsam. Führst dich auf wie'n wildes Tier!“ – dann hat sie damit völlig recht, La Motta ist ein wilder Stier (wie es der Titel schon suggeriert), der sich einfach oft nicht unter Kontrolle hat und somit verstörend auf seine Mitmenschen einwirkt.

Es geht in „Raging Bull“ zwar um einen Boxer und den Film kann man guten Gewissens als reines Drama deklarieren, jedoch handelt es sich hier nicht um ein Boxerdrama. Was zunächst wie ein Paradoxon klingt, erscheint denjenigen, die den Film selbst gesehen haben, nur völlig logisch. Wir haben hier nicht nur ein Biopic des realen Jake La Motta, sondern auch eine saubere Charakterstudie á la Scorsese eben. Studierte er in „Taxi Driver“ noch den gesellschaftskritischen Taxi Fahrer Travis Bickle, so bekommen wir hier den paranoiden, arroganten und extrem eifersüchtigen Boxer Jake La Motta zu sehen, der sich zum Mittelgewichtsboxweltmeister aufschwingt – nur um dann gnadenlos abzustürzen und sowohl Titel, als auch Job, Frau und Kinder zu verlieren, bis er am Ende im Gefängnis landet.

Wann ist Robert de Niro bitte nicht großartig? Er kann jeden Film aufwerten und liefert nach „Taxi Driver“ auch hier wieder eine virtuose Performance ab, natürlich hat er dafür einen Academy Award verdient, zum Glück sah das die Academy auch mal so. Ist ja nicht so, dass er beim schon mehrmals angesprochenen „Taxi Driver“ einfach übergangen wurde…
Dazu muss man hier natürlich noch den phänomenalen Joe Pesci erwähnen, ebenso wie Cathy Moriarty, die den Film als jeweilige Gegenpole zu de Niro, beziehungsweise zu seinem Protagonisten, gehörig aufwerten. [...]

[http://planetofpictures.blogspot.de/2013/02/robert-de-niro-ist-wie-ein-wilder-stier_2.html]

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

based_god

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Aufstieg und Fall im Boxgeschäft basierend auf einer wahren Begebenheit.

Die Geschichte ist beeindruckend, sehr gut inszeniert (vermischung Schwarz/Weiss-Filme und teilweise farbigem Achriv-Material) und wirkt während seinen guten zwei Stunden selten langweilig. Was ein wenig fehlt ist die Nähe zu den Charakteren, was aber genausogut als Stärke des Films interpretiert werden kann, da der Film zu keiner Zeit wertend wirkt. Das Leben eines Boxers ist jedoch sehr authentisch geschildert. Die Schauspieler sind durchgehend klasse und ich persönlich freue mich jedes Mal Joe Pesci zu sehen.

Trotzdem kriegt man das Gefühl, wenn man den Film heute sieht, dass moderne Filme den "Raging Bull" überholt haben. Sowohl betreffend der bewegten Bilder als auch dem Spannungsaufbau.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gespenst006

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Für mich der beste biographische Film aller Zeiten. Bevor ich ihn sah, fand ich Robert De Niro gut, aber lange nicht überragend. Nach dem Film wusste ich, warum der Mann als einer der besten Schauspieler der Kinogeschichte gilt. Dann war Taxi Driver der nächste Beweis ;-).

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sta Maz

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Schöne Bilder, Klasse Musik, herausragende Schauspielerische Leistung, fabelhaft inszeniert. Aber langweilig.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

strangelet

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Irgendwie kommt da bei mir keine Begeisterung auf, ich habe mich die meiste Zeit reichlich gelangweilt - und das obwohl mich ansonsten jeder Mist gut unterhält, solange er nur mit Sport zu tun hat. Wahrscheinlich war's wieder zu künstlerisch für mich alten Banausen, mit dem Schwarzweiß und so...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Freidenker

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie in vielen anderen Filmen von Scorsese geht es auch hier um den Aufstieg und Fall eines Menschen,und zwar um den realen Boxer Jake LaMotta.

Die Geschichte beginnt 1941,es wird gezeigt wie Jake La Motta sich langsam hochkämpft und schließlich 1949 dann endlich Weltmeister im Mittelgewicht wird,aber auch nur dank eines Deals mit der Mafia. Danach geht sein Leben jedoch stetig bergab, seine Beziehung mit seinem Bruder zerbricht genauso wie seine Ehe und am Ende landet er im Gefängnis.
Robert De Niro ist dabei einfach gigantisch in der Rolle des unsympathischen,aufbrausenden und extrem eifersüchtigen Jake La Motta.
De Niro zeigt hier mal wieder das er ohne wenn und aber zu den besten Darstellern überhaupt zählt,und völlig zurecht hat er für diese herausragende Leistungen einen Oscar erhalten.
Auch Joe Pesci und Cathy Moriarty können voll und ganz überzeugen.
Wobei man neben dieser guten darstellerischen Leistung hier auch einfach diese sehr gelungene und komplexen Charakterzeichnung loben muss.
Dazu ist der Film auch einfach handwerklich herausragend von Scorsese gemacht,alleine diese schwarz-weiß Optik ist einfach genial.
So ist "Wie ein wilder Stier" zwar alles in allen ein nahezu fast perfekt gemachter Film,dennoch muss ich gestehen,das mich dieser Film nicht in den Maße fesseln kann wie so mancher andere Scorsese-Film.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

barry.slayer.1

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Die Boxszenen an sich sind zwar genau so hanebüchener Mumpitz wie bei ROCKY aber das Drumherum ist genial!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

vanilla

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Nicht nur im Ring ist der harte Punsher Jake la Motta wie ein unaufhaltsamer Stier, sondern auch im Privatleben. Sturköpfig und nicht zu bändigen gegenüber allen und jedem bringt er sich allmählich nicht nur um den verdienten Lohn seiner harten Arbeit im Ring, sondern auch um alles was ihm treu und lieb war.
Wie Robert De Niro und Joe Pesci diesen Film tragen ist einmalig. Die Dialoge, jede Mimik und Gestik ist perfekt geschauspielert.
Natürlich auch ein großes Lob an den Altmeister Scorsese, der dem Film den nötigen Feinschliff gibt.
Obwohl schon etwas in die Jahre gekommen und auch in schwarz-weiß, ist diese Filmperle jedem Filmliebhaber zu empfehlen.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Telebaum

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diesen beiden Darstellern, insbesondere ihren Dialoge, dem zuzusehen, das ist so faszinierend wie lächerlich. Lächerlich dumme Dialoge, lächerlich übertriebene Eifersucht, lächerlich gestellte Boxszenen, lächerlich auch die gesamte Schlusssequenz - irgendwie schafft es Scorsese soviel Lächerlichkeit zu einem wenig lächerlichen, zu einem äußerst faszinierenden Film zu bündeln, wie er das macht ist mir rätselhaft. Würde man den Film in seine Einzelteile zerlegen, außer Unglaubwürdigkeit bliebe nichts übrig. So aber bleibt ein Darstellergespann, das mittlerweile gegen jede Kritik immun sein kann. Was für das Gesamtwerk nur mit Einschränkungen gilt.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Benchmark

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Mir blutet das Herz. Robert de Niro, einer meiner Lieblinge, in so einer Rolle die er auch noch tadellos spielt, ich ihn aber fast dafür hasse so ein AL zu spielen. Darüberhinaus sind die Boxszenen wie so oft in Boxfilmen einfach nur Scheisse und ich musste mich einfach nur quälen den Film anzusehen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Benchmark

Antwort löschen

Für mich war er schlimm aber die Geschmäcker sind ja verschieden :)


dani314

Antwort löschen

krass, hätte nicht gedacht das jemand dieses meisterwerk so bewertet, aber wie du schon sagst: geschmäcker und so :P


Lori007101

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Der Film ist gut, obwohl es bessere Filme von Scorsese gibt. Die Leistung von De Niro ist sagenhaft! Von einer Boxerfigur hat er sich zu einem dicken Looser angefressen! Method Acting schlechthin! Auch die Nebendarsteller spielen gut.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

T3RROR

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Schwarz/Weiß ist ja eigentlich nicht so meines...Aber:
Mir gefallen eigentlich nur einige "Kampfszenen" nicht wirklich, deswegen gibt es von mir auch "nur" 9 Punkte.
De Niro gefällt aber richtig gut und der Film ist absolut Klasse!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Murray

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Was für eine Wucht!
Nicht nur das der Film großartig inszeniert und wunderschön fotografiert (die gesamte Anfangssequenz würde ich mir am liebsten ins Wohnzimmer hängen) ist, nein, allen voran liefert Robert De Niro eine der beeindruckendsten Schauspielleistungen aller Zeiten ab. Jede Bewegung, jeder Gesichtsausdruck, alles bringt er so authentisch rüber das man schon fast Angst bekommt.
Eine Ausnahmeleistung für einen Ausnahmefilm.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

baby duck

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Pesci ist spitze, De Niro sowieso! Allerdings ist der Film ein bisschen langweilig. Als Charakterstudie aber sehr sehenswert; wenn man "nur" unterhalten werden will, weniger. Ach so, da wäre noch was: Scorsese! Also auf jeden Fall ansehen!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Moe Szyslak

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Großartiger Streifen mit einem überirdisch guten und zu Recht mit dem Oscar ausgezeichneten Robert De Niro. Unglaublich, wieviel Intensität er in diese schwierige Rolle legt, so dass es einem förmlich mitreißt. Er spielt einen Charakter, der von Paranoia, Eifersucht, Geltungssucht und Wut auf sich und jeden so unfassbar zerfressen ist, dass man aus dem Kopfschütteln, wie ein Mensch nur so sein kann, schon ab Beginn des Films nicht mehr herauskommt. Verdammt unsympathischer Typ. Es ging bei mir sogar soweit, dass ich richtiggehend Hass aufgebaut habe, als er seinen Eskapaden mal wieder freien Lauf und oben genannte Eigenschaften sowohl im Ring als auch an seiner Umwelt ausgelassen hat. Beeindruckend inszeniertes Biopic, von Scorsese fast gänzlich in Schwarz-Weiß gehalten, was die Story und deren Umsetzung nur noch intensiver macht und einen gewissen Hauch an Epik verleiht. La Motta ist im Ring nie auf die Bretter geschickt worden, aber durch sein selbstdestruktives Verhalten im Leben dafür umso öfter und härter. Was mir persönlich gefehlt hat war einen Blick auf die Zeit vor der Boxkarriere La Mottas zu erhaschen, um ihn noch besser verstehen zu können und den Film noch epischer zu machen. So wird man in den Ring geworfen und muss mit einer nicht in Gänze vorhandenen Backgroundgeschichte klarkommen. Gegen Ende hin lässt man sich dann genügend Zeit, die Geschichte dieses unangenehmen Zeitgenossen in all ihrer Erbärmlichkeit abzuschließen, mir persönlich war das aber einen kleinen Tick zu viel Nachlauf. Aber das sollen nur kleinere Kritikpunkte sein, der Film war großartig und ist meiner Meinung nach zu Recht ein Klassiker, den man mal gesehen haben sollte. Ansonsten sind die Boxkämpfe eher Nebensache, aber sie sind dennoch exzellent inszeniert und geschnitten (dafür bekam der Film auch seinen 2.Oscar). Und früher war halt doch einfach alles besser. Die Boxkämpfe hier sind realistischer und echter, es gibt kein jämmerliches Abtasten und Umarmen. Damals gabs noch Schweiß und Blut im Ring... und der letzte Kampf war so genial gefilmt, dass man es fast riechen konnte, da war man einfach mittendrin.

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

JackoXL

Antwort löschen

Top! Hast du die ganzen Kommentare abgespeichert, oder schreibst du nur verdammt schnell (und gut)?


Moe Szyslak

Antwort löschen

Ich schreib halt schnell wie ein wilder Stier :p
Nee, ich hab die Kommentare anderweitig abgespeichert und poste die jetzt alle mehr oder weniger auf einmal hier


balaban

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Mir Blutet das Herz, aber ich muss den Film mit nur 4 Punkten abstrafen und die bekommt es nur wegen 2 tollen schauspielern. Joe Pesci und Robert De Niro sind hier wie gwohnt Stark, ändert aber nicht daran das der Film mich total gelangweilt hat. Ein Cathy Moriarty, die die Frau spielt, fällt da aber schon wieder weit ab.
Die Boxszenen sind extrem schlecht inszeniert, als ich das sah konnte ich meinen Augen kaum glauben wie schlecht das war. Das bekommt das 4 Jahre vorher erschienene Rocky deutlich besser hin. Den Kämpfen fehlt es hier einfach an Dynamik und Spannung und nicht einen der Boxer im Ring würde man abnehmen (auch als Laie) das sie auch nur 1 Tag ein Boxtraining gemacht haben.
Doch über all das kann man sicherlich hinwegsehen, weil der Schwerpunkt eben beim geschehen zwischen den Kämpfen liegt. Doch auch da krankt da Film an ähnlichen schwächen. Sicher ein De Niro spielt hier hervorragend aber der Film hat mich Emotional zu keinem Zeitpunkt packen können. Es fehlt der Geschichte dazwischen an Dynamik und Spannung. Die immer wieder gleichen Streitgesprächen langweilten mich schnell. Ich finde den Personen Fehlte es auch an Facettenreichtum, hier konnte mich nur die Figur von Joe Pesci überzeugen.
Das einzige mal als der Film mich Packen konnte war der Monolog im Gefängnis. Das war einer der wenigen Szenen im Film wo die Figur nicht so flach wirkte und wo der Film mich Emotional packen konnte. Auch hier sehe ich einen Rocky weit vor diesem Film. Rocky ist einfach viel Emotionaler die Figuren deutlich facettenreicher und die Kämpfe um Klassen besser.

Ich habe bevor ich diesen Film gesehen habe nie gedacht das ein Film von Scorsese und mit De Niro mich so langweilen kann. Wen ich nur überlege das die beiden 4 Jahre vorher eines der besten Filme der Kinogeschichte abdrehten. Ich mag beide sehr gerne und De Niro gehört zu meinen Lieblingen im Kino aber hier wollte der Funken einfach nie springen. Oft passiert es ja auch das ein Schauspieler ein Film nochmal deutlich aufwerten kann, hier war es der unterschied zwischen ausschalten (Hassfilm) und weiter sehen.
Mir ist es unbegreiflich wie dieser Film so gefeiert werden konnte vor allem weil mit Rocky ein in allen Bereichen besserer Boxfilm schon auf den Markt war.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Julian F.

Antwort löschen

Naja, die Boxszenen sind doch gerade wegen ihrer Intensität bekannt geworden. Außerdem bekam de Niro exzellentes Training, ich meine die Gegner wären sogar echte Profis gewesen.
Im Vgl. zu den Boxkämpfen die ich im TV sehe, sind die im Film doch eher "überdynamisch", weil wenig von Taktik geprägt und mehr wildes "Draufschlagen".


Hartmut Wastian

Antwort löschen

Hmmm... "Rocky" mit "Raging Bull" zu vergleichen (beides Boxfilme) ist für mich so logisch, wie ein Vergleich von "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" mit "Top Gun" (beides Flugzeugfilme... ;-)).

Vielleicht solltest Du diesen Film über Hochmut, Größenwahn, Eifersucht, Aufstieg und Fall in ein paar Jahren nochmal ansehen. die Boxszenen sind hier eher das Mittel, als der eigentliche Zweck.


Punsha

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Mit "Raging Bull" präsentiert uns Martin Scorsese einen der wohl dreckigsten und depressivsten Boxfilme der Filmgeschichte über Jake LaMotta, ein hassenswerter Charakter, ein launischer, jähzorniger und paranoider Mann, der an seinem Ruhm erkrankt und schließlich für seine Taten gerichtet wird. Im Gegensatz zu den meisten Biopics lässt uns Scorsese nicht in seinen Protagonisten einfühlen, nicht mit ihm mitleiden. Er bleibt stets das unsympathische Arschloch, das er nach außen hin zu sein scheint, bleibt das krankhafte Ekel, das Privatleben vom Boxring nicht voneinander trennen kann, da der Film fast ausnahmslos von jedem warmherzigen Gefühl und jeder Melodramatik unberührt bleibt. Ein ohne Frage schwerer Brocken, dessen teilweise überspitzte Darstellung von Gewalt und Paranoia manchen Zuschauer Verdruss bereiten könnte, nicht aber das Schauspiel Robert DeNiros, der hier die wohl eindrucksvollste Leistung seiner Karriere abliefert.

bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch