Into the Wild
Into the Wild (2007), US Laufzeit 148 Minuten, FSK 12, Road Movie, Drama, Abenteuerfilm, Kinostart 31.01.2008
58 Bewertungen
Skala 0 bis 10
13852 Bewertungen
271 Kommentare
Keine
von Sean Penn, mit Emile Hirsch und Marcia Gay Harden
Ein behütetes Elternhaus, finanzielle Sicherheit, eine außergewöhnliche Begabung und umwerfender Charme – eigentlich ist der Anfang 20-jährige Student Christopher so etwas wie ein Vorzeige-Amerikaner mit glänzenden Zukunftsperspektiven. Doch dann plötzlich, von heute auf morgen, bricht er aus seiner privilegierten Existenz aus und lässt alles hinter sich. Ohne einen Cent in der Tasche trampt er quer durch die Staaten, Richtung Alaska, in die Wildnis. Unterwegs trifft er auf andere Aussteiger, die wie er am Rande der Gesellschaft leben, und spürt die menschliche Nähe, die er bei seinen Eltern (William Hurt, Marcia Gay Harden) immer vermisste. Doch vier Monate später findet das Abenteuer ein jähes Ende.
HandlungDer Plot wird in Rückblenden erzählt:
Christoph McCandless (Emile Hirsch) hat gerade das College in Emory (Atlanta) abgeschlossen. Dem 22-Jährigen steht dank seiner guten Noten sogar der Weg für ein Jurastudium in Harvard offen. Bei einem feierlichen Essen mit seinen Eltern und seiner Schwester Carine (Jena Malone) eröffnet er ihnen jedoch, dass er zunächst noch einiges zu erledigen habe. Das Abschlussgeschenk seines Vaters (William Hurt), ein neues Auto, weist er wütend zurück, da seines noch sehr gut funktioniere.
Mit eben diesem Auto macht er sich auf eine Reise durch die USA. Zunächst spendet er jedoch seine Ersparnisse von über 20.000 US-$, die eigentlich für sein Studium gedacht waren, an die Hilfsorganisation OXFAM, die sich gegen Armut und soziale Ungerechtigkeit einsetzt. Außerdem zerschneidet er seine Bank- und Sozialversicherungskarten.
Kapitel 1: Geburt (Juli 1990 – August 1990)Nach diesen Vorbereitungen macht sich Christopher von Atlanta aus nach Richtung Westen auf. Nach einer Springflut in der Wüste von Arizona funktioniert sein Auto nicht mehr, er vernichtet die Nummernschilder, verbrennt seine letzten Geldscheine und beginnt per Anhalter durchs Land zu fahren.
Seine Eltern…
Ein behütetes Elternhaus, finanzielle Sicherheit, eine außergewöhnliche Begabung und umwerfender Charme – eigentlich ist der Anfang 20-jährige Student Christopher so etwas wie ein Vorzeige-Amerikaner mit glänzenden Zukunftsperspektiven. Doch dann plötzlich, von heute auf morgen, bricht er aus seiner privilegierten Existenz aus und lässt alles hinter sich. Ohne einen Cent in der Tasche trampt er quer durch die Staaten, Richtung Alaska, in die Wildnis. Unterwegs trifft er auf andere Aussteiger, die wie er am Rande der Gesellschaft leben, und spürt die menschliche Nähe, die er bei seinen Eltern (William Hurt, Marcia Gay Harden) immer vermisste. Doch vier Monate später findet das Abenteuer ein jähes Ende.
HandlungDer Plot wird in Rückblenden erzählt:
Christoph McCandless (Emile Hirsch) hat gerade das College in Emory (Atlanta) abgeschlossen. Dem 22-Jährigen steht dank seiner guten Noten sogar der Weg für ein Jurastudium in Harvard offen. Bei einem feierlichen Essen mit seinen Eltern und seiner Schwester Carine (Jena Malone) eröffnet er ihnen jedoch, dass er zunächst noch einiges zu erledigen habe. Das Abschlussgeschenk seines Vaters (William Hurt), ein neues Auto, weist er wütend zurück, da seines noch sehr gut funktioniere.
Mit eben diesem Auto macht er sich auf eine Reise durch die USA. Zunächst spendet er jedoch seine Ersparnisse von über 20.000 US-$, die eigentlich für sein Studium gedacht waren, an die Hilfsorganisation OXFAM, die sich gegen Armut und soziale Ungerechtigkeit einsetzt. Außerdem zerschneidet er seine Bank- und Sozialversicherungskarten.
Kapitel 1: Geburt (Juli 1990 – August 1990)Nach diesen Vorbereitungen macht sich Christopher von Atlanta aus nach Richtung Westen auf. Nach einer Springflut in der Wüste von Arizona funktioniert sein Auto nicht mehr, er vernichtet die Nummernschilder, verbrennt seine letzten Geldscheine und beginnt per Anhalter durchs Land zu fahren.
Seine Eltern wissen immer noch nicht, dass Chris unterwegs ist. Chris ist das ganz recht und gibt sich den neuen Namen “Alexander Supertramp”. Als “Alex” stellt er sich auch dem Hippie-Pärchen Rainey (Brian Dierker) und Jan (Catherine Keener) vor, die ihn beim Trampen in Nord-Kalifornien mitnehmen. Er verbringt einen Abend mit ihnen am Strand, wo er seine alte Angst vor dem Wasser überwindet. Obwohl sich schnell eine Vertrautheit zwischen den Dreien einstellt, fährt Chris am nächsten Morgen alleine weiter.
Kapitel 2: Kindheit (September 1990 – Dezember 1991)Seine nächste Station sind die Getreidefelder in South Dakota, wo Alex anfängt bei dem Farmer Wayne (Vince Vaughn) zu jobben. Er genießt die körperliche Arbeit am Tag und die Gespräche an der Bar abends. Als Wayne verhaftet wird, zieht Alex weiter schreibt ihm allerdings von Unterwegs Postkarten in das Gefängnis. Seine Eltern und seine Schwester haben hingegen noch immer nichts von ihm gehört.
Ohne die erforderliche Lizenz zu haben, fährt Alex mit einem Kanu den Colorado River runter Richtung Mexiko. Am Grenzübergang am Sea of Cortez wird er von Zollbeamten aufgegriffen. Da er seine wahre Identität nicht preisgeben will, flieht er und fährt ein Stück mit einem Güterzug bis nach Los Angeles. Dort misslingt sein Versuch sich von der freundlichen Frau in der Sozialstation (Cheryl Francis Harrington) neue Papiere zu besorgen. Da ihn die Stadt und die vielen Menschen überfordern, verlässt er die Stadt auf einem Güterzug.
Kapitel 3: Mannesalter (Dezember 1991)Auf dem Zug wird Alex als blinder Passagier entdeckt und brutal zusammengeschlagen.
Kapitel 4: Familie (Dezember 1991 – Januar 1992)Alex macht sich auf nach Slab City, einer Hippie-Stadt in Kalifornien, von dem ihm Jan und Rainey erzählt hatten. Dort verbringt er einige Zeit und lernt die junge Tracy (Kristen Stewart) kennen. Auf eine Beziehung kann er sich jedoch nicht einlassen, da es ihn Richtung Norden, nach Alaska zieht.
Letztes Kapitel: Weisheit (Januar 1992 – April 1992) Auf dem Weg nach Alaska lernt er in der Anza Borrego Wüste den Witwer Ron Franz (Hal Holbrook)
kennen und lebt einige zeit bei Ron. Dieser sieht in ihm seinen verstorbenen Sohn, der bei einem Unfall zusammen mit Rons Frau starb. In Rons Lederwerkstatt lernt Alex allerlei über Leder und das Leben. Beim Abschied sagt Ron Alex, dass er ihn gerne adoptieren würde. Alex vertröstet ihn auf später.
Er bekommt eine Mitfahrgelegenheit bis zum Stampede Trail, der geradewegs in die Wildnis führt. Nachdem er einen breiten Fluss durchquert hat, findet er einen verlassen Bus und richtet sich in diesem ein. Hier kann er heizen, kochen, schlafen, lesen und schreiben. Er ernährt sich von Reis und eigens geschossenen kleinen Tieren. Als der Schnee langsam schmilzt beginnt Alex Touren zu machen und scheint das Leben in vollen Zügen zu genießen.
Nach einer gewissen Zeit fühlt er sich jedoch einsam und erkennt, dass Glück nur von wahrem Vorteil ist, wenn man es teilen kann. Mit dieser neuen Erkenntnis will er zurück in die Zivilisation: er packt seine Sachen und versucht den Fluss zu überqueren. Dieser ist aber wegen des Tauwetters so breit, dass es unmöglich scheint ihn zu passieren. Verzweifelt beginnt Alex zu jagen, doch kein Tier lässt sich blicken. In seiner Not sammelt er Beeren und vergiftet sich schließlich an einer Sorte. Sein Magen rebelliert gegen jegliche Nahrung und Alex verhungert. Als er stirbt, hat er den Wunsch seine Eltern noch einmal in die Arme zu schließen.
Wissenswertes
Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Jon Krakauer. Dieser bezieht sich auf die wahre Geschichte Chris McCandless, dessen Leiche 1992 in der Wildnis Alaskas gefunden wurde.
Chris McCandless wurde von Abenteuerromanen wie “Der Ruf der Wildnis” von Jack London, “Walden. Ein Leben in den Wäldern” von Henry David Thoreaus und dem puristischen Werk Leo Tolstois zu seiner Reise und dem Verzicht auf überflüssige Güter inspiriert.
Der Soundtrack zum Film ist von Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder. Für den Song “Rise” wurde Vedder für den Satellite Award 2007 nominiert.
Sean Penn erhielt 2007 den Gotham Award für seine Regiearbeit.
Der Film gilt mit vier Nominierungen als Favorit für die Screen Actors Guild Awards der US-Schauspielervereinigung.
Weiterführende Informationen
Mehr zu Regisseur Sean Penn
Auch der Dokumentarfilm Grizzly Man (2005) erzaehlt von einem jungen Mann, der alleine nach Alaska aufbrach und dort starb
Weitere Informationen im Internet
Rezension auf fluter.de
Rezension von auf filmstarts.de
Informationen zum film beim deutschen Verleiher Tobis
Quellen
Presseheft vom Tobis-Verleih
Mehr Bilder (28) und Videos (6) zu Into the Wild
Cast & Crew
-
Sean Penn
-
Emile Hirsch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Chris McCandless
-
Marcia Gay Harden
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Billie McCandless
-
William Hurt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Walt McCandless
-
Jena Malone
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Carine McCandless
-
Brian H. Dierker
-
Brian Dierker
Regie
Schauspieler
-
Catherine Keener
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jan Burres
-
Vince Vaughn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jim Gallien
-
Kristen Stewart
-
Hal Holbrook
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ron Franz
-
Jim Gallien
-
Haley Ramm
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Carine (jung)
-
James O'Neill
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Graduation Reader
-
Zach Galifianakis
-
Thure Lindhardt
-
Jim Davis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Immigration Officer
-
R.D. Call
-
Merritt Wever
-
Sean Penn
- Genre
- Road Movie, Familiendrama, Coming of Age-Film, Abenteuerfilm
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Alaska, Arizona, Atlanta, Campus, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika, Wildnis, Wüste, Zug
- Handlung
- Abenteuer, Abenteurer, Abgrenzung, Abnabelung, Abschied, Absolvent, Alternativer Lebensstil, Anhalter, Ausbruch, Barmherzigkeit, Baum, Begegnung, Beziehung, Bruder-Schwester Beziehung, Cannabis, College, Duett, Durchbrennen, Durst, Eigenwilligkeit, Einsamkeit, Elch, Eltern-Kinder-Beziehung, Familienkonflikt, Fluss, Freundschaft, Gesang, Gitarre, Grenze USA-Mexiko, Herzstillstand, Hippie, Hunger, Identität, Jagd, Kajak, Kanu, Kleinbürgertum, Kreditkarte, Kälte, Lebensgefahr, Lebensgefühl, Lebensmittel, Lkw, Lyrik, Mensch gegen Natur, Menschliches Zusammenleben, Musikfestival, Männerfreundschaft, Natur, Natur und Umwelt, Naturverbundenheit, Neue Identität, Reise, Road Trip, Schmerz, Schmerzvoller Tod, Schulabschluss, Sehnsucht, Selbsterkenntnis, Selbstfindung, Selbstverwirklichung, Sinn des Lebens, Sterben und Tod, Streit, Streit mit den Eltern, Suche, Tagebuch, Tagelöhner, Tod durch Erschöpfung, US-Amerikaner, Unfalltod, Universität, Vater-Sohn-Beziehung, Vergiftung, Verlieben, Verlust einer geliebten Person, Verzicht, Vorgetäuschter Tod, Wohnmobil, Wunsch, Zugfahrt, Überflutung
- Stimmung
- Berührend, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Into the Wild
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Links zum Film Into the Wild
- Into the Wild: critic.de
- Into the Wild: mojoba.de


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Alles ist erleuchtet - Nichts ist normal



















Kritiken (18) — Film: Into the Wild
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Sean Penn versteht es ab dem ersten Augenblick, die nötige Nähe zum Zuschauer aufzubauen. Wir schließen uns Chris an, gehen dorthin, wo er hingeht, egal wie weit und beschwerlich der Weg auch sein mag, wir sind an seiner Seite, durchgehend, und helfen uns gegenseitig durchzukommen. Dabei sind es nicht nur die vielen Kilometer, die sich bemerkbar machen, sondern auch die Gefühle und Freundschaften, die wir auf dieser Reise entwickeln. Penn lässt seinem Protagonisten alle Ecken und Kanten und ohne jegliche Rücksicht von einem zum anderen Ort reisen. Das einzige, was hier zählt, ist Alaska. Menschen, die ihn ins Herz schlossen, lässt er zurück und das einsame Erwachen konnte erst am langersehnten Ziel. Chris ist allein und hat niemanden mehr. 'Into the Wild' ist ein Film über einen jungen Mann, der durch seine unbewusste Selbstsucht vielen vor den Kopf stieß, durch seinen einmaligen Mut seine Eltern ohne ein Wort verließ und durch seine Unwissenheit schließlich alles verlor. Das wird uns von Sean Penn mit so viel Emotionalität, Wärme und Dramatik erzählt, so dass 'Into the Wild' jeden packt und mitreißt. Einfach, weil man sich so oft selbst in Chris wiedererkennt. Ein Film, der nur so voller einzigartigen, einfühlsamen, intimen, sensiblen und träumerischen Momenten bebt. Ein Film über die Höhen und Tiefen, über den Sinn des Lebens, den Chris längst auf seinem Weg gefunden hat, ohne es zu bemerken und über das Scheitern von großen Träumen. Das Scheitern an sich selbst. Man muss Chris einfach in sein Herz schließen und man wird sich in dieser philosophischen wie eindringlichen Reise wiederfinden. Gerade, weil sie so ehrlich ist. Die bittere Ironie erwischt den Zuschauer schlussendlich genau da, wo es am schmerzhaftesten ist: Die unberührte Natur, die im Film doch nie bedrohlich oder gefährlich erschien, wird ihm zum Verhängnis. 'Into the Wild' ist ein unbändiger Schrei nach Freiheit. [...]
Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
stuforcedyou 2012/05/25 17:16:36
Antwort löschenSchöne Kritik. Überbewerteter Film. Ich lieber gleich das Häkchen weg.
Le Samourai 2012/05/25 17:18:34
Antwort löschenoch doch, schöner film!
SoulReaver 2012/05/25 17:18:41
Antwort löschenDanke. Über Geschmack lässt sich streiten, wenn du dann einen hast.
filmschauer 2012/05/25 17:33:44
Antwort löschenGelesen und für gut befunden. Bin gespannt, ob der bei mir dem Niveau standhält in einer 2. Sichtung.
Und ich wollte immer mal die Buchvorlage lesen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen...
SoulReaver 2012/05/25 17:42:39
Antwort löschenHab ihn jetzt schon sicher 10x gesehen und würd fast behaupten, er wächst, weil man selber auch reift. Und Danke.
Alle 7 Antworten zeigen
freakualizer 2012/05/26 16:37:47
Antwort löschenZeit für eine zweite Sichtung! :)
SoulReaver 2012/05/26 19:01:34
Antwort löschenUnbedingt! :)
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenPenn hat mit «Into the Wild» sein bisher reifstes Werk abgelegt, das nicht nur durch die bis auf die letzte Rolle perfekte Besetzung, sondern auch durch die übrigen Elemente restlos überzeugt und in seinen Bann zieht.
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenMit großer inszenatorischer Feinfühligkeit romantisiert hier Penn nicht den Aussteiger im Kapf gegen die Wildnis, wie es der erste oberflächliche EIndruck vermuten lässt. Im Gegenteil stellt er Christopher McCandless als einen Getriebenen dar, auf der Suche nach sich selbst nach einer traumatischen Kindheit und stellt bei allen wunderschönen Bildern der Landschaft immer wieder klar heraus, wie wenig der Protagonist weiß, wer er selbst wirklich ist. Auf der verzweifelten und kompromißlosen Suche nach seiner Identität muss er bis an die Grenzen der Gesellschaft gehen - im wahrsten Sinne des Wortes.
Formal bestechen vor allem Grandiose Kameraführung und Bildästhetik. Zudem ein Spitzen-Soundtrack von Eddie Vedder (Pearl Jam)...
Ein Drama der etwas anderen Art, das sich vom Mainstream entfernt und zum Nachdenken darüber anregt, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind....
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"Du siehst aus wie ein geliebtes Kind" -
Es ist ein nahezu unwiderlegbares Merkmal von Überflussgesellschaften, dass sie es zulassen, und gelegentlich sogar heraufbeschwören, dass man den Ausstieg aus ihnen heroisiert - der Rebell von heute geht dazu allerdings nicht mehr in den Untergrund, sondern in den Wald. Und tatsächlich: "Into The Wild" ist ein Kind seiner Zeit, und konvertiert mit 15jähriger Verspätung McCandless' Lebensgeschichte für die große Leinwand.
Wie ein Traumkonstrukt all jener, die am Wochenende, WallStreet-Journal gegen Wolfskin-Anorak tauschen, und dem Ruf der Freiheit ins deutsche Mittelgebirge folgen, zelebriert Sean Penn den rauhen Charme der Natur, und die Vorzüge des gesellschaftlichen Exodus': Wahre Erfüllung findet sein Hauptdarsteller nur im Eremiten-Dasein; sein sonstiger Weg ist gesäumt von manipulativ inszenierten Bürokraten und Shakehands mit anderen Aussteigern. Auch wenn der Film sich durch diese zeitweise…
Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 28 Antworten
SiameseAlex 2010/12/20 18:00:14
Antwort löschenDANKE, ich hätte noch härter gerichtet.
Le Samourai 2011/01/10 14:57:05
Antwort löschen...ich glaub auch langsam echt, du kommst aus dem Mäandertal!
Hitmanski 2011/01/10 23:13:23
Antwort löschenDrei Anläufe für dieses Wortspiel erster Güte. Watt ham' wa gelacht.
Le Samourai 2011/01/11 04:29:30
Antwort löschenAuch ich habe meine hellen Momente. Schön, dass auch du anscheinend sowas wie Humor besitzt!
Hitmanski 2011/01/11 06:30:28
Antwort löschenHab' ich so ab und an schon, no panic. Dein permanentes Rumgerotze unter meinen Texten ist aber eher lachhaft, denn witzig.
Le Samourai 2011/01/11 11:18:11
Antwort löschenSorry, ich kann einfach nicht anders bei so viel geballtem Blödsinn.
Zeddicus 2011/02/04 01:55:51
Antwort löschendas motiv der missgunst zieht sich als roter faden durch die durchgehend negativ konnotierte schmähschrift. hier verkommt eine filmkritik zur ideologischen hetze gegen die verfilmte idee und seine sympathisanten, etwa ersichtlich im abschlusssatz, in der hitmanski in bester polemik-manier die bionade als sinnbild für seiner meinung nach pathetische freidenker pauschalisiert. dabei manifestiert sich beim leser in ansätzen auch ein ungewollt intimes bild des menschen hinter der kritik - antizipation : sauere verbitterung verblichener träume
Hitmanski 2011/02/04 11:31:10
Antwort löschen@ Zeddicus
Die Frage ist ja nun: Während du mit der romantisierten Freiheit auf dem Fernsehschirm sympathisierst, sitzt du vor einem Laptop, und tippst diesen Stuss.
Weil ich die Errungenschaften der Zivilisation genieße, und back-to-the-roots-Gekaspere für verklärend und nutzlos halte, sitze ich an meinem Laptop, und antworte die auf diesen Stuss.
Wer von uns beiden ist nun zufriedener mit dem status quo? :)
PS: Wer Bionade für ein Synonym für Freidenker hält, hat wohl noch nie etwas von Bionade-Biedermeier gehört...
Le Samourai 2011/02/04 12:11:24
Antwort löschenHmm... Was ich halt immer noch nicht ganz verstehe: Man muss doch nicht mit dem Protagonisten sympathisieren, um einen Film gut zu finden? INTO THE WILD ist doch wirklich großartig erzählt, fotografiert, gespielt und Eddie Vedders Musik unbestritten phantastisch, jedoch kam ich nach Sichtung des Filmes auch nicht direkt auf die Idee, die Wolfskinjacke auszupacken, alles aufzugeben und in den nächstbesten Wald zu wandern. Das macht den Film doch nicht schlecht. Emile Hirschs Charakter hat was ablehnend-faszinierendes.
Mit dieser Argumentation müsstest du ja auch beispielsweise TAXI DRIVER ablehnen. Na eigentlich alle Filme mit fragwürdigen, diskutablen Protagonisten. Und INTO THE WILD ist nun wirklich kein Aufruf, dem Protagonisten zu folgen, sondern ein gelungener 2-Stunden-Ausstieg von Laptop und co... :)
Hitmanski 2011/02/04 12:33:23
Antwort löschenNaja, das führt letztendlich wieder zu der Debatte, die wir schon einmal hatten; ich finde das Abklappern der üblichen Rezeptionsparameter uninteressant; weil sie letztlich nichts über den Film verraten: Ab einem gewissen Produktionsniveau wird man immer von einer Professionalität einzelner Aspekte, teilweise sogar etwas darüber, sprechen können - aber macht es den Film in seiner Gesamtheit besser, wenn ich mich nicht mit dem Subtext/der Handlung/kurz: dem "Was" der Erzählung anfreunden kann?
Wobei ich bei INTO THE WILD die shaky-cam-Geschichte deplaziert fand', somit auch nicht wirklich ausgewogen inszeniert - aber das ist sicher Geschmackssache.
Sicherlich ist die Wortwahl und die Aufhängung meines Textes oben polemisch (aber auch klar als solche zu erkennen), aber auch fernab davon sehe ich eben doch eine gewisse unhinterfragte Verehrung der Figur, die dem Film nicht gut steht. Deshalb hinkt auch der Vergleich mit TAXI DRIVER und anderen Filmen: TAXI DRIVER lässt doch keinen Zweifel daran übrig, dass der Protagonist in seinem ganzen Handeln zutiefst a-sozial ist; letztendlich schildert der Film eine langgezogene Demontage seiner Figur.
INTO THE WILD macht das nicht; das Finale hat eher etwas von Märtyrer-Tod, als von der logischen Konsequenz seines Handelns, sprich: Bis zum Schluss bleibt die Tatsache bestehen, dass seine Flucht vor der Gesellschaft etwas notwendiges, essentielles in sich trägt, weil der Film seine Sympathien klar verteilt (Stadt = oberflächliche Eltern, Bürokratie / Land = Freiheit, Selbstfindung, Liebe [etwas woran auch die leidlich konstruierten Beziehungsprobleme des Hippie-Pärchens nichts ändern]) - und damit ist es doch tatsächlich der totale Kontrapunkt zum Fazit von Scorsese, der keinen Zweifel an der Selbstgerechtigkeit seines Protagonisten lässt.
Kurz: Ich finde schon, dass es ausreicht, einem Film, dem ich eine gewisse Fortschrittsfeindlichkeit und ein verklärtes Naturbild vorwerfe, auch mit einer Wertung knapp unterhalb der Mittelmäßigkeit anzusiedeln.
Auch wenn es off-topic ist: Daran sieht man auch die Güte von TAXI DRIVER; denn in der Tat ist es einer der wenigen Filme, der aus der klassischen Anti-Figur keinen Helden macht (etwas, woran ja viele ähnlich angelegte Revenge-Filme scheitern).
Hitmanski 2011/02/04 12:43:31
Antwort löschenFür mich ist das halt ein Film, der um genau diesen lauen Kalenderspruch herumgezimmert wurde :)
Ich habe ja nichts gegen Emotionalität, Almodóvar, Burton oder PTA haben alle großartige, sehr berührende Filme gemacht, die letzten beiden zählen sogar zu meinen unumstrittenen Lieblingsregisseuren. Mich stört nur aufgesetzte Emotionalität; aber das ist ein Punkt, über den man sicherlich nicht streiten kann, weil ich meine Einschätzung der Sachlage auch garnicht über Gebühr verallgemeinert und objektiviert wissen möchte.
Le Samourai 2011/02/04 12:46:52
Antwort löschenOk, kann man so sehen. Akzeptiert. :)
Jedoch basiert INTO THE WILD auf einer wahren Geschichte, und warum diese von der Grundintention her verfälscht und weniger fortschrittsfeindlich erzählen, wenn so nunmal der Mensch McCandless funktioniert hat. Da finde ich den Vorwurf gegenüber Sean Penn ungerecht.
Bei mir überwiegt bei solchen Filme halt immer der Gesamteindruck, das "Gefühl" während des Abspanns. Und der/ das hat gestimmt.
Le Samourai 2011/02/04 12:51:38
Antwort löschenBurton & PTA zählen zum Besten, was Hollywood seit Jahren zu bieten hat, keine Frage.
SiameseAlex 2011/02/04 12:52:08
Antwort löschenWollen wir nicht einfach versuchen uns in der Mitte zu treffen?
Dazu ein paar Aspekte: Emotion sollte sein, doch gleich von 'romantisiert' zu sprechen erzeugt das Gefühl einer terminologischen Felhinterpretation des romantischen Gedankenguts. Was Hitmanski eben im Vergleich zu TAXI DRIVER schrieb spricht mir derart aus der Seele, dass man es nicht besser hätte formulieren können. (Und da seien jetzt mal ALLE anderen, sonstigen Kritiken von ihm ausgeblendet - daher mein Aufruf: Lest bitte bitte jede seiner Kritiken für sich und versucht ihn nicht in eine narzisstische, immer gewollt kalte, Denkensschienen-schublade zu stecken) - denn in Bezug auf Into the wild und seiner angedeuteten Heroisierung des Protagonisten hat Hitmanski nahezu objektiv recht: Bei aller Emotion ist hier inkonsequent inszeniert worden und eben DAS stößt auch mir bei diesem Streifen auf.
Also nichts mit romantisierender Haltung, blabla, INTO THe WILD gefällt nicht etwa emotional mitfühlenden Menschen besser als kalkülisierenden, sondern vielmehr sagt es denjenigen mehr zu, die eine gewollte Träumerei (und das hat nur sehr wenig mit Romantik zu tun) der kompletten (aber nicht in seiner Konsequenz vollziehbaren) Abkapselung, Alternativierung, Abnabelung durchspielen wollen.
Hitmanski 2011/02/04 13:00:45
Antwort löschenIch habe das zugrunde liegende Buch nicht gelesen, insofern werde ich mich hüten, da irgendwelche großen Vergleiche anszustellen, aber angenommen der "Mensch McCandless" würde tatsächlich wie auf der Leinwand funktionieren - dann hätten wir genau jenes Dilemma, das viele "based on true story"-Filme haben: Es fehlt mir die Distanz; Memoiren zu adaptieren heißt ja nicht gleich, sich nicht auch kritisch mit der darin portraitierten Person auseianderzusetzen. Bei (Achtung sehr polemisch zur Verdeutlichung!) der Verfilmung von historischen Verbrechern übernimmt man doch auch nicht ungefragt einfach deren Denkmuster und Strukturen, sondern man setzt sich (zumindest in guten Filmen) mit ihnen kritisch auseinander; vergleichbares fehlt mir in INTO THE WILD einfach.
PS: Vollste Zustimmung zu PTA und Burton
PPS: @Alex: Word.
SiameseAlex 2011/02/04 13:17:04
Antwort löschen@Gordon Cole: Dir ist jetzt relativ schwer zu antworten. Nicht weniger deiner Frage wegen, die sich imho recht leicht mit 'Nein' beantworten lässt, als vielmehr deiner Vorverständnis geschuldeten Vorstellung von 'Träumerei' - wie gesagt, 'nur' zu träumen hat wenig mit Romantik zu tun, und ich liebe die Romantik wie keine andere Epoche, und trotzdem halte ich persönlich ÜBERHAUPT nichts von Pseudo-durchdachten-aber-als-eben-solche-verkauften-Aktionen ala selbsternannter Namensvetter Supertramp. Den Romantikern war klar, dass sie nicht IN der Welt selbst der Welt entfliehen können, sondern dass vielmehr die Flucht in der SUCHE nach der unendlichen Transzendenz zu finden ist. Und das vermiss ich so bei diesem, nennen wir ihn mal pseudoträumerischen, Filmchen. Es wird die ganze Sache nicht zu Ende GEDACHT, sondern wohl eher zu einem Ende GEBRACHT (sein Tod), was dann auch noch, wegen dem konventionell in der Welt herrschenden Vorverständnis von romantischen Gedanken, als 'voll toll', 'vorbildlich' und ja ach so 'Anti-Gesellschaftlich' (weil unzufrieden mit Gesellschaft) empfunden wird.
P.S.: Das war jetzt kein Offense, ehrlich!
SiameseAlex 2011/02/04 13:50:17
Antwort löschen// OT: GUT, denn der Beef nimmt hier manchmal zu sehr Überhand, anstatt einfach mal 3 Sätze weniger persönlich zu nehmen.
Dann nochmal zum Film: Geschenkt, dass Sean Penn diesem Menschen einen Film würdigt. Geschenkt, dass Krakauer ein Buch über ihn schrieb, der VERSUCHTE seine Erlebnisse zu rekonstruieren. Da ich grad die Spendierhosen anhabe schenke ich Sean Penn wiederum auch noch eine Message, die er wiederum dazudenkt, dazukonstruiert. Fertig ist nun das Filmkonstrukt, das noch lediglich einer Ausführung bedarf. Doch ab JETZT schenke ich nichts mehr: Mir ist das alles mit 'wahrer Begebenheit' bewusst (halte ich übrigens für Quark, denn auch ich würde mich in einer Autobiographie von meiner allerbesten Seite präsentieren, ohne das jedoch offensichtlich zu machen! - auch im Hinblick eines Ausstiegs aus der Gesellschaft würde ich versuchen mich für die Nachwelt als eine möglichst coole Heroengestalt zurückzulassen, sodass ich bei einer Rekonstruktion [sprich: Biographie] möglichst gut wegkomme). Und da liegt jetzt der springende Punkt: Es wird sich, wie Hitmanski gut bemerkte, nicht kritisch genug mit dieser Figur eines 'Aussteigers' auseinandergesetzt. Wir finden in INTO THE WILD keine Phantastik, keine Träumerei, nur auf den Bildschirm geworfene Bilder eines Pseudoalternativen, der völlig zurecht stirbt, DABEI aber eine andere sog. Message transportabel machen will. Das ist jetzt nicht auf den Mist von besagtem Chris McCandless gewachsen, sondern auf den Mist vom Regisseur. Deshalb beurteilen wir Filme anhand der bewegten Bilder und die zugehörigen, natürlich nicht zu vernachlässigenden, aber nunmal zusätzlichen Rahmenbedingungen komme erst später hinzu. Sean Penn inszeniert inkonsequent, und das hat nichts mit der (mir zudem unsympathisch vermittelten) Gestalt des Protagonisten zu tun.
P.S.: Yay, Mainz! =)
Hitmanski 2011/04/16 16:50:57
Antwort löschen:)
Le Samourai 2011/04/16 20:21:58
Antwort löschenJuchuuu :)
Apophis 2011/05/20 12:42:07
Antwort löschenEine Kritik, die nur ein gut gewickeltes Bionade-Biedermeierkind wie der Herr Hitmanski, verschulden kann. Er outet sich als gutbürgerlicher Wohlstandsgenießer und verfängt sich dann auch noch in seiner Kaste mit dem Schlussatz in seiner "Kritik". Klassischer Fall von gegen den Wind pinkeln, nennt man das. Fortsetzend fragt er sich dann tatsächlich warum es neben seiner ihn ständig in sein Rektum kriechenden Fangemeinde, welche gibt, die an seinen eloquenten elitären Kritiken, welche meisten kaum ein Merkmal einer sachlichen und nützlichen Kritik aufweisen können, rummeckern und in seinen Augen nutzlose und lächerliche Kommentare schreiben. Ganz einfach Mr. Hit-Bionade-manski, wenn man sich derartig grün, derartig weit, aus derartig großen Fenstern hängt, kommt immer mal ein Vogel vorbei und kackt einem auf den Kopf. Sowas kommt von sowas und außerdem wissen wir es alle, du es brauchst ;)
Remote diagnosis accomplished!
Hitmanski 2011/05/20 13:01:57
Antwort löschenSobald ich meine Runde Golf (Natur pur!) abgeschlossen habe, werde ich noch einmal über die hilfreichen Lebesweisheiten meines zwei Jahre und ein paar Tage älteren Vorredners nachdenken, der sich ungeachtet der Blödsinnigkeit seiner Forderung nach sachlich-objektiven Kritiken scheinbar für ein ganz waches Kerlchen hält.
Message sent from my iPhone.
Apophis 2011/05/20 13:16:38
Antwort löschenSchön wenn man voll ins Schwarze getroffen hat.
Melcon 2011/05/20 13:20:43
Antwort löschenOh schön, wieder einer der sich mit Hitmanski und seinen wortgewaltbereiten Jüngern anlegt, ich hab schon nen Rückzieher gemacht. Aber scheint hier der normale Umgangston zu sein. ;) Viel Spaß!!! ...und verbleibe objektiv, Into the Wild 10 points.
Apophis 2011/05/20 14:15:18
Antwort löschenAnlegen ist nicht das richtige Wort. Ich habe durchaus Achtung für die sprachliche Fähigkeit des Herrn Hitmanskis, doch stoßen mir leider immer öfter seine verschobenen "Kritiken" auf. Sie sprudeln vor Selbstoffenbarung und seine Auseinandersetzungen mit Gegenargumenten ist als kindlich zu betrachten. Informativen Charakter, welchen eine Filmkritik besitzen sollte, haben sie eigentlich nie. Der Sinn und Zweck seines Niedergeschriebenen ist in meinen Augen damit zweifelhaft. Deswegen verfalle immer mehr in den Gedanken, dass es weniger seine Intention ist, hier Leute über Filme zu informieren, sondern es vielmehr um eine simple verbale "Ich bin toller als Du" Produktion geht. Es ist hohes Blabla mit wenig Sinn. Schaut man sich die Texte mal genauer an und schlägt zu vielen benutzten Begriffen mal nicht wikipedia, sondern ein etymologisches Wörterbuch auf und guckt mal auf die rethorischen Mittel, merkt man schnell das der große Wortschatz weniger durch ein linguistisches Fundament gestützt ist, sondern mehr ein typischer elaborierter Versuch sich durch übermäßige Fachterminologie und oft unangebrachten Neologismus von der Masse abzuheben. Am deutlichsten stechen die oft Abweichenden Meinungen in verschiedenen Rezensionen und Kommentaren raus, denn häufig greift er sich textübergreifend selber in seinen Argumentationen an. Auch die Verbissenheit und fehlenden Ironie sprechen nicht gerade dagegen.
dustin30man 2011/05/25 02:33:50
Antwort löschenääääh- um welchen Film ging es nochmal?
one winged angel 2011/06/18 01:42:07
Antwort löschenHier hat jemand offensichtlich den Film nicht verstanden. Eigentlich mehr als das. Das ist das genaue Gegenteil von dem, was der Film aussagen will.
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Dom699 2011/09/09 18:28:08
Antwort löschenund warum ist fortschrittfeindlichkeit und verklärung der natürlichkeit jetzt per se schlecht?
Stammfunktion 2012/01/18 00:17:03
Antwort löschenInteressante Diskussion, leider komme ich etwas zu spät...
Das ist keine gute Rezension. Es ist vielmehr ein Kommentar zu dem nervigen Heroisieren von Gesellschaftsaussteigern. Details die den Film jedoch anders, stärker wirken lassen werden übersehen, sodass das Gefühl auftritt, dass der Film nur halbherzig verfolgt wurde, was bei einer Länge von 2,5h und einer mittelmäßigen Begeisterung keine Überraschung wäre.
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenMit “Into the wild” ist es Sean Penn gelungen ein absolutes Filmhighlight der letzen Jahre zu erschaffen. Der ernste Film hat das Zeug dazu ein echter Klassiker zu werden und muss einfach von jedem, der auch nur ansatzweise Interesse am Medium Film hat gesehen haben. Wer sich dieses fesselnde Werk entgehen lässt ist selber Schuld.
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Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschen“Into the Wild” erzählt die wahre Geschichte von Christopher Johnson McCandless. Er war ein 22 jähriger Student, der gerade seinen Abschluss in Geschichte und Anthropologie gemacht hat. Nach vielen Problemen im Elternhaus und der materiellen Sucht der heutigen Gesellschaft begibt sich McCandless auf ein Abendteuer. Er reist 2 Jahre lang durch Amerika bis nach Mexiko und wieder zurück.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenSean Penn übt sich in unkritischer Heldenverehrung, bebildert wie ein GEO-Sonderheft. Doch trotz dieser Zelebration eines unabhängigen Geistes, bleibt dieser Chris letztlich doch seltsam blass, unsympathisch und kalt. Technisch und schauspielerisch ist dem glänzend besetzten Film wenig vorzuwerfen - besonders die Nebenrollen, Chris Eltern und seine Wegbekanntschaften strahlen viel Faszination aus.
Nur die Hauptfigur bleibt - und das ist die Schuld des Drehbuchs, nicht des talentierten Emile Hirsch - ein selbstgefälliger Spinner, der halbverdaute Literaturfetzen ausspuckt, einer ethnokitschigen Räucherkerzen-Gesellschaftskritk anhängt und sich im Endeffekt für niemanden außer sich selbst interessiert. Es bleibt das Geheimnis des Films, warum all die Menschen die er trifft (zuletzt der großartige Hal Holbrock) sich derartig um ihn bemühen, denn Chris selbst interessiert sich nicht wirklich für Menschen.
Er ist jemand der nichts interessantes von sich gibt, außer…
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Wombat 2009/11/15 01:11:14
Antwort löschenBei der Titelsequenz stimme ich voll und ganz zu, die Qualität hatte mich damals auch sehr überrascht.
blackholebird 2010/01/01 15:48:04
Antwort löschenda hat wohl jemand an der falschen wurzel genascht. so schlecht war er bei weitem nicht. und vor allem nicht unkritisch. die ausgemachten kritikpunkte scheinen eher projektionsfläche des kritikers und nicht des filmes.
paaaatz 2010/01/06 03:15:35
Antwort löschenDiese Kritik kommt mir "seltsam blass, unsympathisch und kalt" vor. :)
jardem 2010/01/26 01:55:44
Antwort löschenIch verstehe deine Kritik nicht ganz!? Magst du die Person an sich nicht, das Drehbuch nicht oder beides nicht?
Batzman 2010/01/26 15:17:40
Antwort löschenSowohl als auch. Der Film glorifiziert auf recht kitschige Weise jemanden der im Endeffekt durch eigene Blödheit umgekommen ist.
nitroom 2010/02/17 23:05:07
Antwort löschenJa, aber um seine eigene Blödheit wissend. Von der Thematik her -grade wegen deinen Einwänden- ein super Film. Dieses Desinteresse in anderen Menschen wird ihm letztendlich zum Verhängnis: Er wird kein Märtyrer seiner eigenen Ideologie, sondern wirft sie um. Trotzdem kann er mit seinem neugewonnenen Selbst- und Weltbild gegen seinen Egozentrismus nichts mehr ausrichten.
Aber ich bin beeindruckt von deinen absolut treffenden (hust) Neologismen. Ich wäre nie auf die ethnokitschige Räucherkerzen-Gesellschaftskritik gekommen, hättest du mich nicht mit der Nase darauf gestoßen.
StevieG 2010/04/16 11:53:04
Antwort löschen"Der Film glorifiziert auf recht kitschige Weise jemanden der im Endeffekt durch eigene Blödheit umgekommen ist."
"...bleibt dieser Chris letztlich doch seltsam blass, unsympathisch und kalt"
Der Film glorifiziert also Chris dadurch dass er seltsam blass, unsympathisch und kalt bleibt? :-D
Hauptstädter 2010/04/26 23:28:46
Antwort löschenDiese Filmkritik (Batzman) zeugt von schierer Überheblichkeit und Film-Unkenntnis. Das tut schon weh.
Kuschelfraktion 2010/05/15 13:14:45
Antwort löschenda hat jemand den Film wohl mit geschlossenen Augen gesehen. Ein Film mit einer solche Aussagekraft und Bildstärke habe ich selten gesehen.
vanHauser 2010/05/22 03:19:11
Antwort löschenDer Text ist eines Filmkritikers würdig und ist gut geschrieben oder kopiert. Als Filmliebhaber kann ich nur sagen, dass diese reale Geschichte sehr gut umgesetzt wurde und mich der Film emotional tief bewegt hat!
Iwan Goratschin 2010/06/07 14:47:12
Antwort löschenIn seiner Filmkritik hat Batzman viele meiner unausgesprochenen Gedanken in Worte gefasst.
Ich bin aber insofern auch ein schlechtes Zielpublikum für diesen Film, da ich zwar kritisch mit den Errungenschaften der Technik umgehe, es aber für mich persönlich trotzdem nichts ferneres gibt, als "zurück zur Natur".
Ich mag emotionale Filme, in diesem Film hatte ich jedoch sehnsüchtig auf den Tod von "Alexander Supertramp" gewartet, damit dieses "Drama" ein Ende findet.
Sein Tod hat mich zwar doch nocht etwas berührt, aber in keinem anderen Film hat mich der Tod der Hauptfigur so wenig getroffen, wie hier.
Wie Batzman schon sagte: "wenn trotzige Mittelstandsbübchen meinen sie müssten (fernab von ihren Mitmenschen) einen auf Aussteiger machen, krepieren sie eben... in the wild."
Dann kann es durchaus auch vorkommen, dass dies einen Teil des Publikums thematisch anödet, obwohl der Film mit schönen Landschaftsfotos aufwarten konnte. Auch nach langer Zeit den Schauspieler Hal Holbrook mal wieder zu sehen, war lohnenswert. Somit war die für diesen Film aufgewendete Zeit nicht ganz verschenkt.
theONEinsane 2010/06/09 17:42:56
Antwort löschenhab irgendwie das gefühl das du gerne der besagte indianer wärst !oder deine liebste beziehungspartnerin an einen solchen verlohren hast,deine argumente sind zu niederträchtig zerreissend ohne wirklich vorschläge zu bringen,da fand ich den beitrag von ortega besser,denn eine karte hätte tatsächlich einiges geändert ..
Maxplace 2010/06/27 20:14:35
Antwort löschenWiedereinmal eine typische Batzman-Kritik mit einer gehörigen Portion Sarkasmus, den ich als Leser besonders schätze, regt er mich doch zum schmunzeln an.
Danke dafür und weiter so, auch wenn ich die Wertung diesmal leider nicht teilen kann, fand ich diesen Film doch zumindest "sehenswert".
Sicher hätte man noch etwas mehr aus dieser Geschichte holen können, alleine schon aufgrund meiner Vermutung, dass sich beinahe jeder schon einmal gefragt hat: "was wäre wenn ich nun alles hinschmeiße" oder zumindest an einen Punkt im Leben kam, an dem einem die Gesellschaft und ihre Werte (also auch man selbst) schlicht "ankotzten" oder gar verzweifeln ließen.
Jedoch regt mich Penns Werk zum Nachdenken an, rührt teilweise ernsthaft(-> Hal Holbrock als einsamer, ängstlicher Veteran), kann mir gerade zum Ende hin das Gefühl der unendlichen Einsamkeit vermitteln und Alex schließliche Einsicht ist zwar bereits bekannt, doch trotzdem von großer Bedeutung für alle und man kann sie nicht oft genug hören, dauert es doch lange bis man es versteht.
In diesem Sinne: Für mich wichtiger Film!
jardem 2010/06/29 19:56:18
Antwort löschenEntweder bewundert man die Figur oder man kann mit ihr einfach nichts anfangen.
Genauso wie mit tausend anderen Sachen auf der Welt. Ein typischer Fall von dem berühmt berüchtigten Geschmack.
Niotq 2010/07/19 23:07:18
Antwort löschenBatzman, ich habe bisher wirklich selten erlebt, dass eine Kritik meiner persönlichen Meinung eher entspricht als dein Verriss zu diesem Film. Solltest du manchmal daran zweifeln, ob es noch weitere Menschen gibt, denen dieses wehleidige Himmelfahrtskommando eines sturköpfigen Goldjungen schlichtweg auf die Nerven ging: Sei gewiss, es gibt sie.
Niotq 2010/07/20 17:51:02
Antwort löschenAch ja, bis auf eins: Es ist mir ziemlich egal, ob ich Emile Hirsch nackt sehe oder nicht. :)
Dissonanz 2010/07/24 20:48:20
Antwort löschenIch schließ mich dir, Batzmann, weitgehend an mit deiner Meinung. Es wird Sympathie zu einem Menschen aufgebaut, der zwar aus verständlichen Gründen sein soziales Umfeld verlässt, aber aus im Film nicht ersichtlichen Gründen auch kein neues Umfeld sucht, sondern vereinsamt und schließlich mehr oder weniger aus Unvorsichtigkeit, Gleichgültigkeit oder gar Dummheit stirbt. Filmisch ein nettes Werk, aber insgesamt ohne sinnvolle Aussage. Sehenswert, aber nicht wertvoll.
TheSkeptic 2010/08/10 20:24:31
Antwort löschenMit Verlaub, so einen Bullshit habe ich ja lange nicht gelesen. Die sinnvolle Aussage ist dermaßen offensichtlich und präsent, dass man sie eigentlich nicht verpassen kann. "Happiness is only real when shared", schreibt McCandless in sein Buch, kurz bevor er einen einsamen Tod stirbt. Einsamkeit als Alternative, die sich jedoch als nicht gleichwertig herausstellt. Natürlich ist der Film komplexer und greift auch deutlich tiefer, aber ich will keine Romane verfassen ...
Buscape1988 2010/08/21 21:53:47
Antwort löschenword!
Frollain 2010/09/01 13:03:39
Antwort löschenJa, danke. Jetzt weiß ich besser, was mein Problem mit dem Film war!!
Z1ckZ4ckM4nn 2010/09/29 20:32:03
Antwort löschendas drehbuch beruht auf ner wahren geschichte du hegel.. und die probleme der hauptperson werden klar benannt wie zb seine "daddy-issues", ob du räucherkerzen magst ode rnicht ist deine sache..
Snajper 2010/09/30 20:28:01
Antwort löschenIch muss dir voll zustimmen, auch bis jetzt konnte ich nicht so richtig mein Problem mit dem Film ausdrücken. Du scheinst da die richtigen Worte zu finden.
Ich sehe es vielleicht nicht so drastisch wie du, finde aber schon, dass der Film sehr gut in Szene gesetzt worden ist.
Deswegen von mir... 7.0.
An einigen Stellen relativ lang gezogen,
Sinneswandel sind nicht immer nachvollziehbar,
die Schwester zurückgelassen, super,
statt mit bloßen Händen dann doch in nem vergammelten Bus leben, mit Gewehr und ner 1000er Box Streichhölzern ist ja auch total naturbezogen...,
und dass er schließlich "nur" wegen der Probleme mit seinen Eltern durch die Gegend zieht, anstatt sich einer Gesellschaftsgruppe anzuschließen (weiß nicht, Emos vielleicht ;) ) finde ich wesentlich sinniger.
Trotz allem schöne Bilder und guter Soundtrack. Manchmal braucht man auch nicht mehr.
Übrigens kann mir keiner erzählen, er hätte die Kleine aus dem Hippie-Lager nicht gevögelt...
Dissonanz 2010/10/01 12:43:45
Antwort löschenDer Film mag ja auf einer wahren Begebenheit basieren, allerdings bestenfalls lose. Wie soll man denn wissen, was der Typ erlebt hat, als er allein unterwegs war? Ich halte es so, wie es dargestellt wird, einfach für sehr realitätsfern.
one winged angel 2010/10/13 13:05:53
Antwort löschenEine absolut schlechte Kritik.
Die Qualität von Chris wird sehr wohl in der ein oder anderen Szene dargestellt, genau so wie die Bedeutung des Zusammensein. Der Film kaut einem nur nicht alles vor, zumal das für den Gesamtkontext irrelevant ist.
Es geht - speziell bei den Beziehungen - eben um die Gesellschaft mit anderen, dass diese bereichernd ist; und hier gelingt es dem Film wunderbar in kürzester Zeit alle herrlichen Facetten des Zusammenseins aufzuzeigen.
Und wer der Meinung ist, dass der Film nicht kritisch ist, sollte ihn vielleicht nochmal sehen, weil der Film eigentlich nichts anderes Beinhaltet als Kritik.
Materielle Gesellschaft, Gefühlskälte, Einsamkeit.
Und über all dem, die Kritik am Leben in der Natur, die Kritik, dass es nicht das Allheilmittel sein kann. Und natürlich noch viel mehr.
tscharlie 2010/10/30 20:57:00
Antwort löschenIch denke, es geht in diesem Film vor allem um Eltern, und was diese ihren Kindern antun (meistens unbewusst oder eher blind). Ein wichtiger Satz: "Irgendwann haben Chris und seine Schwester dicht gemacht." Denn der zermürbende Streit zwischen den Eltern geht an der Seele der Kinder nicht einfach so vorbei. Und es gibt viele Kinder, die ähnliches erlebt haben und sich gut mit Chris identifizieren können, die das Dichtmachen nachvollziehen können.
Aber es gibt auch viele, die eine glücklichere Kindheit hatten und keinen Bock haben, sich in Chris wirklich hineinzuversetzen. Daher wundert mich deine negative Kritik auch nicht.
Dieser Film "bewegt", aber nur wenn man sich darauf einlässt.
Dissonanz 2010/10/31 12:38:17
Antwort löschenArgh, die verf***** Seite hat meinen Kommentar verschlungen. Na gut, dann eben nochmal in ähnlicher Form: Ob ich einen Film gut oder schlecht finde hat nichts mit meiner Lebensgeschichte zu tun (die ich dich übrigens bitte, nicht anhand einer kurzen Filmkritik zu beurteilen, das funktioniert nicht). Was mir unschlüssig erschien im Film: Dass Chris so lebensfreudig wirkt, so aktiv, kontaktfreudig und kaum depressiv oder lebensmüde, und er dann seine Talente, seine Schwester, alle Freunde, die er auf der Reise gefunden hat, und am Ende sein ganzes Leben einfach so aufgibt - ich kann mir nicht vorstellen, dass der "echte" Chris das in der Form getan hat, nicht seiner Eltern wegen und auch nicht wegen Alaska.
Snajper 2010/10/31 12:42:14
Antwort löschenJou mein Kommentar wurde auch verschluckt ^^. Jedenfalls wollte ich das Gleiche schreiben wie Dissonanz. Es gibt einfach einige Dinge, die unabhängig der Vorgeschichte des Zuschauers, einfach nicht nachzuvollziehen sind.
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StevieG 2010/10/31 16:34:42
Antwort löschenNaja er gibt sein Leben auch nicht einfach so auf... Ich würde eher sagen er versucht aus seinem alten Leben auszubrechen um eben nicht depressiv oder lebensmüde zu werden.
Dabei muss ich gleich wieder an die Szene denken als er sich vor einem Restaurant vorstellt er wäre gerade darin und würde im Anzug künstlich lächelnd irgendwelche Geschäftspartner begrüßen, und im nächsten Moment sofort weiß dass er wieder aus der Stadt abhauen muss, dass er es dort nicht aushalten kann.
Und ich kann das alles nachvollziehen, aber es wäre ja auch langweilig wenn jeder Mensch genau das gleiche nachvollziehen könnte. Es bestreitet ja niemand dass Chris "anders" war als die meisten Menschen, aber wieso darf man nicht lebensfreudig und aktiv sein nur weil man die aktuelle Gesellschaft nicht so akzeptieren will wie sie ist?
tscharlie 2010/10/31 21:49:51
Antwort löschenerstmal @dissonanz+snajper: Zugegeben, einiges in meinem vorigen Kommentar war unbedacht von mir und das tut mir leid.
Natürlich ist es für die Beurteilung eines Films egal, welche Vorgeschichte man selbst hat, da stimme ich euch zu. Es ist sch...egal. Jeder kann sich in Chris hineinversetzen, wenn er es versucht.
Aber genau das meinte ich damit, dass man sich auf die Familiensituation von Chris total einlassen sollte, denn dann kann man dem Film wirklich viel mehr abgewinnen meiner Meinung nach. z.b.: Natürlich könnte Chris -anstatt abzuhauen- seinen Eltern sagen, was er von ihren Lügen, ihren Anfeindungen, ihr mangelndes Vertrauen in ihn usw. hält, vielleicht wäre das sogar die beste Lösung, um die Familie auszusöhnen.
Aber wenn man sich nun in Chris einfühlt und denkt: Mein Gott, ich bin 22, erfahre, dass meine Eltern mich das ganze Leben angelogen haben, ich kann mich erinnern, wie sie sich immer wieder gegenseitig angeschrien haben, usw.
Also wenn ich mir das vorstelle, also mir vorstelle ich wäre Chris, dann kann ich verstehen, dass er einfach nur raus will, um endlich sein eigenes Leben zu leben - anstatt sich mit seiner Familie auseinanderzusetzen, denn das schmerzt ihn innerlich sehr (so kommt es jedenfalls für mich im Film rüber)
Und deshalb kann ich auch verstehen, dass er so lebensfroh ist, weil er endlich weiß: Jetzt lebe ich, und es ist alles wahr, keine Lügen!
Und das war jetzt alles nur meine persönliche Meinung oder meine Interpretation - und es war keine Kritik an anderen Kommentaren.
Ok, jetzt aber noch was zu deinem KOmmentar, dissonanz. Also, wenn du sagst, du glaubst nicht dass der echte Chris sein Leben (seine Schwester, seine Talente, seine guten Beziehungen, die er auf der Reise aufgebaut hat,...) einfach so aufgegeben hat oder hätte:
Also ich hab das - im Film - so verstanden, dass Chris lange nicht klar war, wie wichtig menschliche Beziehungen für ihn sind.
Aber ich dachte, als er gegen Ende des Films wieder über den Fluss wollte aber nicht konnte, da wollte er doch wieder zurück aus Alaska, eben weil er endlich verstanden hat, dass er seine Schwester, seine menschl. Bez.,usw. braucht... (oder hab ich das falsch verstanden)
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenPenn hat den Stoff unorthodox - und in Überlänge - inszeniert: Er bricht mit dramaturgischen Mustern, spielt mit Zeitebenen, arbeitet mit eingesprochenem Text - und schafft es, dass die Zuschauer dem Protagonisten nahekommen, ohne vorbehaltlos mit ihm zu sympathisieren.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenEmile Hirsch liefert eine starke und selbstbewusste Darbietung in diesem sorgfältig inszenierten und wunderschön bebilderten Ausnahmewerk. In schwarz-weiß wäre der Film undenkbar gewesen, jedoch ist er noch viel mehr als eine ästhetische Bilderflut. Es ist schwer die Gedanken dieses Films überhaupt zu erfassen. Raum für eigene Gedanken und Interpretationen herrscht genug. Jeder muss den Film auf seine Weise auf sich wirken lassen. Es steckt einfach sehr viel in Sean Penns Buchverfilmung, doch wird es dabei weder anstrengend noch zäh. „Into the Wild“ ist ein erstklassiges Abenteuer-Drama, das man einfach mal gesehen haben sollte.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenBei der Geschichte um Christopher McCandless handelt es sich um wahre Begebenheiten. Am 18. August 1992 wurde Chris von einem Elchjäger tot in einem liegengebliebenen Bus mitten in der Wildnis gefunden. Vollkommen abgemagert und neben einem leeren Fünf-Kilo Reissack ein Jagdgewehr neben sich. Die genaue Todesursache ist bis heute nicht geklärt, der Journalist Jon Krakauer, der Chris Erlebnisse 1993 in einem Artikel im Outside Magazin und drei Jahre später in dem Roman Into the Wild verarbeitete, sieht eine Vergiftung von Pflanzensamen als Todesursache. Ebenjenen Roman las damals Schauspieler Sean Penn und wollte sich sogleich die Filmrechte an dem Stoff sichern, musste jedoch zehn Jahre lang um diese kämpfen, da sich die Familie unsicher war, ob die Geschichte ihres Sohnes in einem Film verarbeitet werden sollte. Vor wenigen Jahren gelang es Penn dann doch die McCandless’ umzustimmen und so stand seiner vierten Regiearbeit nichts mehr im Wege.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenWir alle kennen den Jever-Mann: ein vielleicht Mittvierziger schließt die Augen und lässt sich fast schwerelos rückwärts in die friesisch herben Dünen fallen. Einfach mal aussteigen. Den ganzen Alltags-Mist vergessen. All die Quälereien im Job, die miesepetrigen Menschen, die dem anderen die Butter auf dem Brot nicht gönnen, all das Streben nach materiellen Zielen, die letzten Endes nicht glücklich machen. Augen zu und weg.
Ähnlich (nur vielleicht etwas konsequenter) dachte es sich wohl auch Chris, als er begann all die Plastikkärtchen zu zerschneiden, die symbolisch für ein behütetes und abgesichertes Leben stehen - sowohl in finanzieller als auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Um sein neues Leben als Aussteiger auch in seiner Identität zu manifestieren, hinterlässt der erfolgreiche Highschool-Absolvent nicht nur Familie und eine sichere berufliche Zukunft, sondern auch seinen bisherigen Namen und nennt sich fortan „Alexander Supertramp“.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenMit der wahren Geschichte des Aussteigers Chris McCandless zeichnete Autor Jon Krakauer so einen idealistischen Trip nach. Schauspieler, Autor und Regisseur Sean Penn verfilmte den Traum-Stoff durchaus doppelbödig: "Into the Wild" schwelgt in Naturromantik und bricht diese gleichzeitig im aufmerksamen Blick.
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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenDer Schauspieler Sean Penn, integrer Held des amerikanischen Kinos, hat hier wieder einmal Regie geführt und nicht nur die Schönheit amerikanischer Landschaften eingefangen, sondern Partei ergriffen für einen, der endlich die alleinige Verantwortung für sich und sein Leben übernehmen will.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenhm, bis zur Hälfte fand ich den Film trotz einiger schöner Aufnahmen und der tollen Musik ziemlich mistig. Warum? Schon allein weil ich dem Hauptdarsteller zu keinem Zeitpunkt abgenommen habe was er da veranstaltet. Und wieso sich überhaupt auf eine Reise der Erleuchtung und der Selbstfindung begeben, wenn man die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat und so ziemlich das arroganteste Arschloch von Mexico bis Alaska ist.
Gut das sich das Ganze schon bald als Haken herausstellt. Hier musste ich oft an BOOGIE NIGHTS denken, indem wir ja auch erst eine tolle, bunte Traumwelt präsentiert bekommen, später aber hinter die Kulissen schauen. Und Emilie Hirsch ging in Ordnung, auch wenn sein Spiel manchmal grenzwertig schien. Das Ende ist laut und hart - Sean Penn liebt es eben zu kleckern. Und obwohl mich sehr wohl einiges gestört hat, kann ich mit dem Film recht versöhnlich abschließen.
Alles in allem: In Ordnung. Dennoch: Wenn ich einem Menschen dabei zusehen möchte, wie er der Zivilisation abschwört und sich versucht in die Wildnis einzuweben, obwohl sie ihm nicht passt, schaue ich mir doch lieber Herzogs GRIZZLY MAN an. Ach ja, William Hurt ist ein Gott.
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Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenSean Penn gelingt mit diesem Film ein kleines Meisterwerk, das so viel mehr ist, als die Geschichte eines Aussteigers. Es geht um die Entscheidung eines jungen Menschen, sich der Gesellschaft zu entsagen, weil er sie nicht verändern kann oder nicht verändern will. Der Film stellt wichtige Fragen, und tut dies auf eine bemerkenswerte Art und Weise. Der Weg des Protagonisten wird immer wieder gebrochen durch die Sicht der von ihm Verlassenen, vertreten durch seine Schwester. Abgerundet wird dies durch diese großartige Riege an Nebendarstellern wie Catherine Keener, Vince Vaughn und dem faszinierend zuzusehenden Hal Holbrook. Ein beeindruckender, bewegender Film.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenSean Penns Film über einen Aussteiger, der sich selbst und sein Glück in der Wildnis Alaskas sucht, geizt nicht mit wunderschönen Naturbildern und großartigen Schauspielern, aber auch nicht mit Pathos und Erlösungsmetaphorik.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenRegisseur und Drehbuchautor Sean Penn inszenierte die wahre Geschichte des Christopher McCandless - ein junger Mann, der zu Beginn der 1990er aus seinem erzkonservativen, wohlbehüteten Zuhause ausbrach. In meditativen Bildern zeigt Penn wunderbar geschossene Naturaufnahmen und konterkariert diese andererseits mit dem Großstadtmoloch als hässliche Fratze Nordamerikas. Neben der Reise, die den jungen Wilden durch das glorifizierte Americana führt, wird in Rückblenden Christophers Vergangenheit, insbesondere das fragile Verhältnis zwischen ihm und seinen Eltern, erzählt. Trotz seiner 20 Jahre ist McCandless zu Beginn der Odyssee innerlich ein Kind, das Idealismus mit Egoismus verwechselt. Penn hält sich bei seiner ersten Wohlfühl-Arbeit mit einer Verurteilung zurück und weidet sich zu oft an der aufgesetzt wirkende Freiheitssymbolik. Diese führt den Protagonisten McCandless am Ende zwar zur Einsicht, aber sie zieht auch tragische Folgen nach sich. Leid schafft eben Erkenntnis.
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patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...
Kommentar löschenIn seinem bisher epischsten und warmherzigsten Film als Regisseur fängt Penn für diese ungewöhnliche Reise die ganze Pracht amerikanischer Landschaften in all ihrer Vielfalt ein. Dass er dabei nicht in verklärende Natur-Romantik verfällt, verdankt er nicht nur den berührenden und eigens von Eddie Vedder komponierten Songs, sondern auch seinem Hauptdarsteller Emile Hirsch, der sich als Aussteiger auf eine wahre Tour de Force einlässt.
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Kommentare (253) — Film: Into the Wild
Kommentar schreibenfreakualizer 2012/05/29 15:43:26
Kommentar löschenIch liebe es, wenn Filme mit jedem Gucken einen Tick besser werden.
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JackoXL 2012/05/23 22:42:08
Kommentar löschen"Into The Wild" erzählt die Geschichte eines Mannes auf der Suche nach der Freiheit, dem Abenteuer, nach sich selbst. Ruhig beleuchtet Sean Penn die Geschichte von Chris bzw. Alex, der sich bewusst aus idealistischer Überzeugung gegen sein wohlsituiertes Leben und die von seinen Eltern angestrebte Zukunft entscheidet, einen radikalen Bruch vollzieht und alles hinter sich lässt. Was andere sich vielleicht als reines Gedankenspiel überlegen, um es gleich darauf als romantische Spinnerei wieder zu verwerfen, zieht er kompromisslos durch, bis zur aller letzten Konsequenz. Auch ich würde nie so handeln. Nie würde ich meine gesamte Identität hinter mir lassen, alle Zelte abbrechen, meine gelegentlich zwar eintönige, dafür aber sichere Welt für immer verlassen, sogar mein Geld verbrennen, nur um mich frei zu fühlen. Das wäre mir persönlich zwar fremd, aber diesem Mann dabei zu zusehen ist ungemein faszinierend und erzeugt einen ungeahnte Identifikation. "Into The Wild" ist ein philosophisch und meditativ angehauchter Roadtrip, in wunderschönen Bildern eingefangen, unterlegt mit einem klasse Soundtrack, der dieses Gefühl vom Streben nach der unbegrenzten Freiheit beeindruckend rüberbringt. Etwas Geduld und Konzentration fordert der Film schon ein, belohnt es dafür immer wieder mit bewegenden und wunderbaren Momenten. Sean Penn zeigt, dass er als Regiesseur auf einem vergleichbar großen Niveau agiert wie als Darsteller. Er hat ein Gespür für den Moment, weiß Situationen einzufangen, die bei anderen eventuell nur banal erscheinen würden. Er versteht es außerdem (da kommt ihm vielleicht sein darstellerisches Talent zugute), seine Darsteller so zu führen, dass sie zu absoluter Höchstform auflaufen. Wie schon bei "Das Versprechen" ist auch dieser Film gespickt mit renomierten Darstellern, deren Rollen jedoch verhältnismässig klein ausfallen. Doch sie alle spielen es so, wie es besser kaum sein könnte (ganz besonders William Hurt, Marcia Gay Harden, Hal Holbrook). Das größte Lob muss jedoch Hauptdarsteller Emile Hirsch gebühren. Er taucht so dermaßen und bedingungslos in seine Figur ein, dass es fast nicht mehr gespielt wirkt. Sensationell.
"Into The Wild" passt vielleicht nicht zu jedem Filmabend, man muss sich schon einlassen auf seine ruhige und wenig auf Spannung setzende Erzählweise. Ohne jeden Zweifel aber ein ganz hervorragender Film, der sicher lange im Gedächtnis bleibt.
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Vic Mackey 2012/05/23 22:48:24
Antwort löschenGing ja schnell^^... schöner Kommentar, kann jedes Wort unterschreiben!
JackoXL 2012/05/23 22:51:01
Antwort löschenHeute vor der Arbeit, ihr habt mich so neugierig gemacht (im Gegensatz zu "Saw 5"). ;)
Vic Mackey 2012/05/23 22:54:45
Antwort löschenIch gebe zu, der hier ist geringfügig besser :)
JackoXL 2012/05/23 22:56:46
Antwort löschenErstaunlich...;)
SoulReaver 2012/05/23 23:49:29
Antwort löschenBravo. :)
JackoXL 2012/05/23 23:55:45
Antwort löschenDanke. Auch wenn es kein "Ultrameisterwek" für mich ist?
SoulReaver 2012/05/24 00:19:06
Antwort löschenHauptsache du weißt ihn zu schätzen. Ich heul bei dem Film ab dem ersten Moment. Ganz schlimm. (Ebenso bei Mystic River, der noch Überüberübermeisterwerkiger ist.)
JackoXL 2012/05/24 00:30:16
Antwort löschenDas mit "Mystic River" unterschreibe ich sofort, obwohl ich bisher nicht heulen musste. DAS ist ein kompromissloses Meisterwerk!
Hartigan85 2012/05/24 00:45:09
Antwort löschenWenn ihr schon alle so fleißig am unterschreiben seid, mach ich doch mal glatt mit. Mehr Übermeisterwerk als "Mystic River" geht kaum !!
SoulReaver 2012/05/24 00:53:43
Antwort löschenIch liebe euch. Wer will mich heiraten? Gucke mir den Film sicher jeden Monat einmal an und er verliert einfach nichts von seiner Wucht und Emotionalität. Einer meiner absoluten Lieblinge. Top 3, wenn ich wieder mal zu ner Liste gezwungen werden.
stevenwolff 2012/05/24 01:10:46
Antwort löschen@SoulReaver Sehr gut!!!!!!!!!!!
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jacker 2012/05/24 08:44:01
Antwort löschenIch finde den Film ebenfalls unglaublich gut.. Ja, den könnte man auch mal wieder schauen!
cacavas61 2012/05/24 19:27:21
Antwort löschenFeiner Film !
CrazyCupcake 2012/05/21 23:59:50
Kommentar löschenJaaaaa er hat definitiv was der Film. Also ich fand ihn recht sehenswert und es sind tolle Aufnahmen dabei. Das Ende wiederrum find ich nicht so gut, ich will nicht damit sagen dass alles für die Katz war aber ich glaube ich hätte ihn lieber lebend in Erinnerung gehabt. Das Beste allerdings an dem ganzen Film ist die Musik, geiler Soundtrack gesungen vom Frontmann von PearlJam.
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nerdkiller 2012/05/01 04:35:38
Kommentar löschenNun, Into The Wild ist ein Film bei dem viele Meinungen aufeinanderprallen: "Romantisches Drama, über einen Idealisten." oder "Kitschiges Roadmovie, dass einen 'Idioten' zum Helden macht."
Ich weiß eigentlich auch nicht was ich vom Protagonisten halten soll. Verstehen kann ich ihn, denn viele haben doch heutzutage irgendwie die Sehnsucht nach Natur, Ruhe und der Flucht vor der Konsumgesellschaft. Doch: Muss man sich dabei so dumm anstellen? Ich weiß es nicht. Vielleicht hatte McCandless selbstzerstörerische Absichten und suchte einfach den Kampf, 'Mann gegen die harte Wildnis', oder er hat es sich einfach zu leicht vorgestellt und dachte er könne ein friedliches Einsiedler Leben führen....
Was sein wirklicher Beweggrund war ist meiner Meinung nach auch nicht sonderlich wichtig für den Film, denn an der Kernaussage, dass man der heutigen Gesellschaft am besten den Rücken drehen sollte und ein Leben im Einklang mit der Natur führen sollte, ändert dies nichts.
Man muss auch nicht mal der Kernaussage zustimmen, um diesen Film genießen zu können, denn er ist wahrlich ein großartiges Roadmovie, mit einem grandiosen Hauptdarsteller (Emile Hirsch) und sogar die Nebendarsteller, unter denen Namen wie Vince Vaughn und Kirsten Steward zu finden sind überzeugen mich, auch wenn Steward für mich einfach die Twilight Tussi bleibt.
Dazu kommen noch die eindrucksvollen Bilder und die großartige Kulisse, die durchaus oscarwürdig sind und zumindest bei mir, beim ersten mal ein Verlangen nach einem Alaska Aufenthalt geweckt haben (Damit meine ich keinen wie im Film...).
Einziges Manko, das mich auch davon abgehalten hat hier eine 10 zu vergeben, ist, dass dem Film ein wenig mehr Spannung nicht geschadet hätten, aber das kann ja jeder anders sehen...
Fazit:Ich habe während des Films mit ihm sympathisiert und ihm die Daumen gedrückt, dass während seines Trips alles gut geht. (Kenne das Buch nicht, daher war mir das Ende völlig unbekannt...) Es schadet meiner Meinung auch nicht, wenn man mit ihm sympathisiert, man wird dadurch nicht automatisch zu einem linksliberalen Althippie, oder sonst was. In Filmen wie Scarface sympathisiert man ja auch mit der Hauptfigur. Macht einen das zu einem Verbrecher? Eher nicht....
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franticfury 2012/05/01 12:49:32
Antwort löschenIch fand den auch stark, obwohl ich die Ansichten der Hauptfigur ebenso wenig vertreten kann. Aber der Film an sich ist einfach klasse, toll fotografiert, super gespielt und Sean Penn finde ich eh spitze. Als Schauspieler und seit diesem Film auch als Regisseur.
alex023 2012/05/01 13:32:04
Antwort löschen<3
*Kristen Stewart
Das Buch ist übrigens lesenswert (man kann da aber auch nach ca. der Hälfte aufhören, weil dann labert Jon Krakauer nur noch aus seinem Leben, nicht sooo interessant :D)
nerdkiller 2012/05/01 15:37:06
Antwort löschenKirsten, Kristen... Ist doch alles das Gleiche. :P
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alex023 2012/05/03 20:48:47
Antwort löschenIch hab da so eine Art Tick, ich muss immer alles richtig geschrieben sehen, sorry. :D
nerdkiller 2012/05/04 17:13:23
Antwort löschenDa hab ich auch schon so ein paar Gerüchte gehört... :P
brainchild 2012/04/30 16:23:32
Kommentar löschenAm Ende von 'Into the Wild' war ich völlig fertig. Ich kannte vorher weder die tatsächliche Story noch die Buchvorlage und konnte mich deshalb völlig unbefangen einlassen auf diese Suche des Alexander Supertramp, die Suche nach Erfahrungen und nach der Wahrheit. Wie sehr mich sein Schicksal letztlich ergriffen hat, ist definitiv ein Zeichen für aufrichtige, identifikationsstiftende Charakterzeichnung. Wahrscheinlich jeder von uns hat so einen kleinen Ausreißer in sich, für gewöhnlich ignorieren wir ihn aber. Christoph McCandless konnte ihn nicht länger ignorieren.
Emile Hirsch ist ein absoluter Glücksgriff für die Hauptrolle. Voller Überzeugung mimt er den Idealist, den Zweifler, den Kämpfer, den, der sich von der Welt herausgefordert fühlt, in erster Linie aber den Mensch McCandless. Damals gerade einmal 21 Jahre jung, hätte die Performance - auch physisch: er nahm gegen Ende des Films 20 Kilo ab! - mindestens eine Oscar-Nominierung verdient. Das gleiche gilt für Sean Penn, der hier sämtliche Regie-Register zieht, mit Kamera-Einstellungen, Musikeinsatz (grandios passend von Eddie Vedder) und der Erzählstruktur spielt als hätte er beruflich nie was anderes gemacht. Auch die Nebendarstellerriege überzeugt komplett.
Außer kleineren, der Authentizität geschuldeten Längen und ein wenig Anlaufzeit für's Warmwerden mit der Story kann man der Verfilmung absolut nichts anlasten. Letztlich sind die fast 2 1/2 Stunden Laufzeit mehr als angemessen. Jeder halbwegs weltoffene Mensch sollte sie gesehen haben.
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Coach T 2012/05/01 16:50:12
Antwort löschenEnorm guter Text zu einem richtig außergewöhnlichen Film :)
brainchild 2012/05/01 19:26:36
Antwort löschenVielen Dank :), "außergewöhnlich" ist wohl das passendste Wort überhaupt für den Film.
T-Rex 2012/04/29 00:51:16
Kommentar löschentolles poetisches roadmovie, still und elegant erzählt
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Laurini 2012/04/28 23:33:04
Kommentar löschenIch habe den Film eher zufällig gesehen, und hatte deshalb null Erwartungen und eigentlich auch gar keinen Plan worum es gehen würde. Und ich muss sagen, der Film ist echt mein absoluter Lieblingsfilm! Seitdem ist es aber auch echt schwer, noch mehr solcher Knaller Dinger zu finden. Emile Hirsch in der Rolle seines (bisherigen) Lebens. 12 points!
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graveyardstory 2012/04/28 13:24:03
Kommentar löschenEine bemerkenswerte Geschichte in tollen Bildern erzählt.
Der Mut, alles hinter sich zu lassen und ohne irgendwelche Sicherheiten in die Wildnis aufzubrechen ist wirklich beeindruckend. Insbesondere wenn man sich vor Augen hält aus welchen Verhältnissen der Protagonist stammt.
Der Film erzählt von seinem Weg zu Freiheit und innerem Frieden und davon dass diese eben nicht in Geld und Besitz zu finden sind. Die Menschen die er unterwegs trifft bereichern sein Leben auf jede nur erdenkliche Art und Weise und beeinflussen ihn nachhaltig.
Die Handlung gleitet bildgewaltig, in ruhigen, stimmungsvollen Sequenzen dahin, untermalt mit wunderbarem Sound. Das bewegende Ende ist dramaturgisch gut gelungen, auch wenn es einem ungerecht erscheint. Alles in allem ein wirklich guter Film.
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Nicki Minaj Lover 2012/04/22 17:11:51
Kommentar löschenam Anfang etwas langweilig
in der Mitte anspruchsvoll
am Schluss ein genialer Film
einfach nur TOP !
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strangelet 2012/04/01 11:24:22
Kommentar löschenMan tut sich wirklich schwer, diesen Film nicht zu mögen. Aber wenn man ehrlich ist, wandert er ebenso ziellos umher wie seine Hauptfigur, und recht viel Spannung kommt dabei nicht auf. Ich nehme an, im Kino können die wunderbaren Landschaftsbilder aus dem amerikanischen Westen das ausgleichen, aber für einen kleinen Bildschirm ist "Into the Wild" eher nichts.
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Saalowsky 2012/04/03 18:22:19
Antwort löschenGanz meine Meinung, etwas mehr "Abenteuer" hätte es geben können. Spannung = 0.
Teezy123 2012/03/22 16:25:17
Kommentar löschenNaja, die erste Hälfte ist der Film durchaus noch interessant, dann allerdings verliert sich in Kleinigkeiten, die sich zudem dann auch noch wiederholen.
Das gewisse Etwas fehlt hier irgendwie und auch wirkliche nennenswerten Höhepunkte könnt ich jetzt keine nennen.
Dennoch ist es natürlich schon ein schöner Film in seiner Aussagekraf (auch wenn diese einem nicht wirklich etwas neues erzählt) t und in der Kraft seiner Bilder.
Fazit: ganz ok, perfekt für die ruhigen Momente im Leben, aber von einem "Meisterwerk" oder wie auch immer ich jetzt auch nennen soll, doch viel zu weit entfernt
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KiMBerLy~97 2012/03/21 20:43:54
Kommentar löschenrichtig toller Film
hab sowas von geweint :(
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Filmemacher 2012/03/17 16:11:14
Kommentar löschenJeden Tag wird man überschwemmt von materiellen Dingen und sieht wie Menschen sich gegenseitig bekämpfen, hassen und töten. Der Film erzählt die Geschichte, wie ein junger Mann sich von den Ketten der Gesellschaft loslöst und versucht ein freies Leben in der Wildnis zu führen. Bei seiner Reise lernt er verschiedene Menschen kennen und hinterlässt bei ihnen bleibende Eindrücke.
Interessanter Film für einen gemütlichen Samstag Abend. Er vermittelt einem auch eine schöne Nachricht über die wichtigen Sachen des Lebens.
"Happiness is only real when shared"
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Hauserfritz 2012/03/12 01:06:12
Kommentar löschenWer hat nicht schon einmal darüber nachgedacht, einfach aus dem Alltag zu fliehen und alles hinter sich lassen ;) Eigentlich ein klassischer Kindertraum. Mir war eigentlich schon bei der Beschreibung klar, dass das einfach ein Hammerfilm geben muss. Auch an der Umsetzung lässt sich nicht wirklich was meckern. 150 spannende Minuten, viele packende Storys und einige emotionale Momente. Achja, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen: Die spezielle Anreihung der Filmsequenzen (Vergangenheit - Gegenwart) inklusive den "Kapiteln" gibt dem Film noch die spezielle Würze.
Es gibt aber leider auch ein paar Kritikpunkte. Mir ist klar, dass "Into the Wild" ein Film ist, welcher insbesondere mit Stille, Landschaft und Atmosphäre punkten will. Trotzdem fand ich, dass bei einer Laufzeit von 150 Minuten man lieber ein paar "stille Minuten" gestrichen hätte. Dafür hätte man noch ein wenig mehr auf die Familie eingehen können. Und schlussendlich hab ich mich auch gefragt, was aus all seinen Bekanntschaften geworden ist. Zumindest der ältere Mann vom Schluss und die junge Frau vom Camping haben sich doch bestimmt nochmals bemüht auf irgendeine weise mit ihm Kontakt aufzunehmen.
Was das Ende angeht, da war ich zuerst nicht wirklich einverstanden, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto besser finde ich das Ende... (dazu kommt die Tatsache, dass der Film ja anscheinen auf einer wahren Geschichte basiert und somit entfällt da jeglicher Handlungsspielraum^^)
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Dani95 2012/03/08 19:01:27
Kommentar löschenWieso nicht einfach raus in die Natur gehen? Genauer genommen, in die Wildnis. Warum verdammt, lasse ich nicht all meine Sorgen daheim und genieße die Freiheit?! Alleine durch die Wildnis trampen, mit nur dem was sich in meinem Rucksack befindet...
Eigentlich ist das doch eine recht gute Idee. Man hat alle zeit der Welt und kann tun und lassen was man will. Genau das, dachte sich auch der 22-jährige Christopher McCandless, der nach seinem Abschluss im Jahre 1990 sein ganzes Hab und Gut verbrennt, allesamt Kreditkarten und Ausweise. Lieber kein Studium absolvieren, sondern lieber raus in die Widlnis. Sein genaues Ziel? Alaska.
Also macht sich Chris auf den Weg in Richtung Norden. Bei diesem Abenteuer begegnet er vielen unterschiedlichen Menschen und schließt dabei einige Freundschaften, die ihm jedoch immer wieder raten, lieber nicht weiter nach Norden zu ziehen. Doch Chris lässt sich nicht reinreden und geht immer weiter. Nach zwei Jahren ist er an seinem Ziel angekommen. Dort lässt er sich in einem alten liegengebliebenem Bus nieder.
Sean Penn, der ein ausgesprochen starker Schauspieler ist, inszeniert hier einen wunderbaren Film, bei dem er hier auch seine Stellung als Regisseur ausgezeichnet beweisen kann. Sehr einfühlsam, ruhig und spannend wird der Film umgesetzt.
Für die Hauptrolle schnappte er sich Emile Hirsch, der perfekt in die Rolle passt. Durch seine Ausstrahlung verkörpert er die Rolle des Christopher McCandless grandios. Man wird durch ihn in eine außergewöhnliche Lage versetzt. Als Eltern sind William Hurt und Marcia Gay Harden zu sehen, die ebenfalls eine überzeugende Darbietung abliefern. In anderen Nebenrollen stehen Vince Vaughn, Catherine Keener und Kristen Stewart und Hal Holbrock. Auch sie zeigen in ihren kleinen Rollen eine starke Leistung. Besonders stark fällt Hal Holbrock auf, der später am liebsten Chris bei sich gehalten und ihn adoptiert hätte.
Diese einzigartige und wahre Geschichte wird durch fantastische Naturaufnahmen untermalt. Auch der Aufbau der Szenen, der in fünf Kapitel aufgebaut ist, unterstützt dabei sehr. Ruhige und langsame Musik wird im Hintergrund passend dazu gespielt.
Zu spüren bekommt man dann zum Schluss des Films ein sehr packendes und berührendes Ende, welches wiederum dazu anregt, auch noch nach dem Film für längere Zeit, über diese unglaubliche Geschichte nachzudenken.
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Kreaexo 2012/03/08 20:25:44
Antwort löschenAchja. Das Ende. Wenn ich nur daran denke wird mir mulmig. Der vor Verzweiflung in die Knie sackende Walt und Ron Franz' Angebot Christopher zu adoptieren ist so mitreißend, dass es einen ans Herz geht. Into the Wild - Ohne Zweifel einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Und sehr guter Kommentar von dir. :)
Dani95 2012/03/08 20:47:18
Antwort löschen@John Dunbar: Danke :) Ja, der Song ist wirklich sehr sehr stark!
@Kreaexo: Oh ja, sehr berührend :) Und dankee :)
EllHomer 2012/03/08 23:28:36
Antwort löschenDu hast die Genialität des Fims erkannt :) Muss ich mir unbedingt mal wieder anschauen.
SoulReaver 2012/03/09 00:59:00
Antwort löschenSehr schön, Dani :) Aber bleiben wir ruhig bei der Wahrheit. Sean Penn ist nicht ausgesprochen stark. Sean Penn ist der BESTE :D
FilmFreeza 2012/03/09 07:02:24
Antwort löschenHaste gut gemacht mädchen :) und Sean Penn muss mich erst noch restlos überzeugen, bisher noch nicht so wahnsinnig sympathisch gewesen
SoulReaver 2012/03/09 10:22:49
Antwort löschen@Freeza Oh oh, du schlägst jetzt einen bösen Weg ein :D Mit Sympathie kommst du bei Penn nicht weit. Es geht um KÖNNEN. Mystic River, Milk, 21 Gramm. Mehr muss für den Anfang nicht gesagt werden :)
Dani95 2012/03/09 12:37:53
Antwort löschenIch danke euch :)
Und @FilmFreeza: Irgendwann wirst du ihn bestimmt auch lieben :D
mlfsen 2012/03/09 20:49:37
Antwort löschen@ Freeza: Wenn Sean Penn, ich wiederhole SEAN PENN dich noch nicht überzeugt hat schließ dich übers Wochenende bitte in deinem Zimmer ein und schaue dir seine Filme an
SoulReaver 2012/03/09 21:30:52
Antwort löschen@mlfsen Jip, nur die Blinden überzeugt Penn nicht.
alex023 2012/03/10 01:04:22
Antwort löschenSehr schön, jetzt noch das <3 dran und ich bin zufrieden. :)
Hast du den das erste Mal gesehen?
FilmFreeza 2012/03/10 09:17:40
Antwort löschenNö so eilig habe ichs noch nicht, aber ich werde mich in Zukunft mal mit ihm auseinandersetzten.
Dani95 2012/03/10 14:20:12
Antwort löschen@alex023: Nee das war das dritte Mal :) Hat sich aber von 9 auf 10 gesteigert :D
alex023 2012/03/10 20:45:37
Antwort löschenAchso. Schade =)
Weil ich hab beim ersten Schauen 9.5, dann 10.0 und beim dritten mal 10.0 <3 gegeben. :)
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Dani95 2012/03/11 18:03:03
Antwort löschenNa vielleicht kommt das Herz noch beim vierten Mal. :) Auszuschließen wäre das in keinem Fall :D
alex023 2012/03/21 15:26:30
Antwort löschenIch hoffe. :)
reddig 2012/03/06 14:06:03
Kommentar löschenjaja, der film hat schon seine momente. aber da ich zuvor das buch gelesen habe hat er mich doch sehr enttäuscht. die fehler die "alexander supertramp" begeht und die figuren, die er trifft, kommen im film zu wenig rüber. er wird als fast zu gute "person" dargestellt, aber z.b. was die familie in der zwischenzeit durchmacht wird viel zu wenig beleuchtet. auch die blauäugigkeit und naivität, mit der er sich in sein abenteuer in alaska stürzt wird wenig raum gegeben.
soundtrack und bildes des films sind toll, aber leider nicht genug meiner Meinung nach.
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ChriS* 2012/03/05 21:55:33
Kommentar löschenUnzählige Stunden habe ich für diesen Film schon geopfert. Immer und immer wieder erwische ich mich dabei wie ich den Film einlege und mich von den Bildern verführen lasse. Jedes mal löst der Film bei mir das Gefühl der Unbeschwertheit aus und regt gleichzeitig zum nachdenken an.
Mit > Into the Wild < hat "Sean Penn" einen Film geschaffen den man nur Lieben kann.
Mit der geschichte von Christopher McCandless alias "Alexander Supertramp" hat er ein sehr aufregendes und intensives Thema gewählt und mit Emile Hirsch" auch die perfekte Besetzung für die Hauptrolle gefunden. Der restliche cast ist ebenfalls gut zusammen gestelt und wirkt sehr glaubhaft. Neben einer wunderbaren Story bekommt man hier super Bilder mir einem klasse Sound geliefert, die man so schnell nicht vergisst.
Ich kann jeden der der diesen Film nicht kennt nur Raten ihn sich anzusehen... sehr lohnenswert ! Auch wenn ich jedes mal danach meinen Rucksack packen will.
"happiness only real when shared"
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deGoetti 2012/03/03 18:34:58
Kommentar löschenDer Film hat meine Lebenseinstellung geändert. Nur zu empfehlen.
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Hooded Justice 2012/02/28 21:46:07
Kommentar löschenInto the Wild. Ein Student mit beachtlichem Abschluss hat genug und steigt aus. In die Wildnis. Ganz allein.
„Anstatt Liebe, Berühmtheit oder Geld oder Vertrauen oder Fairness… gebt mir Wahrheit.”
Into the Wild funkelt nicht nur mit beeindruckenden Bildern voll unberührter Natur, sondern mit einem unglaublich fesselnden Abenteuer eines Aussteigers und sensibler Gesellschaftskritik, in der ich besonders mich selbst wieder finden kann. Das gesellschaftliche Bedrücken, die verzwickten Familienverhältnisse, Lügen und das fehlende Freiheitsempfinden durch eine Aufstauung aller Probleme im eigenen Bewusstsein nagen an der persönlichen Lebensfreude, überfordern und schaffen kurz gesagt einen Konflikt mit dem eigenen Leben. Man sucht nach Freiheit, will abhauen, fliehen und sein Leben neu anfangen, auf den Nullpunkt zurücksetzen und endlich leben. Und Chris, der macht das, indem er alles – und wirklich alles – hinter sich lässt.
„Und jetzt hatte er sich emanzipiert, von dieser Welt der Zerstreuung, der falschen Sicherheit, der Eltern und des materiellen Überflusses. Von all den Dingen, die Chris von der wahren Natur seines Lebens trennten.”
Man kann Chris für einen weisen Helden halten, der die Welt als das beurteilt, was sie heute größtenteils nur noch ist: Eine abhängige Gesellschaft erfüllt von Habgier nach materiellen Dingen, dem Drang, der Größte, Stärkste und Beste sein zu müssen oder zu wollen, und gezwungenermaßen diesem Druck standzuhalten, um nicht aus der Reihe zu fallen. Die Frage ist nun, inwieweit man sich dieser Gesellschaft anpassen sollte oder vielmehr muss. Doch Chris will sich dieser Gesellschaft nicht unterordnen und entflieht ihr. Und so empfindsam dies auch klingt, so wird es auch in Sean Penns Regiearbeit umgesetzt.
„Doch er fand Gesellschaft in den Figuren der Bücher, die er liebte. In Schriftstellern wie Tolstoi, Jack London und Thoreau. Zu jedem Anlass konnte er etwas passendes zitieren. Und er tat es oft.“
Für die Anderen mag Chris vielleicht ein Seelenkrüppel sein, weil er in seine eigene Welt flüchtet und sich wie ein naiver kleiner Junge in die Wildnis verdrückt, blauäugig sein Geld verbrennt und alles hinwirft. Für mich ist er ein Held. Und nicht, weil er rebelliert, aus Prinzip das macht, was alle anderen für dumm halten, oder um dafür zu sorgen, dass seine Eltern sich entsetzliche Sorgen machen, um sich nach seiner schweren Kindheit an ihnen zu rächen. Sondern weil er das macht, was er für richtig hält. Das, was ihn glücklich macht. Das, was er machen muss, um das Leben zu erreichen, das er sich immer erträumt hatte. Und ganz egal, ob es nun durchdacht ist oder nicht. Er hört nicht auf die Vernunft, sondern auf sein Herzen und seine Lebenswünsche. Und um diese zu erfüllen, muss man manchmal eben einfach was „Unvernünftiges“ machen und etwas wagen.
“Wenn wir zugeben, dass das menschliche Leben vom Verstand gelenkt werden kann, zerstören wir die Möglichkeit zu leben.”
Es war ein wunderbares Gefühl, Chris – oder Alexander Supertramp – in seinem Lebensgefühl in der Natur aufblühen zu sehen und ihn derartig erfüllt zu erleben. Seine Gefühle und Begeisterung strahlte auf mich über, was das Einfühlen in seine Weltanschauung und sein Empfinden bedeutsam erlaubte. Der Film offenbart so viele kleine Weisheiten und dringt sich bildgewaltig ins Herz.
Und genauso treten nicht zuletzt auch die äußerst dramatischen Hintergründe in den Vordergrund. Der bewegende Familienkonflikt wird überzeugend tiefgehend rübergebracht, in erster Linie durch die emotionale Erzählung von Chris’ Schwester.
Besonders zur zweiten Hälfte des Films widmet sich Regisseur Sean Penn nach der Schilderung der schweren Familiensituation deutlich vermehrt den „derzeitigen“ Problemen des sympathischen Protagonisten in der Wildnis. Er kämpft sich durch, er findet Freunde und kämpft sich doch wieder allein durch. Immer durch die Wildnis. Immer ohne jegliche Hilfe. Aber immer vollkommen frei.
“Ich halte Karrieren für eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Da lege ich keinen Wert drauf.”
Man merkt Emile Hirsch an, mit welch einer Leidenschaft er in diesem Meisterwerk den Abenteurer Christopher McCandless würdigend darstellt. Es gelingt ihm, dem Zuschauer das Gefühl zu verleihen, sich vollkommen mit ihm identifiziert zu haben, was unglaublich vertraut wirkt und einen absolut persönlichen Eindruck verschafft.
Bemerkenswert ist die ebenso großartige Filmmusik. Nicht nur der passende Score von Michael Brook, sondern auch die Tracks von Eddie Vedder bieten eine unübertreffliche Untermalung der Handlung. Allen brillanten Songs vorweg gilt für mich ‘Society’ als Favorit.
Der Film endet [Achtung Spoiler] melancholisch mit den letzten, qualvollen Minuten vor dem Tod Christophers und blendet eine bewegende Szene eines Wiedersehens mit seinen Eltern ein. Einerseits weine ich vor Bewegtheit, andererseits bin ich fasziniert und erfüllt über seine Lebensgeschichte, dass mir ebenso wie Chris – auf seinen Tod wartend und hoffnungsvoll in den Himmel schauend – nichts als ein betroffenes Lächeln auf den Lippen steht. Hinterlassen wird ein Originalbild des Alexander Supertramps und das beklommene und gleicherweise begeisterte Gefühl eines Charakters, den man nicht so schnell vergessen wird.
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keinohrhase20 2012/02/28 20:55:30
Kommentar löschenDer glänzend gespielte Film lebt natürlich von den berauschenden Naturaufnahmen welche durch die hervorragende Inszenierung gekonnt ins rechte Licht gerückt werden. Dennoch ist der Film mehr als nur eine an einander Reihung von schönen Landschaften.
Allein in der faszinierenden, etwas naiven aber auch gerade dadurch sehr menschlichen Persönlichkeit der Hauptfigur liegt genug Stoff der es verdient erzählt zu werden. Derart sehenswert umgesetzt macht dies einerseits unglaublich Glücklich gegen ende aber auch sehr betroffen. Dieser Faktor(nennen wir ihn Verbindung zwischen Zuschauer und Hauptfigur) macht insgesamt für mich den Unterschied zwischen einem sehr guten und einem wirklich unbedingt sehenswerten Film aus.
Man könnte jetzt noch endlos Lobeshymnen über den Soundtrack von Eddie Vedder oder die -mitten drin statt nur dabei – Kameraführung verlieren aber ich glaube man sollte sich den Film einfach gönnen, ihn genießen und ihn am Ende nicht (so habe ich es versucht) zu kritisieren oder zu Loben sondern ihn einfach anderen ans Herz zu legen.
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