Walk the Line
US 2005
- Genre
- Musikfilm, Biopic
- Zielgruppen
- Pärchenfilm
- Inhalt
Es war das Jahr 1955, als ein unscheinbarer Gitarrenspieler, der sich selbst J.R. Cash nannte, in das bald schon sehr berühmte Sun Studio in Memphis marschierte. Der Moment sollte die amerikanische Kultur nachhaltig beinflussen, denn mit seiner dunklen Stimme sang er intensive und aus dem Leben gegriffene Songs, wie man sie zuvor noch nicht gehört hatte. Es began die Karriere des Johnny Cash, mit der er den Weg bereitete für Rock, Country, Punk, Folk und Rap.
- Cast
- Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon, Ginnifer Goodwin, Robert Patrick, Shelby Lynne, Dan Beene, Larry Bagby — Mehr
- Regisseure
- James Mangold
- Autoren
- Gill Dennis, James Mangold
- Laufzeit
- 136 Minuten
- Zeit
- 1940er Jahre, 1950er Jahre, 1960er Jahre, 1970er Jahre, 1980er Jahre
- Ort
- Arkansas, Deutschland, Gefängnis, Las Vegas, Texas
- Handlung
- Ablehnung, Affäre, Alkohol, Alkoholismus, Allein Stehend, Armut, Aufstieg, Aufstieg und Fall, Außer Kontrolle, Band, Betrogene Ehefrau, Country Musik, Drogen, Drogenentzug, Drogenmissbrauch, Ehe, Ehebruch, Ehefrau, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Ehekrise, Ehepaar, Elvis Presley, Fan, Gefängnis, Geldnot, Gitarre, Gospel, Heiratsantrag, Karriere, Kirche, Konzert, Labiles Verhalten, Menschliche Schwäche, Mitgefühl, Musik, Musiker, Pop Star, Rausch, Rock ’n’ Roll, Rockstar, Schallplatte, Scheidung, Sozial schwache Familie, Strenger Vater, Tablettensüchtig, Tournee, Unfall, Untreue, Vater-Sohn-Beziehung, Vaterfigur, Verlust des Bruders, Vernachlässigung in der Ehe, Versöhnung, Zerrüttete Beziehung
- Stimmung
- Berührend, Romantisch, Traurig
Über diesen Film
Handlung
1944 ist der kleine Johnny Cash erst 12, als sein älterer Bruder Jack, mit dem ihn die Liebe zur Countrymusik verbindet, durch einen tragischen Unfall mit einer Kreissäge stirbt. Der Vater, der Jack immer vorgezogen hatte, wend… — Mehr
Handlung
1944 ist der kleine Johnny Cash erst 12, als sein älterer Bruder Jack, mit dem ihn die Liebe zur Countrymusik verbindet, durch einen tragischen Unfall mit einer Kreissäge stirbt. Der Vater, der Jack immer vorgezogen hatte, wendet sich danach zunehmend von Johnny ab. Dieser leidet unter dem eintönigen Farmerleben und seinem herzlosen Vater, der kein Verständnis für seine musikalische Ader aufbringt und heuert bei der US Air Force an. Er wird 1950 im bayrischen Landsberg stationiert.
Einige Jahre später ist Johnny (Joaquin Phoenix) mit Vivian Liberto (Ginnifer Goodwin) verheiratet und nach Memphis gezogen. Sie erwarten ihr zweites Kind. Tagsüber jobbt Johnny als Handelsvertreter, in seiner Freizeit spielt er zum Leidwesen seiner Frau Gitarre und übt mit seiner Band. Durch einen glücklichen Zufall darf sich die Band bei einem Produzenten von Sun Records vorstellen. Die Gospelsongs der Band missfallen diesem, aber als Johnny seinen Folsom Prison Blues spielt, den er während seiner Stationierung in Deutschland komponiert hatte, wird der Band ein Plattenvertrag angeboten. Es folgen Tourneen mit Musikern, die auch bei Sun Records angestellt sind. Auf einer dieser Tourneen lernt Johnny June Carter (Reese Witherspoon) kennen, die er schon als Kind bewunderte.
Die Ehe mit Vivian zerbricht, als Johnny immer heftigere Drogenprobleme bekommt und schließlich ins Gefängnis muss. Auch die Liebe zur geschiedenen June Carter ist schwierig. Sie gehen zwar gemeinsam auf Tour, doch sie duldet seine zahlreichen Exzesse nicht. Während einem gemeisamen Auftritt macht er ihr einen Heiratsantrag, den sie schließlich doch annimmt.
Wissenswertes
- Der Filmtitel lehnt sich an Johnny Cashs Song I Walk the Line an.
- Der Regisseur James Mangold schrieb mit Gill Dennis das Drehbuch anhand der Autobiografien The Man in Black von Johnny Cash und Cash: The Autobiography von Johnny Cash von Patrick Carr.
- Cashs Tochter aus erster Ehe, Kathy Cash, kritisierte in einem Interview die Darstellung ihrer Mutter Vivian Liberto Distin, die im Film nur eine Nebenrolle spielt und ihrer Meinung nach als “kleine Psychopathin” dargestellt wird. Ihr Halbbruder John Carter Cash, der als Produzent an der Entstehung des Filmes beteiligt war, zeigte Verständnis für diese Kritik, betonte aber auch, dass der Film sich hauptsächlich mit der Beziehung zwischen June Carter und Johnny Cash befasst und die Rolle seiner ersten Frau daher gekürzt wurde.
Weiterführende Informationen
- Die biographische Referenz auf Johnny Cash
- Rezeption des Films
- Der Folsom Prison Blues
Weitere Informationen im Internet
- Rezension zu Walk the Line auf filmstart.de
- Verschiedene Rezensionen zu Walk the Line auf Rottentomatoes (engl.)
- Interview mit Joaquin Phoenix auf stern.de
Quelle
- Hintergrundinformationen zum Film im Walk the Line Special mit Bildmaterial
- Walk the Line in der Wikipedia (dt.)
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.7
Der Film Walk the Line wurde von 44 Kritikern bewertet.
Der September 2003 war für alle Johnny Cash Fans ein dunkles, dunkles Jahr. Nach einer fast 50jährigen beispiellosen Karriere verstarb die Country Legende im Alter von 71 Jahren in der Countryhochburg Nashville/Tennessee. Zur Zeit läuft die berührende Verfilmung seines Lebens in den Kinos.
Geboren als Sohn eines armen Farmers hatte Cash eine harte Kindheit. Früh verstarb sein von ihm bewunderter älterer Bruder. Sein Vater hatte ihm nie verziehen, das ihm sein bester Sohn genommen worden war. Johns Versuche, die Liebe und Aufmerksamkeit seines Vaters zu erlangen, zog sich durch den Großteil seiner Biographie und füllt auch den ganzen Film. Nach seiner Militärzeit in Deutschland zieht er mit seiner jungen Ehefrau nach Memphis und nimmt schon bald seine erste Single auf. Von da an ging sein Stern am Himmel der Countrymusik auf und seine beispiellosen Erfolge stellten zeitweise sogar andere Größen der Musikbranche wie die Beatles in den Schatten. Doch wie es nun mal … — Mehr
Der September 2003 war für alle Johnny Cash Fans ein dunkles, dunkles Jahr. Nach einer fast 50jährigen beispiellosen Karriere verstarb die Country Legende im Alter von 71 Jahren in der Countryhochburg Nashville/Tennessee. Zur Zeit läuft die berührende Verfilmung seines Lebens in den Kinos.
Geboren als Sohn eines armen Farmers hatte Cash eine harte Kindheit. Früh verstarb sein von ihm bewunderter älterer Bruder. Sein Vater hatte ihm nie verziehen, das ihm sein bester Sohn genommen worden war. Johns Versuche, die Liebe und Aufmerksamkeit seines Vaters zu erlangen, zog sich durch den Großteil seiner Biographie und füllt auch den ganzen Film. Nach seiner Militärzeit in Deutschland zieht er mit seiner jungen Ehefrau nach Memphis und nimmt schon bald seine erste Single auf. Von da an ging sein Stern am Himmel der Countrymusik auf und seine beispiellosen Erfolge stellten zeitweise sogar andere Größen der Musikbranche wie die Beatles in den Schatten. Doch wie es nun mal so ist mit dem erfolg über Nacht, Cash war dem Druck des ständigen tourens durch das Land nicht gewachsen. Schon bald begann seine Drogenkarriere und damit sein persönlicher Abstieg, der mit der Trennung von seiner ersten Frau und Verhaftungen die dunkelsten Kapitel seines Lebens bedeuteten. Nach einem mehrjährigen persönlichen als auch beruflichen Tief mit mehreren Entziehungskuren ging es dann Ende der 60er Jahre nach einem Bekehrungserlebnis und der Heirat mit der seelenverwandten Countrysängerin June Carter wieder zu alten Höhen hinauf, nur um neue Rekorde aufzustellen. So ist Cash einer der Wenigen Künstler, die sowohl in der Rock`n`Roll als auch in der Country Hall of Fame aufgenommen wurden.
Einen der Höhepunkte seiner Karriere war der Auftritt im Gefängnis Folsom Prison, der auch den Beginn und das Ende des Films darstellt. Dazwischen wird von einem gewohnt brillanten Joaquin Phoenix und einer ungewohnt brillanten Reese Witherspoon das auf und ab seines Lebens und seine Suche nach Anerkennung porträtiert. Beide Darsteller sind bei der diesjährigen Oscarverleihung als beste Hauptdarsteller nominiert.
Der Film erzählt einmal mehr die Geschichte eines Mannes zwischen Ruhm und Verantwortung und zeigt auf berührende Art und Weise die Suche nach menschlicher Anerkennung und Liebe. Für mich persönlich war das Porträt, obwohl zweifellos ein guter Film, ein einziges Deja-Vu. Schon vor einem guten Jahr erschien mit „Ray“ eine in nahezu allen Belangen ähnliche Filmbiographie des verstorbenen Musikers Ray Charles. Sowohl inhaltlich, formal als auch ebenso darstellerisch ausgezeichnet wurde dasselbe Thema von Erfolg und Misserfolg, Versagen und Anerkennung dargestellt. Wahrscheinlich ist auch genau das der Grund, warum mir „Walk the Line“ zwar sehr gut gefiel, mich aber nicht wie „Ray“ begeisterte. Besonders zu erwähnen ist die schauspielerische Leistung von Reese Witherspoon, die man üblicherweise eher aus anspruchslosen Komödien oder ähnlichem kennt und hier ein neues Niveau erreicht. „Walk the Line“ ist ein berührendes Porträt eines erfolgreichen und (gerade darum?) auch einsamen Mannes auf der Suche nach sich selbst.
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Erstaunlich uninspiriert inszenierter Liebesfilm, der sich das Deckmäntelchen einer Johnny Cash-Biographie umhängt. Dramaturgisch gleichförmig, visuell eintönig und für Leute, die nicht unbedingt auf klassischen Country stehen, auch kein Ohrenschmaus. Joaquin Phoenix fällt mit seinem irren Blick ein ums andere Mal aus der Rolle - Cash war doch kein Psychopath?! Strahlen kann ausgerechnet Reese Witherspoon, die aus einer guten Rolle eine grandiose Vorstellung herauskitzelt.
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Kommentare — Sehenswert 7.8
Der Film Walk the Line wurde von 4240 Mitgliedern bewertet.
chriskaps 2010/01/21 10:07:09
Reese Witherspoon sollte nur noch June Carter spielen! In jeglichem anderen Film ist sie reichlich überflüssig, hier möchte man sie heiraten.
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filmschauer 2009/12/16 16:12:01
"Walk the Line" ist ein beeindruckendes Biopic über Johnny Cash, dessen größter Pluspunkt die herausragende schauspielerische und musikalische Leistung eines Joaquin Phoenix ist, wobei auch Reese Witherspoon als June Carter eine überzeugende Darstellung bietet. Der Regisseur pickt geschickt sowohl Glanz- als auch Tiefpunkte in der Musikerkarriere aus, so dass ein ungemein einheitlicher Film ohne störende Sprünge herauskommt, was oftmals das größte Problem ist, wenn ein ganzes Leben in einem Film adäquat gezeigt werden soll.
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peter pan 09 2009/12/10 10:12:40
Toller Film in dem Musik und Leidenschaft so gut vermittelt wird wie in keinem zweiten.Wer "Ray" kennt wird "walk the line" lieben.
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Der Film Walk the Line gehört zum Genre Musikfilm, Biopic. Regie führte James Mangold.
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