Sierra Charriba

Major Dundee (1965), US
Laufzeit 137 Minuten, FSK 12, Western, Kinostart 17.04.1965

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von Sam Peckinpah, mit Charlton Heston und Jim Hutton

Das blutigste Kapitel in der Geschichte des Wilden Westens wurde von diesen zwei Männern geschrieben: Major Dundee von der Unions-Armee und Captain Tyreen von den Konföderierten. Beide waren Todfeinde und kämpften trotzdem Seite an Seite gegen ihren gemeinsamen Gegner: Den Apachen-Häuptling Sierra Charriba, der mit seinen Kriegern immer wieder die Siedlungen der Weißen überfällt, brandschatzt und mordet. Unter Dundees Führung zogen 56 Männer in den Kampf gegen Sierra Charriba. Nur elf Verwundete kehrten zurück.


Cast & Crew


Kommentare (5) — Film: Sierra Charriba

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derblonde

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Bewertung6.0Ganz gut

Schnippschnapp hin oder her, daß konnte Peckinpah besser. Weitestgehend unspektakulär und zudem unspannend. Und Charlton Heston mal wieder fehlbesetzt. Da wäre mir der Duke lieber gewesen.

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filmschauer

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Bewertung5.0Geht so

Dass Sam Peckinpah in seiner Laufbahn mit seinen Produzenten des öfteren Probleme besonders hinsichtlich des Final Cuts hatte, ist wohl hinlänglich bekannt. So auch in seinem erst dritten Film, "Sierra Charriba", der wieder im Western-Genre beheimatet ist. Doch ist der deutsche Titel nicht ganz treffend, da dieser Indianerhäuptling nur ein Aufhänger bzw. MacGuffin für die eigentliche Geschichte darstellt. Im Original trifft es mit "Major Dundee" um einiges besser, denn Peckinpahs Porträt über das beispiellose Scheitern einer Führungsperson bildet die Basis der breit angelegten Geschichte. Nun tue mich ein generell etwas schwer mit konkreten Kavalleriewestern, zu denen ich diesen Film auch einordnen würde. Noch wesentlicher ist aber, dass auch die heutige Schnittfassung wahrscheinlich nicht ganz Peckinpahs Wünschen entsprochen hätte (und sich auch nie wieder zu 100% herstellen lassen wird), es sich also noch immer nur um einen Kompromiss handelt. Zumindest in dieser wohl endgültigen Version habe ich so meine Probleme mit dem Film, da man eine gewisse Stringenz in seiner Erzählung vermisst, die zwar teilweise durch ein Tagebuch-Voice-Over von einem der Soldaten getragen wird, aber leider auch oft langweilig erscheint. Dabei sind doch sehr fähige und auch berühmte Darsteller mit von der Partie, wobei abseits den illustren Nebendarstellern wie James Coburn, Richard Harris, Mario Adorf oder Senta Berger im besonderen Charlton Heston die Schlüsselrolle übernehmen muss. Dieser macht seine Sache solide, aber auch nicht wirklich mitreißend und einprägend genug, falls eine tiefergehende Charakterstudie bezweckt werden sollte. Ob nun die originale Version des Regisseurs die Schwachpunkte ausgemerzt hätte, wird natürlich nie beantwortet werden. "Sierra Charriba" bleibt abschließend selbst aus Sicht eines bekennenden Peckinpah-Anhängers höchstens Durchschnitt, der in Anbetracht seines Œuvres zwischen so großartigen Nachbarfilmen wie "Sacramento" (davor) und "The Wild Bunch" (danach) ein wenig untergeht.

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Filmkenner77

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Bewertung5.5Geht so

"Sierra Chariba" zählt zweifellos nicht zu den besten Filmen von Sam Peckinpah. Die Originalfassung soll damals eine Länge von 152 Minuten gehabt haben, wurde aber von den Studiobossen rücksichtslos auf knapp 2 Stunden gekürzt, wodurch einige Logiklöcher entstehen und der Film relativ unrund wirkt. Die restaurierte Fassung füllt nun einige Lücken und hat eine Lauflänge von knapp 130 Minuten. Das restliche Material gilt als unwideruflich verloren. Insgesamt ist der Film trotz guter Schauspielleistungen, allen voran Charlton Heston und Richard Harris, ein recht konservativer Western, dem die Spannungsmomente fehlen. Senta Berger ist natürlich ein Blickfang in diesem "Männerfilm", wirkt aber seltsam deplatziert. Mario Adorfs schelmische Art bereichert den Film hingegen, wenngleich die recht kleine Rolle wenig Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Einige Szenen, wie die zunehmenden Konfrontationen zwischen Harris und Heston, sind stark inszeniert, andere Szenen hingegen vollkommen belanglos für die Handlung. Es darf bezweifelt werden, dass der Film ein Meisterwerk geworden wäre, wenn man Peckinpah freie Hand gelassen hätte. Es wäre vielleicht ein besserer Film geworden, aber trotzdem kein Glanzlicht in der Karriere eines großen Regisseurs.

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8martin

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Bewertung5.0Geht so

Die aufwendige Mühe der Restauration dieses Films hätte man sich sparen können. Die Welt wäre keineswegs ärmer ohne ihn. Viele Szenen besitzen die Helligkeit der sprichwörtlichen ’Neger im Tunnel bei Nacht’. Hollywood Größen der 60er Jahre agieren mit dem üblichen Pathos, hölzern und steif, allen voran Charlton Heston. Dazwischen als optischer Aufheller die damals dralle Senta Berger, die zwischen Frust und Liebeserwachen hin und her schwankt. Die Handlung windet sich recht kryptisch zwischen allen möglichen Fronten hindurch, während sich immer deutlicher Langeweile breit macht. Es gibt die üblichen Zutaten, wenn es um die Suche nach einer anführenden Rothaut geht. So sehen wir unterwegs allerdings kaum Highlights und selbst das unbefriedigende Ende verpufft wie Rauch im Wind. Für uns bleibt lediglich die kleine Rolle von Mario Adorf im Gedächtnis mit seinem unverkennbaren Gesichtsausdruck.
Vielleicht wurde ja auch nur deshalb so viel weggeschnitten und wieder hinzugefügt, weil die Handlung doch allzu offen und vage blieb. Das verleitet vielleicht zum Herumdoktern. Selbst die unterschiedlichen Titel zeigen, dass man sich nicht auf eine Hauptperson einigen konnte. Nur für Westernfans!

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ElGuapo

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Bewertung6.0Ganz gut

Leider merkt man dem Film an, dass er von einem ängstlichen Studio zusammengeschnitten wurde. Aber das was man übrig ließ ist typisch Peckinpah: vielschichtige Charaktere und schonungslos realistische Gewaltdarstellung.

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