Erbarmungslos
Unforgiven (1992), US Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Drama, Western, Kinostart 24.09.1992
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116 Kommentare
Keine
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von Clint Eastwood, mit Clint Eastwood und Gene Hackman
William Munnys Beruf ist der Tod. Der wortkarge Outlaw tötet auf Bestellung. Für seinen letzten Auftrag macht er sich auf den Weg in das gottverlassene Wüstenstädtchen Big Whiskey: Prostituierte beauftragten ihn, die Männer zu töten, die einer Hure das Gesicht zerschnitten haben. Doch Munny ist nicht der einzige in der Stadt, der den Tod bringt.
Der alternde Bill Munny (Clint Eastwood) war vor seiner Heirat ein gefürchteter Revolverheld, der die meiste Zeit seines Lebens im Suff verbracht hat. Erst seine Frau brachte ihm vom Trinken und Schießen ab. Nach ihrem Tod führt er nun zusammen mit seinen beiden Kindern ein tristes Leben als Schweinezüchter, das er ohne seine Frau nur mühsam meistert.
Da erscheint eines Tages der junge kurzsichtige Möchtegern-Revolverheld Schofield Kid (Jaimz Woolvett), der ihm von einem lukrativen Auftrag berichtet.
In dem Städtchen „Big Whiskey“ ist die Prostituierte Delilah (Anna Levine) von zwei Viehtreibern übel zugerichtet und entstellt worden. Der örtliche Sheriff Little Bill Daggett (Gene Hackman) hat den Vorfall nur als geringfügige Ordnungswidrigkeit behandelt, die beiden Täter auspeitschen lassen und als Strafe sieben Pferde festgelegt. Die Anführerin der Prostituierten, Strawberry Alice (Frances Fisher), protestierte gegen diese Ungerechtigkeit und hat sich mit ihren Kolleginnen zusammengetan und ein Kopfgeld von 1000 $ auf den Tod der beiden Männer ausgesetzt.
Da er das Geld dringend braucht und den Auftrag für eine ehrenvolle Aufgabe hält, beschließt Bill Munny, sich mit Schofield Kid auf die Suche nach den zwei Männern zu machen. Er kann seinen alten Partner Ned Logan (Morgan Freeman), der mittlerweile mit einer Indianerin zusammenlebt, überreden, mit ihnen die Ehre der Prostituierten wiederherzustellen.
Währenddessen ist in Big Whiskey der erste Anwärter auf das Kopfgeld eingetroffen. Der elegante britische Revolverheld English Bob (Richard Harris), der normalerweise Chinesen im Auftrag der…
/p>William Munnys Beruf ist der Tod. Der wortkarge Outlaw tötet auf Bestellung. Für seinen letzten Auftrag macht er sich auf den Weg in das gottverlassene Wüstenstädtchen Big Whiskey: Prostituierte beauftragten ihn, die Männer zu töten, die einer Hure das Gesicht zerschnitten haben. Doch Munny ist nicht der einzige in der Stadt, der den Tod bringt.
Der alternde Bill Munny (Clint Eastwood) war vor seiner Heirat ein gefürchteter Revolverheld, der die meiste Zeit seines Lebens im Suff verbracht hat. Erst seine Frau brachte ihm vom Trinken und Schießen ab. Nach ihrem Tod führt er nun zusammen mit seinen beiden Kindern ein tristes Leben als Schweinezüchter, das er ohne seine Frau nur mühsam meistert.
Da erscheint eines Tages der junge kurzsichtige Möchtegern-Revolverheld Schofield Kid (Jaimz Woolvett), der ihm von einem lukrativen Auftrag berichtet.
In dem Städtchen „Big Whiskey“ ist die Prostituierte Delilah (Anna Levine) von zwei Viehtreibern übel zugerichtet und entstellt worden. Der örtliche Sheriff Little Bill Daggett (Gene Hackman) hat den Vorfall nur als geringfügige Ordnungswidrigkeit behandelt, die beiden Täter auspeitschen lassen und als Strafe sieben Pferde festgelegt. Die Anführerin der Prostituierten, Strawberry Alice (Frances Fisher), protestierte gegen diese Ungerechtigkeit und hat sich mit ihren Kolleginnen zusammengetan und ein Kopfgeld von 1000 $ auf den Tod der beiden Männer ausgesetzt.
Da er das Geld dringend braucht und den Auftrag für eine ehrenvolle Aufgabe hält, beschließt Bill Munny, sich mit Schofield Kid auf die Suche nach den zwei Männern zu machen. Er kann seinen alten Partner Ned Logan (Morgan Freeman), der mittlerweile mit einer Indianerin zusammenlebt, überreden, mit ihnen die Ehre der Prostituierten wiederherzustellen.
Währenddessen ist in Big Whiskey der erste Anwärter auf das Kopfgeld eingetroffen. Der elegante britische Revolverheld English Bob (Richard Harris), der normalerweise Chinesen im Auftrag der Eisenbahngesellschaft tötet, ist samt eigenem Biographen, dem Groschenheftschreiber W.W. Beauchamp (Saul Rubinek), eingetroffen. Sheriff Daggett, der English Bob von früher kennt, verhaftet ihn jedoch aufgrund unerlaubten Waffenbesitzes. Um ein Exempel zu statuieren, prügelt er ihn halbtot und jagt ihn anschließend aus der Stadt, in die nun auch das Trio um Bill Munny eingetroffen ist.
Während sich seine beiden Partner als Anzahlung für ihre Leistungen bei den Huren vergnügen, fällt der nach einem Unwetter fiebernde Munny in die Hände des Sheriffs und wird von diesem ebenfalls grausam verprügelt. Von den beiden anderen gefunden, wird er in einer kleinen Hütte außerhalb der Stadt von Delilah gesundgepflegt.
Nachdem er sich wieder erholt hat, gelingt es Munny und seinen beiden Begleitern, einen der beiden gesuchten Cowboys aufzuspüren. Schofield kann ihn jedoch nicht erschießen, da er wegen seiner Kurzsichtigkeit kaum etwas sieht, und auch Ned schafft es nicht, weil ihm sein Gewissen überkommt. So greift schließlich Munny zu Neds Flinte, trifft jedoch den Cowboy nicht richtig. Dieser verblutet weinend und langsam unter großen Schmerzen an seiner Bauchwunde. Ned verlässt seine beiden Partner, da er nicht mehr den Mut hat, andere zu töten und lieber wieder zu seiner Frau zurück will. Munny und Schofield versprechen trotzdem, ihm seinen Anteil zu bringen. Kurze Zeit später finden sie auch den zweiten Cowboy und Kid erschießt den Wehrlosen aus kurzer Distanz auf einem Plumpsklo, während ihm Munny Feuerschutz gibt.
Währenddessen fällt Logan den Männern des Sheriffs in die Hände. Sie bringen ihn zurück nach Big Whiskey, wo Little Bill Dagget ihn brutal foltert, um den Aufenthaltsort seiner beiden Begleiter zu erfahren. Als Logan an den Folgen der Verhörs stirbt, lässt Daggett ihn als abschreckendes Beispiel in einem offenen Sarg vor dem Saloon ausstellen.
Als die beiden Cowboys vor der Stadt auf ihr Geld warten, eröffnet Schofield Munny, dass er vorher noch nie einen Menschen getötet hat und es auch nie wieder tun wird. Da erscheint eine der Prostituierten und erzählt beiden, wie ihr Freund von Little Bill zu Tode gepeitscht wurde.
Munny reitet darauf hin wieder zurück in die Stadt, um seinen toten Freund zu rächen.Als erstes erschießt er den Saloonbesitzer, der Neds Leiche vor seiner Tür ausgestellt hat. Drinnen trifft er auf den Sheriff und seine Männer. Es kommt zu einem Showdown, in dessen Verlauf Munny Little Bill und fünf seiner Männer tötet.
Er verlässt die Stadt und kehrt mit der Belohnung auf seine Farm zurück und zieht mit seinen Kindern Nach San Francisco.
Weiterführende Informationen
Wissenswertes zur Produktion von Unforgiven
Mehr Bilder (16) und Videos (4) zu Erbarmungslos
Cast & Crew
- Genre
- Film Noir, Gerechtigkeitsdrama, Psychodrama, Später Western, Western
- Zeit
- 1880er Jahre
- Ort
- Gefängnis, Kleinstadt, Saloon, Wyoming
- Handlung
- Alter Mann, Antiheld, Auftrag, Auftraggeber, Auftragskiller, Auftragsmord, Bedauern, Belohnung, Biographie, Bordell, Bosheit, Brutalität, Böse, Bösewicht, Cowboy, Demütigung, Directed by Star, Entstelltes Gesicht, Erschiessen, Fieber, Folter, Freiheitsentzug, Gefängnis, Gesetz, Gesetzlosigkeit, Gewalt, Gewalttätigkeit der Polizei, Gewehr, Gewissenskonflikt, Gewitter, Gnade, Gut und Böse, Klassiker, Kopfgeld, Kopfgeldjäger, Kultfilm, Leiche, Massaker, Mitgefühl, Moral, Mord, Männlicher Held, Oscargewinner, Peitsche, Prostituierte, Rache, Recht und Ethik, Recht und Gerechtigkeit, Revolverheld, Rind, Schießerei, Schuss in den Bauch, Schuss in den Kopf, Schusswechsel, Schusswunde, Sheriff, Showdown, Totschlag, Training, Töten, Unmenschlichkeit, Unversöhnlichkeit, Verbluten, Vergeltung, Verhör, Wut und Hass, schweigsam
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Hart, Spannend
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Kritiken (6) — Film: Erbarmungslos
Xander8112: Xanders Blog
Kommentar löschen[...]
Wer in seinem Leben nur noch einen einzigen Western sehen will, der sollte zum Abschluss „Erbarmungslos“ schauen. Eastwood beraubt dem Genre seinen Mythos und zeigt zum einen, dass es keine Helden gibt und zum anderen, dass Töten nichts Ehrenvolles hat.
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Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenAbgesang. Fanal. Meisterwerk. Ein Film, der mit den Jahren immer grösser wird. Eines der klügsten und reichsten Drehbücher der 90er Jahre. Ein grandioser Auftritt von Gene Hackman, der selbst einem durch und durch bösartigen Charakter noch Nuancen der Tragik zu verschaffen weiß. Ergreifend, niederschmetternd, endgültig. Schlägt die Brücke vom selbstironischen Rentner-Ulk zum surrealen Untoten-Finale, in dem Eastwood wieder zum Mann ohne Namen wird. Zu einem hohen Preis. Sätze für die Ewigkeit. "I don't deserve this. I'm building a house." Vielleicht Clints beste Arbeit.
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Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenIn diesen stillen Momenten werden die Selbstzweifel der Cowboys deutlich, die niemals weniger Cowboys waren als hier und die Clint Eastwoods Hommage an Sergio Leone und Don Siegel schon wie blanke Ironie wirken lassen, denn wohl nie war man weiter von der dort geschilderten Mentalität entfernt als in „Erbarmungslos“, dessen heimlicher Star die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen des Kameramanns Jack Green sind, der die unberührte Landschaft Kanadas in all ihren schillernden, leuchtenden Farben und ihrer Weitläufigkeit eingefangen hat. Ein de-mystifizierender Anti-Western mit gebrochenen Helden, die versuchen, aus ihrer Haut auszubrechen und kläglich scheitern.
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
doctorgonzo Thu, 28 Apr 2011 10:03:09 -0000
Antwort löschenMüßte es nicht entmystifizierend heißen?
Stephan Eicke Thu, 28 Apr 2011 12:05:26 -0000
Antwort löschenhttp://www.google.de/search?hl=de&client=firefox-a&hs=CUl&rls=org.mozilla:de:official&sa=X&ei=fFe5TZzZHpDzsgac9ZTrAw&ved=0CBgQBSgA&q=de-mystifizieren&spell=1&biw=1024&bih=402
Wenn es demystifizieren gibt, gibt es auch demystifizierend ;) Du hast aber teilweise Recht, bei mir ist ein Bindestrich zu viel!
Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998
Kommentar löschenHervorragender Spätwestern, in dem Gene Hackman, Clint Eastwood und Morgen Freeman brillieren. Illusionslos stellt er die Gier nach Macht und Geld der Zeit aus. Eastwood findet dafür gute Dialoge und zerstört wie John Ford in seinen späteren Arbeiten die Legende vom goldenen Westen.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Was den Film auszeichnet, ist auch seine ungewohnt kalte Stimmung, die für so manchen Zuschauer aber auch einfach nur zäh wirken kann.
In seinem Genre ist „Erbarmungslos“ ein nicht unwichtiges Ausnahmewerk. Diese interessante Reflexion über den guten alten Western lohnt sich, auch wenn Eastwoods ruhige Inszenierung der an sich sehr simplen Grundgeschichte viele langatmige Minuten enthält.
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
BlueSquirrel Tue, 09 Feb 2010 20:14:12 -0000
Antwort löschenAha! Bei so viel Lob ist der Film nicht mal sehenswert?
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Flibbo Tue, 09 Feb 2010 21:50:44 -0000
Antwort löschenDie vielen langatmigem Minuten haben viel Gewicht.
BlueSquirrel Wed, 11 May 2011 01:39:09 -0000
Antwort löschenVerstehe. :)
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenGelungener Ganz-Spätwestern in dem sich Eastwood endgültig vom Heldenmythos verabschiedet.
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patcharisma Sat, 03 Sep 2011 23:42:56 -0000
Antwort löschenKreativer Comment!
arues Sun, 03 Jun 2012 03:47:59 -0000
Antwort löschen;-)
Kommentare (110) — Film: Erbarmungslos
r3sortiane Wed, 15 May 2013 10:06:43 -0000
Kommentar löschenEigentlich ein Film, der genau meinem "Beuteschema" entspricht: Eastwood-Western, gute Besetzung (Eastwood, Free- & Hackman), ausgezeichnete Kritiken. Trotzdem sprang der Funke auf mich nicht vollends über ... möglicherweise sogar allein durch das Fehlen eines genialen Soundtracks.
Bei "Erbarmungslos" handelt es sich um einen frühen "Ruhestandsfilm" von Clint Eastwood (vgl. Gran Torino). Schon 1992 spielt er hier einen abgehalfterten, geläuterten, reuigen ehemaligen Revolverhelden. Hochinteressant ist der Fokus des Films, die sogenannten Heldentaten des wilden Westens von zwei Seiten zu beleuchten: Da gibt es einerseits die glorifizierend-idealisierende und zumeist verharmlosende Legende und andererseits die brutale, schonungslose und hässliche Realität. Hierin gefiel mir "Erbarmungslos" wirklich erstklassig. Die meisten Legenden werden dabei enttarnt und was übrig bleibt ist ein brutales, kriminelles, seelenloses Geschäft. Hierin kann nur bestehen, wer unter den besten Mördern und den schlechtesten Menschen ist. Doch "Erbarmungslos" zeigt auch, das niemand in Gänze "gut" oder "schlecht" ist - es sind vor allem die Lebensbedingungen, die einen solchen Zustand erzeugen.
Die Schauspielerriege reicht von erstklassig bis gut, hier gibt es von mir keine Abzüge. Was mir jedoch wirklich zum Spitzenfilm fehlte, war eine passende, stimmungsstützende Filmmusik - gerade im Vergleich zu den legendären Latino-Western Eastwoods. Natürlich handelt es sich um eine ganz andere Art von Film und natürlich hätte es sich um eine andere Art von Soundtrack handeln müssen. Das Filmende passt aus meiner Sicht nicht wirklich gut zur vorherigen Aussage des Films. Hier hätte ich mir mehr Konsequenz und Einfallsreichtum gewünscht. Obwohl atmosphärisch stimmig und inszenatorisch wirklich sehenswert, unterminiert dieses Filmende den zuvor mühsam erwirkten Paradigmenwechsel. Schade.
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elmnope Sat, 11 May 2013 11:09:20 -0000
Kommentar löschenBill Munny war wohl einst ein Westernheld, wie er im Buche steht- kaltblütig und präzise hat er jeden getötet, der ihm in die Quere kam.
Doch Clint Eastwood hat keinen Western über einen Revolverheld gemacht. Der Killer von Einst ist voll Bedauern, ein resignierter alter Mann, der dem Alkohol und dem damit verbundenen Morden abgeschworen hat.
Weil er Geld für seine Kinder braucht, zieht er zu einem letzten Auftrag los, mit seinem alten Freund und einem schießwütigen Jungen, der nicht weiß, was Töten bedeutet. Kids wildromantische Vorstellung vom Killerdasein prallt auf die Realität, von der Bill und Ned schon viel zu viel gesehen haben.
Erbarmungslos zeigt die menschliche Seite des Wilden Westens, hier bekommt keiner etwas geschenkt, es gilt das Gesetz des Stärkeren- doch den Preis für das eigene Verhalten muss jeder auf die ein oder andere Weise zahlen.
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florian.fiele Mon, 06 May 2013 09:59:02 -0000
Kommentar löschenEin würdiger Eastwood! Mein Lieblingswestern! 9.5
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Kurono Thu, 25 Apr 2013 09:54:49 -0000
Kommentar löschen„Das hab ich nicht verdient, so einen Tod. Ich baue mir gerade ein Haus“
„Was sie verdienen hat nix damit zu tun.“
„Ich sehe dich in der Hölle William Munny!“
„Ja.“
Gerechtigkeit ist ein Fundamentales Verlangen der Menschen. Jeder soll das bekommen was er verdient. Die Durchsetzung der Gerechtigkeit ist aber schon immer schwierig und scheitert allein schon an der Anschauung, was denn nun Gerecht sei. Der Gedanke eine göttliche Objektivität sorgt nach dem Ableben in der Nachwelt für Gerechtigkeit, kann da wahrlich beruhigend sein.
Dies setzt nämlich die Existenz einer elementaren Gerechtigkeit voraus. Das dem aber nicht so ist, ist traurig aber gleichzeitig nur allzu offensichtlich. Man könnte das ganze Universum in seine Bestandteile auseinander nehmen, man würde nicht das kleinste Teilchen Gerechtigkeit finden.
Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur den Menschen.
„Und du hast einen völlig unschuldigen zusammen geschlagen!“
„Unschuldig huh? Unschuldig an was?“
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CoOLik Tue, 16 Apr 2013 23:00:46 -0000
Kommentar löschenkam euch der film an den dunklen stellen auch total unterbelichtet vor oder lag das am lovefilm stream ?!
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Begbie Thu, 04 Apr 2013 19:38:37 -0000
Kommentar löschenDer Film fängt für mich total unglaubwürdig an (1. kann der zweite ja eig. gar nichts dafür und 2. sieht das ganze aus wie etwas größere Kratzer die nach 2 Wochen verheilt sind) und steigert sich dann total bis zum großen Showdown, der mir wirklich Spaß gemacht hat. Leider kein absolutes Highlight ohne Negativpunkte wie erhofft, aber trotzdem ein toller Western mit einem wie immer großartigen Clint Eastwood und noch einigen weiteren Stars..
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CHF Wed, 20 Mar 2013 22:44:22 -0000
Kommentar löschenBedeutungsschwanger, langweilig und träge. Diese 131 Minuten non-stop Länge wird für einige kurze Augenblicke von etwas Grandiosem unterbrochen. Es ist der wunderschöne Dialog, wo er knapp dem Tod entrinnt und vor seinem Engel erwacht. Beide sind am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen und er benotlügt sie mit einer Ehrlichkeit, die ihr Gesicht wiederherstellt, alle Wunden heilt und ihr zum ersten Mal im Leben das Gefühl gibt, etwas Besonderes zu sein. Die Wendung um den Flaschenhals und der finale John Wayne Spruch scheinen hier eine grosszügige Bewertungsvergabe auszulösen. Irgendwie ein kurzes Feuerwerk für eine Drama, dass die Herzen der Zuschauer kaum berührt und für einen Western, der keiner ist.
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Jek-Hyde Sun, 17 Mar 2013 13:26:24 -0000
Kommentar löschenTja, Clint Eastwood und das Western Genre. Irgendwie gehören die beiden zusammen.
Erbarmugslos ist glaube ich eines der interessantesten und realistischsten Western. Es ist kaum noch etwas von der alten Western Glorifizierung übrig. Die alten Revolvermänner werden zu versoffene Killer degradiert und Gerechtigkeit hat keinen Platz mehr. Besonders für Frauen nicht, besonders für Huren nicht.
Der Film folgt den Aktion=Reaktions Muster. Am Anfang geschiet etwas und setzt eine Rehe von Handlungen mit tödlichen Folgen in Gang. Nur weil eine Hure über ein zu klein geratenes Ding lachte werden viele, viele Menschen sterben.
Eastwood drehte mit Erbarmungslos ein Film über Reue, über die Härte des alten Westens, über wie einfach und wie schwer es doch ist jemanden umzubringen und über den ganzen Rest.
Einfach großartig, ich mag diese Art von trauriger Gesellschaftskritik in Eastwoods Filmen, oder ist es die Kritik an einer traurigen Gesellschaft?
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Dahmer Fri, 08 Mar 2013 22:13:22 -0000
Kommentar löschen"Erinnerst du dich? Ich habe einen Viehtreiber mal in den Mund geschossen, seine Zähne kamen zum Hinterkopf raus. Ich denke ab und zu an ihn. Ich habe gar keinen Grund gehabt, ihn zu erschießen. Als ich wieder nüchtern wurde, fiel mir jedenfalls keiner ein."
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"Erbarmungslos" ist ein absolutes Highlight im Western Genre und Clint Eastwood beweist,wie sooft,das er zu den allerbesten in Hollywood gehört,wahrlich eine lebende Legende.
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Dank ausgezeichneter Schauspieler (Clint Eastwood,Gene Hackman,Morgan Freeman,Richard Harris....), einer meisterhaften Regiearbeit,herrlichen Landschaftsaufnahmen und einem staubigen,dreckigen Ambiente ist aus "Erbarmungslos" ein Meisterwerk geworden das mit dem "Western Mythos" aufräumt und uns mit einem herrlichen Abgesang des Western-Helden erfreut...
William Munnys Charakter hat einen sehr guten Tiefgang erhalten,und obwohl er eigentlich mal ein rücksichtsloser,kaltblütiger Mörder war,fiebert man mit ihm mit,dank eines extrem charismatischen Clint Eastwood der eine meisterliche Performance hinlegt.
"Erbarmungslos" hat zudem einen realistischen Touch,es wird gemein,hart und dreckig gestorben,nichts wirkt "theatralisch" oder aufgesetzt inszeniert!
Ein ruhiges Westerndrama mit einem knallendem Finale(eines der besten in der Filmgeschichte) mit garantierter Gänsehautfeeling das ich nie vergessen werde :-) Bei diesem Film genieße ich jede Filmsekunde und sauge alles auf wie ein trockener Schwamm,kann ich mir gar nicht oft genug ansehen.Für manch anderen ist das wohl alles zu langatmig geraten...
-
"Hört alle her! Ich komme jetzt raus. Jeden Mann, den ich draußen sehe, werde ich umbringen. Und wenn es einer von euch wagt, auf mich zu schießen, dann bringe ich zuerst ihn um, dann seine Frau und dann seine Freunde. Ich brenne sein verdammtes Haus nieder. Überlegt es euch, bevor ihr schießt!"
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T00BI Fri, 08 Mar 2013 22:32:03 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar! Hört sich echt gut an, werd ich mir vormerken ;)
Dahmer Fri, 08 Mar 2013 22:38:15 -0000
Antwort löschenDanke ;) ...bin dann mal gespannt auf deine bewertung
Hartigan85 Sat, 09 Mar 2013 12:03:16 -0000
Antwort löschenToller Kommentar, der Film ist ein echtes Meisterwerk!
Jason Born Sat, 09 Mar 2013 12:10:06 -0000
Antwort löschenAnfangs ruhiger Western der es im Finale richtig krachen lässt. Alles andere als ne 10* geht nicht.
"Behandelt eure Huren anständig..."
Hartigan85 Sat, 09 Mar 2013 12:24:19 -0000
Antwort löschen"Das habe ich nicht verdient, so einen Tod. Ich baue mir gerade ein Haus."
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Dahmer Mon, 11 Mar 2013 15:55:26 -0000
Antwort löschenfreut mich das diese Perle auch sehr vielen gefällt ! :-)))
florian.fiele Tue, 12 Mar 2013 04:01:40 -0000
Antwort löschenGerade 3 grandiose Eastwoods hinter mir. Unforgiven muss ich mir auch irgendwann mal anschauen; ich kann mir nur schwer vorstellen, dass er meinen Geschmack nicht trifft.
Spike1990 Sat, 02 Mar 2013 15:34:18 -0000
Kommentar löschenBester Neo-Western überhaupt. Ruhmreiche Revolverhelden gibt es hier nicht, sondern nur gebrochenen Männer deren ständiger Begleiter der Tod war bzw. ist
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Mac_C_Tiro Mon, 11 Feb 2013 07:52:06 -0000
Kommentar löschenEinerseits eine lakonische, oftmals ins zynische abgleitende Abrechnung Eastwoods mit der Basis seiner Karriere und dem Mythos des wortkargen Gunfighter, an dessen Erschaffung er sehr wohl maßgeblich beteiligt war. Andererseits eine lieb- und respekttlose Reduzierung eines ganzen Genre auf nur eines seiner Elemente, nämlich die Gewalt und deren (vermeintliche) Sinnlosigkeit. Ich persönlich halte Eastwoods Vorgehens- und Sichtweise für etwas kurzsichtig und erachte den Plott als "zu dünn" um stellvertretend für Klassiker des Genres unter seiner Mitwirkung zu stehen. Trotzdem, Respekt vor derart strenger Selbstreflexion.
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Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 00:20:41 -0000
Kommentar löschen"Ja, jemanden zu Töten ist eine schlimme Sache.
Du löscht alles aus, was er war und je hätte sein können."
Ein Film in dem es um alles geht.
Um Liebe und um Hoffnung , um Rache und um Erlösung, um Freundschaft und um Vergebung, um die Vergangenheit und um die Reinwaschung.
-"Wir sehen uns in der Hölle..."
-"Ja."
Es geht um Loyalität und um die eigene Haut, um Wahrheit und um Lüge, um Mythen und um oft falsche Legenden, um Erlösung und um Verdammung.
Es geht um Freiheit und um Dämonen die bleiben, ganz egal was man tut.
Es geht darum dass das Richtige oft das Falsche beinhaltet und das Falsche oft das Richtige.
Erbarmungslos.
"Ich komme jetzt raus und jeden, den ich sehe, werde ich erschießen.
Sollte es jemand wagen auf mich zu schießen, töte ich erst ihn, dann seine Freunde und und dann seine Familie...
Ich brenne sein verdammtes Haus nieder!
Also überlegt es Euch!"
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Martin Jurgeluks Mon, 11 Feb 2013 09:53:20 -0000
Antwort löschenEin echter Knaller dieser Streifen! Und toll geschrieben
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 09:58:00 -0000
Antwort löschenEtwas ganz Großes, auf jeden Fall!
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:03:38 -0000
Antwort löschenSehe Erbarmungslos auch ganz weit vorne dabei.
Allein das Eastwood hier seine Wurzeln und seinen Werdegang (Angefangen bei seiner Serie und vor allem der Dollar-Trilogie, aber auch Dirty Harry und seine eigenen Western) reflektiert, nichts in falsche, scheinende Licht rückt, im Gegenteil, geradezu watet in Dreck, Blut, Schuld, allein das macht diesen Film schon zu etwas ganz besonderem.
Dazu ist er tiefgehend und spannend und gegen Ende geht es richtig ab, ein verdammt guter Film!
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:12:25 -0000
Antwort löschenDas stimmt, grad weil er eher behäbig durch den Film walzt und dann gegen Ende seine ganze Vitalität zum Ausbruch bringt.
Edward Nigma Mon, 11 Feb 2013 10:15:51 -0000
Antwort löschenAllein das Eastwood hier seine Wurzeln und seinen Werdegang reflektiert --> Besonders auffällig wird Eastwoods "Der Texaner" in Erbarmungslos "überarbeitet", so werden stellenweise Dialoge übernommen und in einen neuen Kontext gestellt. Kann jedem nur empfehlen, diese Filme im Doppelpack zu schauen :)
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:18:03 -0000
Antwort löschenDer Texaner ist einer von den ganz wenigen Eastwood´s die ich noch nicht gesehen hab :(
Gleich mal vorgemerkt!
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:21:08 -0000
Antwort löschen@Chris: So sieht es aus :) Passend das Schlußzitat meines Kommentares :)
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:31:18 -0000
Antwort löschenMit Sicherheit wäre das kein Fehler :)
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:39:24 -0000
Antwort löschenDen hab ich auch vor zu schauen! (Noch nie gesehen).
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:41:32 -0000
Antwort löschenDu haben dich dich gut am Skihütterl gütlich gehalten, ja :)
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:43:05 -0000
Antwort löschenHab den Film sicher noch nie gesehen, aber Gabin geht eh IMMER!
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:46:09 -0000
Antwort löschenDer Einkehrschwung :) Das gefällt mir :)
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 10:54:50 -0000
Antwort löschenUnd der einzige den ich überhaupt beherrsche, dafür hab ich in der Disziplin den schwarzen Gürtel im dreitausendsten Grad :)
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 11:01:38 -0000
Antwort löschenSehr sogar :)
Dahmer Mon, 11 Feb 2013 11:11:23 -0000
Antwort löschenAusgezeichnetes Kommentar Andy.Erbarmungslos gehört in jede Western-Sammlung.Ein "Neo" Western der Oberklasse,besonders das Finale ist eines der besten die ich je sah in einem Western.Und dann noch diese Schauspieler:Clint,Morgan Freeman,Gene Hackman... :)
Andy Dufresne Mon, 11 Feb 2013 11:17:02 -0000
Antwort löschenDanke Dahmer :). Dieses Schauspieltrio ist kaum zu schlagen!
SoulReaver Mon, 11 Feb 2013 11:31:13 -0000
Antwort löschenGanz nett, der Film. :)
Alle 19 Antworten zeigen
Hartigan85 Tue, 12 Feb 2013 11:28:28 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar Andy, super Film! Und "Der Texaner" musst du unbedingt schauen, der ist auch stark!
Andy Dufresne Thu, 14 Feb 2013 20:11:16 -0000
Antwort löschenDanke Hartigan, "Der Texaner" wird so bald als nur möglich nachgeholt! :)
Croton Sat, 02 Feb 2013 00:43:48 -0000
Kommentar löschenEine Warnung vorab, dieser Film hat Längen und war für mich überhaupt kein Vergnügen zu schauen - Mir ist die Bewertung von daher sehr schwer gefallen. Eigentlich ist es eine klare 9 für mich, aber ich habe dennoch einen Punkt abgezogen. Die Schwergängigkeit ist nichts was man in einem Western erwartet und hat mich ziemlich auf dem falschen Fuß erwischt (Die Einstufung als Film Noir hier ist von daher sehr passend). Ansonsten sind Spoiler in einer solchen Rezension nicht vermeidbar...
Revolverhelden in erstklassiger Besetzung und Clint Eastwood, der Cowboy des ausgehenden 20.Jahrhunderts, spielt nicht nur die Hauptrolle sondern ist für den ganzen Film verantwortlich. Dann gibt es noch Sheriffs, Cowboys und Outlaws - also endlich mal wieder ein Western, ein Film in einem zu dieser Zeit schon fast vergessenen Genre? Formal ja, inhaltlich auch ja, aber dennoch ganz anders...
Clint Eastwood hat hier den Abgesang auf den amerikanischen Western in Szene gesetzt. Die Helden sind alt und gebrochen, auch "The Kid" ist hier nicht ausgenommen. Kranke Schweine, geringe Sehkraft und ein sich regendes Gewissen plagen die "Helden" - Der einzige der davon nicht betroffen scheint ist der Sheriff, der jedoch ein menschenverachtender Sadist ist, wobei diese Interpretation dem Zuschauer überlassen bleibt. Sie alle machen sich auf um in einer gerechten Sache zu handeln, die Killer um ein fast ungesühntes Verbreche zu sühnen (und die Belohnung zu kassieren...) und der Sheriff um Recht und Gesetz zu bewahren (und eine weitere Heldentat zum prahlen zu haben). Vollkommen untypisch für das Genre sind wirklich alle Figuren gebrochen, keiner ist nur gut oder nur böse, vielleicht mit Ausnahme der Hure die Opfer des Verbrechens wurde.
Besonders macht diesen Film, das so gut wie alle stereotypischen Rollen, die es im klassischen Western gibt, dargestellt und entmystifiziert werden. Den eiskalten Killer sehen wir im Schweinekoben liegen; den Scharfschützen daneben schießen; den kaltblütigen jungen angehenden Revolverhelden an seiner ersten Tat verzweifeln; den Gentleman-Mörder verhöhnt und mit verbogener Pistole davon gejagt; die Huren jeglicher Menschlichkeit beraubt; den wirklich reuigen zu Erschießenden in grausamster Weise sterbend; den Schreiberling als gnadenlosen Opportunisten und nicht zuletzt den Sheriff als selbstgefälligen alten Mann, der Gefangene und Gefesselte zu Tode quält. Mit erbarmungsloser Präzision werden auch typische Szenen zerpflückt. Am Lagerfeuer ist es kalt und regnet; eine Mordszene findet auf dem Klo statt; der finale Shoot-Out ist eine zweifache Hinrichtung und statt in den Sonnenuntergang reitet der (Anti-)Held am Ende in die tiefste Nacht.
Das so ein Film sich an das nah verwandte Italo-Western Genre anlehnen muss ist wohl unvermeidbar. Dennoch grenzt sich der Film klar ab und sei es nur durch die Bildsprache, die überraschend viel grün zeigt und insgesamt sehr durchdacht scheint.
Dieser Film will nichts anderes sein, als der letzte amerikanische Western. Auch wenn die Geschichte natürlich weitergeht, neue Filme und damit neue Western erscheinen: Herr Eastwood sie haben das Ziel erreicht!
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der cineast Thu, 20 Dec 2012 21:20:10 -0000
Kommentar löschenWenn William Munny kurz vor dem großen, (klein inszenierten) selbstzerstörerischen Showdown zur Whiskey Flasche greift und einen ersten zaghaften Schluck nimmt, weiß man das er verloren hat. Er gibt mit diesem kleinen Zug an der Flasche seine Identität auf, die ihm von seiner verstorbenen Frau gegeben wurde. Selbst wenn er in dieser Nacht nicht sterben soll, ist er doch schon lange tot. Der Regen wischt schlussendlich seine Spuren weg. So beschaut man hier nicht die Dekonstruktion des Westerns, sondern vielleicht sogar den Neubeginn. William Munny konnte sich selbst nicht bezwingen, nur die Liebe konnte ihm zeigen, wer er ist. Tragisch und poetisch. Ein guter Film. Ein noch besserer Western.
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Haschbeutel Sun, 02 Dec 2012 15:01:10 -0000
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Sehr ruhiger, intensiver Anti-Western, der nach einer extrem langen, aber nötigen Exposition zeigt, dass Revolverhelden keine "Helden" waren, sondern dass das Töten eines Menschen - egal was er verbrochen hat - immer noch Töten bleibt. Guter Cast, toller Soundtrack, großartige Szenenbilder. Da verzeiht man auch mal, dass es in Big Whiskey binnen 3 Tagen zwischen Sommer, Winter und Frühling wechselt. Definitiv mehr als "sehenswert" und trotz seiner 130 Minuten Laufzeit kaum eine Minute zu lang.
"You know how women lie."
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Scolane Mon, 26 Nov 2012 00:17:35 -0000
Kommentar löschenDer Film weiß auf jeden Fall zu gefallen, jedoch stört es mich, dass im spannenden Showdown im Lokal alle daneben schießen und keine einzige Person auch nur ein einziges Mal den von Eastwood gespielten Charakter trifft, obwohl sie zum Teil direkt vor ihm stehen.
Er selber spricht von Glück, welches ihn solchen Situationen stets begleitet, doch ich finde das einfach nur unglaubwürdig. Möglicherweise ist mir auch einfach nur ein entscheidendes Detail entgangen.
Aber im Moment hinterlässt mich der ansonsten starke Film mit einem faden Beigeschmack.
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Schwabilicious Mon, 26 Nov 2012 01:40:43 -0000
Antwort löschenWenn du Angaben zum Inhalt eines Films machst solltest du deinen Kommentar mit "enthält Spoiler" oÄ beginnen.
Haschbeutel Sun, 02 Dec 2012 14:57:35 -0000
Antwort löschenDir ist ein Detail entgangen, nämlich das Gespräch zwischen Little Bill und dem Zeichner, in dem Little Bill erklärt dass man entweder schnell und daneben schießen kann oder zügig und dafür zielgerichtet, was aber nur die besten können. Und William Munny zählt nunmal zu den Besten. ;)
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RobinliebtFilme Fri, 11 Jan 2013 01:51:20 -0000
Antwort löschenzumal die Waffen damals ja nicht für ihre Präzision bekannt waren ;)
aber es stimmt schon, die Szene hat dem Film auch bei mir ein wenig die Glaubhaftigkeit genommen...
johannes80 Thu, 21 Feb 2013 13:24:30 -0000
Antwort löschenihr habt die Szene nicht verstanden.....es geht nicht darum ob die Szene glaubwürdig ist oder nicht
William Munny geht in das Lokal besoffen so wie er das immer getan hat wenn er getötet hat
er konnte sich selten an was erinnern,es war pures Glück ,nur so konnte er das ertragen
Man sieht es an den Hilfssherifs die nie so eine Situation erlebt haben und bei der schiesserei vor lauter Nervosität und Angst in alle Richtungen schiessen nur nicht auf Munny
floppyx Wed, 07 Nov 2012 02:46:35 -0000
Kommentar löschenKlasse Film von und mit Clint Eastwood. Und sicherlich auch ein ungewöhnlicher denn die Figuren in dem Film werden keineswegs als Helden dargestellt sondern ganz genau unter die Lupe genommen. Keine Schießwütigen Helden mit Coolen Sprüchen auf den Lippen, sondern ältere Herren die damals nicht wegen ihres Großartigen Charakters oder aus Rache getötet haben sondern wegen Geld und ihrer Alkoholsucht. Hat mir sehr gut gefallen, auch mal so einen Western zu sehen welcher sicher einzigartig in seinem Genre ist. Chapeau, Herr Eastwood!
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Shady95 Sat, 20 Oct 2012 20:24:30 -0000
Kommentar löschenWow, eigentlich habe ich mir ihn dann doch nur wegen der Besetzung und Mr. Eastwood angeschaut, aber einen Film in dem Clint Eastwood und Morgan Freeman zusammen spielen, lasse ich mir doch nicht entgehen.
Ich mag die Art wie Eastwood seine Filme inszeniert. Ich liebe Gran Torino, Million Dollar Baby, Mystic River oder was auch immer. Man merkt einfach, dass der Mann hinter der Kamera gestanden hat. Doch dieser hier war aus einem ganz anderen Genre...Western. Ein Genre, dass ich bis jetzt nie wirklich näher betrachtet habe.
Doch Unforgiven bzw. Erbarmungslos ist kein einfacher Western, in dem es fast nur um Schießerei geht. Hier geht es um menschliche Werte, Freundschaft und Rache.
*Möglicherweise Spoiler*
William Munny(Eastwood) möchte einfach nur noch ein normaler Farmer sein, der am liebsten seine Vergangenheit vergessen würde. Seinem alten Image als skrupelloser Revolverheld hat er den Rücken gekehrt. Auch der Tod seiner Frau hat ihm ein großes Stück vernünftiger gemacht. Doch nun weckt ein kleiner, kurzsichtiger Möchtegern-Cowboy sein Interesse. In einer Stadt wurde eine Prostituierte von Cowboys mißhandelt und mit dem Messer entstellt. Auf die zwei Cowboys ist ein Kopfgeld von $1000 ausgesetzt. Will entscheidet sich es nochmal zu versuchen, auch wenn seine Schießkünste stark nachgelassen haben...Aber nicht mit "Kid" , der trotzdem später dazustößt, sondern mit seinem alten Freund Ned (Morgan Freeman).
Ab dann nimmt die Geschichte und das Abenteuer seinen Lauf und man ist in der Atmosphäre gefangen.
William: "Claudia, she straightened me up, cleared me of drinkin' whiskey and all. Just 'cause we're goin' on this killing, that don't mean I'm gonna go back to bein' the way I was. I just need the money, get a new start for them youngsters."
Das ist das wichtigste Zitat des Films. Er will nicht mehr der Revolverheld von früher sein, sondern er macht es nur des Geldes wegen und für seine Kinder.
Aber ob er das auch schafft, das ist die Frage auf der der Film aufbaut.
Auch Ned geht es nicht Anders, der auch Lange aus dem Geschäft raus ist und in einem kleinen Haus an einem Fluss lebt. Nur der junge Kid...der ist voller Tatendrang.
Die Chemie zwischen Freeman und Eastwood stimmt perfekt und auch ihr Schauspiel sowie das des Sheriffs der Stadt (Gene Hackman) ist beeindruckend. Clint Eastwood schafft es eine Spannung aufzubauen, nur durch Dialoge und zwei gegenüber stehenden Personen mit Revolvern. Durch die gelungenen Aufnahmen und die nicht aufdringliche Musik entsteht eine dichte Atmosphäre, die bis zum Ende anhält. William, Ned und Kid gehen durch eine Talfahrt aus Freundschaft, Mut, Trauer, Rache und Genugtuung. Bis zum bitteren Ende, dass übrigens sehr gelungen ist. Es sind die Dialoge und die Schauspieler, die diesem Film so besonders machen. Mir hat er sehr gut gefallen und sehe mir jetzt auch gern ältere Werke von oder mit Eastwood an. Wer wissen möchte, was mit den Dreien auf ihrer Reise geschieht, schaut sich es Selbst an. Denn es lohnt sich...
*Spoiler im Zitat* :
That's right. I've killed women and children. I've killed just about everything that walks or crawled at one time or another. And I'm here to kill you, Little Bill, for what you did to Ned.
Die Preise sind absolut verdient.
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Ener Tue, 16 Oct 2012 12:14:35 -0000
Kommentar löschenTreffsicherer* Titel für den Western aus Eastwoods Hause. Heldentum, Gerechtigkeit, all die üblichen Sachen des typischen Genrevertreters werden hier ordentlich angezweifelt. Gelungene Sache. (*grins)
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Abettertomorrow Fri, 28 Sep 2012 13:36:18 -0000
Kommentar löschenErnster und harter Spätwestern mit einer geradezu sensationellen Besetzung, ein Abgesang auf die Western-Romantik, stimmig und gradlinig.
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