Erbarmungslos

Unforgiven (1992), US Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Drama, Western, Kinostart 24.09.1992


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8.3
Kritiker
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von Clint Eastwood, mit Clint Eastwood und Gene Hackman

Clint Eastwood zückt in dem Spätwestern Erbarmungslos als Witwer William Munny den Revolver, um eine Prostituierte zu rächen.

Der alternde William ‘Bill’ Munny (Clint Eastwood) war vor seiner Heirat ein gefürchteter Revolverheld, der die meiste Zeit seines Lebens im Suff verbracht hat. Erst seine Frau brachte ihm vom Trinken und Schießen ab. Nach ihrem Tod führt er nun zusammen mit seinen beiden Kindern ein tristes Leben als Schweinezüchter, das er ohne seine Frau nur mühsam meistert. Da erscheint eines Tages der junge kurzsichtige Möchtegern-Revolverheld Schofield Kid (Jaimz Woolvett), der ihm von einem lukrativen Auftrag berichtet.

In dem Städtchen Big Whiskey ist die Prostituierte Delilah (Anna Levine) von zwei Viehtreibern übel zugerichtet und entstellt worden. Der örtliche Sheriff Little Bill Daggett (Gene Hackman) hat den Vorfall nur als geringfügige Ordnungswidrigkeit behandelt und als Strafe sieben Pferde festgelegt. Die Anführerin der Prostituierten, Strawberry Alice (Frances Fisher), protestierte gegen diese Ungerechtigkeit und hat sich mit ihren Kolleginnen zusammengetan und ein Kopfgeld von 1000 Dollar auf den Tod der beiden Männer ausgesetzt.

Da er das Geld dringend braucht und den Auftrag für eine ehrenvolle Aufgabe hält, beschließt Bill Munny, sich mit Schofield Kid auf die Suche nach den zwei Männern zu machen. Er kann seinen alten Partner Ned Logan (Morgan Freeman), der mittlerweile mit einer Indianerin zusammenlebt, überreden, mit ihnen die Ehre der Prostituierten wiederherzustellen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Erbarmungslos
Genre
Gerechtigkeitsdrama, Western, Neo-Western, Später Western
Zeit
1880er Jahre
Ort
Gefängnis, Kleinstadt, Saloon, Wyoming
Handlung
Alter Mann, Antiheld, Auftrag, Auftraggeber, Auftragsmord, Bedauern, Belohnung, Biographie, Bordell, Bosheit, Brutalität, Böse, Bösewicht, Cowboy, Demütigung, Directed by Star, Entstelltes Gesicht, Erschiessen, Fieber, Folter, Freiheitsentzug, Gefängnis, Gesetz, Gesetzlosigkeit, Gewalt, Gewalttätigkeit der Polizei, Gewehr, Gewissenskonflikt, Gewitter, Gnade, Gut und Böse, Klassiker, Kopfgeld, Kopfgeldjäger, Kultfilm, Leiche, Massaker, Mitgefühl, Moral, Mord, Männlicher Held, Oscargewinner, Peitsche, Profikiller, Prostituierte, Rache, Recht und Ethik, Recht und Gerechtigkeit, Revolverheld, Rind, Schießerei, Schuss in den Bauch, Schuss in den Kopf, Schusswechsel, Schusswunde, Sheriff, Showdown, Totschlag, Training, Töten, Unmenschlichkeit, Unversöhnlichkeit, Verbluten, Vergeltung, Verhör, Wut und Hass, schweigsam
Stimmung
Berührend, Ernst, Hart, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
AFI Top 100, Klassiker, Kultfilm, Oscargewinner, Time's All TIME Top 100 Movies
Verleiher
Warner Bros Film GmbH
Produktionsfirma
Malpaso Productions, Warner Bros.

Kommentare (132) — Film: Erbarmungslos


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MaceWindu1998

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Bewertung9.0Herausragend

Klasse klasse klasse!
Ein Western aus der Zeit, als das Genre so gut wie tot war!
Und trotzdem kann er mit Leone's Klassikern aus den 60er Jahren mühelos mithalten.
Hier stimme ich mal mit der Academy vollkommen überein; Bester Film des Jahres!

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vanilla

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super Film, da gibt es nur eine Meinung;-)


DoctorWho

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Bewertung7.0Sehenswert

Auf jeden Fall sehenswert, allerdings zieht er sich im Mittelteil, was aber vom sehr gut inszenierten Finale kompensiert wird.
Wie gesagt wirklich sehenswert; 7 Punkte

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Samweis_Gamdschie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spitzen Film.

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brucelee76

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Schade nur eine 8 :( ... und ja der ist Mega-Spitzen-Geil ... :)


Laserdance

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Bewertung9.0Herausragend

Starker Film.

Auch hier zeigt Clint mal wieder sein Talent zum Geschichten erzählen. Hier stimmt einfach alles.

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sachsenkrieger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Du siehst mich einigermaßen überrascht, Bill! Ich dachte du wärst tot!" - "Tja, ich selbst dachte ich wäre tot. Bis ich rausfand, ich war nur in Nebraska!"

William "Bill" Munny ist ein ehemaliger, erbarmungsloser Killer, ein Mann weich wie Revolverstahl, freundlich wie ein tollwütiger Kampfhund, geschwätzig und emotional wie eine Leiche. Einer, der seine Seele schon vor langer Zeit für eine Handvoll Dollars verkauft hat. Einer, den selbst der Teufel fürchtet und der dem Tod noch ein paar Kugeln verpasst, bevor dieser ihm den Lebensfaden durchtrennen kann.

In seinem Innersten trägt er aber immer noch den kleinen Funken Gefühl, den ihm seine Frau vor langer Zeit erhalten hat. Sie hat ihm das Leben gerettet, es ihm zurückgegeben, ihn mit der Zeit geheilt durch ihre Sanftmut. Jetzt ist sie tot, die Farm ist am Ende, die beiden Kinder aus seiner Ehe hungern. Da kommt dem abgehalfterten Revolverhelden, der seit Jahrzehnten keine Waffe mehr in der Hand gehalten hat, ein leicht erscheinender Auftrag gerade recht. Zusammen mit dem grenzdebilen Elroy Tate und seinem alten Kumpan Ned macht er sich auf zu seinem letzten, erbarmungslosen Feldzug...

Dieser Film ließ Clint Eastwood für mich zur Ikone werden, auch wenn er selbst mir dafür wohl eine Kugel verpassen würde. Eastwood selbst, Morgan Freeman, Richard Harris und Gene Hackman in einem der besten Western aller Zeiten! Als Anti-Western möchte ich ganz gerne lieber die teilweise rührselig doofen Produktionen der Jahrzehnte davor bezeichnen, in denen Frauen nur dazu da waren, zu kreischen oder sich irgendwo festzuklammern, und Indianer immer alles skalpiert haben. Hervorragender Einstieg in das "Alterswerk" Eastwoods. Vorsicht, ducken, er legt wieder an!

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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sachsenkrieger

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Ging mir genauso, das kann ich dir sagen. Stell dir dazu noch Eastwoods Gesicht vor.


FilmFan92

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Bewertung10.0Herausragend

Mit der Rolle des Revolverhelden in Leone's Dollar-Trilogie wurde er berühmt, als Dirty Harry stieg er zur Ikone auf, doch zur (lebenden) Legende wurde Eastwood erst als Regisseur. Amüsant, dass eine seiner besten Regiearbeiten ein Abgesang auf das Genre ist, was ihn einst zum Star werden ließ. Eine Entmystifizierung, ein Film der dem Genre seinen Respekt erweist und gleichzeitig alles sagt, was gesagt werden kann. Weitere Western sind eigentlich seit "Erbarmungslos" unnötig, diese Qualität wird wohl nie wieder erreicht.
Clint Eastwood war einst der härteste Hund, der schnellste am Revolver. In "Erbarmungslos" spielt er nun einen Mann der in die Jahre gekommen ist. Ein Farmer, der Probleme hat Schweine einzupferchen, Dosen aus naher Entfernung abzuschießen und sogar Probleme hat, auf's Pferd aufzusteigen. Gerade dieser Mann macht sich nun ein letztes Mal auf, zwei Männer umzubringen, die einer Hure das Gesicht zerschnitten haben. Gemeinsam mit einem halbblinden Revolverhelden und seinem alten Freund macht er sich auf den beschwerlichen Weg. Regen und Krankheit erschweren die Reise, ebenso der gandenlose Sheriff, der das Problem zwischen der Hure und den Cowboys "geregelt" hat und nun den auflaufenden Kopfgeldjägern Einhalt gebieten will.
Eastwood erzählt quasi eine einfache Rachegeschichte, ergänzt diese um freundschaftliche Werte und nimmt dem Western seinen Glanz. Die Charaktere sind antastbar, gescheitert, verloren. "Gut" und "Böse" existiert so gesehen nicht, es gibt keine Helden. Keine Männer die den Revolver zücken und Horden von Feinden niederschießen. Hier wird daneben geschossen, gezögert, gezweifelt. Die angstlosen Cowboys sind ausgestorben. Eastwood selbst ist ein geläuterter ehemaliger Trinker, der Männer, Frauen und Kinder teilweise zum Spaß über den Haufen geschossen hat. Seine Frau bekehrte ihn, nahm ihm den Alkohol und schenkte ihm das Leben. Gegenspieler Hackman mimt den rauen Sheriff, der den Revolverhelden ihren Glanz nimmt. Ein von einem Biographen begleiteter Kopfgeldjäger wird vom Revolverhelden zum mittellosen Trinker degradiert.
Und dann wären da noch die Begleiter Eastwood's ein ebenso gealterter Morgan Freeman, der dem Abenteuer nicht mehr gewachsen ist und ein junger Kopfgeldjäger, der dem Töten nicht gewachsen ist, der den Kick sucht und schlussendlich dem Töten den Rücken kehrt.
Dass Eastwood hier mit einer wunderbaren Darsteller-Riege aufwarten kann, in der vorallem Gene Hackman grandios aufspielt, perfektioniert das wunderbar inszenierte Westernabenteuer, dass ein ums andere Mal sogar zum Lächeln anmutet. Gene Hackman als grausamer Tischler oder Eastwood, der kaum auf ein Pferd besteigen kann, im Grundtenor ist "Erbarmungslos" aber trotzdem tief melancholisch. Die dreckige, kalte Atmosphäre, verbunden mit den verzweifelten Charakteren und Eastwoods großartiger Inszenierung, die vorallem im perfekten Finale Gänsehaut erzeugt, machen "Erbarmungslos" zu einem der besten amerikanischen Western, zum besten Spät-Western und zu einem unvergesslichen, respektvollen Abgesang auf ein einst so glorreiches Genre.

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vanilla

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einer der besten Western überhaupt, gut geschrieben Filmi;-)


FilmFan92

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Danke euch! :)


Lori007101

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Abgesang des alten Genres: Western. Sehr gut erzählt und gespielt von einen Profi wie Clint Eastwood, der ja durch kultige Western wie durch die "Dollar" Trilogie, Weltberühmtheit erlangte. Gute und stimmige Musik, dass auch zum Nachdenken anregt. Sehr gute Darsteller, die die damaligen Comboys perfekt verkörpern. Allen voran sicherlich Gene Hackman: Seine sadistische und selbstgerechte Rolle hat sogar einen Oscar beschert als Bester Nebendarsteller. Ein Zeitloser Film, das man immer wieder anschauen kann und möchte!

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung10.0Herausragend

Fondas Eastwood-Western Woche: Tag 7
„Unforgiven“

Das wars:
Ein Genre wurde in seine Einzelteile zerlegt und Eastwood bekam seinen ersten Regieoscar für einen der größten Filme aller Zeiten.
Am siebten Tag meiner Westernwoche kommentiere ich bereits den 500sten Spielfilm bei Moviepilot:

Erbarmungslos!

Eastwood ist alt geworden, hat sein Pferd schon lange abgesattelt, seinen Colt zur Seite gelegt und ein friedliches Leben gewählt. Hat das Outlaw-Leben hinter sich gelassen, der Flasche abgeschworen und sich mit Frau und Kindern auf seiner Farm zurückgezogen.

Die Vergangenheit soll ihn einholen, diesen alten Mann, auf dessen Schultern die Sünden vergangener Jahre lasten.
Noch EINMAL, will er losziehen, einmal noch durch den Westen reiten, Menschen jagen und ein Kopfgeld nach Hause bringen, um die Zukunft seiner Kinder zu sichern.
Clint Eastwoods endgültiger Abschied vom Westerngenre, seine Entmystifizierung des Fremden ohne Vergangenheit.
Er geht noch einmal auf Kopfgeldjagd, an der Seite von diesem Mann, der schon alles gesehen hat, reitet ein Möchtegern-Killer, der zu jung ist um eine Ahnung von der rauen Welt des Westens zu haben, der nichts über ein Menschenleben weiß.
Und ein alter Freund begleitet ihn, man braucht für schwierige Missionen immer einen guten Freund und den hat Eastwood hier mit Morgan Freeman, den alten Partner, der einen ohne Worte versteht.
Ein Team das loszieht, mit dem einen Ziel zu töten, Menschen, die sie vorher nicht kannten, die sie nicht kennen werden, über die sie auch nicht urteilen, die sie einfach nur töten!

Big Whiskey, eine typische Westernstadt voller Abschaum.
Im Saloon geschieht ein Verbrechen, eine Frau wird entstellt, ihr Gesicht zerschnitten und ihre Schönheit genommen.
Ein Leben, in dem man sich selbst nicht mehr akzeptiert, sich selbst nicht mehr ansehen will, wo man sich am Ende selbst aufgibt, steht ihr in Aussicht, ein Verbrechen, was vom Sheriff der Stadt aus der Sicht der Frauen nicht gerecht bestraft wird.
Fragen nach wahrer Gerechtigkeit werden aufgeworfen, Gerichte, Gesetze die dem Menschen niemals gerecht werden können, versuchen die Ordnung aufrecht zu erhalten, erfolglos.
Denn die Prostituierten wollen ihre eigene Gerechtigkeit, wollen die Frauenschänder tot sehen, sie haben die Kopfgeldjäger engagiert und die Spirale der Gewalt damit am Laufen gehalten.

Der Sheriff will eine Ordnung aufrecht erhalten, versucht Waffenkonflikte in seiner Stadt zu unterdrücken, doch Gene Hackman muss sich hier gegen Clint Eastwood behaupten, zwei vollkommen unterschiedliche Männer, beide haben ALLES gesehen, vollkommen unterschiedlich geprägt, stehen sie mit all ihren Erfahrungen am Ende einander gegenüber, beide folgen ihren Berufungen und begegnen sich im unausweichlichen Duell.

Reflexion über die Entstehung von Gewalt und das Töten und Sterben an sich,

-"Das habe ich nicht verdient, so einen Tod. Ich baue mir gerade ein Haus."
-"Was Sie verdienen, hat nichts damit zu tun."

Ein Facettenreiches, tiefgründiges Werk mit vielen Geschichten und Aussagen, bis es nach vielen ruhigen Bildern zum Schlussakt kommt:
Der endgültigen Reinwaschung, die ENDGÜLTIGSTE Szene, die letzte Abschließung mit der Gewalt in der verregnetsten Nacht im heruntergekommenstem Westernkaff,
und Eastwood reitet für immer davon, nachdem er abgerechnet hat.

„Ich komme jetzt raus! Und jeden den ich sehe, werde ich erschießen. Sollte es jemand wagen auf mich zu schießen, töte ich erst ihn, dann seine Freunde und dann seine Familie…“

Clint Eastwood nimmt hier nach all den Jahren im Filmgeschäft sämtliche positiven Aspekte seiner früheren Arbeiten auf und packt sie in sein Essenz-Werk.
Ich kann verstehen, wenn diesen Streifen einige für zu langatmig halten aber mit der Musikuntermalung, den Schauspielern, dem Setting und vor allem den angesprochenen Themen packt mich „Erbarmungslos“ jedes Mal wieder mit einer so unglaublichen Wucht, dass ich ihn dem kleinen Kreis meiner 10er Filme hinzufüge!

Zum Schluss ertönt „Claudias Theme“, mein Herz wird schwer bei dieser wunderschönen Musik und alle Gefühle, alles was hier gezeigt wurde, findet in diesen wunderschönen Klängen einen unsagbar großartigen Abschluss:
(http://www.youtube.com/watch?v=z5q5YP9kBuI)

„An Sergio“,
er wäre stolz gewesen, hätte er gesehen was aus „seiner Entdeckung“ und der Figur des Ponchoträgers geworden ist!

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The Freewheelin Fonda

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YEAH!!! Freue mich grade sehr darüber, bin echt SEHR gespannt was du von dem hälst und Excalibur steht ja auch schon länger auf meiner Liste!
Du bist die ganze Nacht on? Dann krisgst du vlt. gleich noch Post von mir :)


Andy Dufresne

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Der goldene See müsste eigentlich total mein Film werden :)
Und Excalibur sowieso, hab den vor tausend Jahren schon mal gesehen, wohl DER Ritterfilm (mit den Rittern der Kokosnuss :D).
Und ja, ich bin on, muss Morgen Abend anfangen zu arbeiten, da probier ich immer vorher durchzumachen und Tagsüber zu schlafen. Also schreib mir was, ich würde mich freuen darüber ;)


Moviegod

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Bewertung10.0Herausragend

Neben "Der schwarze Falke" und "Der mit dem Wolf tanzt" der beste Western aller Zeiten. Mir fällt nichts ein, was mir bei diesem Film nicht gefallen hat.

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TheAvenger68

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Hab den vor Jahren gesehen und fand den etwas langatmig.
Sollte ich mir mal wieder anschauen.
Die Sehgewohnheiten ändern sich.


Moviegod

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So ging es mir ehrlich gesagt am Anfang auch. Erst nach dem dritten, vierten Mal hat er mich richtig mitgerissen. Und seitdem liebe ich den Film


timmoe

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Bewertung6.5Ganz gut

Hervorragend besetzter Spätwestern mit interessanten Charakteren, dessen anfangs vielversprechender Plot leider nicht über die volle Laufzeit überzeugen kann.

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Shatterhand

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Der Film ist echt gut. Aber wie du schon geschrieben hast ist der Plot zu dünn für den ganzen Film.


ElmStreet84

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

"Erinnerst Du Dich? Ich habe einen Viehtreiber mal in den Mund geschossen, seine Zähne kamen zum Hinterkopf raus. Ich denke ab und zu an ihn. Ich habe gar keinen Grund gehabt, ihn zu erschießen. Als ich wieder nüchtern wurde, fiel mir jedenfalls keiner ein."

Erbarmungslos. Genau DAS ist das Wort mit dem man diesen Western beschreiben könnte.

* Er hat längst aufgehört, Unschuldige zu Fall zu bringen.
* Er hat aufgehört zu trinken und sich zu prügeln.
* Er hat längst aufgehört, jeden Rüpel oder Unschuldigen, der vor seine Kanone
gerannt ist, umzubringen.

Doch eins hat er nie vergessen... Rache. Ohne Erbarmen. Schonungslos und kaltblütig.

Es ist das Jahr 1880 in wilden Westen. Wir sind in einem Saloon. Sehen einen Cowboy der gerade dabei ist, sich mit einer Prostituierten zu vergnügen und ihr den letzten Verstand aus dem Kopf zu vögeln... Es sind Schreie zu hören, dringen durch alle Wände des Saloons, kaum zu überhören. Sie schrecken auf und stürmen zum Nachbarszimmer, in dem eine Nutte von einem Kunden zusammengeschlagen und mit Messerattackten verletzt wird...

... nur einer kann diese Untat rechen, jeder kennt ihn, jeder fürchtet ihn.. jedenfalls früher mal. Heute ist er zur Ruhe gekommen und kümmert sich auf seiner Schweinefarm um seine zwei Kinder. Er ist stiller geworden, vielleicht auch zu still... wenn er in der Ecke hockt und über seien Frau trauert.

Sie hat ihm geholfen ein besserer Mensch zu werden, alle Untaten, die er begang zu vergessen und wieder neu anzufangen. Doch sie ist nicht mehr da, um ihn zu unterstützen und ihn auf dem rechten Weg zu halten.
Doch für einen Moment muss er sein heiles Leben und seine Vernunft vergessen um den Angriff an einer Nutte zu rechen. Er macht sich zusammen mit zwei Freunden auf den Weg zum kleinen Städtchen "Big Whickey" um die Männer zu Fall zu bringen, die diese schöne Frau so schonungslos entstellt haben.

Er muss das Schießen wieder lernen, doch er kann es noch... genau so wie früher.

"Ja, jemanden zu töten ist eine schlimme Sache. Du löscht alles aus, was er war und je hätte sein können."

Und er macht sich auf ein großes Abenteuer bereit.

.

.

.

1992. Niemand hätte jetzt noch an einen Western im Kino gedacht, doch Clint Eastwood ist es mal wieder gelungen, einem langsam vergessenen Genre wieder ein wenig Leben einzuhauchen. Und das tut er auf verdammt gute Art und Weise. Mit einer Erzählung die von niemand anderem besser erzählt werden konnte.

Ein grandioser Western hat die Welt nocheinmal begeistert und gezeigt, dass er's immernoch drauf hat, der Blonde! Sogar besser als vorher! Grandioser Film mit einem grandiosen Eastwood (<3) ... einer der großen Schätze in meiner Sammlung! :-)

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ http://www.youtube.com/watch?v=y6eTJwJ5Nt0 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

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The Freewheelin Fonda

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In meinem Clintkommentar zu Beginn der Reihe stand ja auch nur das allernötigste drin, bin da mal sehr gespannt auf deine Hymne auf diese Legende :)


ElmStreet84

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So, Hymne steht!! :D


replicant-10

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Bewertung7.5Sehenswert

Erbarmungslos ist ein trauriger, harter und düsterer
(Anti)-Western mit Clint Eastwood und Gene Hackman,
der hier und da natürlich auch etwas Humor hat.
Hier spielt Clint Eastwood einen reumütigen Farmer und Kopfgeldjäger
der seine schlimmen Taten aus vergangenen Zeiten bereut.
Als sein bester Freund umgebracht wird begibt er sich allerdings
auf einen gnadenlosen dafür aber gerechten Rache-Feldzug.
In diesem Western gibt es keine Helden und auch keine Gewinner !!!

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Codebreaker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

SPOILER!!!
Bisher hatte ich noch keinen großen Kontakt mit dem Genre "Western".
Das Interesse war einfach bisher noch nicht richtig groß. Sicherlich, ich habe schon den ein oder anderen Vertreter gesehen, aber eben hauptsächlich nur aktuellere Beispiele.
Wie dem auch sei, ich kam nun also zu "Erbarmungslos" von dem ich schon viel gutes gehört hatte, ob es nun als "erster" Western die optimale Wahl ist, sei mal dahingestellt. Was man auf jeden Fall sagen kann, ist, dass er definitiv richtig gut ist!
Denn auch ohne viel Hintergrundwissen, merkt man, dass es sich bei diesem Film nicht einfach nur um einen "normalen" Western handelt. Dieser Film hinterfragt einige zentrale Aspekte, die zu solchen bzw. allgemein zu Filmen gehören. Dinge wie bspw. der Tod. Oft werden in Filmen Menschen getötet, als wäre es das Leichteste der Welt, als könnte man das mal so mir nichts - dir nichts machen. Hier wird darauf genauer eingegangen, es wird sogar in Frage gestellt bzw. es wird gezeigt, dass das nicht leicht und auch definitiv nicht gut ist.
"Ja, jemanden zu Töten ist eine schlimme Sache. Du löscht alles aus, was er war und je hätte sein können."
Nachdem Prostituierte misshandelt wurde und die dafür Verantwortlichen davonkommen, setzen die anderen Frauen eigenständig ein Kopfgeld auf diese Beiden aus. William Munny, Ned Logan und Schofield Kid machen sich also gemeinsam auf den Weg diese Beiden umzubringen. Während Ned und William bereits eine Vergangenheit in diesem Gewerbe haben, ist Kid noch ganz "frisch" dabei. An ihm sieht man zum Beispiel wunderbar, wie "einfach" das Ermorden oft dargestellt wird. Er ist ganz versessen drauf die Beiden in die Finger zu bekommen. Als er dann schließlich einen der beiden Gesuchten erschossen hat, versteht auch er es. Speziell William hat das allerdings schon so oft gemacht, er weiß, dass da viel mehr dahinter ist. Gleiches gilt für Ned, dieser kommt schließlich sogar zu der Einsicht, dass er nicht mehr Morden will. Ich finde es ziemlich gut, dass man sich mit diesem Thema in dem Film hier so sehr auseinandersetzt!
Allerdings ist das natürlich nicht das Einzige. Clint Eastwood - der eine wahre Legende im Genre ist - ist in diesem Film lediglich ein Mann, dessen beste Zeiten schon hinter ihm liegen. Er trifft nicht mehr richtig, ja schafft es sogar nicht mehr wirklich auf sein Pferd zu steigen. Eastwood präsentiert seinen Charakter als einen alten Farmer, der viele viele Dinge getan hat, auf die er nicht stolz ist. Dabei wird auch die Frage, ob es "Helden" denn überhaupt gibt, behandelt.
Man sieht schon, hinter diesem Film steckt wesentlich mehr, als man auf den ersten Blick erkennt. Dazu kommt, dass er eine eigene und richtig starke Atmosphäre hat. Er ist ruhig inszeniert, wird langsam aufgebaut, bis es dann gegen Ende so richtig zur Sache kommt. Natürlich sollte man auch die Darsteller nicht vergessen und auch hier überzeugt der Film richtig stark! Nicht nur, dass Eastwood als Regisseur überzeugt, er spielt seine Rolle natürlich auch sehr toll! Morgan Freeman ist eigentlich IMMER super und so auch hier, dann haben wir noch Gene Hackman der ebenfalls grandios ist! Er ist einfach verdammt präsent, sobald er anwesend ist, außerdem beeindruckend und kommt richtig böse und stark daher.
Der finale Showdown ist zudem auch richtig cool!
"Wir sehen uns in der Hölle..." - "Ja."
Beeindruckend!
Was bleibt also nun abschließend zu sagen? "Erbarmungslos" ist ein sehr starker Film, der eine ruhige, eigene, starke Atmosphäre hat, der diverse Elemente des Western bzw. allgemein von Filmen in Frage stellt, hinter dem einfach viel mehr steckt als direkt erkennbar, der wahnsinnig gute Schauspieler vereint, der zudem auch keineswegs langweilig wirkt, der einfach nur richtig richtig gut war! Ich werde ihn mir sicherlich noch mal anschauen, wahrscheinlich dann, wenn ich mehr Western gesehen habe, als jetzt, vielleicht verstehe ich ihn dann ja besser, bisher ist er aber auch so, ein verdammt guter Film!

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Roldur

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zwei alte Ex-Revolverhelden und ein kurzsichtiger Trottel sind auf Kopfgeldjagd. Der eine Alte kann einen Falken in der Luft ins Auge treffen. Der andere war früher ein richtig übler Kerl und erschoss zwei, nein drei Deputies, als sie ihn umstellten. Naja, der dritte ist weder alt noch war er jemals Revolverheld. Was die drei verbindet? Sie sind die Hauptrollen in einem Film, den man wohl als Endzeit-Western betiteln könnte.
Clint Eastwood, schon damals um die 60, ist selbst übler Bad-Boy dem Alter ausgesetzt und Morgan Freeman ist im alten Westen auch alles andere als göttlich.
Während die drei sich also auf ihrer persönlichen Odysee (gut, besonders weit ist es nicht weg) ins Städtchen "Big Whiskey" begeben sind sie nicht nur ihrem eigenen Verfall, dem schlechten Wetter und ihrer Vergangenheit bzw. Naivität ausgesetzt, sie sehen sie auch dem harten Sheriff Little Bill gegenüber. Und der wird die Gejagten bis aufs Blut verteidigen, es geht hier schließlich um die Ehre.
Eastwood erzählt seine Geschichte gewohnt ruhig und trifft damit genau den Kern des Geschehens. Die Dramatik baut sich langsam auf und Ex-Revolverheld Bill Munny wird schneller von seiner Vergangenheit eingeholt als er das vielleicht möchte.
"Erbarmungslos" zeigt damit eine ganz neue Facette des Western-Genres, ähnlich wie z.B. der neuere Vertreter "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford".
Mit seiner rauen und doch wunderbar stillen Art schafft es Eastwood einmal erneut genau dahin zu treffen wo gute Filme hingehören. Ein ganz großer Film und nicht nur im Western-Genre eine wichtige Geschichte.
Der englische Titel "Unforgiven" trifft hier übrigens den Film um einiges besser.

"It's a hell of a thing, ain't it, killin' a man. You take everything he's got... and everything he's ever gonna have..."

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Icho_Tolot

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Bewertung9.0Herausragend

Kalt, dreckig, bedächtig und brutal...so stell ich mir den Wilden Westen vor. Und dieser Film bringt das verdammt gut rüber! Da gibt es keine Huren, die einem Reizwäschekatalog entsprungen sind. Da muss auch mal tagelang bei schlimmstem Regenwetter durch die Gegend geritten werden ohne das etwas passiert. Da versagen noch so manchen sogenannten Westernhelden die Nerven wenn es drum geht eine andere Person einfach so über den Haufen zu schiessen! Nein das Töten ist nicht einfach und schön! Und der Tod kommt auch nicht immer so schnell wie von manchen erhofft. Toll ist auch die Anspielung auf das zu Ende gehende Zeitalter des Wilden Westen. Da kommt der alternde Held nur noch mit Schwierigkeiten auf sein Pferd. Handskerum will der (böse) Sheriff seinen Lebensabend eigentlich in seinem selbst gebauten Häuschen verbringen. Aber die Brutalität des noch nicht ganz vergangenen Wilden Westen macht manchen noch einen Strich durch die Rechnung....

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RoboMaus

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Bewertung3.5Schwach

Langatmiger Western, der erst am Schluss etwas spannend wird. Zündete bei mir überhaupt nicht, und ich war mehrmals kurz davor abzuschalten. Hanebüchene Story um einen Amateur und zwei altersschwache "Profis", die zwei Leute gegen Belohnung umlegen wollen. Von der Atmosphäre her ein bisschen an den nur zwei Jahre zuvor erschienenen Mega-Erfolg "Der mit dem Wolf tanzt" angelehnt, aber weit entfernt. Clint Eastwood hat es nicht geschafft einen Western zu drehen, bei dem im Grunde recht wenig passiert und der ausserhalb der Action-Szenen allein mit der Atmosphäre zu fesseln vermag. Da rettet auch das Star-Trio Eastwood-Hackman-Freeman wenig. Erbarmungslos ist hier nur die Langeweile.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung9.0Herausragend

Ja der traut sich was "Der Texaner"!
Da macht sich der größte (Anti)Held der kompromisslosen Spaghettiwestern im Jahre 92 auf um als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller an seinem eigenen Ruf als härtester Hund des Genres zu sägen.
Hier sieht man ihn als altersschwachen, gebrechlichen Mann (Schweinefarmer :-) )
der nicht nur nicht mehr mit dem Revolver umgehen kann, sondern auch Probleme hat aufs Pferd zu steigen.
Trotzdem macht er sich nach elf Jahren Pause auf mit seinem alten Kumpel
"Morgan Freeman" einen letzten Job zu erledigen.
Das alles ist altersgerecht ziemlich ruhig, realistisch und mit viel bedacht inzeniert,
erzählt sehr schön dass auch Revolverhelden alt werden und zeigt sehr würdevoll die andere Seite der Medaille.
Kugeln töten Menschen, das ist nicht immer schön und auch nicht immer leicht.
Und genau damit befaßt sich "Erbarmunslos" und zeigt auf ganzen 130 Minuten eine Handlung die andere in einer halben Stunde abgefertigt hätten.
Eastwood aber widmet sich komplett seinen Charakteren und ordnet sogar die im Grunde sehr einfache Handlung ihnen unter.
Dadurch bekommt nicht nur "Bill" großen Raum eingeräumt um seine Figur zu erklären,
auch alle anderen wichtigen Personen bekommen genug Raum eingeraümt
um sich mit ihnen auseinanderzusetzen.
Da der Film so ruhig inzeniert ist und Gewalt immer nur spärlich einsetzt ist sie dann wenn sie aber gezeigt wird um so drastischer und realistischer.
Auch wenn Eastwood anfangs ziemlich altersschwach daherkommt,
spätestens am Ende wenn er einer Überzahl Gegner gegenübersteht ist er cool und "Erbarmunslos" wie eh und je!

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brucelee76

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hallo zusammen,

Erbarmungslos ist pure Filmmagie und in vollendeter Form höchste Kunst. Schlichtweg ein Meisterwerk über das Wesen Mensch in seinem Denken, Sprache, Moral, Trieb, Motiv und Handeln.

Allein das Ende ist das spannendste, ehrlichste und coolste was bisher auf der Leinwand gezeigt wurde. Die simple Botschaft ist, wer tötet ist mies und wer getötet wird auch und unschuldig ist niemand.
Nachdem William Munny nach dem Showdown vom Schreiber gefragt wird, nach welchem Muster er anfängt zu schießen, sagt dieser darauf hin: „... es ist reine Glücksache, die Reihenfolge ist egal. Wenn es ums töten geht, habe ich immer Glück gehabt.“ Bingo. Das ist eine der Kernaussagen die an mir haften. Das ganze Leben ist reine Glückssache. Der Sheriff hatte Pech, in dem er Ned zu tote gepeitscht hat und somit sein Haus nicht mehr fertig bauen kann. Auch die Szene wo der Sheriff, William Munny seine Gräueltaten (Mord an Kinder und Frauen) vor versammelter Mannschaft auf zählt, lässt Ihn völlig kalt, „ … sie waren halt zu falschen Zeit am falschen Ort“.

Hier passt einfach alles zusammen. So wünsche ich mir Kino. Wundervolle Musik, ehrliche Dialoge, reale Szenen, echte Gefühle und besseres kennenlernen der Gattung Mensch.

Mein Fazit: Ein Western für die Ewigkeit. Besser geht's nicht!!!

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OptiMaster

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Gerade gesehen: Der HAMMER!!! Guter kommi ;)


brucelee76

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Danke :), Erbarmungslos gehört zu meinen absoluten Topfilme!!!


Ivo Müller

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der beste Western aller Zeiten.

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Val Vega

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Bewertung9.5Herausragend

Regisseur Martin Scorsese sagte einmal, dass es nach „Erbarmungslos“ Unsinn sei, jemals wieder einen Western zu drehen. Alles sei nun über dieses Genre gesagt worden. Und in der Tat, dem ist so! Chapeau Clint Eastwood! Dir ist mit diesem Film, wohl einer der besten, wenn nicht der beste, Western aller Zeiten geworden. Denn „Erbarmungslos“ ist nicht nur eine Hommage an die glorreichen Zeiten des amerikanischen Westerns, sondern sogleich eine Dekonstruktion, jenes Genres, dessen Ruhm und Glanz verblasst ist. Vorbei ist die Zeit der Helden und Revolvermänner - vor allem dann, wenn diese nicht einmal mehr aufs Pferd kommen.

Das schöne an Clints Film ist jedoch, dass er so viele Interpretationsmöglichkeiten offen lässt. Kann man doch den jungen „Schofield Kid“ mit dem gewöhnlichen Westernfan gleichsetzen, der immer und immer wieder beim Ansehen der Filme mit den alten Helden, aufs neue ein Abenteuer mit jenen bestreiten möchte. Doch dann zeigt uns Clint eines. Nämlich, dass wir nie so sein könnten wie diese Helden, denn sie alle sind Mörder und Diebe, Raubeinige Gesellen, die uns ohne ersichtlichen Grund im Suff über den Haufen schießen würden.

Während Sergio Leone, an jenen dieser Film gewidmet ist, mit seinem Film so großartigen „Spiel mir das Lied vom Tod“ die Grenzen zwischen dem Western und dem Italowestern so fließend überschritt, geht Clint noch einen Schritt weiter und zerstört den Western und den amerikanischen Traum von Freiheit und Gerechtigkeit. Es gibt wenige Filme, die eine solche erzählerische Wucht innehaben. Wenige Filme, mit einem so grandiosen Score, wenige Filme, die so viele Botschaften in sich vereinen, ohne eine in irgendeiner Weiße zu vernachlässigen.

In „Unforgiven“ stimmt einfach alles. Die Geschichte, die Musik und die Schauspieler, sie alle fungieren auf eine Art zusammen, wie man sie nur sehr selten sieht. Clint Eastwood ist einfach einer der besten Schauspieler aller Zeiten, und ein noch viel, viel besserer Regisseur, wer mir nicht glaubt, hat „Erbarmungslos“ wohl noch nicht gesehen. Und auch Morgan Freeman ist grandios. Er hat eine sehr ruhige Art, seine Charaktere darzustellen, was mir sehr zusagt. Noch dazu weiß er, seine sehr wohlklingende Stimme immer perfekt einzusetzen.

Gene Hackman spielt den sadistischen Sherif, der seinen ganz eigenen Sinn von Gerechtigkeit hat, so überzeugend, dass ich sagen muss, er hat den Oscar völlig verdient. Doch auch die Trophäe „Bester Film“ und „Beste Regie“ sind völlig angebracht.
In meinem Text zu „Departed- Unter Feinden“ schrieb ich, dass dieser Film ein würdiger Oscar-Gewinner wäre. Und hier die Einsicht: Nein. Denn wen „Erbarmungslos“ ein würdiger Oscargewinner ist, ist „The Departed“ noch lange keiner, doch da heute keine Filme wie dieser gedreht werden, ist es schon okay, Filme wie „The Departed“ auszuzeichnen.

Wer Western liebt, der liebt Clint Eastwood- und wird Erbarmungslos verehren. Wer Western hasst, der wird „Erbarmungslos“ auch mögen, da er so ziemlich alles zerstört und dekonstruiert für was der Western steht. Alle Werte von Gerechtigkeit und Ehre, Ruhm und Gloria werden in den Dreck gezogen.

Seit ich auf Moviepilot bin, ist mir das Wort „Überfilm“ schon oft unter gekommen. Viele Filme die damit schon bezeichnet wurden verdienen diese Betitelung ganz und gar nicht. Deshalb steht für mich nun die Wertung 10.0 für den Begriff „Überfilm“. „Erbarmungslos“ ist genau so ein „Überfilm“. Also an alle die ihn noch nicht gesehen haben. Geht zur nächsten Videothek oder „Media Markt“ oder „Saturn“ oder auch auf Amazon und hohlt ihn euch. Ihr werdet es nicht bereuen!

PS: Das Herz bekommt er vielleicht nach der nächsten Sichtung...

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The Freewheelin Fonda

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Mein Text hierzu steht jetzt auch, als ABschluss meiner Eastwoodreihe ;)


Val Vega

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Ist die jetzt schon aus? ich war mir fast sicher, dass du auch seine nicht-Western machen würdest :(



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