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The Grandmaster

Yi dai zong shi (2013), CN/FR/HK/US Laufzeit 123 Minuten, FSK 12, Eastern, Actionfilm, Drama, Kinostart 27.06.2013


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6.0
Kritiker
32 Bewertungen
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6.2
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575 Bewertungen
73 Kommentare
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von Kar Wai Wong, mit Tony Leung Chiu Wai und Ziyi Zhang

In The Grandmaster verfilmt Wong Kar-Wai das Leben des Kampfsport-Lehrers und Bruce Lee-Mentors Ip Man, der im japanisch besetzten China um sein Leben kämpft.

Wong Kar-Wai verfilmt die Lebensgeschichte des Ip Man (Tony Leung Chiu Wai), dem Meister der Kampfkunst ‘Wing Chun’ und Mentor von Martial Arts-Legende Bruce Lee. Ip Man kommt aus dem Süden Chinas. 1936, kurz vor der japanischen Invasion, trifft er in Foshan auf Gong Er (Ziyi Zhang), die aus dem Norden Chinas stammt. Das Land steht kurz vor einer drohenden Teilung in Nord und Süd. Gong Ers Vater reist auch nach Foshan, denn der Großmeister soll in einer Zeremonie im Gold Pavillon als Kämpfer verabschiedet werden.

Hintergrund & Infos zu The Grandmaster
The Grandmaster ist der zehnte Spielfilm von Kultregisseur Kar Wai Wong. Die Hauptrolle in The Grandmaster übernimmt Tony Leung Chiu Wai, mit dem der Regisseur schon bei fünf Spielfilmen zusammenarbeitete. Der Schauspieler trainierte für die körperlich belastende Rolle des Ip Man ein Jahr lang vier Stunden am Tag.

The Grandmaster (OT: Yi dai zong shi; die Arbeitstitel lauteten zunächst Yut doi jung si bzw. The Grandmasters) wurde im Februar 2013 auf der Berlinale gezeigt und eröffnete die Internationalen Filmfestspiele. Der Film lief jedoch außer Konkurrenz, da Wong Kar-Wai Präsident der Berlinale-Jury war. The Grandmaster wurde fast zehn Jahre vor seiner Veröffentlichung angekündigt. Doch durch den Perfektionismus des Filmemachers (der Film wurde über ein Jahr lang geschnitten) wurde der Film erst 72 Stunden vor seiner Veröffentlichung fertig.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails The Grandmaster
Genre
Martial-Arts-Film, Actionfilm, Drama, Biopic
Zeit
1930er Jahre, 1936, 1940er Jahre, 1950er Jahre, Zweiter Weltkrieg
Ort
Heimatort, Hong Kong, Republik China, Volksrepublik China
Handlung
Arzt, Besatzungsmacht, Duell, Familie, Herausforderer, Herausforderung, Hunger, Japaner, Kampf, Kampfkunst, Kampfsport, Krieg, Kung Fu, Lebenslauf, Lehrer, Lehrer-Schüler-Beziehung, Meister, Mentor, Nahkampf, Rache, Regen, Reich, Reichtum, Vater-Tochter-Beziehung, Verlust, Verlust des Kindes, Wing Chun, Zweikampf
Stimmung
Aufregend, Eigenwillig, Ernst, Romantisch
Zielgruppe
Männerfilm
Verleiher
Wild Bunch/Central Film
Produktionsfirma
Annapurna Pictures, Block 2 Pictures, Bona International Film Group, Jet Tone Production, Sil-Metropole Organisation

Kritiken (23) — Film: The Grandmaster

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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5.0Geht so

Hübsch aber leblos und weit von der narrativen wie charakterlichen Anziehungskraft von Wilson Yips"Ip Man" entfernt.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

BadLabrador

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Sehr schön beschrieben, so ging es mir auch.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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4.0Uninteressant

[...] Kar Wai Wong öffnet das Tor zu seiner Seele und folgt der eigenen Ideologie, begeht in seiner Inszenierung jedoch den Fehler, dass ihm der empathische Zugang zur melancholischen Introspektion seiner Charaktere zu zeitintensiv erscheint und sich lieber mit einer elliptischen Staffelung sämtlicher Zeitabschnitte im Leben Ip Mans aufhält, ohne einen echten Erzählfluss zu erzeugen. Wongs Hauptaugenmerk ist der chinesische Status quo, dem er nur mit beherrschter Distanz verarbeiten kann und sich in seinem visuellen Potpourri aus Zeitlupen und Zeitraffer wiederholt verschätzt. Den zwar wirklich beeindruckenden Choreographien wird jede Dynamik genommen und der metaphysische Einblick in die emotionale Motivation führt zunehmend in ein Sammelsurium aus fernöstlichen Glückskeksweisheiten, gefangen im Dekor des asiatischen Zeitgeistes, ohne die überraschungsfreie Konstitution einer bröckeligen Erinnerung an die ehrenvolle Vergangenheit je zu verlassen. [...]

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten

rubelzar

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ich werde mir das teil morgen abend reinziehen :)


rubelzar

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Überragend! Mehr später! Zum Glück habe ich die letzte Vorstellung gesehen, bevor er morgen aus dem program genommen wird.


Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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9.0Herausragend

Selbst wenn man nicht übermäßig viel für asiatische Klöppereien übrig hat, bei Wong Kar-wai wird Martial Arts zum Ballet, zum atemberaubenden Bewegungs- und Bilder-Fluss. [...] The Grandmaster ist ein großartiger Film.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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6.5Ganz gut

Trotz mancher Länge und Unerklärlichkeit bleibt man letztlich hängen an der visuellen Pracht, mit der Wong sein erlesenes und nostalgisches Epos entwirft.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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7.0Sehenswert

The Grandmaster ist ein ästhetischer Hochgenuss, die Kampfszenen wirken wie Poesie auf den Betrachter. Leider verliert Wong Kar-wai das ein ums andere Mal die Geschichte aus den Augen.

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I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard

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6.0Ganz gut

All die reichen Interieurs, die dekorativ drapierten Damen des Goldenen Pavillons [...] fügen sich letztlich zu einem etwas leblosen Hochglanz-Bilderbogen. Wong Kar-wai kann auch diesmal nur bedingt überzeugen.

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Bettina Peulecke: NDR Bettina Peulecke: NDR

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6.5Ganz gut

Die Bilder sind berauschend, insgesamt ist The Grandmaster aber auch ein wenig befremdlich.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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9.0Herausragend

Der Hongkong-Ausnahmeregisseur Wong Kar Wai legt mit The Grandmaster seine beste Arbeit seit Jahrzehnten vor. [...] Trotz todtrauriger Schicksale ist The Grandmaster ein erstaunliches Lebenszeichen, eine Wiedergeburt.

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FritzGoettler: Süddeutsche Zeitung FritzGoettler: Süddeutsche Zeitung

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7.0Sehenswert

An der Dynamik dieses Lebens ist Wong Kar-Wai aber gar nicht interessiert, sein Grandmaster ist ein enzyklopädischer Film, ein Lehrfilm fast, in dem die verschiedenen Kampfstile dokumentiert werden sollten, in ihren Abläufen und Bewegungen.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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6.0Ganz gut

Wieder mal ein sinnlich ästhetisches Meisterwerk von Wong Kar-Wai, das jedoch nicht unbedingt mit einer mitreißenden Geschichte auftrumpft…

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José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Die episodenhafte, elliptische Erzählweise Wong Kar-wais mag zwar dem westlichen Zuschauer den Zugang zum Film erschweren, zumal Wong Kar-Wai und seine Drehbuch-Mitautoren Zou Jing-Zhi und Xu Hao-Feng einigen Figuren, etwa Ip Mans Ehefrau Zhang Yong-Cheng und „The Razor“ kaum Raum zur Entfaltung zugestehen. Aber weder die unterschiedlichen Episoden noch die Kungfu-Kämpfe stehen im Vordergrund von „The Grandmaster“. Nicht so sehr die Handlung, sondern eher die Ästhetik der mit Zeitlupe kombinierten, schnellgeschnittenen Kampfszenen sowie insbesondere auch die in der verlangsamten Zeit zum Ausdruck kommende unerfüllte Liebe stehen im Mittelpunkt von „The Grandmaster“. Ein Sujet, das bereits Wong Kar-wais große Filme „In the Mood for Love“ (2000) und „2046“ (2004) auszeichnete. Zu diesem ästhetischen Konzept gehören etwa auch die seit „In the Mood of Love“ für Wong Kar-Wai so charakteristischen Zeitlupe-Einstellungen beim Gehen, als sich etwa Zhang Ziyi am Bahngleis auf den Weg zum Kampf gegen Ma San macht. Manchmal gefrieren die Bilder gar zu veritablen Tableaus – mit fließendem Übergang zu echten Photographien.

Zwar bezieht sich der Filmtitel auf Ip Man. Im Zentrum des Films steht jedoch eher die von Zhang Zi-Yi dargestellte Gong Er. Davon zeugt bereits die Art, wie die Kamera von Philippe Le Sourd sie inszeniert, ja regelrecht liebkost. Die besonders scharfen Nahaufnahmen der Gesichter lassen sogar die Spiegelung in ihren Augen betrachten. „The Grandmaster“ ist eigentlich kein Kungfu-Film, sondern eher ein Drama um unerfüllte Liebe.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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6.0Ganz gut

So gut wie in seinen besten Filmen gelingt es diesmal nicht, aus vielen für sich genommen eindrucksvollen Szenen einen runden Film zu formen.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Klar, man muss sich die asiatische Mentalität, den getragenen Rhythmus, die Redundanzen gefallen lassen, sonst hat man nichts davon. Doch faszinierendes Kino ist das allemal.

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Gabriele Summen: Radio Köln Gabriele Summen: Radio Köln

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6.5Ganz gut

Wer [...] ein paar verschwenderisch schöne Filmszenen nicht verpassen möchte [...] der kommt trotz aller dramaturgischen Mängel an [The Grandmaster] nicht vorbei.

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Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

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5.5Geht so

[...] Seit jeher zeichnet sich das Kino des Wong Kar Wai als formal experimentelles Emotionskino aus, welches die ganz subjektiven Nuancen der Gefühle auslotet und mithilfe universeller Sinnsprüche zu konkretisieren versucht. Im Gegensatz zu seinen unkonventionellen früheren Werken jedoch gibt er sich bei seiner jüngsten Arbeit gänzlich herkömmlichen Dramaturgie-Werkzeugen hin, die auf plumpe Kompetitiv-Sequenzen setzen, an mancher Stelle beinahe sogar an einen beliebig-primitiven Prügelfilm gemahnen, was durch den stoisch-zurückhaltenden Gestus seines Protagonisten nur leidlich kaschiert werden kann. Währenddessen werden etliche Sub-Plots gesponnen, welche knapp den Werdegang anderer Kampfkünstler zur selben Zeit schildern sollen, deren einziger Verdienst allerdings die Stiftung überflüssiger Verwirrung hinsichtlich ihrer kruden Handlung ist. Oft verliert „The Grandmaster“ leider den nötigen Fokus, um die durchaus ereignisreichen Geschichten weiterhin spannend und nahbar zu gestalten, geriert sich aufgrund lediglich vager Andeutungen als erstaunlich emotionslos und unterkühlt, wodurch eine seltsame Diskrepanz zwischen diesem und den früheren Werken des in Hong Kong geborenen Asiaten entsteht. [...]

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jacker

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Sehn ich überwiegend genauso.
Nur war der audiovisuell so ein Rausch, dass mir das noch 1.5P mehr wert ist..


Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...

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6.0Ganz gut

Wer um die Kraft von Worten weiß, hält sich mit ihnen zurück, lehrt der Hauptcharakter und suggeriert damit, in den bombastischen Einstellungen läge größere Tiefe als die an der glatten Oberfläche kratzenden Monologe und Sophismen vermitteln. [...] Eine oberflächlich-opulenten Operette...

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PeterOsteried: Gamona.de PeterOsteried: Gamona.de

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4.0Uninteressant

In schönen, aber inhaltsleeren Bildern befasst sich Wong Kar Wai mit dem Wesen des Kung Fu und vergisst darüber hinaus, dass eine Geschichte Emotion benötigt, um mitreißen zu können.

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Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.de

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8.0Ausgezeichnet

Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Anspannung liegt in der Luft und Regen prasselt auf der Erde nieder, als hätte der Himmel seine Schleusen geöffnet. Dann erfolgt die Eruption von Bewegung, ein Kampf. In Zeitlupen, schnellen Schnitten und bewegten Kamerafahrten ereignet sich ein audiovisuell überwältigendes Schauspiel. Regentropfen werden durcheinander gewirbelt, schäumen auf und vermischen sich schließlich mit Blut, das langsam die Straße hinunterließt. Ein gleichsam brutaler sowie erhabener und wunderschöner Augenblick, der jedoch nur Prolog ist. Prolog von etwas viel Größerem, von einem Epos, von einem Kunstwerk. Während sich das Beben der Trommeln zum kraftvollen Klimax steigert, entsteht auf der Leinwand ein Martial-Arts-Bilderreigen, der selbige zu sprengen droht. Zu gewaltig ist dieses Ereignis, das Wong Kar-Wai mit völliger Hingabe inszeniert und da es unmöglich erscheint, eine vollkommene Erfassung dieser Kampfkunst zu absolvieren, nähert er sich seinem Vorhaben mit assoziativen Gestaltungsmöglichkeiten, die mit konventioneller Geschichtsschreibung nichts mehr zu tun haben. Es geht um das Erleben von ‘The Grandmaster‘ und somit um das Erleben von Wing Chun. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun... M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun...

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5.5Geht so

The Grandmaster ist immer dann atemberaubend, wenn die hyper-physische, hyper-texturierte Kampfchoreografie von Yuen Woo-Ping die Regie übernimmt [...]. Furiose Schnittrhythmen, unwirkliche Perspektiven [...] sowie die zwischen Klassik und treibenden Beats oszillierende Musik verbinden sich zu einer extrem filmischen Form. Bestünde der Film nur aus diesen Sequenzen, wäre The Grandmaster ein Meisterwerk. Doch sobald die Figuren den Mund aufmachen, verfliegt der Zauber.

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Daniel Licha: Movie Maze Daniel Licha: Movie Maze

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4.0Uninteressant

The Grandmaster ist ein selbstverliebtes Stück Kino, das sich in seiner Inszenierung suhlt, dabei jeglichen roten Faden vermissen lässt und schnell für eine entnervte Zuschauerschar sorgt. So ist The Gähnmaster, wie er inzwischen liebevoll vom Berlinale-Publikum umgetauft wurde, nicht nur eine bittere Enttäuschung, sondern auch ein unwürdiger Auftakt der Filmfestspiele in Berlin.

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Alle Kritiken (23)


Kommentare (50) — Film: The Grandmaster


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Th0r

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Bewertung3.0Schwach

Als Freund von Martial-Arts Filmen wollte ich mal einen Blick in den Film werfen. Und als Freund von martial-Arts Filmen wurde ich stark enttäuscht. Die Szenen in denen es direkt ums Kung-Fu geht, in denen also gekämpft wird sind wirklich sehr schön anzusehen und machen Spaß. Doch sind diese Szenen verdammt rar. Ich hätte mir vielleicht vorher genauer darüber informieren sollen worum es in dem Film geht und wovon er handelt, aber "The Grandmaster" ist eindeutig viel zu lang und anstrengend. Die Story hat keinen wirklichen roten Faden und ist total zusammenhangslos, wenn man nicht genauestens aufpasst. Der Regisseur hat veruscht die Kunst des Kung-Fu einzufangen und insgesamt ist der FIlme sicher auch große Kunst, doch ich verstehe sie wohl nicht. Abgesehen von den Kampfeinlagen hat mich der Film stark gelangweilt.

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pancake

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach der Fülle an Martial Arts Filmen, die ich bisher gesehen habe, wurde man als Genrefans schon weites gehend auf sämtlichen Ebenen bedient. Unter diesem Gesichtspunkt kommt der "Grandmaster" durchaus erfrischend daher. Große Bilder, ein richtig guter Soundtrack und die Detailverliebtheit heben den Streifen nicht zu letzt auch wegen seiner philosophischen Fragen von den üblichen Filmen ab. Auf der anderen Hand bleibt man als Zuschauer mit einem ungewöhnlich langsamen und verwirrenden Pacing zurück, für welches eine Bereitschaft da sein muss. Ist das Anspruch oder ein verkopfter Versuch sich auf Teufel komm raus von den üblichen Filmen des Genres kunstvoller abzuheben? Egal ob gut oder schlecht, und auch egal ob ein "Ip Man" da massenkompatibler ist, allein dass das Genre durch solche Ansätze bereichert wird, weckt Hoffnung, dass es nicht ewig bei den altbekannten Mustern und Mechaniken klassischer Kung Fu Filme bleiben muss. In dem Sinne bleibe ich, obwohl ich nach dem ersten Schauen nicht aus allem schlau geworden bin, mit einem überwiegend positiven Gefühl zurück. Ein Film mit Ecken, Kanten und Kompromissen, aber deswegen werde ich mich auch gern mindestens noch ein mal damit beschäftigen.

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Gantu

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Bewertung3.5Schwach

Ich bin mir nicht wirklich sicher was ich gerade gesehen haben aber es war definitv KEINE Biopic und wenn es ein Kung Fu Film war dann einer der schlechteren.

Um es kurz zu machen die Lebensgeschichte wird allenfalls als verbindendes Glied eingesetzt um zugegeben bild- und musikgewaltige Szenen aneinanderzureihen.
Das Problem an der Herangehensweise ist das es einen gewaltigen Mittelfinger darstellt für den Zuschauer der eine Biographie erwartet.

Warum hier noch die Personen Gong Er und das Rasiermesser gezeigt werden, bleibt genauso rätselhaft wie der Großteil der sinnfreien Dialoge. Bei der Häufigkeit von Nahaufnahmen mit ausdruckslosen Minen hätte der Film auch ebenso gut "Das Land der Eisenmasken" lauten können.

3,5 Punkte gibt es für die schönen Bilder und den Score aber für die teils magenumdrehenden Schnitte und Perspektivwechsel bei den Kämpfen gehört Wong Kar Wai als Sandsack in die nächste Kung Fu Schule gehangen - SAKRILEG!

Ich empfehle stattdessen die Ip Man Trilogie - hier wird der Mann zwar zum Retter des chinesischen Volkes stilisiert aber das zumindest filmisch sehr opulent und sehenswert.

cu gantu

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Brainybab

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Ja genau!


jacker

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Bewertung7.0Sehenswert

Schweben durch ein Leben, abheben in eine Welt aus Licht und Zeitlupen, fließen entlang eines Werdegangs - dem des Yip Man, Großmeister des Wing Chun.

Wong Kar-Wai (der mir bekanntermaßen zumeist nicht gerade Begeisterungsstürme entlockt) schuf hier einen Film, der mehr einem Trip gleicht.
Wenig Sinn, aber ein Rausch für die Sinne.

Das THE GRANDMASTER (eigentlich) ein biografischer Film ist und (eigentlich) im Kern eine Geschichte erzählen will, verkommt hier nicht (wie sonst in Kar-Wai's Filmen) zur skizzenhaften Randnotiz, sondern wird vollkommen und endgültig irrelevant. Kar-Wai kann keine Geschichten erzählen - das hat er jetzt scheinbar erkannt - und deswegen tut er in diesem, formell aufgrund des Anspruchs eines Biopics eigentlich am meisten nach einer an Eckdaten orientierten Handlung schreienden Streifen den konsequentesten und richtigsten Schritt seiner Karriere:
Er lässt es einfach bleiben.
Es gibt natürlich Figuren in seinem Film. Doch wer sind sie, was bewegt sie, warum agieren sie wie sie es tun? Wir erfahren es nicht, Wong gibt sich stattdessen bis ins Letzte der berauschenden Faszination von visueller Bilderflut, musikalischen Klängen, dem Spiel mit Effekten und einer gesunden Prise klassischer Martial-Arts Choreografien hin.

Wirkten die visuellen Spielereien in seinem Debut AS TEARS GO BY das letzte (und einzige) Mal wirklich rund und schlüssig, so findet er hier eine neue, faszinierende stilistische Balance. Balance trotz Einseitigkeit, denn streng genommen ist sein aktueller Film in dieser Beziehung völlig überladen, absolut übers Ziel hinaus, alle Regler auf Maximum. Doch die Wirkung ist verblüffend:
Beinahe hypnotisch mutet THE GRANDMASTER zeitweise an - übersättigte Bilder, wahlweise in warmen Sepia- oder eisigen Grautönen, endlose Zeitlupen, die die Zeit anhalten lassen, blendendes Gegenlicht, mysteriöse fernöstliche Klänge, opulente, überzeugend gestaltete Kostüme. All dies zieht gnadenlos in den Bann. Ein Bann, der sich anfühlt wie das Fließen eines Baches: wiederstandslos in eine Richtung, frei, ziellos.
Loslassen und Treiben, egal wohin..

Auf diesem seltsamen Weg durch zwei Stunden Film wird gekämpft, philosophiert, verraten, gerächt, mit Weisheit um sich geworfen und dabei das Profil des Yip Man nicht einmal grob umrissen. Inhaltlich hat das kaum Hand und Fuß - ziemlich holprig, wenn nicht sogar so banal wie eh und je - aber irgendwie schafft THE GRANDMASTER es einen gewissen, sehr wirkungsvollen Hebel umzulegen.
Einen, der uns seine Binsenweisheiten als nicht störend empfinden und wohlwollend überhören lässt.
Der einen glauben lässt, dass es unwichtig ist, etwas über die Figuren zu erfahren und daher okay, dass sie grobe, oberflächliche Skizzen bleiben.
Der einen vergessen lässt einen Film zu sehen - und das Gefühl eines verschwommenen Traums im Kopf einpflanzt.

Zwar sind mir auch hier (wie bis jetzt in jedem Kar-Wai) gegen Ende die Augen zu gefallen, aber auf eine andere Weise. Weil THE GRANDMASTER mich eingelullt und in einen angenehmen Schwebezustand versetzt hat - etwa auf die Art, wie auch ein Bergmann oder Tarkovski es vermögen (auch wenn die aus substantieller Sicht locker das einhundertfache an Inhalt bieten). Weggedriftet.

Faszinierend.
Irgendwie..

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/02/06/the-grandmaster-2013]

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Bastieff

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@jacker: Hast du zwischen den 1er und 7er irgendwelche Unterschiede feststellen können, wieso dir die (nicht) gefallen hatten?:-)


jacker

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Ja, auf jeden Fall. bei den 7ern hatte ich das Gefühl die Filme bilden in sich viel mehr eine schlüssige Einheit. ITMFL und DOBW kamen mir dagegen wie ein endloses, zähes Nichts vor. Die Figuren sitzen da, rauchen, denken, aber machen nichts. Und wenn, dann benehmen sie sich so, dass ich nur denke: WTF!?
Ich glaube meinen ITMFL Kommentar hab ich mit: " Ja dann liebt euch halt, anstatt ewig in die gegend zu starren" angefangen - und das ist für mich die Essenz dessen was mich daran stört.
Glückskeksweisheiten treffen auf Figuren, die sich für mich in keiner denkbaren Weise nachvollziehbar oder verständlich verhalten. Vielleicht komm ich mit diesem unglücklichen Verliebtsein nicht zurecht. In den Filmen (und auch wenn ich es in meinem Umfeld mal erlebt habe) finde ich das immer höchst seltsam..


Main90

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Bewertung5.5Geht so

Evtl. Spoiler!
Es gab zwar ein paar schöne Einstellungen, aber alles in allem wirkten die Bilder eher aufgeblasen und wiederholten sich dabei ständig. Die Kämpfe wurden teils sehr orientierungslos aufgelöst.
Ich fand es sehr schwer den Darstellern aus dem Gesicht zu lesen. Eiserne Mime als Reaktion auf praktisch alles.
Das Ende erstreckte sich gefühlte 30 Minuten und wirkte wie eine Aneinanderreihung von übriggebliebenem Material.

5.5 für ein paar schöne Shots in den eher ruhigen Szenen. Aber Alles in Allem enttäuschend.

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ThomasCine

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein elegisches Kampfkunstballett bei dem fast jeder Schlag sitzt. Getragen von den beiden wunderbaren, atemberaubenden Hauptdarstellern entwirft Wong Kar Wai eine epische Geschichte. Die schiere Brandbeite der Handlung ist auch das einzige Problem des Filmes. Denn auf eine Art wirkt er zu kurz um coherent zu sein. Die Verbindungen sind daher nicht immer klar und auch die Texteinblendungen tragen nicht zum emotionalen Fluss des Filmes bei. Die Verbindung zur (Liebes-)geschichte ist dadurch geschwächt. Nichtsdetotrotz sind viele Szenen reinste Magie. Magie die durch die Welt des Filmes und die Musik getragen wird, denn oft wirkt diese Welt wie aus einer anderen Zeit. So ist es die melancholische letzte halbe Stunde, die zum Stärksten des Filmes und vielleicht auch des Kinos gehört. Ich wäre dieser Geschichte gerne noch länger und intensiver gefolgt.

Meiner Meinung nach unterschätzt, aber auf lange Sicht mit Sicherheit ein Nischenliebling. Schade das ein wenig Potential verschenkt wurde.

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lukas.stracke

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mein erster Wong Kar-Wai, aber andere werden auf jeden Fall folgen. Ein Film über eine klassische Figur des Kung Fu, doch kein klassischer Kung-Fu-Film. Die Geschichte gibt nicht viel her und wirkt eher wie eine Ansammlung von Anekdoten, es führt kein wirklicher roter Faden durch die Handlung. So versäumt es der Film leider, einen Spannungsbogen zu bilden oder Emotionen im Zuschauer hervorzurufen.
Doch in einzelnen Szenen ist "The Grandmaster" perfekt. Tony Leung hat eine Wahnsinns-Ausstrahlung und Zhang Yimou ist eine der schönsten Frauen der Welt, aber im Mittelpunkt steht die unglaubliche Bildgestaltung. Jede noch so kleine Aufnahme ist großartig arrangiert, jede Szene ist pure Kunst. Vor allem die Kämpfe sind zwar in ihrer Anzahl gering, aber einfach wundervoll umgesetzt. Insbesondere der Kampf zwischen Leung und Zhang mit dem schönsten Beinahe-Kuss der jüngeren Filmgeschichte reiht sich ein in die poetischsten Kampszenen des Hongkong-Films (direkt neben dem Bambuswald aus "Tiger & Dragon" und dem Bergsee aus "Hero"). Das Schöne an den Kämpfen ist, dass sie trotz vielen Schnitten, Nahaufnahmen, Zeitlupen usw. stets übersichtlich bleiben und so choreografiert sind, dass die Eigenheiten der einzelnen Stile wie z.B. dem Baguazhang gut deutlich werden.
Allgemein ist die Bildsprache in gedämpften, goldenen Farben mit ihren dunklen, beengten Aufnahmen fantastisch. Nach zwei Dritteln der Laufzeit hatte ich mich dann allerdings langsam sattgesehen an der Pracht des Filmes und nach dem Kampf am Bahnhof zwischen Gong Er und Ma San, der eine Art Höhepunkt bildet, hätte der Film auch bald enden können. Das tut er nicht und das gestreckte Ende finde ich mit seiner unpassend morriconesken Filmmusik nicht gerade optimal.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Kung-Fu-Historienfilm mit überwältigender Bildgestaltung und Kameraführung, aber Schwächen in der Handlung, wie der Überlänge und der fragmentarischen Erzählweise. Vielleicht ist das Zurückstellen der Handlung aber auch wkws eigener Stil, an den ich mich erst noch gewöhnen muss. Für Fans chinesischer Filme und poetischer Bildsprache sehr zu empfehlen.

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lukas.stracke

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Oh je, natürlich meine ich Zhang Ziyi, ich verstehe echt nicht, wie mir das passieren konnte, schließlich ist Zhang Yimou einer meiner Lieblingregisseure *facepalm*
Ok, Ansammlung von Anekdoten klingt vielleicht hart, aber damit möchte ich eigentlich bloß sagen, dass der Film eben keine zusammenhängende Handlung darstellt, sondern aus Einzelszenen besteht. Diese sind zweifellos miteinander verknüpft, das sehe ich ein, aber ich empfand das Konstrukt der Handlung mit seinen Zeitsprüngen und Rückblenden nicht als echten Spannungsbogen. Ich habe nicht mit den Personen mitgefiebert und war auch weniger daran interessiert, was denn nun vor 10 Jahren zum Neujahr passiert ist, als wie fantastisch die nächste Szene wohl inzeniert sein wird. Geht für mich etwas Richtung "style over substance" (ohne abfällig sein zu wollen, bei dem Style ist das nur natürlich). Die einzelnen Szenen finde ich wunderbar bis perfekt und die Schauspieler spielen auch sehr gut, Emotionen sind also sichtbar. Aber besonders emotional erschien mir der Film nicht und bewegt hat er mich wegen der Handlungsstruktur auch wenig, aber das ist ja nur meine Meinung :)


Stefan Ishii

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Dann muss ich fast befürchten, dass dir viele der anderen Wong Kar-wai Filme dann möglicherweise aus ähnlichen Gründen auch etwas "ohne Spannungsbogen" erscheinen könnten. Vielleicht kannst du mal mit "Chungking Express" anfangen (zwar nicht sein erster Film, aber vielleicht für den Einstieg der predestinierteste). "In the Mood for Love" wäre dann z.B. mein Highlight. Bis heute nicht nur mein Lieblings-WKW, sondern auch einer meiner 4 absoluten Lieblingsfilme überhaupt.

Früher war Zhang Yimou auch mal einer meiner Lieblingsregisseure. "Rote Laterne" fand ich zum Beispiel unglaublich stark. In den letzten Jahren haben mir seine Filme dann allerdings etwas weniger gefallen. Besonders "The Flowers of War" fand ich dann sogar schrecklich...


Zombo

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer Wong Kar-Wai bzw. dessen filmisches Schaffen kennt, der weiß, dass der Regisseur jedem Genre seinen persönlichen Autorenstempel aufdrückt. „The Grandmaster“ bildet darin keine Ausnahme, sondern beeindruckt mit seiner visuellen Kraft und Eleganz. Dennoch fehlt es ihm manchmal etwas an Tempo und an einem richtigen Höhepunkt. Sehenswert ist er aber allemal!

Ausführlich:

http://dienachtderlebendentexte.wordpress.com/2014/01/05/the-grandmaster/

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Daymare

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Bewertung5.0Geht so

Unbeschreiblich schön gefilmt, versagt "The Grandmaster" bei mir auf inhaltlicher und emotionaler Ebene total. An der malerischen Ästhetik habe ich mich bereits nach kurzer Zeit satt gesehen - was danach folgt zieht sich bedauerlicherweise wie Kaugummi. Dann doch lieber noch einmal IP Man 1 & 2 mit Donnie Yen in der Hauptrolle.

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Kill_Diether

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Bewertung2.5Ärgerlich

Enttäuschung auf ganzer Linie: schlechte Schauspieler, Dialoge die bestenfalls bei traditionellen Asiaten ankommen, gekünstelte Kampfszenen wie aus einem 70er-Jahre Kong Fu Massenware-Honkong-Streifen und vor allem eine stinklangweilige, mit Chinaluft aufgeblasene Geschichte. Einzig der Hauptdarsteller zeigt einen annehmbaren Charakter.

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Muxi92

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Bewertung6.5Ganz gut

Kämpferisch kann The Grandmaster nicht ganz mit Ip Man 1 + 2 mithalten, was jedoch Meckern auf hohem Niveau ist. Storytechnisch passiert jedoch zuviel zu langatmig und stellenweise ohne wirklichen Inhalt. Was schade ist, denn der Stil des Films gefiel mir gut.

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Mmugi

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Bewertung4.5Uninteressant

zzzzzzzzzzzz Tritt - Schlag zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz Tritt Tritt Schlag zzzzzzzzzz

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Weltenkind

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Bewertung6.0Ganz gut

[...] Die Kohärenz Ip Mans als Kampfkünstler, historische Persönlichkeit und eines künstlerisch interessanten Individuums ist nicht die blanke Tatsache, dass er einst den bis heute ebenso legendären Bruce Lee unterrichtete, sondern viel mehr die Begebenheit, dass sein Leben so homogen dem deutlichen Weg der chinesischen Geschichte entlanggeht. Wong Kar-wai bereitet diese Geschichte als ästhetisches Bild der Eleganz und Schönheit auf. Er vermischt die Gefühle Ip Mans mit der Geschichte, die den Kampfkünstler nach Hongkong treibt und symbolisiert durch die Möglichkeit der inneren Zerrissenheit seines Protagonisten die Kampfkunst als probates Mittel individueller Gemeinsamkeit. „Freundschaft durch Kampfkunst“ propagiert ein Schild und legt damit die essenzielle Darstellung der Kampfkunst dar: Es ist nicht die oberflächliche Konfrontation der Gewalt, sondern die im Inneren der Künstler stattfindenden Emotionen und Gedanken, die sie durch Bewegung, Zeit und Raum Ausdruck verleihen und miteinander verbinden. [...]

http://www.cereality.net/kritik/the-grandmaster-11499

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spanky

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Bewertung4.0Uninteressant

Männer in Espandrille-Ballettschuhen, die sich in Closeups und Zeitlupe sportlich ertüchtigen. Nicht ganz so interaktiv, wie das Format Tele-Gym, aber mindestens so langweilig. Nur dass bei Tele-Gym nicht dauernd so schwülstig dahersalbadert wird.

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Markbln

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Bewertung1.0Ärgerlich

Das Jahr ist noch nicht zu Ende, aber den schlechtesten Film 2013 habe ich gestern gesehen. Das hoffe ich jedenfalls.
Wong Kar Wei treibt seine Standardmäzchen Zeitlupe und Zeitraffer diesmal zu weit. Jede Schneeflocke und jeder Regentropfen gähnt einem minutenlang an. Jedes Gesicht glotzt durch den Weichzeichner oder Unschärfe dröge in die Kamera. Zu sagen haben die Figuren aber nichts. THE GRANDMASTER ist unerträglich eitel und verliebt in seinen Stil. Dabei bleibt die Handlung allein an der Oberfläche zurück. Das Drehbuch ist unausgegoren, fragmentarisch und holprig, wehleidig quält es sich in einer Vergangenheit, die mit einem klebrigem Soundtrack zugekleistert wird. Die schlecht geschnittenen Kämpfe gehen über Mittelmaß nie hinaus, für Martial Arts-Fans ist das indiskutabel, von Spannung keine Spur, das hat man hundertmal besser gesehen.
Normalerweise ein klasssicher "uninteressant" 4er, was für mich die Höchststrafe bedeutet. Als es der Regisseur aber am Ende sogar wagt, "Deborahs Theme" aus Sergio Leones ES WAR EINMAL IN AMERIKA in einer billigen Schmierversion zu verwursten, ist das Maß voll. Hätte er das früher gebracht, wäre der Film aus dem Fenster geflogen. Zum Schluss fragt Tony Leung, der hier eine glatte Fehlbesetzung ist "What is your Style?" Das, verehrter Herr Leung, auf keinen Fall.

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David "Noodles" Aaronson

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finde den immernoch traumhaft. Das Drehbuch ist wunderbar fragmentarisch, ein bissel wehleidig gequält & dann erst die Optik...

Bei "Deborahs Theme" sind wir uns ja irgendwie einig :)


cts

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Bewertung4.0Uninteressant

man merkt dem film an das er nur allein auf optik getrimmt ist... sah stellenweise auch ganz gut aus, aber war einfach zuviel slowmo... der erste ip man hat mir, auch von den kämpfen her, deutlich besser gefallen

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Rubi27

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Bewertung5.5Geht so

Schöne Bilder und Kulissen - aber extrem langatmig, bin fast eingeschlafen.

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Val Vega

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich hasse nichts so sehr, wie von einem Film enttäuscht zu werden. „The Grandmaster“ von Wong Kar Wai ist zwar zweifelsohne ein ordentlicher Film, doch das tiefgründige charakterbasierte Meisterwerk, welches ich mir erhofft hätte, war er bei weitem nicht!

Das wohl allercoolste am Film waren die Kampfszenen, die vor allem durch die grandiose Kameraarbeit von Phillip Le Sourde zum absoluten Higlight wurden. Anders als in vielen Martial-Arts Filmen wird das Kung-Fu nicht als das oberste Mittel zum Zweck dargestellt sondern es geht viel mehr darum zu zeigen wie stark die Auswirkungen von Kampfsport auf Herz und Seele sein können und wie sehr man das Kung-Fu mit Ehre und Ruhm verknüpft.

Das wohl größte Problem am Film war die Länge von 130 Minuten. Kaum ein Film schafft es den Zuschauer wirklich so lange bei der Stange zu halten. Vor allem dann nicht, wenn das Drehbuch nicht wirklich passt wie hier. „The Grandmaster“ baut zwar den Charakter des Yip Man solide auf, lässt ihn allerdings kaum dreidimensional erscheinen. Man kann sich zwar durchaus denken was gerade mit ihm los ist, doch wirklich um ihn schären tut man sich nicht, was immer sehr schade ist, gerade deshalb, weil der Film doch sehr viel Potential verschenkt. Zhang Ziyi ist sehr hübsch anzusehen und spielt auch relativ gut – auch wenn die Synchro alles sehr hölzern wirken lässt, was dem Filmgenuss möglicherweise schadet.

Im Endeffekt ist „The Grandmaster“ kaum mehr als Wong Kar Wais fruchtloser versuch ein hochwertiges Biopic über einen von Chinas größten Kung-Fu Kämpfern in die Kinos zu bringen. Man erkennt zwar das Herzblut, dass man reingesteckt hat, doch für eine gute Bewertung reicht es nicht. Die Kamera und die Kampfszenen machen einiges her und vielleicht ist der Film somit für den ein oder anderen auch sehenswert- für mich jedoch nicht.

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PR3T3ND3R

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Einer der Filme, die ich nach einer halben Stunde abgeschaltet habe.... leider.....


Val Vega

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Filme gucke ich IMMER bis zum Ende...


graveyardstory

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Bewertung6.0Ganz gut

Jaja, schön gespielt, tiefe Gefühle, schöne Kampfchoreografien, eindrucksvolle Bilder usw.. Für meinen Geschmack einfach viel zu sehr in die Länge gezogen, das hätte man auch straffen und um 30 Min kürzen können. Konnte mich nicht vollständig überzeugen.

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David "Noodles" Aaronson

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Bewertung9.0Herausragend

Im Krieg, in der Liebe & bei Wong Kar-wai ist alles erlaubt.

Nie würde ich wirklich verstehen worum es hier wirklich geht. Sind die dargebotenen Weisheiten nun aus Glückskeksen, Spruchgedichten, aus dem Tao oder aus der Kampfbibel? Ist das womöglich alles dasselbe? Wieso hat Tony Leung so wenig Screentime? Und wie lang ist dieser verdammte Zug eigentlich?

Naja irgendwie ist dies alles egal, jedenfalls hat Wong es wieder geschafft. Wer hätte damit schon gerechnet :) Zeit, Raum, Zeitlupe, Liebe, Bilder & Figuren alles ist wieder einmal im Fluss – um sich selbst natürlich.
Für den großartigen Tony Leung als Ip Man reichen somit nur ein paar Gesten aus um alles wichtige zu vermitteln, auch seine Kampftechnik ist sparsam zurückhaltend. Ganz im Gegenteil zu Gong Er aufbrausend (wie üblich) gespielt von Ziyi Zhang, ungestüm in ihrem Tun, leidenschaftlich in ihren Kämpfen (& umgedreht). Und dann noch dieser beinahe Kuss in Mitten des Kampfgetümmels, hach wie herrlich.
Die Bewegung im Kampf als Sinnbild für das Wesen & die Leidenschaften eines Menschen?!
So langsam dämmert mir wieso Wong sich diesen Stoff vorgenommen hat. Neben der ungehemmten Lust am ästhetischen Exzess - scheinbar echtem Interesse am Kampfsport – kann ich auch hier wieder die Menschen aus seinen früheren Filmen, wie "Chungking Express", "2064", sehen. Tony Leung als Polizist 663 sowie Miss Zhang als Faye… ein Abbild des ewiglichen Themas, weil es halt auch ewig aktuell bleibt.
Die schönste Dauerwiederholung der Welt wenn man so will – diesmal mit schwingenden Fäusten als neue Farbsprengsel, sowie der alles entscheidenden Frage am Ende: Was Ist Ihr Stil!?

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Markbln

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Ausgerechnet du, Noodles! Ich bin entsetzt, das grenzt an Verrat.


jacker

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Feiner Text!
Und interessant, dass Kar-Wai Fans da scheinbar mal wieder VIEL mehr als ich drin sehen.



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