Tiger & Dragon

Wo hu cang long (2000), CN/US Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Actionfilm, Eastern, Drama, Kinostart 11.01.2001


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7.5
Kritiker
66 Bewertungen
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7.0
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63 Kommentare
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von Ang Lee, mit Yun-Fat Chow und Michelle Yeoh

400 Jahre alt ist das wertvolle Schwert, das den beiden Martial-Arts-Kriegern Li Mu Bai (Yun-Fat Chow) und Yu Shu Lien (Michelle Yeoh) gestohlen wird. Nach einer atemberaubenden Verfolgungsjagd quer über die Dächer findet Lien heraus, wer der maskierte Dieb ist: Jen (Ziyi Zhang), die schöne, wilde Gouverneurstochter, die sich mit der legendären Waffe ein freies Leben erkämpfen will. Was sie nicht weiß: Ihre Lehrmeisterin Jadefuchs (Pei-pei Cheng) ist eine raffinierte und langgesuchte Mörderin. Und mit dieser hat Li Mu Bai noch eine uralte Rechnung offen.

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Kommentare (59) — Film: Tiger & Dragon


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Moviegod

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Bewertung5.5Geht so

Wer braucht schon die Schwerkraft, wenn man ein schwertschwingender Asiate ist...Das ständige Herumfliegen stört mich jedes mal aufs neue und nimmt den ansonsten klasse Fights viel ihrer eigentlicher Wirkung, weshalb ich mit diesen chinesischen Filmen diese Genres nie viel anfangen kann. Dabei sind Story und Setting sehr interessant und hätten viel Potenzial für ein großes Epos gehabt.

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Neddie

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Bewertung7.0Sehenswert

Film Nummer 1000 geschafft :)
Tiger and Dragon, la grande finale
Gut gemacht, aber leider nicht überragend. Die überchoreographierten Wuxia Elemente waren teilweise unnötig. Ich denke mal hier passt gut das Motto "weniger ist mehr". Der Film richtet seinen Fokus aus das Traditionelle, es geht um Ehre, Verrat, Freiheit. Gleichzeitig erschuf Ang Lee mit Tiger and Dragon einen modernen Wuxiafilm, der in Kameraführung und meiner Meinung nach auch speziell im Schnitt überzeugt. Bei der Filmmusik hab ich mehr erwartet, hier wundert es mich ein wenig, dass Tan Dun den Oscar einheimsen konnte. Storytechnisch fand ich das Kapitel in der Wüste erst ein wenig verwirrend, im Nachhinein war das aber sehr gut untergebracht. Was mir persönlich gefehlt hat war der Schliff ins Detail hinsichtlich Vorerzählung, Geschichtsentwicklung, Charaktertiefe und hier speziell auch bei der Figurenkonstellation untereinander. Hier bleibt meiner Meinung nach Fearless aus dem Jahr 2006 unübertroffen. Liegt zuletzt sicherlich auch an der Laufzeit, die bei Tiger and Dragon eher kurz ausfällt. Bisschen mehr Zeit hätte ihm sicherlich nicht geschadet.
Alles in allem doch die richtige Entscheidung gewesen.

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Statistik
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Klawitterbus

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Bewertung9.0Herausragend

Eindrucksvolles farbenfrohes Meisterwerk. Zu Recht mit Oscars bedacht, ein Eastern Spektakel der Extraklasse!
Verständlicherweise wird er dem ein oder anderem keinen Zugang bieten, denn dazu braucht man selbst etwas Tiefe, wenn man allerdings bereit ist, sich ein wenig zu öffnen, wird man mit einem wunderschönen Film belohnt.

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Fantissimo

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Bewertung7.5Sehenswert

Guter Mix aus Wuxia- & Martial-Arts-Film. Das Flug-Element verleiht dem ganzen eher einen mystischen Charm ohne dabei die sentationellen Kampfchoreographien zu zerstören (wies etwa bei "Hero" der Fall war) . Die epische Kulisse, schöne Story & netten Dialoge, in Kombination mit einem Hauch chinesischer Philosophie, tun ihr übriges. Absolut empfehlenswerter Streifen.

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Rubi27

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einn schöner und eindrucksvoller Film!

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8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eindrucksvolle Bilder und atemberaubende, ballettartige Luftkämpfe, in denen es kaum Tote und ebenso wenige Verletze gibt, sind in etwas längere Dialoge mit einem Hauch Lebensphilosophie eingebettet. Die Kämpfer scheinen die Schwerkraft überwunden zu haben. Die Handlung selbst ist von sekundärer Bedeutung. Es ist unwichtig, dass es um ‘das grüne Schwert der Unterwelt‘ geht, ob Jadefuchs (Cheng Pei-pei) zur Strecke gebracht wird und Meister Li (Chow Yun-Fat) gleich ins Jenseits mitnimmt. Auch der Titel sagt uns wenig.
Aus der Handlung schälen sich zwei Stränge heraus: das alte Liebespaar: Meister Li und Yu Xiu Lian (Michelle Yeoh). Er traut sich nicht und sie wartet frustriert. Erst im Tode…
Die Zukunft gehört dem jungen Pärchen. Der freiheitsliebende Bandit ‘die schwarze Wolke‘ (Cheng Chang) und die bezaubernde, schwertgewandte Yu Jiao Long (Zhang Ziyi). Sie liefert nicht nur die besten Kampfszenen, sondern bringt auch noch Spannung, weil sie anfangs vermummt kämpft. Und sie verkörpert die Message des Films ‘Steh‘ zu dir selbst‘. Und natürlich auch zu deiner Liebe, was Li und Yu Xiu Lian nicht konnten.
Dazu passt der geniale Schluss: ein Sprung vom Berg als Erfüllung aller Wünsche. Yu Jiao Long tut es und fliegt davon. Einfach großartig!

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brainchild

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Bewertung6.5Ganz gut

Newton hatte Unrecht.

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brainchild

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Och, die Physik war schon ganz cool. Ich würd dir aber eher 'Hero' empfehlen: ähnlich (da beides Wuxia-Filme), aber nochmal zwei Level erhabener inszeniert. Dagegen sieht der hier fast schon konventionell aus. Die Story ist bei beiden eher sekundär.


Frankie Dunn

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Okay, kommen einfach beide in meine Listen ;)


christian.vogt.5682944

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Bewertung6.5Ganz gut

Das dauernde Rumgeschwebe ging mir massiv auf den Geist. Ein überflüssiges Stilelement, das zudem noch völlig überstrapaziert wurde.

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Cellmorbasg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine schöne Geschichte die selbst von albernen Flugeinlagen nicht gestört werden kann. Und sogar mit denen kommt am Ende eine Versöhnung und enthüllt sich der Zauber. Es ist eben ein Märchen dessen sehr realweltliche Problemlagen und ansehnliche Schwertkämpfe durch eine fantastische Illusion aufgefangen werden, die es erlauben auch abseits zu gehen und zu träumen. Ein magischer Film den man nur ungern zu Ende gehen sieht. Gerne wäre ich weiter geflogen, weitere kleine Geschichten im Großen erhaschend, sich Perspektiven öffnen sehen...

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Saro0505

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Sehr schön geschrieben! :)


Copacabanasun

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sensationeller Film, mit traumhaft choreographierten Kampfszenen, mit vielen unterschiedlichen Charakteren, einer geradlinigen Story, nicht zu tiefgehend aber auch nicht zu flach. Die Musik fällt mir hier besonders auf, die echt tollen Kamerafahrten und die traumhaft schönen Landschaftsbilder. Ein Film für das Auge und für die Sinne.

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Martin Oberndorf

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Bewertung10.0Herausragend

Kampfkünste, eine grandiose Liebesgeschichte, das Kino Asiens.
Wer damit nichts anfangen kann, der sollte eventuell die Finger von diesem Streifen lassen.
Wer doch, der sollte sich diesen Streifen unbedingt anschauen.
Damit geht es um "Tiger & Dragon"
...
Als ich vor gar nicht so langer Zeit das erste Mal "Brokeback Mountain" sah, hatte ich bedenken. Eine derartige Thematik könnte leicht schief gehen, es könnte zu kitschig oder zu klischeebelastet sein. Als ich den Film dann sah, wurde es umgehend einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
Der nächste Film, den ich mir von diesem Regisseur zu Gemüte führte, war "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger". Hier hatte er mir zu beweisen, dass er keine Eintagsfliege, und gerade das Thema Religion ist für mich sehr sehr heikel. Was ist passiert: er hatte das zweite Herz von mir einkassiert.
Nun ging ich an den nächsten Film von ihm bereits mit einer gewissen Erwartungshaltung heran.

"Tiger & Dragon" ist der dritte Film von Ang Lee, welcher sich seinen Weg in meinen DVD-Schrank gebahnt hat.
Und ich muss sagen: Hut ab.
Ang Lee hat es erneut geschafft. Er hat mich überrannt, mich begeistert und meinen filmischen Reiz mis zur Extase beansprucht.
Ich habe bislang 3 Filme von Ang Lee gesehen, und alle drei waren absolut klare 10.0 Punkte-Filme, und darüber hinaus darf er sich ein Herz meinerseits abholen.
Wenn das so weiter geht, macht Ang Lee meinem heißgeliebten Quentin Tarantino noch Konkurrenz um den Platz als Lieblingsregisseur - wobei auch zu erwähnen wäre, dass er im Gegensatz zu Quentin seine Drehbücher nicht selbst schreibt.
Aber als Regisseur ist er einsame Spitze.

Nun ist "Tiger & Dragon" anders als seine philosophische Abhandlung von Religion oder seine Auseinandersetzung mit der Liebe und der gesellschaftlichen Unterdrückung aber kein Film, über den man stunden- oder tagelang grübeln muss.
Allerdings hat er dafür etwas ganz anderes geschafft, nämlich ist er filmisch absolut perfekt, und hat meinen Geschmack absolut getroffen.
Stellenweise hab ich mich gefragt, ob mich Ang Lee vielleicht heimlich beobachtet hätte und dann einen Film so gedreht, dass er meine Vorlieben 1 zu 1 auf Film bannt.

"Tiger & Dragon" ist ein Film, der mich derart in den Bann gezogen hat, dass ich teilweise vergaß, dass es eben nur ein Film war.
Ich konnte mich dem Sog nicht entziehen.
Diese gesamte einzigartige, asiatische Atmosphäre ist einfach nur genial.
Man merkt auch genau, dass es wirklich ein asiatischer Film ist und keine in Asien spielende Holylwoodproduktion.
Dieses Feeling des Asia-Kinos kann keiner kopieren. "Die Geisha" konnte es nicht. "Last Samurai" konnte es nicht. "Kill Bill" kam am Nähsten, jedoch ist der Tarantino-Stempel so deutlich, dass man auch hier weiß, dass es kein echter Asia-Film ist (das ist nicht als Kritim gemeint, KB wird auf ewig einer meiner Top 5-Filme sein).

"Tiger & Dragon" hat einfach alles, was ich an einem Film mag.
Zum Einen ist es eine Geschichte über die Freiheit und deren Opfer, dem Entfliehen aus dem Alltag und aus den Pflichten, eine Sage vom Davonlaufen, von der Selbstfindung und der Liebe, und den wahrsten inneren Gefühlen.
Andererseits ist der Film auch ein genialer Martial Arts-Film (naja, eigentlich ein Wuxia-Film, aber ich glaub, mit dem Begriff werden weniger Leute was anfangen können), und hat zusammen mit Matrix die besten Kampfchoreografien, die ich je gesehen hab. Mag daran liegen, dass beide Filme den selben Choreografen haben.
Aber in der Beziehung bin ich wie ein kleines Kind, je übertriebener, desto besser.
Und man, hier wird alles derart überzeichnet und fast ins Lächerliche gesteigert - die Charaktere hüpfen nicht etwa, sie fliegen, springen aus dem Stand auf die Spitze eines Baumes oder einen Hauses, springen über Dächer, sogar über mehrere hintereinander ohne den Boden zu berühren. Das ist kein Fehler, das ist bewusst so eingesetzt und auch gut so.
Die Geschichte an sich ist so überzogen asiatisch, sie ähnelt einer antiken mythologischen Legende aus dem fernen Osten, sie hat einfach alles was man, bzw. ich sich wünscht.
Die Inszenierung: ein Traum!
Perfekt getimet, jedes Detail wichtig, jeder Satz, jeder Augenblick präzise in Szene gesetzt.
Allein, wie lange sich der Film für seine Rückblendenszene Zeit nimmt finde ich super, um dem Charakter noch mehr Tiefe und der Handlung noch mehr Brillanz zu verleihen.
Regietechnisch ist es ein Werk allerhöchster Qualität.

Aber natürlich sollte eines nicht unerwähnt bleiben:
Wenngleich der Film nicht japanisch ist, fühte ich mich die ganze Laugzeit lang in einen meiner heiß geliebten Animeserien versetzt. Die Charakterzeichnung erinnert mich stark daran, die gegebenen Weisheiten, das Drehbuch, und selbst unsere deutsche Synchro, einfach alles wirkt so, als hätte man einen Real Life-Anime gedreht.
Was dabei komisch ist, das typische Feeling, dass bei Realfilmadaptionen von Mangas und/oder Animes oftmals, eigentlich immer,verloren geht, ist hier vorhanden.
Ihr müsst bedenken, diese Review kommt von einer Person, die Inuyasha als Lieblingsserie angegeben hat.

"Tiger & Dragon" ist ganz bewusst so überdreht worden.
Vergleichen kann man es mit Kill Bill, dort wirkt auch alles ganz genau so gekonnt, perfekt getimet und endgenial, gerade aufgrund dieser extremen Überflutung an Kampfkunst.
Nur, dass Tiger & Dragon nicht blutrünstig ist, und eben noch mehr Asien hat.
Wenn ich in zwei Wörten beschreiben müsste, was dieser Film ist und warum ich ihn mag, würde ich einfach sagen:
"Asia Overkill!"

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Martin Oberndorf

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Ich dachte irgendwie Mr. Pink auch, aber jetzt wo ich nachgeschaut hab, dürfte das ein Missverständnis gewesen sein.


kobbi88

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Is ja auch eigentlich wurscht ;)


heiko.buschhaus

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Bewertung6.0Ganz gut

Als Gewinner von 4 Oscars wurde mir 'Crouching Tiger, Hidden Dragon' als das muss unter den Martial-Arts-Filmen verkauft. Ich bin zwar allgemein kein Fan des Eastern, jedoch musste ich mir den mal ansehen! Doch was ausgerechnet diesen zu einem so tollen Film machen soll, bleibt mir schleierhaft! Die Story ist total unstrukturiert und ziemlich zäh, die Schauspieler spielen zumal grottenschlecht und die Dialoge sind total stereotypisch bis vollkommen sinnentleert! Zudem ist das Ende dämlich und viel zu klischeehaft! Davon hatte ich mir wirklich viel mehr versprochen! Einziger Pluspunkt und der Grund für meine 6-Punkte-Bewertung ist die echt geniale Choeographie der Kampfszenen, die sich immer sehen lassen kann! Ansonsten relativ vergessenswert!

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Pyro 91

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Umrahmt von einer zarten, tragischen Liebesgeschichte geht es in Ang Lees chinesischen Märchen/Material Arts-Film hauptsächlich um eine junge, ungestüme Frau, die auf der Suche nach ihrer eigenen Identität ist und sich zwischen den Anforderungen ihrer Familie und ihren persönlichen Wunsch nach Freiheit hin- und hergerissen sieht.
Mit viel Feingefühl nähert Lee sich seinen Figuren und deren unausgesprochenen Sehnsüchte, Wünsche und Träume. Am Ende steht die Erkenntnis, dass es im Leben gilt Chancen zu ergreifen (vor allem in der Liebe); sich selbst zu verwirklichen, zu finden, nach innen zu schauen und durchaus von altbewährten, tradtionellen abzuweichen, um eine Veränderung bewirken zu können.
Alles wohlbekannte Ziele/Motive, doch wie der Film es geschafft hat, mich durch seine poetische Bildkraft und meditative Grundstimmung nachdenklich zu stimmen sowie mit Leichtigkeit in meinen eigenen Sehnsüchten "herumzuwühlen", ist schon erstaunlich.
Den "ruhigen" Szenen entgegensetzt, sind die hervorragend choreographierten, hektischen Schwert/Speer/Stock-Fights, die im Laufe des Films nicht nur an Intensität und Badassery zunehmen, sondern auch die verschiebenden Machtverhältnisse zwischen den Kämpfern und deren momentane Gemütszustände betonen.

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Mr. Pink

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Bewertung9.0Herausragend

Gestern im Kino gesehen, und das ist auch gut so! Denn Ang Lee macht einfach Filme, die unbedingt auf die große Leinwand gehören. Und dieser ist einer seiner besten, wie ich finde. Opulente, traumhafte Bilder, rasant elegante Kämpfe, fantastisches Schauspiel, eine gefühlvolle, feinsinnige Geschichte und eine märchenhafte Atmosphäre machen "Crouching Tiger, Hidden Dragon" zu atemberaubender Poesie, die in jeder einzelnen Sekunde verzaubert. Pure Filmmagie!

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Martin Oberndorf

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Jap, die beiden waren's.
...
Aha. Das einzige Kino in meiner Nähe ist ein ganz normales 08/15-Kino mit normalem Programm.
Aber ich geh ohnehin nur selten ins Kino.
Das traurige Schicksal eines Filmliebhabers in einem nicht filminteresierten Umfeld...


elmnope

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Ohh, so ein Kino wünsch ich mir auch :)


natedb

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ang Lees´ Verbeugung vor den alten Kung-Fu-Filmen ist ein opulentes, tiefgründiges und nachdenkliches Werk. Die Kulissen und Kostüme sind prachtvoll, die Musik-Untermalung beispiellos und die Kämpfe hervorragend inszeniert, rein formal ein wahrliches Fest für Aug und Ohr. Es ist ein Film über in unserer westlichen Zivilisation vergessene Werte, "Ehre", "Pflicht", und stellt ebendiese gleichzeitig in Frage, denn "Tiger and Dragon" ist ebenso wild, ungestüm, ungebändigt, frei.
In meinen Augen ist es ein unvergessliches Erlebnis, ein Meisterwerk und in sehr angenehmer Art und Weise ein sowohl elegischer, als auch unbeschwerter Film.

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Fedkek2

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Bewertung9.5Herausragend

Ein wunderbares chinesisches Märchen, für manche vielleicht etwas zu lang. Erstklassiges Ambiente gepaart mit exzellenten und imposanten Kampfszenen. Ich weiss noch damals im Kino haben viele gelacht als die kämpfenen quer über die Leinwand geflogen und geschwebt sind aber so ist das halt mit Fabeln, die haben wahrscheinlich gedacht das wär ein Action-Kampffilm ala Jackie Chan/Jet Li.

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NWO@Movie

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehenswerte Kampfszenen.

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craax

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tiger and Dragon >Crauching Tigers, Hidden Dragons<
Ang Lee ist nicht irgendjemand. Er ist jemand, der einen Bogen vom Brokeback Mountain zur fernöstlichen Kult-Metaphernwelt von Martial Arts spannen kann. Das ist schon unglaub-lich – und eigentlich phantastisch – genug. Was erwartet den Zuschauer in T&Dr,- oder bes-ser (nicht ganz so comicmäßig betitelt), in ‚Crauching Tigers, Hidden Dragons‘?

Mein erster Eindruck nach dem Ausklang der letzten Bilder: ich fühle mich wieder jung, wie teilweise als der Zwölf- oder Dreizehnjährige, der ich einmal war. Das könnte man als Belei-digung verstehen,- ist aber alles andere als das. Dreizehn: war die Welt unglaublich weit und offen,- voller Möglichkeit – und (enttäuschbarer) Hoffnung. Alle Träume des Lebens umstan-den mich; der Himmel war nah,- wie die Hölle näher. Erwachsen werden ist ein Näherrücken von Wänden,- zwar mit Fenstern darin,- jedoch: sieht man heute durch diese hinaus,- weiß man: den gerahmten Blick nach außen,- oder auch das Bewußtsein von Wand. Das Kind: nimmt Welt nur wahr. Der Erwachsene ist sich der Gegenwart von Räumen bewußt, selbst wenn er den Blick – durch das, was er als Fenster mittlerweile aufgefaßt und verstanden hat – vorzieht und beherrscht. Er nimmt wahr, an einem Ort bewahrt zu sein; das Kind empfindet die Welt, pur.

T&Dragon ist eine kindliche,- eine Traumwelt – doch deswegen nicht allein unerwachsen. Es ist köstlich, diese Welt zu betreten. In ihr können Menschen fliegen – und lieben. T&Dr findet Metaphern für Essentielles, das wir normalerweise als political incorrect in stille, verschwie-gene Ecken unseres Erwachsenen-Herzens verbannt haben. Hier (im Film) schämt sich keiner, ganz kindisch Tagträumen und kindisch-elementaren Gefühlsausdrücken nachzuhängen; es ist eine Welt von „unreif potenzierten“ Wahnvorstellungen,- von Super-Kämpfern, und unge-färbten, starken, und ehrlichen Gefühlen,- dabei völlig „unschuldig“ und „naiv“ – „kindlich“ eben. T&Dr läßt uns Wehmut empfinden : was uns,- an völlig zynisch unnaive, vollendet ab-gebrühte und fühllose Bösewichte, wie sie uns etwa in vollendet Travoltascher Verkörperung zur Anschauung gebracht werden, gewöhnt - verlorengegangen ist,- und wir dagegen einge-tauscht haben: eine entfermdete, kaltgrausame, illusionslose Welt, die jederzeit eintreten kann,- und in die wir jederzeit eintreten können. T&Dr dagegen ist anders: zwar wird „ge-kämpft“,- getanzt eher : doch bemerkenswert wenig Grausames geschieht,- kaum das Blut fließt (einmal wird ein Kratzer am Arm Michelle Yeohs verbunden) – das Blut ist nicht der Hauptdarsteller in diesem >Kampf-Kunst-Film<.

Es ist eine romantische Welt,- voller sich findender umkreisender Pärchen und Schwerter. Böse Hexen kommen darin vor (deren Bosheit vor allem aus Feigheit besteht, in der zum Bei-spiel ein ehrlich offenes Klingekreuzen durch heimlich wirkendes Gift ersetzt wird). Es gibt die Guten, die Schwanken, und die Übeltäter – und es gibt China. Drehorte wirken hier wie aus einem Märchen, direktimportiert. Die Wüste Gobi, Bambuswälder, oder vom Menschen geschaffene verzauberte Orte,- etwa eine mittelalterliche Kaisermetropole oder ein verwun-schenes Kloster Wutang – diese Lokale verströmen mehr fremdliche Zauberkraft als alle vi-suellen Effekte aus Star Wars oder Alien. Es ist ein Eintreten in einen unähnlich-vertrauten Ort,- der an die gewohnte Heimaterde erinnert – und in der doch ganz andere Gesetze herr-schen. Das Versteck des Freibeuterhäuptlings >Schwarze Wolke< etwa – ist dies nicht der >Innerste Ort<, in dem uns niemand finden konnte, verborgen im Unendlichen,- unserer Kindheit? Was atmet diese Szene nicht für eine Grenzenlosigkeit -, für eine Freiheit! Ähnlich groß muß, vor Urzeiten, die Welt für unsere Ur-Ur-Vorväter (und –mütter!) gewesen sein.

Denn dies ist keine raue verdammte Welt der Männer; es ist eine der Frauen,- Mütter sogar - und Männer (die noch Jungs sind und sein dürfen) ebenso.

Im Zentrum der Tiger- und Dracheneinwohnerschaft leben , neben der Hingabe an Körperbe-herrschungs- und Meditations-Techniken, starke Bezüge zwischen jeweiligen Männern und Frauen, die sich gefunden haben bzw. füreinander ‚bestimmt‘ sind. Niemand lebt hier für sich, oder unbeweglich im Status Quo,- alles bewegt sich auf ein Ziel hin oder wird unwidersteh-lich von ihm angezogen,- selbst wenn es Jahre- oder ein Leben – oder einen letzten Atemzug braucht, um es zu erreichen und mit ihm zu verschmelzen. Der Hauch einer anderen Kultur (als unserer westlichen) weht uns an. Bewunderung für ein uraltes zivilisatorisches oder bes-ser kulturelles Gefüge, älter als das Papier irgendeiner existierenden Verfassung auf der Welt, kommt unwillkürlich auf. Ang Lee schlägt eine unvermutete Brücke zwischen zwei Welten, die es ihm offenbar gelingt zu bewohnen,- als Teil des Westens ebenso wie des Ostens: ein Mittler, ein Läufer über das Wasser in unglaublicher leichter und reiner Berührung wie seine träumerischen Kämpen tun zuzeiten im Verlaufe der Handlung, wiegend in Bambuswipfeln.

T&Dr präsentiert eine phantastische –Märchentraumwelt,- die keineswegs desavouiert wird. Sie läßt es nicht zu ; wenn Sie ein Herz haben, das ich Ihnen wünsche sich zu nehmen. Wenn Sie es schaffen, sich auf diese märchenhafte Dimension zwischen den realen Welten einzulas-sen: derjenigen, die Sie aus Ihrem Alltag gewohnt sind,- und derjenigen, die aus Geschichts-büchern bekannt ist,- & derjenigen, die uns aus Legenden und künstlerischer Erschaffung verwoben umweht,-
wenn Sie Lust auf eine irreale,- und doch durch und durch wahre Welt, unseres Herzblinden haben,- starker Gefühle, wahrer Empfindungen,- wenn Sie Lust haben,- statt LSD oder einer halluzinogenen Droge sich von Ihrer bloßen Augenzeugenschaft verzaubern und Ihr Herz gefangen nehmen lassen zu wollen,-
wenn Sie Lust auf eine ursprüngliche, bloß imaginierbare Welt haben,- die womöglich realer ist, als wir sie tagtäglich (ohne viel Lust oder Hoffnung) bevölkern und bewohnen,-
wenn Sie wieder einmal die Welt reiner und unschuldiger – und zu großen Hoffnungen be-rechtigter Kindheit betreten,- und von innen her in ihr sich aufhalten wollen,-
in der gekämpft, aber nicht beiläufig oder grundlos >getötet< wird,-
wo Menschen sich darum bemühen, Wege zu finden oder zu gehen, um irgendwohin zu ge-langen oder schließlich anzukommen,-
wenn Sie einfach nur wieder einmal das reine unschuldige Blut der Kindheit, eingebettet in eine uralte viel größere und bedeutendere Welt kosten wollen,-
die Welt der Fremde, der Wildheit, des Wagemuts, der Treue, des Opfers, und der Liebe,- wenn Sie starke Gefühle in unverfremdeter Reinheit kosten wollen, wie Sie es als Kind taten,-
dann sind Sie eingeladen, mit etwas Glück, die Welt von Crauching Tiger, Hidden Dragon zu betreten.
Vielleicht sind Sie bereits erwachsen; dann wird ihr Genuß geschmälert sein.
Vielleicht aber sind Sie heimlich ein immer noch NieErwachsenes Kind, in irgendeiner ver-borgenen Ecke Ihres Herzens, geblieben:
Das wird sich dort heimisch und wohl fühlen,- denke ich. Wenn mich nicht alles täuscht.
Denn T&Dr ist kein ‚Martial-Arts‘- Bruce-Lee- oder 007- Film; die in der Tat für Dreizehn-jährige sind. T&Dr ist ein ganz anderer Film: für die (vermutlich zahlenmäßig geringfügige-ren) Dreizehnjährigen, die nach einem langen Leben immer noch in stillen verstaubten Höh-len in manchen fünfzig- oder achtzigjährigen Gestalten existieren mögen; ein Rückblick, ei-nes Weiseren, auf längst vergangene Ursprünge und Ausgangspunkte. Dies ist etwas ganz anderes: als der bloße Andeutungs-Beginn eines Weges. Dies ist der Rückblick einer langen Distanz, auf die ferne Nähe seines verschollenen Ausgangspunktes. Hinter Tiger&Dragon steckt ein langer,- kein kurzer Weg. Das ist wohl nur für die erkennbar, die nicht erst seit ge-stern unterwegs sind; für die anderen mag er bleiben, was er zuerst scheint: bloße, gute, ab-nutzbare Unterhaltung. Wenn ich einmal sehr alt sein werde: hoffe ich noch einmal diesen Film zusehen; und mich zu erinnern.
Und zu gedenken: wie unglaublich ausgedehnt der Weg eines Menschen sich strecken kann.
Und ich hoffe: noch einmal den Frühling meines Herzens, immer noch grün, zu spüren.
Das hoffe ich.
Ich hoffe, niemals so alt zu werden, um festgestellt zu haben : das diese Fähigkeit in mir ver-trocknet - ist.
Dieser Film ist ewig jung. Und ich wünsche Ihnen: daran teilhaben zu können. Denn in ihm: ist die Welt,- und ist der Mensch : frei, gebunden in Liebe, offen – und mystisch.

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elizabethanne

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Einer dieser Filme, die ich weder gut noch schlecht finde. Aber die Musik mag ich sehr.

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snext

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film wie er schöner kaum seien kann.
Dieser Film bringt etwas rüber, wofür vielen
Menschen der Sinn fehlt. Wer ihn aber spürt,
wird diesen Film lieben.

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