Hero

Ying xiong (2002), CN/HK
Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Eastern, Drama, Historienfilm, Actionfilm, Abenteuerfilm, Kinostart 05.06.2003

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7.6 Kritiker
58 Bewertungen
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7.3 Community
6570 Bewertungen
62 Kommentare
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von Yimou Zhang, mit Jet Li und Maggie Cheung

China, vor über 2000 Jahren: König Qin will seinen Anspruch auf die Herrschaft über ganz China gegen seine Konkurrenten durchsetzen und Kaiser werden. Seit Jahren gibt es Pläne, ihn zu ermorden. Vor allem drei Widersacher trachten ihm nach dem Leben: Broken Sword, Flying Snow und Sky. Nach zehn Jahren, in denen es nicht gelingt, die drei zu besiegen, besucht Nameless den Palast und erzählt eine außergewöhnliche Geschichte.

Handlung

Hero spielt vor mehr als 2000 Jahren in einer Zeit, die im Vorspann als die „Zeit der streitenden Reiche“ bezeichnet wird. König Qin (Daoming Chen) will die sieben konkurrierenden Reiche unter seiner Herrschaft vereinigen. Sein Ziel ist es sich gegen seine Konkurrenten durchzusetzen und alleinherrschender Kaiser zu werden. Eine Gruppe von Untergrundkämpfern hat sich zusammengetan, um den Kaiser an seinem Ziel zu hindern. Allen voran trachten drei legendäre Krieger ihm nach seinem Leben: Weiter Himmel (Donnie Yen), Zerbrochenes Schwert (Tony Leung Chiu Wai) und Fliegender Schnee (Maggie Cheung).

Der König verstärkt seine Sicherheitsmassnahmen und versucht die drei Kämpfer mit allen Mitteln niederzuschlagen. Nach zehn Jahren vergeblicher Versuche tritt ein Namenloser (Jet Li) auf, der behauptet die drei gefürchteten Krieger getötet zu haben. Auf Grund seiner Verdienste wird er zu einer Audienz zum König geladen. Während selbst die Leibgarde des Königs einen Abstand von hundert Schritten wahren muss, wird dem Namenlosen das Privileg zuteil bis auf zehn Schritte an den Herrscher heranzutreten.

Hero gibt die Unterhaltung zwischen dem Namenlosen und dem König Quin wieder. Dabei wendet der Regisseur Zhang Yimou verstärkt die Technik von Rückblicken an. Der Film gliedert sich in vier unterschiedlich farbige Episoden: eine rote, eine blaue, eine weiße sowie, als Unterepisode der weißen, eine grüne Episode.

Rote Episode: Mord aus Eifersucht

In der roten und ersten Episode, erzählt…

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Hero

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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7.0Sehenswert

Insgesamt gesehen ist Yimou Zhang es gelungen ein Kunstwerk zu schaffen. Mit grandiosen Bildern, einer geschickten Erzählweise und tollen Schauspielern schafft er es ein chinesisches Märchen zu erzählen, welches auch international ankommt und sein Publikum gefunden hat. Selten hat es Film geschafft mich so zu fesseln und fasziniert der Handlung zu folgen wie “Hero”. Die Entwicklung der Story ist auch für einen Vielschauer unvorhersehbar, dabei aber stets logisch und nachvollziehbar. Deswegen kann ich diesen Film auch uneingeschränkt weiterempfehlen und bin gespannt auf das nächste Machwerk von Yimou Zhang.

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sushi25: movie-fan.de

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8.5Ausgezeichnet

Eine China-Märchen mit faszinierenden Aufnahmen, der den gehypten Tiger & Dragon weit hinter sich lässt. Der Film hat mich seinerzeit davon überzeugt, dass ich einen Beamer haben will.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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10.0Lieblingsfilm

Ein Kino der reinen Freiheit, das in seiner Entfesselung dem Betrachter die eigenen Fesseln schmerzhaft vor Augen führt. Eine Farborgie in Rot, Blau, Weiß und Jadegrün, voller Einfälle, Witz und Stilisierungswillen. Es gibt Momente von ergreifender Schönheit; pathetisch, sinnlich und geheimnisvoll.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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8.5Ausgezeichnet

"Hero" ist ein Martial-Arts-Epos. Und obschon das Genre die unterschiedlichsten Varianten kennt, will er es neu buchstabieren, so wie man es noch nie gesehen hat. Er entwirft spektakuläre Kampfszenen. Lässt seine Kämpfer über Seen "fliegen", gegen einen Pfeilregen kämpfen, ja einzelne Regentropfen zerfetzen. Richtet einen Kampf nicht real, sondern meditativ aus. Und färbt einen güldenen Herbstwald in blutiges Rot.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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7.5Sehenswert

Die Farbsymbolik unterstreicht die Strenge der Komposition, in der Kampfkunst und innerer Heldenmut zu einem fragilen Gleichgewicht finden. "Hero" ist im Ganzen asketischer, epischer, chinesischer als "Tiger & Dragon".

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Kommentare (57) — Film: Hero

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the assassin 666

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Bewertung7.5Sehenswert

Durch die Farbgebung werde die Gefühle für den Zuschauer zum greifen nahe, das versprüht Magie ohne gleichen, auch die Action ist virtuos schön auch das die gesamte Asienprominenz (Jet Li, Donnie Yen usw) in den Film mitspielen.
Die Story ist sehr gut aber mit seinen Rückblenden etwas kompliziert erzählt und manch kleine Länge hat sich auch eingeschichen.
Dennoch ist Hero ein Must See für Fans des asiatischen Kinos. :)

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Mio Sarajevo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es wurde bereits alles gesagt was gesagt werden muss. Grandioses, symbolisches farbenprächtiges Kunstwerk. Schön chinesisch Kitschig und einer der wenigen Filme die in der deutschen Synchronfassung weitaus besser ist als die amerikanische von
Quentin Tarantino. ( seit wann dubbed der eigentlich chinesisches Kino ?? ) Diese ist unglaublich schlecht und fast ein wenig rassistisch, da allen Charakteren ein amerikanisch/asiatischer Taxifahrer-Akzent verpasst wurde was jegliche Ernsthaftigkeit und Würde aus den Dialogen nimmt und gerade die Scenen mit dem Kaiser absolut lächerlich wirken lässt und den Film in dieser Fassung ungenießbar macht.

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aberaber

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein episches chinesisches Historiendrama in nur 90 Minuten! Vielleicht auch deswegen nie langweilig. In beindruckenden, wunderbaren und fast schon magischen Bildern wird hier die Legende der Entstehung des geeinten großen chinesischen Reiches erzählt. Sehr viel Wirework, was aber nicht störend wirkt. Die Darstellung ist angenehm zurückhaltend, das in vielen asiatischen Filmen auftretende Over-Acting fehlt hier fast vollständig. Die Massen- und Kampfszenen sind perfekt inszeniert. Ein Film fürs Auge, weniger für das Gehirn.

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HulktopF

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

episches chinesisches kino, das vor allem durch philosophische aspekte punktet,sowie durch die genialen choreografien.

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tapedogg

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"zum Wohle der Allgemeinheit"

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Bommali

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartig! Bildgewaltig! Cineastische Poesie! Nur leider manchmal ein wenig langatmig.

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Jan Terzky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Werke von Zhang Yimou anzusehen, lohnt sich natürlich immer. Eine Bewertung zu geben, ist dagegen schwieriger, so widersprüchlich und andersartig sind die filmischen Mittel. Grandios ist die Kunst, mit Farben umzugehen; die Massenszenen sind ein gutes Stück besser gedreht als bei "Kleopatra" oder "Ben Hur" usw. Freunde des Kampfsports werden noch andere Kriterien heranziehen, mir gefiel die Ausgewogenheit zwischen Action und Ruhe.
Ein anderes Kapitel ist die inhaltliche Aussage, die verständlicher Weise westlichen Rezensenten Probleme bereitet. (Fängt beim Fachwissen an: Qin ist nicht der Name des Königs, sondern des Landes usw. usf.) Aber egal, ob man zustimmt oder nicht: China hat das Recht, eine eigene Ideologie zu formulieren, die nicht den Ansichten des Westens entspricht. Die Art, wie Zhang Yimou das macht, ist nicht die schlechteste...

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Matty

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Bewertung7.0Sehenswert

Kann nicht ganz mit "Tiger & Dragon" mithalten weil es ein paar Längen gibt. Aber die Choreographie der Kämpfe ist auch hier sensationell.

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maxman

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genauso stellt man sich das China von vor 2000 Jahren vor!
Unbeschreiblich schöne Bilder, ein mysteriöser Jet Li in der Hauptrolle, anmutig wirkende Kampfszenen, Pflichtfilm!

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Soph

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Irgendwie ziemlich episch. Nicht jedermanns Geschmack wohl, das mag sein, meine Mum saß z.B. dabei, als ich den Film gesehen habe und hat mich die ganze Zeit genervt, dass "der Film scheiße ist", aber ich muss sagen, ich fand er war eher eine Ausnahmekunstform für sich. Allein der Farbwechsel im Bühnenbild in den verschiedenen Abstufungen zwischen Lüge und Realität... genial;)

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Thadeuz

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Bewertung6.0Ganz gut

Optisch auf jeden Fall opulent, das wars dann aber auch schon. Schwache Geschichte, schwache Darsteller, insgesamt schwacher Film. Am Besten hat mir da noch Zhang Ziyi gefallen. Oder Ziyi Zhang. Wie auch immer. Gerettet hat sie den Film aber auch nicht mehr. Die Punkte gibts wirklich nur für dir Optik. Leider wie viel zu oft in diesem Genre.

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Haschbeutel

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Bewertung9.5Herausragend

"What this reveals is his highest ideal. In the first state, man and sword become one and each other. Here, even a blade of grass can be used as a lethal weapon. In the next stage, the sword resides not in the hand but in the heart. Even without a weapon, the warrior can slay his enemy from a hundred paces. But the ultimate ideal is when the sword disappears altogether. The warrior embraces all around him. The desire to kill no longer exists. Only peace remains."

Wuxia. Ein Genre, das man entweder liebt, oder einfach abgrundtief blöd findet. Ich gehöre zur Gruppe der ersteren Filmbegeisterten und entsprechend habe ich keine Probleme damit, dass Menschen und Gegenstände sich auch außerhalb der Matrix keinen Naturgesetzen beugen müssen. Was ich besonders finde an diesem Genre ist der Fakt, dass ohne große storytechnsiche Tiefe allein durch visuelles so viel Inhalt vermittelt wird, wie man es sonst nicht für möglich gehalten hätte. Man muss sich anfreunden können mit dem Gedanken, dass Natur und Mensch Gefühle durch Farben suggerieren und dass die Schrift und Fähigkeiten einer Person in der Lage sind, Bewusstsein und Persönlichkeit zu besitzen.

HERO handelt, der inhaltlichen Linie folgend, von einem zerstrittenen Reich vor 2000 Jahren und einem König, der die absolute Macht erlangen will. Er hat eine riesige Armee, unterwirft und unterdrückt die Menschen und geht über Leichen. Ausgesandt werden die besten Attentäter, doch getötet hat ihn keiner; bis zu dem Tag, an dem ein Namenloser Held auftaucht um zu behaupten, er habe die Attentäter niedergestreckt. Und so erzählt er dem Machthaber seine Geschichte, schön verpackt in Rückblicken und der ein oder anderen Wendung, die immer wieder die recht leere Geschichtsblase erneut aufbläht.

Doch HERO ist mehr als das. HERO geht es nicht darum, das typische "Einer-gegen-Alle" Prinzip erneut auf die Leinwand zu bringen. Das wäre zwar Hollywood ganz recht, aber noch hat Yimou Zhang das Zepter in der Hand, was vor allem eines bedeutet - Bilder, die eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die die Frage stellt, wie viel Macht ein Einzelner besitzt. Was kann ein eiserner Wille bezwecken, wenn Freundschaft, Liebe und Vertrauen eine symbiotische Einheit bilden, die den Freiheitsgedanken eines Kämpfers unterstützen. Der Namenlose erzählt seine Geschichte, stets in Etappen verpackt, doch der Tyrann erahnt, dass etwas nicht stimmt. So wird vor allem der letzte Teil der Story mehrere Male aufgegriffen und stets in andere Farben gepackt. Zu Beginn, als es um Liebe und Eifersucht geht, ist rot die dominierende Farbe. Der abschließende Kampf im Blätterwald, der erst in herbstlichem gelb beginnt und in blutrot endet ist nicht nur optisch eine Augenweide, sondern auch interpretativ ein Genuss. Spielraum gibt es genug. Ein weiteres Highlight is der Kampf des Namenlosen gegen Broken Sword, wenn beide über dem Wasser tanzend ihr Gefecht austragen. Farben, Elemente, Gefühle, Emotionen - alles verpackt in ein optisches Œuvre, dass man gar nicht weiß, wo man mit euphorischem Gerede beginnen und aufhören soll. Fast jedes Wort, das gesprochen wird, findet seinen Bezug in der Geschichte, jede Farbe, die man findet, spiegelt Gefühle und Storyelemente wieder, werden aufgegriffen und an anderer Stelle erneut wiedergegeben. Die Unterhaltungen des Namenlosen mit dem König Qin mögen erst zusammenhanglos sein, reden hier doch "Gut" und "Böse" miteinander. Doch auch hier verschwimmen irgendwann die Grenzen. Qin entwickelt sich wohl zu einem der sympathischsten Antagonisten der Filmgeschichte und bald ertappt mans ich als Zuschauer, dass man zwischen den Fronten steht. Entsprechend wird auch das tragische Finale seine Wirkung voll entfalten.

Ganz wichtig in HERO ist neben den optischen Farbspielen die Symbolik der chinesischen Kalligrafie. Sie dient nicht nur zur Verständigung in Schriftform, sondern spiegelt Fähigkeiten, Seelenleben und das Innere derer wieder, die sich ihrer hingeben. Das mag alles abstrus sein bis zum Abwinken, aber wenn man sich darauf einlässt, dass Worte mächtiger als das Schwert sein können, dass man Ruhe und Kraft in Meditation und Studium findet und dass Schlachten auch auf dem Papier und in verbaler Konversation geführt werden können - dann wird man sich an HERO niemals satt sehen können. Auch wenn der Film natürlich von seinen beeindruckenden Kämpfen und Choreographien lebt, geht es doch vor allem um die Message dahinter: Kämpfe werden nicht mit Waffen gewonnen. Ein echter Held benötigt keine Klinge, keine Gewalt, keinen Hass sondern nur einen klaren Geist, Mut und ein Herz am Rechten Fleck. Ja, das mag die Message eines fast jeden Wuxia-Streifens sein, das mag teilweise in den überbordenden Zeitlupenszenen hängen bleiben oder hin und wieder kitschig wirken; aber HERO ist einfach in fast allen belangen so perfekt und wunderschön, dass man über die kleineren Macken hinwegsehen kann. Aber auch nur dann, wenn man das Genre mag. Wenn nicht, ist HERO nur ein optischer Leckerbissen mit lahmer Story, kitschigen Sets, mehr Zeitlupeneffekten als alle drei Teile von Matrix zusammen und besetzt mit einem Cast der zwar Kämpfen kann wie Lutzi aber schauspielert wie Ralf Möller auf Mallorca. Welch Glück, dass ich den Film darauf nicht reduzieren kann und es gar nicht will. HERO ist für mich wieder eines dieser Werke, bei dem ich weiß, warum es das Medium Film gibt - und warum ich es so sehr Liebe.

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doctorgonzo

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Schöne Hommage. Auch wenn bei mir eher der letzte Absatz zutrifft!


Haschbeutel

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Danke dir - und schade. Sehr, sehr schade! ;)


8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film aus dem letzten Drittel der Schaffensperiode des Altmeisters (2002). Die Handlung ist relativ unwichtig. Er nimmt halt eine Legende aus der chinesischen Geschichte. Aber was er daraus macht und wie er sie erzählt ist aller erste Filmsahne. Mit seiner gewaltigen Bildersprache beeindruckt er auch Leute, die diesem Genre eher etwas skeptisch gegenüberstehen. Es gibt temporeiche und statische Massenszenen, die durch Optik und Dramatik beeindrucken. Dabei schwelgt er in einem Farbenrausch von rot, blau und grün. Ob die obligatorischen fliegenden Kämpfe besser oder schlechter sind als sonst, ist schwer zu sagen. Sie sind hier nur anders: tänzerischer, leichter, aber auch detaillierter. Besonders die Wolke aus fliegenden Pfeilen besticht durch Exaktheit im Wirbel eines Trommelfeuers. Genial die Interdependenz von Musik, Kalligraphie und Kunst des Schwertkampfes, die alle das gleiche Prinzip verfolgen: Streben nach Vollkommenheit. Ihr Wesen erschließt sich einem durch Meditation. Und trotz der alles beherrschenden Kämpfe, gipfelt die zentrale Aussage doch in der Botschaft: Ziel ist nicht das Töten, sondern der Frieden. Zhang Yimou hat Eastern Martial Art auf ein Niveau gehoben, auf dem der ästhetische Farbensymbolist mit dramaturgischem Gespür die übrige Welt begeistert hat. Mich auch!

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nilswachter

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Bewertung2.5Ärgerlich

Wer glaubt, dass er mit endlosen Zeitlupenaufnahmen, prätentiöser Kameraführung und ebensolcher musikalischer Untermalung eine lahme Story und schlechte Schauspieler kaschieren kann, irrt sich. Hero ist bestes Beispiel dessen. Alles aber auch wirklich alles, muss in Zeitlupe gezeigt werden. Kein Pferd reitet in Normalgeschwindigkeit über die Leinwand, sogar schreiende Gesichter werden in Zeitlupe dargestellt. Dadurch verkommt ein interessantes stilistisches Mittel zum reinen Selbstzweck, wodurch es spätestens nach 20 Minuten nur noch nervt. Würde der Film seine Story oder die Charaktere auch nur halb so wichtig nehmen, wie seine überbordende Ästhetik könnte man ein Auge zudrücken. So bleibt aber nichts anderes übrig, als diesem Werk das Prädikat "ärgerlich" zu verleihen.

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northernwinds

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Bewertung5.5Geht so

Aufwändig inszeniert, wohl wahr. Auch überzeugend geschauspielert, sehr schöne Szenerie, und hier hört es dann auch schon auf.

Eine sehr sehr einfach gestrickte Geschichte wird hier quälend lang erzählt, so dass man eher das Gefühl bekommt der Film tritt auf der Stelle, aber vielleicht muss das ja so. Immerhin gibt das Ende ein Paar Millimeter Tiefgang her.

Dazu dann fast schon lächerliche Kampfszenen, die Darsteller werden fast ausschließlich von der fünften Grundkraft in der Luft gehalten, was schon am Anfang (am Ende auch noch) dann nur noch doof aussieht.

Was bleibt sind also die Bilder. Und die alleine wirken wohl eher wie ein Bildschirmschoner.

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schwedenretter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ich bin kein Fan dieser Seilakrobatik-kampfkust, Jet Li könnte auch ohne diese tricks überzeugen. Interessant wird der Film durch seine politische Aussage, die viele im Westen eher verschrecken könnte.

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ameisenbär

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartiges Farbenspiel, eine Handlung voller Wendungen und fein choreographierte Kampfszenen, die aber dem europäischen Auge vereinzelt überzogen bis lächerlich erscheinen. Insgesamt ein herausragender Kampfkunstfilm jenseits von stupider Prügelei!

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SamRamJam

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Bewertung9.5Herausragend

F=G(m1m2)/d²
Der Legende nach fiel diese Formel Isaac Newton ein als er von einem Apfel torpediert wurde.
Und dann gibt es noch den Wuxia-Film. Der Wuxia-Film spielt in einer Umwelt in der es keine Newtons gibt, keine Gravitation (oder zumindenst stark abgeändert) und keine Äpfel die von Bäumen fallen.
Warum ich dies an den Anfang setze? Weil es mich sonst immer eher stört wenn in irgendwelchen Filmen die Leute durch die Gegend gleiten und auf Grashalmen stehen können und ähnliches.
''Hero'' geht allerdings so fantasievoll vor, in der Erzählung der selben Geschichte aus drei Wahrheiten, den aboluten Kontrollieren der Farbpalette und daher wirkt der Film viel mehr wie ein Märchen. Und im Gegensatz zu dem Disneykram finde ich diesen Film (auch aufgrund der zahmen Gewaltdarstellung) viel mehr für Kinder geeignet da ich mich wahrscheinlich in diesen märchenhaften und phantastischen Film verliebt habe.

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Amajin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Märchen in atemberaubende Kulissen

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BobbyIII

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Bewertung9.5Herausragend

Ein grandioses Stück chinesisches Kino in 3 farblich gestalteten Kapiteln. Welches viele Aspekte der wahren chinesischen Geschichte abdeckt, was in diesem Umfang bei dieser Art Film nicht zu erwarten war. Gegenüber dem viel zu sehr gehypten "Tiger & Dragon" ungerechterweise untergegangen, da ich diesen hier wesentlich stimmiger in Bild, Choreo und Story finde. Die Verwebung der einzelnen verschiedenen Varianten derselben Geschichte ins richtige Licht (oder besser in die richtige Farbe) zu rücken ist erzähltechnisch 1A gelöst und bleibt nahezu immer spannend. War selber überrascht über meine Reaktion auf diesen Film.

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