Tränen der Erinnerung - Only Yesterday
Omohide Poro Poro (1991), JP Laufzeit 118 Minuten, FSK 12, Drama, Animationsfilm
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von Isao Takahata,
Taeko, eine 27-jährige Büroangestellte aus Tokio, macht Urlaub auf dem Lande. Sie verbringt ihre Ferien auf dem Bauernhof von Verwandten ihres Schwagers. Auf dem Weg dorthin denkt sie zurück an die Zeit, als sie zehn Jahre alt war. In Rückblenden erinnert sich Taeko an ihr Leben als junges Schulmädchen und die Ereignisse, die ihr Leben geprägt haben. Gleichzeitig sehnt sich Taeko danach, ihren eintönigen Alltag in Tokio hinter sich zu lassen. Auf dem Bauernhof ihrer Verwandten fühlt sie sich zu einem zurückhaltenden jungen Bauern hingezogen. Während die Geschichte zwischen den beiden Handlungssträngen hin und her springt, entfaltet sich ein gefühlvoll aufgebauter Dialog mit der Vergangenheit. Vor dem Hintergrund liebevoll eingefangener, wunderbarer Aufnahmen des ländlichen Japan, ist Only Yesterday sowohl die Geschichte einer Reise zu sich selbst als auch ein Kommentar zu gewissen Dingen, die im alles beherrschenden Streben der Menschen nach Fortschritt und Wohlstand verloren gegangen sind.
Cast & Crew
-
Isao Takahata
Regie
Schauspieler
-
Isao Takahata
- Genre
- Heimatfilm, Anime
- Zeit
- 1960er Jahre, 1990er Jahre
- Ort
- Japan, Tokio, Zug
- Handlung
- Baseball, Bauernhof, Erste Liebe, Familie, Familienalltag, Gedächtnis, Gesellschaftliche Zwänge, Grundschule, Kinder, Reise, Romanze, Selbsterkenntnis, Sexuelle Aufklärung, Urlaub
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Tränen der Erinnerung - Only Yesterday
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Kommentare (10) — Film: Tränen der Erinnerung - Only Yesterday
Kommentar schreibenGalaxysinger 2011/06/19 09:05:13
Kommentar löschenSonntagmorgen, was macht man mit dem angebrochenen Tag... achja da liegt ja noch so ein Ghibli-Film für zwischendurch rum. Im nachhinein bin ich äußerst verärgert darüber wie ich diesem Film gegenübergetreten bin!
Die Einstellung Takahatas ist einfach großartig, dass es nicht zwingend nötig ist salvenartig gewichtige Ereignisse und beeindruckende Bilder abfeuern zu müssen um einen Film zu machen. Es wird ruhig eine Geschichte erzählt, die hauptsächlich auf Stimmung und Charaktere setzt, nichts wirkt an den Haaren herbeigezogen um zu gefallen oder zu unterhalten. Und das Ende... ich meine... wow! Beeindruckend wie nahe man den Charakteren dann doch kommt.
Auf jeden Fall sehenswert für alle die, die auch mit ruhigeren Ghibli-Werken wie Totoro etwas anfangen können, und auch für diejenigen, deren Sinnesorgane noch nicht durch Spezialeffekte und morbide Action taub geworden sind.
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JohnnyKee 2011/04/01 22:55:37
Kommentar löschenGibt es einen Anime aus dem Hause Ghibli der nicht von Hayao Miyazaki ist und trotzdem an die Qualität seiner heranreicht oder sogar noch übertrifft ?
Ja den gibt es ! Und er nennt sich Only Yesterday !
In dem herrlich einfachen Film geht es um das Leben der 27 jährigen Taeko die sich nichts sehnlicher wünscht als auf dem Land zu leben. Weit weg von dem hektischen Alltag der Stadt. Die Chance bekommt sie für ein paar Tage bei ihrer Tante. Auf dem Weg zu ihr durchlebt sie ihre interessante Kindheit die mit allerlei besonderen Erlebnissen gespickt ist...
Unter der Regie von Isao Takahata entstand ein kleines Meisterwerk das sich locker auf dem Niveau der Filme von Miyazaki halten kann.
Denn Only Yesterday versucht nicht zwingend kompliziert und herausragend zu sein.
Vielmehr erzeugt man hier die Perfektion mit den einfachsten Mitteln.
Das plätschern des Baches, das Gelächter von Kindern, das erste Mal eine Ananas essen, der Schulalltag mit seinen Tücken, die erste Liebe und das Leben selbst... alles ist uns bekannt. Doch nach diesem Film wird einem all das wieder so unbekannt und fremd erscheinen weil man sie neu definieren wird... die einfachsten und alltäglichsten Dinge des Lebens. Momente werden zu ewigen Erinnerungen, Ereignisse werden bedauert, Entscheidungen bereut, Erlebnisse vergöttert. Das Leben einer einfachen Frau wird zur Reise zum Glück, zur Freude, zu der Erkenntnis und zu der wahren Liebe. Einzigartig !
Aus melancholischen Klavierspiel entwickelt sich ein unvergesslicher Score dessen Haupttitel sich in den Kopf des Zuschauers brennt und das Geschehen perfekt unterstreicht. Eine schwelgerische Atmosphäre wird geschaffen. Ein unvergessliches Erlebnis !
Fazit: Only Yesterday ist die Animeperle schlechthin ! Ein kleines, leichtes Abenteuer welches den Zuschauer nicht mit übertriebenen Welten in den Bann zieht sondern mit der Schönheit unserer gewohnten Natur. Wer ihn also noch nicht kennt sollte sich sputen. Denn Only Yesterday ist...
Unglaublich unbeachtet.
Unglaublich schön.
Unglaublich liebenswert
Unglaublich herzerwärmend.
Unglaublich berührend.
Unglaublich hervorragend.
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten
Weltensegler 2011/04/01 23:17:17
Antwort löschendanke für den Tipp! :)
JohnnyKee 2011/04/01 23:20:35
Antwort löschen@Weltensegler: Immer gern geschehen ;))
Freu mich schon auf dein Fazit ^^
Weltensegler 2011/04/01 23:28:29
Antwort löschenÄh, das ist bei mir ein langer Prozess, vorgemerkt, muss bestellt werden, muss geschaut werden, da können viele Jahreszeiten durchs Land streifen bis ich den gesehen habe. :D
JohnnyKee 2011/04/01 23:32:03
Antwort löschenAchja, dein DVD-Lagerungsproblem haben wir ja schonmal besprochen ;))
Das schlimme ist, das es bei mir genauso ist ^^
Weltensegler 2011/04/02 00:36:41
Antwort löschenWie gemein! Das Thema spreche ich gar nicht gerne an. :(( Na wenigstens gibt es Leidensgenossen, gibt es keine anonyme Gruppe für solche Lagerexperten? Wo man sich 2x die Woche einen Film ansehen muss und ihn dann im Sesselkreis bespricht? :D
Brennegan 2011/04/02 01:19:47
Antwort löschenKruzer Themenwechsel: Vorgemerkt :)
Und ich schließe mich Weltenseglers Dank an :)
JohnnyKee 2011/04/02 09:30:37
Antwort löschen@Weltensegler: Ich denke schon. Aber sowas kann teuer werden ^^
@Brennegan: Gut, gut und ich freue mich schon auf dein Fazit :D
Aber ich hoffe du schiebst ihn nicht so lange vor dir her wie der Weltensegler ;))
Brennegan 2011/04/02 11:25:22
Antwort löschenNa, ich bin kein Segler, ich bin ein Dampfkessel betriebens Filmguckautomationsdingensbummens ... kurz, ich werd mich beeilen ;)
Weltensegler 2011/04/02 11:26:42
Antwort löschen:(( Ihr seids so gemein zu mir. Jetzt seh ich keine Hoffnung mehr.
Brennegan 2011/04/02 13:39:27
Antwort löschenWar gar ned so bös gemeint ... :( Sorry! Sieh es positiv, immerhin wirst du den Film deshalb nicht so zwischen Tür und Angel schauen, so wie ich ... :)
Weltensegler 2011/04/02 15:10:24
Antwort löschenIch bin derzeit inner Phase, wo ich solche Sachen total negativ auffasse, das allerdings so überdramtisch klingen lasse, obwohl's eh keine Tragik war. Alles schön. :)
Bradbury 2011/04/04 15:24:04
Antwort löschen@Brennegan: Nur weil du in erbebengefährdetem Gebiet lebst, musst du ja beim Filmeschauen nicht ständig unterm Türrahmen sitzen.
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Brennegan 2011/04/04 18:52:28
Antwort löschenSagt der, um den herum regelmäßig die Bomben hochgehen ...
nurleben 2011/07/10 04:36:22
Antwort löschenWar schon vorgemerkt, aber jetzt extradollvorgemerkt :).
Geheimtipp: Meine Nachbarn die Yamadas (gleicher Regisseur), der ist noch obskurer und ein einzigartiges herzerwärmendes Portrait einer Familie, stellvertretend für so ziemlich alle japanischen Familien :). Plus ungewöhnlicher Animationsstil, an den man sich aber schnell gewöhnt und der das besondere i-Tüpfelchen des Fims is.
Hoang-Thach-Vu 2011/02/26 14:04:28
Kommentar löschenEin süßer und wunderschön ruhiger Film, der insgesamt jedoch viel zu ereignislos ist, was auf Dauer dann doch stellenweise ziemlich anstrengend sein kann.
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Tyler__Durden 2009/08/17 23:50:28
Kommentar löschenStudio Ghibli. Der erste Name der einem da einfällt ist natürlich Hayao Miyazaki und das auch zurecht. Aber er ist nicht der einzige Regisseur in der Ghibli Schmiede den man kennen sollte. Isao Takahata heißt der andere, der Name wird den meisten zwar nichts sagen aber wenn man noch anmerkt das er das Anti-Kriegs Meisterwerk "Hotaru no haka" auf Deutsch "Die Letzten Glühwürmchen", gemacht hat wird es bei einigen wahrscheinlich klingeln. "Omohide poro poro", sein zweiter Film bei Ghibli, ist aber nicht wirklich mit seinem Erstling zu vergleichen. "Omohide poro poro" ist ein Malerischer Charakter Film. Ein Film über eine Frau die sich während ihres Urlaubs auf dem Land an ihre Kindheit erinnert und an all das was einmal war und an was sie sich gerade so erinnert. Malerischer als alles was sonst so von Ghibli kommt. Die Gemälde gleiche Ästhetik, die speziell in den Flashbacks mit verblassenden Wasserfarben ein wunderschönes Gleichnis ergeben sind mit das schönste was es im Animations Sektor je zu bestaunen gab. Eine zu leben gewordene Leinwand. Emotional so subtil und gewaltig groß wie ein Ozu. Denn genau mit dessen Filme könnte man Takahatas Werk am besten vergleichen. Denn wenn Hayao Miyazaki uns immer wieder in Unglaubliche Welten entführt zeigt uns Isao Takahata, wie er selbst sagt, dinge die wir alle irgendwie kennen aus einer anderen Sicht.
Wie gesagt:
Ozu mit Wasserfarben!
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omdb 2009/06/17 00:10:34
Kommentar löschenDer Film おもひでぽろぽろ erzählt die Geschichte einer alleinstehenden japanischen Frau, die durch Erzählungen aus ihrer Vergangenheit einen kurzen Einblick in die japanische Gesellschaft der späten 60er Jahre erlaubt. In ruhigen Bildern schildert Regisseur Takahata (u.a. auch Die letzten Glühwürmchen), wie die Zwänge dieser Zeit das Verhalten vieler japanischer Frauen bis heute beeinflussen.
Die 27järige Taeko lebt und arbeitet eigentlich in Tōkyō, reist aber in ihrem Urlaub auf einen Bauernhof, um dort bei der Ernte zu helfen. Sie Toshio, einen der Bauern, kennen und erzählt ihm aus ihrere Zeit in der 5. Klasse. Dabei fallen viele kleine Anektoden und Absonderlichkeiten ab, die zum Teil auch dem westlichen Beobachter vertraut erscheinen, zum Teil aber befremdlich wirken. Dieser Einblick macht den Film zusätzlich interessant, sofern man sich für die japanische Kultur interessiert. Ohne dieses Interesse wirkt die Geschichte vermutlich eher langatmig.
Urspünglich vor allem an ein weibliches Publikum gerichtet, entwickelte sich der Film zum erfolgreichsten Film Japans im Jahr 1991.
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jannis 2009/06/17 10:03:30
Antwort löschenKommen da auch Reisbällchen vor?
omdb 2009/06/17 13:49:08
Antwort löschennur ne Ananas :)
RLX-Devlin 2009/03/16 01:39:29
Kommentar löschenObschon es nicht die Intention des Films ist, lässt sich "Tränen der Erinnerung - Only Yesterday" als herzzerreißende Parabel interkultureller Kommunikation deuten.
Der Film ist gerade für westliche Bürger aufschlussreich, da er eindrucksvoll, wenn auch nur rudimentär, Diskrepanzen auf kultureller Ebene (westliche und fernöstliche Kultur) erkennt, versteht und in Einklang bringt. Dabei lehrt er eine transkulturelle Kompetenz und zeigt die Stereotype der asiatischen Kultur (Gesicht wahren, Ambiguitätstoleranz, Diffusion, monochrone Zeit)...
Schöner Film, der ein Stück weit Erkenntnis bringt.
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Kubrick_obscura 2008/08/22 17:15:36
Kommentar löschenEin typisches Takahata-Werk. Nicht ganz so gut wie die letzten Glühwürmchen.
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Tekl 2008/05/19 17:13:27
Kommentar löschenEin gezeichneter Heimatfilm. Ich fand ihn schrecklich. Stellenweise hatte ich echt den Eindruck, dass es sich um einen Propagandafilm handelt. Zeichnerisch sicher ganz gut, aber das macht den Film nicht besser und dabei bin ich eigentlich absoluter Ghibli-Fan.
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Eneb 2008/01/25 01:23:16
Kommentar löschenRuhige Betrachtung eines Lebens in der Vergangenheit wie auch der Gegenwart.
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Xpander 2008/01/18 08:20:19
Kommentar löschenTränen der Erinnerung ist vieleicht mein heimlicher Faforit aus dem Hause Ghibli. Jedenfalls war es schon der Film der mich am Nachhaltigsten geprägt hat.
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