Die sieben Samurai

Shichinin no samurai (1954), JP
Laufzeit 159 Minuten, FSK 16, Eastern, Drama, Actionfilm, Kinostart 13.07.1962

8.5 Kritiker
41 Bewertungen
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7.5 Community
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von Akira Kurosawa, mit Takashi Shimura und Toshirô Mifune

Um einer alljährlich einfallenden Räuberbande Einhalt zu gebieten, wenden sich die armen Bauern eines abgelegenen Provinznestes hilfesuchend an umhervagabundierende Samurai. Sieben Wanderkrieger entschließen sich aus unterschiedlichsten Motiven, den Landwirten beizustehen. Gemeinsam machen sie sich daran, das Dorf in eine Festung und die Bauern in Hilfssoldaten umzurüsten, und schließlich weicht auch ihre ursprüngliche Söldnermentalität einem aufrichtigen Gefühl der Solidarität.

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Kritiken (4) — Film: Die sieben Samurai

Corsovilla: SchönerDenken

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9.5Herausragend

Filme, die einen solchen Grad an emotionaler und visueller Intensität erreichen wie „Shichinin no samurai“ (dt. „Die Sieben Samurai“) sind selten. Neben Akira Kurosawas mehr als 50 Jahre altem Meisterwerk erscheint vieles, was gegenwärtig in den Kinos läuft, lächerlich und belanglos. Welche Wirkungsmacht doch ein Film haben kann, wenn einer wie Kurosawa hinter der Kamera steht. Mit dem bis dahin teuersten japanischen Film war er 1954 zugleich einer der Mitbegründer eines neuen Genres im Kino: des Actionfilms. Doch „Die Sieben Samurai“ ist weit davon entfernt von dem, was man inzwischen unter einem Actionfilm versteht, wenn auch die entsprechenden Sequenzen selbst heutigen Sehgewohnheiten genügen (sogar die Zeitlupe setzt Kurosawa ein, wenn tödlich Getroffene zu Boden stürzen). Man spürt in diesem Werk einen kompromisslosen künstlerischen Willen, einen Anspruch an die Form, eine Ernsthaftigkeit, wie sie uns inzwischen im Kino leider kaum noch begegnet. (Götz für SchönerDenker)

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Nicht nur als Klassiker, sondern als spannender Unterhaltungsfilm absolut sehenswert und dabei um einiges mitreißender als Die glorreichen Sieben.

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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10.0Herausragend

In einem mittelalterlichen Bauerndorf werden Jahr für Jahr die Einwohner von Banditen überfallen, die ihre mühsam erarbeitete Ernte rauben. Verzweifelt vor Angst den Hungertod zu sterben, beschließen die Bauern, einige Samurai zur Verteidigung des Dorfes anzuheuern. Als schließlich nach langen Mühen sieben Samurai gefunden sind, die sich für nur eine Mahlzeit am Tag bereit erklären, mit den Bauern zu kämpfen, beginnt die mühsame Befestigung des Dorfes. Wild entschlossen, ums nackte Überleben zu kämpfen, werden die einfachen Männer von den Samurai für den bevorstehenden Kampf ausgebildet. Mutig und trotzig stellt sich das Dorf den überheblichen Räubern entgegen, die jedoch in der Überzahl ist. Ein mehrtägiger Kampf beginnt...

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa

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10.0Herausragend

Das meisterhafte Drama von Akira Kurosawa aus dem Jahre 1954 zählt nicht ohne Grund zu den besten Filmen aller Zeiten. (Platz 5 in der IMDB.com Bestenliste.) Akira Kurosawa hat mit diesem Film ein Werk geschaffen, das eindrucksvoll die Lebensumstände und gesellschaftlichen Zustände im Japan des 16. Jahrhunderts zeigt. Auf kritische Weise wird insbesondere das Kasten-System vorgeführt und hinterfragt. Mit seinem (für damalige Verhältnisse) extrem langen Film (bis zu 206 Minuten Laufzeit, je nach Schnittfassung) legte Kurosawa den Grundstein für zahlreiche Remakes, allen voran den berühmten US-Western “Die glorreichen Sieben” mit Yul Brynner. Nicht nur das Dorf und die Städte wurden von Kurosawa auf beeindruckende Weise gefilmt. Auch die Kampfszenen sind mit sehr viel Mühe und Liebe entstanden. Ohne jegliche Tricks und „doppelten Boden“ bringt er dem Betrachter das Geschehen überwältigend nahe. Die Kamera ist mittem im Geschehen und fährt oft sehr nahe an die vom Boden oder vom Pferd aus Kämpfenden heran. Das alles wirkt äußerst realistisch und versetzt den Zuschauer mitten in das Geschehen hinein. (Und das im Jahre 1954!) [...]

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Kommentare (34) — Film: Die sieben Samurai

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aberaber

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Bewertung7.5Sehenswert

Filmhistorisch interessant und durchaus unterhaltsam. Starke Geschichte, vielleicht etwas zu langsam erzählt.

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Framesurfer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In wenigen Worten: Der beste Film, der jemals gemacht wurde. Der zweitbeste: Das Dschungelbuch von Iwan Reitmann und der drittbeste: Der Zug, von John Frankenheimer.

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Neokraid

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich möchte vor meiner Kritik mit einer kleinen Geschichte beginnen:
WIe die meißten wissen, ist im Moment eine sogenannte "Retrospektive" von Altmeister Kurosawas im Lande unterwegs. Und so informierte ich mich, wann welcher Film in Düsseldorf im Filmmuseum gezeigt werden sollte und entschied mich für "Die sieben Samurai" von 1954. Ich rief zwei Kollegen an, von denen einer schon viel über den Film gehört hatte, ihn jedoch auch noch nicht gesehen hatte, dies aber ebenso wie ich tun wollte. Er schwärmte mir bereits vor, dass er vernommen hatte, dass dies einer der besten Filme der Welt sei und so entschieden wir uns dazu einen Freitag-Abend zu nehmen und uns den Film anzuschauen. Meine 2 Mitstreiter und ich senkten das Durchschnittsalter der geschätzten 40 Zuschauer im Saal vermutlich locker um 20 Jahre. Nach den guten Kritiken die ich also gehört und gelesen hatte, ging ich natürlich mit einer gewissen Erwartung in den Vorführsaal und wartete gespannt darauf, dass das Licht erlosch und der Vorhang aufging. Als es dann endlich soweit war (3 Minuten verspätet, unverschämtheit ;)) fühlte ich bereits ein Kribbeln im ganzen Körper vor lauter Vorfreude auf den Film.
Und um es kurz zu machen: Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen!

Der Film gibt eine Atmosphäre wieder, die man sich ohne den Film gesehen zu haben nicht vorstellen kann. Der Film, natürlich in schwarz/weiß, lässt zu absolut keiner Sekunde das Gefühl aufkommen, dass keine Liebe in den Film gesteckt wurde. Die Atmosphäre spiegelt exakt die Stimmung wieder, die der Zuschauer sich in diesem Moment vorstellt. Zu Beginn des Filmes ist es hell und überwiegend tagsüber, da hier der Beginn geschildert wird. Aber je länger der Film dauert (btw. knapp über 200 Minuten), desto düsterer wird auch die Stimmung, da man auf den bevorstehenden Überfall einer Räuberbande von 40 Mann auf ein kleines, an sich wehrloses Bauerndorf wartet.
Der Film wurde (zum Glück!) nicht übersetzt, sondern mit deutschem und französischem Untertitel ausgestrahlt, was dafür sorgt, dass die Grundstimmung beibehalten wird. Man kann sich also wirklich reinversetzen in dieses Dorf und seine Bewohner (bzw. die Samurai), was den Film ein Stück weit einzigartig macht.
Die im Titel betonten sieben Samurai kämpfen für das Dorf, nicht etwa für Ruhm und Ehre, wie sie es sonst getan hätten, sondern für die Gute Sache. Der erste der sieben Samurai, den man im Film kennelernt war mir sofort sympathisch. Freundlich, weltoffen, hilfsbereit und edel. Nach und nach finden sich also sieben Samurai, die allesamt auf de selben Seite stehen.
Es ist fast nicht zu beschreiben, aber die Art wie der Film die Zuschauer auf die Suche nach den verbleibenden Samurai schickt, ist beispiellos. Ebenso die Reise zum Bauerndorf, dei Ankunft und deren Aufenthalt dort.
Die Charaktere sind vollständig überzeugend gezeichnet und behalten immer diese auch heute noch zu entdeckende japanische Mentalität bei. Die Hauptperson(en), zunächst ein junger Mann aus dem Dorf, wandelt sich im Laufe des Filmes und so werden nach und nach die Samurai in den Vordergrund gerückt und übernehmen die Rolle der Protagonisten. Alle sieben sind Grundverschieden und so hat der Zuschauer an jedem einzelnen etwas spezielles, was ihm entweder ge- oder missfällt. So sind eben nicht alle die guten, unterstützenden Samurai, wie der Erste der vorgestellt wird, sondern einige fordern auch Disziplin und ähnliches. Das schönste ist, dass eine klare Entwicklung bei den meißten der Charaktere, nicht nur der Samurai, bemerkbar ist, was der Geschichte (soweit dies möglich ist) noch mehr an Tiefe verleiht und den Zuschauer weiter in seinen Bann zieht.
Selbst die Statisten sind nicht zu verachten, da auch sie sich allzeit glaubwürdig verhalten. Selbst in der Schlacht, auf die der Film ja nun einmal allmählich hinführt verhalten sie sich, als würden sie aus einem einfachen Bauerdorf kommen und keine Ahnung vom Krieg haben.
Ich kann ehrlich gesagt nicht sagen, welcher Charakter mir am besten gefallen hat, da ich es herlich gesagt nicht weis. In den meißten Filmen gibt es immer ein, zwei Personen mit denen man mitfiebert. Dieser Film hat mindestens 7!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Setting hätte besser gewählt werden können. Genauso wie man sich ein Dorf und eine kleinere Stadt in Japan im 16. Jhr. vorstellt, genauso sieht der Film aus. Ich weis nicht woran es liegt, aber Kurosawa scheint einfach ein Händchen für Settings gehabt zu haben. Hier vermischen sich Städtelandschaft, leichter Wald, weite Felder, Straßenpassagen und Hügellandschaften zu einer Einheit, wie man sie sonst eher selten zu sehen bekommt.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Trotz der Ernsthaftigkeit des Filmes, findet sich doch immer wieder Zeit für ein wenig Humor, der aber einfach so passend gewählt ist, dass man einfach nicht anders kann, als in dem Moment die Gefahr, die Angst und die Wut (um nur einige Emotionen im Film zu nennen), die den Film einige Male durchzieht zu vergessen und wieder in eine etwas heitere Stimmung einzutauchen.
Die Musik ist gut gewählt und für die Zeit absolut passend, ebenso der Ton. Dieser passt sich an die jeweiligen Szenen an, wobei man hier noch wirklich bemerken kann, wie "Ton" für solche Filme erstellt werden.
Zur Kamera. Die Kameraperspektiven sind unglaublich gut gewählt und stellen zu jeder Zeit genau das heraus, was heraus gestellt werden muss. Gut über den Schnitt lässt sich möglicherweise streiten, aber vergessen wir nicht, dass der Film von 1954 ist!

Fazit: Wenn mich jemand fragen würde mit welchem einzigen Wort ich den Film beschreiben würde, würde ich solange sagen "Unübertrefflich", bis es ein stärkeres Wort gibt.

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hoffman587

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Toll, bin echt überracht über dich, besonders die Wertung, gefällt mir (hoch 10^^)


Neokraid

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@Benjamin, vielen vielen Dank, ich hab mir auch echt Mühe gegeben :)
@hoffi, :D:D Wieso überrascht dich das denn jetzt?? Den Film konnte ich einfach nicht so an mir vorrüberziehen lassen :) Aber auch vieln Dank :)


JimiHendrix

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Bewertung9.0Herausragend

Für mich die paukenschlagbegleitende Geburtsstunde des japanischen Films, in welcher “der Tenno“ Akira Kurosawa gedanklicher Vater und filmische Hebamme zu gleich ist, ein Meisterwerk von epochaler Größe und Wucht. Kurosawa legt viel Spitzfindigkeit und Geduld an den Tag, um seinen geschichtlichen Spannungsbogen so hart zu biegen, bis er sich mit dem ersten Angriff der Räuberhorde blitzartig entlädt und den Pfeil in bis dahin ungeahnte actiongeladene Kinohöhen schießt.

Neulich saß ich nichtsahnend am Esstisch und durchblätterte halb gelangweilt ein Kinoblättchen in dem wieder so einige Kinoneueinstiege angepriesen wurden. Wie schon die letzten paar Monate zuvor zuckte es bei mir bei keinem der Filme. Dann erblickte ich eine unauffällig kleine, am Rand platzierte Anzeige vom japanischen Kulturinstitut Köln, welche sich die 150 jährige Freundschaft zwischen Japan und Deutschland zum Anlass nahm, um dreißig Filme Kurosawas dem interessierten Publikum vorzuführen, natürlich unentgeltlich.
So disponierte ich kurzfristig um, und entschied mir gegen das FFF, um Sion Sonos "Cold Fish" und für das 206 minütige Meisterwerk im OmU + Kinoleinwand!

Die Story ist so spärlich, wie die farblichen Aspekte: arme selbstzweifelbehaftete Bauern werden pünktlich zur Reisernte von kaltherzigen Banditen aufgesucht und weiden deren Reiskammern aus bis aufs letzte Korn. Doch die Dorfbewohner wollen nicht länger als unbezahlte Nahrungslieferanten herhalten und man fast den mutigen Entschluss, sich professionelle militärische Hilfe, in Person von kampferprobten Samurai, zu mieten, diese sollen Kost und Logis inklusive erhalten, dafür auf geldliche Ansprüche verzichten.

Um diesen Inhalt wirksam und atemlos in einem fast dreieinhalb stündigen Film unterzubringen bedarf es großem inszenierungstechnischem Können, mit dem Akira Kurosawa glücklicherweise gesegnet ist. So schafft der japanische Altmeister es, sein Werk schnell auf Touren kommen zu lassen und die Stunden gingen um wie im Flug.

Dieses hatte zwei wesentliche Gründe:
Zum einen das sozialkritisch angehauchte Verhältnis der mittellosen, unterwürfigen, mitleiderregenden, ängstlichen Bauern zu den ehrenwerten, würdevollen, todesmutigen, waffenerprobten und edlen Samurai. Ein so einfacher wie auch genialer Schachzug Kurosawas diese überaus kontrastreichen "Kasten" aufeinander treffen zu lassen. Unweigerlich wirkte das Zusammenspiel zwischen den Samurai und Bauern wie ein Füllhorn an lustigen, rührenden, mahnenden, gesellschaftskritischen und einfach unterhaltsamen Szenen.
Als Zusatzjoker baute Akira Kurosawa dann noch ein Verbindungsstück zwischen Samurai und Bauern ein, den aus bäuerlichem Hause stammenden Pseudo-Samurai Kikuchiyo, auch dies ein vortrefflicher und früchtetragender Geistesblitz.

Toshirō Mifune, der wie ein entfesselt genial spielender Taifun von der ersten Sekunde seines Erscheinens als Kikuchiyo unterhaltsam Dampf macht, war der auserwählte und einzig richtige Mann für solch eine bizarre, aufgedrehte, abgedrehte, kraftvolle sowie urkomische wie tragische Rolle. Durch seine charakterliche Unzugehörigkeit schwimmt er zwischen den "Fronten", seine tragische sowie schwäche bekennender Figur bohrt sich schnell in das Herz des Zuschauers. Er kümmert sich fast väterlich um die ihm gesellschaftlich nahestehenden Bauern und möchte keinesfalls, dass sie sich schwach und hilflos präsentieren, innerlich schämt er sich für deren Feigheit, aber er weiß natürlich ganz genau, wie er sie motivieren kann, er reißt sie mit seiner physischen Ausstrahlung mit.
Mifune knüpft hierbei ein wenig an seine Rolle als roher und durchgeknallt flippiger Räuber aus "Rashomon" an und fügt dieser Figur aber durch den familiären Hintergrund eine ungeahnte Tiefe bei, nie war er präsenter, nie war seine Darbietung berauschender und mitreißender.

Als weiser und immer Rat wissender Samuraisprachführer Kambei Shimada setzte Akira Kurosawa erneut auf gewohnte und bewährte Kräfte in diesem Fall auf Takashi Shimura.
Seine melancholische Darstellung in "Ikiru-Einmal wirklich leben" fesselte mich ebenfalls sofort.
Er ist der ruhende, besonnen sowie überlegt agierende Pol, der das feine Geflecht zwischen Samurai und Bauern erhält und schützt.

Daisuke Katō als Shichiroji, spielt äußerst liebenswürdig und sympathisch. Er steht als treuer Gefolgsmann eng an Kambeis Seite, da diese beiden Kriegsveteranen früher zusammen Schlachten schlugen.

Natürlich durfte in so einem charakterbunten Haufen auch ein sachlich, schweigsamer Ehrenmann nicht fehlen, der ohne groß Reden zu schwingen lieber das Samuraischwert zur Sprache kommen lies. Seiji Miyaguchi bediente mit seinem Charakter Kyuzo dieses Klischee auf eine sehr positive Weise.

Die Rolle des Heihachi Hayashida, gespielt von Chiaki Minoru und die des Gorobei Katayama dargestellt von Yoshio Inaba, ähnelte der Figur des Shichiroji meines Erachtens zu sehr, man hätte hier noch andere Schattierungen mit hinein bringen können, dies wurde hier versäumt.

Für gelungen und notwendig halte ich die Rollen von Isao Kimura, der hier die Rolle des Grünschnabels Katsuhiro mimt. Er ist sehr jung und schaut auf zu den erfahrenen Haudegen der Szene. Nur seine Liebelei mit dem Bauernmädchen nervten mich ab und an.

Es lässt sich also recht deutlich raus arbeiten, dass durch die Charaktervielfalt der einzelnen Samurai plus dem Zwischenglied Kikuchiyo und den Eindruck, die Wirkung, welche die Söldner auf die Bauern machen bzw. ausüben, ist ein meisterhafter Streich, der in seiner Genialität so rudimentär daher kommt, das man schnell dessen wert unterschätzt.

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Puni

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Hat einer hier de gekürzte Version gesehen? Die hab ich mir blöderweise vor Jahren mal unwissend auf DVD gekauft und seitdem liegt sie hier rum. Taugt die was, reicht die vielleicht zum Einstieg in die Kurosawa Filme oder lieber gleich wegschmeissen?


JimiHendrix

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also ich habe auch die 155 min fassung, soweit ich weiß ist das die längste fassung mit deutscher synchro und die 206 minütige version ist Om deutschen und französischen untertiteln, also wegschmeißen würde ich die nich^^


TheDrPepperPower

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich glaube zu verstehen, was ein zeitloses Meisterwerk ist, aber dieser Film ist es für mich einfach in keiner Weise und ich kann absolut nicht verstehen, wieso so viele Menschen mit einem hervorragenden Filmgeschmack ihn so schätzen. Filme wie "The Good, the Bad and the Ugly" oder "All Quiet on the Western Front" kann ich mir immer wieder anschauen, obwohl sie schon so alt sind.

Ich musste eben an "The Seven Samurai" denken, weil ich heute Abend zum ersten Mal "Citizen Kane" gesehen habe. Dieser Film ist wirklich zeitlos: wundervoll inszeniert mit Liebe zum Detail, seinen Charakteren und seiner Aussage. Er ist auch heute noch technisch hervorragend und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.

"The Seven Samurai" dagegen hat eine sehr simple Geschichte, unterirdisch schlechte und unpassende Kampfszenen (mal ehrlich, kann das irgendjemand leugnen?), eindimensionale, nebulöse Charaktere und fast durchweg schlechte schauspielerische Leistungen. Ich verstehe nicht, wieso kaum jemand das genauso sieht. Ich will diesen Film auf keinen Fall grundlos schlecht machen, aber findet ihr denn wirklich, dass die Charaktere tiefgründig konzipiert und glaubwürdig gespielt sind? Wie berüht euch dieser Film? Unterhält er euch, macht er euch nachdenklich oder hat er gar eine besondere Botschaft?

Es gab schon einige Dinge, die mir positiv aufgefallen sind. Ich fand die beiden Hauptdarsteller sympathisch (allerdings nicht wegen ihres schauspielerischen Könnens) und ich mochte die Star Wars Musik und den Darth Vader Helm des Banditenanführers, aber ansonsten kann ich mich leider nicht lobend äußern. Ich bitte ehrlich darum, dass mir jemand verständlich macht, was genau an diesem Film so unfassbar brilliant ist, ohne dabei auf seinen Einfluss auf spätere Filme zu zeigen (worin auch immer dieser bestehen möge).

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franticfury

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Worte können nicht beschreiben wie großartig dieser Film ist!

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Finnigan

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich hatte "Die sieben Samurai" immer als 10-Punkte-Meisterwerk in Erinnerung. Und die überragenden Kritiken und die breite Meinung über "Die sieben Samurai" als einer der besten Filme aller Zeiten hatte mich natürlich auch immer in dieser meiner Erinnerung bestätigt.
Als ich den Film vor einigen Jahren das letzte Mal sah, hatte er aber offenbar noch eine größere Wirkung auf mich. Diesmal würde ich nicht mehr ganz d'accord gehen mit meiner Erinnerung und breiten Meinung.

Der Film ist weiterhin gut, das steht außer Frage. Die Story ist super, es ist ein gesunder Mix aus Drama, Romantik und Action, selbst komödiantische Anteile werden insbesondere durcn Mifunes Rolle immer wieder eingestreut (auch wenn seine überdrehte Art manchmal dann etwas anstregend wird).

Das Problem ist, dass "Die sieben Samurai" mitunter einfach wirklich langweilig ist. Ein paar langatmige Szenen bleiben bei so einer Laufzeit natürlich selten aus, aber hier häuft sich derartiges schon irgendwie an.
Auch die Kampfszenen sind nach heutigen Maßstäben eher unspektakulär inszeniert.

Dennoch sollte man den Film als Filmfan zumindest einmal gesehen haben. Immerhin ists Kurosawa allgemein, aber inbesondere dieser Film, der Filmgrößen wie Steven Spielberg, Martin Scorsese, Francis Ford Coppola, George Lucas, Quentin Tarantino und viele viele mehr inspiriert und beeinflusst hat.

Ich hatte ihn wie gesagt immer als 10-Punkte-Meisterwerk in Erinnerung, hatte damals offensichtlich eine viel größere und beeindruckendere Wirkung auf mich und wer weiß, wenn ich ihn irgendwann wieder mal einlege, ists vielleicht auch wieder anders. Beim diesmaligen Schauen fand ichs leider mitunter recht langweilig, sodass ich weniger Punkte verteile.

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Finnigan

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Zeitlos bedeutet eben genau das, was das Wort aussagt: Zeitlos. D.h., dass es wunderbar auch heute noch funktioniert. Eben zeitlos ist.
In Widersprüche verstricktest du dich bspw., indem du mir zunächst nahelegtest, mich über die richtige Art von Filmbewertungen zu erkundigen, dann jedoch der Meinung warst, mir gar keine Vorschläge oder Ratschläge gegeben zu haben.


Finnigan

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Musste mir deinen Beitrag jetzt 2x durchlesen, weil der so wirr und konfus geschrieben wurde.

Schön auch, dass du mir Kindergartensprache vorwerfen wolltest, aber keinen gescheiten Satz formulieren kannst du mit Phrasen wie "du Komplexer", "dein Wisch", "faseln" oder "Transformerzeitalter Opfern" ankommst. Dazu noch so wunderbar seriöses wie "Alter" oder "Hallo?" lassen deine Argumentation wirklich glaubhaft werden. Kannst du nicht vernünftig diskutieren ohne ausfallend zu werden? Oder versteckst du deine Unsicherheit und die fehlenden Argumente dahinter?

Schön auch, dass du dich an einem einzigen Satz so aufhalten kannst in einem Review, das mit 7 Punkten ansonsten sehr positiv ausgefallen ist und in einem Review, in dem ich sogar erwähne, früher dem Film auch mal 10 Punkte gegeben zu haben.

Schön auch, wie du dich wiedermal in Widersprüche verstrickst: Tut mir Leid, aber du sagst einerseits, wie zeitlos dieser Klassiker ist und auf der anderen Seite, dass man heutige Maßstäbe nicht ansetzen darf. Wieso denn nicht, wenn es so zeitlos ist? Verstehst du jetzt endlich, weshalb ich dir nahegelegt habe, dir den Begriff der Zeitlosigkeit nochmal zu Gemüte zu führen? Das hat doch mit Klugscheißerei nichts zu tun. Oder ist es für dich Klugscheißerei, wenn man vernünftig versucht zu diskutieren? Wäre es dir lieber gewesen, wenn ich so wie du ein paar "Alter" oder "Opfer" oder dergleichen eingebaut hätte?

Im Übrigen ist "Die sieben Samurai" durchaus zeitlos, wenn auch nicht in allen Belangen. Die Kampfszenen sind nunmal relativ unspektakulär.


Discostu

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Bewertung6.5Ganz gut

Wieder mal so ein Filmklassiker, der mich leider enttäuscht hat. Die Auswahl der Samurai und die Vorbereitung des Dorfes haben (obwohl sie auch eine halbe Stunde kürzer hätten ausfallen können) eine Spannung aufgebaut, die durch die absolut unspektakuläre und mehrfach unterbrochene Schlacht einfach verpufft. Da reiten die ganze Zeit die Banditen im Dorf hin und her und werden solange von unten mit Schwertern und Lanzen gepiekt, bis sie alle tot sind. Dass der Film trotzdem als einer der besten Filme aller Zeiten gilt kann ich mir nur im Vergleich mit anderen Filmen aus dieser Zeit erklären... oder andere gehen einfach mit einer anderen Erwartungshaltung an solche Filme.

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Dead_Eye_Dodo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was mir besonders an diesem alten Samuraistreifen gefallen hat, ist die Zeit, die er mitbringt. Die Auswahl der sieben Kämpfer (jeder auf seine weise ein Unikat), die Vorbereitung auf die Banditen und die Pausen in der Schlacht - Hier wirkt einfach nicht alles so auf Action pur ausgelegt wie im heutigen Asia-Kino, sondern eher durchdacht und stilvoll umgesetzt. Dieser Aspekt macht die Sieben Samurai zu etwas besonderem für mich und lässt mich wohl auch in Zukunft am ein- oder anderem alten schwarzweiß Samuraifilm nicht vorbeigehen.

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LongWayHome

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Naja, im Bereich Asia-SAMURAI-Movies ist der Anteil der Actionfilme natürlich relativ hoch ~~. Das ist ja wie wenn man sich in einem Western über die ganzen Cowboyhüte wundert.
Ich dachte du sprichst von Asia-Kino im Allgemeinen.


Dead_Eye_Dodo

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Western ist ein gutes Beispiel zu dem Punkt den ich anspreche, da wird bei den New-Western auch gezielt Action gestreut während zum Beispiel Spiel mir das Lied vom Tod auch gut ohne zwischenzeitliches Geballer auskam. Ich glaube, das Publikum erwartet so etwas heute einfach und stemeplt einen Film ohne besagte Zutat direkt als langweilig ab ...


Benni-THE-KING

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

3 Stunden? Japan? Schwarz-Weiß?
Dafür war er aber überraschend unterhaltsam. Vor allem im Vergleich zu westlichen Filme aus dieser Zeit.

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Ich_mache_Seife

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Bewertung9.5Herausragend

Ich liebe Filme, die sich die Zeit nehmen ihrem Publikum eine Geschicht zu erzählen und diese ihnen unheimlich nahe bringen.
So spührt man förmlich all das Leben in den Bildern.
Ein Blumenmeer, das den Zuschauer die vielen verschiedenen Düfte nur über die visuelle Ebene erahnen lässt.
Der Wind, der durch die Kornfelder streicht und den man beinahe erfühlen kann.
Ein zutiefst trauriger Blick auf die Männer, deren Leben der Kampf ist, sie doch niemals siegen und mit der leisen Ahnung, dass die Zukunft ihre Ära beenden wird.
Zu sagen ich wurde wundervoll unterhalten ist doch eines der schönsten Komplimente, das man einem Film machen kann.
Mein erster Kurosawa und mit Sicherheit nicht mein letzter.

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Tyler__Durden

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der wenigen Filme der seine eigenen Gedanken hat und bei dem man als Zuschauer jedes mal aufs neue sich fühlt wie wenn man einen guten alten Freund besucht den man lange nicht mehr gesehen hat. Nach knapp dreieinhalb Stunden ist der Besuch zwar wieder vorbei und die eine oder andere Träne fällt zum Abschied aber die Erinnerungen bleiben und die Tatsache das man ihn bald wieder sehen wird gibt einem wieder Kraft. Egal ob heute oder in 70 Jahren, ich für meinen Teil weiß das diese Freundschaft nie enden wird, dafür wurde sie schon über die ganzen Jahre und Besuche so gefestigt das hier kaum irgendwas in die Brüche gehen könnte. Nicht nur einer meiner Lieblingsfilme sondern auch einer der wenigen speziellen der mit in meine Gruft kommt.

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Ich_mache_Seife

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Finde es immer schön wie sich deine Begeisterung für Filme in deinen Kommentaren wiederfindet und weckst dadurch auch des öfteren mein Interesse an mir noch unbekannten Werken.


Tyler__Durden

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Zu viel des Dankes. :))


dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film hat ganz sicher viele starke Momente; zwei Dinge haben mich allerdings gestört: Die Slapstick-Szenen sind teilweise einfach etwas albern gehalten - und die Länge (die nicht immer sinnvoll erscheint). Ansonsten historisch sicher wertvoll, aber nicht dermaßen wirklich mein Ding, dass ich hier mit Punkten um micht werfen muss, bloß weil es eben so Kult ist.

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Bradbury

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nachdem ich Die Sieben Samurai als kleiner Steppke gesehen hatte, wollte ich Samurai werden. Und wenn ich so drüber nachdenke: Eigentlich möchte ich das immer noch. Vielleicht wird das mein erster Vorsatz fürs nächste Jahr.

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Tyler

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@Bradbury: einem, dessen Wurzeln nur zu 50% in Japan anzusiedeln sind und der sich als Besitzer eines Waffenfachgeschäfts zur Ruhe gesetzt hat^^
@Brennegan: Schön :)


Fladek

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Ich mache sogar für nur zwei Mahlzeiten am Tag mit.


SamRamJam

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Bewertung5.5Geht so

Kurosawa hier und Kurosawa da, sobald man anfängt sich mit Kino und Film eingehender zu beschäftigen kommt man nicht um Akira Kurosawa drumrum. Ob nun Sergio Leone, George Lucas oder Quentin Tarantino, alle scheinen von ihm beeinflusst. Demzufolge war ich wirklich froh als ich eine Box mit fünf seiner Filme ergattern konnte. Nun habe ich mir die ersten beiden dieser Filme angesehen und teile mein Fazit mit. Da hier der eine oder andere Spoiler auftreten könnte bitte Vorsicht.
Also: Ich habe die europäische Kurzfassung gesehen und fand sie dennoch zu lange. Gerade die Szenen zwischen dem Samurai Schüler und der Bäuerin sind etwas zäh und führen quasi zu nichts aber naja.
Desweiteren kann man bei vielen dieser Halbglatzen die Gummikappe erkennen was es ein bisschen schwer macht diese Leute ernst zu nehmen.
Der Film an sich schlingert ein bisschen zwischen den Genres und mischt soziale Fragen mit Slapstick und (ernster) Action. Genauso wechseln sich sehr gute Effekte mit ziemlich billigen ab, eigentlich geht dass den ganzen Film so in allen Bereichen. Zuerst kommt etwas sehr gutes und man denkt ''huch, ist das gut'' und dann gleich darauf eine Szene bei der man sagt ''ne, nicht wirklich oder?''. Also hin und her. Daher die fünf Punkte. Den halben gibt es noch für den Kultstatus.
Insgesamt betrachtet bin ich froh die Box zu haben und freue mich auf den Genuß der Ausbleibenden drei Filme und dann auch mitreden zu können und Leute mit meinem Achtelwissen zu beeindrucken. Ich möchte dem Film seinen Kultstatus auch nicht absprechen, also aus historisch interessierter Sicht durchaus zu empfehlen allerdings auch nicht DAS Meisterwerk das ich erhofft hatte.

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ryz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Shichinin no Samurai, Akira Kurosawa's einzigartiges Meisterwerk und zugleich einer der teuersten japanischen Filme seiner Zeit.

Filmisch perfekt umgesetzt bediente sich Kurosawa an drei, zu jeder Zeit laufenden Kameras, exakt und detailgetreu nachempfundener Szenerie echter Schauplätze sowie Zeitraffer ("slow-motion" oder "bullet-time") um gewissen Darstellungen mehr Intensität zu verleihen und setzte somit einen quasi-Standard in der damaligen Filmindustrie.

Auch Story-Elemente wie eine Romanze, ein widerwilliger Held und das schreckhafte Bauernvolk - einzeln jeweils auch schon in vorigen Filmen von verschiedensten Regisseuren verarbeitet - sind meisterlich zu einem Ganzen kombiniert worden.

Das alles klingt in der heutigen Zeit als schon fast ordinär, ist aber in Hinblick auf das Alter und die Umstände des Films wahrlich in epischem Ausmaß. Shichinin no Samurai konnte das gesamte Action-Genre überhaupt definieren und hat(te) maßgeblich Einfluss auf die Filmgeschichte und den Umfang, in dem wir heutige Filme präsentiert bekommen.

Allein Toshirō Mifune's (Als möchte-gern Samurai Kikuchiyo, ein Charakter mit unvergleichlichem Temperament und Vitalität) oft improvisierte perfomance ist es Wert, dieses Kunstwerk zu sehen. Nicht umsonst spielt Mifune in 16(!) von Kurosawa's Filmen mit, u.a. Rashōmon und Yōjinbō.

Auch die anderen Samurai wie Kambei und Heihachi entfalten vollends ihren Charakter und der Zuschauer weiß sich progressiv immer mehr mit den Darstellern zu identifizieren, ich spreche wohl nicht für mich allein, wenn ich am Ende um den Verlust einiger Personen getrauert habe.

Fazit: Shichinin no Samurai ist ein Meisterstück, das sich kein ambitionierter Cineast entgehen lassen sollte. Kurosawa schaffte mit "Die Sieben Samurai" einen imposanten und kraftvollen Meilenstein in der Filmhistorie, der zurecht zum essentiellen Filmgut von diversen Kritikern gezählt wird. Im Vergleich mit vielen heutigen gepriesenen "Kunstwerken" verblassen eben diese im Reklamerummel der modernen Filmindustrie.

10/10

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BigDi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kurosawa nimmt sich die Zeit, die er braucht, und das ist auch gut so: Keine hektischen Zeitsprünge, keine erklärenden Texttäfel zwischendurch, alles in genau dem Tempo gehalten, dass es realistisch wirkt, und dennoch zu keinem Zeitpunkt langweilig. Szene für Szene wird hier eine zum Betreten nahe Welt aufgebaut und mit lebendigen Figuren bevölkert, die man schnell in sein Herz schließt - was im Finale, welches mit Toten nicht geizt, für eine ganz starke emotionale Bindung an den Film sorgt. Und selbst die etwas pathetischen Hinweise auf soziale Probleme bekommen dank Mifunes entfesselter und verquerter Performance eine selbst heutzutage nur selten gesehene Wucht, ohne dabei zu nerven - lediglich der Abschluss der Liebesgeschichte ist für meinen Geschmack etwas zu übertrieben dargestellt.

Erzähltechnisch gibt es an "Die sieben Samurai" absolut nichts zu bemängeln, was die Präsentation einer Geschichte mitsamt ihrer Figuren angeht, hat dieses Werk echten Vorbildcharakter. Etwas enttäuschend fallen jedoch die Kampfszenen aus: Die viel zu harmlose Darstellung der Gewalt kostet dem Film in einigen Szenen ein wenig die Wucht, die er narrativ zweifelsohne durchgehend behält, aber optisch nicht konsequent genug in Szene setzt. Zudem gibt es gegen Ende ein paar Aussetzer in der Logik (wieso benutzen die Dorfbewohner keine Musketen, obwohl sie doch ganze zwei erbeutet haben?) Doch bis auf diese wenigen Brüche in der Atmosphäre (die zudem sehr kurz sind) kann der Film eine sogreiche Stimmung aufbauen und das über die gesamte Laufzeit - Respekt dafür. Ein emotionaler, stimmungsvoller und wundervoll detailgenauer Film mit tollen Figuren, dessen Alter man leicht und gerne übersieht - und selten hat mich ein Filmtod so sehr berührt wie der von Kikuchiyo.

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the traveler

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Du schreibst mir aus der Seele ;-)


Ronon_Dex

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Bewertung9.0Herausragend

großer und epischer klassiker, der oft kopiert wurde (die glorreichen 7...), aber nie erreicht wurde.
der film ist zwar sehr lange und alt, aber es lohnt sich, ihn anzuschaun, und wirklich langweilig wird einem auch nicht!
mit 7 verschiedenen samurai, die loßziehn, um einem dorf gegen räuber beizustehn, schuf akira kurosawa auch 7 kultige, total unterschiedliche charaktere.
vor allem toshiro mifune und takashi shimura spielen einfach nur super!
definitiv einer der besten filme, der einiges revolutionierte.

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Arakune

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Bewertung9.0Herausragend

So, heute habe ich mich nun auch nach mehreren Bitten, mich auf dieser Seite anzumelden auch endlich dazu durchgerungen. Da ich heute "Die Sieben Samurai" gesehen habe, wird dies auch mein erster Film sein, den ich hier kommentiere.

Vorher sei gesagt, dass das mein erster Kurosawa- und Easternfilm ist.
Habe also noch nicht so viel Erfahrung mit solcher Art von Film.
Wie dem auch sei, nun zum Film:
Der Film stammt aus dem Jahre 1954, was man ihm auch deutlich anmerkt, da er gänzlich ohne Martial Arts o.ä. auskommt. Darauf kommt es bei diesem Meisterwerk aber auch garnicht an. Er soll nicht spektakulär wirken, er soll eine Geschichte erzählen - und das macht er tadellos.
Ein armes Bauerdorf wird regelmäßig von rücksichtslosen Banditen angegriffen und ausgeraubt. In Sorge, dass sie irgendwann verhungern könnten, da sie ständig ihrer Ernte entledigt werden, heuern sie 7 (mehr oder weniger) arme Samurai an, die ihnen für (nur) 3 Mahlzeiten pro Tag helfen sollen, sich gegen die Räuber zu wehren.
Endlich zusammengefunden, "trainieren" die Samurai die Dorfbewohner in Selbstverteidigung und Nahkampf.
In den letzten 40 Minuten (wenn ich mich recht erinnere) kommt es dann zum "Showdown" zwischen den Banditen und Bauern.
Die Helden in diesem Film sind zwar eindeutig die 7 Samurai, allerdings werden sie nicht in den Vordergrund gerückt und sowieso als ganz normale Menschen dargestellt.

Also ich habe den Film genossen, obwohl (oder gerade weil) er so minimalistisch erzählt ist. Die Bilder werden überhaupt nicht aufdringlich, sondern viel eher eindringlich vermittelt. Genau das macht ihn so spannend. Außerdem kann ich (wie viele andere hier auch) nur noch einmal die grandiose schauspielerische Leistung von Toshirô Mifune als Pseudo-Samurai Kikuchiyo erwähnen. Ich meine sogar ein paar Charakterzüge von ihm in Jack Sparrow (dem Hauptcharakter aus Fluch der Karibik) wiederzuerkennen, ich kann mich aber auch irren.
Alles in Allem empfehle ich "Die Sieben Samurai" jedem, der sich auch nur halbwegs für Filme interessiert, denn diesen Meilenstein sollte man sich nicht entgehen lassen!

9/10

P.S.: Hoffe, diese kurze Rezension ist nicht ganz so bescheuert, wie sie mir gerade vorkommt. Seid bitte gnädig, ist schließlich meine Erste. :)
P.P.S.: Hilfreiches Feedback ist natürlich erwünscht. ;)

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BigDi

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Drei Stunden am Stück wirken immer ein wenig abschreckend^^Aber ich werd´s noch schaffen in den nächsten Tagen, hoffe ich...


Ronon_Dex

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besser kann man es nicht ausdrücken


pellekraut007

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Bewertung10.0Herausragend

"Was kümmerst du dich um deinen Bart, wenn es dich den Kopf kosten könnte?" fragte der blinde Großvater seinen Sohn. Und man fand sechs Samurai, holte sie in ein Dorf, es gegen die Banditen zu schützen. Und sie verloren einmal mehr, für einen Sieg der Hilflosen, die sie selbst zuvor geknechtet hatten. Ausgerechnet diese Wahrheit sagte ihnen der Siebte, den sie nicht wollten und der nur ein Bauernjunge war, mit dem Herz eines Tigers und dem Gemüt eines Kindes. Und so schnell wie er zum Ritter wurde, starb er auch schon mit einer Kugel im Bauch, der unheilvollen Botschafterin einer neuen Zeit, in der solche, wie diese Sieben keinen Platz mehr hatten. Dieser Film ist wie ein einziger entschlossener Schwerthieb ins Nichts und mahnt uns beiläufig: wer das Schwert zieht, wird durch das Schwert sterben! Ihm gebührt ein Extraschrein!

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BigDi

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Besser kann man diesen Film wohl nicht in Worte fassen, bravo!


random hero

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genialer kommentar!


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