Flibbo
Flibbo aus Offenburg heißt Philipp Stroh, ist 22 Jahre alt. Er hat sich 2008/05/19 15:15:06 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1155 Filme bewertet und legendäre 890 Kommentare geschrieben. „kinda cute, kinda hot, kinda sexy, hysterically funny, but not funny-looking guy who you COULD fuck“ Mehr
| Name | Philipp Stroh |
|---|---|
| Alter | 22 |
| Stadt | Offenburg |
| Geschlecht | männlich |
| Meine Lieblingsfilmfigur | Die Maske |
| Schreibt sonst für | wieistderfilm.de |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Jim Carrey, Charles Chaplin, Jack Black, Johnny Depp, Tom Hanks, Naomi Watts |
| Ich bin Fan von: | Alfred Hitchcock, Quentin Tarantino, Charles Chaplin, Jim Carrey |
| Meine Lieblingsregisseure: | Quentin Tarantino, Alfred Hitchcock, Charles Chaplin, Kevin Smith |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | „Wenn man nicht über die Gesellschaft Bescheid weiß, Maria, dann hat man auch nicht die Befriedigung sich ihr zu entziehen.“ - Nicholas Van Orton in „The Game“ |
| Über mich | „kinda cute, kinda hot, kinda sexy, hysterically funny, but not funny-looking guy who you COULD fuck“ |
Dame König As Spion
Flibbo 7.0 "Sehenswert" 2012/02/04 12:05:11
[...] Das Hauptaugenmerk allerdings liegt auf Gary Oldman („The Dark Knight“) als George Smiley. Er ist so kühl, dass es fast schon unheimlich ist. Erst bei genauerer Betrachtung wird die Anstrengung des Unterspielens sichtbar. Oldman geht mit eiserner Disziplin ganz in seiner Rolle auf und schafft es, mit minimalen Gesten eine starke Ausstrahlung aus in jahrelangem Training verdrängten Emotionen…
[...] Das Hauptaugenmerk allerdings liegt auf Gary Oldman („The Dark Knight“) als George Smiley. Er ist so kühl, dass es fast schon unheimlich ist. Erst bei genauerer Betrachtung wird die Anstrengung des Unterspielens sichtbar. Oldman geht mit eiserner Disziplin ganz in seiner Rolle auf und schafft es, mit minimalen Gesten eine starke Ausstrahlung aus in jahrelangem Training verdrängten Emotionen zu entfalten. Der politische Hintergrund der Geschichte wird weitestgehend ausgeklammert, um sich ganz auf die Spannungen zwischen den Figuren zu konzentrieren, die alle auf ihre jeweils eigene Art leiden. Und hier offenbaren sich die Knackpunkte von „Dame, König, As, Spion“: Es sind einfach zu viele Figuren, um sich emotional auf die unter rauer Oberfläche verborgenen Konflikte einzulassen und gleichzeitig in der fies verschachtelt erzählten Geschichte den Überblick zu behalten. [...]
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Im Weltraum gibt es keine Gefühle
Flibbo 7.5 "Sehenswert" 2012/01/31 21:52:25
[...] Der schrullige Charme dieser Drama-Komödie ist so bemüht und berechnet, dass er schon wieder funktioniert. Ganz ähnlich wie der Plan der Hauptfigur, gut gespielt von Bill Skarsgård, Sohn von Stellan Skarsgård („Thor“, „Melancholia“). Hervorzuheben ist noch Cecilia Forss, welche in ihrer ersten Spielfilm-Hauptrolle die eigentlich sehr klischeebeladene Rolle des chaotischen Liebchens als Gegenpol des Protagonisten angenehm frisch interpretiert. [...]
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The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten
Flibbo 7.5 "Sehenswert" 2012/01/31 11:00:01
[...] Die männliche Nebenfigur – der taktlose Freund der älteren Tochter – wirkt etwas zu sehr in die Geschichte hinein konstruiert, ist aber auch für die dezent skurrile Stimmung von Nöten, die der Schauplatz an sich bereits fordert. Ansonsten ist „The Descendants“ glänzend geschrieben, zuweilen sehr bewegend, dabei menschlich statt kitschig und auch mal zum Schmunzeln. Ein sehr schönes, immer stimmiges, angenehm unaufgeregtes Gesamtpaket. So lässt man sich einen Film über eine zusammenrückende Familie gern gefallen.
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The Artist
Flibbo 7.5 "Sehenswert" 2012/01/28 01:55:55
Filme über Film, da kann man bei Filmfans natürlich fast nichts falsch machen. Wenn dann noch ein erheblicher Nostalgiefaktor hinzukommt, sind den Machern die Herzen des geneigten Publikums nahezu sicher. Diesem Rezept folgt eben auch „The Artist“, mit wahrer Hingabe und daher auch mit Bravur. Ausgerechnet eine französische Produktion liefert eine tiefe, amerikanische Verbeugung vor dem klassischen…
Filme über Film, da kann man bei Filmfans natürlich fast nichts falsch machen. Wenn dann noch ein erheblicher Nostalgiefaktor hinzukommt, sind den Machern die Herzen des geneigten Publikums nahezu sicher. Diesem Rezept folgt eben auch „The Artist“, mit wahrer Hingabe und daher auch mit Bravur. Ausgerechnet eine französische Produktion liefert eine tiefe, amerikanische Verbeugung vor dem klassischen Hollywoodkino. Eine wirklich entzückende Zeitreise, bei der man sich fragen muss, mit welcher Herangehensweise man sie bewerten kann. Da „The Artist“ bis auf eine dünne Metaebene so konsequent im Stile der alten Streifen gemacht ist, voller Referenzen aber eben auch mit einer eigenen Geschichte, darf man auch den direkten Vergleich mit selbigen heranziehen. Und so gesehen kommt „The Artist“ mit bekannten Stärken und Schwächen daher. [...]
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Drive
Flibbo 6.0 "Ganz gut" 2012/01/26 13:16:29
Zwischen abgefahren und fahrlässig fährt „Drive“ eine eigene Fahrbahn. Der Hollywood-unerfahrene Regisseurs Nicolas Winding Refn („Walhalla Rising“) überfährt einen mit einem Verfahren voller Gefahren. Im Klartext: Der Film schöpft aus Elementen von B-Movies, Film noir und den 80ern, zollt den großen Auto-Actionfilmen wie „Bullitt“ und „Fluchtpunkt San Fransisco“ sowie den wortkargen Leinwandhelden der letzten fünf Jahrzehnte à la Clint Eastwood Tribut, erzählt alternativ in „Reservoir Dogs“-Manier und streift dem Ganzen ein edles Programmkino-Korsett über. Das ist eine hübsche, teilweise homogene Stilübung, die weniger Substanz hat, als es dem Publikum dabei weiß gemacht wird. [...]
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Das Lied in mir
Flibbo 5.0 "Geht so" 2012/01/24 14:32:33
[...] Jessica Schwarz und Michael Gwisdek spielen gekonnt gegen das schwammige Drehbuch an, können aber auch nicht vertuschen, dass in „Das Lied in mir“ im Grunde überhaupt nichts passiert. Der politische Hintergrund der Geschichte ist nur vorgegaukelt, möglichst emotionale Dialoge werden achtlos über eine nachvollziehbare Hinführung zu den verschiedenen Ereignissen gestellt, die Nebenhandlung mit dem einheimischen Polizisten ist ein einziges Klischee zum Augenverdrehen, aber man brauchte ja einen Dolmetscher. Die Handlung ist so konzentriert und entwicklungsarm, dass man sie entweder sofort abkaufen muss, oder es nie wird. [...]
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Der Name der Leute
Flibbo 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/21 17:45:36
[...] Hier arbeitet Frankreich seine politische Vergangenheit auf und wühlt sich durch seine multikulturelle Gegenwart, moderiert von zwei völlig verschiedenen, sich ergänzenden Suchenden, die dadurch den Anlass zu ihrer ganz persönlichen Liebesgeschichte erhalten. – Und umgekehrt. „Der Name der Leute“ beweist Mut zu frechem Humor, Sexappeal und Albernheit, genauso wie zur ernsthaften,…
[...] Hier arbeitet Frankreich seine politische Vergangenheit auf und wühlt sich durch seine multikulturelle Gegenwart, moderiert von zwei völlig verschiedenen, sich ergänzenden Suchenden, die dadurch den Anlass zu ihrer ganz persönlichen Liebesgeschichte erhalten. – Und umgekehrt. „Der Name der Leute“ beweist Mut zu frechem Humor, Sexappeal und Albernheit, genauso wie zur ernsthaften, aufrichtigen Auseinandersetzung mit familiären Traumata, Identitätskrisen und Fremdenhass. Es werden so viele verschiedene Töne angeschlagen, dass der Film manchmal fast auseinanderzufallen droht. Doch er kriegt immer wieder die Kurve und bleibt letzten Endes ein stimmiges, leichtfüßiges, sehr erfrischendes Potpourri, woran eigentlich nur dieser unnachahmliche französische Charme mit einer Prise Woody Allen schuld sein kann. [...]
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Melancholia
Flibbo 7.0 "Sehenswert" 2012/01/19 16:00:42
[...] „Melancholia“ ist ein achsensymmetrisches Werk. Die eine Protagonistin klappt in düsterer Sehnsucht zusammen, als sich alle Ablenkung als vergeblich erweist, und muss von der anderen gestützt werden. Letztere verliert ab der Mitte nach und nach ihr beherrschtes Wesen, während die vormals Hilfsbedürftige im Angesicht der ‚Erlösung‘ zur Besonnenheit findet. Das erklärt die zunächst…
[...] „Melancholia“ ist ein achsensymmetrisches Werk. Die eine Protagonistin klappt in düsterer Sehnsucht zusammen, als sich alle Ablenkung als vergeblich erweist, und muss von der anderen gestützt werden. Letztere verliert ab der Mitte nach und nach ihr beherrschtes Wesen, während die vormals Hilfsbedürftige im Angesicht der ‚Erlösung‘ zur Besonnenheit findet. Das erklärt die zunächst unnötig ausgedehnt wirkende Familienfest-Episode, deren anstrengenden Trubel die halbdokumentarische Schnitt- und Kameraarbeit passend unterstreicht. Schließlich generiert von Trier auf faszinierend subtile und gleichzeitig unheimlich konsequente Weise eine Weltuntergangsstimmung, die nachhaltig wirkt, gerade weil sie so unglaublich weit von „2012“ und Konsorten entfernt ist. Die ergreifende Wahl des einzigen Soundtrack-Stücks bringt es auf den Punkt: das Vorspiel von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ – die Geschichte eines Verlangens, das im Leben keinen Frieden findet. [...]
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Halt auf freier Strecke
Flibbo 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/17 17:15:08
[...] Die Sozialstudie „Sommer vorm Balkon“ (2005) ist stets von einer gewissen Skurrilität durchzogen, „Wolke 9“ (2008) driftet leicht ins Melodramatische und „Whisky mit Wodka“ (2009) versteht sich zu einem Großteil als Metapher. Gegen diese Vorgängerwerke Dresens ist „Halt auf freier Strecke“ das reinste, wahrhaftigste und rundeste. Keine Minute zu früh setzt die Handlung ein, keine Minute zu spät wird sie beendet, und auch dazwischen treffen Dresen und sein Team immer den richtigen Ton zwischen behutsamem Humor und großer Tragik. So sensibel gelingt das wahrlich nicht oft. [...]
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Der Spiegel
Flibbo 7.0 "Sehenswert" 2012/01/16 17:53:33
[...] Am Anfang sagt ein geheilter Stotterer „Ich kann sprechen.“ – ein Sinnbild für die Bereitschaft, zu reflektieren, in den Spiegel zu blicken, den dunklen Wald zu ergründen. „Der Spiegel“ mag der Film sein, der am Ende eines Lebens – oder in der Mitte – an einem vorbeizieht, in einen größeren Kontext gesetzt. Ein poetisches, kafkaeskes Bilderrätsel, das sich durch schöne,…
[...] Am Anfang sagt ein geheilter Stotterer „Ich kann sprechen.“ – ein Sinnbild für die Bereitschaft, zu reflektieren, in den Spiegel zu blicken, den dunklen Wald zu ergründen. „Der Spiegel“ mag der Film sein, der am Ende eines Lebens – oder in der Mitte – an einem vorbeizieht, in einen größeren Kontext gesetzt. Ein poetisches, kafkaeskes Bilderrätsel, das sich durch schöne, gleitende Kamerafahrten in langen Einstellungen, die faszinierende Mimik von Hauptdarstellerin Margarita Terechowa und einen auf seltsame Weise funktionierenden Rhythmus auszeichnet. „Der Spiegel“ bleibt stets ein Stückweit verschlossen und schwer zugänglich, ein eigenwilliges wie visionäres Experiment. Die Spiegelung der eigenen Gefühle geht in einem Labyrinth unter, es bleibt das Zuschauen. Schön und gut.
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Antichrist
Flibbo 5.5 "Geht so" 2012/01/14 17:50:40
[...] Von Trier schickt Frau und Mann zurück in die Natur, gegen die sie verlieren und in der sie sich verlieren und spielt dabei mit Märchenelementen sowie dem ihm immer wieder angekreideten Frauenhass. Dabei konfrontiert der Filmmacher zum einen sich selbst auf therapeutische Art mit seinen Ängsten, zum anderen sein Publikum mit der archaischen Gewalt, die der Mensch (im Geschlechterkampf) in sich trägt. Nur setzt sich das Puzzle um den trotz Venussymbol im Titel zu keiner Zeit direkt benannten Antichristen nie ganz zusammen, so sehr man es auch drehen und wenden will, und das weiß der geniale Mistkerl von Trier auch. [...]
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Midnight in Paris
Flibbo 7.5 "Sehenswert" 2012/01/07 14:12:26
[...] Die Fantasy-Komponente durch die jähen Zeitreisen erscheint zunächst ziemlich albern, doch Allen zieht das neben seinen üblichen Beziehungskisten so charmant durch, dass man diese Barriere bald überwindet und gerne mit Gil in dessen Welt eintaucht. Schließlich fühlt man sich sehr wohl in diesem Film – sein wichtigster Verdienst, zumal er keinen großen Anspruch auf Tiefgang erhebt. Zwar sind in Schlüsselszenen ein paar antinostalgische Denkanstöße eingeflochten, doch bleibt keine Zeit, diese auszuweiten. – Zu viele Hommagen hat Allen abzuarbeiten, zugunsten einer stets leichtfüßigen Atmosphäre. [...]
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Gästebuch
Punsha 2011/11/21 22:17:41
Echt tolle Kommentare. Verfolge ich schon seit ein paar Wochen. Demnach bin ich mal so frei und verschick eine Anfrage. ;)
Grüße
silverFF 2011/09/23 12:33:46
Danke, für den Kommentar für "Attack the Block" und bei dieser Übereinstimmung kann eine Anfrage nicht schaden.
Schönen Gruß aus München
Prechtl 2011/09/21 08:50:01
Vorher war's Michael Corleone alias Al Pacino aus Der Pate... und jetzt Gary Oldman und Natalie Portman aus Léon der Profi, ist aber sozusagen ein Behind-the-szenes Bild ;)
Prechtl 2011/09/19 22:20:52
Tut mir leid, das wusste ich nicht... Ich werde es bei Gelegenheit mal ändern! Danke ;)
horro 2011/08/26 08:17:03
Na im Moment wohl eher nicht tanken in Basel bei dem Franken-Kurs ... in Offenburg geh ich dafür immer Möble einkaufen ;) ... freut mich, dich jetzt regelmässiger zu lesen!
Benner 2011/08/25 12:54:55
Hey Flibbo,
die Anfrage nehme ich dankend an :) Auf ein gutes Miteinander!
Gruß Benner
Sheeeeep 2011/08/25 08:06:02
Danke für die Anfrage, wurde gerne angenommen :)
Hab mal auf deine Seite geschaut, sieht gut aus ;)
zweckenflerg 2011/03/21 22:45:41
na ja, die endwertung vllt weniger, aber deine argumente sind überzeugend und stimmen mit meinen feststellungen überein. "kauf meines lebens" war ein wenig überzogen, eher mein bester kauf im itunes-store bisher, trifft aber dennoch meinen musikgeschmack sonstark, dass ich immer wideder reinhöre. und das cover is der burner ;)
zweckenflerg 2011/03/20 00:06:58
mit deiner kritik spricht du mir aus der seele. du hast echt ahnung von deinem métier, was?
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Philipp Stroh ist Kritiker für wieistderfilm.de.
Philipp Stroh schreibt als Kritiker für wieistderfilm.de.




















[...] Um bei seiner Verbeugung vor großen Vorbildern möglichst viele Zielgruppen anzusprechen, präsentiert Scorsese in „Hugo Cabret“ einen Crashkurs zur Filmgeschichte mit pathetischer Holzhammermethode, was eben doch nicht alle glücklich machen kann. Für die einen verliert sich das vermeintliche Hauptgeschehen um den Alibi-Protagonisten Hugo, für die anderen wirkt die Wertevermittlung…