[...] „Moonrise Kingdom“ glänzt mit viel trockenem, unschuldigem Humor – so schräg, dass man einfach lachen muss, lässt dabei aber auch immer mal wieder weisen Tiefgang durchscheinen. Erwachsene verhalten sich des Öfteren wie Kinder und vor allem verhalten sich Kinder wie Erwachsene. Süß ist das. Doch dann kommt der Punkt, an dem man sich mit dem Regisseur auseinandersetzen muss. Bereits der akribische Kamerastil voller symmetrischer, frontaler Aufnahmen, der an Stanley Kubrick erinnert (hier inklusive „Shining“-Referenz mit Wasser statt Blut, ob gewollt oder aus Versehen), nur dass in Andersons Bildsprache stets Ironie mitschwingt, wirft die Frage auf: Wie meint er das Ganze eigentlich? [...]
Und wieder geht die Welt unter. Warum, weiß man nicht so genau. Regisseur Xavier Gens geht es auch viel mehr darum, in einem Szenario verschiedener unfreiwillig zusammengepferchter Personen menschliche Abgründe herauszuarbeiten. Und dabei gräbt er tiefer, als es sich so manch ein Filmmacher traut. „The Divide“ ist weder ein typischer Postapokalypse-Thriller noch typischer Gemetzel-Horror, sondern bewegt sich genau dazwischen und ist dabei mal originell und intensiv, mal zu trostlos und abgehoben, um das Ganze mögen zu können. [...]
[...] Seine an sich typische Dramaturgie mit einigen knackigen Actionszenen und vielen Klischees aus dem Buddy-Cop-Film und der Highschool-Komödie zieht „21 Jump Street“ immer wieder genüsslich durch den Kakao und kommentiert mit überaus erfrischender Selbstironie. Nicht alle Gags zünden, ein paar kleine Tiefs schleichen sich ein, doch ansonsten ist Dauerlachen angesagt. Irgendwo tief drin verbirgt sich auch ein nettes Plädoyer für Freundschaft und Toleranz, aber hauptsächlich ist „21 Jump Street“ einfach ein wunderbarer Gute-Laune-Film, bestens geeignet für einen heiteren Abend mit Freunden. Wer danach nicht mit einem guten Gefühl aus dem Kino geht, ist prüder als die Polizei erlaubt.
[...] Interessant wird „The Music Never Stopped“ durch das – unaufgeregte – Hin- und Herspringen zwischen zwei Zeitebenen. Dennoch hat die sehr schlicht gehaltene, reduzierte Inszenierung durchaus ihre Längen. Man muss schon richtig mit der Musik, die im Film behandelt wird, vertraut sein, um die Geschichte in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen. Aber man kann durchaus auch ohne Expertenwissen vieles auf den eigenen Geschmack und eigene Gefühle übertragen. Wer auch immer die Musik liebt, wird einen Draht zu „The Music Never Stopped“ finden können.
[...] Getreu dem Motto „Lachen ist die beste Medizin“ arbeitet „50/50“ das ernste Thema Krebs humoristisch auf und vollzieht dabei beachtlich erfolgreich die schwierige Gratwanderung zwischen Witz und Ernsthaftigkeit. Die Charaktere sind dabei dezent überzeichnet, wie es besonders in Komödien üblich ist, offenbaren im fortgeschrittenen Verlauf jedoch auch alle ihre Tiefe. [...]
[...] Erschreckend ist hier vor allem anderen die Ähnlichkeit zu „Das Waisenhaus“ (auch von del Toro produziert), insbesondere im Keller, was „Don’t Be Afraid of the Dark“ trotz abweichender Handlung nur noch wie einen Abklatsch aussehen lässt. Leider kann die Besetzung auch nichts reißen. Guy Pearce („L.A. Confidential“, „The Kings Speech“) und Katie Holmes passen einfach nicht zusammen, und mit der kleinen Bailee Madison warm zu werden, fällt auch schwer. Eine solide Inszenierung und der eine oder andere intensive Moment reichen nicht, um sich als unnötiges Remake mit undurchsichtiger Geschichte über andere Genrevertreter hinwegzusetzen.
[...] Eine Gefahr stand bei dem Mammutprojekt zweifellos im Vordergrund: die Gefahr, von den überdurchschnittlich vielen Hauptfiguren entweder einige zu kurz kommen zu lassen, oder aber die Handlung völlig zu überfrachten, siehe etwa „Batman & Robin“. Doch „Marvel’s The Avengers“ vollbringt das Kunststück, nicht viele kleine Geschichten irgendwie miteinander zu verknüpfen, sondern ein großes Netz zu spinnen, in dem alle Beteiligten ihre bestimmten Aufgaben haben und die ihnen gebührende Zeit erhalten. Keiner der Avengers wirkt überflüssig, keiner wirkt in den Hintergrund gedrängt und der rote Faden bleibt bestehen. Damit hat der Film eigentlich schon gewonnen. [...]
Man nehme „Saw“ oder „House of 9“ und „Cube“, subtrahiere die Gore-Einlagen und kürze das Budget – fertig ist „Exam“, ein solide gemachtes, aber auch nicht gerade glanzvolles Beispiel unter den Kammerspiel-Thrillern. Die Grundidee und die konsequente Reduktion auf das Wesentliche gefallen, nur kämpft der Film dann häufig merklich damit, die Spannung aufrecht zu erhalten. Bei den Figuren muss man sich mit der üblichen Besetzung begnügen: ein vorlautes Arschloch, ein in sich gekehrter Wunderling als Schlüsselfigur und ein paar Ausgleiche dazwischen. An schauspielerischen Fähigkeiten mangelt es nicht, wohl aber an Interesse und Mitgefühl für diese Stereotypen und Hohlkörper (hart ausgedrückt). [...]
Ich möchte hier nochmal eine Lanze für „Nine“ brechen - völlig unterbewerteter Film. Bei „There Will Be Blood“ ist es eher das Gegenteil. Und jetzt hau ich lieber schnell ab.
holt die Fackeln! Nee, kanns schon verstehen. Jedem seine Meinung. Könntest eventuell noch ein wenig ausführen warum pro Nine, und contra TWBB, so rein Interessehalber ;)
Danke fürs Interesse. Es klingt wahrscheinlich komisch, aber ich kann mich einfach unheimlich gut mit dem Protagonisten von „Nine“ identifizieren und bin entzückt vom Ensemble. Ein einziges Sinnbild über den Fluch und Segen der Kreativität und der Frauen, ist doch toll! :-) „There Will Be Blood“ konnte ich diese inszenatorische Schwere und Wucht, die so gefeiert wird, nicht richtig abkaufen und empfand sie einfach eher als zäh.
Schön. Petzold-Filme habe ich bislang als elitäre Langeweile erlebt. Andreas Dresen dagegen fängt das reale Deutschland filmisch ein wie kein zweiter. „Halt auf freier Strecke“ ist eine Wucht.
Dieser Film macht so viel Spaß wie ein Klappstuhl im Gesicht. Vordergründig auf Grindhouse-Trash-Spaß à la „Machete“ getrimmt, entpuppt sich „Monster Brawl“ schon in den ersten Minuten als haarsträubend langweiliges Kasperletheater ohne jeglichen Sinn und Verstand. Das Konzept ist eine Pseudo-Sportsendung mit den üblichen zwei Moderatoren, dann aber doch wieder im Spielfilm-Stil gefilmt und in Form von Rückblenden mit willkürlichen Monster-Hintergrundgeschichten versehen – sprich ein Konzept, das keine Ahnung hat, was es eigentlich ist. Das schlimmste daran: Nach dem ersten Monster-Tänzeln im Ring hat man den Ablauf der kommenden Stunde bereits komplett durchschaut. Ätzender geht es kaum. [...]
[...] „American Pie – Das Klassentreffen“ erfüllt sämtliche wichtigen Voraussetzungen: Wirklich alle liebgewonnenen Charaktere aus den ersten beiden Teilen sind wieder da, die Anspielungen und Querverweise auf ebendiese zahlreich und die grundlegenden Markenzeichen unverändert – oder zumindest ironisch gebrochen. Außerdem gibt es eine neue Geschichte, die an die einstige Trilogie anknüpft und „American Pie präsentiert“ zu Recht ignoriert. Die Nostalgie für Fans ist beflügelnd, die alten Emotionen kochen wieder hoch und die Anpassung an den gegenwärtigen Zeitgeist bietet spannende Neuerungen – dieser (wahre) vierte Teil der Reihe funktioniert. [...]
[...] Immer, wenn es lahm zu werden droht, hat „American Pie – Jetzt wird geheiratet“ einen witzigen Gag parat. Mit dem desaströsen Junggesellenabschied wurde in der Mitte wieder ein höchst amüsanter Höhepunkt gefunden, diesmal als nette Mischung aus Improvisation und einstudierter Choreografie. Die einstige Tiefe der Hauptfiguren ist bei alledem allerdings weitestgehend verflogen. Es bleibt eine logische Fortsetzung, wieder mit viel Gefühl und derbem Witz, in welcher der Geist der kultigen Vorgängerfilme durchaus präsent ist. Nur für neue Höhenflüge reicht es diesmal nicht, was man gut verstehen kann. [...]
[...] Mit den Figuren ist auch die Form gereift: „American Pie 2“ ist technisch klar ausgefeilter, mit einem schöneren Look, besserem Schauspiel und noch fetterem Soundtrack. Aus dem gewohnten Humor sind diesmal regelrechte Chaos-Choreografien entstanden. Höhepunkte wie der Gleitgel-Unfall oder das Lesbenspiel sind derart genial ausgeklügelte Witz-Kettenreaktionen, dass man mit dem Johlen und Prusten kaum hinterher kommt. Wie sich daraus schon erahnen lässt, ist dieser zweite Teil noch etwas schlüpfriger als der erste, ruht sich aber keinesfalls nur darauf aus. [...]
[...] Ein paar Teenager mit viel zu fettiger Haut (wo war da die Makeup-Abteilung?) irren unter schludriger Regie mit einigen kleinen Anschlussfehlern durch unglaubwürdige Szenarien. Künstlerisch und technisch ist „American Pie“ mäßig, doch in diesem Fall ist das alles erstaunlich egal. Regisseur Paul Weitz und Autor Adam Herz sorgen für eine Parade genialer Ideen und Kultszenen, aber auch für so viel mehr, nämlich einen aufrichtigen Appell an jugendliche Freundschaft, Liebe und die Wirrungen des Erwachsenwerdens. Das Ganze homogen vereint, gekleidet in einen wunderbar stimmungsvollen Soundtrack und ohne Längen, allenfalls mit Verschnaufpausen. Das macht „American Pie“ zum perfekten Wohlfühlfilm, stets zwischen kurioser Unterhaltung und tiefer Wahrheit, für alle, die es auch mal frecher mögen. [...]
[...] Die Grundidee mit dem stark eingegrenzten Rahmen und der männlichen Ich-Erzählperspektive ist Vorteil und Nachteil zugleich: „My Week with Marilyn“ ist intim, persönlich, sehr nachfühlbar und nah am Publikum, dafür aber eben auch fragmentarisch und als romantische Geschichte fast etwas beliebig. Da der Film ganz bewusst „klein“ ist und seine potentiellen Schwächen schon im Titel offenbart, ist er auf alle Fälle ehrlich. Angesichts einer derart schwierigen Prämisse zieht Regisseur Simon Curtis genau das richtige As aus dem Ärmel: eine Hammerbesetzung. [...]
[...] Ja, „The Human Centipede 2“ schafft es wahrlich, noch einen draufzusetzen, nicht nur durch Überbietung der Markenzeichen des ersten Teils, sondern auch durch das Beschreiten neuer Wege. Die düstere Schwarz-Weiß-Ästhetik mit permanent wabernder Tonspur und der Entzug von menschlicher Wärme mit all den höchst unangenehmen Charakteren sorgen für eine beeindruckend konsequente Beklemmung von Anfang bis Ende. Erst durch diese sorgfältig erzeugte Stimmung und den gut durchdachten Schnitt entfalten die authentischen Makeup-Effekte ihre üble, üble Wirkung. Extrem sein ist eine Sache; das Schockieren ist hier die Kunst. Wenn dann auch noch sekundenweise so etwas wie Humor aufblitzt (natürlich nur in schwärzester, oder sollte man sagen: brauner?) Form, wird klar, dass Tom Six genau weiß, was er tut, auch wenn alles zuweilen nach einer einzigen sadistischen Entgleisung aussieht. [...]
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über Moonrise Kingdom 2012/05/24 01:53:08
[...] „Moonrise Kingdom“ glänzt mit viel trockenem, unschuldigem Humor – so schräg, dass man einfach lachen muss, lässt dabei aber auch immer mal wieder weisen Tiefgang durchscheinen. Erwachsene verhalten sich des Öfteren wie Kinder und vor allem verhalten sich Kinder wie Erwachsene. Süß ist das. Doch dann kommt der Punkt, an dem man sich mit dem Regisseur auseinandersetzen muss. Bereits der akribische Kamerastil voller symmetrischer, frontaler Aufnahmen, der an Stanley Kubrick erinnert (hier inklusive „Shining“-Referenz mit Wasser statt Blut, ob gewollt oder aus Versehen), nur dass in Andersons Bildsprache stets Ironie mitschwingt, wirft die Frage auf: Wie meint er das Ganze eigentlich? [...]
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über The Divide 2012/05/18 20:24:43
Und wieder geht die Welt unter. Warum, weiß man nicht so genau. Regisseur Xavier Gens geht es auch viel mehr darum, in einem Szenario verschiedener unfreiwillig zusammengepferchter Personen menschliche Abgründe herauszuarbeiten. Und dabei gräbt er tiefer, als es sich so manch ein Filmmacher traut. „The Divide“ ist weder ein typischer Postapokalypse-Thriller noch typischer Gemetzel-Horror, sondern bewegt sich genau dazwischen und ist dabei mal originell und intensiv, mal zu trostlos und abgehoben, um das Ganze mögen zu können. [...]
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über 21 Jump Street 2012/05/16 00:25:47
[...] Seine an sich typische Dramaturgie mit einigen knackigen Actionszenen und vielen Klischees aus dem Buddy-Cop-Film und der Highschool-Komödie zieht „21 Jump Street“ immer wieder genüsslich durch den Kakao und kommentiert mit überaus erfrischender Selbstironie. Nicht alle Gags zünden, ein paar kleine Tiefs schleichen sich ein, doch ansonsten ist Dauerlachen angesagt. Irgendwo tief drin verbirgt sich auch ein nettes Plädoyer für Freundschaft und Toleranz, aber hauptsächlich ist „21 Jump Street“ einfach ein wunderbarer Gute-Laune-Film, bestens geeignet für einen heiteren Abend mit Freunden. Wer danach nicht mit einem guten Gefühl aus dem Kino geht, ist prüder als die Polizei erlaubt.
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über The Music Never Stopped 2012/05/08 21:33:39
[...] Interessant wird „The Music Never Stopped“ durch das – unaufgeregte – Hin- und Herspringen zwischen zwei Zeitebenen. Dennoch hat die sehr schlicht gehaltene, reduzierte Inszenierung durchaus ihre Längen. Man muss schon richtig mit der Musik, die im Film behandelt wird, vertraut sein, um die Geschichte in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen. Aber man kann durchaus auch ohne Expertenwissen vieles auf den eigenen Geschmack und eigene Gefühle übertragen. Wer auch immer die Musik liebt, wird einen Draht zu „The Music Never Stopped“ finden können.
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zum Artikel Welcher Avenger wärt ihr gern? 2012/05/06 04:22:36
Selbstverständlich wären wir gerne Tony Stark in Natasha Romanoff.
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über 50/50 - Freunde fürs (Über)Leben 2012/05/03 16:45:08
[...] Getreu dem Motto „Lachen ist die beste Medizin“ arbeitet „50/50“ das ernste Thema Krebs humoristisch auf und vollzieht dabei beachtlich erfolgreich die schwierige Gratwanderung zwischen Witz und Ernsthaftigkeit. Die Charaktere sind dabei dezent überzeichnet, wie es besonders in Komödien üblich ist, offenbaren im fortgeschrittenen Verlauf jedoch auch alle ihre Tiefe. [...]
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über Don't Be Afraid of the Dark - Fürchte dich nicht im Dunkeln 2012/05/02 21:43:37
[...] Erschreckend ist hier vor allem anderen die Ähnlichkeit zu „Das Waisenhaus“ (auch von del Toro produziert), insbesondere im Keller, was „Don’t Be Afraid of the Dark“ trotz abweichender Handlung nur noch wie einen Abklatsch aussehen lässt. Leider kann die Besetzung auch nichts reißen. Guy Pearce („L.A. Confidential“, „The Kings Speech“) und Katie Holmes passen einfach nicht zusammen, und mit der kleinen Bailee Madison warm zu werden, fällt auch schwer. Eine solide Inszenierung und der eine oder andere intensive Moment reichen nicht, um sich als unnötiges Remake mit undurchsichtiger Geschichte über andere Genrevertreter hinwegzusetzen.
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über Marvel's The Avengers 2012/05/01 16:10:40
[...] Eine Gefahr stand bei dem Mammutprojekt zweifellos im Vordergrund: die Gefahr, von den überdurchschnittlich vielen Hauptfiguren entweder einige zu kurz kommen zu lassen, oder aber die Handlung völlig zu überfrachten, siehe etwa „Batman & Robin“. Doch „Marvel’s The Avengers“ vollbringt das Kunststück, nicht viele kleine Geschichten irgendwie miteinander zu verknüpfen, sondern ein großes Netz zu spinnen, in dem alle Beteiligten ihre bestimmten Aufgaben haben und die ihnen gebührende Zeit erhalten. Keiner der Avengers wirkt überflüssig, keiner wirkt in den Hintergrund gedrängt und der rote Faden bleibt bestehen. Damit hat der Film eigentlich schon gewonnen. [...]
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zum Artikel Steven liebt Kino: Wir kaufen einen Zoo, 50/50, und Bel Ami 2012/05/01 03:06:26
Auf dem deutschen Poster von „The Avengers“ sieht Mark Ruffalo aus wie Steven mit Brille, hm.
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über Exam 2012/04/30 15:54:34
Man nehme „Saw“ oder „House of 9“ und „Cube“, subtrahiere die Gore-Einlagen und kürze das Budget – fertig ist „Exam“, ein solide gemachtes, aber auch nicht gerade glanzvolles Beispiel unter den Kammerspiel-Thrillern. Die Grundidee und die konsequente Reduktion auf das Wesentliche gefallen, nur kämpft der Film dann häufig merklich damit, die Spannung aufrecht zu erhalten. Bei den Figuren muss man sich mit der üblichen Besetzung begnügen: ein vorlautes Arschloch, ein in sich gekehrter Wunderling als Schlüsselfigur und ein paar Ausgleiche dazwischen. An schauspielerischen Fähigkeiten mangelt es nicht, wohl aber an Interesse und Mitgefühl für diese Stereotypen und Hohlkörper (hart ausgedrückt). [...]
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zum Artikel Der beste Film des Daniel Day-Lewis 2012/04/29 23:25:26
Ich möchte hier nochmal eine Lanze für „Nine“ brechen - völlig unterbewerteter Film. Bei „There Will Be Blood“ ist es eher das Gegenteil. Und jetzt hau ich lieber schnell ab.
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Pharazon 2012/04/30 01:35:45
Antwort löschenholt die Fackeln! Nee, kanns schon verstehen. Jedem seine Meinung. Könntest eventuell noch ein wenig ausführen warum pro Nine, und contra TWBB, so rein Interessehalber ;)
Flibbo 2012/05/01 01:28:46
Antwort löschenDanke fürs Interesse. Es klingt wahrscheinlich komisch, aber ich kann mich einfach unheimlich gut mit dem Protagonisten von „Nine“ identifizieren und bin entzückt vom Ensemble. Ein einziges Sinnbild über den Fluch und Segen der Kreativität und der Frauen, ist doch toll! :-) „There Will Be Blood“ konnte ich diese inszenatorische Schwere und Wucht, die so gefeiert wird, nicht richtig abkaufen und empfand sie einfach eher als zäh.
wieistderfilm.de (Flibbo)
zum Artikel Krebsdrama besiegt Anonymus bei den Lolas 2012/04/29 15:32:01
Schön. Petzold-Filme habe ich bislang als elitäre Langeweile erlebt. Andreas Dresen dagegen fängt das reale Deutschland filmisch ein wie kein zweiter. „Halt auf freier Strecke“ ist eine Wucht.
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Markbln 2012/04/29 17:17:00
Antwort löschenStiimt. Dresen ist einer der Besten.
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über Monster Brawl 2012/04/29 15:18:49
Dieser Film macht so viel Spaß wie ein Klappstuhl im Gesicht. Vordergründig auf Grindhouse-Trash-Spaß à la „Machete“ getrimmt, entpuppt sich „Monster Brawl“ schon in den ersten Minuten als haarsträubend langweiliges Kasperletheater ohne jeglichen Sinn und Verstand. Das Konzept ist eine Pseudo-Sportsendung mit den üblichen zwei Moderatoren, dann aber doch wieder im Spielfilm-Stil gefilmt und in Form von Rückblenden mit willkürlichen Monster-Hintergrundgeschichten versehen – sprich ein Konzept, das keine Ahnung hat, was es eigentlich ist. Das schlimmste daran: Nach dem ersten Monster-Tänzeln im Ring hat man den Ablauf der kommenden Stunde bereits komplett durchschaut. Ätzender geht es kaum. [...]
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wieistderfilm.de (Flibbo)
über American Pie - Das Klassentreffen 2012/04/28 00:00:16
[...] „American Pie – Das Klassentreffen“ erfüllt sämtliche wichtigen Voraussetzungen: Wirklich alle liebgewonnenen Charaktere aus den ersten beiden Teilen sind wieder da, die Anspielungen und Querverweise auf ebendiese zahlreich und die grundlegenden Markenzeichen unverändert – oder zumindest ironisch gebrochen. Außerdem gibt es eine neue Geschichte, die an die einstige Trilogie anknüpft und „American Pie präsentiert“ zu Recht ignoriert. Die Nostalgie für Fans ist beflügelnd, die alten Emotionen kochen wieder hoch und die Anpassung an den gegenwärtigen Zeitgeist bietet spannende Neuerungen – dieser (wahre) vierte Teil der Reihe funktioniert. [...]
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wieistderfilm.de (Flibbo)
über American Pie - Jetzt wird geheiratet 2012/04/27 13:12:43
[...] Immer, wenn es lahm zu werden droht, hat „American Pie – Jetzt wird geheiratet“ einen witzigen Gag parat. Mit dem desaströsen Junggesellenabschied wurde in der Mitte wieder ein höchst amüsanter Höhepunkt gefunden, diesmal als nette Mischung aus Improvisation und einstudierter Choreografie. Die einstige Tiefe der Hauptfiguren ist bei alledem allerdings weitestgehend verflogen. Es bleibt eine logische Fortsetzung, wieder mit viel Gefühl und derbem Witz, in welcher der Geist der kultigen Vorgängerfilme durchaus präsent ist. Nur für neue Höhenflüge reicht es diesmal nicht, was man gut verstehen kann. [...]
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wieistderfilm.de (Flibbo)
über American Pie 2 2012/04/27 13:10:44
[...] Mit den Figuren ist auch die Form gereift: „American Pie 2“ ist technisch klar ausgefeilter, mit einem schöneren Look, besserem Schauspiel und noch fetterem Soundtrack. Aus dem gewohnten Humor sind diesmal regelrechte Chaos-Choreografien entstanden. Höhepunkte wie der Gleitgel-Unfall oder das Lesbenspiel sind derart genial ausgeklügelte Witz-Kettenreaktionen, dass man mit dem Johlen und Prusten kaum hinterher kommt. Wie sich daraus schon erahnen lässt, ist dieser zweite Teil noch etwas schlüpfriger als der erste, ruht sich aber keinesfalls nur darauf aus. [...]
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wieistderfilm.de (Flibbo)
über American Pie - Wie ein heißer Apfelkuchen 2012/04/27 13:08:48
[...] Ein paar Teenager mit viel zu fettiger Haut (wo war da die Makeup-Abteilung?) irren unter schludriger Regie mit einigen kleinen Anschlussfehlern durch unglaubwürdige Szenarien. Künstlerisch und technisch ist „American Pie“ mäßig, doch in diesem Fall ist das alles erstaunlich egal. Regisseur Paul Weitz und Autor Adam Herz sorgen für eine Parade genialer Ideen und Kultszenen, aber auch für so viel mehr, nämlich einen aufrichtigen Appell an jugendliche Freundschaft, Liebe und die Wirrungen des Erwachsenwerdens. Das Ganze homogen vereint, gekleidet in einen wunderbar stimmungsvollen Soundtrack und ohne Längen, allenfalls mit Verschnaufpausen. Das macht „American Pie“ zum perfekten Wohlfühlfilm, stets zwischen kurioser Unterhaltung und tiefer Wahrheit, für alle, die es auch mal frecher mögen. [...]
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wieistderfilm.de (Flibbo)
über My Week with Marilyn 2012/04/23 21:58:53
[...] Die Grundidee mit dem stark eingegrenzten Rahmen und der männlichen Ich-Erzählperspektive ist Vorteil und Nachteil zugleich: „My Week with Marilyn“ ist intim, persönlich, sehr nachfühlbar und nah am Publikum, dafür aber eben auch fragmentarisch und als romantische Geschichte fast etwas beliebig. Da der Film ganz bewusst „klein“ ist und seine potentiellen Schwächen schon im Titel offenbart, ist er auf alle Fälle ehrlich. Angesichts einer derart schwierigen Prämisse zieht Regisseur Simon Curtis genau das richtige As aus dem Ärmel: eine Hammerbesetzung. [...]
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wieistderfilm.de (Flibbo)
über The Human Centipede II (Full Sequence) 2012/04/19 16:32:06
[...] Ja, „The Human Centipede 2“ schafft es wahrlich, noch einen draufzusetzen, nicht nur durch Überbietung der Markenzeichen des ersten Teils, sondern auch durch das Beschreiten neuer Wege. Die düstere Schwarz-Weiß-Ästhetik mit permanent wabernder Tonspur und der Entzug von menschlicher Wärme mit all den höchst unangenehmen Charakteren sorgen für eine beeindruckend konsequente Beklemmung von Anfang bis Ende. Erst durch diese sorgfältig erzeugte Stimmung und den gut durchdachten Schnitt entfalten die authentischen Makeup-Effekte ihre üble, üble Wirkung. Extrem sein ist eine Sache; das Schockieren ist hier die Kunst. Wenn dann auch noch sekundenweise so etwas wie Humor aufblitzt (natürlich nur in schwärzester, oder sollte man sagen: brauner?) Form, wird klar, dass Tom Six genau weiß, was er tut, auch wenn alles zuweilen nach einer einzigen sadistischen Entgleisung aussieht. [...]
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wieistderfilm.de (Flibbo)
zum Artikel American-Pie mit der MILF in der Videothek 2012/04/18 14:27:11
Aus Cineastensicht nicht sehr gehaltvoll, aber mit diesem Gast habt ihr mich positiv überrascht!
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