Carlito's Way

Carlito's Way (1993), US
Laufzeit 114 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Kinostart 24.02.1994

7.8 Kritiker
26 Bewertungen
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7.8 Community
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42 Kommentare
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von Brian de Palma, mit Al Pacino und Viggo Mortensen

Der Puertorikaner Carlito Brigante (Al Pacino) ist gerade erst aus dem Knast entlassen worden. Er hat einige Jahre wegen Herionhandels abgesessen und will jetzt seine kriminelle Vergangenheit hinter sich lassen. Carlito träumt davon, genug Geld zu verdienen, um sich auf den Bahamas zur Ruhe zu setzen, doch alte “Freunde” und sein alter Instinkt lassen ihn nicht zur Ruhe kommen… Das Prequel “Carlito’s Way – Weg zur Macht” ist 2005 erschienen.

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Kritiken (1) — Film: Carlito's Way

Julio Sacchi: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

Dieses Genre beherrschen alle Beteiligten im Schlaf - das Tolle ist, daß sie es nicht im Schlaf abliefern. De Palma ordnet seine visuellen Kapriolen dieses Mal der Story und vor allem den Emotionen der Charaktere unter; gerade deshalb gelingen ihm zwei echte Kabinettstückchen, zum einen das vielgelobte Grand Central Station-Finale, zum anderen - mehr noch - der Slowburn-Shootout im Billardzimmer. Das As im Ärmel heißt Sean Penn, der hier brillant und ganz uneitel das fiese Wiesel gibt; seine Wandlung zum eitlen Oscar-Overactor liegt noch in ferner Zukunft. CARLITO'S WAY wird einzig heruntergezogen von Patrick Doyles überkandideltem Score und von einer völlig fehlbesetzten Penelope Ann Miller, die der Love Story die Glaubwürdigkeit nimmt. Und die braucht sie.

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Hisayasu S

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Weiß nicht mehr. Alles schon so lange her.


Julio Sacchi

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Vega sagt's, wie's ist.



Kommentare (41) — Film: Carlito's Way

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vicvega

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Bewertung9.5Herausragend

Carlito's Way ist ein grandioser Gangsterfilm mit Al Pacino in einer seiner besten und Sean Penn in seiner (für mich) definitiv besten Rolle. Auch in jedem Falle einer meiner liebsten de Palma Filme.
Großartig an Carlito's Way ist v.a. die tolle Charakterzeichnung, welche auch insbesondere durch tolle Zitate von Pacinos Off-Stimme entsteht. Selten so einen Haufen cooler und aussagekräftiger Zitate in einem Film gehört.
["Who the fuck are you? I should remember you? What, you think you like me? You ain't like me motherfucker, you a punk. I've been with made people, connected people. Who've you been with? Chain snatching, jive-ass, maricon motherfuckers. Why don't you get out of here and go snatch a purse."] (zu Geil!)
Pacino als ein in die Jahre gekommener Ex-Knacki der nur noch raus aus dem dreckigen Geschäft will und sich ein neues Leben auf den Bahamas aufbauen will ist großartig.
Dabei bin ich immer wieder geflasht was für eine Präsenz Pacino in so ziemlich jeden seiner Filme hat . Vor allem seine Stimme ist immer wieder beeindruckend.
(Beziehe mich hierbei natürlich auf den Originalton, Carlitos Way unbedingt im O-Ton sehen!!)
Neben Pacino muss auch das unglaublich gute Schauspiel von Sean Penn gewürdigt werden. Die Rolle des listigen und größenwahnsinnigen Kleinfields spielt er einfach nur verdammt gut! Für mich war der zugekokste Kleinfield einer der Highlights des Films.
Eindrucksvoll ist hier auch das Kleinfield, der ja Carlito vorzeitig aus dem Knast geholt hat, ihn fast dort wieder zurückbefördert bzw. im späteren Verlauf Carlito und sich in den Tod führt. Dies zeigt auch das spezielle an Carlito's Way, nämlich das der Film mal eine ganz andere Perspektive eines Gangsters zeigt. Denn Carlito ist einsichtig und in diesem Film fast schon Weise, im Gegensatz zu den Protagonisten aus Scarface und Goodfellas! Er weiß, dass er der Mafia den Rücken zu kehren muss, denn sonst ist er ein toter Mann.
["Favor gonna kill you faster than a bullet".]
Dieser Film zeigt eindrucksvoll wichtig gute Menschenkenntnis ist und das Gutmütigkeit (in erster Linie in der Mafia), einen schnell in die Scheiße reiten kann.
Carlito's Way verdeutlicht eigentlich maßgeblich was für ein erbärmliches Leben diese Gangster eig. führen, denn sie müssen mit der ständigen Angst leben verraten zu werden, vllt. sogar von seinem "Bruder".
Weiterhin auch großes Lob an de Palma, welcher wieder gekonnt Spannung inszeniert (Szene mit dem Billiardtisch), doch schafft auch sehr gute Charaktere in Szene zu setzen, was bei manchen Filmen von ihm nicht so der Fall war.
Das Gangsterleben ist in diesem film authentisch und hart dargestellt, ohne dabei an Unterhaltungswert und Spannung zu verlieren.
Die glatte 10 hab ich jetzt nur nicht verliehen, da "Benny Blanco aus den Bronx" winfach nur abgenervt hat und ein gestandener Mann wie Carlito von so nem Würstchen kalt gemacht wird.
Naja lassen wir zum Schluss dieses Kommentars nochmal Carlito sprechen:[" I don't invite this shit, it just comes to me. I run, it runs after me. Gotta be somewhere to hide".]

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Sheeeeep

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jaja der arme Carlito. Er wollte nach seinem Knastaufenthalt eigentlich weg von den kriminellen Machenschaften, doch so einfach wie er sich das vorstellt funktioniert das leider nicht. Al Pacino spielt gewohnt fein, es ist ja auch bekanntlich nicht seine erste Rolle in diesem Genre. Doch auch Sean Penn weiß zu überzeugen, trotz einer der fiesesten Frisur in der Filmgeschichte. Mit netten visuellen Einfällen garniert bleibt die Geschichte immer nah an den Charakteren und verleiht dem Ganzen in seinem eigenen Mikrokosmos eine glaubwürdige Atmosphäre. Die angenehme Spielzeit von knapp zwei Stunden zeigt, dass gute Gangsterfilme nicht immer epische Ausmaße haben müssen. Ausgezeichnet!

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Kreaexo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film bietet eine interessante Handlung, die ihren Höhepunkt erst gegen Ende erreicht. Es wirken herausragende Darsteller mit, allen voran Al Pacino und Sean Penn, die einfach nicht schlecht spielen können. Die Szenarien sind wunderbar in Szene gesetzt. Der Soundtrack ist sehr nett anzuhören. Kann man nicht meckern - zumindest wenn man die Musik, besonders die Balladen, die Ende 80er/Anfang 90er geschrieben wurden, mag.
Das Einzige was mir irgendwie fehlte war die Unvorhersehbarkeit, die der Film "Heat" hat, "Carlito's Way" leider nicht. Weshalb ich auch nicht die Vollpunktzahl vergeben kann.

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Tachitalili

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mir hat er gut gefallen. Ein Film der mit einer interessanten Handlung und guten Schauspielern zu überzeugen weiß. Ein "sauberer" Mafia- Film. Sehr empfehlenswert.

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ash-williams

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Bewertung9.0Herausragend

Carlito's Way ist in gewisser Weise das Gegenstück zu Scarface. Carlito Bigante möchte um jeden Preis sauber bleiben, er weiß, dass er aus der Welt der Kriminellen verschwinden muss, um zu überleben. Doch der Zufall und alte Verpflichtungen reißen ihn immer wieder zurück in die Abwärtsspirale der Kriminalität. Der Weg raus ist schwerer als der Weg rein, das ist der Grundgedanke, den Carlito's Way trägt. Al Pacino mimt den Gangster in Ruhestand überzeugend und mit einigem lockeren Charme, unterstützt wird er von einem Sean Penn, der nicht nur die schlimmste Filmfrisur aller Zeiten hat, sondern auch der schlimmste Freund ist, den man sich als angehender Resozialisierter haben kann. Der Film hat im Mittelteil aufgrund seiner weit über zwei Stunden Spielzeit einen kleinen Durchhänger, was aber nicht weiter stört, da man mit einem durchaus spannenden Finale belohnt wird. Für mich ist Carlito's Way ein interessanter Gangsterfilm, mal aus einer anderen Perspektive.

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Punsha

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"It's who I am Gail, it's what I am. Right or wrong, I can't change that."
Brian de Palma kennt keine Gnade, denn er lässt seinen Protagonisten Carlito (Al Pacino) nicht entkommen. In "Carlito's Way" stellt er die Kriminalität wie einen großen Sog dar, aus dem es kein Entkommen gibt. Carlito's Vergangenheit, alte Freunde und sein ganzes dreckiges Umfeld lassen ihn nicht los und ziehen ihn wieder in den Schmutz zurück. Bitter, ehrlich und emotional - Pflichtprogramm für jeden Cineasten und ganz nebenbei Pacino in einer seiner besten Rollen. Großartig!

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Punsha

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Jap, wusste ich gar nicht. Aber ich hab letztens auch mal ein wenig recherchiert. Da hab ich ja ziemliches Glück gehabt...ist aber dennoch eine ziemliche Sauerei


Timo K.

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Hab' jetzt die deutsche Version absolut neuwertig für knapp 20 EUR gekauft, bevor sie wieder weg ist. Das war's mir wert.^^


Athlet

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Bewertung10.0Herausragend

"Tja, da bin ich nun. Hier im Club, und spiele Humphrey Bogart."
New York, die Stadt die Dich inspiriert, die einem vermittelt, jedes noch so undenkliche Vorhaben ist hier machbar, die Lichter treiben dich zu Unwahrscheinlichem an.

Ein zeitloses Meisterstück, welches ich als drittes im Bunde gleich neben "Heat" und der "Der Pate" Collection in den Atombunker dazulege.

Unendlich episches Drama und grandiose Charakterstudie in Einem, zudem alle Facetten beherzigter und famos inszenierter Milieu-Thriller.

Alle Charaktere haben Träume, Wünsche und Vorstellungen vom Leben die sie nicht erreichen können bzw. nicht auf eine legale Art und Weise.
Carlito, eine von Al Pacinos "Monsterleistungen", wird von seinem Anwalt vorzeitig aus der Haft rausgeboxt, zerfressen von den kriminellen Ereignissen in seinem Leben, will durchwegs sauber werden und übernimmt zunächst einen Nachtclub um sich irgendwann seinen Traum vom ehrlichen Leben zu erfüllen.
Die ganze Zeit aber ist er drinnen im Sumpf des Verbrechens und seine neue Vorgehensweise führt ihn letztendlich in die Sackgasse. Die damalige Disco-Stimmung wird unglaublich authentisch rübergebracht. Man fühlt sich dermaßen nah am Geschehen, dass man in turbulenten Szenen beinahe Carlitos Atem im Nacken spürt. Die Intensität dieses Charakters ist allgegenwärtig.

Im Stil der alten Gangsterfilme erzählt Brian de Palma die Geschichte eines Mafiosi, der dem Milieu nicht entfliehen kann, so sehr er dies auch wünscht. Carlito hat nichts anderes gelernt, als Verbrecher zu sein, als Verbrecher zu leben, als Verbrecher zu denken. Die Entscheidung, aus dem Milieu auszusteigen, ist zwar ernst gemeint, doch anstatt von Anfang an weit weg von New York eine neue Existenz aufzubauen, kauft er sich in den gleichen Strukturen in einen Club ein, die einen beträchtlichen Teil seiner Gangster-Karriere ausgemacht haben, und versucht im Milieu aus dem Milieu zu entfliehen.

Es sind die kleinen Schritte im Leben, von einem nicht kalkulierbaren Gefühl abhängig, eine innere Entscheidung zu treffen, ohne lange und intensiv nachzudenken, gegen die erlernten Muster. Wer anderes als Al Pacino kann das Milieu derart personifizieren und gleichzeitig das Pathetische, das Leiden mit einer solchen Kraft zum Ausdruck bringen? Die Rolle ist ihm maßgenau auf den Leib geschnitten. Wenn er durch den Schlitz in der Tür schaut, dann öffnet sich dem Betrachter das ganze Leiden dieser Existenz.
Dies ist die wahrscheinlich aussagekräftigste Szene des kompletten Films, womöglich auch eine aller Zeiten.
Penelope Ann Miller mimt ausgesprochen gut, spielt Gail als eine Frau zwischen ihrer aufrichtigen Liebe zu Carlito und der Wut und Enttäuschung über ihre Machtlosigkeit gegenüber dem Verhalten, denen sie ausgesetzt ist und daran nichts aus eigener Kraft ändern kann. Sean Penn ist in "Carlitos Way" der eindeutige "X-Factor" des ganzen Spiels. Er spielt den Anwalt David Kleinfeld als jemanden, der sich in die Strukturen der Szene begeben hat, inzwischen selbst einer davon ist und das Spiel mitspielt, davon profitiert, gleichzeitig Carlito gegenüber aber vorgibt, noch der alte zu sein, der Freund, obwohl er mittlerweile allem voran in eigenem Interesse handelt.

Ein intensiver, lähmend beeindruckender Film, in welchem de Palma die Kamera durch die kalte Szene der Stadt streifen lässt, deren eigene Gesetze niemand hintergehen kann. Die einzige Freundschaft im Milieu ist die zwischen dem völlig auf sich gestellten Individuum und dem zwischenmenschlichem unausgesprochenem Gesetz: Akzeptierst Du mich, akzeptiere ich Dich, und Du hast alle Chancen, länger zu überleben als die anderen. Verletzt Du meine Regeln, wirst du früher begraben als du denkst.
Die Umgebung wird mit kleinen ganz seltenen Lichtblicken dargestellt, welche man entweder wahrnimmt, oder erbarmungslos auf der Strecke bleibt.

Al Pacino ist generell für diese Art von Rollen prädestiniert und zeigt mal wieder all sein Talent. Penn, Miller und die anderen Nebendarsteller sind zwar sehr gut aber haben natürlich keine Chance der Präsenz Pacinos etwas entgegenzusetzen. Ich bin absolut fasziniert von Pacinos Charakter in diesem Film. Carlito Brigante, ein intelligenter und mitunter sensibler Mensch unbiegsamer und intensiver Natur, geprägt vom Milieu der Straße. Eine für mich identifizierbare Rolle, ich liebe Carlitos Wesen vom ersten Moment an. In dem Sinne ein Meilenstein auf dem Gebiet "Charakterschauspiel". Ein Phänomen, wie unbekannt und wenig gefeiert "Carlitos Way" ist, wird er doch neben "Scarface" als eine der besten "One Man Shows" des Gangster-Genres gehandelt. Mitunter vielleicht ein Grund mehr, warum es mein absoluter Favorit ist und bleiben wird.

Ich liebe die Rückmeldungen nach der Empfehlung dieses Films, wenn ich ihn als Geheimtipp gebe. Die Reaktion und Erkenntnis, nie etwas von diesem Meisterwerk gehört zu haben, ist jedesmal Gold Wert.

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tobiasschoeler

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

*Dieser Kommentar enthält SPOILER*
Schon zu Beginn des Films wird klar in welche Richtung der Weg Carlito Bregante's führen wird. Egal wie sehr er versucht aus der Gangsterszene heraus zu kommen, es will ihm einfach nicht gelingen.
Dabei ist Carlito von Beginn an ein sehr sympathischer Typ. Er ist bescheiden und versucht sich aus jeglichem Ärger rauszuhalten. Im strömendem Regen schaut er seiner verflossenen Liebe beim tanzen zu bevor er den Mut fasst sie anzusprechen. Nicht einmal der Tod seines Cousins lässt ihn Rachegelüste verspüren. Und man beginnt sich zu fragen: "Wie zur Hölle soll es dazu kommen, dass der Kerl irgendwann niedergeschossen wird?"
Und die Beantwortung dieser Frage ist die größte Tragik. Nicht Carlito selbst vermasselt alles, sondern sein bester Freund den Carlito, trotz seines offensichtlichen Absturzes, nicht fallen lässt und so mit in den Abgrund gerissen wird. So ist es Carlito's Loyalität die ihm am Ende das Genick bricht. Und seine Ermordung resultiert aus seiner Wandlung die ihn nicht mehr wie einen Gangster denken lässt. Dies steigert die Tragik seines Todes ins unermessliche.
Und so bewahrheitet sich der von Carlito geäußerte Spruch: "Gefälligkeiten bringen dich schneller um als Kugeln".
Al Pacino ist in absoluter Höchstform und Sean Penn schliesst sich (wenn auch in ungewohnter Optik) nahtlos an. Auch die Musik und de Palmas grandiose Montage haben sich eine positive Erwähnung redlich verdient.

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Wu-Tang-Sven

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DER SPOILER KOMMT ZU SPÄT!!!!!!!


Coach T

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vorgemerkt

Wann und Wo kommt er denn im TV??

Er wird mir zwar empfohlen, finde allerdings nirgends eine Angabe!

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Coach T

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Ja, blöd. Auch noch genau jetzt, wo das eh überall ausverkauft ist ;)

Danke! Oh mann, was ne blöde Zeit! ;D Aber man kann ja nicht alles haben ..


film_fan

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20:15, dann ist der geschnitten?


DarkBayman

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Kommentar.
Jeder will sein Leben Regeln doch am Ende bleibt dir eben nur Carlitos Way ;)
MUSS man sich angucken.

mfg:DarkBayman

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alanger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

de palma kann es, wenn ihm jemand auf die finger haut (so auch im MI) ...auch wenns er selbst ist.

die geschichte ist etwas vertrackt, hat aber auch mehr als zwei stunden zeit sich zu entwickeln.
ist so das leben in italoamericano? scheint so.

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serbia

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Meiner Meinung der beste Film den es gibt

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Timmoh

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Hochkaräter von zeitloser Schönheit. Die fast 2,5 Stunden sind kurzweilig ohne auf rasante Tempowechsel zurückgreifen zu müssen!

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phoenix409

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Bewertung10.0Herausragend

"I don't invite this shit, it just comes to me. I run, it runs after me."

Man kennt das ja: Ein Mann, eine Legende, ein Meister in dem was er tat, spürt eine Veränderung in seinem Leben. Die eigenen Machenschaften hinter sich lassen, aussteigen, ein neues Leben anfangen - aber so einfach ist das nicht. Die Vergangenheit lässt ihn nicht so schnell los, holt ihn ein. "It's who I am Gail, it's what I am. Right or wrong, I can't change that."
Also gibt es "ihn", den berühmten letzten Job. Nur doch dieser eine Job. Nur noch das muss ich tun. Dann bin ich raus. Es ist wie das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, und das klingt für sich doch schon ein wenig nach dem Licht, das man sieht, wenn man abtritt.
De Palma hat das vielleicht auch so gesehen und bringt mir gleich zu Anfang bei, wie die Geschichte ausgehen wird. Nicht gut. Aber dann zeigt er mir, wie es dazu kam. Und was soll man auch anderes sagen als: er tut es meisterhaft.
"Carlito's Way" schien mir, Jahre nach vermeintlichen Genregrößen wie dem "Paten", "Goodfellas" oder "Scarface", wie ein später Nachzügler seiner Mitstreiter, als De Palma ihn erst 1993 in die Kinos brachte. Aber dieser Film ist anders. Kein Gangsterfilm im klassischen Sinne und kein aufgeplusterter Genre-Showoff wie "Scarface" selbst es im Grunde ist. "Carlito's Way" scheint seine Vorgänger genau studiert zu haben und sie an Reife und Tiefe alle zu überflügeln.
Halb Crimethriller, halb Noir-Drama (inklusive klassischer Off-Monologe) mausert sich De Palma's Film von einer (inszenatorisch wie handwerklich) genialen Szene zur nächsten zum intensivsten, nachdenklichsten, menschlichsten und emotional packendsten Gangsterfilm, den ich je sah.
Er ist quasi "the one that-last-job-and-i'm-out-movie to rule them all", und das will, angesichts der Menge an Gleichgesinnten, schon was heißen.

Al Pacino als auch Sean Penn sieht man jedenfalls selten, ganz selten, besser als hier. Und Brian de Palma und dieser Szenenaufbau... Wahnsinn. Jede für sich ist großartig, und jene, die bald zu eskalieren scheinen, kann man schon im Vorraus erspüren. Unvergleichlicher Spannungsaufbau, selbst (und vorallem) zum Finale, da wir doch das Ende schon kennen. Das Handwerk sitzt perfekt, die Kamera wird zum Sprachrohr von Pacino's Gefühlswelt, und der Score von Patrick Doyle spricht da weiter, wo die Worte aufhören.

Meine Lieblingsszene ist vermutlich die, in der Pacino vor der Wohnungstür seiner Geliebten (auch klasse: Penelope Ann Miller) steht und um Einlass bittet. Die Tür steht nur einen Spalt offen, noch mit der Kette verriegelt. Sie wird ihn nicht hineinlassen, aber sie schlägt ihm vor, die Tür aufzubrechen, ihr hinterher zu rennen und sie noch auf dem Fußboden flachzulegen. "I'm too old for that". Sie lächelt. Sie entfernt sich von ihm, nichts weiter tragend als ein Seidentuch, und lässt ihn über einen Spiegel daran teilhaben, wie das Tuch von ihren Schultern rutscht. In seinen Augen die vollkommene Sehnsucht, als er mit der ausgestreckten Hand nach ihr zu greifen versucht. Er geht einen Schritt zurück, bricht die Tür auf und folgt ihren Anweisungen. Die Szene gleicht einer Metapher des ganzen Films. Ein Juwel.

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CarrionFairy

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hab am schluss geheult wie ein baby...


phoenix409

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jop, war auch nah dran ;)


Oceanic6

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Bewertung10.0Herausragend

"Carlito's Way" ist ein meiner Meinung nach viel zu unbeachtetes Meisterwerk, ein Filmjuwel, mit Al Pacino in einer seiner besten Rollen, ein zutiefst menschliches und zugleich brutales Drama. Ja, der Film ist für mich mehr ein Drama, denn ein Mafiafilm. Denn mit solch bis in die kleinste Nebenrolle wunderbar ausgearbeiteten Charakteren habe ich selten mitgefiebert, was mitunter wohl erklären dürfte, warum ich den Film schon an die 30 Mal gesehen habe. Aber von was handelt der Film eigentlich?
Der ehemalige Drogendealer und Killer Carlito Brigante (Al Pacino) wird nach 5 Jahren vorzeitig aus dem Knast entlassen. Er möchte kein kriminelles Leben mehr führen und beginnt legal Geld zu verdienen um mit seiner Freundin Gail (Penelope Ann Miller) ein neues Leben zu beginnen. Doch Brigante kann sich nicht von seinen alten Freunden lossagen und gerät immer mehr in den Sumpf des Verbrechens. Als der Anwalt Dave Kleinfeld (Sean Penn) Carlito bittet ihm einen letzten Gefallen zu tun und einen inhaftierten Mafiaboss aus dem Gefängnis zu befreien, nutzt Kleinfeld dies aus und bringt den Mafiakönig um. Schon bald wird Carlito Brigante von Polizei und Mafia gejagt und gerät in einen Strudel aus Gewalt...
Die Darbietungen der Darsteller sind von Anfang bis Ende schlichtweg brilliant, Al Pacino mimt den Protagonisten Carlito verdammt überzeugend. Sean Penn in der Rolle seines Lebens. Penelope Ann Miller als Pacinos Freundin, welche dem Film die nötige emotionale Tiefe verleiht. Viggo Mortensen in seiner Debütrolle als Behinderter im Rollstuhl. Und so weiter...
"It's who I am Gail, it's what I am. Right or wrong, I can't change that." Es sind Sätze wie diese, welche den Film mit "der Pate"-Trilogie zum tiefgründigsten und emotionalsten Mafiafilm der Kinogeschichte machen. Ich könnte hier viele Punkte aufzählen, weswegen ich den Film so sehr schätze. Die Inszenierung, die fantastischen Songs (nie war Joe Cockers "You are so beautiful" passender), Patrick Doyles herausragender Score, die tollen Wendungen, das epische Finale! Wenn ihr also ein authentisches Gangster-Drama sehen möchtet, welches sich durch Charakterdrama und Realismus auszeichnet, dann kann ich euch nur diesen Streich des DePalma-Pacino-Duos zu Herzen legen. Der Film bietet eine Liebesgeschichte ohne Klischees, viel Gewalt und Verrat, tolle Gangster, und behandelt zudem Themen wie Reue, Bedauern, Schicksal, Freundschaft und inwieweit wir selbst der Schmied unseres Schwertes, welches sich Leben nennt, sind.
Ob der Film euch letztendlich gefallen wird, hängt meiner Meinung nach ganz davon ab, wie weit ihr euch auf die Thematik einlässt. Seht ihr den Film nur als oberflächlichen Mafiathriller, dürfte dieser euch weniger zusagen. Setzt ihr euch aber wirklich mit dem Leben der Charaktere auseinander, werdet ihr den Film, wie ich, sofort in eure Arme schließen und nie mehr loslassen!
Und somit möchte ich euch einen kleinen Rat fürs Leben geben: "Never give up your friends, Dave, no matter what."

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Oceanic6

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Also ich hab die DVD vor Jahren mal auf der Filmbörse gekauft. Das oder über Ebay sind eigentlich die einzigen Möglichkeiten...


film_fan

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Mittlerweile sind die Preise ja nicht mehr normal...


Antonio Montana

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein wundervoller und sehr intensiver Film. Emotional aufwühlend und spannend bis zur letzten Sekunde.
Al Pacino und Sean Penn passen perfekt in ihre Rollen. Auch die tolle Musik passt sehr gut zur dichten Atmosphäre und weckt echte Gefühle.

Solche Filme werden heute leider nicht mehr gemacht. :'-(

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momopipi

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich habe befürchtet, dass ich wieder irgendso einen 0815-Gangsterfilm mit Al Pacino sehen würde. So ganz stimmt das aber nicht^^ Pacino spielt den Protagonisten grundsätzlich interessanter als in so manch anderen Filmen, immerhin geht es ihm diesmal nicht um gnadenlosen Machtbesitz oder so ähnliches.
Carlito's Way wirkt sinnlicher, greifbarer und irgendwie von Natur aus cooler. Das Ende war definitiv spannend gemacht, ich war sogar am ganzen Körper angespannt :D
Es ist definitiv nicht der beste Gangsterfilm, aber dafür einer der besseren!

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dustyOn3

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Bewertung9.0Herausragend

Historischer und spannender Mafia-Film.
Al Pacino ist in seinem Element, und auch Sean Penn spielt hier absolut erstklassig den koksenden Gangster-Anwalt. Man fühlt jede Sekunde der Story mit und trotz des voraussehbaren Endes, einer der besten Mafia-Filme aller Zeiten.

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BobbyIII

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Bewertung9.0Herausragend

Verkanntes Juwel der Filmgeschichte ... und in der Filmographie Al Pacinos. Der bessere Scarface! Das zweite Zusammenspiel von Brian de Palma und Al Pacino zeichnet sich durch eine, für einen Gangsterfilm, ungewöhnliche Melancholie aus. Außerdem ist der Film auch für Al Pacino dankbarer, da er hier wirklich schauspielern darf. Denn im Gegensatz zu dem eindimensionalen Vorzeigegangster Tony Montana, besitz die Rolle des geläuterten Ex-Dealers Carlito Brigante, der versucht sein Leben zu ändern, wesentlich mehr Tiefgang. Außerdem steht Al Pacino der Bart ja mal sowas von gut! Ohne jetzt zu homophil klingen zu wollen, aber in kaum einem anderen Film sieht Pacino so attraktiv aus. Ganz im Gegensatz zu Sean Penn, der wohl in keinem anderen Film so hässlich war, was allerdings natürlich nix daran ändert das er, auch in diesem Film, fantastisch spielt. Einer der besten Gangsterfilme. Mit Al Pacino "at his best". Ist eigentlich traurig das ich als großer Pacino-Fan so lange gebraucht habe diesen Film zu sehen.
"In dieser Stadt ist kein Platz für Herzen wie das Ihre."

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phoenix409

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Der bessere "Scarface", so isses.


cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein doch noch, in dieser Form nicht unbedingt zu erwartendes, recht furioses Ende, wertet diesen über weite Strecken eher mittelmäßigen Mafiosi-Film, noch einmal ganz erheblich auf.
Dabei liegt es weniger an der Story, die durchaus gut erzählt wird und natürlich wissen auch sowohl Sean Penn als auch Al Pacino zu überzeugen, aber Brian De Palmas Mafia-Epos hat so seine Längen.

Nur schade, dass man ein halbes Vermögen für die DVD-Beschaffung berappen muss, was dann jedoch recht gut überlegt sein sollte!

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JackoXL

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Gibts die DVD nicht mehr? Hab damals 15 Euro bezahlt, muss so 4 Jahre her sein.


cpt. chaos

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Die Dvd ist inzwischen out of print. Hab sie kürzlich für 17 Euro ersteigert, wird aber noch höher gehandelt - also fast ein Schnäppchen... ;o)


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