Purple Rose of Cairo

The Purple Rose of Cairo (1985), US Laufzeit 84 Minuten, FSK 12, Fantasyfilm, Komödie, Kinostart 03.10.1985


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von Woody Allen, mit Mia Farrow und Jeff Daniels

Der Traum eines jeden Fangirls: Mitten in der Vorstellung wird der Schauspieler zu Fleisch und Blut, steigt aus der Leinwand und beginnt mit dem verzückten Groupie eine Liebesaffaire.

Kellnerin Cecilia (Mia Farrow) schaut auf die Leinwand und himmelt ihren Star Tom Baxter (Jeff Daniels), in ‘Purple Rose of Kairo’ an. Sie nutzt das Kino, um aus ihrem tristen Alltag und der grauenhaften Ehe wenigstens für wenige Momente zu fliehen. Während sie dort zum wiederholten Male den selben Film anschaut, wird sie vom Tom Baxter bemerkt, woraufhin dieser kurzerhand aus der Leinwand in den Kinosaal und somit in Cecilias Leben tritt. Er nimmt Cecilia an der Hand und gemeinsam fliehen sie aus dem Kino. Die Verblüffung ist groß. Der Film kann ohne Tom nicht weitergehen, die Zuschauer sind total entrüstet und verlangen ihr Geld zurück. Ein Kino steht Kopf. Während sich die Leinwandfiguren mit dem Publikum streiten, bahnt sich zwischen Tom und Cecilia eine Romanze an und als dann der reale Tom Baxter aus Hollywood anreist, wird die Verwirrung noch größer. Tom will nicht auf die Leinwand zurück, und wenn überhaupt dann nur mit Cecilia. Cecilia soll sich entscheiden.

Hintergrund & Infos zu Purple Rose Of Cairo
Zuerst wurde Michael Keaton (Batman) für die Rolle des Tom Baxter gecastet und nach einigen Screentests auf Wunsch Woody Allens durch Jeff Daniels ersetzt.
Woody Allen selbst sagte mehrmals, dass Purple Rose of Cairo der Lieblingsfilm seiner eigenen Werke ist. Nach einer Preview des Films wurde ihm geraten das Ende zu ändern, um einen großen Hit zu landen. Der Regisseur ließ sich davon natürlich nicht beeindrucken und veränderte nicht eine Szene. Schauspieler Viggo Mortensen (Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs) war sehr stolz darauf, eine kleine Rolle in dem Film zu haben. Als er mit seiner ganzen Familie ins Kino ging, musste er herausfinden, dass all seine Szenen herausgeschnitten wurden. (LB / SF)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Purple Rose of Cairo
Genre
Fantasyfilm, Romantische Komödie, Komödie
Zeit
1930er Jahre
Ort
New York City
Handlung
Große Depression, Kino, Schauspieler, Verlieben
Stimmung
Gutgelaunt, Romantisch, Witzig
Tag
Time's All TIME Top 100 Movies
Produktionsfirma
Orion Pictures Corporation

Kommentare (13) — Film: Purple Rose of Cairo


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michael.pliet

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Schauspieler verlässt seinen Film in die reale Welt und sorgt dort für Verwirrung und Chaos. Nein, hierbei handelt es sich nicht um "Last Action Hero" sondern, um die Liebes- vielleicht sogar Tragik-Komödie "The Purple Rose of Cairo". Obwohl es sich bei dem Film um ein Werk aus dem Jahr 1985 handelt, wirkt er von der Optik und der Machweise irgendwie älter. Das ist wohl auch Absicht, da der Film ja auch in den 50ern oder 60ern spielt, wie ich vermute. Lt. Moviepilot-Empfehlung sollte der Film von mir eine 10 bekommen, dafür reicht es aber dann doch nicht. So ganz überzeugt bin ich net von dem Film, aber er war zum einmal anschauen ganz ok. Ich habe also nicht das Gefühl einen Meilenstein der Filmgeschichte gesehen zu haben. Dennoch ok und 6,5 Punkte sind durchaus gerechtfertig. Und, Mann war Jeff Daniels damals noch jung. :-)

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Gabster

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Auch nach dem x-ten Mal sehen immer noch unglaublich! Niemand hat das Leben, den Menschen und das Kino so gut verstanden wie Woody Allen!
Die Schlussszene, in der Mia Farrow geschunden hoch auf die Leinwand zu Fred Astaire blickt, ist wahrscheinlich das ehrlichste und traurigste aber auch das Schönste, was Woody je gefilmt hat. Und bei seinem genialen Werk will das was heißen.

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Daymare

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Bewertung6.0Ganz gut

Eine intelligente Hommage an die Liebe zum Kino, die mich zwar nett unterhalten hat, aber mehr leider auch nicht.

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Tina Scheidt

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Bewertung6.0Ganz gut

Purple Rose of Cairo von Woody Allen kann ich schlecht einem einzigen Genre zuschreiben. Fantasyfilm finde ich total unpassend, Romanze? Auf jeden Fall. Aber auch Tragikomödie zur Zeit der Depression in den 30iger Jahren.
Cecilia entflieht ihrer Ehe und der hoffnungslosen Realtiät in das Kino, bis eine Filmfigur, Tom, auf sie aufmerksam wird und zu ihr von der Leinwand steigt.
Der Film funktioniert nicht mehr ohne seinen Darsteller, der Schauspieler, der Tom Leben einhauchte, fürchtet um seine Karriere, die Produzenten haben Angst, dass mehr Toms ausbüchsen könnten, die Zuschauer wollen ihr Geld zurück, die Mitdarsteller langweilen sich, spielen Karten, trinken, plaudern mit dem Publikum bzw. man beschimpft sich, alles läuft aus dem Ruder.
Und Cecilia und Tom fliehen gemeinsam in den Film, erleben eine wunderbare Nacht in der Filmwelt, wo Champagner irgendeine Limonade ist, für Tom alles möglich ist was ihm im realen Leben nicht gelingen will.
Woody Allen ist ein rührendes, herzhaft komisches, aber auch tragisches Filmmärchen gelungen, das Fragen über Schein und Sein aufwirft. Was macht ein Leben lebenswert? Selten habe ich bei einem Film so herzhaft lachen können oder war so angerührt.
Schade finde ich, dass der Schluss ziemlich abrupt daher kommt und sehr offen gehalten wird. Hier hätte ich gerne mehr gesehen!
Wie geht es mit Cecilia weiter?
Was macht der Schauspieler des Tom?
Wie ergeht es Tom in der Filmwelt, gibt es ein Wiedersehen mit Cecilia?
Was wird aus der Purple Rose of Cairo?
Schade, hier hätte ich gerne mehr gesehen!
So wirkt der Film (es muss ja kein Happy End sein!) unfertig und ließ mich etwas unzufrieden zurück, deshalb ist meine Bewertung auch nicht so gut, wie sie sonst ausgefallen wäre. Denn besonders das Zusammenspiel von Mia Farrow und Jeff Daniels mal als Filmfigur und mal als dessen Schauspieler überzeugt und macht Spaß, ihnen zuzuschauen.
Auf jeden Fall ein sehenswerter Film!

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jacker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein unverkennbarer Woody Allen Film, das steht außer Frage - und doch irgendwie anders und vielleicht gerade dadurch besonders gut! Denn wenn Woody von seinem 'normalen' Schema (im Rahmen seiner abgesteckten Grenzen) ein Stück abweicht, kommt für meinen Geschmack das Beste dabei raus: In "Alice" darf Mia Farrow plötzlich unsichtbar werden, in "Whatever Works" ist der Protagonist mal nicht Autor, sondern ein verkorkster russischer Altwissenschaftler, in "Sweet & Lowdown" widmet er sich mal einem ganz anderen Thema (Hommage an den Gypsy-Jazz) und hier in "Purple Rose Of Cairo" lässt er ganz selbstverständlich eine fiktionale Figur aus ihrem Film steigen und 'real' werden.

Geht eigentlich nicht, macht aber nichts, denn der Stoff bietet eine köstliche Grundlage für die absurdesten Situationen (inklusive nicht von der Hand zu weisender Komik), die kuriosesten Zitate und natürlich der obligatorischen rührenden Liebesgeschichte. Allein optisch macht es schon tierisch Spaß dem Entflohenen in seinem Tropen-Abenteurer Outfit zuzusehen, wirkt er doch im 30er Jahre Setting auf eine niedliche Weise völlig deplatziert.

Spinnt man ein solches Szenario weiter, wird es natürlich zwangsweise schräg: Was passiert wenn eine Figur aus dem Film flieht? Der Film geht nicht weiter und das langweilt die restlichen Figuren natürlich ziemlich, diese warten also auf die Rückkehr des entschwundenen Casanovas, legen sich nebenbei noch fast mit dem Kinopublikum an und streiten sich darüber wer wann wo im Film aufzutauchen hat, bzw. ob der getürmte Tom Baxter überhaupt so wichtig ist, dass es nicht auch ohne ihn laufen könnte.
Genial.

Unter der Oberfläche und im Ende liegt natürlich wieder ein leicht nachdenklicher Unterton. So versteckt, dass man ihn ignorieren kann, so man denn will - aber auch ein wenig über den Wunsch nach Freiheit, die Einschränkungen die uns unser Leben so bringt und die Skrupellosigkeit mit der viele Menschen ihre Ziele erreichen wollen ins Grübeln kommen kann.

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Kuya

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Bewertung9.0Herausragend

Ein sehr schöner Film mit einer angenehmen Portion Tiefgang, die leichtfüßig und locker eingeführt wird, aber in Realität so viel ernster ist. Wird man von der Realität verletzt verliert man sich in Fiktion, wird so traurig und so einsam, dass man schließlich wieder in die Realität zurückkehrt um verletzt zu werden. Woodys Geschenk an Film- und Kunstliebende zeigt wie unglaublich viel er aus simplen Material machen kann. Ein Haufen simpelgestrickter Figuren und ein oft benutztes Setting spricht selten für die Qualität eines Films, in PURPLE ROSE OF CAIRO kann man sich aber zurücklehnen und beobachten wie spielend einfach Allen daraus eine herzhafte Tragikomödie macht.

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Crumpler

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Bewertung5.0Geht so

Ich verstehe nicht, warum dies als romatische Komödie eingeordnet wird, der Film ist ein Drama ohne Ende mit einem sehr traurigen Ende. Zwar waren ein paar Lacher dabei, die waren aber eher erzwungen. Allen hat schon Besseres gemacht.

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TinaCocaine

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Bewertung7.0Sehenswert

Kurz: Melancholisch, romantisch, schön, tiefgründig, poetisch --> Sehenswert!!!

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christof.s

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Bewertung7.0Sehenswert

"That's movie talk!"

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maya01

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eigentlich bin ich kein großer Woddy Allen Fan, aber in diesen Film hab ich mich ein bisschen verliebt.

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Sonse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sicher einer meiner liebsten Woodys. Ein kleines Juwel, liebenswert und witzig. Bedauerlich nur, dass Mia Farrow die Hauptrolle spielt.

Es ist die Zeit der Großen Depression. Cecilia flüchtet vor der traurigen Realität eines öden Jobs und einer lieblosen Ehe ins Filmtheater "Jewel". Dort zeigt man gerade den titelgebenden Film "Purple Rose of Cairo" und sie hat ihn sich schon mehrmals angesehen. Bei einer Vorstellung dreht sich plötzlich einer der Charaktere im Film, Tom, zu ihr. Er schaut sie direkt an und sagt: "You must really love this movie, don't you?" Dann steigt er von der Leinwand und in ihr Leben. Nun sind die anderen Figuren des Films aufgeschmissen und wissen nicht was sie tun sollen, schließlich brauchen sie Tom, um die Geschichte des Films weiterzuerzählen. Sie vertreiben sich die Zeit, indem sie Karten spielen und Kinozuschauer beleidigen. Der Produzent des Films wird alarmiert, angeblich versucht der Charakter Tom auch in anderen Kinos aus dem Film zu entkommen. Gil, der die Figur in dem Film gespielt hat, wird alarmiert. Er fürchtet um seine Karriere und soll sein Leinwand-Alter Ego wieder einfangen. Cecilia wird auch ihm begegnen und muss sich für einen der beiden entscheiden. Tom: "I love you. I'm honest, dependable, courageous, romantic, and a great kisser." Gil: "And I'm real." :)

Ein zartbitterer Liebesbrief von Woody Allen an das Kino, ganz besonders das Kino vergangener Tage, die Romantik des einfachen Eskapismus in Schwarz-Weiß, als Film noch nicht als x-beliebiges Konsumgut verkauft wurde. So hat er die Kinoszenen in einem Filmtheater auf Coney Island gedreht, in welchem er als Kind selbst oft saß.

Nachdem er angeblich nach zehn Tagen Michael Keaton feuern musste, da dieser einfach zu modern wirkte, sagte ihm das Studio, er solle die männliche Haupt- und Doppelrolle selbst spielen oder sie Kevin Kline geben. Er besetzte schließlich Jeff Daniels, der hervorragend den naiven Tom gibt, aber als zynischer Schauspieler Gil nicht ganz so zu überzeugen vermag.
Viggo Mortensen, der hier auf der Seite als Darsteller aufgeführt wird, hatte angeblich eine kleine Rolle im Film, fiel aber komplett dem Schnitt zum Opfer.

Das beste des Films ist sein Drehbuch. Allein die Idee ist wunderbar und ich wundere mich warum das tatsächliche Durchbrechen der "vierten Wand" nicht schon häufiger genutzt wurde. Als einzig weiterer Film fällt mir nur noch "Last Action Hero" ein. Schließlich sind noch die herrlichen Dialoge zu nennen. Wenn Woody eins kann, dann ist das Schreiben^^:

Tom: "You make love without fading out?"
...
Cecilia: "I just met a wonderful new man. He's fictional but you can't have everything."
...
Tom: "I don't get hurt or bleed, hair doesn't muss; it's one of the advantages of being imaginary."
...
Schauspieler im Film-im-Film: "What are you people doing here? We can't continue the story 'til Tom gets back."
Zuschauer: "Oh, we don't mind observing you all."
...
Anderer Schauspieler im Film-im-Film (zum Filmvorführer): "No! No! Don't turn the projector off! No! No! It gets black and we disappear!"

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Blonder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Woody Allens Homage ans Kino. Es ist auch auch eine Flucht vor der Weltwirtschaftskrise in eine bessere Traumwelt, das Kino. Umgesetzt mit originellen Ideen und treffenden Gags.

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dAShEIKO

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Bewertung1.5Ärgerlich

Heute macht Woody brauchbares interessantes Kintop. Früher war er mir zu gewollt künstlerisch. Ein Film höchtens für Fans. ich find ihn sch....

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