Purple Rose of Cairo

The Purple Rose of Cairo (1985), US
Laufzeit 84 Minuten, FSK 12, Komödie, Fantasyfilm, Kinostart 03.10.1985

6.9 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
321 Bewertungen
10 Kommentare
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von Woody Allen, mit Mia Farrow und Jeff Daniels

Verzückt schaut Cecilia auf die Leinwand und himmelt, in den Kinosessel gekuschelt, ihren Star Tom Baxter, in “Purple Rose of Kairo” an. Da passiert plötzlich etwas Unglaubliches: Tom spricht sie von der Leinwand herunter an, ist völlig fasziniert davon, daß sie nun schon zum fünften Mal den Film ansieht und, steigt aus dem Bild heraus zu ihr ins Parkett. Er nimmt Cecilia an der Hand und gemeinsam fliehen sie aus dem Kino. Die Verblüffung ist groß. Der Film kann ohne Tom nicht weitergehen, die Zuschauer sind total entrüstet und verlangen ihr Geld zurück. Ein Kino steht Kopf. Während sich die Leinwandfiguren mit dem Publikum streiten, bahnt sich zwischen Tom und Cecilia eine Romanze an und als dann der reale Tom Baxter aus Hollywood anreist, wird die Verwirrung noch größer. Tom will nicht auf die Leinwand zurück, und wenn überhaupt dann nur mit Cecilia. Cecilia soll sich entscheiden.

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Kritiken (1) — Film: Purple Rose of Cairo

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.0Herausragend

Es ist eine höchst ungewöhnliche, surrealistische Liebesgeschichte, die Woody Allen 1985 auf Zelluloid bannte und die zwar zum damaligen Flop an den Kinokassen wurde, sich mittlerweile aber zum kleinen Klassiker entwickelt hat. Der Regisseur selber erklärte die Philosophie, die hinter diesem Film steckt und die Idee, die ihn dazu brachte, eine derartige Geschichte zu entwerfen. „Ich schrieb eine Story, die nur darauf basierte: der Traummann einer Frau kommt von der Leinwand und beide verlieben sich ineinander. Schließlich kommt noch der richtige Schauspieler hinzu und sie wird dazu gezwungen, sich zwischen Realität und Fiktion zu entscheiden. Natürlich kann man sich nicht für die Fiktion entscheiden, weil einen das wahnsinnig machen würde, also muss man sich für die Realität entscheiden. Und wenn man das tut, wird man verletzt. So einfach ist es.“

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (9) — Film: Purple Rose of Cairo

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Crumpler

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich verstehe nicht, warum dies als romatische Komödie eingeordnet wird, der Film ist ein Drama ohne Ende mit einem sehr traurigen Ende. Zwar waren ein paar Lacher dabei, die waren aber eher erzwungen. Allen hat schon Besseres gemacht.

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Kubrick_obscura

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Bewertung9.0Herausragend

Das ist perfekte Unterhaltung ohne Anbiederung an ein Massenpublikum, sondern eine persönliche Liebeserklärung an den schönsten Ort der Welt: Das Kino. "The Purple Rose of Cairo" ist voller Anspielungen und voller tiefer Gedanken zum Film, seiner Wirkung und seiner Bedeutung. Man kommt schon fast dazu die großartige Handlung zu übersehen oder die wundervollen Dialoge. Hier stimmt wirklich mal alles, die Decors, die Atmosphäre, Mia Farrow, Jeff Daniels. Es gibt nichts auszusetzen. Ich bin sprachlos, einfach liebenswert ...

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TinaCocaine

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Bewertung7.0Sehenswert

Kurz: Melancholisch, romantisch, schön, tiefgründig, poetisch --> Sehenswert!!!

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stuforcedyou

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Für mich neben "Ed Wood" die ultimative Liebeserklärung an einen meiner absoluten Lieblingsorte. Den Ort wo Magie zu Hause ist: Das Kino.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Sonse

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"Cinema Paradiso" nicht zu vergessen. :)


christof.s

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Bewertung7.0Sehenswert

"That's movie talk!"

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maya01

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eigentlich bin ich kein großer Woddy Allen Fan, aber in diesen Film hab ich mich ein bisschen verliebt.

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Sonse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sicher einer meiner liebsten Woodys. Ein kleines Juwel, liebenswert und witzig. Bedauerlich nur, dass Mia Farrow die Hauptrolle spielt.

Es ist die Zeit der Großen Depression. Cecilia flüchtet vor der traurigen Realität eines öden Jobs und einer lieblosen Ehe ins Filmtheater "Jewel". Dort zeigt man gerade den titelgebenden Film "Purple Rose of Cairo" und sie hat ihn sich schon mehrmals angesehen. Bei einer Vorstellung dreht sich plötzlich einer der Charaktere im Film, Tom, zu ihr. Er schaut sie direkt an und sagt: "You must really love this movie, don't you?" Dann steigt er von der Leinwand und in ihr Leben. Nun sind die anderen Figuren des Films aufgeschmissen und wissen nicht was sie tun sollen, schließlich brauchen sie Tom, um die Geschichte des Films weiterzuerzählen. Sie vertreiben sich die Zeit, indem sie Karten spielen und Kinozuschauer beleidigen. Der Produzent des Films wird alarmiert, angeblich versucht der Charakter Tom auch in anderen Kinos aus dem Film zu entkommen. Gil, der die Figur in dem Film gespielt hat, wird alarmiert. Er fürchtet um seine Karriere und soll sein Leinwand-Alter Ego wieder einfangen. Cecilia wird auch ihm begegnen und muss sich für einen der beiden entscheiden. Tom: "I love you. I'm honest, dependable, courageous, romantic, and a great kisser." Gil: "And I'm real." :)

Ein zartbitterer Liebesbrief von Woody Allen an das Kino, ganz besonders das Kino vergangener Tage, die Romantik des einfachen Eskapismus in Schwarz-Weiß, als Film noch nicht als x-beliebiges Konsumgut verkauft wurde. So hat er die Kinoszenen in einem Filmtheater auf Coney Island gedreht, in welchem er als Kind selbst oft saß.

Nachdem er angeblich nach zehn Tagen Michael Keaton feuern musste, da dieser einfach zu modern wirkte, sagte ihm das Studio, er solle die männliche Haupt- und Doppelrolle selbst spielen oder sie Kevin Kline geben. Er besetzte schließlich Jeff Daniels, der hervorragend den naiven Tom gibt, aber als zynischer Schauspieler Gil nicht ganz so zu überzeugen vermag.
Viggo Mortensen, der hier auf der Seite als Darsteller aufgeführt wird, hatte angeblich eine kleine Rolle im Film, fiel aber komplett dem Schnitt zum Opfer.

Das beste des Films ist sein Drehbuch. Allein die Idee ist wunderbar und ich wundere mich warum das tatsächliche Durchbrechen der "vierten Wand" nicht schon häufiger genutzt wurde. Als einzig weiterer Film fällt mir nur noch "Last Action Hero" ein. Schließlich sind noch die herrlichen Dialoge zu nennen. Wenn Woody eins kann, dann ist das Schreiben^^:

Tom: "You make love without fading out?"
...
Cecilia: "I just met a wonderful new man. He's fictional but you can't have everything."
...
Tom: "I don't get hurt or bleed, hair doesn't muss; it's one of the advantages of being imaginary."
...
Schauspieler im Film-im-Film: "What are you people doing here? We can't continue the story 'til Tom gets back."
Zuschauer: "Oh, we don't mind observing you all."
...
Anderer Schauspieler im Film-im-Film (zum Filmvorführer): "No! No! Don't turn the projector off! No! No! It gets black and we disappear!"

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Blonder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Woody Allens Homage ans Kino. Es ist auch auch eine Flucht vor der Weltwirtschaftskrise in eine bessere Traumwelt, das Kino. Umgesetzt mit originellen Ideen und treffenden Gags.

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dAShEIKO

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Bewertung1.5Ärgerlich

Heute macht Woody brauchbares interessantes Kintop. Früher war er mir zu gewollt künstlerisch. Ein Film höchtens für Fans. ich find ihn sch....

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