Als Chris Columbus Anfang der 2000er die ersten zwei Harry Potter-Filme drehte, waren die Stars der meisten Hogwarts-Schüler:innen noch sehr jung. Doch das schütze sie nicht davor, als Störenfriede bestraft zu werden. Insbesondere Ron-Darsteller Rupert Grint musste beim Dreh viel Geld für seine Fehltritte blechen, weil er sich nicht verkneifen konnte, immer wieder eine ganz bestimmte Missetat zu begehen.
Lachverbot am Harry Potter-Set? Rupert Grint bezahlte seine Ausbrüche mit über 4000 Euro
In seinem autobiografischen Buch Jenseits der Magie * beschreibt Draco-Darsteller Tom Felton nicht nur ein alternatives Harry Potter-Ende mit Draco Malfoy als Weltretter, sondern auch das Leben der Hogwarts-Stars am Set. Jung wie sie waren, brachen die Kinder dort häufig in störende Kicher-Anfälle aus, die den Dreh verzögerten. Regisseur Chris Columbus führte daraufhin ein Bestrafungssystem, um die Hogwarts-Schüler:innen aus eigenem Ansporn ruhig zu halten:
Columbus entwickelte ein System, [um gegen konstante Ausgelassenheit vorzugehen]. Immer wenn einer von uns die Szene störte, bekam er oder sie eine rote Karte. Eine rote Karte bedeutete, du musstest am Ende des Drehtags 10 Pfund in einen Beutel tun. Alles Geld wurde gemeinnützigen Organisationen gespendet.
Diese nach damaligen Umrechnungskurs etwas über 16 Euro Strafe pro Lachanfall sind mit Blick auf das Gehalt der Harry Potter-Stars nicht viel. Die drei Hauptdarsteller erhielten für den ersten Harry Potter-Film laut Screen Rant jeweils etwa 1 Million Dollar Gage, was später nur noch stieg. Doch als unmittelbare Taschengeld-Kürzung war die rote Strafkarte offenbar häufig effektiv – wenn auch nicht bei allen. Tom Felton, der selbst gelegentlich zum Lach-Störenfried wurde, erinnert sich:
Es war ein gutes System, um uns auf dem richtigen Weg zu halten, aber es funktionierte nicht immer. Rupert Grint war einer der schlimmsten Straftäter. Ich glaube, er hat allein in den ersten zwei Filmen über 2.500 Pfund abgeben müssen. So groß war seine Unfähigkeit, sich im Zaum zu halten, wenn das Kichern losging.
2.500 britische Pfund Sterling waren Anfang der 2000er über 4.100 Euro. Was sehr viel darüber aussagt, wie anfällig Harry Potter-Star Rupert Grint beim Lachen gewesen sein muss. Aber zumindest scheint er trotz einiger negativer Erinnerungen
als Kind viel Spaß am Set gehabt zu haben.
Aktuell könnt ihr Rupert Grint in der letzten Staffel der Horror-Serie Servant erleben. Außerdem war der Schauspieler im neusten Mystery-Thriller von M. Night Shyamalan dabei und spielte in der 6. Folge der Netflix-Serie Guillermo Del Toro’s Cabinet of Curiosities mit.
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Im Podcast beantworten wir wichtige Fragen rund um die Serie, an der Harry Potter-Schöpferin J.K. Rowling beteiligt ist. Darunter: Warum wird Rowlings Beteiligung so kritisiert. Und was sind die Vor- und Nachteile einer Neuverfilmung der Bücher?
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