Nach Star Wars 9: Große Veränderungen für die Sternensaga stehen bevor

Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers
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Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers
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Beeblebrox Matthias Hopf
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Redakteur bei Moviepilot. Schaut zu viel ins Internet, mag den Weltraum und fühlt sich auf Tatooine genauso zu Hause wie in Hogwarts und Mittelerde.

Die Zukunft von Star Wars ist ungewiss, lautete unser Fazit, nachdem völlig unerwartet verkündet wurde, dass D.B. Weiss und David Benioff nicht länger an ihrer eigenen Trilogie arbeiten werden. Wie nun aus einem Bericht des Hollywood Reporters hervorgeht, soll der nächste Star Wars-Film trotzdem schon 2022 in die Kinos kommen. Wer das Franchise zu diesem Zeitpunkt leiten wird, ist jedoch fraglich.

Seit der Übernahme durch Disney hat Kathleen Kennedy als Präsidentin von Lucasfilm bei Star Wars das Sagen. Ihr Vertrag läuft allerdings in zwei Jahren aus, was die Frage in den Raum stellt, wer das Franchise in Zukunft bestimmen wird. Einerseits existiert natürlich die Möglichkeit einer weiteren Verlängerung. Bereits 2018 konnte Kathleen Kennedy die Verantwortlichen bei Disney zu einer Verlängerung überzeugen.

Erhält das Star Wars-Franchise bald eine neue kreative Spitze?

Andererseits könnte mit dem Ende der Skywalker-Saga ebenfalls Kathleen Kennedys Ära als Lucasfilm-Präsidentin enden. Für diesen Fall nennt der Hollywood Reporter drei Namen in seinem Bericht, die das Franchise direkt im Anschluss übernehmen könnten und reichlich Erfahrung in der weit, weit entfernten Galaxis vorzuweisen haben: Michelle Rejwan, Dave Filoni und Jon Favreau.

Ob mit oder ohne [Kathleen] Kennedy, unsere Quellen sagen, dass es wahrscheinlich ist, dass [Jon] Favreau in der Zukunft viel über Star Wars zu sagen haben wird. Diese Quellen sagen auch, dass Kennedys ideales Team Schlüsselrollen für Michelle Rejwan [...] und Jon Favreau [...] umfasst.

Das ist definitiv eine spannende Entwicklung und alle drei Namen ergeben rückblickend auf die vergangenen Jahre durchaus Sinn. Doch was prädestiniert die einzelnen Kandidaten, in die Fußstapfen von Kathleen Kennedy zu treten? Nachfolgend haben wir euch kurz ihre Profile aufgeschlüsselt.

Michelle Rejwan, der neue Kopf aller Star Wars-Live-Action-Projekte

Schon im Sommer wurde eine interessante personelle Veränderung bei Lucasfilm bekannt gegeben: Michelle Rejwan stieg zur Senior Vice President Live Action Development and Production auf, was bedeutet, dass sie die Entwicklung sämtlicher Live-Action-Produktionen der Sternensaga beaufsichtigt. Damit wurde Michelle Rejwan als neue Architektin für das Star Wars-Universum engagiert.

Durch J.J. Abrams und Star Wars 7: Das Erwachen der Macht kam sie zu Lucasfilm. Ursprünglich stammt sie aus der Bad Robot-Ecke, wo sie sich als Produzentin von Filmen wie Super 8 und Star Trek Into Darkness einen Namen machte. Auch bei Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers nimmt sie diese Rolle ein und könnte somit einen nahtlosen Übergang ermöglichen, da sie bestens mit Strukturen bei Lucasfilm vertraut ist.

Dave Filoni, der persönliche Padawan von George Lucas

Dave Filoni ist wahrlich ein Kind der Star Wars-Familie und eine der letzten großen Verbindungen zum Schöpfer der Saga George Lucas. Mit Star Wars: The Clone Wars belebte er das Franchise in einer Zeit, in der keine Skywalker-Abenteuer auf der großen Leinwand zu sehen waren. Später fungierte er als kreative Kraft hinter den Animationsserien Star Wars Rebels und Star Wars Resistance.

Als Regisseur von zwei Episoden von The Mandalorian wagte er sich nun auch erstmals ins Live-Action-Terrain, von seinem positiven Ruf im Fandom ganz zu schweigen. Nur wenige der Verantwortlichen stecken so tief in der Star Wars-Mythologie wie Dave Filoni. Zwar steht er nicht unbedingt für frischen Wind, verbindet aber doch die meisten Star Wars-Generation mit seinem Schaffen, ein ausgleichender Ruhepol sozusagen.

Jon Favreau, der Alleskönner mit dem besten Disney-Standing

War Jon Favreau Mitte der 2000er Jahre der Regisseur von Buddy und Zathura, hat er in den letzten 10 Jahren eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Er inszenierte die zwei Iron Man-Filme, die das Marvel Cinematic Universe begründeten, brachte zwei überaus erfolgreiche Disney-Remakes (The Jungle Book und Der König der Löwen) in die Kinos und dürfte allgemein zu den am besten vernetzten Persönlichkeiten in Hollywood gehören.

Jon Favreau ist Disneys Alleskönner - und gehört seit Kurzem ebenfalls zur Star Wars-Familie. Bereits bei Das Erwachen der Macht tauchte sein Name in der Liste potentieller Regisseure auf. Als Schöpfer von The Mandalorian hat er nun den Sprung geschafft und vertritt damit einen Teil der Galaxis, der gerade erst im Begriff ist, so richtig (auf Disney+) aufzublühen. Disney holt Jon Favreau, wenn etwas erledigt werden muss.

Und welche Rolle spielt Kevin Feige in der Zukunft von Star Wars?

Diese dreiteilige Spitze für das Star Wars-Franchise scheint durchaus plausibel - und deutlich wahrscheinlicher als die andere Möglichkeit, die sich zuletzt angedeutet hat. So wurde Kevin Feige mit einem eigenen Star Wars-Projekt in Verbindung gebracht, was Beobachter spekulieren ließ, dass er nach dem MCU auch die Leitung von Star Wars übernehmen soll. Den Track-Record hätte er dafür zumindest.

Dem widerspricht allerdings die jüngste Beförderung, die Kevin Feige erhalten hat. Fortan kontrolliert er nicht mehr nur Marvel Studios, sondern wacht als Chief Creative Officer über die gesamte Marvel-Marke. Das ist sehr viel Verantwortung, besonders mit einem Blick auf die bisher bekannten Pläne für Phase 4 und 5 des MCU, die nicht nur neue Kinofilme, sondern auch einige Disney+-Serien umfassen.

Wird Star Wars 9 Kathleen Kennedys Abschiedsvorstellung?

Um sich um Marvel und Star Wars gleichzeitig zu kümmern, bräuchte Kevin Feige mindestens einen Zeitumkehrer. Die Last auf mehreren Schultern zu verteilen hört sich da deutlich vielversprechender an. Michelle Rejwan bringt ein klassisches Produzenten-Profil mit, während sich Dave Filoni und Jon Favreau bisher als Macher hervorgetan haben - und vor allem im Serienbereich punkten konnten.

Auf den Serien liegt vorerst auch der Fokus von Disney+. Nachdem Solo: A Star Wars Story die finanziellen Erwartungen nicht erfüllen konnte, wurde die Arbeit an weiteren Anthologiefilmen eingestellt. Einige Ideen davon erscheinen nun in Form episodischer Erzählungen wieder, zum Beispiel im Fall von Ewan McGregors Obi-Wan-Rückkehr. Darüber hinaus befindet sich eine Prequel-Serie zu Rogue One in Produktion.

The Mandalorian stößt derweil auf große Begeisterung bei den Fans, während Lucasfilm alle Augen auf das Ende der Skywalker-Saga richtet. Im Angesicht dieses abschließenden Kapitels scheint das Einläuten einer neuen Star Wars-Ära geradezu unausweichlich.

Die große Frage ist nur, ob Kathleen Kennedy ein Teil von dieser sein wird. Bisher gehört sie zu den wenigen Menschen, die es geschafft hat, eine neue Star Wars-Generation ins Kino zu bringen.

Was glaubt ihr, wer das Star Wars-Franchise in Zukunft leiten wird?

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