Penny Dreadful - 5 Gründe, warum ein Einstieg in die Gruselserie lohnt

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Penny Dreadful
01.05.2016 - 08:50 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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Auf Netflix startet morgen die 3. Staffel von Penny Dreadful einen Tag nach US-Ausstrahlung. Falls ihr noch nicht in das düstere London des 19. Jahrhunderts eingetaucht seid, geben euch diese 5 Gründe genug Anlass dazu.

Morgen startet die 3. Staffel von Penny Dreadful auf Netflix. Im wöchentlichen Rhythmus einen Tag nach US-Ausstrahlung dürfen wir wieder ins vorletzte Jahrhundert zurückreisen, wo die schaurigen Gestalten aus alten Groschenromanen zum Leben erweckt werden.

Wenn euch noch ein paar gute Gründe fehlen, warum ihr die Schauerserie beginnen solltet, sucht nicht weiter. Wir haben 5 Argumente für einen Einstieg zusammengetragen. Spoilerfrei, versprochen.

1. Viktorianischer als das viktorianische London

Penny Dreadful lebt das viktorianische London mit jeder Faser. Von den Schauplätzen, dem Dekor, den Kostümen bis zu den Motiven fühlen wir uns absolut in das ausklingende 19. Jahrhundert zurückversetzt. Spaziergänge im Botanischen Garten, mysteriöse Artefakte aus kolonialen Afrika-Entdeckungsreisen, alte Theater, Wachsmuseen und mit Öllampen erleuchtete Gemächer schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Es gibt Séancen, Bälle, spärlich beleuchtete Straßen, verlassene Schiffe - diese Aufzählung könnte ewig weitergehen, so viel gibt es zu entdecken. In Szene gesetzt wird diese Welt von Regisseuren und Kameramännern, die teilweise schon für ebenso ästhetische Serien wie Game of Thrones, Broadchurch und Vikings gearbeitet haben. Die Serie strotzt nur so vor visuellen Einfällen und kann locker mit Kinoproduktionen mithalten. Penny Dreadful ist eine düster-romantische Darstellung des vorletzten Jahrhunderts, dessen Schattenseiten sich in den Monstern und der Magie widerspiegeln.

2. Monster und Magie

Apropos Monster und Magie. Da sich die Serie alte Schauergeschichten als Vorlage nimmt, kann sie sich aus einem riesigen Fundus der Kuriositäten, Mythologien und Gestalten bedienen und tut das auch nicht zu knapp. Dorian Gray liebäugelt mit einem Werwolf, Frankensteins Monster verzweifelt auf der Suche nach echter Zuneigung, Mina Harker aus Dracula befindet sich in den Fängen des Blutsaugers und satanische Dämonen suchen ihren Weg in die echte Welt. Penny Dreadful nimmt sich Handlungsstränge aus literarischen Klassikern wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde , Frankenstein, Das Bildnis des Dorian Gray und Dracula und verwebt sie mit ein paar Anleihen der ägyptischen Mythologie und viktorianischer Folklore zu einem dichten Fantasy-Teppich. Dabei spielen die inneren Dämonen eine genauso große Rolle wie die äußeren. Besonders Eva Green als mysteriöse Vanessa Ives kann ein Lied - pardon - Gebet davon sprechen.

3. Eva Green und das Ensemble

Penny Dreadful ist eine wahre Spielwiese für Schauspieler. Allen voran darf Eva Green alles herauslassen, was die Gefühlspalette hergibt. Ihre mystische Vanessa Ives ist von einem alten Dämon besessen, der ihr zwar nützliche Fähigkeiten verlieht, gleichzeitig aber auch droht, sie von innen zu zerstören. So spielt Eva Green mal die Besessene, dann die zurückgenommene und mysteriöse Dame, die Verführerin oder eine verängstige junge Frau. Obwohl Vanessa Ives der Star der Serie ist, darf das Ensemble auch nicht vergessen werden. Timothy Dalton als alter Abenteurer; Billie Piper als Prostituierte, auf die ein grausiges Schicksal wartet und Rory Kinnear als Frankensteins rachsüchtige Kreatur mit dem Hang zur Poesie und Feingeist sind fantastisch besetzt. Josh Hartnett spielt als Revolverheld Ethan Chandler wahrscheinlich die beste Rolle seiner Karriere. So vielschichtig die Charakter daherkommen ist auch die Handlung der Serie selbst.

4. Vielschichtiges Storytelling

Andere Showrunner und Sender hätten aus der Idee, die Gestalten der Groschenromane gegen das Böse kämpfen zu lassen, vielleicht eine übertriebene Monster-der-Woche-Serie gemacht. Schöpfer John Logan (James Bond 007 - Skyfall und Hugo Cabret) nimmt sich hingegen Zeit für seine Charaktere und deren Geheimnisse. Die dichte Handlung erstreckt sich bisher über 3 Staffeln. Zu Beginn der 3. Staffel öffnet sich sogar eine ganz neue Welt, da die Figuren auf allen Kontinente zerstreut sind. Jede Figur hat ihre eigene Agenda, ihre eigene Gefühlswelt, und Penny Dreadful schafft es, alle zu Wort kommen zu lassen. Natürlich fließt - wie es sich für eine Horrorserie gehört - eine Menge Blut und es wird nicht an überraschenden Twists gespart. Aber genauso sehr kann sich die Serie auch zurücknehmen und eine ganze Folge lang die Kindheit und Jugend von Vanessa beleuchten.

5. Die Musik von Abel Korzeniowski

Quasi als i-Tüpfelchen kommen auch audiophile Serien-Fans auf ihre Kosten. Der polnische Filmkomponist Abel Korzeniowski (A Single Man), der dafür bekannt geworden ist, Fritz Langs Metropolis neu zu vertonen, hat mit Penny Dreadful einen opulenten, romantischen, schaurigen und markanten Score komponiert, der einem noch nach dem Abspann im Ohr bleibt. 2015 war er für die Titelmelodie und seine Komposition für zwei Emmys nominiert.

Seid ihr schon im Penny Dreadful-Fieber oder habt vor, die Serie anzufangen?

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