The Mandalorian: In der neuen Folge geht es Baby Yoda an den Kragen

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Star Wars: The Mandalorian
05.12.2020 - 09:40 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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Eben erst haben wir Baby Yodas Namen erfahren, da müssen wir schon wieder um sein Leben bangen. In der 6. Folge der 2. Staffel von The Mandalorian schlägt Bösewicht Moff Gideon zu.

Der Nebel der letzten Woche ist verschwunden. Die gespenstische Samuraiwelt von Corvus liegt hinter uns. In der 6. Folge der 2. Staffel von The Mandalorian gelangen wir auf den Planeten Tython, der für die Jedi im Star Wars-Universum eine besondere Rolle einnimmt. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau und Baby Yoda blickt seiner Zukunft entgegen. Doch dann ereignet sich die titelgebende Tragödie der Episode.

The Mandalorian: Bösewicht Moff Gideon greift an

Lange Zeit hat er sich im Hintergrund aufgehalten. Jetzt schlägt Moff Gideon (Giancarlo Esposito) mit eiserner Faust zu. Wie erbarmungslos der Bösewicht vorgeht - das konnten wir bereits in den letzten zwei Episoden der 1. Staffel von The Mandalorian bezeugen. Baby Yoda hat er bisher trotzdem nicht in die Finger gekriegt. Dank seiner angsteinflößenden Dark Trooper kommt er seinem Ziel dieses Mal deutlich näher.

Bevor die Action beginnt und Baby Yoda in Bedrängnis gerät, erinnert uns Serienschöpfer und Drehbuchautor Jon Favreau an die Beziehung, die zwischen Din Djarin (Pedro Pascal) und dem kleinen Grogu entstanden ist. Allein wie der wortkarge Kopfgeldjäger den Namen seines kleinen Schützlings sagt, zeigt uns eine liebevolle, verspielte Facette der Figur, die sich für gewöhnlich hinter undurchdringbarem Beskar versteckt.

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Auf Pedro Pascals Gesicht müssen wir in der 2. Staffel zwar weiterhin verzichten, aber das Lächeln unter seinem Helm wird durch den Klang seiner Stimme sichtbar. "Dank farrik" ist nicht länger Ausdruck von Wut und Frustration, sondern ein heimlicher Freudenschrei. Gleichzeitig ist die Trauer unübersehbar: Mit dem nächsten Planetenstopp trennen sich die Wege der beiden womöglich, wenn ein Jedi Grogus Ruf vernimmt.

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Mit Baby Yoda und Co.

In den Ruinen des alten Tempels auf Tython gelingt es Baby Yoda tatsächlich, eine Verbindung zu all den Jedi herzustellen, die die verheerenden Ereignisse der Order 66 und der Schreckensherrschaft des Imperiums überlebt haben. Die Trennung von Din und Grogu erfolgt jedoch anders als erwartet: Anstelle eine/r weisen Jedi-Meister/in taucht Moff Gideon mit seinem Schlachtschiff auf und greift an.

Die Rückkehr von Boba Fett und Fennec Shand enttäuscht

Tython wird in The Mandalorian diese Woche zum Ausflugsziel Nr. 1 im Star Wars-Universum. Bevor Gideons Truppen in Iron Man-Formation auf dem Planeten landen, melden sich Boba Fett (Temuera Morrison) und Fennec Shand (Ming-Na Wen) aus der Versenkung zurück. Eine Begegnung, die trotz Überraschungsmoment extrem enttäuschend verläuft. Die Figuren sind da, mehr aber auch nicht. Es folgt ein Stolpern über Stock und Stein.

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Nach der stimmungsvollen wie berührenden Ahsoka-Episode entpuppt sich Die Tragödie als unausgegorenes Mando-Kapitel. Alles steuert nur auf einen - zugegeben sehr aufwühlenden - Cliffhanger zu. Dazwischen erzählt Jon Favreau erschreckend wenig. Regisseur Robert Rodriguez, der namhafteste Regiezugang der Staffel, gibt sich dafür sichtlich Mühe, das schwache Drehbuch mit wilden Schießereien zu kaschieren.

Dynamisch wirken die gezeigten Geschehnisse trotzdem nicht. Weder fügen sich die einzelnen Kämpfe zu einer großen, eindrucksvollen Actionsequenz zusammen. Noch wachsen Din, Boba und Fennec zu dem Team zusammen, das sich am Ende der Episode auf den Weg macht, um den von Moff Gideon entführten Baby Yoda zu befreien. Selbst der Jango-Gedächtnismoment wirkt, als wäre er aufgesagt.

Cooler als das Dunkelschwert: Baby Yodas Lieblingskugel

Ein starkes Bild bleibt dennoch: Din, der aus den verbrannten Überresten der Razor Crest die kleine Kugel fischt, die seit der 1. Staffel Baby Yodas Objekt der Begierde ist. Was als niedlicher Running Gag begonnen hat, steht inzwischen symbolisch für die Beziehung der beiden. Kein Beskarspeer vermag da heranzukommen, ganz zu schweigen von dem Dunkelschwert, das sich bedrohlich vor Grogus große Augen schiebt.

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Das, was in Die Tragödie am besten funktioniert, ist das, was The Mandalorian als Star Wars-Serie einmalig macht: die Beziehung zwischen Din und Grogu. Auch die Razor Crest gehört zu einem gewissen Grat dazu - zumindest fühlt sich die Explosion des Raumschiffs deutlich gewichtiger an als jede Aufnahme der Slave 1, die ohne Gespür für das Schiff, seine Form und seine Geschichte in der Folge verstaut wird.

Eigentlich sollte die verkratzte Hülle die Geschichte des Sternenkriegs schildern, aber so nah lässt uns The Mandalorian nicht heran, genauso wie bei Boba Fett und Fennec Shand. Jegliches Konfliktpotential wird liegengelassen. Es ist frustrierend. Umso erfreulicher gestaltet sich die baldige Rückkehr von Bill Burrs Mayfeld, einem wahrlich verdorbenen Zeitgenossen.

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