25 Grad im Winter

25 degrés en hiver (2004), BE/RU/FR/ES
Laufzeit 90 Minuten, Drama, Kinostart 27.01.2005

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4.7 Kritiker
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von Stéphane Vuillet, mit Carmen Maura und Jacques Gamblin

Es ist der 12. Januar und es verspricht ein richtig heißer Tag zu werden in Belgiens Hauptstadt. Ein Auto rast über die Autobahn. In diesem Auto sind vier Menschen, ein Mann und drei Frauen: Miguel, seine viel zu neugierige Tochter sowie seine gluckenhafte Mutter und eine junge Ukrainerin, die es irgendwie geschafft hat, sich in das Land zu schmuggeln, um ihren verschwundenen Mann zu suchen. Sie fahren alle vier ihrem Schicksal entgegen. Eine explosive Mischung an einem sehr heißen Tag im Winter.

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Kritiken (1) — Film: 25 Grad im Winter

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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2.0Ärgerlich

Das Muster eines verrückten Tages voller Turbulenzen stammt aus der Boulevard-Komödie. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man ,,25 Grad im Winter" sieht, und nicht mehr als oberflächliche Unterhaltung erwarten. Zwar bemüht sich der 1969 geborene französische Regisseur Stéphane Vuillet in seinem in Belgien spielenden Spielfilmdebüt, die Grundidee solcher Komödien aufzupeppen, in denen permanent neue Hindernisse auftauchen; aber er agiert dabei ganz zeitgeistbetont und tut zu viel des Guten, sodass alle guten Ansätzen versanden. Wenn sich Vuillet mit dem Grundthema - ein Mann allein unter drei Frauen - begnügt hätte, wäre vielleicht eine sympathische Komödie herausgekommen, die auch Platz gelassen hätte, einzelne Charakter auszugestalten und die tragischen Elemente ansprechend humorvoll zu verpacken. Doch alle Probleme werden nur oberflächlich angerissen und sind so klischeehaft wie die zugehörigen Personen.

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Kommentar — Film: 25 Grad im Winter

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8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein gelungene Komödie über Immigration und dabei brandaktuell. Im Grunde sind alle Figuren in diesem Roadmovie fast ständig auf der Suche: die illegale Einwanderin aus der Ukraine Sonja (Ingeborga Dapkuneite) sucht ihren Mann, der unfreiwillige Helfer Miguel (Jacques Gamblin) sucht zeitweise seine kleine Tochter Laura (Raphaelle Molinier) und Sonja, ebenso wie die temperamentvolle Oma (Carmen Maura). Wie diese äußerst unterschiedlichen Vier im Laufe der Handlung eine eingeschworene Gemeinschaft mit gleichem Ziel werden, ist mit viel Tempo und lustigen Einlagen dargestellt. Es ist dem überbordenden Charme dieser Akteure zu verdanken, wenn wir mit Anteilnahme aber auch Genuss verfolgen, wie sie sich bei ihrer Suche durch die kleinen Widrigkeiten des Alltags lavieren. Kleine Erfolgserlebnisse wechseln sich bei dieser Schnitzeljagd mit kleinen Pannen ab, ein Hinweis führt zum nächsten.
Ein ernsthafter Hintergrund flackert kurz auf, Bekenntnisse des Ehemanns am Stacheldrahtzaun (sic!) bevor es dann zu diesem wunderbaren Ende kommt. Ohne kitschig zu wirken werden alle Probleme allein aus der Handlung heraus - inklusive später möglicher Love Story - zu einer solchen Lösung geführt, dass die Zuschauer mit einem Lächeln das Kino verlassen. Zu Recht auf kleineren Festivals prämiert. Hätte mehr Aufmerksamkeit verdient.

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