Arn - Der Kreuzritter

Arn - Tempelriddaren (2007), DE/DK/FI/GB/NO/SE Laufzeit 128 Minuten, FSK 16, Abenteuerfilm, Actionfilm, Drama


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6.0
Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6
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282 Bewertungen
24 Kommentare
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von Peter Flinth, mit Joakim Nätterqvist und Sofia Helin

Man schreibt das Jahr 1150, im heiligen Land liefern sich die Kreuzritter blutige Auseinander- setzungen mit den Muslimen, es ist ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen das übermäch- tige Heer. Arn Magnusson, Sohn einer schwedischen Adelsfamilie, wird Opfer einer politischen Intrige und zu 20 Jahren Dienst als Tempelritter verurteilt. Seine schwangere Geliebte Cecilia muss er zurücklassen. Durch seinen Mut und seine kämpferischen Fähigkeiten steigt er bald zu einem geachteten Heeresführer auf. Doch auch die unzähligen unerbittlichen Schlachten bringen nicht den erhofften Sieg. Arn gelingt schließlich die Rückkehr in seine Heimat zu Cecilia und seinem Sohn, doch kann er auch sein Volk vor der feindlichen Übernahme bewahren?


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Arn - Der Kreuzritter
Genre
Abenteuerfilm, Actionfilm, Drama, Kriegsfilm
Produktionsfirma
AMC Pictures

Kommentare (24) — Film: Arn - Der Kreuzritter


Sortierung

emarstaeller

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Bewertung2.5Ärgerlich

Autsch, war mal überhaupt nichts obwohl ich das Genre doch so mag. Furchtbare Dialoge, ständige Willkür, alle zehn Minuten eine Szene um sich an den Kopf zu fassen und meist gähnende Langeweile. Schade die Bilder, die Ausstattung, Kostüme, Kulissen und großteils die Kameraarbeit können überzeugen, dennoch haben wir es nicht geschafft bis zum Ende durchzuhalten.

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Ludi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Alsoooo ja was soll ich sagen
ein Anfang der nicht super unbekannt ist, ab Mitte guter alter durchschnitts-Ritter-Film.
und dann wo er daheim wieder ankommt, fing der Film an überraschend zu werden. (o.k. dezent dicht! [Ich])
ab den Moment als er zurück kam, zeigten die Schauspieler nochmal ihr Schauspielertalent, (gleich nach dem Motto, dass Beste kommt zum Schluss..) Es kam wirklich sehr sehr emotional und glaubwürdig rüber!
Die Blicke, man konnte ihre übertragene Bedeutung darin ablesen, verbunden mit den Gesten und Mimik sehr realistisch. Man sah die Hoffnung, den dadurch gestärkten Glaube an Gott, gleichzeitig auch die Unglaubwürdigkeit, des nicht glaubens an Realität, Sie sehen sich wieder... beide sprachlos! Und dann die Liebe, besonders in den Liebesszenen (wer hätte es gedacht)
sehr ergreifend gespielt und durch den Bildschirm fast fühlbar, herzerwärmend! Ein wahrhaftiges Happy End.. mit ca. 3 Minuten durchlaufender Zeitraffer, wo die Ankunft Wirklichkeit wird, sie sich daran gewöhnen und mit den Zeitsprüngen sichtbar sicherer darin werden. Sehr schön gemacht!
Aber Halt! doch kein Happy End, noch eine Schlacht!!!
Das hat mich so geflasht, weil ich noch nie so eine langes vermeintliches, vorgetäuschtes Happy End in einem Film sehen durfte! Schön an der Nase herum geführt, fand ich mal was anderes und fand sogar Freude daran.
Die Schlacht wurde mit einer Schlachtsansprache (gibt es dieses Wort) eingeleitet, natürlich von Arn persönlich gesprochen.Meines Erachtens weniger überzeugend, ich fand ihn als insichgekehrter, nachdenklich gestimmter, zurückhaltenden und ruhigen konzentrierten Kreuzritter, ... wahrscheinlich auch ein wenig zu dick aufgetragen in der Ansprache.
Was mich noch gestört hat, waren die Bauern, die viel zu gut waren...dafür das sie Bauern waren. Wenn das ausgebildete Kreuzritter gemacht hätten - mal nebenbei, meine Lieblingsritter als Kind - wäre es deutlich glaubwürdiger gewesen.
Was so richtig cool gewesen wäre, hätten Sie so eine historische Schlacht vor Jerusalem geführt. Ich hatte ja drauf gewartet, Kreuzritter gegen die... Moßlems? (ja oder), ein krasses Battle, mit vielen spektakulären Kampfszenen, wäre viel fetter gewesen!
aber nunja da war der Kampf.
lieber wärs mir in der Wüste gewesen aber hey, unabhängig davon war es echt geil gemacht!
das aufeinander zu rennen und dann gegeneinander zu klatschen. Den Aufprall hat man fast schon selber gespürt. Und Arn das Battle-tier. haut sich da durch, will den einen Knockouten, und BÄÄÄM kriegt er selbst eine auf den Latz. und wie ey... puh nicht gerade ein Kratzer.
Aber der macht weiter und haut se alle weg.
auch wieder überragend geschauspielt. Man kaufte es ihnen ab.. den Ausdruck des Schmerzes welcher aber durch einen enormen Adrenalin-ausschub fast schmerzfrei werden lassen. Das Herz pumpt, es geht weiter ohne eingeschränkt zu sein... bis zu den Punkt wo der Adrenalinspiegel sinkt... dann gehts abwärts. Am Boden lag er vor seiner Frau...
Und das war wieder eine beschissen geile schauspielerische Leistung..

Unfassbar...
Der Satz "Ab heute werde ich dich nie wieder verlassen"
Alter.... das hat mich weg gebeamt.
der stirbt... am Ende des Films.
die Frau schreit ihren Schmerz aus... und fuck der war emotional.
So geht ein Mittelalter-Film doch nie zu Ende!?!
Entweder man verreckt in der Schlacht oder nie (wenn man ein super Ritter ist [wie bei troja XD]) !!! Das Ende.. wahnsinn, erst so wie ein Happy End einleiten, Sie sehen sich, wieder Hoffnung&Glaube in den Augen, und es dann doch kurz vor knapp in eine Tragödie umschlagen... Fuck ey!! richtig gut. geiler Streifen!

ist aufjedenfall ne 8 !
schaut ihn euch an...
aber warum sag ich das überhaupt.. kein Mensch liest sich diese Textmenge an dichter Scheiße durch haha xP Aber vll. gibts ja auch noch ein paar andere Dichte!
die auch was darunter in die Kommentare, dichten!
haha kleines Wortspiel.
Geiler Film trotzdem
tschussi

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cpt. chaos

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Feiner Kommi, weiter so! ;o)


Ludi

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haha Danke Uwe ;)


albi0211

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Bewertung6.0Ganz gut

Naja, wenn man für den Hauptcharakter (Arn) die Deutsche Synchronstimme von Howard Wolowitz aus Big Bang Theory nimmt, dann kommt das ganze nicht so wirklich ernst rüber :D

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Florian Albrecht

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Bewertung9.5Herausragend

Wow. (Bewertung und Kommtentar beziehen sich auf die 270 Minuten Fassung)

Arn - Der Kreuzritter ist wohl eines der besten europäisch produzierten Ritterepen der letzten Zeit.
Dachte ich anfangs es handelt sich um einen weiteren Ritterfilm, die in letzter Zeit wie Pilze aus den Boden schießen (Kreuzritterreihe etc), wurde ich spannend eines besseren belehrt.

Nach den Büchern von Jan Guillou verfilmt, erzählt Arn - Der Kreuzritter die Geschichte eines schwedischen Nationalhelden. Und nicht nur sein villt wichtigstes Schaffen, sondern sein ganzes Leben.
Die Schauspieler sind allesamt gut. Besonders Joakim Nätterqvist in der Titelrolle hat mehr als überzeugt. Aber auch Stars wie Stellan Skarsgård und Mikael Nyqvist sind überzeugend.

Die Bilder sind einem Ritterfilm entpsrechend und die Ausstattung ist auch gelungen. Die Musik ist wunderbar und die Geschichte, die erzählt wird, mag zwar nicht ganz frei von Klischees und etwas Schmalz sein, dennoch ist sie gut erzählt und gibt Einblick in die Geschichte von Westgötaland und auch den Kreuzzügen. Spannend, blutig, fast stellenweise düster und aber auch mit einem gewissen Anspruch erzählt.

Arn-Der Kreuzritter ist ein muss für jeden Mittelalterfan und brauch sich hinter Großproduktionen wie KINGDOM OF HEAVEN oder DER HERR DER RINGE nicht verstecken und sondern gemeinsam mit ihnen ein Horn Met trinken.

Eine Bemerkung zum Schluss: Wer interesse hat dieses Epos zu schauen, der soll bitte die Finger von der kaputtgeschnitten Kinofilmfassung lassen. Es gibt eine Box mit 4 DVDs knapp 270 min spielzeit. Die ist es allemal wert zu schauen, statt den "Kurzfilm von 127 Min. Und preislich unterscheiden die sich net sonderlich.

Also dann Ritter und Knappen cherioo

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Lom

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Danke für den Hinweis mit der Langfassung! Ich hab von der Kinofassung bereits 60 Minuten angeschaut und bin total begeistert!


Florian Albrecht

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@ Lom: besorg dir die Langfassung. Ist stellenweise wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht und rundet die Geschichte wirklich mehr als ab


tomek.castello

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Bewertung7.5Sehenswert

Für Ritterfans vor allem zu empfehlen!

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chris-danese

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zwischen der Vielzahl aktionlastiger und schlampig recherchierter Historystreifen, die alte Plots in historisierenden Kostümen und ekletizistischer Kulisse neu aufwärmen, ist dies eine wohltuende Ausnahme. Klar gibts dies und das zu mäkeln, aber ich fand Geschichtstreue und Abstraktion in akzeptablem Verhältnis und die etwas pathetischen Szenen dürfen für meine Geschmack durchaus sein - meine Güte, es ist immerhin eine der ganz großen Rittergeschichten und die Verfilmung eines Kultromans.

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Aristokratin

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Bewertung5.0Geht so

Den Film "Arn - Der Kreuzritter" musste ich mich zwingen zu Ende zu schauen. Die stumpfen und abgehackten Dialoge, sowie der ständige abrubte Szenenwechsel war ärgerlich. Die einzige Schauspielerin die mich übezeugt hat war die None, die später Königin wurde! Die Hauptrolle, sowie die Nebenrollen waren kaum zu ertragen! Ich denke den Film ohne Ton zu sehen, wäre interessanter, da die Filmbilder sehenswert waren.

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Lili 9ochefort

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Bewertung9.0Herausragend

Arn der Kreuzritter widmet sich dem schwedischen Nationalhelden Arn Magusson.
Für mich ein Film der mich schwer beeindruckte obewohl dieses Genre nicht mein Lieblingsgenre ist, obwohl ist mir gerne ansehe.
Arn ist ein packendes Erlebnis der Extraklasse, gut bestzt & gut gespielt behandelt der Film das Thema Kreuzüge und ist soweit ich mich erinnere der beste Film zu diesem Thema der mir so spontan einfällt, ja ntürlich nach Königreich der Himmel, dennoch meisterhaft.
Da sieht man mal das abseits des Hollywood-Kinos auch die Europäer ausgezeichnete Filme drehen können, dafür gibt es ein EXTRALOB.
Mich hat dieses Mammutwerk wirklich gefesselt und das bei einer Laufzeit von glaube ich mehr als drei Stunden, und das schafft auch nicht jeder Monumentalfilm.
Ich gebe 9,0 Punkte für das kleine schwedische Ritterfilmjuwel und denke ich werde seiner Qualität gerecht. :)

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Rukus

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass sich mein Kommentar auf die "komplette" Fassung bezieht, die mit rund viereinhalb Stunden mehr als doppelt so lang ist, wie diese verkrüppelte Version, die man dem deutschen Zuschauer zunächst vorgesetzt hat. Wer den Film "wirklich" sehen will, sollte sich die DVD der ungekürzten TV-Langfassung besorgen. Als Blu-Ray gibt es offenbar nur die Kurzfassung. Die habe ich nicht gesehen und bin froh, denn ich wüsste nicht, wo man bei diesem Film über zwei Stunden kürzen sollte, ohne ihn zu ruinieren! Da die andere Fassung hier nicht zu finden ist, werd ich einfach an dieser Stelle ein wenig Werbung dafür machen und Aufklärung betreiben. ;)

Arn - Der Kreuzritter basiert auf den bewusst fiktiven Historienromanen von Jan Guillou. Der Protagonist, Arn Magnusson, ist keine historische Figur, wenngleich er sowohl im Kontext der schwedischen bzw. götländischen Geschichte (nicht mit Gotland zu verwechseln), als auch im Heiligen Land an wichtigen, realen Ereignissen aktiv beteiligt war. Diese quasi-historische Herangehensweise führt automatisch zu gewissen Fehlern in der geschichtlichen Darstellung, wobei diese weitestgehend auf die fiktiven Charaktere konzentriert sind. Insofern mache ich in diesem Sinne dem Film keinen Vorwurf, da es nun einmal historische Fiktion ist. Mit einer Ausnahme (siehe unten).

Nachdem ich die Grundlagen erklärt habe, kann ich mich dem eigentlichen "Film" widmen. Die Anführungszeichen verwende ich, da es im Original eigentlich zwei Filme sind und eben jene auch als 6-teilige Serie verarbeitet wurde. Wenn ich nun also von "dem Film" rede bzw. schreibe, beziehe ich mich ausdrücklich auf das Gesamtwerk von rund 270 Minuten. So, aber nun endlich zum Film. ;)

Der Film thematisiert zwei parallele und verwobene Haupthandlungsstränge. Zum einen das persönliche Schicksal Arns und seiner großen Liebe Cecilia und zum anderen die (Vor)Geschichte der Gründung Schwedens, basierend auf dem Konflikt zwischen den Sverkern und Folkungern, in die Arn und auch Cecilia verwickelt werden. Historisch korrekt wäre das Eriksgeschlecht, da die Folkunger quasi das Ergebnis der dargestellten Ereignisse waren. Der einzige grobe Schnitzer, den ich Guillou ein wenig übel nehme. Dass Knut vier Söhne hatte, fällt da schon weniger auf.

Es ist schwer, die beiden Hauptelemente, also die tragische Liebesgeschichte und den schwedische Gründungsmythos in einer Aufarbeitung sauber zu trennen, da beide stark verflochten sind, wie auch das Schicksal von Arn und Cecilia mit dem der konkurrierenden Königsgeschlechter. Es ist nicht so verwirrend, wie es auf den ersten Blick scheint, aber doch ein wenig unverständlich aus moderner Sicht, was dort passiert, doch es fügt sich zusammen und ist aus mittelalterlicher Perspektive nachvollziehbar und konsequent. Es geht um Liebe, Neid, Mitgefühl, Verrat, Treue, Missgunst, Tapferkeit, Hass, Ehre, Eifersucht, Verständnis ... im Grunde sind fast alle Motive irgendwo vorhanden. Das mag überladen klingen, aber in dieser vielfältigen Geschichte ist, nicht zuletzt angesichts der langen Laufzeit des Films und einer Handlung, die sich über Jahrzehnte erstreckt, auch mehr als genug Platz.

Insgesamt gibt es, wie ich es nennen möchte, drei Schicksalsstränge. Arns, Cecilias und den der götländischen Krone. Alle drei sind, wie bereits erwähnt, verflochten. Während Arn über weite Teile des Films in Heiligen Land als Kreuzritter dient, fristet seine große Liebe, Cecilia, ein unterdrücktes Dasein im Kloster. Der Kampf um die Krone wird mit dem Schwert und der Zunge geführt - Ränke und Mord. Insbesondere dieses Strang ist sehr vielschichtig, während die Romanze durch eben diese Konflikt praktisch zur Tragödie wird.

Die Figuren, insbesondere die Hauptcharaktere waren durchaus interessant, wobei allerdings sehr auffällig war, dass Arn und Cecilia sehr stoisch in ihrem Motiv der großen, ewigen Liebe verhaftet waren. Das ist jedoch, als Triebfeder für die ganze Geschichte, absolut in Ordnung. Es spiegelt das absolut romantisierte Ideal wieder, das man erwarten darf, wenn nicht muss. Die folgerichtige Zusammenführung fand ich allerdings doch etwas missglückt und übertrieben. Die anderen Charaktere haben sich ebenfalls nur in einem gewissen Rahmen entwickelt bzw. ihre Motive und Handlungsweisen geändert. Einige hätten durchaus noch mehr Potenzial gehabt. Im Gesamtkontext ist das allerdings nicht so negativ, wie es klingen mag. Die wirklich wichtigen Charaktere hatten durchaus eine ausreichende Tiefe.

Die Kampfszenen, die in so einem Werk natürlich nicht fehlen dürfen, waren durchweg ordentlich bis gut. Qualitativ und Quantitativ kann man sich nicht beschweren. Wer hier ein Schlachtenepos erwartet, wird allerdings enttäuscht werden. Kämpfe sind in diesem Film nur eines von vielen Elementen, die zusammen ein rundes Bild abgeben. Interessant ist, dass die ungekürzte TV-Langfassung im Gegensatz zur verkrüppelten Fassung nur eine FSK12-Bewertung hat, nicht FSK16. Den vergleichenden Schnittbericht darf jemand anderes übernehmen. Gerne als direkte Antwort auf diesen Kommentar. ;)

Abschliessend wäre da noch die Darstellung. Es gibt immer wieder die kritischen Stimmen, dass in Mittelalterfilmen alles zu "sauber" ist. Das kann man so sehen, aber ich würde das hier nur bedingt unterschreiben. Auch im Mittelalter wurde hin und wieder gewaschen, sogar der Körper. Zudem haben wir es hier eher mit dem Adel und ihm nahestenden Personen zu tun. Es ist nicht Der erste Ritter und in meinen Augen absolut in Ordnung. Die Bilder, Szenen und Panoramen sind wirklich sehenswert, was auch auf die Ausstattung zutrifft. Im historischen Kontext wirkt alles authentisch, auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob der Baustil akkurat ist. Doch, wie gesagt, es wirkt für mich authentisch und ergibt ein gutes Gesamtbild. Ob Setting, Kulissen, Kostüme oder Landschaften, ich kann mich nicht beklagen. Positiv hervorheben möchte ich zudem, dass hier kein stupides Effektfeuerwerk gezündet wird. Auch die Umsetzung der historischen Umstände gefällt mir sehr gut. Der Score ist stimmungsvoll, nicht aufdringlich und fügt sich gut ein.

Diese "skandinavisch"-britisch-deutsche Koproduktion ist für mich ein rundum gelungener (Monumental)Film, egal, in wievielen Häppchen er denn nun gesendet oder vermarktet wird. Es wird von allem und für alle etwas geboten. Für alle Fans von Fantasy- bzw. Mittelalterfilmen ein opulentes Mahl, das ich wirklich empfehlen kann. Die Story ist nicht vollends perfekt und hier und da hätte wohl nicht nur ich einiges ein wenig anders gehandhabt, aber das ändert nichts daran, dass der Film mehr als sehenswert ist. Wieder einmal zeigt sich, dass man auch im "alten Europa" wirklich gute Filme machen kann. Und wenn für ein größeres Projekt eine internationale Koproduktion her muss, dann ist das halt so. Ich bin von diesem vielschichtigen Film definitiv begeistert und wurde über Stunden gut unterhalten.

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greenkeeper

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der bessere "Königreich der Himmel" in meinen Augen. Viel emotionaler und nicht ganz so auf Action getrimmt. Und vor allem kein Milchbubi als Hauptdarsteller. Durchweg gute Schauspieler. Die Templer kommen hier auch weit besser weg als bei Scott. Hat mir sehr gut gefallen. Da passte irgendwie alles zusammen. Wieso lief der in Deutschland eigentlich nich im Kino? Ich wäre reingegangen.

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CommanderWilli

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man könnte schon fast meinen der Film ist sowas wie ,,Kingdom of Heavens'' kleiner Bruder.
Parallelen lassen sich nicht abweisen und historisch gesehen gibts auch Gleichnisse.
Dafür dass der Film aus Schweden kommt( der bislang teuerste Film Schwedens!) und trotz des geringen Budgets so einprägende Szenen zustande bringt Hut ab!
Über historische Korrektheit kann ich hier nicht viel zu sagen, kenn mich mit Schwedens Gründung nicht so sehr aus, gehe aber davon aus, dass das meiste so stimmt.
Guter Score, geniale wenn auch unbekannte Schauspieler und eine packende Story machen diesen Film zu einem kleinen Geheimtipp für Geschichtsinteressierte.
Schade nur, dass bei uns nur ein Teil erschienen ist, im Original sind es glaube ich zwei.

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ankolb11

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Bewertung1.5Ärgerlich

Muss sagen das ich total enttäuscht bin. Wer die 3 Bücher der Reihe kennt wird es verstehen. Wie kann ich als regisseur nur auf die Idee kommen 3 Romane in einen Film von 128 Minuten zu packen. Die immer wieder auftretenden Brüche in der Story sind so natürlich zu erklären.

Die Vergleiche zu Kingdom of heaven sind ein Resultat der Brüche in der Story. Die Bücher haben garnichts mit der Story von Kingdom of heaven zu tun. Schade drum......

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Laserdance

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Es gibt auch eine Langfassung ARN - Die TV Serie


8martin

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Bewertung5.0Geht so

Ein richtig nettes Ritterepos mit allem was dazugehört: Kreuzzüge, eine Love Story, ein Bastard, eine Verleumdung, eine Männerfreundschaft zwischen Christen und Muslimen und eine glückliche Familienzusammenführung. Das alles ist sogar recht solide gemacht, ohne spektakulär zu sein. Flotte Kampfszenen wechseln sich mit ruhigen Einstellungen ab. Und durch die musikalische Untermalung mit Chorälen kommt sogar ein bisschen Mittelalter-Feeling auf. Es gibt keinen künstlerischen oder historischen Anspruch bei dieser Romanverfilmung. Die Zusammenführung der beiden Handlungsstränge ist vorhersehbar und bald weiß der Zuschauer mehr als die Akteure. Darunter befinden sich viele bekannte Schauspieler Skandinaviens. Die Handlung ist von erträglicher Spannung und verläuft von den wenigen Schwierigkeiten mal abgesehen ziemlich glatt. Und damit wir nicht darauf ausrutschen, gibt es zum Schluss, um zu viel Melodramatik zu vermeiden, ein historisches Zuckerl von den historischen Schwedenhappen: Frieden im Königreich!
Zum eigenen Abschalten kann man einschalten.

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Hellbilly

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Bewertung6.5Ganz gut

Bin ich wohl mit den falschen Erwartungen rangegangen. Hatte mich eigentlich mehr auf einen stinknormalen Ritterfilm gefreut, der halt irgendwie die Kreuzzüge beleuchtet. Letztlich ist es dann doch eher ein mit ein paar Templereinlagen und politischen Ränkespielen gewürzter Liebesfilm. Naja gut, kann man auch anschaun. Die Geschichte ist nicht sonderlich innovativ. Trennung zweier Liebender durch Intrigen und Krieg, Sehnsucht, irgendwann Rückkehr in die inzwischen bedrohte Heimat...
Kennt man alles, gibts besser, gibts aber auch schlechter. Für zwischendurch absolut kein Problem. Der Film ist kurzweilig, bietet Unterhaltung und schöne Landschaften.
Die Kampfszenen werden, wahrscheinlich aus Kostengründen, relativ klein gehalten. Macht aber auch nix. Die Ritterheere bei den Kreuzzügen waren sowieso keine Massenheere, wie man sie vielleicht in der Vorstellung hat. 12 000 Mann waren da ein gigantisches Heer. Nur so als Denkanstoß. Was von Hollywood oft an computergenerierten Massen aufgebaut wird, ist meist übertrieben. Das kann man diesem Film nun wirklich nicht vorwerfen.
Was allerdings unheimlich stört - die Ausstattung. Das ist auf den ersten Blick ganz nett, geht im Verlauf des Films aber immer mehr auf die Nerven (wie leider aber auch in anderen Filmen zu oft). Das ist alles so sauber, so geleckt, durchgestylt, luxuriös und bequem. Hallo? Da haben einfache Bauarbeiter Kleidung an, die keinen einzigen Schmutzfleck hat. So perfekt und angenehm wars im Mittelalter garantiert nicht. Fast jeder mit tadelloser Frisur, die Damen natürlich von vorne bis hinten geschminkt, fast alle in samtenen Umhängen mit Spangen, Broschen und weiß der Geier was. Das ist doch viel zu überzogen.
Wo sind die vor Dreck starrenden Bauern und Wanderprediger? Wo der einfache Ritter mit zerbeulter Rüstung und ungepflegtem Äußeren? Wo die dunklen rustikalen Gebäude?
Das ganz spezielle "Mitteralterfeeling" will nicht so recht aufkommen. Erinnert mehr an Kaltenberger Ritterspiele. Hat mir überhaupt nicht gefallen.
Letztlich zieht diese herausgeputzte Optik die Wertung runter.
Und jetzt muss ich mal meine Wertung bei Königreich der Himmel überdenken...

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kuche77

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EINFACH EIN GENIALER FILM!!!!!

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film anders sehen

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Bewertung9.0Herausragend

neben allen geschichtlichen Fakten - welche Menschen können heute noch so aneinander glauben und ihre Liebe zueinander erhalten - siehe auch - Das Orangenmädchen

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GossipGirl87

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Man sieht hier, dass ein richtig guter Film nicht immer aus Hollywood kommen muss :) Tolle Geschichte, tolle Schauspieler, tolle Musik. Der Film fängt sehr ruhig an, wird aber zum Schluss hin immer spannender. Aber es tritt keineswegs Langweilige auf, denn gerade die ruhigen Momente machen den Film aus und die sind echt toll geworden.

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Kill_Diether

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für einen Ritter-Film hat mir "Arn-Der Kreuzritter" sehr
gut gefallen. Die Geschichte über Arn, den schwedischen
Nationalhelden, ist wirklich spannend und überzeugt
auch schauspielerisch. Hollywood würde die Intrigen,
die Kämpfe und das Heroische auch nicht besser hin
bekommen; ich vermute sogar eher schlechter.
Es gibt nur zwei Negativpunkte. Erstens macht sich
die Kürzung von drei auf ein Teil deutlich bemerkbar,
was den Film aber nicht schlecht macht. Zwei Teile
wären meiner Meinung nach optimal gewesen. Drei
Teile wären bestimmt recht langatmig. Zweitens, auch
wenn's die Legende so erzählt, wird die begleitende
Lovestory am Ende stark aufgeblasen. Hält sich aber noch
im erträglichen Rahmen. Hollywood hätte das Ende mit
Sicherheit völlig versaut.

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balazs7

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Bewertung6.0Ganz gut

Mein Vorredner hat recht: kitschig wie der andere Film. Aber die ruhigeren Bilder und die etwas historisch wirkendere Sprache machen ihn erträglicher. Was aber mal wieder nervt, sind die sauberen Klamotten und das stets geschminkte Gesicht Cecilias. Warum lässt das ein Regisseur zu?

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Knutrobert

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Bewertung7.5Sehenswert

Auch wenn es ein, zwei größere Schlachten gibt ist "Arn - Der Kreuzritter" eher ein ruhigerer Epos. Die Schauspieler hauchen dem Film immer wieder an den richtigen Stellen ein bisschen Leben ein, sodass keine Langeweile aufkommt. Rein von den Bilder ist das alles schön anzusehen - aber ein bisschen mehr Spannung und Action hätte es trotzdem sein können.

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