Auferstehung

Auferstehung (1958), IT/FR/DE
Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 21.10.1958

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von Rolf Hansen, mit Horst Buchholz und Myriam Bru

Der junge russische Fürst Dmitrij trifft als Geschworener vor Gericht die hübsche Jekaterina Maslova wieder, die er einst verführt und im Stich gelassen hat. Sie ist zur Prostituierten geworden und des Mordes angeklagt. Das bestürzende Wiedersehen mit ihr rüttelt Dmitrij aus seiner seelischen Lethargie auf; als die junge Frau zu langjähriger Zwangsarbeit verurteilt und nach Sibirien deportiert wird, versucht er alles, um ihr zu helfen.

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8martin

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Bewertung4.5Uninteressant

Zwischen 1909 und 2001 hat es immer wieder Verfilmungen des Tolstoi-Romans gegeben. Dabei machte ein Stummfilm von Griffith den Anfang und die Taviani-Brüder den bisherigen Abschluss. Der Reiz lag vielleicht nicht nur am fehlenden Happy End, sondern auch in der Betonung von Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Doch das Drehbuch erlaubt keine Vertiefung eines religiösen oder sozialkritischen Ansatzes, wie er Tolstoi vorgeschwebt hat. So bleibt es ein Rührstück. Hier liegt der Fokus auf der Katharsis von Fürst Dimitri (Horst Buchholz). Er wird als ‘neuer Mensch‘ quasi wiedergeboren.
Diesen Film hat Rolf Hansen 1958 gemacht. Er konnte bis in kleine Nebenrollen alles einsetzen, was im deutschen Film damals Rang und Namen hatte. Aber auch nicht-deutsche Darsteller wie Lea Massari kamen zum Einsatz. In der weiblichen Hauptrolle überzeugt die inzwischen vergessene Myriam Bru. Sie spielt abwechslungsreich erst die schüchterne Dienstmagd, dann die vom Leben enttäuschte Hure und schließlich die madonnenhaft Leidende, die allem Irdischen entsagt.
Viel Aufwand wurde für die Ausstattung betrieben. Manchem Interieur merkt man allerdings die Pappwandqualitäten eines Studios an. Und die angelernte Schauspielkunst der 50er Jahre kommt oft etwas übertrieben pathetisch daher.
Deshalb sehen wir zu wenig von Tolstois Tiefe und zu viel tränenreichen Herz-Schmerz verpackt in den Charme der 50er Jahre.

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