Beirut Hotel

Beirut Hotel (2011),
Laufzeit 99 Minuten, Drama

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Beirut Hotel - Bild 6523222
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von Danielle Arbid, mit Fadi Abi Samra und Rodney El Haddad

Zoha, eine schöne Libanesin, verdient ihr Geld als Sängerin in einem Beiruter Nobelhotel. Nach einem Auftritt verwickelt sie der Franzose Mathieu an der Hotelbar in ein Gespräch. Zwischen dem Anwalt auf der Durchreise nach Syrien und der verheirateten Libanesin entwickelt sich eine stürmische Romanze, die schnell auf eine harte Proben gestellt wird: Zohas Ehemann, von dem sie sich trennen will, stellt ihr nach und bedrängt sie. Zudem muss sie sich vor ihrem Onkel, einem Geheimdienstler, der Mathieu als einen Spion verdächtigt, für die Beziehung zu dem unbekannten Franzosen rechtfertigen. Der Pariser Jurist kann von einem alten libanesischen Freund hochbrisante Informationen über einen Terroranschlag bekommen, sofern Mathieu als Gegenleistung seine Verbindungen zur französischen Botschaft spielen lässt, um einem anderen Freund zur französischen Staatsbürgerschaft zu verhelfen. Abbas erzählt, dass man ihn für einen israelischen Spion halte und dass er in Gefahr sei. Während Mathieu bald Zohas Ehemann auf den Fersen hat, wird Abbas von mysteriösen Männern beschattet. Als Zohas Onkel Mathieu mit Fotos konfrontiert, auf denen er zusammen mit Abbas zu sehen ist und ihn zwingt, das Land zu verlassen, spitzt sich die Lage zu.


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8martin

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Bewertung7.5Sehenswert

Zur optischen Erbauung können wir uns von der ersten bis zur letzten Minute fast ununterbrochen an der üppigen Schönheit der Libanesin Zoha (Darine Hamzé) erfreuen.
Die Situation im Libanon selbst ist äußerst komplex, wenn nicht gar für Außenstehende mehr als undurchsichtig. Wenn dann noch ein Franzose (Charles Berling), der mit Zoha anbandelt, in die Mühlen der lokalen Geheimdienste gerät, sollte keine Langeweile aufkommen. Aber die Spannung hält sich in Grenzen.
Danielle Arbid versucht die breite Kluft zwischen sachlicher Spionagearbeit und echten Gefühlen, zwischen heißem Sex und Ausnutzung von Abhängigkeit in einer Amour-Fou-Situation zu beschreiben. Auch Zohas Ex bereitet noch zusätzliche Schwierigkeiten.
Arbid kommt ohne Gewalt und Blutvergießen aus. Das wirkt daher alles eher harmlos, obwohl sie die Situation im Libanon schon mit Straßensperren und Sicherheitsdiensten andeutungsweise schildert. Viel besser gelingt ihr dagegen die Darstellung von Zohas Gefühlsleben. Sie hat sich wohl echt verliebt und wird zum Verzicht gezwungen. Es scheint kein Zufall zu sein, dass die Situation in diesem Lande bewusst etwas nebulös gehalten wird - außer knappen Hinweisen auf das Hariri-Attentat.
Viele Libanesen mögen sich wie Zoha fühlen: ein Spielball im internationalen Geschäft, ständig auf der Hut zu sein, Misstrauen als Selbstschutz zu benutzen und zwischen all den umherliegenden Tellerminen auch emotional zu überleben.

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