Brotherhood

Taegukgi hwinalrimyeo (2004), KR Laufzeit 148 Minuten, FSK 16, Drama, Actionfilm, Kinostart 29.06.2006


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6.5
Kritiker
16 Bewertungen
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7.5
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1133 Bewertungen
40 Kommentare
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von Je-gyu Kang und Je-gyu Kang, mit Dong-Kun Jang und Bin Won

Korea 1950. Nach Ausbruch des Bürgerkrieges am 25. Juni werden zwei junge Brüder zwangsrekrutiert in die südkoreanische Armee. Im Zivilleben waren Jin-tae und Jin-seok ein Herz und eine Seele, unter dem grauenvollen Eindruck des tödlichen Terrors und entsetzlichen Leids auf den Schlachtfeldern kommt es zum Bruch zwischen den Brüdern. Zunächst ist der 18jährige, sensible Jin-seok nur genervt von den tollkühnen Kampfaktionen des älteren, draufgängerischen Jin-tae, der alles tut, um das Leben seines innig geliebten Bruders zu schützen. Die zwischenmenschliche Entfremdung wächst, als Kriegskameraden bei Jin-taes Himmelfahrtskommandos ums Leben kommen. Und als Jin-tae, von der Barbarei des Krieges verroht, hilflose nordkoreanische Kriegsgefangene quält und massakriert, empfinded Jin-seok nicht nur Verachtung, sondern regelrechten Hass für seinen Bruder.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Brotherhood
Genre
Anti-Kriegsfilm, Familiendrama, Actionfilm, Drama, Kriegsfilm
Zeit
Koreakrieg
Handlung
Bruder-Bruder-Beziehung, Entfremdung, Karriereplanung, Pazifismus, Rekrut, Zwang
Verleiher
3L Filmverleih/Central
Produktionsfirma
Kang Je-Kyu Film Co. Ltd.

Kommentare (39) — Film: Brotherhood


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Nicki Minaj Lover

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Bewertung9.5Herausragend

Ein weiterer Film aus Korea der wirklich atemberaubend ist ... der beste Kriegsfilm den ich bis jetzt gesehen habe und zugleich ein verdammt trauriges Drama ...

der Film beginnt so ähnlich wie "Soldat James Ryan" ... ist aber im Verlauf doch anders ... klar, er spielt in einem anderen Land auf einem anderen Kontinent und der Krieg um den es geht (Koreakrieg) ist auch ein anderer ... das einzige was eigentlich beide Filme wirklich gemeinsam haben ist das Thema Krieg ...

In diesem Film spielen Jang Dong-gun (Prisoners of War) und Won Bin (Man from Nowhere) zwei Brüder die beide in den Krieg geschickt werden um gegen den Norden zu kämpfen ... Won Bin der den jüngeren der beiden Brüder spielt spielt wie auch in "Man from Nowhere" seine Rolle wirklich gut, auch Jang Dong-gun zeigt was er kann so wie er es in "Prisoners of War" auch macht ...

Was mir wirklich gut an diesem Film gefällt ist, dass er schonungslos den Krieg darstellt so wie auch auch im groben war und dabei nie wirklich zu einem Film sich entwickelt der nur auf Blut und Gewalt aus ist sondern eine Story enthält die auf dramatische Weiße erzählt wird ...

Die Aufmachung sowie der Soundtrack ist auch wirklich spitze ...

Am Ende sind mir wirklich ein Paar Tränen die Wangen runter gelaufen ... das haben bis jetzt nicht all zu viele Filme bei mir geschafft ... ein großes Lob an alle Beteiligten sowie auch an den Regisseur der auch mit seinem neuen Kriegsfilm "Prisoners of War" gute Arbeit geleistet hat...

Fazit:
Für Leute die Kriegsfilme mögen ist er bestimmt gut.. für Leute die sich für das Thema Koreakrieg interessieren bestimmt auch ... aber ich lege besonders denen Leute den Film ans Herz die eine Geschichte über einen Krieg sehen wollen wo die Ausmaßen bis heute noch zu sehen sind und dabei auch offen sind für ein Drama und nicht auf ein reines Abschlachten sind ... und die die eine Geschichte sehen möchten die man nicht so schnell vergisst ...

ein wirklich toller Film ... vielleicht bekommt er bei meiner zweiten Sichtung sogar die 10 ...

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lorenz.lang.9

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die schauspielerischen Leistungen sind hier eher mau... aber de Film ist trotzdem schön stimmig, emotional und mutig, schafft es das man sich mit beiden Seiten identifiziert und zeigt die Sinnlosigkeit dieses durch die USA + Chinesische Volksbefreiungsarmee hochgepushten Konflikt, der (leider) bis heute Familien trennt.

1 Extrapunkt für den guten Rahmen
*Achtung Spoiler* (Rückblick am Grab vom Bruder) *Spoiler Ende*

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nico.klingspohn.9

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Brutaler wie john rambow in un cut. war leicht geschockt manchmal;)

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iwanowi4

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wirklich ein grandioser und trauriger Film, welcher nicht nur die eine Seite zeigt, wie in den meisten Kriegsfilmen. Er zeigt, dass man in einem Krieg nicht wirklich sagen kann, welche Seite gut und welche Seite böse ist. Bei einem Krieg gibt es nur Verlierer. Die Deutschen sollten sich diesen Film ansehen und sich auch die Hintergrundinfos besorgen... wie etwa wieviel Nordkoreaner den amerikanischen Bombern zum Opfer fielen. Es waren Millionen. Aber Hauptsache es gibt ja Filme wie Soldat James Ryan, die den Ami als Helden der Welt zeigen.

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Daymare

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Bewertung7.0Sehenswert

Obwohl "Brotherhood" ein rundum gelungener Film ist, war es vor allem die emotionale Handlung und die damit verbundene Entwicklung der Charaktere, die mich wirklich für sich einnehmen konnte. Für gewöhnlich kann ich nämlich mit Kriegsfilmen, die einen realen Hintergrund haben, nicht allzu viel anfangen.

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iwanowi4

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solltest du aber... jede reale Begebenheit ist interessanter und emotionaler als irgendetwas erfundenes.


Daymare

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Dude: Ja...weißt du...das ist vielleicht...deine Meinung, Mann.


Bandrix

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Bewertung7.5Sehenswert

„Brotherhood“ ist ein weiterer Vertreter des in Südkorea beliebten Genres Kriegsfilm.
Was zuallererst auffällt ist die Härte in den Schlachtszenen.
Diese sind wunderbar fotografiert, mit viel Tamtam ausgestattet und pressen den Zuschauer in den Sessel.
Der Brutalitätsgrad lässt sich in etwa mit der ersten halben Stunde von „Der Soldat James Ryan“ vergleichen, nur dass „Brotherhood“ dies den gesamten Film über beibehält.
Es ist offensichtlich, dass der Film ziemlich teuer war. Die Darsteller sind erstklassig, die Ausstattung phänomenal, viele Schauplätze und große Schlachten werden geboten.
Das wirkt alles authentisch.
Allerdings ist der Streifen mit Vorsicht zu genießen.
Oftmals versucht er auf propagandistische Weise die Nordkoreaner schlecht zu machen. Vor allem die Nutzung der Musik, schreibt einem fast vor, was genau der Zuschauer gerade zu fühlen hat. Bedeutungsschwanger zieht sie über den Zuschauer hinweg, oftmals begleitet durch Zeitlupe um einen Moment besonders eindrücklich festzuhalten. Die Opfer sind in jenen Augenblicken meistens Südkoreaner.
Hin und wieder werden zwar auch Verbrechen der Südkoreaner gezeigt, jedoch verschwindet dieses unangenehme Gefühl – einer Manipulation der Produzenten zum Opfer zu fallen - nicht.
Hier ist also Vorsicht geboten.
Nichtsdestotrotz ist die Geschichte rund um zwei Brüder einigermaßen packend, auch wenn hier und da viel Kitsch aufgefahren wird und dem Zuschauer mal wieder eingetrichtert wird, wie er sich zu positionieren hat.
„Brotherhood“ ist auf jeden Fall spannend, bietet packende Schlachtszenen und einen kleinen Einblick in die damalige Zeit, ist aber nicht das große Meisterwerk, als das er oftmals bezeichnet wird.

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cpt. chaos

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@pitschi: Lohnt sich!


Nebelung

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Ich halte den Vorsichtshinweis bezüglich des filmischen Einnehmens einer bestimmten Perspektive für total überflüssig. Eigentlich sollte doch klar sein, dass solche großen Filme von ihrer Wertung stark nach ihren Herkunftsländern zu sortieren ist. Eigentlich ist eine solche Warnung nur anzubringen, wenn der propagandistische Charakter einfach stark ist (das ist er bei Brotherhood einfach nicht, weil er den Grundtenor eines Bürgerkrieges und damit eines Schadens für ganz Korea einfach sehr gut an der Geschichte der Brüder festhält), aber dann fällt es eigentlich jeden halbwegs intelligenten Zuschauer auf, also kann man das eigentlich vergessen ^^
Solche Hinweise sind eigentlich nur interessant, wenn ein Kriegsfilm besonders daran interessiert ist, eine wirklich (und nicht nur halbwegs) ausgeglichene Sichtweise einzunehmen.


Zwiebel88

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Bewertung7.0Sehenswert

Guter Kriegsfilm, der versucht dem Genre durch eine Brüdergeschichte im Koreakrieg neue Facetten abzugewinnen. Diese Story bietet dem Film einen anständigen emotionalen Unterbau, der jedoch ab und an in zu viel Pathos ertränkt wird. Das Grauen und der Unsinn des Krieges werden jedoch im Speziellen durch die Wandlung des älteren Bruders hin zum kaltblütigen Killer recht eindrucksvoll vermittelt. Psychologisch in die Tiefe geht der Film kaum, zeigt aber gute Ansätze und ist zudem noch gespickt mit gut inszenierten Actionsequenzen, die brutal und recht abwechlsungsreich daherkommen, jedoch insgesamt einen etwas zu großen Teil der Spielzeit einnehmen. Abgesehen von den durchschnittlichen CGI-Flugzeugen braucht sich diese Produktion in puncto Kampfszenen nicht von ihren amerikanischen Vorbildern zu verstecken.

Trotz dem Gefühl, dass mittlerweile in Sachen Kriegsfilm fast alles gesagt ist und sich einige Bilder immer wieder wiederholen, ist Brotherhood ein gutes Werk, das insgesamt (und besonders in Hälfte zwei) nicht wirklich patriotisch/propagandistisch daherkommt und daher einen der Hauptkritikpunkte an vielen Kriegsfilmen umschiffen kann. Empfehlenswert.

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Simon Moon

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Wie Du schon bemerkt hast, gute Übung, aber man kennt es schon. Ist halt ein recht ausgelutschtes Genre, da muß einem Regisseur (oder Drehbuchschreiber) schon etwas einfallen, und das war hier leider nicht wirklich der Fall.


Hartigan85

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

…das erste Advents-Türchen 2012 geht auf und raus kommt eine versteckte Filmperle.
Bedanken möchte ich mich beim lieben Tee, der mich eingeladen hat und die Idee für die tolle Aktion hatte. Ausgesucht habe ich mir „Brotherhood“, den vielleicht der ein oder andere hier kennen dürfte, der allgemein aber wie so viele andere asiatischen Filme hierzulande mehr Bekanntheit verdient.
„Brotherhood“ ist ein koreanischer Kriegsfilm von 2004, der sich um zwei Brüder dreht, welche zwangsrekrutiert werden, als der Koreakrieg ausbricht. Die beiden lieben sich und halten anfangs zusammen wie Pech und Schwefel, doch nachdem der ältere Bruder gefallen am grausamen Kriegstreiben findet, durchdreht und im Blutrausch beginnt Unschuldige abzuschlachten, droht die Beziehung der Brüder zueinander zu zerbrechen…
Dramatik ist das Stichwort. Der Film ist tragisch, emotional und knallhart. Auf Realismus wird besonders in den Gefechtsszenen sehr viel Wert gelegt. Ebenfalls wird hier nicht mit grausamen und extrem blutrünstigen Szenen gegeizt, die Freigabe ab 16 verwundert doch sehr, aber ist halt ein Kriegsfilm und da herrschen scheinbar andere Maßstäbe. Hier werden Menschen erschossen, erschlagen, erstochen, verbrannt, gesprengt usw. Krieg ist grausam und roh, genauso wird er hier auch dargestellt. Krieg kennt keine Gewinner, auch das zeigt der Film auf kompromisslose Art und Weise. Ein starker Film, der mich nicht kalt gelassen hat, besonders das Ende ist sehr bewegend…
Die Koreaner zeigen mit „Brotherhood“ mal wieder, dass sie es drauf haben und sich vor Hollywood nicht verstecken müssen. Der Streifen ist ein zweieinhalbstündiges Inferno, intensiv, brutal, mitreißend, schonungslos, toll gespielt, stark inszeniert, sehr aufwendig und unbedingt sehenswert!!

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Hartigan85

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Echt jetzt, hat dir nix gesagt? Ok, hier das Originalzitat:
"Plötzlich war da ein Kind, ein Junge, der zu uns kam. Und er hatte so einen Schuhputzkasten, und er sagte: "Schuhe putzen. Schuhe putzen, Schuhe putzen, Mister!". Ich wollte das nicht, aber Joe, Joe hat "ja" gesagt. Und ich, ich war ein paar Bier holen, und...und dieser Kasten hatte Drähte, und Joe macht das Ding auf, es explodiert und Joe fliegt quer über den Platz. Er hat dagelegen und geschrieen, er hat so verteufelt geschrieen und überall lagen Körperteile von ihm, hier, ja so, sie flogen, sie flogen über mich ´rüber, verstehst du, er war mein Freund, zerfetzt über mir. Und dieses verdammte Blut! Ich versuchte ihn zusammenzuhalten, aber...aber es ging nicht, seine Gedärme kamen immer weiter aus ihm raus! Niemand wollte uns helfen! Joe hat geweint, er sagte: "Ich will nach Hause, ich will nach Hause!", er hat es immer wieder gesagt, "Ich will nach Hause, ich will meinen Chevy fahren!", und ich konnte seine verdammten Beine nicht finden!"
Na, hat jetzt was geklingelt? :-DD


Jason Born

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Ja gibts denn sowas, jetzt ist alles klar. Dachte erst an den afghanischen Jungen. Kann ich es haben? Nein!
Das war eine der emotionalisten, traurigsten usw. Szenen Gänsehaut pur. Hab ne Verbindung zwischen Rambos und JinSeok-Taes "Schuheputzen" nie bemerkt.
Meine Meinung frei heraus:
Wir hatten einen festen Ehrenkodex. Ich decke deinen Arsch, du deckst meinen. Da drüben bin ich Hubschrauber geflogen, Panzer gefahren. Ich war verantwortlich für Ausrüstung im Wert von 1 Mio und hier krieg ich nichtmal einen Job als Parkwächter


Murphante

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Bewertung9.0Herausragend

Huiiiiiiiiii ... krasser Kanonenschlag ... so mitten in die Fresse rein ... schlagen, stechen, sprengen, foltern sie sich durch die Massen der Kommunisten ... Anfangs waren sie noch zögerlich und umso mehr Verdienste sie einheimsen und mehr Stellungen einnehmen ... vergessen sie ganz wer sie wirlklich waren ...

Sieg, Ehre und Annerkennungen ... wenn es um Medallien geht ... können den Menschen schon ganz schön sehr verändern ... sie vergessen sogar wer vor ihnen steht ... denn das Blut klebt an ihren Händen und ist wie ein Schleier vor den Augen ...

Ein echt harter Kriegsfilm ... hat mir gefallen

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Hartigan85

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Sehr gut, den hab ich auch hier liegen, wird demnächst in Angriff genommen :-)


Murphante

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Ich hab ihn auch schon eine lange Zeit bei mir liegen gehabt ... ich wollte ihn ja unbedingt haben ... traute mich aber die ganze Zeit nicht ... ihn anzuschauen ... man gut das ich es endlich gemacht hab ;-)


kolja10000

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das ist der besste koreanische Film den ich bis jetzt gesehen habe

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Selcarnor

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach dem wirklich gelungenen >The Front Line< bin ich mit durchaus hohen Erwartungen an den einige Jährchen früher entstandenen >Brohterhood< herangegangen, da es für mich zu wenig Filme über den Koreakrieg gibt. Ich habe hohe Hoffnungen in ihm gesetzt, da ich bisher nur Gutes über ihn gehört habe. Ob die erfüllt wurden, weiß ich selbst nicht genau, da einige kleine Probleme in 140 Minuten vorhanden sind. Insgesamt gesehen muss ich aber dennoch zugeben, einen würdigen Beitrag zu dem Thema gesehen zu haben, der oft die Dimensionen eines Epos erreicht.

1. Optik

Wirkliche Schauwerte liefert der Film zunächst nicht. Kulissen, Maske, Alltagskleidung und Uniformen sind zwar ansprechend gemacht und geben gut die Ära in der die Handlung spielt wieder, aber das ist bei so einem Projekt halt das Mindeste, was man verlangen kann. Wirkliche Massenszenen kommen erst später, aber die haben es dann in sich, wie der gewaltige chinesische Angriff oder der riesige Flüchtlingstreck im Winter. Die Schlachten sind, neben einigen hölzernen Nahkämpfen, auch gelungen und ungefähr auf dem Niveau von amerikanische Produktionen wie >Band of Brothers<. Also gute Chorografie der vielen Statisten, gewisser Materialaufwand wie Panzer, keine übertriebene aber dennoch vorhandene Brutalität, Explosionen etc. All dies ist inbegriffen, inklusive einiger beschissen animierter Kampfflieger.

2. Musik

Der Soundtrack ist wirklich gut, mit vielen ruhigen Stücken, die an einigen Stellen zwar etwas rührselig oder pathetisch werden, aber dennoch meistens passen. Hat mich ebenfalls sehr an >Band of Brothers< erinnert, mit vielen schön eingesetzten Streichinstrumenten. Auch einige sehr antreibende Scores sorgen immer zu den passenden Zeitpunkten für Spannung. Dazu kommen dann sehr stimmungsfördernde Choranlagen am Anfang und auch gegen Ende im Finale, wo besonders Letzteres durch die Musik noch einmal eine Spur mitreißender wird.

3. Inhalt

Zwei sich liebende Brüder aus dem Süden werden in den Sog des Koreakrieges gerissen, durchlaufen grausame Schlachten und entfremden sich immer weiter.
Das ist erst einmal das Grundszenario und bevor ich weiter darauf eingehe muss ich etwas zur ersten Hälfte loswerden.
Auch wenn die einleitenden zehn Minuten wirklich hervorragend waren, die beiden Hauptpersonen gut eingeführt wurden und schon mal Stimmung auf das weitere macht, kam recht schnell die Ernüchterung. Denn dann kam es gewissermaßen Schlag auf Schlag. Peng, sie waren plötzlich an der Front. Peng, sie verhungern in einer hoffnungslosen Lage. Peng, die ersten begehen Selbstmord. Das Ganze wirkte für mich sehr gerafft, so als würde man nur Auswirkungen zeigen, aber nicht der Weg der erst einmal dahin führte. Das Leid der Männer konnte man da unmöglich nachvollziehen, zumal das erste Gefecht etwas zu glorreich wirkte.
Die Erwartungshaltung sackte somit massiv ab und man kann feststellen, dass es keine gute Idee ist zu versuchen den gesamten Verlauf des Koreakrieges in einen Film darstellen.
Dieser Punkt liegt im späteren Verlauf zwar weiter über >Brotherhood< und sorgt für einige ruckhafte Sprünge, aber dennoch verbessert er sich schlagartig. Die Kämpfe werden auf einmal intensiver, man nimmt sich für gewisse Sachen mal mehr Zeit, man fühlt mehr mit den Charakteren mit und bekommt dann einige wirklich hässliche Sachen zu Gesicht.
Obwohl sie zum gleichen Volk gehören wächst auf beiden Seiten Hass auf den anderen. Massaker, Willkür, überschäumender Patriotismus, der Konflikt der Ideologien und ungebremstes Töten nimmt Überhand.
Eine ganz große Stärke dabei sind die beiden Brüder, die davon beide betroffen sind und eine ausgezeichnete Charakterisierung besitzen. Neben einigen recht dämlichen Passagen – wie der bescheuerte Spruch >Wir sind eins< - haben sie nämlich ein gut dargestellte Beziehung zueinander. Der Ältere sorgt sich mitfühlend um den Jüngeren und will ihn vor dem Krieg schützen. Deswegen wird er zum Kriegshelden um so die Entlassung seinen Bruder zu erreichen. Doch gleichzeitig genießt er den aufkommenden Ruhm und beginnt die Nordkoreaner zu hassen und beteiligt sich an den Blutbädern. Der Jüngere dagegen ist sanfter, menschlicher und will versuchen den Älteren davor zu bewahren zu tief hinabzustürzen. Doch sein Scheitern macht ihn verbitterter und lässt Verachtung in ihm hochkommen, nicht gegen den Feind sondern gegen die eigene Familie.
Exzellenter Werdegang der beiden, das muss ich zugeben. Tragik und Emotionen werden dabei zwar gerne etwas fett aufgedrückt, überschreiten dabei aber nie die Grenze zum Kitsch und haben bei mir durchaus Wirkung erzielt. Dass sie eine Metapher für das auseinanderbrechende Land sind muss hier hoffentlich nicht erwähnt werden. Auch der finale Höhepunkt der Beiden ist eine regelrechte Wucht voller Chaos, Vereinigung, Zerrissenheit und Liebe.
Da verzeihe ich auch einige platte Phrasen, die gestreut im Film vorkommen.

4. Fazit

>Brotherhood< macht eine Bewertung wirklich nicht leicht. Denn obwohl die Handlung oft so sehr gerusht wirkt und manche Dinge zu oberflächlich behandelt werden, schafft er es dennoch einen guten Blick auf den Konflikt zu liefern und eckt viele der Missstände die dabei herrschten an.
Besonders in der zweiten Hälfte wird halt ordentlich in allen Belangen aufgedreht. Dazu kommen noch die guten Kämpfe, das ausgearbeitete Hauptduo, einige nette Nebendetails und vor allem eine einigermaßen gelungene Darstellung der Schrecken zu der Zeit.
Wer einige Dramaanteile verkraften kann, bekommt hier wirklich einen sehenswerten Kriegsfilm und am Ende muss ich sagen: Ich bin begeistert von >Brotherhood<.

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Dareios

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Danke für die Infos, hab ihn nun auf IMDB gefunden! Weist du zufällig auch, ob der schon mal im TV gelaufen ist?


Selcarnor

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Zu bezweifeln, da er erst 2011 rausgekommen ist und man für gewöhnlich ja mindestens zwei Jahre wartet, bis er ins TV kommt - bei asiatischen Filmen für gewöhnlich sogar noch länger


LeBateauPolice

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr gelungener Antikriegsfilm, der locker mit Genrekonsorten wie Schindlers Liste oder Saving Private Ryan mithalten kann. Die Geschichte dieses Films ist wahnsinnig intensiv, die Bilder ebenso und dabei bedenke man das vergleichsweise geringe Budget von etwa 13 Mio. Dollar. Verglichen mit den ebengenannten zaubert der Regisseur mit einem Siebtel jenes Kapitals ein mehr als ebenbürtiges Spektakel auf die Leinwand. Mir persönlich gefällt das Pathos allerdings nicht so sehr, in diesem Bereich habe ich lieber andere Ansätze wie in Apocalypse Now oder Full Metal Jacket und deshalb gibt es von mir auch nur eine 7,5

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Skar

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Bewertung6.0Ganz gut

Typischer südkoreanischer Anti-Kriegsfilm, der möglichst blutig den Südkoreaner Schrecken einjagen soll. Eine südkoreanische Freundin sagte mir vor kurzem, dass diese Filme extrem beliebt sind in Südkorea, da sie das allgemeine Angst-Gefühl der Gesellschaft unterstützen. Außerdem werden viele Effekte des Films wie beispielsweise besonders krasse Darstellungen von Gewalt und übertrieben dramatische Szenen genutzt, um die Nordkoreaner möglichst schlecht darstehen zu lassen. Mit diesem Hintergrund sollte man sich zweimal überlegen, wie gut man diesen Film finden soll. Denn er ist unverhohlene Propaganda und will auch nicht viel mehr sein. Wenn man das außer Acht lässt ist er nicht viel mehr als eine Aneinanderreihung von blutigen Kriegsszenen. Mittlerweile scheint es schon zu reichen Gewalt einfach in einen Kriegsfilm einzubauen, der auf realem Hintergrund basiert und schon hält ihn jeder für den dramatischsten und tiefgründigsten Film. Hier bekommt man aber mehr ein Actionspektakel als einen politisch oder gesellschaftlich tiefgründigen Anti-Kriegsfilm.

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apov1s

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Naja, aber ich finde schon, dass Krieg im allgemeinen schlecht wegkommt, immerhin wird der eine Bruder zum unsympatischen Militaristen, und man mag sich nicht mehr so recht mit ihm anfreunden.

Soll nicht heißen, dass du unrecht hast, ich sehe das im Großen und Ganzen ähnlich bei Kriegsfilmen.


Dareios

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In der ersten Hälfte dachte ich auch, einen südkoreanischen Propagandafilm vor mir zu haben. Aber dann wird der Film immer besser, und das liegt nicht nur an der excellent und erstaunlich professionell dargestellten Kriegsaction. Es wird eben auch der Irrsinn des Krieges sehr deutlich gezeigt. Der eine Bruder verroht total, wechselt die Seiten und geht dann, nachdem er sich getäuscht fühlt, wieder zur anderen Partei zurück! Kann man die Sinnlosigkeit des Krieges noch deutlicher darstellen?


frombed

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Bewertung9.0Herausragend

Ein herzzerreißendes Drama über einen Kugelschreiber, der eine Odyssee unzähliger Kriegsschauplätze erlebt und viel Leid ertragen muss, bevor er nach Jahren ausgegraben wird und zu seinem wahren Bestitzer zurückkehren kann.

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tapedogg

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Bewertung9.5Herausragend

der beste anti-kriegs film!!!

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Cinematic

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zweifelsohne einer der besten,intensivste und härteste Antikriegsfilm aus Korea den ich bisher gesehen habe!!! Und der Film hatt schon 6 Jahre auf dem Buckel!!
Ich hab noch die Original Korea Special Edition (3DVD's) bei mir im Regal stehen da es den Film damals noch nicht auf Deutsch gab.

Über den Film selber braucht man wohl nicht mehr viel zu erzählen :)

Packender,dramatischer und realistischer kann ein Kriegsfilm nicht sein wie er hier dargeboten wird!!
Und ich bin froh das der Film es jetzt endlich auch auf Blu Ray geschafft hatt !! :D am 17 . Januar kommt er raus!!

Wer auf anspruchsvolles Kino steht sollte diesen Film auf jeden Fall in seinem Regal stehen haben !!!

:)

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Dareios

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@Bigburgy: Der Trend geht halt hierzulande dahin, Kriegsfilme zu verteufeln. Daher trauen sich manche nicht zuzugeben, das es auch gut gemachte Kriegsfilme gibt. Hast du übrigens "The front Line", von 2011 und auch aus Südkorea, schon gesehen? Meines wissens kam der noch nicht im Free-TV soll aber ähnlich Brotherhood sein.


Bigburgy

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Ja den hab ich auch gesehen und fand ich auch echt Super, zwar nicht so gut wie Brotherhood aber für ne 8,5 hats definitiv gereicht.
Bei dem Film wird so richtig deutlich wie sinnlos Krieg überhaupt ist.
Wenn man bedenkt, eine Stellung wird bis zu 30 x eingenommen und verloren, den ganzen Krieg über wird nichts gemacht als einen Hügel einzunehmen nur um ihn dann wieder ein paar Tage oder Wochen später zu verlieren.
Das hat sich so oft wiederholt bis der Hügel nur noch aus Leichen bestand. Einfach krass.


Keky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich finde dieser Film sollte in keiner Filmsammlung fehlen. Zumindest nicht bei den Leuten die wirklich gute (Anti-) Kriegsfilme mögen. Meiner Meinung nach ist das einer der besten Kriegsfilme überhaupt, wenn nicht sogar der mit Abstand Beste! Und ich habe eine bereits eine Menge anderer Filme dieses Genres gesehen...Die CGI-Effekte mögen an 1 oder 2 Stellen nicht hunderprotzentig mit denen von vergleichbaren US-Pendanten mithalten können, dafür ist die Handlung meines Erachtens einsame Spitze! Über weite Strecken sehr brutal und blutig aber auch ebenso bewegend.

Dieser Film schafft es wie kaum ein anderer zu verdeutlichen, wie sehr der Krieg Menschen verändern kann. Nichts für zarte Gemüter, aber für Fans gut inszenierter Kriegsfilme, ein echtes Muss! Wer Soldat James Ryan oder die Serie the Pacific mochte (vom Filmischen her, nicht aus dem Gesichtspunkt, wer gegen wen Krieg führte), wird Brotherhood wahrscheinlich lieben.

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Mr. Pink

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Brotherhood" ist ein sehr harter, erschreckend realistischer und, da ohne viel Pathos erzählt, äußerst abschreckender Kriegsfilm. Die abwechslungsreiche Story wird nicht nur rasant und ohne Längen erzählt, ist daher keine Sekunde lang langweilig, sondern ist außerdem sehr detailiert gestaltet. Der Streifen zeigt sämtliche Abscheulichkeiten und Brutalitäten des Krieges auf, weiß dabei jedoch sehr gut, alles differenziert zu betrachten und nicht einfach in "gut" und "böse" zu unterteilen. Der Krieg wird hier als das dargestellt, was er ist, eine menschenverachtende Grausamkeit, in der jeder Fehler macht, in der niemand dem anderen moralisch überlegen ist, und in welcher es keinen Sieger und schon gar keine Helden gibt.

"Brotherhood" ist großartig inszeniert. Die unglaubliche Kulisse, die starke Kameraführung und der mitreißende Soundtrack erschaffen eine Atmosphäre, die das ganze Geschehen sehr nah erscheinen lässt. Die Schauspieler können ebenfalls überzeugen, sodass "Brotherhood" alles in allem ein absolut sehenswertes Spektakel ist. Nachdenklich, fesselnd, intensiv und nervenaufreibend, trotz allem aber auch kurzweilig und äußerst unterhaltsam.

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Malefix

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eigentlich ein Bruder-Drama. Und doch wird hier der Krieg als gewaltiger Irrsinn gezeigt, der die Verrohung des Menschen vorantreibt. Natürlich nehmen die beiden Brüder den Koreakonflikt quasi in der Familie mit. Nein, die Nordkoreaner werden nicht alle als Monster gezeigt, jeder kriegt sein Fett weg. Fett auch die Action-szenen, die ohne weiteres mit Amerika mithalten können. Übersichtlich und hektisch, sehr brutal und authentisch wirkend. Ansehen lohnt für Leute, die sich für so was interessieren! Nichts für Zartbesaitete.

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EpiKD

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein absolut krasser Film, ein Anti-Kriegs-Film der seines gleichen sucht. Hier wird nicht irgend eine Geschichte erzählt sondern die zweier Brüder wo sich der Krieg um innen herum geschiht. Dieser Film hat alles. Ein Produktion wo Hollywood sich verneigen solte und Europa in den Keller gehen und sich SCHÄMEN solte. Ich habe danach versucht ihn mit "71:Into The Fire" zu vergleichen aber das kann man nicht das wär ihn nicht gerecht. Einfach wider einmal Fantastisches Kino aus dem kleinen film-Paradies Korea.

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