Coco Chanel & Igor Stravinsky

Coco Chanel & Igor Stravinsky (2009), FR
Laufzeit 132 Minuten, FSK 12, Drama, Musikfilm, Kinostart 15.04.2010

7.3 Kritiker
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Skala 0 bis 10
6.0 Community
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11 Kommentare
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von Jan Kounen, mit Mads Mikkelsen und Anatole Taubman

Paris, 1913: Nervös streift Igor Stravinsky hinter den schweren Vorhängen des Théâtre des Champs-Élysées umher, wenige Minuten vor der Premiere des Le sacre du printemps. Dann kommt der Supergau. Die französische Elite ist von der rohen Urgewalt seiner Komposition überfordert, noch während der Aufführung explodiert der Saal im Tumult. Amüsiert verfolgt Modeschöpferin Coco Chanel das wilde Treiben. Sie interessiert sich ohnehin mehr für den Mann hinter der Komposition. Sieben Jahre später: Chanel ist reich geworden, Stravinsky lebt nach der russischen Revolution im französischen Exil. Dankbar nimmt der verarmte Künstler das Angebot der Grande Dame an, samt Familie auf ihren Landsitz zu ziehen. Chanels Verständnis von Nächstenliebe bleibt der ans Krankenbett gefesselten Stravinsky-Gemahlin Catherine nicht lange verborgen.

HandlungDie Vorzeigefrau der Modewelt und einer der wichtigsten Komponisten aller Zeiten haben eine Gemeinsamkeit. Zum einen polarisierten und begeisterten sie beide gleichermaßen. Zum anderen wird ihnen aber auch eine Affäre nachgesagt. Zwar soll Gabrielle Chanel unzählige Affären gehabt habt ahben, aber schlieswslich nicht mit einem anderen so bekannten Künstler.

Paris, 1913: Igor Stravinsky befindet sich hinter den Vorhängen des Théâtre des Champs-Élysées umher, wenige Minuten vor der Premiere des Le sacre du printemps. Plötzlich erscheint die französische Elite, von der rohen Urgewalt seiner Komposition überfordert. Noch während der Aufführung explodiert der Saal im Tumult. Amüsiert verfolgt Modeschöpferin Coco Chanel (Anna Mouglalis) das wilde Treiben. Sie interessiert sich ohnehin mehr für den Mann hinter der Musik. Sieben Jahre später: Chanel ist reich geworden, Stravinsky lebt nach der russischen Revolution im französischen Exil. Dankbar nimmt der verarmte Künstler das Angebot von Chanel an, samt Familie auf ihren Landsitz zu ziehen. Chanels Gefühle bleiben der ans Krankenbett gefesselten Stravinsky-Gemahlin Catherine (Elena Morozova) nicht lange verborgen…

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Coco Chanel & Igor Stravinsky – Trailer auf film-zeit.de

  • DVD
Erscheinungstag: 29.10.10
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Kritiken (7) — Film: Coco Chanel & Igor Stravinsky

B.Spoerri: Neue Zürcher Zeitung B.Spoerri: Neue Zürcher Zeitung

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6.0Ganz gut

Sosehr Kounens Film die Absicht bekundet, ein spannungsvolles Aufeinandertreffen zweier kreativer Geister zu zelebrieren – letztlich verbannt er Chanel und Strawinsky wie Reliquien hinter Glas. Man könnte auch sagen: in ein allzu strenges Korsett. Damit aber wird er ihrer grenzüberschreitenden Kunst nicht gerecht.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Wie der Film spricht auch Mads Mikkelsen („Adams Äpfel“) nicht viel, schaut dafür um so intensiver hinter seinem Schnauzer aus russischer Tiefe hervor. Nach „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ mit Audrey Tautou ist „Coco Chanel & Igor Stravinsky“ nicht nur Fortsetzung, sondern das echte Porträt einer bemerkenswerten Frau und einer Zeit, von der viel verloren gegangen ist: Ästhetik, Freizügigkeit und Emanzipation.

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Ingrid Beerbaum: fluter Ingrid Beerbaum: fluter

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7.0Sehenswert

Nach der furiosen Inszenierung des Balletts fällt die eigentlich kleine Affäre, die hier zu einem Drama aufgebläht ist, ein wenig ab. Außerdem scheint mitunter die schwelgerische Art-Deco-Ausstattung die Hauptsache zu sein. Nach dem erotischen Knall gibt es nicht mehr viel zu sagen. Glücklicherweise hat Kounen (39,90) ein wunderbares Schauspielerensemble verpflichten können, das das Interesse an der Geschichte wachhält. (...)

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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6.0Ganz gut

Kounen packt seine Geschichte in allzu edles Seidenpapier, das ist fast wörtlich zu nehmen: Seltsame, am Computer designte Brokade-Muster-Effekte fassen die Spielhandlung durchlässig ein. Und er geht, anders herum, dann auch wieder nicht weit genug mit der Auflösung einer Beziehung in schöne Bilder. Auf halbem Weg bleibt er stehen und so versackt, was überaus viel versprechend beginnt, nach und nach in aufgerüschte Biopic-Konvention. Als Psychogramm freilich taugt es nichts, Melodram will es nicht sein und weder mit der Musik des Igor Strawinsky noch den Kostümen von Coco Chanel hat es ästhetisch etwas zu tun.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Die Protagonisten sind erstklassig besetzt. Der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen spielt Strawinsky als zurückhaltenden, fast scheuen Zerrissenen zwischen Verantwortung und Vergnügen, der aber in seiner Körpersprache immer wieder durchblicken lässt, dass auch unter seiner Oberfläche die unterschiedlichsten Gefühle brodeln.
Anna Mouglalis, die Originalkleider und Accessoires der Chanel trägt, spielt die zielstrebige Karrierefrau, die Gefallen daran findet, Macht auszuüben, kühl und geheimnisvoll. Eine Frau, die sich die Männer nimmt, wie sie will. Strawinsky, den sie immerhin nach dem Ende ihrer Liaison ohne sein Wissen finanziell unterstützt, ist nur einer von vielen.
Eine intensive Recherche und Vorbereitung zu den Dreharbeiten haben sich gelohnt. Fast dreißig Mal hintereinander hörte sich der Regisseur im Dunkeln Strawinskys Ballettmusik „Le Sacre“ an, um einen optimalen Zugang zu dessen Musik zu bekommen. Und so ist „Coco Chanel & Igor Strawinsky“ ein Film, der wie Chris Greenhalghs Romanvorlage nicht nur mit seiner Poesie und Sinnlichkeit überzeugt, sondern auch mit einem für cineastische Komponistenporträts selten musikalisch hohen Anspruch.
(Deutschlandfunk, Musikjournal, 12.4.2010)

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Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,... Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,...

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7.5Sehenswert

Ein wehmütiger Blick auf das Verlorene, eine Geste oder eine mimische Bewegung sind die einzigen sichtbaren Regungen der beiden Erfolgreichen – ein Schatten der versteckten Emotionen hinter ihrem von Struktur und Ordnung geprägten künstlerischen Schaffen. Blicke unter die Oberfläche müssen vom Betrachter dabei bewusst gesucht werden.

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David Siems: programmkino.de, epd Film David Siems: programmkino.de, epd Film

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8.5Ausgezeichnet

Chanel-Fans werden sich an dem Film nicht satt sehen können, denn ihrem geschulten Blick wird nicht entgehen, dass Hauptdarstellerin Anna Mouglalis mit Originalkleidern und –Accessoires ausgestattet wurde. Sogar Karl Lagerfeld gab sich die Ehre und schneiderte ein Abendkleid für den Film.

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Kommentare (4) — Film: Coco Chanel & Igor Stravinsky

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strangelet

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Bewertung6.5Ganz gut

Mit Igor Strawinski quält man heute Schulkinder, wenn man ihnen beibringen will, wie sich moderne Orchestermusik anhört, und jede Modedesignstudentin träumt davon, so erfolgreich wie Gabrielle „Coco“ Chanel zu sein. Es handelt sich zweifellos um zwei der einflussreichsten Gestalten des 20. Jahrhundertms, und wenn solche Leute auch noch was miteinander gehabt haben, dann versteht es sich fast von selbst, dass man darüber einen Film drehen muss.

Nun ist das Problem an Liebesabenteuern, insbesondere mit verheirateten Männern, und insbesondere wenn Ehemann, Ehefrau und Geliebte auch noch unter einem Dach wohnen, dass für gewöhnlich nicht viel nach außen dringt. Was man in Jan Kounens Film sieht, ist daher mehr oder weniger frei erfunden. Ein paar Faktoide dienen der Wiedererkennung, aber biographischen oder historischen Wert hat das alles nicht, es stehen die animalischen Emotionen der Hauptpersonen im Vordergrund. Und die wirken durchaus austauschbar — schamlose Verführerinnen und in Liebe erglühende Männer, die schließlich kalt abgewiesen werden, hat die Kinogeschichte nun wirklich schon ein paar vorzuweisen.

Letztlich bleibt von Coco Chanel & Igor Stravinsky wenig im Gedächtnis. Es ist ein ordentlicher Film, der Freunden des gehobenen romantischen Genres knapp zwei Stunden gute Unterhaltung beschert, mit überzeugenden (und ihren Rollenvorbildern äußerlich sehr ähnlichen) Schauspielern und natürlich mit großartiger musikalischer Untermalung aus dem bodenständigeren Repertoire Strawinskis. Viel mehr darf man aber nicht erwarten.

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8martin

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Bewertung3.0Schwach

Was nicht alles so unter ’Amour fou’ subsumiert wird!? Hier sind es zwei prominente Namen, die jeder kennt. Nur so hat man sie wohl noch nie gesehen. Seine Musik ist von der Klanggestaltung her heute immer noch gewöhnungsbedürftig - außer wenn dazu zur Ablenkung ein Ballett tanzt und mit ihrer Duftkreation (Chanel No.5) beträufeln sich immer noch ältere Damen. Beide Persönlichkeiten verbindet eine sexuelle Obsession. Die nimmt hier breiten Raum ein, bleibt aber so steril und flach, dass sie immer mehr Langeweile verbreitet. Das Ganze wirkt irgendwie lieblos unterkühlt. Nichts von Amour fou zu spüren. Die Szenenfolge hüpft ohne Überleitung von amelodischem Klaviergeklimper (das manche als ganz tolle Musik empfinden) zu Duftlaboren und dazwischen wird immer wieder von den beiden Protagonisten kraftvoller Matratzensport vorgeführt. Auch Stravinskys leidende Ehefrau, die wohl als Heimchen etwas Emotionen einbringen soll, bleibt oberflächlich und streicht seicht vorüber. Nur die einheitlich dunkle Optik ist nicht schlecht. Doch die allein macht noch lange keinen guten Film aus. Chance vertan!

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CarrionFairy

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habe mir genau dasselbe gedacht - keiner der darsteller schafft es, auch nur ein wenig emotion zu transportieren


veseria

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Bewertung7.0Sehenswert

Tolle Musik
Tolle Persönlichkeiten
Tole Schauspieler
Tolle Kamera und Optik

Es hätte vielleicht noch etwas mehr Exzentrik, Abwechslung und Beziehung gefehlt. Dann wäre es wirklich ein richtig guter Film!

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lucie

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Bewertung6.0Ganz gut

Coco Chanell wurde ganz wunderbar wiedergegeben und die Ausstattung des Filmes konnte sich wirklich sehen lassen. Einfach eine großartige treffende Ausstattung. Der Rest war einfach nur mäßig.

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