Das Mädchen aus Monaco

La fille de Monaco (2008), FR
Laufzeit 94 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 02.07.2009

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4.8 Kritiker
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von Anne Fontaine, mit Fabrice Luchini und Stéphane Audran

Maître Beauvois, Staranwalt aus Paris, ist in Monaco, um Madame Lassalle in einem Mordprozess zu verteidigen. Er ist intelligent, geistreich, eloquent und nie um Worte verlegen. Nur mit Frauen hat er so seine Probleme, denn sie wollen leider nicht nur reden. Audrey, sexy Wetterfee aus Monaco, ist schön, sinnlich, hemmungslos und Sex pur. Sie will ein Star werden, raus aus Monaco und ist bereit, dafür alles zu tun. Christophe, Beauvois’ pflichtbewusster Bodyguard in Monaco, hatte eine Affäre mit Audrey und will den Anwalt aus ihren Fängen retten. Oder ist etwa bloß Eifersucht im Spiel? Eigentlich ist Audrey nicht Beauvois’ Typ. Aber bevor er sich versieht, hat sie ihm den Kopf verdreht. Da nützen ihm weder Intellekt noch Esprit. Und mit geistreichen Worten kommt er auch nicht gegen die schöne Moderatorin an, die wie eine Naturgewalt in sein Leben bricht. Bald verliert der smarte Anwalt den Boden unter den Füßen und verfällt ihr mit Haut und Haaren. Nicht, dass er mit Audrey nicht glücklich wäre. Aber er macht sich mehr und mehr lächerlich, und auch seine Arbeit leidet darunter. Hilfe erwartet sich Beauvois von Christophe, aber kann er ihm wirklich trauen?

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Das Mädchen aus Monaco

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.5Sehenswert

[...]Die Geschichte von dem alten und liebestollen Narr und der verführerischen Sirene gehört zu den klassischen Konstellationen des Kinos. Anne Fontaine gelingt es in „Das Mädchen aus Monaco“ einen in der ersten Hälfte noch relativ unbeschwerten und leichten Sommerfilm zu inszenieren, und diesen dann langsam aber sicher in tragische Sphären zu überführen. Deswegen ist „Das Mädchen aus Monaco“, obwohl sich zahlreiche Parallelen finden lassen, auch kein zweites „Vicky Christina Barcelona“. Der Film folgt druchaus den Gesetzmäßigkeiten des Noir, obschon er natürlich nicht diesem Genre zuzuordnenden ist, wohl aber ist Audrey klassische Femme Fatale, wie sie destruktiver nicht sein könnte. Diese wird von Louise Bourgoin (im Zuge ihres Debüts als Darstellerin) auf äußerst memorable Art und Weise verkörpert (durchaus bildlich gesprochen). Es vermag nicht Wunder zu nehmen, dass der tapsige Bertrand den Avancen der Blondine scheller als schnell erliegt. Stets eine Spur zu knapp bekleidet, weiß sie um ihre Wirkung auf die Männer und weiß ihre Reize auch dementsprechend einzusetzen. Ob in der Bar, am Strand, oder aber in ihrem Schlafzimmer: Bertrands Wille ist im Antlitz Audrey nicht mehr als Wachs, das ihr nach Belieben zwischen ihren Fingern zerrinnt.[...]

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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6.5Ganz gut

Eine Stunde lang lässt man sich verführen, dann kommt Thriller-Musik auf, der Film zeigt sein wahres Gesicht: Auf den Straßen, die schon Grace Kelly verunglücken ließen, lässt die Liebe tief stürzen. Die Tat ist relativ schnell klar, nur die Folgen irritieren ein wenig. Ein wenig, nicht mehr, denn ordentlich aufgereiht wie die klar abgegrenzten Figuren - unsinnlicher Intellektueller, Latin-Lover, blonde Verführerin - bleiben auch Emotionen und Motive. Eine klare Sache. Urteil: Sommer-Film.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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3.5Schwach

Große Überraschungen hat der Film nicht zu bieten. Er erzählt die klassische Geschichte davon, wie ein alter Mann einer jungen Frau verfällt und dabei in eine ihm fremde Welt und mehr und mehr zum Tolpatsch gerät; "aufgepeppt" wird die Handlung mit reichlich Dialogwitz und einem nicht eben kleinen Spritzer Misogynie.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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4.5Uninteressant

Als frauenfeindlich stuften einige Kritiker/innen dieses Film nach der Pressevorführung empört ein, und in der Tat hat man lange nicht mehr eine solch dumme Trine auf der Leinwand gesehen wie Audrey alias Louise Bourgoin (selbst ein ehemaliges Model). Gleichwohl tröstet das wenig über die Tatsache hinweg, dass -leider - solche dummen Sexy-Mäuschen zu Hauf existieren- nicht nur in Monaco. Ein Blick auf die neue unbedarfte Girlie-Generation, von der sich Alice Schwarzer zu Recht distanziert, mag dafür genügen.
Allerdings schneidet die männliche Hauptfigur kaum intelligenter ab, so trottelig wie er auf all die billigen, primitiven weiblichen Tricks hereinfällt.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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4.0Uninteressant

Dass ältere Männer gerne mal den Verstand verlieren, wenn sie von jungen Frauen sexuelle Avancen bekommen, wird vor allem in französischen Filmen immer wieder thematisiert. So auch in „Das Mädchen aus Monaco“, wo es den Pariser Staranwalt Beauvois (Fabrice Luchini) beruflich an die Cote d’azur verschlägt. Doch das Geschehen im Gerichtssaal tritt bald zugunsten der Geschichte von Beauvois und den Frauen in den Hintergrund. Dessen Objekt der Begierde heißt Audrey (Louise Bourgoin), trägt die knappsten Kleidchen des Fürstentums, arbeitet als Wetterfee, ist der Sex auf zwei (sehr langen) Beinen und erinnert in ihrer naiven Unbedarftheit stark an Verona Pooth. Je länger der Film dauert, umso stärker stellt man sich die Frage, was den intelligenten Anwalt wohl geritten haben mag, sich zum schwanzgesteuerten Deppen degradieren zu lassen? Entsprechend bleiben er und alle anderen Figuren nicht viel mehr als alberne Abziehbildchen und diese erotisch angehauchte, sommerliches Urlaubsflair versprühende Komödie erscheint ebenso dümmlich und flatterhaft wie ihre weibliche Hauptfigur.

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Kommentar — Film: Das Mädchen aus Monaco

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Der Franzose

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

94 Min die wie im Fluge vergingen, eine lustige leichte charmante Unterhaltung mit einer verführerischen Blondine. Auch das Filmcover ist gut gelungen.

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