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Das Leben des Brian

Monty Python's Life of Brian (1979), GB Laufzeit 94 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 14.08.1980


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8.0
Kritiker
102 Bewertungen
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7.5
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257 Kommentare
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von Terry Jones, mit Graham Chapman und John Cleese

In Monty Pythons Satire Das Leben des Brian wird Jesus’ Krippen-Nachbar irrtümlich für den Messias gehalten. Für die Volksfront von Judäa soll er die Römer vertreiben.

Im fernen Jerusalem stand vor über 2000 Jahren eine Krippe in einem Stall, in dem ein Baby zur Welt kam, dass nicht von dieser Welt war: Jesus Christus. Genau im Stall nebenan kommt aber ebenfalls ein Kind zur Welt: Brian. Kein Wunder also, dass die drei Weisen aus dem Morgenland zunächst an die falsche Tür klopfen um den falschen Messias anzubeten.

Auch 30 Jahre später ergeht es Brian (Graham Chapman) ähnlich, denn obwohl er eigentlich nur seine Freundin bei der Volksfront von Judäa (oder war es doch die judäische Volksfront?) beeindrucken will, indem er die Römer aus Jerusalem vertreibt, wird er schon wieder für den Messias gehalten. Dumm nur, dass jeder Versuch, seine Jünger vom Gegenteil zu überzeugen, sie nur noch mehr an die Bescheidenheit ihres Messias glauben lässt. Was der Wundertäter wider Willen allerdings nicht weiß: Das ihm auferlegte Schicksal schließt den Tod am Kreuz mit ein. Dort stimmen alle mit ein: “Always Look on The Bright Side of Life”.

Hintergrund & Infos zu Das Leben des Brian
Wer ist der wahre Messias? Na klar, Brian, wer sonst? Das Kult-Komiker-Team Monty Python nimmt sich in Das Leben des Brian ohne jeden Respekt diverse Welt-Religionen vor und zieht sie von vorne bis hinten durch sämtliche Kakaosorten. Kein Wunder also, dass die Kirche alle Hebel in Bewegung setzte, um es dem Film so schwer wie möglich zu machen. Und das nicht nur im Vatikan: Allein in Großbrittannien gelang es 39 Gemeinden den Film an der Aufführung zu hindern oder ihm eine ab 18-Wertung zu verpassen – oft ohne den Film überhaupt gesehen zu haben. Auch die Fernsehsender BBC und ITV verweigerten eine Ausstrahlung aus Angst vor religiösen Gruppen. In Irland und Norwegen war der Film über Jahrzehnte sogar ganz verboten, was das Marketing sofort in den Slogan “So witzig, dass er in Norwegen verboten ist” ummünzte. Viele dieser Verbote wurden erst in den letzten Jahren aufgehoben. Viele – aber nicht alle! Eines der letzten Aufführungsverbote besteht immer noch – und zwar hier in Deutschland. In Nordrhein-Westphalen ist es bis heute verboten, Das Leben des Brian an einem Karfreitag öffentlich aufzuführen. (ST)

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Cast & Crew


Kritiken (6) — Film: Das Leben des Brian

kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.5Herausragend

"Zur Kreuzigung? Durch die Tür hinaus, zur linken Reihe, jeder nur ein Kreuz."

Eine Satire nicht auf das Glauben an sich, nicht mal so sehr auf Religion, sondern vielmehr auf den lächerliche Formen ausnehmenden Rattenschwanz, der sich mittlerweile gebildet hat. Grotesk überzeichnet und auch jetzt extrem relevant. Weil die Kirche irgendwann in der Frühen Neuzeit stehen geblieben ist? Weiß nicht. Könnte aber sein.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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8.0Ausgezeichnet

In vielerlei Hinsicht ist "Life of Brian" auch heute noch ein Film, der sich in Superlativen beschreiben lässt und der auf den verschiedensten Ebenen funktioniert.

In erster Linie dürfte das zweite Werk der britischen Kult-Komiker wohl der zugänglichste und rundeste Teil ihres Œuvres sein, da er es versteht, den Balanceakt zwischen skuriller Nummernrevue und griffigem Plot mit Bravour zu meistern, und auf diese Art und Weise auch Zuschauer zu erreichen vermag, die mit den späteren Werken nicht mehr allzuviel anfangen konnten.

An dieser Stelle könnte man nun breit gefächert über das große humoristische Verständnis, das Slapstick-Talent in Reinkultur und das sichere Händchen für eine kreative und gleichzeitig gewagte Inszenierung philosophieren - aber dies ist in den vergangenen Jahrzehnten bereits so ausführlich geschehen, dass ich mich an dieser Stelle mit einem Verweis auf Reviews mit diesem Schwerpunkt begnüge, und der Leser sich damit abfinden muss, dass man mit der Bibel-Interpretaion made in UK wohl schon recht nahe an dem Bereich dran ist, den man "Kult" nennt.

Wichtiger als all diese Lobhudelei erscheint mir allerdings die Bedeutung von "Life of Brian" im Kontetxt mit dem Satire-Begriffe im Film, denn das fiktive Biopic dürfte nachwievor relativ nahe an dem dran sein, was man als Quintessenz von Satire beschreiben dürfte: Den Pythons ist es gelungen, sich ihren heiklen Themen (denn neben der offensichtlichen Auseinandersetzung mit Religion gibt es noch den einen oder anderen Aspekt) tabu- und teilweise auch respektlos zu nähern, aber trotzdem nie in den blanken Hass und die Arroganz abzudriften, die im heutigen Kino von Maher bis hin zu Smith´ "Dogma" allgegenwärtig zu sein scheint, sobald es um Glaube, Religion und Kirche geht.
Die pythonschen Pointen lassen sich aus diesem Grunde nicht nur besser goutieren, sie sind zusätzlich auch zielsicherer, weil sezierender und fordern so auch jene Teile des Auditoriums zur Selbstironie auf, denen es bei singenden Gekreuzigten ersteinmal flau in der Magengegend werden dürfte.

"Life of Brian" ist mit soviel Liebe zum Detail inszeniert, dass man auch fernab der abenteuerlichen Finanzierung des Filmes sofort merkt: Dies hier ist keine Gelddruckmaschine, die sich an der breiten Schar mal mehr, mal weniger reflektierender Kirchenkritiker laben will, sondern eine Herzensangelegenheit aller Beteiligten.
Mit diesem Wissen fällt es einem wesentlich leichter, den Film - sollte man ihn schon nicht lustig finden - doch wenigstens als ernstzunehmendes Statement in einer größer angelegten Diskussion wahrzunehmen, dass man zwar nicht teilen, aber doch akzeptieren muss.
Überspitze Entlarvung und gleichzeitig doch nahezu reflektierte Meinungskundgabe - mehr wird man von einer Satire wohl nie erwarten können - und die Pythons sind die unangefochtenen Meister in dieser Königsdisziplin.

Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten

der cineast

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Jetzt auf ner 8?


Hitmanski

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Hat die letzte Sichtung vor ein paar Tagen leider nicht allzu gut überstanden, ja. Wobei die 10 sowieso nur verteilt wurden, weil ich ihn als Lieblingsfilm geranked haben wollte. :)


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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10.0Lieblingsfilm

Zugreifen! Wann gibt es schon mal die Möglichkeit vier der vielleicht besten Komödien aller Zeiten in einer DVD-Box zu genießen. Für Fans von Monty Python und solche die es werden wollen, führt kein Weg an "Monty Python – The Movies" vorbei.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

RX1

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Vier? ich kenne nur drei... Wow, jetz bin ich glücklich... Ich kenne nur Ritter der Kokosnuss, Das Leben des Brian und Der Sinn des Lebens.


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.0Sehenswert

Jenseits eines Kultfilms, wagt es "Life of Brian", Religion, Glauben und Fanatismus in den Boden zu stampfen bzw. sich herzlich darüber lustig zu machen. Dabei ist er sogar teilweise so gut, dass ich denke, selbst der Papst, hat diesen Film in seiner heimischen DVD-Sammlung.
Kindischer Humor, derbster Klamauk, clevere Jokes, geistreiche Anspielungen, die Pythons vermengen alles und so ist es nicht verwunderlich, dass der Film spaltet, sich die einen vor Lachen kaum halten können und die anderen grimmig mit dem Kopf schütteln.
Dieses Gerede von "Aktueller denn je ... bla bla", trifft leider nicht wirklich zu. Denn wer regt sich noch wirklich über den kritischen Inhalt des Films auf? Es ist vielleicht seine größte Schwäche, dass er nur noch spaltet, weil sein Humor nicht jeden erreicht.

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sushi25: movie-fan.de

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9.0Herausragend

Ein Film, in dem ich große Teile bereits mitsprechen konnte, bevor ich ihn das erste Mal gesehen habe, so beliebt waren (und sind) die Zitate in meinem Umfeld. Die Pythons haben mit Live of Brian geschafft unglaublich viel Witz stimmig in eine Rahmenhandlung zu packen und dabei auch noch Geld für eine Vielzahl von Nebenrollen zu sparen, dadurch, dass sie alles selber gespielt haben.

Ich habe in einem Kommentar gelesen, dass der Film auch im Religionsunterricht gezeigt wird?! Da ist mal ein Lehrer echt mutig, ich denke für eine mittelschwere religiöse Kontroverse ist der Film auch heute noch gut.

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Hero1961

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Brian ist noch um Klassen besser, wenn man ihn auf Englisch guckt. Er ist voller Anspielungen auf britische Gewohnheiten und Dialekte, jedesmal, wenn ich den Film sehe, entdecke ich was neues


Kinorolle

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Da muss ich widersprechen. Aus meiner Sicht einer der wenigen Filme, die in der deutschen Synchronfassung deutlich besser kommen als im Original. Chmeisst den Purschen zu Poden!


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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9.0Herausragend

Wichtig. Witzig. Wunderbar.
Pythons bester Film und von hoher Aktualität.

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Kommentare (251) — Film: Das Leben des Brian


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replicant-10

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Bewertung3.5Schwach

Das Leben des Brian ist ein Film
den ich genauso gnadenlos überbewertet
finde wie Spaceballs von Mel Brooks.
Die gefällt mir Die Ritter der Kokosnuß
schon deutlich besser.
Warum das so ist, muß ich nicht erklären !!!

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TheAvenger68

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Doch ! Mach mal bitte.
Verstehe deine Meinung nämlich nicht !!!


corinna.freiburg

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Diesem Film kann man sich einfach nicht entziehen... zumindest nicht, wenn man das Thema Religion nicht ernster nimmt, als es dem eigenen Seelenfrieden gut tut. Ich habe diesen Film eigentlich nie als blasphemische Verulkung des Christentums oder einer anderen Religion gesehen, sondern eher als Satire auf eben jene besagten Zeitgenossen, für die Religion wichtiger ist als die Botschaft, die sie verbreiten soll. Ich könnte wetten, selbst einige Gleichnisse, die Jesus erzählt hat (haben soll) waren zu ihrer Zeit gewiss nicht ganz ohne. Selbst in der Bergpredigt arbeitet er mit Übertreibung. Warum sollen wir gemeinen Menschenkinder dann es nicht auch tun? Ich bin ganz sicher, der Herrgott im Himmel, an welchen auch immer man glaubt, wird dafür durchaus Verständnis haben. Er hat doch selbst Humor, oder wie sonst erklären wir uns diverse Schöpfungen in der Tierwelt? ;)

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theRastaDan

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Bewertung9.0Herausragend

Der beste Film für Karfreitag

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DoctorWho

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Bewertung9.5Herausragend

Eine der besten Komödien aller Zeiten und ein absoluter Kultfilm.
So viele genialen Gags und Szenen in einem Film.
Allerdings war die Ufo Szene "to much", deswegen einen halben Punkt abzug

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LukasCoaster97

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Klassiker und selbst nach mehrmaligem Anschauen immer wieder witzig. Einzig die UFO Szene mag mir nicht gefallen. Ich gebe zwar zu, das ich auch bei dieser schmunzeln musste, dennoch finde ich sie sehr zusammenhangslos und aus dem Konzept gerissen.

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Oekolampad

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Bewertung9.5Herausragend

fast 10, wäre die Szene mit dem UFO nicht...

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L-viz

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Die Szene ist vor allem deswegen gut, weil sie, praktisch im Vorbeigehen auch noch das leidige deus ex machina-Problem parodiert. Kann man ruhig die 0,5 Punkte zurückgeben.


Oekolampad

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Nö! Sie ist sinnfrei und überflüssig. Sie sprengt den Film in der Mitte künstlich auseinander und tut nichts zur erzählten Tendenz aus. Und die deus-ex-machina-Theorie wird in der Theologie schon lange nicht mehr diskutiert ... :)


Kai_Asmus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Grandios!

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Big_Kahuna

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Bewertung9.5Herausragend

Eine Parodie über Religion, Aberglauben, Antibewegungen, Revolutionen, Gegenrevolutionen, die Römer, Hipstergetue, Sprache und das, was der Mensch mit der Zeit aus der Welt und aus seinem eigenen Leben gemacht hat. Völlig Sinn-freie Lebensinhalte, die sich ein jeder von uns nicht nur schafft, sondern grabenartig immer tiefer schürft und die vor vielen Jahrhunderten fundamental geschaffen wurden, von denen man nicht weiß, wieso es sie gibt oder warum so etwas - wohlgemerkt vom Menschen - ins Leben gerufen wurde. Davon erzählt Monty Pythons "Das Leben des Brian". Eine Parodie die Ihresgleichen sucht. Und warum ist das so? Weil sie mit viel Charme und Witz problemlos in ein Thema eintaucht, bei dem für manche wohl der Spaß aufhört. Terry Jones bekommt das allerdings hin, ohne es niveaulos durch den Kakao zu ziehen, sondern mit einer Originalität, von der sich wohl der ein oder andere Comedy-Regisseur eine Scheibe abschneiden könnte. Selbst dem hartgesotten-religiösen Fanatiker dürfte hier ein Lächeln entgleiten, auch wenn er es nie zugeben würde und auch wenn dieser Angriff auf alle Religionen zu seiner Zeit sehr umstritten war und wahrscheinlich auch immer noch ist. Als Parodie, die sich dem ein oder anderen Tiefschlag-mäßig in die Weichteile bohrt, sorgt "Das Leben des Brian" zwar nicht für Lacher am laufenden Band, aber wenn man lacht, dann knattert der Dachbalken!
So geschrien hab ich selten vor lachen, unglaublich. Es geht also doch, man bräuchte keine Kevin James', Adam Sandlers, Martin Lawrences, Schweighöfers oder neuerdings auch M'Bareks mit ihren immer und immer wieder gleichen RomCom-Möchtegern-Comedy-Reißern, es geht viel viel origineller und simpler, aber nur scheinbar simpel. Von derartiger Kreativität aus eigener Feder und einer schöpferischen Story, wie dieser hier, können die Werke von den genannten Hauptdarstellern nur träumen, zumal diese relativ anspruchslos im fäkalen Dreckwasser der Vollüberzeichnung herumdümpeln und monoton dahinfahren, wo ein Monty Python eher nicht landen wird. Aber gut ich drifte ab, zurück zum Thema. Beiläufig sind es genau solche (Rück)entwicklungen, auf die Terry Jones und seine Freunde hier gekonnt mit anspielen, in denen sie ihren ungewollten Brüdern aus dem Genre um Kilometer voraus sind. Vollgepumpt mit Banalität und Absurdität, kann man problemlos über die ein oder andere schwächere Stelle hinwegsehen, weil man kurz darauf wieder mit dem nächsten gescheiten Lacher entschädigt wird. Alles in allem eine durchaus zum Nachdenken anregende Glaubens-Persiflage, die die Gemüter spaltet, aber gerade deswegen auch stark polarisiert und mithilfe seines herrlichen, britischen Humors möglicherweise zu einer der besten, aber mit Sicherheit ideenreichsten Komödien wird, die je gemacht wurden.

PS: allein das Intro/der Vorspann ist den Film wert.

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Royal mit Käse

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Lieber Kahuna, ich dachte ja dein Text könnte meine Abneigung gegen „Life of Brian“ schlichten. Den ausgedehnten positiven Konsens der diesem Film anhaftet, kann ich nicht nachvollziehen.
Ich bin selbst großer Python-Fan und „The Holy Grail“ bildet meinen persönlichen Höhepunkt der vier Filme. Was „Life of Brian“ angeht, muss ich dir aber in genau den Punkten widersprechen, die du hervorgehoben hast.
Ich habe wirklich immer wieder versucht mich auf den Film einzulassen, doch die Mühe wurde nicht belohnt. „Life of Brian“ scheitert für mich an seiner Niveaulosigkeit, die meiner Meinung nach offensichtlicher ist als bei „Holy Grail“ oder „Meaning of Life“. Der Film wirkt durch seine stärkeren Überzeichnungen von Charakteren und Inhalten platter als die zuvor genannten. Weil ich an genau den Stellen nicht lachen konnte, als bei dir Dachbalken knatterte konnte ich „Life of Brain“ auch nicht viel abgewinnen. Der Humor in diesem Phyton-Kapitel ist nicht ganz so feinfühlig und präzise, weil die Geschichte weniger schlüssig in seiner Gesamtheit ist. Für mich wirkt „The Holy Grail“ daher als hätte man bestimmte Szenen versucht unter einen Hut zu kriegen.
Leider entsteht dadurch ein ähnliches Gefühl, wie bei „Spaceballs“ oder anderen Mel Brooks Klassikern, denen ich genauso wenig abgewinnen kann.
Es fällt mir wirklich schwer zu beschreiben woran es genau liegt. Vielleicht ist es Terry Jones als Brians Mutter, der meine Begeisterung in Grenzen hält und dessen Geschreie irgendwann nur noch nervt. Abgesehen vom Cast könnte es aber auch an den großartigen Ideen liegen, die in „Life of Brian“ weniger Zuneigung bekommen, als bei „Holy Grail“ zum Beispiel. „Life of Brian“ ist für mich der Ausnahme-Python, dem die großangelegte Geschichte irgendwie nicht ganz so gut steht.


Big_Kahuna

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Es scheint mir irgendwie, als müsse man sich zwischen „Holy Grail“ und „Life of Brian“ entscheiden bzw. ist die Entscheidung schon vorher getroffen. Genau das was du bemängelst, finde ich wiederum herausragend, gerade die Figuren und die Sprüche finde ich hier noch etwas stärker, bzw. besser gezeichnet. „Die Ritter der Kokosnuss“ nimmt sich für mich irgendwie zwischendrin zu viele Auszeiten ist etwas unausgeglichener und im Verhältnis gesehen langatmiger.
Ich finde „Life of Brian“ kann fast nicht niveaulos sein, so wie du es beschreibst, da er durch seine Originalität das Thema auf eine Art und Weise auf die Schippe nimmt, die absolut verzeihlich ist, zumindest seh ich das so. Das die Story insgesamt weniger zusammenhängend schlüssig ist, da gebe ich dir sogar Recht, aber auch das hat mich nicht besonders gestört, da sie dennoch gut herausgearbeitet ist, nur etwas absurder und banaler. Das ist sicherlich reine Geschmackssache bei uns beiden, über Komik lässt sich ja bekanntlich streiten, aber ich kann dennoch nachvollziehen was du meinst, nur sehe ich das halt irgendwie genau anders herum. :P


oliver.malina.1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Absoluter Kultklassiker, selbst nach 15 Jahren werden noch regelmäßig Zitate aus dem Film benutzt und jedes mal drüber beömmelt. Und wenn man den Film erst unter Drogen schaut geht gar nichts mehr. Muss man nicht mögen aber auf jeden Fall einmal im Leben geschaut haben. Denkt dran ihr seit alles Individuen!

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doeme28

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kann mir gut vorstellen, dass nicht jedem dieser Film resp. dieser Humor gefällt – aber mir gefällts ! :) Vorhersage von 8.0 triffts!

Der Film ist ein Klassiker! Zahlreiche Gags geben unter Kollegen immer wieder Gesprächsstoff. :) Das ist ein Film, den ich mir mehrmals anschauen kann. In der Regel ist das nicht so.

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Val Vega

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Bewertung9.0Herausragend

MONTY PYTHON DOUBLE FEATURE #1

„IHR SEID ALLE VERSCHIEDEN!!!“
„Also ich nicht!“

Für mich ist dieser Film, eine Komödie, die nur so vor Genialität strotzt. Ohne in irgendeiner Form Glauben in den Dreck zu ziehen und blasphemisch zu sein, kritisiert „Das Leben des Brian“ einzig und allein, was Menschen aus Religion machen. Die Geschichte ist abwechslungsreich erzählt und man kann wirklich fast jeder Szene etwas Komisches abgewinnen. Bei aller ersten Mal konnte ich mich fast pausenlos durch den Film lachen. Und nach unzähligen weiteren Sichtungen, kann ich immer wieder lachen, da hier so viele Gags eingebaut sind, sodass man echt ein jedes Mal was Neues findet, über das man sich kaputt lachen kann.

„Und du Pursche? ... Findest du es etwa... pesonders komisch? ... Wenn ich ihn sage, diesen Namen… Schwanzus... Longus?“

Auch wenn dieser Film in vielen Szenen sehr überzeichnet und grotesk dargestellt wird, hält uns Monty Python einen Spiegel vor. Der gesellschaftskritische Aspekt des Films ist so unglaublich hoch, das selbst Leute, die mit dieser Art von Humor – falls es solche Menschen überhaupt gibt – nichts anfangen könne, auch noch unglaublich viel im Film erkennen können.

„Wir folgten einem Stern! ...Sternhagelvoll seid ihr, und jetzt verpisst euch.“
Dieser Film bietet einem jeden Menschen so viele wunderbar komische Szenen, sodass er für mich ganz sicher zu den BESTEN Komödien aller Zeiten zählt. Viele Stellen und Dialoge aus dem Film sind zurecht Kult. Wir haben ihn mal in Latein geguckt und seitdem ist für uns die Szene mit dem römischen Soldaten und Brian an der Wand des Palastes legendär.

“And...always look on the bright side of life...
Always look on the light side of life...
If life seems jolly rotten
There's something you've forgotten
And that's to laugh and smile and dance and sing.
When you're feeling in the dumps
Don't be silly chumps
Just purse your lips and whistle - that's the thing.

And...always look on the bright side of life...
Always look on the light side of life...

For life is quite absurd
And death's the final word
You must always face the curtain with a bow.
Forget about your sin - give the audience a grin
Enjoy it - it's your last chance anyhow.
So always look on the bright side of death
Just before you draw your terminal breath

Life's a piece of shit
When you look at it
Life's a laugh and death's a joke, it's true.
You'll see it's all a show
Keep 'em laughing as you go
Just remember that the last laugh is on you.
And always look on the bright side of life...
Always look on the right side of life... “

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Drax

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Für eine der besten Komödien die es gibt.


benni565

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Bewertung9.5Herausragend

Ist hier Weibsvolk ???!

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RoboMaus

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Bewertung4.0Uninteressant

Kult hin oder her, auch wenn ich für dieses 'Sakrileg' gesteinigt werde: bei mir greift diese Art von Humor einfach nicht.

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Grambambuli

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*mitwerf* Ich brauch auch keinen Bart kaufen :-)


RoboMaus

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daneben :D


xedos666

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Bewertung9.5Herausragend

Was soll ich hier noch großartig schreiben? Zu diesem Kultfilm einer ganzen Generation ist wohl schon alles gesagt worden. Und alles Positive ist wahr ... ein Film, den jeder Cineast mit Interesse an britischem schwarzem Humor gesehen haben MUSS.

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Junoreaktor-7

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Bewertung9.5Herausragend

(Tipp: Es entsteht ein ziemlich abstruser Kontrast wenn man sich vor "Das Leben des Brian" erstmal "Die Passion Christi" anschaut.)
Genial wie die Pythons den ungegebildeten Mop, Mythologie, Gebräuche & Sitten der Antike/Mittelalters (Die Ritter der Kokosnuss), etc. auf die Schippe nehmen.
Wenn ich mal keinen Plan habe sind diese beiden Filme bei mir stets 1. Wahl & machen sie zu den wohl von mir meist angesehensten Film überhaupt - jedesmal unterhaltsam. :)

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MaceWindu1998

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe diesen Film!
Selbst nach über 10 mal schauen muss ich immer noch lachen!
Als ich ihn das erste mal gesehen hatte, das war ein paar Stunden nachdem meine Freundin mit mir Schluss gemacht hatte, hatte der Film es geschafft, mich auf komplett andere Gedanken zu bringen und hat mein Zwerchfell extrem strapaziert!
Also, wer was zum lachen sucht: DER IST HIER RICHTIG!

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giehlemanns

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Klassiker durch und durch. Kann jedes mal wieder lachen :)

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heiko.buschhaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wahres Meisterwerk, was die britische Blödeltruppe um Monthy Python hier geschaffen hat und die wohl beste Religionsparodie! "Die Ritter der Kokosnuss" ist zwar auch extrem geil, kommt aber nicht an das inhaltliche Niveau dieses Films heran! Wirklich, ohne große Worte, ein Film, den man gesehen haben muss, wenn man über Komödie, Parodien, Religion oder Filme im allgemeinen mitreden will!

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marcshake

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Menschen genannt Romanes gehen das Haus." - das ist der intelligente Humor des Films, der dann aber meistens doch von Sätzen wie "Hör auf, immer nur an Sex zu denken" oder "Schwanzus Longus" geplättet wird. Mal davon abgesehen ist die Judäische Volksfront ein Haufen von "Spaltern" und ich bin eh dafür, dass die alten Siechen endlich mal wieder was zu tun haben sollten. Nebenbei sind natürlich die Skifahrer gesegnet und dieses Myhrre-Zeugs könnt ihr euch in die Haare schmieren. Aber sowas von.

Zur Kreuzigung? Jeder nur ein Kreuz!

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deevaudee

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich mag an und für sich die Sachen die die Pythons fabriziert hatten. Aber es dauerte eine Weile um mich auch mit das Leben des Brian anzufreunden. Doch trotz des ins Gesicht Zynismus, und einigen netten Gags, haut mich der Film nicht um. In der Python Kategorie haben die Ritter der Kokosnuss eindeutig die Nase vorn bei mir. Da geht nix drüber was die Jungs noch so gemacht haben. Das Leben des Brian hat natürlich auch seine starken Momente, allein die Eröffnungssequenz mit der Preisung des Kindes. Das hatte wirklich was. Doch oft sind ein Passagen sehr zäh, oder wecken nicht mein Interesse. Was auch den gesamten Film betrifft, diese Thematik reizt mich in keinster Weise, was nicht heisst das die Blödeltruppe dennoch eine Unterhaltsame Klamaukkiste draus gemacht hat. Der Film erinnert mich auch an den damaligen Geschichtsunterricht, und da stiess schon einiges auf taube Ohren. Wäre der Geschichtsunterricht allerdings so ausgefallen, wie es die Pythons getan haben mit dem Film, wäre man als kleiner Junge vermutlich doch mehr hinterher gewesen. Aber so...... ist es eine Gewissbegierige Wüstenlandschaft. Karg und trocken. Doch kann man mit trocken eine Brücke schlagen. Denn der Humor der Briten ist ebenso trocken. Aber eben genau richtig um so einer Geschichte den nötigen Biss zu geben. Das Leben des Brian kann man gucken, wird auch mit genug Satire gefüttert, aber so alt der Film, so alt die Thematik, und so wenig kann ich damit was anfangen. Zumindest gibts ein gängiges im Ohr bleibendes Lied zum Schluss, dass zumindest der ein oder andere gehört haben sollte, und mit den Worten zum Ende, sollte man es nicht so verbissen sehen.

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deevaudee

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Au fein, Sticker Album a la Jehova. Da wird man nicht (Stein-)alt. xD


horro

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... war ja auch nur ein Vorschlag ;)



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