Fargo

Fargo (1996), GB/US Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 14.11.1996


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8.0
Kritiker
84 Bewertungen
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7.7
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von Ethan Coen und Joel Coen, mit Frances McDormand und William H. Macy

Im schwarzhumorigen Thriller Fargo von den Coen-Brüdern lässt William H Macy seine eigene Frau von zwei idiotischen Gangstern entführen, um seinen Schwiegervater zu erpressen. Dafür gab es 1997 zwei Oscars.

Der Plan des Autohändlers Jerry Lundegaard (William H. Macy) scheint simpel, doch wie so oft bei den Coens, ist auch dieser Antiheld Fargos zum Scheitern verurteilt. Jerrys akute Finanznot bringt ihn auf die folgenreiche Idee, seine Frau von zwei Kleinkriminellen entführen zu lassen und so seinen reichen aber knausrigen Schwiegervater Wade (Harve Presnell) um eine Million Dollar zu erpressen. Die beiden Entführer Carl (Steve Buscemi) und Gaear (Peter Stormare) wiederum sollen mit 40.000 Dollar abgespeist werden. Doch so weit kommt es nicht: Die Entführung, die eigentlich gänzlich unblutig verlaufen sollte, gerät völlig aus dem Ruder, als Gaear während einer Verkehrskontrolle völlig überreagiert und einen Polizisten und zwei Passanten erschießt. Zudem misstraut Wade seinem Schwiegersohn Jerry und will die Geldübergabe selbst in die Hand nehmen, was für weitere Schwierigkeiten sorgt. Schließlich ist es die wunderbare Frances McDormand als schwangere Polizeichefin Marge Gunderson, die sich auf die blutige Fährte der Kidnapper macht und versucht, Licht in die düstere Welt Fargos zu bringen.

Hintergrund & Infos zu Fargo
Mit Fargo haben die Brüder Joel Coen und Ethan Coen einen der besten Filme der Neunziger vorgelegt. Zwei Jahre vor ihrem Kulthit The Big Lebowski (1998) kam dieser moderne Film Noir in die Kinos und wurde von nahezu allen Kritikern aufs Äußerste gelobt. Es sind die schneebedeckten Weiten des verschlafenen amerikanischen Mittelwestens, in denen sich die tragikomische Geschichte Fargos um Erpressung, Misstrauen und Gewalt auf unvorhersehbare Weise entfaltet. Dabei gelingt den Coen-Brüdern mit Fargo eine eindrucksvolle Balance zwischen Glaubwürdigkeit und Groteske. Wie so oft bei ihnen gibt es auch hier nur einen schmalen Grat zwischen tiefschwarzem Humor und bitterem Ernst.

Für das brillante Drehbuch zu Fargo wurden die Coens schließlich mit dem Oscar ausgezeichnet und auch Frances McDormand (übrigens seit 1984 mit Joel Coen verheiratet) erhielt für ihre Darstellung der schwangeren und resoluten Polizistin Marge die begehrte Trophäe. Außerdem wurde Fargo nominiert in den Kategorien Bester Film, Beste Regie (Joel Coen), Bester Nebendarsteller (William H. Macy), Beste Kamera (Roger Deakins) und Bester Schnitt.™

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Cast & Crew

Regie
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Kommentare (180) — Film: Fargo


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freakualizer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nach der aktuellen, für mich so famosen Serie noch einmal geschaut und dann kommt auch von mir das Herzchen; es bleibt nur die Frage: Warum erst jetzt?

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sachsenkrieger

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Bewertung7.0Sehenswert

Fargo, Minnesota - irgendwo im Nirgendwo des nordmittleren Mittelnordens der USA. Eine Gegend, die viele schwedische Einwanderer hierher zog, weil es hier ein wenig wie bei ihnen zu Hause ist. Zähe und bodenständige Burschen und Mädels, die sich nicht so leicht abwimmeln lassen oder von Gewohnheiten ablassen. Da kann Marge noch so oft sagen, das sie keine Eier möchte, sie bekommt ihre Eier trotzdem.

Skurile Story und Charaktere, entzaubernde Landschaften, alle Tücken des menschlichen Daseins, rabenschwarzer Humor und Dialoge aus der Irrenanstalt des tumben Spießertums. Wo Coen draufsteht, da ist auch Coen drin. Aber irgendwie konnte der Streifen mich nicht so mitreißen wie andere Werke der Brüder. Alles verlief, wahrscheinlich beabsichtigt, eher als Spannungsgerade, denn als Spannungskurve. Vielleicht sind mittlerweile auch die Jahre nicht spurlos an diesem Werk vorbeigezogen. Sorry, da hat mich "Arizona Junior" mehr begeistern oder entgeistern können.

Leider habe ich auch nur eine deutsche Übersetzung gesehen, im amerikanischen Original soll der typische Minnesota-Slang dem Film ja noch einen zusätzlichen Kick verleihen. Vielleicht beim nächsten Mal.

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Heisenberg1995

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Bewertung7.0Sehenswert

ich fand den Film ganz ok. War halt echt nicht das was ich mir erwartet habe.
Die Coen Bruder konnte mich bisher auch nur mit dem "Dude" so wirklich überzeugen.

Die Geschichte war ganz cool und interessant. Steve Buscemi und William H. Macy sind vor allem durch ihre Leistungen in Boardwalk Empire bzw. Shameless für mich zu absoluten Größen herangewachsen.
Die Dialoge in den Filmen sind sehr überzeugend und manchmal musste ich schon ein wenig schmunzeln. Aber irgendwie fehlte mir die Spannung in dem Film.
Wenn es um Mord, Betrug, Polizisten, Entührung usw. geht brauch ein Film auch gewisse Spannungsbögen, die in Fargo leider nicht gegeben sind.
Ausgelegt ist der Film eher auf lustige Art und Weise aber auch zurecht FSK 16.

Ganz guter Film für zwischendurch aber kein Highlight.
Die Serie ist sicher anspruchsvoller,spannender und härter.

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Mr.Magoo

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Bewertung2.5Ärgerlich

McDormand, Macy und Buscemi, gleich drei Darsteller, die mich nicht überzeugen in einem Krimi so zäh und fade wie ein ausgekauter Kaugummi. Humor? Habe ihn nicht angetroffen!

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Mr.Magoo

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Ja, den "Dude" fand ich auch ganz furchtbar. Und Barton Fink - dazu fallen mir nur Sachen ein, die ich mich hier nicht zu schreiben traue.


Thomas Hetzel

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Die habe ich nicht gesehen, habe ich aber auch nicht vor, nachdem mich "No Country for Old Men" so enttäuscht hat, gucke ich mir garantiert keine Filme mehr von den Coen-Brüdern an, es sei denn es spielt ein Schauspieler oder eine Schauspielerin mit, dennen ich alles verzeihen könnte.


Devon65

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Bewertung4.5Uninteressant

Mir hat der Film nicht gefallen. Ab und zu ein Lacher, aber kein bisschen spannend. Naja es ist wie immer Geschmackssache.

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filmverliebt

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Bewertung9.0Herausragend

Jesus... Tja. Was soll man da noch sagen? Ausgezeichnet!

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Filmemacher

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Bewertung6.5Ganz gut

oh jehsuss

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axel.remer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

rabenschwarzer Humor...und diese dusseligen Armleuchter von Killer...einfach genial. Als Schlusswort bleibt mir nur noch das legendäre "Jesses" :-)

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cyberpunky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hab den Film schon mehrmals angeschaut aber noch nie so scharf wie heute!
Die remastered Blu-ray lohnt sich, große Verbesserung zur Erstauflage.
Besser wurde der Film aber dadurch nicht mehr, denn der war schon perfekt!

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keko24

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Weiß, das ist das erste was mir in den Sinn kommt wenn ich rückblickend an Fargo denke. Eine Landschaft geprägt von viel Schnee getoppt mit noch mehr Schnee. Wunderschön inszeniert und vor allem wunderbar gespielt, vor allem Steve Buscemi und Frances McDormand. Durch das "Kühlhalten" der Gespräche, sprich wenig temperamentvolle geladene Gespräche, wirkt das ganze passend zur Ambiente und vollkommen Glaubwürdig.

*** Achtung ab hier Spoiler ***

Zur Story:
Ein Autohändler der seine Frau entführen lässt um von seinem Stiefvater Geld abkassieren zu können, das ganze gerät ausser Kontrolle und es endet mit mehreren Toten. Das ganze basiert ja angeblich auf einer realen Geschichte und kommt auch vollkommen so rüber.

Fazit: Sehr guter Film. Eine sehr typische Coen Produktion/Regie, die sehr gut gespielt und inszeniert wurde. Herausragend und definitiv werde ich ihn weiterempfehlen und nochmal anschauen.

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keko24

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Ja. Kult. Schnee. Ja? Ja! :-) Über Geschmäcker kann man ja bekanntlich nicht streiten. Ja? Ja!


BenAffenleck

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Eben, eben. Geschmack hat man oder man bleibt zu Hause ;-)


Daedra

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Kann mich Daymare nur anschließen. Bin auch kein großer Fan der Coen-Brüder aber Fargo weiss zu unterhalten, ist stimmig und hat so gar ein richtiges Ende! Die skurril aufgearbeitete provinzielle Einfachheit wird mit einer schlichten Kriminalgeschichte konfrontiert, was sich aber keineswegs stört, sondern gekonnt ineinander greift. Neben der Tatsache, das es obligatorisches Pflichtprogramm ist...

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uncut123

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Bewertung9.5Herausragend

besser kann es nicht laufen....

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lexgorecor

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

die filme der coen brüder gehören einfach zu meinen lieblingsfilmen von blood simple bis zum heutigen dato,,, feinfach genial versponnene geschichten

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Daymare

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Bewertung6.5Ganz gut

Vorweg: Ich bin kein Fan der Coen Brüder. Mit Ausnahme von "The Big Lebowski" hat mir kein Film bisher so richtig zugesagt. "Fargo" ist aber nicht übel. Nicht unbedingt sehenswert, aber ziemlich gut. Für Filmfans ist er nichtsdestotrotz schon irgendwie Pflichtprogramm.

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Drax

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Bewertung9.0Herausragend

"Fargo" gehört wohl ohne Frage mit zu den besten Filmen der Gebrüder Coen.
Der Film beginnt zunächst eigentlich recht harmlos, ein rückgratloser Autoverkäufer heuert zwei Kleinkriminelle an, die seine Frau entführen sollen, um schließlich Lösegeld von seinem reichen Schwiegervater zu erpressen.
Natürlich wäre es kein Coen wen es dabei nicht ein paar krasse Wendungen geben würde, so wird aus einer anfangs recht harmlosen Entführung am Ende eine blutige Mordserie mit viel rabenschwarzen Humor.
Die Charakteren sind dabei wie man es von den Gebrüdern Coen kennt total skurril und hervorragend gespielt.
Besonders hervorzuheben sind hierbei William H. Macy in der Rolle des verzweifelten Autohändlers und Joel Coens Frau Frances McDormand in der Rolle der hochschwangere Polizistin Marge Gunderson, die beide schlicht grandios sind.
Genauso wie ihr Erstlingswerk "Blood Simple" ist auch dieser Coen trotz diesen skurrilen Charakteren und dem schwarzem Humor nie unglaubwürdig oder übertrieben.
Zusätzlich bietet der Film klasse Dialoge und mit seiner Winterkullise eine schon fast depressiven Atmosphäre, die perfekt zu der Story passt.

"Fargo" ist daher alles in allem sehr unterhaltsamer Thriller viel schwarzem Humor.

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Jason Born

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Ich behaupte einfach, das Fargo der beste der Brüder sein tut. Meine Bewertung schwankt zwischen 9 und 10. Jesses


Yowan

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Bewertung7.0Sehenswert

Enthält extra gekennzeichnete Spoiler.

Eine Krimikomödie à la "Snatch" oder "Bube Dame König GrAs" habe ich erwartet. Bekommen hab' ich aber was anderes.

Doch von vorne: Wer an den Film herangeht und erwartet, dass es eine ähnliche Farce wird, wie "Burn after Reading", der liegt vielleicht nicht einmal falsch. Humor spielt durchaus (vor allem in den sehr trockenhumorigen Dialogen) eine Rolle. Die Geschichte ist genauso abstrus und verwickelt. Doch eine Sache ist anders: Die Charaktere gehen einem weitaus mehr zu Herzen. Wo man es in genanntem Film lustig findet, dass die Protagonisten sich gegenseitig umbringen, so ist es hier vielmehr tragisch.
Jetzt kommt ein SPOILER!
Man fühlt z.B. mit Jerry mit, der seinen toten Vater findet und kann dessen Tod deswegen nicht als komisch ansehen. Ob es wirklich komisch sein sollte sei hintenangestellt.
SPOILER Ende!
Doch was bleibt übrig, nimmt man den Humor weg?
Ein künstlerisch interessanter (man betrachte allein die Kamerafahrt über das Essen in der Polizeikantine) Film, nichts anderes erwartet man von den Coen-Brüdern.
Eine Tragödie über das, was wirklich wichtig ist im Leben, verkörpert durch die ermittelnde Polizistin Marge Gunderson. Als einzige in diesem Film sind ihre Motive nicht von Geld bestimmt, als einzige pflegt sie einen guten Umgang mit ihren Mitmenschen (man vergleiche ihre Beziehung zu ihrem Mann, mit der Jerrys zu seinem Sohn). Eine Ode auf das Leben des Durchschnittsbürgers, auf die Ente, die auch auf der 3-Cent-Briefmarke stolz macht. Nicht nur auf der 29-Cent-Marke.

"Es gibt mehr im Leben, als ein bisschen Geld, wissen Sie das etwa nicht?"
"Jesses", der Film hat noch Potential nach oben!

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primatemike

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Bewertung5.5Geht so

Der wohl überbewerteste Film aller Zeiten. Da ist der ein- oder andere Tatort doch weit spannender. Die Schauspielerische Leistung geht (meist) klar, die Story auch... aber das alles wirkt heutzutage schon sehr banal und langweilig. Als Sonntag-Abend Krimi geht Fargo klar.

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Looki

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Bewertung9.0Herausragend

JESSES! was für ein film! die handschrift der coens ist unübersehbar, schon wenn der score einsetzt und die eröffnungssequenz die wunderschöne eisige schneebedeckte umgebung zeigt bekommt man gänsehaut. Jesses, ein film der zeigt was für verheerende auswirkungen eine einzige entscheidung bewirken und vor allem wie schief ein plan eigentlich gehen kann. wieder mal ein film, wo auf jeden charakter (und das sind nicht mal so wenig) eingegangen wird, wo jeder seine eigene geschichte bekommt und die spieldauer nur 90min beträgt. ich kenne viele filme die bekommen diese art von charaktertiefe nicht mal auf zwei stunden hin... Jesses...einfach nur jesses... persönlicher tipp: vorher "blood simple" schauen, man erkennt einige parallelen ;))

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Miami Twice

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Bewertung7.0Sehenswert

Bevor dieses Jahr die Serie dazu startet wollte ich unbedingt den Film gucken. Nach all dem lob den es um den Film gibt war ich dann doch ein wenig enttäuscht - er ist nicht schlecht aber manche Dialoge wirken etwas in die Länge gezogen. Die kalte Winterlandschaft verleiht dem Film eine geniale Atmosphäre dazu eine gute Portion schwarzen Humor und ein toller Cast.

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T00BI

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Bewertung6.0Ganz gut

Im oscarprämierten Film "Fargo" der Coen Brothers beginnt alles mit dem unzufriedenen Autohändler Jerry Lundegaard (William H. Macy), der seine Frau von den beiden Gangstern Carl (Steve Buscemi) und Gaear (Peter Stormare) entführen lässt, um von seinem millionenschweren Schwiegervater ein sattes Lösegeld zu kassieren. Doch sein Plan geht nicht ganz auf und droht immer weiter aus dem Ruder zu laufen.

"Okay. Ich möchte, dass Sie mir erzählen, wie diese Jungs aussahen." - "Naja, der Kleine von den beiden sah irgendwie schräg aus." - "In welcher Hinsicht?" - "Ich weiß nicht. Irgendwie schräg."

Mit obigem Zitat ist natürlich Steve Buscemi gemeint, den man besser wohl kaum beschreiben kann. Seine Rolle als kleiner, schräger Gangster ist hier wirklich klasse und macht richtig Spaß, zusammen mit seinem wortkargen, skrupellosen und Cornflakes-essenden Partner Peter Stormare geben die beiden ein tolles Gespann ab. Wie gesagt, Stormare sagt im kompletten Film nur sehr, sehr wenig, wenn er aber was sagt ist es immer wieder zum Brüllen komisch! Neben den beiden überzeugt vor allem auch Frances McDormand in ihrer Rolle der hochschwangeren Polizistin Marge. Jeder ihrer Polizei-Kollegen mag sie, egal wo sie auftaucht, sie verbreitet immer wieder eine fröhliche Stimmung im ganzen kriminellen Umfeld und kommt auch beim Zuschauer total sympathisch rüber.

Ich muss zugeben, dass das hier nach „The Big Lebowski“ mein erster Coen-Streifen ist, ich hab also noch viel nachzuholen, trotzdem fällt einem hier schon was ganz spezielles in ihren Filmen auf. Das Ganze ist perfekt inszeniert, stellenweise sehr ruhig gehalten, bis schließlich im nächsten Moment eine ganze Ladung Humor auf einen zukommt, in diesem Fall meist schwarzer Humor. Spannung ist hier auch bis zum Ende drin, auch sonst bleibt man hier ständig am Ball, was vor allem an der herrlich verzwickten und ironischen Geschichte liegt, die sich zum Ende hin immer mehr zuspitzt. „Fargo“ hat mich zwar nicht komplett umgehauen, ist aber zweifelsfrei ein richtig starker Film, mit vielen tollen Momenten, total abgedrehten Filmfiguren, einer guten Portion Spannung und einer ordentlichen Prise Humor. Ich hab so das Gefühl, das der Film bei der nächsten Sichtung nochmal in der Punktzahl steigen wird, definitiv empfehlenswert!

"Ich kenne nen Laden in Brainerd, da können wir ein Steak essen und uns danach vögeln lassen." - "Ich will aber Cornflakes!"

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Martin Oberndorf

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Fehlen noch ganz viele Punkte aber trotzdem super, t00bi!
Und ich bin immer noch der Einzige, der den richtig stark findet, aber für den der Humor im Film nur eine extrem untergeordnete Rolle spielt. Finde den eher als Krimi.


T00BI

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Naja, ich weiß jetzt nicht ob der Film bei mir ohne den Humor, sprich den schrägen Filmfiguren etc. so gut geklappt hätte, kann ich nur erahnen, aber natürlich funktioniert er als Krimi auch sehr gut. Und was die fehlenden Punkte angeht: Es kann gut ein, dass ich den nach der Zweitsichtung aufwerte, mal schauen was passiert :)



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