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Fargo

Fargo (1996), GB/US Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 14.11.1996


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8.0
Kritiker
84 Bewertungen
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7.7
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14813 Bewertungen
177 Kommentare
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von Ethan Coen und Joel Coen, mit Frances McDormand und William H. Macy

Im schwarzhumorigen Thriller Fargo von den Coen-Brüdern lässt William H Macy seine eigene Frau von zwei idiotischen Gangstern entführen, um seinen Schwiegervater zu erpressen. Dafür gab es 1997 zwei Oscars.

Der Plan des Autohändlers Jerry Lundegaard (William H. Macy) scheint simpel, doch wie so oft bei den Coens, ist auch dieser Antiheld Fargos zum Scheitern verurteilt. Jerrys akute Finanznot bringt ihn auf die folgenreiche Idee, seine Frau von zwei Kleinkriminellen entführen zu lassen und so seinen reichen aber knausrigen Schwiegervater Wade (Harve Presnell) um eine Million Dollar zu erpressen. Die beiden Entführer Carl (Steve Buscemi) und Gaear (Peter Stormare) wiederum sollen mit 40.000 Dollar abgespeist werden. Doch so weit kommt es nicht: Die Entführung, die eigentlich gänzlich unblutig verlaufen sollte, gerät völlig aus dem Ruder, als Gaear während einer Verkehrskontrolle völlig überreagiert und einen Polizisten und zwei Passanten erschießt. Zudem misstraut Wade seinem Schwiegersohn Jerry und will die Geldübergabe selbst in die Hand nehmen, was für weitere Schwierigkeiten sorgt. Schließlich ist es die wunderbare Frances McDormand als schwangere Polizeichefin Marge Gunderson, die sich auf die blutige Fährte der Kidnapper macht und versucht, Licht in die düstere Welt Fargos zu bringen.

Hintergrund & Infos zu Fargo
Mit Fargo haben die Brüder Joel Coen und Ethan Coen einen der besten Filme der Neunziger vorgelegt. Zwei Jahre vor ihrem Kulthit The Big Lebowski (1998) kam dieser moderne Film Noir in die Kinos und wurde von nahezu allen Kritikern aufs Äußerste gelobt. Es sind die schneebedeckten Weiten des verschlafenen amerikanischen Mittelwestens, in denen sich die tragikomische Geschichte Fargos um Erpressung, Misstrauen und Gewalt auf unvorhersehbare Weise entfaltet. Dabei gelingt den Coen-Brüdern mit Fargo eine eindrucksvolle Balance zwischen Glaubwürdigkeit und Groteske. Wie so oft bei ihnen gibt es auch hier nur einen schmalen Grat zwischen tiefschwarzem Humor und bitterem Ernst.

Für das brillante Drehbuch zu Fargo wurden die Coens schließlich mit dem Oscar ausgezeichnet und auch Frances McDormand (übrigens seit 1984 mit Joel Coen verheiratet) erhielt für ihre Darstellung der schwangeren und resoluten Polizistin Marge die begehrte Trophäe. Außerdem wurde Fargo nominiert in den Kategorien Bester Film, Beste Regie (Joel Coen), Bester Nebendarsteller (William H. Macy), Beste Kamera (Roger Deakins) und Bester Schnitt.™

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (7) — Film: Fargo

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.5Ausgezeichnet

Irgendwo nördlich im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten liegt es, dieses verschneite Städtchen namens Fargo; irgendwo im Bundesstaat North Dakota; dort, wo er Provinzialismus herrscht, die Uhren rückwärts laufen und die Handvoll Touristen, die es im Jahr in dieses Teilstück amerikanischen Hinterlandes verschlägt, am einheimischen Dialekt zerschellen: „Oh, jeez!“. Für die Coen Brothers hat dieses eigenwillige Dasein jedoch sentimentalen Wert, sind sie doch in einer solchen Gegend aufgewachsen, nicht umsonst gibt sich „Fargo“ auch zweifelsohne als eine Art Heimatfilm zu verstehen. Und obgleich sich die Brüder über – und auf Kosten dieser - jene lokale Eigenart amüsieren, lieben sie diese Gepflogenheiten, die Einheimischen, innig und eröffnen dem Zuschauer so herrlich ungeschliffene Porträts unterschiedlicher Menschen, die durch ein Szenario stolpern, das in seiner ganzen Absurdität vollkommen dem Leben selbst entspricht. Menschen, die sich durch ihren Egoismus, ihre Dummheit, ihre Verzweiflung und auch durch ihre Güte auszeichnen. „Fargo“ ist ein Film über eben solche unverstellten Menschen und über die Nadeln des individuellen moralischen Kompasses, die immer wieder in verschiedene Richtungen ausschlagen. Unkonventionelles, aber dennoch schlichtweg brillantes Erzählkino, das sich glücklicherweise erlaubt, Freiräume für eigene Gedanken zu lassen, in seiner Struktur aber immer so homogen wie harmonisch wirkt. Kunst. Coen'sche Kunst.

PS: Das aufrichtige, durch und durch vertraut wirkende Ehebild von Marge und Norm zählt zu den schönsten, welche die Filmwelt je beglücken durften. Allein dafür muss man „Fargo“ schon lieben.

27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

Lydia Huxley

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Ich kann zwar raus lesen, warum du den Film toll findest, Souli, aber persönlich fand ich den ziemlich zäh und langweilig - Coen'sche Kunst hin oder her.


SoulReaver

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Traurig.


kobbi88: Die Drei Muscheln

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5.0Geht so

Nachdem ich tatsächlich gestern eingeschlafen bin, heute ein neuer Versuch. Leider verstehe ich jetzt, warum ich gestern eingeschlafen bin.

Ein Krimi ohne Spannung: Wirres, relativ langweiliges Umherirren durch den Schnee. Keine Geschwindigkeit, keine Intensivität. Und ein Finale, das den Schuss nicht gehört hat. Bis auf ein paar wenige coole Szenen ist da nicht viel.

Eine Komödie ohne Humor: Die Charaktere mit ihrem Hinterwäldlercharme sind zwar ganz süß, aber nie so skurril, wie sie hätte sein können. Dadurch fällt auch ein großes Stück des sonst so typischen Coen-Humors weg.

Eine Tragödie ohne große Gefühle: Kaum Mitfühlen mit den Figuren, das Schicksal ist mit total schnuppe. Ob nun jemand stirbt, überlebt, freikommt, gewinnt, verliert, schwanger ist, Hunger hat, (ver)blutet – es ist mir egal.

Als Splatterfilm ganz brauchbar, nur will er das eigentlich ja gar nicht sein: Das Blut spritzt im hohen Bogen. Zwar nicht ständig, sondern nur in einzelnen, kurzen Episoden, aber wenn, dann so richtig.

Ein Liebesfilm, der wenig Liebe, sondern Alltag zeigt. Gut, das kriegt er hin. Aber verdammt, das ist stinklangweilig. Will ich den Alltag sehen, dann schaue ich sicher keinen Film an.

Ein Naturfilm, der zwar die schneebedeckte Landschaft der amerikanischen Nordstaaten (sagt man das so?) sehr schön zeigt – blöd nur, dass das ebenfalls langweilig aussieht.

Wenigstens, und das rettet den Film wirklich den Arsch, sind die Schauspieler sehr gut, allen voran Frances McDormand als schwangere Polizistin, die zwar kuckt, als könnte die kein Wässerchen trüben, die es aber trotzdem faustdick hinter den Ohrenmützen hat. Mal wieder so ein Beispiel, dass die Darsteller einen Film wenigstens ins Mittelmaß hochziehen.

Trotzdem ist „Fargo“ letztlich ein kruder Mischmasch aus verschiedenen Genre, ohne eines davon wirklich bbrauchbar umzusetzen. Es sind zwar überall interessante Ansätze da, aber auf mich wirkt der Film so, als ob die Coens dann immer wieder die Lust daran verloren haben und sich einem neuen Genre zugewandt haben. Und das alles eben nicht lustig, auch wenn das anscheinend alle darin sehen wollen. Sondern stinklangweilig.

Oh verdammt, sind ja die Coens. Vergesst was ich gesagt habe, muss ne Mischung aus Genialität, Kunst und Coentum sein, das ich natürlich nicht verstanden habe. Ist natürlich ein Meisterwerk, ganz klar.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 75 Antworten

CHF

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http://file1.npage.de/001470/15/bilder/tonne-tile.jpg <-- Kunst


Dave_Bowman

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Fargo selbstverständlich KEIN Meisterwerk. Wie alles von den Coen Brothers. :)
Guter Kommentar übrigens.


Oceanic6: CinemaForever

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9.0Herausragend

"Kennst du schon den Witz über den Kerl, der sich kein Nummernschild mit seinen Initialen leisten konnte und seinen Namen in J3L-2404 ändern ließ?"

"Fargo" ist in sämtlichen Aspekten eine Meisterleistung. Er ist lustig ohne lustig sein zu wollen, traurig ohne traurig sein zu wollen und kritisch ohne mit der Moralkeule auf den Zuschauer einzuprügeln. Und vor allen Dingen ist er absolut untypisch für Hollywood. Auch ist es schwer "Fargo" einem Genre zuzuordnen. Er ist die verdammt beste Thriller-Romance-Drama-Crime-Story, die das Kino jemals gesehen hat.

Wie fast jeder Coen Film startet auch "Fargo" mit einer scheinbar harmlosen Ausgangssituation. Mr. Lunegaard lässt seine Frau von zwei Hinterwäldlern für Lösegeld entführen, um sich für eine Investition ein wenig Geld zu verschaffen. Der wohlhabende Vater seiner Frau soll dann für das Lösegeld aufkommen. Dass die ursprünglich simpel angedachte Geschichte vollkommen aus dem Ruder läuft, kann er natürlich noch nicht ahnen.

"Fargo" beleuchtet einen Kriminalfall nach einer wahren Begebenheit. Aus der vorgegeben Geschichte zaubern Joel & Ethan Coen ihr komplett eigenes Ding, ein ebenso trauriges wie schwarzhumoriges Gesellschaftsportrait. Kühl und distanziert inszeniert und dennoch so warmherzig und emotional wie wenige andere Filme. Die Figuren sind bis in die kleinste Rolle perfekt besetzt. Dabei ragt vor allem Frances McDormand als schwangere Polizistin heraus. "Noch zwei Monate..." meint sie bezüglich ihrer anstehenden Geburt. Das jedoch in einem dermaßen trockenen, traurigen Ton, dass mir jedes Mal ein Schauer den Rücken hinterläuft.

Die Brutalität und der schwarze Humor sind typisch für die Coens. Nicht aber diese gleichermaßen kühlen wie romantischen Aufnahmen von Roger Deakins. Jede Einstellung, jede gefilmte Mimik hat ihre Bedeutung. Die Gewalt wird zur Poesie, die Charaktere sind einzigartig. Jeder einzelne hat große Aussagekraft. Auf der einen Seite die Loser, die für wenig Geld über Leichen gehen. Auf der anderen Seite der Vater, der seinem Schwiegersohn nichts zutraut. Was bleibt ist der Glaube an uns selbst. Nur reicht das? Können wir in einer Gesellschaft leben, in der uns nicht einmal der Nächststehende vertraut?

Carter Burwells ebenso magische wie traurige Melodien untermalen dieses pessimistische Weltbild wunderbar. Und dennoch bleibt keine zwanghaft Kritik, sondern man bekommt viel Realismus, liebevolle Charaktere, eine einmalige Katz- und Mausjagd und viele Lacher geboten. Die zwei Oscarauszeichnungen für die beste Hauptdarstellerin und das beste Drehbuch sind im Falle "Fargo" ausnahmsweise mal mehr als verdient...

32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Sigmund

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Sehr schön das Wesentliche auf den Punkt gebracht!


Oceanic6

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Vielen Dank!


Stefan_R.: Mann beisst Film

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7.5Sehenswert

Bei der nächsten Gartenarbeit wird man zum Kompost-Schredder etwas Sicherheitsabstand halten. Welcher Film kann schon von sich behaupten, so etwas zu schaffen?

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

dAJaro

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Wenn die Filme, die ich im Regal stehen habe, sprechen könnten, könnten sie alle von sich behaupten, dass sie es geschafft haben zeit ihres Daseins einen großen Sicherheitsabstand zu Kompost-Schreddern im allgemeinen zu halten.


Stefan_R.

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Wohl wahr ;) Aber "FARGO" war mit seiner zweckentfremdeten Verwendung des Schredders für mich immer der beste Beweis dafür, dass diese Geräte gefährlicher sind, als sie vielleicht aussehen.


SiameseAlex: SiameseMovies

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6.0Ganz gut

Leider muss hier ein weiteres Mal das leidige Coen-Fazit herhalten: Überdurchschnittliche, aber knallharte, geschmacksspektral schwarz-weiße Kost. Denn 'Fargo' wirklich anzugreifen gestaltet sich schwer, wenn nicht gar unmöglich. Sämtliche Angriffspunkte sind bei näherem Hinschauen als nahezu objektiv positiv zu werten (siehe Xebeches Kritik). Die schauspielerische Leistung ist wirklich herausragend und wurde bereits hinlänglich beschrieben, das Setting, der Plot, sämtliche Wendungen - schlichtweg alle Ereignisse sind derart durchgestylt, dass bei meinem filmischen Erlebnis (und einer 8.5er Vorhersage) der überspringende Funke auf der Strecke Richtung Brainerd blieb.
[...]
Mit Coen-Filmen ist es ja so kompliziert - ein Dilemma! Wenn es den Lebowski nicht gäbe, wäre dies mit Sicherheit mein letzter Coen-Film gewesen, doch ausgerechnet dieser hat es geschafft erst bei der dritten Sichtung absolute Begeisterung zu wecken - warum dann nicht auch 'Fargo - Blutiger Schnee'? Die Begründung lautet Missmut und die Folge daraus ist die wohl subjektivste Bewertung aller Zeiten (und das bei aller objektiver Güte): 6.0 / 10.

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Xebeche

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Wenn man das wüsste... Bei den Coens geht's mir allerdings recht unterschiedlich: Mir gefallen fast alle ihre Werke auf Anhieb sehr gut (Ausnahme ist "Ein (un)möglicher Härtefall"). Manche, wie Lebowsky und Fargo, steigerten sich noch von Mal zu Mal, andere wie "Burn after reading" oder "O brother, where art thou" haben mich bei der zweiten Sichtung leider weniger begeistert. Bin da auch ein bisschen ratlos... ;)


The_Comedian

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... mir geht´s genauso mit ´No Country For Old Man´.


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.5Sehenswert

Das alles ist herrlich absurd und unkontrolliert. Außerdem macht es auch Spaß. Den blutigen Schnee vergisst man nicht. Aber wirklich begeistert war ich nicht.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.5Ausgezeichnet

Zu recht der erfolgreichste und bekannteste Coen-Bros. FIlm. Lakonischer Humor und absurde Gewalt in einer frostigen Kriminalstory.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

Janus Winter

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nö. dir?


Filmfano

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True Grit, Burn after Reading & No Country for old Men sind die erfolgreichsten Filme der Coen-Brüder. Wo hast du denn diesen Schmaren her? Aber Fargo auch einer meiner Lieblingsfilme von ihnen. Zusammen mit Barton Fink, Big Lebowsky, Hudsucker & Arizona Junior!



Kommentare (170) — Film: Fargo


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Daedra

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Kann mich Daymare nur anschließen. Bin auch kein großer Fan der Coen-Brüder aber Fargo weiss zu unterhalten, ist stimmig und hat so gar ein richtiges Ende! Die skurril aufgearbeitete provinzielle Einfachheit wird mit einer schlichten Kriminalgeschichte konfrontiert, was sich aber keineswegs stört, sondern gekonnt ineinander greift. Neben der Tatsache, das es obligatorisches Pflichtprogramm ist...

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uncut123

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Bewertung9.5Herausragend

besser kann es nicht laufen....

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lexgorecor

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

die filme der coen brüder gehören einfach zu meinen lieblingsfilmen von blood simple bis zum heutigen dato,,, feinfach genial versponnene geschichten

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Daymare

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Bewertung6.5Ganz gut

Vorweg: Ich bin kein Fan der Coen Brüder. Mit Ausnahme von "The Big Lebowski" hat mir kein Film bisher so richtig zugesagt. "Fargo" ist aber nicht übel. Nicht unbedingt sehenswert, aber ziemlich gut. Für Filmfans ist er nichtsdestotrotz schon irgendwie Pflichtprogramm.

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Drax

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Bewertung9.0Herausragend

"Fargo" gehört wohl ohne Frage mit zu den besten Filmen der Gebrüder Coen.
Der Film beginnt zunächst eigentlich recht harmlos, ein rückgratloser Autoverkäufer heuert zwei Kleinkriminelle an, die seine Frau entführen sollen, um schließlich Lösegeld von seinem reichen Schwiegervater zu erpressen.
Natürlich wäre es kein Coen wen es dabei nicht ein paar krasse Wendungen geben würde, so wird aus einer anfangs recht harmlosen Entführung am Ende eine blutige Mordserie mit viel rabenschwarzen Humor.
Die Charakteren sind dabei wie man es von den Gebrüdern Coen kennt total skurril und hervorragend gespielt.
Besonders hervorzuheben sind hierbei William H. Macy in der Rolle des verzweifelten Autohändlers und Joel Coens Frau Frances McDormand in der Rolle der hochschwangere Polizistin Marge Gunderson, die beide schlicht grandios sind.
Genauso wie ihr Erstlingswerk "Blood Simple" ist auch dieser Coen trotz diesen skurrilen Charakteren und dem schwarzem Humor nie unglaubwürdig oder übertrieben.
Zusätzlich bietet der Film klasse Dialoge und mit seiner Winterkullise eine schon fast depressiven Atmosphäre, die perfekt zu der Story passt.

"Fargo" ist daher alles in allem sehr unterhaltsamer Thriller viel schwarzem Humor.

bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Jason Born

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Ich behaupte einfach, das Fargo der beste der Brüder sein tut. Meine Bewertung schwankt zwischen 9 und 10. Jesses


Yowan

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Bewertung7.0Sehenswert

Enthält extra gekennzeichnete Spoiler.

Eine Krimikomödie à la "Snatch" oder "Bube Dame König GrAs" habe ich erwartet. Bekommen hab' ich aber was anderes.

Doch von vorne: Wer an den Film herangeht und erwartet, dass es eine ähnliche Farce wird, wie "Burn after Reading", der liegt vielleicht nicht einmal falsch. Humor spielt durchaus (vor allem in den sehr trockenhumorigen Dialogen) eine Rolle. Die Geschichte ist genauso abstrus und verwickelt. Doch eine Sache ist anders: Die Charaktere gehen einem weitaus mehr zu Herzen. Wo man es in genanntem Film lustig findet, dass die Protagonisten sich gegenseitig umbringen, so ist es hier vielmehr tragisch.
Jetzt kommt ein SPOILER!
Man fühlt z.B. mit Jerry mit, der seinen toten Vater findet und kann dessen Tod deswegen nicht als komisch ansehen. Ob es wirklich komisch sein sollte sei hintenangestellt.
SPOILER Ende!
Doch was bleibt übrig, nimmt man den Humor weg?
Ein künstlerisch interessanter (man betrachte allein die Kamerafahrt über das Essen in der Polizeikantine) Film, nichts anderes erwartet man von den Coen-Brüdern.
Eine Tragödie über das, was wirklich wichtig ist im Leben, verkörpert durch die ermittelnde Polizistin Marge Gunderson. Als einzige in diesem Film sind ihre Motive nicht von Geld bestimmt, als einzige pflegt sie einen guten Umgang mit ihren Mitmenschen (man vergleiche ihre Beziehung zu ihrem Mann, mit der Jerrys zu seinem Sohn). Eine Ode auf das Leben des Durchschnittsbürgers, auf die Ente, die auch auf der 3-Cent-Briefmarke stolz macht. Nicht nur auf der 29-Cent-Marke.

"Es gibt mehr im Leben, als ein bisschen Geld, wissen Sie das etwa nicht?"
"Jesses", der Film hat noch Potential nach oben!

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primatemike

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Bewertung5.5Geht so

Der wohl überbewerteste Film aller Zeiten. Da ist der ein- oder andere Tatort doch weit spannender. Die Schauspielerische Leistung geht (meist) klar, die Story auch... aber das alles wirkt heutzutage schon sehr banal und langweilig. Als Sonntag-Abend Krimi geht Fargo klar.

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Looki

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Bewertung9.0Herausragend

JESSES! was für ein film! die handschrift der coens ist unübersehbar, schon wenn der score einsetzt und die eröffnungssequenz die wunderschöne eisige schneebedeckte umgebung zeigt bekommt man gänsehaut. Jesses, ein film der zeigt was für verheerende auswirkungen eine einzige entscheidung bewirken und vor allem wie schief ein plan eigentlich gehen kann. wieder mal ein film, wo auf jeden charakter (und das sind nicht mal so wenig) eingegangen wird, wo jeder seine eigene geschichte bekommt und die spieldauer nur 90min beträgt. ich kenne viele filme die bekommen diese art von charaktertiefe nicht mal auf zwei stunden hin... Jesses...einfach nur jesses... persönlicher tipp: vorher "blood simple" schauen, man erkennt einige parallelen ;))

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Miami Twice

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Bewertung7.0Sehenswert

Bevor dieses Jahr die Serie dazu startet wollte ich unbedingt den Film gucken. Nach all dem lob den es um den Film gibt war ich dann doch ein wenig enttäuscht - er ist nicht schlecht aber manche Dialoge wirken etwas in die Länge gezogen. Die kalte Winterlandschaft verleiht dem Film eine geniale Atmosphäre dazu eine gute Portion schwarzen Humor und ein toller Cast.

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T00BI

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Bewertung6.5Ganz gut

Im oscarprämierten Film "Fargo" der Coen Brothers beginnt alles mit dem unzufriedenen Autohändler Jerry Lundegaard (William H. Macy), der seine Frau von den beiden Gangstern Carl (Steve Buscemi) und Gaear (Peter Stormare) entführen lässt, um von seinem millionenschweren Schwiegervater ein sattes Lösegeld zu kassieren. Doch sein Plan geht nicht ganz auf und droht immer weiter aus dem Ruder zu laufen.

"Okay. Ich möchte, dass Sie mir erzählen, wie diese Jungs aussahen." - "Naja, der Kleine von den beiden sah irgendwie schräg aus." - "In welcher Hinsicht?" - "Ich weiß nicht. Irgendwie schräg."

Mit obigem Zitat ist natürlich Steve Buscemi gemeint, den man besser wohl kaum beschreiben kann. Seine Rolle als kleiner, schräger Gangster ist hier wirklich klasse und macht richtig Spaß, zusammen mit seinem wortkargen, skrupellosen und Cornflakes-essenden Partner Peter Stormare geben die beiden ein tolles Gespann ab. Wie gesagt, Stormare sagt im kompletten Film nur sehr, sehr wenig, wenn er aber was sagt ist es immer wieder zum Brüllen komisch! Neben den beiden überzeugt vor allem auch Frances McDormand in ihrer Rolle der hochschwangeren Polizistin Marge. Jeder ihrer Polizei-Kollegen mag sie, egal wo sie auftaucht, sie verbreitet immer wieder eine fröhliche Stimmung im ganzen kriminellen Umfeld und kommt auch beim Zuschauer total sympathisch rüber.

Ich muss zugeben, dass das hier nach „The Big Lebowski“ mein erster Coen-Streifen ist, ich hab also noch viel nachzuholen, trotzdem fällt einem hier schon was ganz spezielles in ihren Filmen auf. Das Ganze ist perfekt inszeniert, stellenweise sehr ruhig gehalten, bis schließlich im nächsten Moment eine ganze Ladung Humor auf einen zukommt, in diesem Fall meist schwarzer Humor. Spannung ist hier auch bis zum Ende drin, auch sonst bleibt man hier ständig am Ball, was vor allem an der herrlich verzwickten und ironischen Geschichte liegt, die sich zum Ende hin immer mehr zuspitzt. „Fargo“ hat mich zwar nicht komplett umgehauen, ist aber zweifelsfrei ein richtig starker Film, mit vielen tollen Momenten, total abgedrehten Filmfiguren, einer guten Portion Spannung und einer ordentlichen Prise Humor. Ich hab so das Gefühl, das der Film bei der nächsten Sichtung nochmal in der Punktzahl steigen wird, definitiv empfehlenswert!

"Ich kenne nen Laden in Brainerd, da können wir ein Steak essen und uns danach vögeln lassen." - "Ich will aber Cornflakes!"

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Martin Oberndorf

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Fehlen noch ganz viele Punkte aber trotzdem super, t00bi!
Und ich bin immer noch der Einzige, der den richtig stark findet, aber für den der Humor im Film nur eine extrem untergeordnete Rolle spielt. Finde den eher als Krimi.


T00BI

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Naja, ich weiß jetzt nicht ob der Film bei mir ohne den Humor, sprich den schrägen Filmfiguren etc. so gut geklappt hätte, kann ich nur erahnen, aber natürlich funktioniert er als Krimi auch sehr gut. Und was die fehlenden Punkte angeht: Es kann gut ein, dass ich den nach der Zweitsichtung aufwerte, mal schauen was passiert :)


albi0211

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Bewertung4.0Uninteressant

Selten so endtäuscht worden! Mein Erwartungen waren riesig. Ich fand den Film überhaupt nicht spannend. Dann

In der deutschen Fassung des Films Fargo der Coen Brüder wird der Ausruf "For Pete's sake", den die Hauptdarstellerin Frances McDormand sehr oft ausstößt, mit "Jesses" übersetzt. Und alle in diesem Film verwenden dieses bescheuerte Wort andauern. Das ging mir mit der Zeit dermaßen auf den Sack. Und dann immer "nope" anstatt nein.

Ich finde aus der Story hätte man viel mehr raus holen können. Die Machart des Films hat mir absolut nicht gefallen!

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Hirsch777

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Falsch, "Oh Geez" wird mit "Jesses" übersetzt. Guckst du hier: http://www.youtube.com/watch?v=xoXXb6RnhRE


RoboMaus

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Bewertung4.5Uninteressant

Der gemächliche Stil, das 'Coole' und der Humor der Coen-Brüder sind nicht jedermanns Sache. Ich konnte hier weder lachen, noch war das spannend. 'Langatmig' trifft es wohl am besten. Ich kann nichts Witziges daran finden, wenn zwei Dumpfbacken-Prostituierte gekünstelt-dämlich aus der Wäsche gucken. Spontaner Humor? Twists? Spannung? Fehlanzeige. Wie immer ist das alles Geschmackssache, und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden - bitte nicht übel nehmen.

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Friedsas

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Bewertung9.5Herausragend

"Jesus..." was für ein Film! :D
Wirklich gut und spannend, mit vielen Top Dialogen und fiesen Gemeinheiten.
Ganz nebenbei liefert er auch die beste Beschreibung die es jemals für Steve Buscemi gegeben hat: "Wie sieht er den aus?" - "Irgendwie schräg" - "Wie genau?" - "Naja schräg ganz im allgemeinen." :D

Alles sehr verschlafen und einer denkt er wäre gerissener als der andere und könnte ihn irgendwie bescheissen :D Die einzige die das nicht juckt ist der Sherrif ;) Die zieht ihr Ding durch und das mit einer Gemächlichkeit - aber auch Entschlossenheit die seinesgleichen sucht! :D

Top Film und zu Recht das Aushängeschild der Coen Brüder

*Spoiler* Ich muss sagen ich hätte Steve Buscemi wahrscheinlich schon vieeeeeeeeeeel früher getötet, man ging der auf den Sack und war ein Arsch :D *Spoiler*

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PuertoRican

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Bewertung6.0Ganz gut

Fargo trägt eindeutig die Handschrift der Coen Brüder. Auch wenn mich dieser Film nicht wirklich begeistert hat, kann man klare Parallelen zu No Country for old men erkennen, zumindest was die Kameraführung- bzw. einstellung angeht. Nachdem ich mir hier einige Kommentare durchgelesen habe, verstehe ich warum so viele Leute diesen Film so hoch bewerten. Für mich jedoch erschließt sich schlicht nichts aus diesem Film. Er hat mich weder wirklich gepackt und den schwarzen Humor konnte ich auch nicht erkennen.

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Thomas Hetzel

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Ich verstehe auch nicht warum den Film so viele toll finden, aber ich kann generell mit den Filmen der Coen-Brüder nichts anfangen.


PuertoRican

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Ja, ich denke für die Filme von den 2 muss man echt die Intention dahinter verstehen. Burn after reading fand ich zwar ganz gut aber irgendwie war mir der dann doch zu Ziellos. Fand das echt schade weil ein haufen übertriebener Schauspieler dabei waren.


Amadis

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit Fargo gewannen die Coen-Brüder ja ihren ersten Oscar und in der Tat handelt es sich hier um einen in vielerlei Hinsicht bemerkenswerten Film.
Man findet die gewohnten Ingredienzen, die in allen Coen-Filmen vorkommen: Sehr abstrakte Handlungsläufe, skurrile, vom Geschehen völlig überforderte Hauptfiguren und einen gehörigen Schuss schwarzen Humor.
Auch wenn Fargo meiner Meinung nach nicht ganz so perfekt gelungen ist, wie die nachfolgende Produktion " The Big Lebowski" so haben wir es doch mit einem der besseren Coen-Werke zu tun. Allein die Idee der Gegenüberstellung des völlig durchgeknallten Entführer-Duos mit dem geradezu idyllisch-kitschigen Eheleben der Polizistin Marge ist genial.

…Und so endet das Werk wie zu vermuten war frei nach Dürrenmatts Dramentheorie: Eine Geschichte ist erst zu ende erzählt, wenn sie die schlimmstmögliche Wendung genommen hat...

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Gabe666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach dem ganz guten "Ladykillers", dem verstörenden "No Country For Old Men" und dem fulminanten Erstlingswerk "Blood Simple" erst mein vierter Coen-Film. Und offensichtlich auch einer ihrer typischsten.
Man hat hier vieles, was man auch in den anderen Filmen wiedererkennt: Ganz gewöhnliche Durchschnittsbürger, die in haarsträubende Situationen geraten, skurrile Charaktere, geschliffene Dialoge, amüsanter Lokalkolorit und viel schwarzer Humor.
Die Schauspieler sind allesamt toll. William H. Macys Charakter des verzweifelten, verschuldeten Ehemanns, der die ganzen Ereignisse ins Rollen bringt, indem er beschließt, seine Frau entführen zu lassen, dabei jedoch durch seine Schüchtern- und Dummheit alles verpatzt, kann man einfach nur bemitleiden. Steve Buscemi und Peter Stormare sind einfach herrlich als durchgeknallte Entführer, die zwei gegensätzliche Pole bilden (der eine dauernd nervös und geschwätzig, der andere schweigsam und unter der Oberfläche ein skrupelloser, unberechenbarer Psychopath) und sich bei der Entführung und der Übergabe nicht minder dumm anstellen. Und Frances McDormand schließlich gibt die wohl liebenswürdigste Polizistin der Filmgeschichte.
Für besonderen Unterhaltungswert sorgen vor allem die Dialoge, mit oft wiederkehrenden Running Gags. So kommen in fast jeder Unterhaltung "Jesses", "Ja?" (im Original "Yeah") und "Oh ja" vor (hier ein lustiger Zusammenschnitt: http://www.youtube.com/watch?v=TF3z-j8o39I; im Gegensatz zu einem meiner Vorposter fand ich das sehr amüsant).
Und Steve Buscemis Charakter wird von den befragten Zeugen immer auf folgende Weise beschrieben: "Der sah irgendwie schräg aus." "Wie, schräg?" "Naja, so im allgemeinen Sinn." xD
Der Humor ist eher still und lakonisch; wirkliche Brüller gibt es tatsächlich nur wenige (zum Beispiel wenn der Automechaniker, welche die beiden Entführer vermittelt hatte, aus Paranoia einen von beiden zusammenschlägt; ich habe mich da jedenfalls herrlich amüsiert). Bei so mancher Szene bleibt einem das Lachen auch eher im Halse stecken.
"Fargo" ist ein kleiner, böser Film. Eine schwarze Krimikomödie mit vereinzelten Thrillerelementen, und gleichzeitig noch viel mehr als das, eine Milieustudie, ein Porträt von Land und Leuten. Und trotz der haarsträubenden Ereignisse wirkt er immer authentisch.
Dennoch hatte ich mir ein wenig mehr davon erhofft. Manches erschien mir überflüssig (den Handlungsstrang mit McDormands Jugendfreund hätte man auch weglassen können) und so ganz vom Hocker hauen konnte mich der Film am Ende nicht, obwohl jede Szene handwerklich auf einem hohen Niveau ist. Ich kann selbst nicht so genau sagen, woran es liegt. "No Country For Old Men" und "Blood Simple" haben mich letztendlich stärker beeindruckt. Aber vielleicht werde ich ihn nach ein paar weiteren Durchläufen noch höher schätzen. Mal sehen.

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jacker

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Schön schwarzhumorig das Ding!
Viel Spaß mit den weiteren Coen-Filmen :)


pischti

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Schöner Kommi Gabriel. Guck Dir von den Coen Brüdern UNBEDINGT "Millers Crossing" an, für mich immernoch ihr bester Film! :)


francisco

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Bewertung9.5Herausragend

#5 Isn't that a perfect Christmas movie, hun?

'Fargo' ist wie schwarzer Kaffee an einem nebeligen Dezembermorgen.

Bittersüß steigt einem der heiße Dampf in die Nase, genüsslich wird man ihn trinken, denn der Coen'sche Humor ist der Zucker, der dem starken Getränk eine schmackhafte Note verleiht.
Die durchweg umwerfend verkörperten Figuren des Mittleren Westens wirken perfekt ausbalanciert in ihrer luftfeuchten Umgebung, im verschlafenen Brainerd/Minnesota, dessen einsame Schneelandschaft allmählich zur Bühne mutiert.
Wenn sich der naive Autohändler Jerry Lundegaard mit zwei gegensätzlichen Kleinganoven auf einen verwegenen Deal einigt, die gemütliche aber erstaunlicherweise ebenso zielstrebige Polizei der Fährte folgt, die liebenswürdigen Charaktere zusehen, wie sich der weiße Schnee langsam blutrot färbt, dann leert man seinen Becher mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit man Gelingen und Scheitern darstellen kann. Anstatt ellenlanger Polizeibesprechungen erzählt der etwas einfältig wirkende Polizistengatte von Postkartenmalerei und Eisfischen, während sich Lundegaard und Schwiegervater auf eigene Faust dem 'funny looking guy' stellen.
Gewinnen kann in dieser Geschichte nur der, der sich ihr mit gläsernen Augen entgegenwirft und so dem chaotischen Sog entkommt..

Heute ist ein solcher Dezembermorgen. Erst mal Kaffee machen.

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FrEAk0

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Dieser Film ist auch für mich ein Meisterwerk.
Und dein Kommentar ... Top wie immer ;)


Andy Dufresne

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Ganz genau was FrEAk0 sagt.
Super treffender Kommentar!


brucelee76

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hallo zusammen,

Fargo, was für ein herrlich schräger Filmgenus!!! William H. Macey ist der Schauspieler schlechthin, der den herzensgute trotteligen Voll-Looser am besten verkörpert!!!

Hier als unzufriedener und erfolgloser Autoverkäufer Jerry Lundegaard, im winterlichen Minnesota tätig. Der dann eine Kidnapping-Idee hat, wie er am schnellsten zu Geld kommt. Der Plan, die eigene Ehefrau soll entführt werden um anschließend Lösegeld, vom Schwiegervater zu erhalten. Das ganze sollen dann zwei angeheuerte Killer erledigen, die sich nachfolgend, als die unfähigsten und schrägsten Kidnapper (grandios Steve Buscemi und Peter Stormare) der Leinwand Geschichte, herausstellen. Es geht so ziemlich alles schief, egal was die beiden auch machen. Die Schlinge um Jerry wird immer enger!!!
Der einzig vernünftige Charakter ist hier, die sanftmütige und hochschwangere Polizistin Marge Gunderson (Hervorragend Frances McDormand!!!). Sie löst den irren Entführungsfall in der Schneewüste, die inzwischen um einige Leichen reicher ist, mit Intelligenz und einer Brise Humor.

Mein Fazit: Einer der besten Coen-Filme. Zurecht einer der besten Filme aus den 90ziger :).

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A-Wax

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Bewertung9.5Herausragend

Kurzweilige Gangster-Loser-Ballade in einem sehr eigenwilligen Umfeld mit Figuren für die Ewigkeit.

Den meisten hier drin dürfte bekannt sein, dass mir allzu skurrile Filmfiguren nicht wirklich gefallen, ich aber mit einer vernünftigen Portion Verrücktheit sehr viel anfangen kann. Wer diese Gradwanderung meines Geschmacks mit ihren Filmen nahezu perfekt beherrscht sind die Coen-Brüder. Ich respektiere sie für "Burn After Reading", bewundere sie für "No Country for Old Men", liebe sie für "Miller's Crossing" und verehre sie für "The Big Lebowski".

In all diesen Filmen findet man mehr oder weniger verrückte Charaktere die einem aber innerhalb kürzester Zeit ans Herz wachsen und vor allem sehr lange hängen bleiben. Ganz sicherlich lange hängen bleiben werden auch die Figuren aus "Fargo". Wie schnell doch 97 Minuten vergehen können und wie wunderbar man in einem Film doch liebenswerte Eigenheiten einer speziellen Region in den USA und den dortigen Bewohnern einfangen kann, das beweisen die beiden Coens hier meisterhaft. Es entstehen so wunderbar schrullige Loser-Situationen die man als Zuschauer einfach nur absolut köstlich findet.

Die Story sprüht nur so vor originellen Einfällen und die enthaltenden Figuren sind einfach nur unglaublich witzig. Man baut sofort eine unterschwellige Sympathie für jeden der Pro- bzw. Antagonisten auf und verliert sich für kurze Zeit in diesem Mikrokosmus ohne zu merken wie schnell die Zeit doch vergeht..

Die ausgewählten Darsteller sind ebenfalls Coen-typisch und tauchen ja auch immer wieder in ihren Filmen auf. Herausstechen aus meiner Sicht besonders William H. Macy (der aus meiner Sicht auch die Hauptrolle spielt), Frances McDormand und vor allem natürlich Steve Buscemi.

Filme wie "Fargo" wachsen einem einfach ans Herz, weil sie mit ihren Einfällen und wunderbaren Figuren einfach so schön anders sind, ohne total überdreht zu wirken. Es passt einfach alles und man ist sich danach sicher hier einen Film gesehen zu haben der auf jeden Fall in die eigene Filmsammlung aufgenommen wird und definitiv zu den besten der Coen-Brüder gehört.

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FriedrichWilhelmIV

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich weiß nicht was der Film mit seinen komischen Dialogen erreiche will - steig da noch nicht so ganz hinter :( Ne komische Stimmung die der Film immer wieder aufkommen lässt - aber ne coole Story und ein feines gemorde ;p

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