Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?

Mary and Max (2009), AU Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Animationsfilm, Komödie, Drama, Kinostart 26.08.2010


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von Adam Elliot, mit Toni Collette und Philip Seymour Hoffman

Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? erzählt von einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem kleinen Mädchen und einem alten Mann in der Form eines Clay-Animation-Films.

Irgendwo zwischen Wallace & Gromit und Harold and Maude erzählt Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? eine Liebesgeschichte von der besonders schrulligen Sorte: bei den beiden Titelhelden handelt es sich um ein einsames australisches Mädchen und einen kauzigen New Yorker, die eine tiefschürfende Brieffreundschaft verbindet. Dabei beschäftigen sich Mary und Max mit solch profunden Fragen wie: “schrumpfen Schafe wenn es regnet?”

Hintergrund & Infos zu Mary & Max
Regisseur und Autor des mehrfach ausgezeichneten Knetanimationsfilms ist der Australier Adam Elliot. Dieser gewann für seinen Kurzfilm Harvey Krumpet einen Oscar in der Kategorie “bester Kurzanimationsfilm”. Für Mary & Max versammelt er, zumindest in der amerikanische Originalfassung, gewichtige Filmgrößen hinter dem Mikrophon: dort leihen Toni Collette und Oscarpresiträger Philip Seymour Hoffman dem ungewöhnlichen Traumpaar ihre Stimmen.

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Kommentare (201) — Film: Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?


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Deathpool

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

http://www.youtube.com/watch?v=b2u9lRtUBMs

Die Persönlichkeit im Fleischwolf der Nutzlosen Masse!

Fragmente einer verlorenen Zeit fest verankert in deinem Kopf.
In dieser Welt bist du vielleicht ein Rebell, ein Außenseiter oder sogar der ewige Verlierer.
Irgendwie scheint dir die Rasse Mensch sonderbar,du verstehst nicht ihre Grenzen und Regeln.
Kannst dich nur schwer anpassen, widerwillig fügst du dich in den Gleichschritt ein.
Täglich lebst du am Limit deiner Kräfte aber du bist glücklich!
Du fühlst es in dir,Langeweile kennst du nicht.
Jeder Moment ist kostbar selbst wenn er Narben in dein Fleisch brannte.
Viele glauben du bist ein Arschloch, aber sie waren nie dabei wenn du tröstende Worte sprachst.
Sie waren nicht dabei als du den ersten Schritt getan hast!
Sie wissen einen Dreck und reden nur im Schatten.
Spürst du deine Krankheit die man dir zuspricht!

Spürst du dieses langsame zermürben einer Gesellschaft?
Spürst du ihre faule selbstgerechte Arroganz?
Gleichzeitig der Versuch die Sünde zu begraben bzw. immer darauf bedacht nicht selbst das Opfer zu werden.
Aber die wahre Krankheit zeigt sich erst viel später!

Wenn du in den Spiegel schaust und in dir das Herz versagt.
Die Tränen brechen aus,deine Vergangenheit holt dich ein.

Wolltest du wirklich leben ohne den Gewinn am Leben?
Hast du wirklich nur gestrebt nach Ruhm und Erfüllung?
Hast du wirklich dein Selbst verkauft, nur um besser dazustehen?
Was für eine leere Hülle wird dem Tod ins Auge sehen?

Sind wir nicht selbst der größte Fehler der auf diesem Scheiß Planeten rumläuft?
Wie oft schweift unser Blick in die Ferne und herab auf den anderen.
Krankheitsbild Mensch in allen Facetten der düsteren Kunst.

Aber willst du wirklich sterben ohne den Hauch von Würde?
Willst du wirklich nur das deine?
Willst du wirklich abhängig sein vom stupiden System?

Wie definierst du dein eigenes Krankheitsbild?

"Mary und Max" der knuffige Alptraum zwischen Depression und Asperger Syndrom.
Alkohol und Medikamentenmissbrauch sind ebenso Thema wie Religion,Umwelt und Liebe.
Spürbar zum Tod mit erschreckender Verwüstung und unglaublich herzerwärmenden Szenen.
Hier rollt man die Frage auf was wirklich krankhaft ist.
Verpackt in bittere Moral die dich sanft auf die Arschbacke küsst!

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secretgarden

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Bewertung9.5Herausragend

sehr intelligenter film.

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CuchillaPitimini

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Bewertung7.0Sehenswert

[Pitiminis Filmfan-Weltmeisterschaft: Gruppe B - Australien]

Hm.
Das war sie also, die Geschichte von Mary und Max.
Ist es eine schöne Geschichte? - Ich weiß nicht.
Ist es eine traurige Geschichte? - Auch nicht so richtig.

Eine außergewöhnliche Geschichte, das ist es allemal. Aber mir fehlt jetzt gerade, auch nach einigen Stunden des Überlegens, die Fähigkeit, den Film einzuordnen.
Er beginnt recht süß, ein wenig lustig sogar, humorvoll jedenfalls und doch direkt mit der Sozialkritik im Unterton. Aber mit einer hoffnungsvollen Art, die den Film zunächst liebevoll erscheinen lässt.
Und dann - ja, dann verliert er ein wenig dieses Hoffnungsvolle, wird irgendwie so real, aber doch für mich viel weniger greifbar. Mary und Max trennen tausende Kilometer und auch ich fühlte mich mehr und mehr von ihnen entfernt.
Dieser Film erzählt die Geschichte zweier Leben, die durch eine ungewöhnliche Brieffreundschaft miteinander verwoben sind, aber ich bin mir noch nicht sicher ob dies einen Funken der Hoffnung in mir zurücklässt oder ob doch die Verwirrung (die Durchwirrung?) bleibt.

Wie dem auch sei. Ein sehenswerter Film ist er jedenfalls, denn er mutet leicht philosophisch an, vermittelt die ein oder andere Weisheit und letzten Endes stellt er den Wert einer Freundschaft heraus. Ob die Art des Erzählens die hunderprozent passende ist, weiß ich für mich persönlich noch nicht. Die ganz falsche war es jedenfalls auch nicht ;)

Verwirrter Kommentar Ende.

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Rulzn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

http://www.youtube.com/watch?v=zguqSx-QN6Q

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Theokrat

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

MARY & MAX ist ein wunderschöner Knetanimationsfilm, wie ich ihn bisher so noch nie gesehen habe. Obwohl nicht wirklich viel passiert, fesselt der Film den Zuschauer von Anfang an. Und obwohl die Charaktere ja eigentlich nur Knetklumpen sind, fühlt man so sehr mit ihnen mit, wie das nur in wenigen Filmen der Fall ist. Ich persönlich mag Filme, die auf schöne Weise melancholisch sind, deswegen hat auch MARY & MAX mich sofort in seinen Bann gezogen. Der gesamte Film ist in sehr tristen, meist grauen Farbtönen gehalten, nur einzelne Details bringen etwas Farbe hinein; doch trotz dieser Düsternis und scheinbaren Kargheit, sprüht dieser Film nur so von Leben und Emotionalität. Als Zuschauer hat man Teil an den Empfindungen und Gedanken der Protagonisten und durch die sehr schöne Filmmusik wird auch immer die richtige Stimmung erzeugt, die die einzelnen Szenen ausmacht. Neben der sehr melancholischen Grundstimmung ist MARY & MAX natürlich auch lustig und enthält viele kleinen Details, die einen zum Lachen bringen.
Meiner Meinung nach ein großartiger Film und eine der besten Knetanimationen, die ich je gesehen habe.

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Laserdance

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meine Lieblingsfilme.

Diese schrullige Art, die der Film transportiert. Ist wirklich genial. Die Geschichte ist unglaublich liebenswert wie der ganze Film.

Dabei gibt es wirklich komische und tragische Szenen. Manchmal auch Nachdenkliches. Schrullig. Oder tödlich traurig. Inkl dem Tot. Die ganze Klaviatur der Gefühle zeigt sich in diesem Meisterwerk. Und vor allem. Der Film schafft es ohne gleichen diese Klaviatur der Gefühle auch zu transportieren.

Dabei kann man den Film immer wieder schaun man entdeckt immer wieder neue Sachen.

Ein Film fürs Herz und Hirn.

Der Spruch ist zwar auch einem anderen Film aber.
„Lache und die Welt lacht mit dir. Weine und Du weinst allein.“ passt hier voll.

Ich sage das mal so. Normalerweise gibt es nach meiner Meinung keine Filme, die man gesehen haben muss. Ich würde aber jedem raten diesen zu gucken. Man könnte wirklich was verpassen.

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Zimtmond

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mary Daisy Dinkle.
"Her favourite tea bag was Earl Grey. She loved saying "Earl Grey" and would like one day to marry someone called Earl Grey."

Max Jerry Horowitz.
"When I was young, I invented an invisible friend called Mr Ravioli. My psychiatrist says I don't need him anymore, so he just sits in the corner and reads."

Sie könnten nicht unterschiedlicher sein.
Sie könnten nicht einsamer sein.
Aber warum denn dann nicht gemeinsam einsam sein?

Und wie könnte es anders beginnen als auf diese etwas kuriose und zufällige Art und Weise. Freunde lernt man schließlich meist einfach zufällig hier und da kennen.
Nun, hier passiert es so zufällig, dass es kaum zufälliger sein könnte.
Die kleine Mary möchte anfangs nur wissen, wo in Amerika die Babys herkommen. Denn wie wir alle wissen, werden Babys in Australien in Biergläsern gefunden. Also sucht sie in der Bibliothek nach einem internationalen Telefonbuch und reißt die Adresse des Herrn Horowitz heraus.
So einfach - so schnell - entsteht eine Brieffreundschaft. Eine Brieffreundschaft, die wunderbarer und ehrlicher nicht sein könnte. So eine Freundschaft sollte niemals enden.

Bis zu dieser Brieffreundschaft gibt es nur ein paar schöne Dinge in Marys Leben: Gezuckerte Kondensmilch, Schokolade, ihren Hahn und… ja mehr eigentlich nicht.
Aber nun bekommt Mary von Max herzlich schöne Antworten auf all ihre noch so kleinen, noch so naiven, aber trotzdem wichtigen Fragen.

"Can you explain love and how I can be loved?"

Naja zumindest versucht Max sie zu beantworten. Auf seine eigene Art und Weise. So jedenfalls macht er es einem kleinen Mädchen begreifbar und macht sie damit überglücklich.

"Max hoped Mary would write again. He'd always wanted a friend. A friend that wasn't invisible, a pet or rubber figurine."

Max allerdings hat das Asperger-Syndrom. Und da ihn deshalb andere Menschen im allgemeinen ziemlich verwirren, ist eine Brieffreundschaft für ihn die perfekte Art einer Freundschaft. Auch wenn er wegen der ein oder anderen Frage von ihr eine Panikattacke bekommt, ist er froh, Mary in seinem Leben zu wissen.

Aber, lieber Max, lass mich dir eines sagen: Wen verwirren Menschen nicht? Vielleicht verwirren sie mich auf eine andere Weise, wie es bei dir der Fall ist, doch irgendwie versteh auch ich, sowie sicher auch viele andere, einige Verhaltensweise so gar nicht. Wieso tun sie etwas so wie sie es tun? Vermutlich weiß man es selber nicht genau. Aber muss denn immer alles hinterfragen? Ich glaube nicht.

"The reason I forgive you is because you are not perfect. You are imperfect. And so am I. All humans are imperfect. […] You are my friend, my only friend."

All die liebevollen Briefe. All diese liebevollen Fragen und Antworten. So viele Dinge zum Nachdenken und vielleicht sogar zum Nachmachen. Schokoladen Hotdogs. Gezuckerte Kondensmilch. Noblets. Es gibt so viel zu entdecken, dass der Film jedes Mal noch ein Stückchen besser wird. (Wenn das überhaupt noch möglich ist)

Ich habe euch beide in mein Herz geschlossen. Ihr seid darin mittlerweile so fest verankert, dass ihr wohl nie mehr fort gehen werdet

Und das Ende… Ja, genau DIESES Ende. Jedes Mal treibt es mir die Tränen in die Augen. Jedes verdammte Mal! (Auch wenn ich gerade nur daran denke...)
Aber dennoch – trotz der Tränen geht es mir nach diesem Film auch immer gut.
Ich weine, aber ich lächle. Ich lächle und wünsche mir jedes Mal auch so eineN BrieffreundIN, der/dem man alles, aber wirklich alles, erzählen kann ohne das man angst haben muss, dass etwas an Ohren (oder Augen) gelangt, denen es nichts angeht oder dass man für dies oder jenes verurteilt wird. Ist das nicht ein schöner Gedanke?

"l better go now. My tears are smudgling my words…"

P.S.: Und natürlich sind Piranhas nichts anderes als Goldfische mit Zähnen.
P.P.S. Und natürlich können Zigaretten nicht unter Wasser brennen. Wäre ja auch komisch, da Fische keine Taschen haben um ein Feuerzeug zu tragen.
P.P.P.S.: Und natürlich schrumpfen Schafe, wenn es Regnet. (Außer sie wurden gerade frisch geschoren. Denn dann sind sie ja schon längst geschrumpft.)
______________________________________________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends."
Ethel Watts Mumford

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Zimtmond

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Hach, danke bester Andy :)
Nein geht nicht und darf auch nicht - Tausend Herzchen hat er von mir. Die muss man sich allerdings denken :) <3


Andy Dufresne

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<3 ;)


Bassewitz

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film ist eigentlich eine Knet-Animations-Version von allen Jean-Pierre Jeunet-Filmen wie "Die Fabelhafte Welt der Amélie". Der Film bietet Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonisten und seien diese noch so skurril (wie das Atheisten Beispielweise aus Eiern schlüpfen die von Prostituierten gebrütet werden, klingt logisch). Manche Einblicke sind so intim, dass man heimlich für sich zugibt, dass man selber auch oft solche Gedankengänge hat, ohne sich diesen häufig bewusst zu sein. Es ist ein Film über zwei Außenseiter die sich gefunden haben, der einen das Gefühl gibt, nicht allein zu sein auf dieser "durchwirrten" Welt. Aber Vorsicht: die Grundstimmung ist sehr melancholisch. Aber melancholisch schön.

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goddessofdeath

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Bewertung7.0Sehenswert

Obwohl in "Mary und Max" nicht viel passiert, sondern mehr erzählt wird, weiß der Film die ganze Zeit zu fesseln und zu überzeugen und schafft es wie nebenbei, sehr traurige "Erwachsenenthemen" mit sehr wenig darzustellen. Dabei fehlt dem Ganzen nie der Witz und die Tiefe der Emotionen, die mit dem Erzählten einhergehen. Ich verrate nichts, wenn ich sage, ich habe am Ende geheult wie ein Schlosshund. Ein Film, der die Großen auf spielerische Weise zum Nachdenken anregt UND nebenbei auch noch über psychische Krankheiten aufklärt.

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Alex.de.Large

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film; so einzigartig, unkonventionell, intelligent, melanchonisch, lustig, tiefgründig, anrührend, bewegend, ehrlich, symphatisch, traurig, zutiefst menschlich durch und durch, und dabei überzeugend in seiner Umsetzung, ist in einer realen Verfilmung gar nicht mehr vorstellbar, wenn man ihn in dieser "Knetgummi-Stop-Motion-Technik" gesehen hat.

Soviel Empathie, wie ich sie den beiden, in mehrerer Hinsicht nicht ganz "normalen" Charakteren gegenüber empfunden habe, entwickele ich nicht oft, wenn ich einen Fim sehe.

Mary, das Mädchen aus Australien, die ihre Adoleszenz als eine einzige Demütigung erfährt, und Max, ein Erwachsener zwar, jedoch autistisch, neurotisch und kontaktgestört .
Obwohl, oder gerade weil durch Kontinente getrennt, gelingt es hier zwei "nicht-normativen", in Form eines Briefwechsels, einander zu vertrauen.
Mary´s Wissbegierigkeit trifft auf Max´s Naivität, und heraus kommen Antworten auf das Leben, die Menschen und das Kleine und Große drumherum.

Ein Film, genauso symphatisch-manisch-depressiv, wie seine Protagonisten ;)

Allein durch seine Einzigartigkeit, mit der dieser Film so einem Inhalt eine Form gibt, ist der für mich die 10,0 P. wert. Das ♥ gibt es dann für seine nüchtern / lapidare Erzählweise, und seinen Verzicht auf überschwängliche Sentimentalität ;)

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Alex.de.Large

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He,he :)
Ich hab das alte Handy von meiner Schwiegermutter, mit extra großen Tasten. Damit kann man telefonieren, SMS-schreiben oder über Notruf die "Malteser" rufen ;D
Und´ne fette Taschenlampe hat´s auch :D
I love it XD
Ach, Dottore, Wir zwei Anachronisten ;)
I frei mi ;D
Die machen ja jetzt schon Werbung, dass jedes Jahr ein neues Modell rauskommt, welches man haben MUSS!!! Elf


Ben Kenobi

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@kobbi: Sowas dachte ich mir schon... ^^ Naja, dann mal viel Erfolg bei deinem Kreuzzug.

Meine bescheidene Meinung in Antwort übrigens: "Überflüssig" finde ich Smartphones definitiv nicht, sondern mitunter sehr nützlich, aber der Status, der diesen Gadgets von vielen eingeräumt wird, ist schon bedenklich. "Quiz Duell" kenne ich nicht, bin aber auch nicht so bewandert, was Apps und Co. angeht. :)


Bubo

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Bewertung9.0Herausragend

Mary und Max. Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Es trennen sie nicht nur Geschlecht, Jahre und Kontinente, sondern auch Vorstellungen, Erinnerungen, Zukunftshoffnungen und die gegenwärtige Lebensführung.
Eines Tages stellt sich die kleine Australierin Mary die Frage, wo denn in Amerika die Babys herkommen und entschliesst sich kurzerhand, im Telefonbuch einen Amerikaner zu suchen, den sie das fragen kann. So entsteht eine zaghafte, wunderschöne und eigenwillige Brieffreundschaft, und Mary und Max stellen fest, dass zwar vieles sie trennt, eine Sache sie aber doch vereint: Die Sehnsucht nach Liebe in einer einsamen Welt.

„Kannst Du mir sagen, was Liebe ist und was ich dafür tun muss, um geliebelt zu werden?“

Was für ein zauberhafter, tiefgründig-leichter Film! Mit soviel....Liebe. Liebe zum Detail, Liebe zu all seinen Charakteren, Liebe für zärtliche Geschichten, Liebe zum Leben, mit welchem beide auf ihre Weise nicht zurechtkommen...ja, mit soviel Liebe für die....“Liebe“ an sich.
Dabei gibt viel zu staunen, zu erfahren, zu lachen, zu weinen und zu lernen; nicht nur, ob Schafe schrumpfen, wenn es regnet, sondern ebenso, warum es sich auch für Atheisten lohnt, eine Kippa zu tragen; oder warum Zigarettenstummel im Meer nicht brennen können. Der Film besticht durch die ganze Bandbreite an menschlichen Emotionen, die er scheinbar spielerisch in seiner Bildsprache auf den Zuschauer überträgt. Dabei ist Mary und Max aber nie kitschig, übertrieben, grausam oder sentimental. Er ist einfach nur....wunderschön. So wunderschön, wie die Liebe in einer einsamen Welt.

„Gott hat uns unsere Familien gegeben. Gottseidank können wir uns unsere Freunde aussuchen.“
Danke, Mary und Max, für Eure Freundschaft, danke für dieses wunderschöne Geschenk von Film!

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Zimtmond

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Na, da bin ich doch hundert pro dabei ;)
Na bei Max könnte das vielleicht in einem Anfall von ihm Enden. Bei Mary könnte es funktionieren aber nicht, dass da was passiert, wenn wir wieder gehen. Vielleicht sollten wir es bei einem Gruppenkuscheln und anschließender Livezuschaltung von Mary und Max belassen :D


Bubo

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@alle: dann einfach Treffen bei Bubo, der zu verkostende Tee, Schokohotdogs und Kondensmilch (gezuckert!!) stehen bereit!


SalocinRocknRolla

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Bewertung9.5Herausragend

Der wohl beste Stop-Motion-Knet-Film, den ich bisher sehen durfte.
Ein Film der mich oftmals "durchwirrt" hat, aber auch der mich emotional mitgenommen hat, und bei dem ich den Witz, die Story und die Detailverliebtheit sehr schätze.
Ein Film, den ich gerne weiter empfehle. Sehr süß und zeitgleich skurril gemacht.
Ein Kinderfilm für Erwachsene, wie ich ihn gerne bezeichne.
Und einen Film, den ich wegen seiner super Original-Synchro, (u.A. Philip Seymour Hofmann als Max) mir auch nochmal im Original zu Gemüte führen werde.

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TV Einheit

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit viel Liebe zum Detail erzählt diese kleine, schwarzhumorige Plastilin-Perle über das Leben, über sein Sinn und Unsinn, über die Freundschaft und das Schreckliche wie Sympathische an psychischen Erkrankungen. Die Protagonisten bewegen sich durch eine liebevoll gestaltete Welt, wo in keinem Muttermal das obligatorische Haar vergessen wurde und jedes verpeilte Tier seine akribisch geformte Poperze erhalten hat. Toll: eine wunderbare Story gepaart mit einer optisch einwandfreien, ideenreichen und inspirierenden Kulisse!

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ThomasCine

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mein Blogeintrag zum Film:
http://thomasschroers.wordpress.com/2014/03/24/ein-animierter-film-mary-and-max/

Immer wieder finden sich auf dem staubigen Dachboden der Filmgeschichte besondere Fundstücke. Das Haus der Animationsfilme wird seit je her von einer wachsenden Zahl seichter Filme bevölkert. Doch hin und wieder kommt ein Film daher, der diese Filmgattung weiterbringt. Einer, der wagt mehr zu sein als nur ein Spaß für die ganze Familie oder eine Motivation für eine Wildwasserbahn. Diese seltenen Exemplare sind erwachsene Animationsfilme, die sowohl künstlerisch als auch erzählerisch überzeugen können. Eine dieser Ausnahmen nennt sich „Mary and Max“ (2009) gefilmt von dem australischen Regisseur Adam Elliot.

Die Geschichte wird im Ganzen aus der Sicht von den beiden titelgebenden Charakteren erzählt. Mary ist acht Jahre alt und lebt in einer Vorstadt Melbournes. Sie ist einsam und findet auch in ihrer alkoholabhängigen Mutter und dem stumpfsinnig arbeitenden Vater keinen Halt. Eines Tages entscheidet sie sich einem unbekannten Menschen aus dem Telefonbuch einen Brief zu schreiben und sendet diesen Brief zu dem New Yorker Max. Max ist alt, stark übergewichtig und besitzt ebenfalls große Schwierigkeiten mit Menschen und dem Kennenlernen von Menschen. Trotzdem antwortet er Mary und es beginnt ein unwahrscheinlicher Briefwechsel.

Die beiden Protagonisten könnten gegensetzlicher nicht sein. Auf der einen Seite steht das kleine Mädchen mit den großen Träumen. Ein Mädchen, das verzweifelt versucht aus ihrer eigenen Welt zu entfliehen. Sie stellt sich ihre Traumhochzeit vor und phantasiert über das Leid ihrer Familie. Mary ist durch und durch unbefleckt und auf diese Art und Weise findet der Film einen Teil seiner Atmosphäre. Ihre Unbekümmertheit und Unerfahrenheit bringt eine Leichtigkeit, die die Tragik ihrer eigentlichen Situation verschleiern, aber nie verstecken kann. Die Erzählung bleibt hier dem Charakter der Mary vollkommen treu und ebenso wird Max behandelt. Max ist der Gegensatz, der eigentlich keiner ist. Er ist ein Mann, der sich festgelegt hat. Zurückgezogen in seine eigene Welt hat er sich dort zu Recht gefunden und lebt nach präzisen Regeln und Zielen. In vielerlei Hinsicht ist dieser Max zu Anfang der Geschichte eine sehr verschlossene Person, die zwar nach wahrer Freundschaft sucht, aber nicht weiß wie er sich dieser öffnen kann. Der Kontrast der beiden Lebenswelten wird dabei explizit, visuell ausgedrückt. Das dunkle, vermüllte New York stellt in dieser Hinsicht den Gegensatz zu der hellen natürlichen Umgebung Marys dar. Von dieser Darstellung lassen sich weitere Rückschlüsse auf die beiden Hauptcharaktere ziehen. Marys helle Lebenswelt befindet sich zumindest zu Anfang der Geschichte auch um sie herum. In dieser Hinsicht hat sie sich nie ganz mit ihrer Situation abgefunden und hat den Willen sie zu ändern. Das wechselnde Wetter in ihrer australischen Heimat ist dabei eine Art Kommentar zu ihrem Gemütszustand. In New York dagegen ist Max umschlossen von einer Welt, in der er nur noch (wortwörtlich) den Müll wegräumen möchte. Er hat in seinem Alter nicht die Willenskraft der Mary und dies zeigt auch seine Umgebung. Elliots Charakterzeichnung ist durchweg dreidimensional, da er mit Mary und Max echte Charaktere erschaffen hat und nicht nur digitalisierte Abziehbilder.

„Mary and Max“ ist ein Werk, dass eine große Leinwand verdient, denn es schafft wahre Kinomomente. Man möchte die wunderbare Musik hervorheben, die in den richtigen Szenen in den Vordergrund rückt. In einer Szene fliegen Finger virtuos im Takt der Musik über die Tasten einer Schreibmaschine. In einer anderen wird mit pompöser Musik eine surreale Traumsequenz geschaffen, obwohl sich die Ereignisse wirklich abspielen. Dies ist ein Moment reiner Kinofreude. In gleicher Manier gestaltet sich das Tempo des Filmes rasant, doch schafft es Elliot die dichte Handlung nicht unanagenehm zu beschleunigen. Ganz im Gegenteil nimmt er den Zuschauer mit auf eine Reise und bringt diese in einer emotional triefenden, erstklassigen letzten Szene zu Ende.

Im Kern dieser Reise befindet sich das Thema, welches Menschen in jeder Sekunde ihres Lebens beschäftigt. Freundschaft. „Mary and Max“ zeigt auf liebevolle Weise was Freundschaft ist und wie diese funktioniert. In beiden Charakteren wächst diese Freundschaft heran und ist derart unschuldig, dass der Zuschauer tief berührt wird. Sowohl Mary als auch Max lernen hierbei, dass Freundschaft kein Selbstläufer ist. Manchmal erfordert sie ein Wagnis, manchmal ein Opfer und stets ist es eine Frage des Befreiens von persönlichen Hindernissen, die Freundschaft möglich macht. Sozusagen als Zusatzpunkt schlägt Elliot noch eine weitere Saite an. Wie steht es mit der Freundschaft zu sich selbst? Ist dies vielleicht ein weitaus schwieriger zu erreichender Level an Freundschaft? Im Film benötigt die Charaktere andere Menschen um diese Eigenfreundschaft zu erreichen. Das Mantra „Love yourself first“ impliziert dabei nichts egoistisches oder arrogantes. Es bezeichnet schlicht die Absicht mit sich selbst im Reinen zu sein, sich selbst als Freund zu aktzeptieren. Mit all den guten und schlechten Eigenschaften die wir besitzen. Dem verschrobenen Humor und der tiefgreifenden Tragik. Diese Art der freundschaftlichen Selbsterkenntnis ermöglicht einen besseren, stärkeren Halt zu anderen Menschen. Im Zeichen dieses Themas steht auch der Film selbst. „Mary and Max“ ist sein eigener bester Freund und auf dieser Basis öffnet sich der Film weit für seinen Zuschauer.

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MrsLizzyDarcy

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schrullig, verschroben, bittersüß und ein ganz besonderes kleines Kunstwerk. „Mary&Max“ erzählt so unaufdringlich wie eingängig die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft und eröffnet sowohl unschuldige als auch in ihrer Einfachheit teilweise philosophisch-anmutende Perspektiven auf die Welt und ihre Menschen, die man trotz der verfremdenden Knetfiguren noch lang im Hirn hin und her wälzt, was den Film noch lang nachwirken lässt. Ironische Kommentare, schwarzer Humor und kindliche Unschuld halten sich kunstvoll die Waage und nahmen mich mit auf eine emotionale Reise - frei von jedem Kitsch doch nicht weniger liebevoll.
Ich habe nicht einmal die vollen 96 Minuten gebraucht, um diesem Film und seinem ganz besonderen Charme zu erliegen, so dass am Ende nicht nur Mary ein Tränchen der Rührung über die Wange lief.

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Le Chuck

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Freut mich, dass er dir so gut gefallen hat. Mir fiel es bisher immer schwer meine Begeisterung für diesen Film in Worte zu fassen, deshalb unterschreibe ich jetzt hier einfach mal ;)


MrsLizzyDarcy

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War das die 100?! ^^
Ich danke dir, für die Empfehlung! Es war mir ein Fest.


fliegendreck84

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist in seiner Kategorie ein absolutes Meisterwerk und auch ich finde ihn absolut einzigartig. So schön wie dieser "Animationskunstfilm" gemacht ist, trifft er jedoch nicht GANZ meinen Geschmack.

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Drax

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Bewertung9.5Herausragend

Adam Elliot ist mit "Mary & Max" ein wirkliches Meisterwerk über die Freundschaft gelungen.
Der Film erzählt ohne kitschig oder pathetisch zu sein, die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei unglaublich liebenswürdigen Außenseitern.
"Mary & Max" glänzt dabei nicht nur durch enormen Detailreichtum und viel schwarzen Humor, sondern auch durch große Emotionen.
Es ist wirklich erstaunliche wie es Adam Elliot gelingt, durch Knetfiguren diese große Emotionen zu erzeugen, die einer Achterbahn fahrt gleichen, ist der Film in der einen Minute äußerst Komisch, so ist er in der nächsten extrem traurig und bedrückend.
Die Farbgestaltung und musikalische Untermalung ist ebenfalls sehr gelungen und rundet dieses Meisterwerk ab.
Wer diesen Film also noch nicht gesehen hat, der sollte das dringt nachholen, denn es lohnt sich wirklich sehr.

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Blinkboy182

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Bewertung7.0Sehenswert

Toller Animationsfilm. Charaktere und Handlungen wachsen einen in die Seele. Wirklich gelungene Erzählung!

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omegaVi

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Bewertung9.0Herausragend

Ein ebenso wunderschöner wie trauriger Film. Die Charaktere wachsen einem richtig ans Herz, man lacht und leidet mit ihnen... Und am Ende merkt man immer mehr, wie viel Inhalt Mary & Max wirklich hat. Klasse :)

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lena.la.921

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Absolut emotionaler Film, der mir noch lange im Kopf bleiben wird. Gerade die wenig farbenfrohe Kulisse, lässt einen an der rührenden Geschichte teilhaben, weil der Fokus auf das Inhaltliche gerichtet ist. Und steckt nicht ein bisschen Mary und Max in jedem von uns ? ;)

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Le Chuck

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Du bringst es auf den Punkt, schöner Kommentar zu einem kleinen Meisterwerk :)



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