Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet?

Mary and Max (2009), AU
Laufzeit 96 Minuten, FSK 0, Drama, Animationsfilm, Komödie, Kinostart 26.08.2010

8.5 Kritiker
37 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.9 Community
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von Adam Elliot, mit Toni Collette und Philip Seymour Hoffman

Irgendwo zwischen Wallace & Gromit und Harold and Maude erzählt Mary & Max oder schrumpfen Schafe wenn es regnet eine Liebesgeschichte von der besonders schrulligen Sorte: bei den beiden Titelhelden handelt es sich um ein einsames australisches Mädchen und einen kauzigen New Yorker, die eine tiefschürfende Brieffreundschaft verbindet. Dabei beschäftigen sich Mary und Max mit solch profunden Fragen wie: “schrumpfen Schafe wenn es regnet?”

Regisseur und Autor des mehrfach ausgezeichneten Knetanimationsfilms ist der Australier Adam Elliot. Dieser gewann für seinen Kurzfilm Harvey Krumpet einen Oscar in der Kategorie “bester Kurzanimationsfilm”. Für Mary & Max versammelt er, zumindest in der amerikanische Originalfassung, gewichtige Filmgrößen hinter dem Mikrophon: dort leihen Toni Collette und Oscarpresiträger Philip Seymour Hoffman dem ungewöhnlichen Traumpaar ihre Stimmen.

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Kritiken (21) — Film: Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet?

Xander8112: at the movies

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9.0Herausragend

[...]
„Mary & Max“ ist einer dieser besonderen Filme, die einen zum Lachen bringen, die aber auch das Gegenteil bewirken (können). Direkt nach dem Film weiß man eigentlich gar nicht, wie man sich fühlen soll, auf keinen Fall denkt man weiter über die Herstellung des Films nach, sondern über Mary und Max, die beiden einsamen MENSCHEN, die sich gefunden, zwischendurch verloren, und am Ende wieder – gefunden? – haben. Eine Geschichte über Freundschaft, die Liebe, das Leben und den Tod. Und darüber, ob Babys von Prostituierten in Eiern gelegt werden, wenn man Atheist ist. Oder ob Schafe im Regen schrumpfen.

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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9.0Herausragend

Irgendwo zwischen "Die letzten Glühwürmchen", "Die fabelhafte Welt der Amelie" und "Wallace und Gromit" stellt "Mary & Max" große Fragen, schneidet fundamentale menschliche Themen an und bietet dabei so viel skurrilen, schwarzen Humor und gleichzeitig so bittersüße Melancholie, daß ich wirklich hin und weg bin. Toll, ich bin schon gespannt auf weitere Werke des selbstironischen oscarprämierten Regisseurs Adam Elliot...

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Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/ Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/

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9.0Herausragend

Während Mary & Max durch gestiegenen Pessimismus und Realismus der bedrückendste von Elliots Filmen ist, wirkt er gleichermaßen am berührendsten und kann so voll und ganz überzeugen. Die brillante visuelle Umsetzung des Films unterstreicht seine inhaltliche Reichhaltigkeit dabei noch weiter. Wer schon immer wissen wollte, ob Schafe im Regen schrumpfen, warum Fische keine Zigaretten rauchen sollten und warum Freundschaft das Leben eines Menschen ins Chaos stürzen und doch bereichern kann, der sollte hier also einen Blick riskieren.

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beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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9.0Herausragend

[...]Dass abendfüllende Animationsfilme nicht zwangsläufig für Kinder gedacht sind, wissen wir nicht erst seit dem South-Park-Kinofilm. Adam Elliot hat mit “Mary And Max” einen Knet-Animationsfilm erschaffen, der nicht unbedingt in Kinderhände gehört, aber doch das Kind im Menschen anspricht. Die Geschichte um eine ungewöhnliche Freundschaft ist herzerweichend erzählt, kommt aber völlig ohne Schmalz aus sondern wartet mit tonnenweise Humor und kreativen Ideen auf.[...]

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hartmoodx

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Like!


Ciprian David: NEGATIV

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7.5Sehenswert

...Genauso durchschaut Regisseur Adam Elliot die Gesellschaft und lässt sie durch das Prisma seiner Knetfiguren als unvollkommen darstellen, als eine Summe von lückenhaften Individuen, die nur gemeinsam funktionieren können, als eine Hymne der Freundschaft. So wird die Beziehung zwischen Mary und Max erst wieder aufgenommen, als Max ihr verzeiht und das tut er, weil er sie als nicht perfekt durchschaut, weil sie dadurch zu einer Gemeinsamkeit finden. Das Lückenhafte als Gemeinsamkeit aller Individuen wird in Mary und Max als Leitmotiv gefeiert, es spiegelt sich in allen Figuren wider, es wird mitgefühlt und ausgelacht. ...

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goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G

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10.0Lieblingsfilm

„Vor 40 Jahren gab es Harold & Maude. Vor 20 Jahren gab es Wallace & Gromit. Jetzt ist die Zeit reif für: MARY & MAX“

Eine Tagline, die den Kern des Films sehr treffend definiert. Der australische Regisseur Adam Elliot blieb mit dem Kinodebüt seinen erzählerischen Wurzeln treu. Wie sein Oscar prämierter Kurzfilm „Harvie Krumpet“ lebt auch „Mary & Max“ von den losen Erzählungen seiner Hauptfiguren. Eine eigentliche Handlung existiert nicht, viel mehr entsteht der erzählerische Sog aus emotionalen Momentaufnahmen und ausgesprochenen Gedanken. Die Charaktere sind der Film. Kein Wunder also, dass die beiden mit unendlich vielen kleinen exzentrischen Eigenschaften und Anekdoten ausgestattet wurden, die nicht selten an die liebenswerte Verschrobenheit eines Jean-Pierre Jeunet Films erinnern.

Bei „Mary & Max“ handelt es sich um keinen niedlichen Kinderfilm. Das beweisen die eingestreuten Themen wie Suizid, Depression, Autismus und diverse…

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HerrLehmann: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Ich bin, vorsichtig gesagt, kein großer Fan der Erzählweise "Wir beschreiben ALLES, was zu sehen ist, noch einmal im Voice-Over", die Mary and Max von vorne bis hinten nutzt. Würde Adam Elliot sich zumindest hin und wieder mal auf seine liebevoll-schrulligen Animationen und seine nur auf den ersten Blick eindimensionalen Charaktere verlassen, wäre Mary and Max vielleicht wirklich das Animationsmeisterwerk, als das er hier und da bezeichnet wird.
Trotz diesem Mangel bleibt ein sympatischer Film, bei dem Tragik und Komik stets nah beieinander liegen und dessen Animationsstil eine willkommene Abwechslung zum Stil des Genre-Riesen Pixar bietet und mit Toni Collette und Philip Seymour Hoffman auch hervorragend besetzt ist.

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ThomasGroh: taz, perlentaucher, splatti...

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8.0Ausgezeichnet

Ein sehr guter Film!

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TheCorey: MovieMaze

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8.0Ausgezeichnet

Es gibt Menschen, für die sind Animationsfilme automatisch Kinderfilme. Diesen Menschen sollte man nie Kon Satoshis "Perfect Blue" oder Adam Elliots "Mary and Max" schenken - denn sie würden die Filme vermutlich direkt an ihre Kinder weiterreichen. Animationsfilme bieten bisweilen, und dies dürfte bei "Mary and Max" der Fall sein, die Möglichkeit, eine Geschichte zu erzählen, die mit realen Darstellern wohl nicht ohne weiteres so (gut) umsetzbar wäre. Beispielsweise einen 44-jährigen am Asperger-Syndrom leidenden New Yorker, der eine lebensnotwendige Brieffreundschaft mit einer bebrillten und drangsalierten 8-jährigen Australierin eingeht. Regisseur Adam Elliot, der sich mit seinem knetanimierten Filmdebüt anschickt, das Monopol von Nick Park in diesem Subgenre zu brechen, erzählt diese Geschichte um Freundschaft, Mobbing, Einsamkeit und Tod auf eine derart berührende Weise, dass sie "Mary and Max" wohl zum besten Animationsfilm des Kinojahres 2010 macht.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Der beste Animationsfilme seit sehr langer Zeit, unkonventionell und berührend. Regisseur und Autor Adam Elliot hat etwas zu sagen und das tut er mit Einfallsreichtum und sehr viel Gespür für Bilder und Musik. Und wie so oft, wenn Filme richtig gut geraten sind: “Mary und Max” steckt tief drinnen im wirklichen Leben und zeigt uns charmant und schwarzhumorig den Ernst desselben. Ganz dringende Empfehlung. (Mehr im Podcast)

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M. Semenowicz: Filmszene.de M. Semenowicz: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Über Mimik und Gestik wird das Innenleben der Figuren gezeigt, eine herausragende Leistung angesichts der Komplexität von Stop-Motion [...] . Doch all die wundervolle Ästhetik kann nicht ablenken von der schwächeren zweiten Hälfte des Films in der die tragikomische Welt [...] plötzlich arg ins Tragische abdriftet und dabei unverhältnismäßig viel Hanebüchenes in Zeitraffer geschieht [...]. Trotzdem handelt es sich bei "Mary und Max" um einen besonderen, wahrlich außergewöhnlichen Film, der hoffentlich auch in Deutschland wenigstens noch ein kleines Publikum finden wird.

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Flibbo: wieistderfilm.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Die Geschichte präsentiert sich bewusst mit einer kindlichen Naivität, obwohl sich dahinter sehr ernste Themen des täglichen Lebens verbergen. Gerade durch diese einfache Art, wie der Film mit seinen Themen umgeht, entfaltet er eine unheimlich berührende Wirkung. Eigentlich traurige Umstände werden mit Humor aufgebrochen und sorgen für viel mitfühlendes Schmunzeln. Dagegen schafft „Mary & Max“ es gegen Ende aber auch, zu Tränen zu rühren. Selten ist ein Animationsfilm so fernab von Hollywood und gleichzeitig so gefühlvoll. [...]

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Frank Arnold: tip Berlin, Hamburger Abend... Frank Arnold: tip Berlin, Hamburger Abend...

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8.0Ausgezeichnet

Die grotesk-liebenswerten Figuren können dabei nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Charakter des Films ein tragikomischer ist.

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Oliver Stenzel: Stuttgarter Nachrichten Oliver Stenzel: Stuttgarter Nachrichten

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9.5Herausragend

Elliot gelingt Außergewöhnliches: Voll schwärzestem und teils derbem Humor, zugleich mit unglaublicher Empathie erzählt er die Geschichte von zwei Außenseitern; er kreiert dabei liebenswerte und bizarre, aber niemals auf platte Weise niedliche Figuren, und trotz überbordender Details tritt niemals die Erzählung gegenüber der Optik in den Hintergrund. Ein Meisterwerk, das einen mal hysterisch lachen, mal vor Bitternis schlucken lässt und am Ende Tränen in die Augen treibt.

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Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung

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8.0Ausgezeichnet

"Mary und Max" ist ein bezwingend paradoxer Film. Wir sehen eine grausame Welt voller Leiden, in der wir uns trotzdem gut aufgehoben fühlen. Mary und Max kommen zwar in ihren Briefen zu Wort, aber über weite Strecken des Films erläutert uns ein Erzähler Geschehnisse, Pläne, Gefühle, Erinnerungen. Das wirkt hier nicht plump. Es versetzt uns in die kindliche Erfahrung des Märchenhörens zurück.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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9.5Herausragend

Zu lachen gibt es in "Mary & Max" schließlich ungeheuer viel, auch wenn die Protagonisten/innen selbst eigentlich nur wenig zu lachen haben. Denn einerseits zerrspiegelt Elliots Film die Wirklichkeit mit seiner Knetwelt in teils herrlich garstigen Überzeichnungen [...]. Andererseits löst er die vielen Härten und Katastrophen durch die Dialoge und die mit einer Detailflut visualisierten Briefschilderungen immer mit einem pointierten, äußerst schwarzen Humor.[...] Dabei geht es um ganz profunde Angelegenheiten: um die Angst vorm Leben und wie man ihm doch immer irgendwie zugewandt bleibt. [...] Mary und Max haben ein großes Publikum mehr als verdient!

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Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online

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9.0Herausragend

Dies ist ein Film für Erwachsene, nicht für Kinder. Der Humor ist sanft und die Bilder voller Phantasie, aber die Geschichte hat es manchmal in sich. Tod, Einsamkeit, Krankheit und Alkoholismus sind Thema, ebenso wie Selbsthass und Selbstmord. Die Erzählerstimme, die durch das Leben der beiden Außenseiter leitet, bleibt immer warm und optimistisch, aber sie spart auch nicht aus, wie grausam das Leben sein kann.

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Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info... Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info...

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8.5Ausgezeichnet

Der Animator Elliot findet für seine verbale Tragik derart köstlich-schwarzhumorige Knetentsprechungen, dass aus der wundersamen Verbindung beider Teile ein zutiefst berührender, fast schon lustiger Film entstand. Wort und Bild könnten dabei nicht diametraler sein und ergeben dennoch eine zutiefst harmonische Einheit. [...] So lacht und weint man mit Mary und Max und hofft auf eine schöne Wendung – wohl ahnend, dass „Mary & Max“ alles ist, nur kein Märchen!

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Rochus Wolff: freier Journalist

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9.0Herausragend

Mary & Max wirkt auf den ersten Blick wie ein amüsantes Märchen – was sicherlich zu allererst daran liegt, dass es sich um einen Trickfilm handelt, der vollständig mit Knetmasse modelliert wurde, ganz in der Tradition der Aardman Studios oder etwa des großartigen Coraline von Henry Selick; vor allem und spezifischer ist Mary & Max jedoch eine Weiterentwicklung, in Thema, Ton und Form, von Adam Elliots mit einem Oscar ausgezeichneten Animationskurzfilm Harvie Krumpet.

Auch darin ließ Elliot seinem im Titel genannten Protagonisten schon Krankheiten und bizarre Unfälle widerfahren; gestorben wird viel, und das Ende, so hoffnungslos es auch wirken mag, ist doch mit Lebenslust prall gefüllt. So ähnlich (vom Ende sei gleichwohl noch nichts verraten), aber noch subtiler findet man das auch in Mary & Max, das seine unmögliche Geschichte von unwahrscheinlichster Freundschaft im Gewand einer tiefschwarzen Komödie versteckt, die doch vor allem eines will: Die Vielfalt des Lebens feiern, vor allem in jenen Ecken, in denen abseitige Gedankententakel menschlichen Gehirnen zu entweichen scheinen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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10.0Lieblingsfilm

Regisseur und Drehbuchautor Adam Elliot zeigt in dieser wunderbar umgesetzten, einfühlsamen Tragikomödie, wie verwirrend und chaotisch das Leben sein kann. «Mary and Max» ist ein ergreifend trauriges und befreiend komisches Wunderwerk.

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Alle Kritiken (21)


Kommentare (119) — Film: Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet?

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_Garfield

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Bewertung9.0Herausragend

Mich haben Knet-Klumpen berührt - das ist Kunst!

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chiyo-chan

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Bewertung9.0Herausragend

Ein sehr liebevoll gestalteter Film mit kunstvoller Umsetzung und viel Gefühl und Tiefgang <3 Auch wenn der Film eigentlich nur in grau, braun und rot gehalten wurde, hat er mehr Farbe inne, als viele andere.
Und zudem gibt es zahlreiche Zitate, die einem einfach ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern :)

"Ich habe einen Kater, der heißt Mu. Mu ist die Abkürzung von Mundgeruch, den er hat."

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Sozionaut

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wenn man mich nach einem filmischen Kunstwerk fragen sollte, würde ich sagen: Schaut euch "Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet?" dann wisst ihr was filmische Kunst ist...

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Reload

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Bewertung9.0Herausragend

*You're my best friend. You're my only friend.*

Was können Stop-Motion Figuren einen zum Lachen bringen. Und gleichzeitig machen sie einen traurig. "Mary & Max" ist einfach nur ein schöner, herzerwärmender Film, der so viele emotionale Facetten zu bieten hat, da würde sogar der komplette "Expendables Cast" weich werden. Die kleinen Geschichten, die sich hinter den Briefwechseln der beiden verbergen, sind skurril, witzig, traurig, nachdenklich, melancholisch, rührend, süss und gleichzeitig bitter und vor allem ist immer auch etwas Wahres damit verknüpft. "Mary & Max" ist einfach nur ein tolles, kleines großes Werk.

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HxC_Moe

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Bewertung9.0Herausragend

Echt sehr schöner Film. Einer meiner Lieblingsfilme, und das obwohl ich eigentlich auf diese Stop-Motion Technik gar nicht so abfahre. Aber hier ist einfach alles so liebevoll gemacht dass man es einfach nur mögen kann. Sicher ist es eigen und vielleicht nicht für jeden geeigent, aber ich möchte diesen Tollen Film trotzdem jedem ans Herz legen.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wirklich schöner, trauriger und witziger Film über die Freundschaft.
Mary und Max ist wirklich schön gemacht und versetzt uns sofort hinein in die melancholische Welt der beiden einsamen und traurigen Hauptfiguren die sofort unser Herz gewonnen haben.
Ein Trickfilm der sich an ein älteres Puplikum richtet.
Zwar ist das Grundthema über Freundschaft durchaus auch was für die kleinen, aber die Umsetzung und so manch deftiger Witz eben nur was für die großen!

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cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

Supergeniale detailverliebte Optik gepaart mit teils tiefschwarzem Humor, der sich im ständigen Wechsel mit melancholisch angehauchten kleinen Geschichten befindet.
Eigentlich gibt es fast kaum ein Thema, das in irgendeiner Form berührt, welches hier nicht, sei es nur ganz kurz oder auch doch ein bisschen intensiver, behandelt wird.
Jedenfalls ein starker Filmbeitrag, der ab sofort einen festen und vor allem ganz speziellen Platz in meiner Filmsammlung einnimmt.

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Filmkenner77

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Ein großartiger Film. Und am besten: Man erwartet anfangs nichts und wird doch positiv überrascht. Allerdings sollte man danach eine Schenkelklopf-Komödie sehen, sonst verfällt man in Depressionen. ;-)


*frenzy_punk<3

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Bewertung6.0Ganz gut

"Mary & Max", herzliches Stop-Motion-Kino, mit Liebe zum Detail.

Adam Elliot beweist, dass es auch ohne dem schnöden 3D und den aufwändigen Computeranimationen geht und liefert uns ein Stop-Motion-Erlebnis mit fantasievollen Knetfiguren.
"Mary & Max" beginnt sehr heiter, der Vorspann zeigt uns tolle Aufnahmen der penibel hergerichteten Details in der Umgebung. Die Figuren sind jede für sich einzigartig gestaltet und besitzen außerordentliches Charakterdesign.
Der Soundtrack harmoniert perfekt mit dem Bild, unterstreicht die heiteren Momente und glänzt noch mehr in den tragischen.
Elliot bemühte sich sehr, das ganze nicht kontrastarm zu lassen und schuf hier schöne Ebenen in Sepia, Rot und Grau. Gekonnt setzte er die Farben in Szene, lässt kleine Dinge mit einem stechenden Rot sichtbar werden und lässt gleichzeitig New York grau und düster erscheinen.
Er verbindet hier die Emotionen. Die Welt von Max ist trostlos, traurig. Hier ist alles fad, grau, düster. Im Gegensatz ist Marys Welt Sepia, traurig, aber dennoch unschuldig und kindlich.
Die fantastischen Effekte lassen jedoch die Story etwas verblassen. Im Mittelteil wird vieles zu eintönig, die Briefe gehen hin und her und es passiert sehr wenig. Erst später kommen wieder neue Aspekte aus dem Leben der Protagonisten zum Vorschein.
Dann ist es noch das Feeling, das "Mary & Max" in einem auslöst.
Der Film zieht einen regelrecht runter, alleine vom zusehen fühlt man sich schon beklemmend. Dies ist dem Film nicht schlecht zu sprechen, denn er hat seine Wirkung erreicht.
Trotzdem braucht man danach etwas richtig witziges.

"Mary & Max", schöne Aufmachung, die Storytechnisch ein wenig einknickt.

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Siny90

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Toller Film! :-D

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Hagen Hagen

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Bewertung9.0Herausragend

Depressionen, Eltern, die sich umbringen oder alkoholabhängig sind, Aspergersyndrom, Judenverfolgung, Mobbing und Außenseitertum unter Kindern, Einsamkeit, Traurigkeit, Alter. All das dann noch in graue und braune Farben getaucht. Und was kommt heraus? Ein unglaublich warmherziges und komisches Meisterwerk.

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Lichtspieler

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Unterschiedlicher können die beiden gar nicht sein. Der 44jährige New Yorker und das kleine Mädchen aus Australien kennen sich nicht und finden trotzdem etwas das sie verbindet. Es entsteht eine Freundschaft die alles hat was eine Freundschaft auszeichnet. Sicherlich ist dies kein Wallace & Gromit Nachfolger. Hier geht es um das wirkliche Leben. Der Film kann zwar auch witzig sein, aber man merkt schnell das, das Leben kein Ponyhof ist. Es werden Tränen fließen. Bei den Charakteren und bei den Zuschauern.

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Bibabiest

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Bewertung9.5Herausragend

Ein wahnsinnig rührender und einfühlsamer Film, der sich auf eine erstaunlich einzigartige und wundervolle Art und Weise mit dem Scheitern menschlicher Existenzen, Freundschaft und (klasse integriert) dem Asperger-Syndrom auseinandersetzt. Ohne mich zuvor näher mit dem Film und dessen Inhalte zu beschäftigen, erwartete ich "irgendwas niedliches" und bekam eine geballte Portion liebevolle Animation zum Nachdenken. Hut ab!

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noddy

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Bewertung9.5Herausragend

einfach nur süsstraurig. schöner film!

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mikkean

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Bewertung10.0Herausragend

Schräg, alles andere knuddelig, mal zutiefst melancholisch und doch immer zu Herzen rührend: Dieser wundervolle Film hat mir an einem meiner schwärzesten Tage überhaupt einen kleinen Silberstreifen am Horizont daher gezaubert. Ich wette, das schafft er auch bei euch!!!

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kinogaengerin

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Bewertung10.0Herausragend

'Mary und Max' erzählt die absolut wunderbare Geschichte einer Freundschaft zwischen einem unsicheren kleinen Mädchen aus Australien und einem neurotischen älteren Mann in New York: "Es tut mir so leid zu hören, dass du dick bist. Mami sagt, dass ich auch dick bin, und wenn ich nicht aufpasse, werde ich ein Walross. Ich glaube das ist eine Sorte Pferde." Dabei tun sich Beide eine zeitlang gut, doch das Leben holt sie schließlich ein. Das Ende ist einfach perfekt und doch traurig zugleich. Als Zuschauer bleibt man ernüchtert und mit einem leichten Magendrücken zurück, nachdem Mary so wundervolle Fragen wie "Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?" gestellt und Max versucht hat, sie zu beantworten. Ähnlich wie bereits 'Coraline' ist dieser Animationsfilm nichts für kleine Kinder, sondern regt den filmliebenden Erwachsenen eher zum Nachdenken an. Untermalt wird dieses bewegende Drama von einem fantastischen Soundtrack, also unbedingt anschauen! :-)

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_Garfield

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Wunderhübsch geschrieben, so langsam sollte ich mir diese kleine Perle wohl mal geben. :D


kinogaengerin

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Unbedingt anschauen, ich war auch absolut positiv überrascht! :)


Iubar

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schön gemacht, mit traurig-schöner Story.
Absolut sehnswert...

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TheNumber

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

hat mich echt überrascht. dieser knet-animationsfilm ist eher für ein erwachsenes Publikum gedacht: trotz sehr viel humor bleibt dem film doch gerade in der zweiten hälfte eine (für mich) etwas zu traurige grundstimmung. auch zieht das tempo in der zweiten hälfte extrem an. die geschichte ist sehr rührend und hat tiefgang. sehr guter, ernster animationsfilm, sollte man mal gesehen haben...

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based_god

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Bewertung9.5Herausragend

Wunderschön und traurig – Bittersüss

Ein Film, der sich schnell in die Herzen der Zuschauer spielt und sich nicht schämt, mit dem Finger in (gesellschaftliche) Wunden zu greifen, welche man lieber zugepflastert hätte.

Schon nach dem ersten Brief, fiebert, leidet und heult man mit den Figuren mit. Untermalt mit einem grandiosen Soundtrack, steigert sich dieser Film von Minute zu Minute zum besten Animationsfilm, den ich je gesehen habe.

"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends."

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Filmkenner77

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film wie ein harter Schlag in die Magengrube. "Mary und Max" ist melancholisch, tieftraurig, berührend und doch voller liebenswertem Humor. Liebe, Tod, Krankheit, Alkoholismus, Mobbing, Ehebruch, Freundschaft, Einsamkeit, Hoffnung, Glück, Pech und Trauer sind nur einige Themen, die der Film anschneidet und doch wirkt er niemals überfrachtet, sondern wohldosiert und grundehrlich in seinen Aussagen. Erzählt wird die Geschichte des jungen, einsamen Mädchen Mary, das in schwierigen Verhältnissen aufwächst und zum ebenso einsamen Max, einem mittelalten, unter dem Asperger-Syndrom leidenden Menschen, eine Brieffreundschaft aufbaut, die über Jahre anhalten wird. Schließlich reist die mittlerweile erwachsene Mary von Australien nach New York, um Max erstmals persönlich kennenzulernen.
Zweifellos ist "Mary und Max", wie man vielleicht vermuten könnte, kein Kinderfilm, sondern ein Werk, das sich vor allem an ein erwachseneres Publikum richtet. Die aufwändige Stop-Motion-Technik passt ungemein gut zu diesem ruhigen Werk, in dem die Wechselbäder der Gefühle Kapriolen schlagen. Der 6 Millionen Dollar teure Film gewann zahlreiche Auszeichnungen, nur nicht den Oscar, was wohl auf ewig ein Rätsel bleiben wird. Letztlich bleibt "Mary und Max" ein wunderschön erzählter, leicht schwermütiger Film, der sich angenehm vom Hollywood-Kitsch unterscheidet und bei dem man in jeder Minute merkt, mit wie viel Herzblut alle Akteure am Werk waren. Am Ende rollen dann die Tränen, für die sich niemand schämen muss. Mary nicht und auch nicht der tiefbewegte Zuschauer, bei dem der Film lange nachwirken dürfte.

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lindaisonfire

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Klingt sehr interessant!


Filmkenner77

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Kann den Film nur wärmstens empfehlen. Aber ich muss zugeben, dass ich am Anfang auch Zweifel hatte, ob der Film tatsächlich funktioniert.


JimiHendrix

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Bewertung9.0Herausragend

"Mary Dinkles Augen, ähnelten schmutzigen Pfützen und auf ihrer Stirn hatte sie ein kackafarbendes Muttermal."

Welch ein herzzerreißendes kleines Stück Stop-Motion-Filmkunst, ohne die gewohnt aufgesetzte Gefühlsduselei, werden hier zwei gesellschaftliche Randfiguren zu Hauptdarstellern gemacht. Vor Allem der Charakter des Max hat es mir angetan, auf den zwischenmenschliche Signale, wie kryptisch daher kommende Undeutbarkeiten wirken.

Zu einem Debüt nach Maß würde ich Adam Elliot beglückwünschen, der die wirkliche hohe Kunst zu beherrschen scheint, Gefühle und Emotionen auf einer aufrichtigen Ebene zu transportieren. Ich habe schon zu viele Filme gesehen, bei denen auf stumpfsinnigste Art und Weise mit den Gemütslagen der Darsteller gepunktet werden wollte. Doch anstatt wirklich etwas für diese ach so unglücklich verliebten, so schlimm trauernden oder Selbstzweifel geplagten Menschen zu empfinden oder sogar Mitgefühle gegenüber diesen zu spüren, stieg in mir eher Ablehnung, in manchen Filmen auf mal Hass auf.

Wie ich schon des Öfteren festgestellt habe, kann ich mich besser auf gezeichnete, animierte, geknetete Figuren emotional einlassen, da ich mich dann weniger "betrogen" fühle, ob der nur dargestellten Gefühle des humanoiden Wesens. Ähnlich wie in dem Anime "Die letzten Glühwürmchen" konnte ich den künstlich erschaffenen Knetfiguren gleich mein Herz anvertrauen und mich in deren Leidenswege und Emotionsbauten einquartieren.

Ein zweiter schwieriger Punk sind für mich Filme, die Glücks- und Freudengeschwängert naiv durch die Filmwelt stolpern und denken, dass schon alles gut werden wird. Es wird einem nur zu oft die heile Rosamunde-Pilcher-Welt aufgeschwatzt, um die eigenen Probleme zu vergessen, doch es gibt sie und es ist toll, geradezu genial, dass sich "Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet?" diesen Unwägbarkeiten annimmt, zumal in dieser liebenswerten Knetform, ein wahrer Festtag für meine eingefrorenen Gefühlsantennen, tauet auf und erfreut euch an solch erwärmenden emotionalen Schicksalen.

Bei der Figur der Mary Daisy Dinkle dauerte es ein wenig, bis ich ihr über den Weg trauen konnte und sie als tatsächlich unglückliches, freundloses Geschöpf akzeptierte, aber ihre kleinen Makel und ihr bescheiden fürsorgliches Umfeld ließen mein Misstrauen schnell dahinsinken.

Mit Max Jerry Horowitz identifizierte und sympathisierte ich mich sofort. Ein Verlorener in den wirren Zwischenmenschlichkeiten seiner Umgebung, wird der Kontakt zu anderen gleichartigen Lebewesen zur ständigen Horrorshow. Da umgibt man sich zwangsläufig lieber mit Tieren, welche einen nicht mit kompliziert-untertönigen Gebärde zuschütten.

Für mich kann ein Film nur auf dieser Gefühlsebene funktionieren und Adam Elliot schafft dies in perfektionierter Form, ein erhellender Moment im katastrophalen Filmjahr 2009!

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La Bardot

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Schön! Gleich mal vorgemerkt! :)


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