Zu Listen hinzufügen

Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?

Mary and Max (2009), AU Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Animationsfilm, Komödie, Drama, Kinostart 26.08.2010


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.4
Kritiker
42 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.9
Community
6225 Bewertungen
218 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Adam Elliot, mit Toni Collette und Philip Seymour Hoffman

Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? erzählt von einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem kleinen Mädchen und einem alten Mann in der Form eines Clay-Animation-Films.

Irgendwo zwischen Wallace & Gromit und Harold and Maude erzählt Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? eine Liebesgeschichte von der besonders schrulligen Sorte: bei den beiden Titelhelden handelt es sich um ein einsames australisches Mädchen und einen kauzigen New Yorker, die eine tiefschürfende Brieffreundschaft verbindet. Dabei beschäftigen sich Mary und Max mit solch profunden Fragen wie: “schrumpfen Schafe wenn es regnet?”

Hintergrund & Infos zu Mary & Max
Regisseur und Autor des mehrfach ausgezeichneten Knetanimationsfilms ist der Australier Adam Elliot. Dieser gewann für seinen Kurzfilm Harvey Krumpet einen Oscar in der Kategorie “bester Kurzanimationsfilm”. Für Mary & Max versammelt er, zumindest in der amerikanische Originalfassung, gewichtige Filmgrößen hinter dem Mikrophon: dort leihen Toni Collette und Oscarpresiträger Philip Seymour Hoffman dem ungewöhnlichen Traumpaar ihre Stimmen.

  • 37795279001_593283144001_th-593258634001
  • 37795279001_593264585001_ari-origin05-arc-190-1282576546806
  • Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet? - Photo9
  • Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet? - Photo8
  • Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet? - Photo7

Mehr Bilder (15) und Videos (5) zu Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?


Cast & Crew


Kritiken (21) — Film: Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?

kobbi88: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Monate lang habe ich mich ungläubig gefragt, wie denn ein Knetgummi-Animationsfilm fast ausnahmslos so positive Bewertungen haben kann. Wie denn MIR, der ich animierte Filme nun wirklich nicht leiden kann, ständig ein solch seltsamer Film mit einem noch seltsameren Titel empfohlen werden kann Mir, der so tollen handgezeichneten Zeichentrickfilmen wie König der Löwen, Die Schöne und das Biest, Peter Pan oder Das Dschungelbuch nachtrauert und für die Erfindung von animierten Filmen am liebsten so manche Filmfirma verklagen würde. Mir, der in der Sesamstraße die doofen Knetfiguren als einziger in meiner Familie gehasst hat.
Aber jetzt, da ich ihn endlich gesehen habe, jetzt verstehe ich es. Ich kann mich den Ausführungen fast aller Kritiken hier nur anschließen. Ein Film zum Lachen, zum Weinen und zum Zittern. Ein Film zum Nachdenken, zum Schlucken zum Schmunzeln und zum Glücklich sein. Ein wunderbarer Film. Ein Film, den man gesehen haben muss.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Xander8112: Xanders Blog

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...]
„Mary & Max“ ist einer dieser besonderen Filme, die einen zum Lachen bringen, die aber auch das Gegenteil bewirken (können). Direkt nach dem Film weiß man eigentlich gar nicht, wie man sich fühlen soll, auf keinen Fall denkt man weiter über die Herstellung des Films nach, sondern über Mary und Max, die beiden einsamen MENSCHEN, die sich gefunden, zwischendurch verloren, und am Ende wieder – gefunden? – haben. Eine Geschichte über Freundschaft, die Liebe, das Leben und den Tod. Und darüber, ob Babys von Prostituierten in Eiern gelegt werden, wenn man Atheist ist. Oder ob Schafe im Regen schrumpfen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Fricki76: Asianfilmweb.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Irgendwo zwischen "Die letzten Glühwürmchen", "Die fabelhafte Welt der Amelie" und "Wallace und Gromit" stellt "Mary & Max" große Fragen, schneidet fundamentale menschliche Themen an und bietet dabei so viel skurrilen, schwarzen Humor und gleichzeitig so bittersüße Melancholie, daß ich wirklich hin und weg bin. Toll, ich bin schon gespannt auf weitere Werke des selbstironischen oscarprämierten Regisseurs Adam Elliot...

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Einfach nur schön und traurig. Ganz schön traurig also, aber im guten Sinne.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

samploo

Antwort löschen

:D


Sozionaut

Antwort löschen

äh *kopfkratz*... schön, traurig, schön traurig im guten Sinne ... muss drüber nochmal nachdenken, aaaalso... ;-)


Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/ Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Während Mary & Max durch gestiegenen Pessimismus und Realismus der bedrückendste von Elliots Filmen ist, wirkt er gleichermaßen am berührendsten und kann so voll und ganz überzeugen. Die brillante visuelle Umsetzung des Films unterstreicht seine inhaltliche Reichhaltigkeit dabei noch weiter. Wer schon immer wissen wollte, ob Schafe im Regen schrumpfen, warum Fische keine Zigaretten rauchen sollten und warum Freundschaft das Leben eines Menschen ins Chaos stürzen und doch bereichern kann, der sollte hier also einen Blick riskieren.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Ich erinnere mich noch gut daran. Es war Fasching im Kindergarten und ich muss so um die drei Jahre alt gewesen sein. Meine grausame Mutter steckte mich gegen meinen Willen in ein hässliches Clownskostüm. Ein scheußliches, viel zu buntes und unsagbar unbequemes Clownskostüm. Kurz, ich hasste es. Und ich habe mich wohl selten in meinem Körper unwohler und verlorener gefühlt. Alle lachten über mich, weil ich ach so putzig wäre und ich hasste es, dermaßen begafft zu werden (auch wenn dies rückblickend wahrscheinlich nur eine Illusion war). Ich heulte den ganzen Tag lang; und jedem war es scheißegal. Dies war ein prägendes und so stellvertretendes Ereignis in meinem Leben, obwohl ich mich daran doch eigentlich gar nicht mehr erinnern dürfte. Denn im Grunde bin ich immer noch dieser kleine, verunsicherte Junge im Clownskostüm, der sich ängstlich umsieht, ob ihn auch ja keiner entdeckt. Nur dass dieses Kostüm jetzt dem Leben gewichen ist.

"When I was young, I invented an invisible friend called Mr Ravioli. My psychiatrist says I don't need him anymore, so he just sits in the corner and reads."

Das Gefühl des Andersseins. Die meisten kennen es. Einerseits das Gefühl, einzigartig und individuell zu sein und auf der anderen Seite der Medaille die Einsamkeit als logische Folge aufgrund von Abschottung und/oder mangelnder Toleranz der Mitmenschen. Die totale, peinigende und ewig scheinende Einsamkeit. Und dabei würde man niemals glauben, dass man in Wahrheit gar nicht allein ist. Nie würde man für möglich halten, dass es noch so viele andere Menschen gibt, denen es genauso ergeht. Man könnte schwören, man wäre selbst immer der unglücklichste, einsamste, traurigste Mensch auf Erden. Und, so schwer es einem auch fällt, das zu glauben: Man ist es nicht. Man ist nicht vollkommen allein und verloren. Und wie schnell und lieblich so eine Erkenntnis kommen kann, zeigen Mary und Max.
Scheinbar zufällig "entdecken" sie sich und es ist auf Anhieb eine der rührendsten Freundschaften, die ein Knetmassen-Film je hervorgebracht hat, weil man sie einfach so gut nachvollziehen kann. Eine Geschichte voller Tragik und gewonnenen Lebenswillen über kaputte Familien, die erste Liebe, Übergewichtigkeit und Zigarettenstummel rauchende Goldfische, die scheinbar ständig den Suizid suchen. Aber vor allem eine Geschichte über eine wunderbare, unschuldige Freundschaft von zwei einsamen Seelen, die zueinander fanden. Die kaum etwas anderes hatten als sich selbst und dann das Wunder der Seelenverwandtschaft entdeckten. Ein Film, der unglaublich viel Trost spendet und eins der rührendsten - und keineswegs "rührseligsten" - Enden bietet, die ich in den letzten Jahren sehen durfte.

"You are my best friend. You are my only friend."

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Kris

Antwort löschen

Ein sehr schöner Kommentar!


SiameseAlex

Antwort löschen

Dein Kommentar drückt mich mal wieder in die Richtung diesen Film auf meiner Jetzt-bald-wirklich-mal-schauen-Vormerkliste an eine höhere Stelle zu platzieren...


beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...]Dass abendfüllende Animationsfilme nicht zwangsläufig für Kinder gedacht sind, wissen wir nicht erst seit dem South-Park-Kinofilm. Adam Elliot hat mit “Mary And Max” einen Knet-Animationsfilm erschaffen, der nicht unbedingt in Kinderhände gehört, aber doch das Kind im Menschen anspricht. Die Geschichte um eine ungewöhnliche Freundschaft ist herzerweichend erzählt, kommt aber völlig ohne Schmalz aus sondern wartet mit tonnenweise Humor und kreativen Ideen auf.[...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

hartmoodx

Antwort löschen

Like!


goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

„Vor 40 Jahren gab es Harold & Maude. Vor 20 Jahren gab es Wallace & Gromit. Jetzt ist die Zeit reif für: MARY & MAX“

Eine Tagline, die den Kern des Films sehr treffend definiert. Der australische Regisseur Adam Elliot blieb mit dem Kinodebüt seinen erzählerischen Wurzeln treu. Wie sein Oscar prämierter Kurzfilm „Harvie Krumpet“ lebt auch „Mary & Max“ von den losen Erzählungen seiner Hauptfiguren. Eine eigentliche Handlung existiert nicht, viel mehr entsteht der erzählerische Sog aus emotionalen Momentaufnahmen und ausgesprochenen Gedanken. Die Charaktere sind der Film. Kein Wunder also, dass die beiden mit unendlich vielen kleinen exzentrischen Eigenschaften und Anekdoten ausgestattet wurden, die nicht selten an die liebenswerte Verschrobenheit eines Jean-Pierre Jeunet Films erinnern.

Bei „Mary & Max“ handelt es sich um keinen niedlichen Kinderfilm. Das beweisen die eingestreuten Themen wie Suizid, Depression, Autismus und diverse Formen von Angstzuständen, die sich stets unter dem Schleier der süßen Charaktere verstecken, was aber nicht ihre Wirkung schmälert. Besonders gegen Ende wird der Zuschauer in ein Wechselbad der ausufernden Emotionen gestürzt und in diesen Momenten beweist der Film sein einzigartiges Wesen zwischen Knuddelplastik und ernster Melancholie. Auch visuell wurden eigene Wege gegangen, um den Kontrast zwischen eines scheinbar kindgerechten Stop-Motion Animationsfilms und den psychologisch anspruchsvollen Aspekten der Themen zu unterstreichen. Entstanden ist ein in Schwarzweiss- und Sepiatönen getauchter Film, der tatsächlich irgendwo zwischen dem sanften Anarchismus von „Harold & Maude“ und der cartoonigen Liebenswürdigkeit von „Wallace & Gromit“ zu finden ist.

Musikalisch sollte man genau hinhören. Selten entfalten alte Klassiker einen solch dichten neuen Zauber wie im Falle von „Mary & Max“. Leroy Andersons „The Typewriter“ findet man ebenso auf der Tonspur wie „Zadok der Priester“, besser bekannt als die UEFA Hymne. Sergei Prokofievs „Tanz der Ritter“ gesellt sich neben den Oldie „Qué Será, Será“. Ein griechischer Sirtaki neben Puccinis „Humming Chorus“ aus „Madame Butterfly“. Eine einzigartige, wenn nicht sogar verrückte Mischung voll fremder Assoziationen. Und doch schafft es der Film alle bisherigen Erinnerungen auszublenden und die Lieder in ein völlig neues Licht zu setzen. Mary und Max selbst werden von dem, ebenfalls zweckentfremdeten Lied „Perpetuum Mobile“ akustisch umrahmt. Das Stück ist bereits im Trailer zu hören und verleiht den beiden Hauptcharakteren eine liebevolle, zarte, beinahe zerbrechliche Melancholie.

Mary und Max verbindet eine ganz besondere Freundschaft, die alle bestehenden platonischen und romantischen Grenzen sprengen. Der Film ist zum Schmelzen schön, steinerweichend niedlich, besitzt einen eigenen entwaffnenden Humor und zielt mit seiner tief verwurzelten Melancholie mitten ins Herz.
Es bleibt nur eine Frage: Warum wurde dieser Film bei den diesjährigen Oscarverleihungen schamlos übergangen?

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

TheCorey: MovieMaze

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Es gibt Menschen, für die sind Animationsfilme automatisch Kinderfilme. Diesen Menschen sollte man nie Kon Satoshis "Perfect Blue" oder Adam Elliots "Mary and Max" schenken - denn sie würden die Filme vermutlich direkt an ihre Kinder weiterreichen. Animationsfilme bieten bisweilen, und dies dürfte bei "Mary and Max" der Fall sein, die Möglichkeit, eine Geschichte zu erzählen, die mit realen Darstellern wohl nicht ohne weiteres so (gut) umsetzbar wäre. Beispielsweise einen 44-jährigen am Asperger-Syndrom leidenden New Yorker, der eine lebensnotwendige Brieffreundschaft mit einer bebrillten und drangsalierten 8-jährigen Australierin eingeht. Regisseur Adam Elliot, der sich mit seinem knetanimierten Filmdebüt anschickt, das Monopol von Nick Park in diesem Subgenre zu brechen, erzählt diese Geschichte um Freundschaft, Mobbing, Einsamkeit und Tod auf eine derart berührende Weise, dass sie "Mary and Max" wohl zum besten Animationsfilm des Kinojahres 2010 macht.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Der beste Animationsfilme seit sehr langer Zeit, unkonventionell und berührend. Regisseur und Autor Adam Elliot hat etwas zu sagen und das tut er mit Einfallsreichtum und sehr viel Gespür für Bilder und Musik. Und wie so oft, wenn Filme richtig gut geraten sind: “Mary und Max” steckt tief drinnen im wirklichen Leben und zeigt uns charmant und schwarzhumorig den Ernst desselben. Ganz dringende Empfehlung. (Mehr im Podcast)

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

M. Semenowicz: Filmszene.de M. Semenowicz: Filmszene.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Über Mimik und Gestik wird das Innenleben der Figuren gezeigt, eine herausragende Leistung angesichts der Komplexität von Stop-Motion [...] . Doch all die wundervolle Ästhetik kann nicht ablenken von der schwächeren zweiten Hälfte des Films in der die tragikomische Welt [...] plötzlich arg ins Tragische abdriftet und dabei unverhältnismäßig viel Hanebüchenes in Zeitraffer geschieht [...]. Trotzdem handelt es sich bei "Mary und Max" um einen besonderen, wahrlich außergewöhnlichen Film, der hoffentlich auch in Deutschland wenigstens noch ein kleines Publikum finden wird.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] Die Geschichte präsentiert sich bewusst mit einer kindlichen Naivität, obwohl sich dahinter sehr ernste Themen des täglichen Lebens verbergen. Gerade durch diese einfache Art, wie der Film mit seinen Themen umgeht, entfaltet er eine unheimlich berührende Wirkung. Eigentlich traurige Umstände werden mit Humor aufgebrochen und sorgen für viel mitfühlendes Schmunzeln. Dagegen schafft „Mary & Max“ es gegen Ende aber auch, zu Tränen zu rühren. Selten ist ein Animationsfilm so fernab von Hollywood und gleichzeitig so gefühlvoll. [...]

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Frank Arnold: tip Berlin, Hamburger Abend... Frank Arnold: tip Berlin, Hamburger Abend...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Die grotesk-liebenswerten Figuren können dabei nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Charakter des Films ein tragikomischer ist.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Oliver Stenzel: Stuttgarter Nachrichten Oliver Stenzel: Stuttgarter Nachrichten

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Elliot gelingt Außergewöhnliches: Voll schwärzestem und teils derbem Humor, zugleich mit unglaublicher Empathie erzählt er die Geschichte von zwei Außenseitern; er kreiert dabei liebenswerte und bizarre, aber niemals auf platte Weise niedliche Figuren, und trotz überbordender Details tritt niemals die Erzählung gegenüber der Optik in den Hintergrund. Ein Meisterwerk, das einen mal hysterisch lachen, mal vor Bitternis schlucken lässt und am Ende Tränen in die Augen treibt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

"Mary und Max" ist ein bezwingend paradoxer Film. Wir sehen eine grausame Welt voller Leiden, in der wir uns trotzdem gut aufgehoben fühlen. Mary und Max kommen zwar in ihren Briefen zu Wort, aber über weite Strecken des Films erläutert uns ein Erzähler Geschehnisse, Pläne, Gefühle, Erinnerungen. Das wirkt hier nicht plump. Es versetzt uns in die kindliche Erfahrung des Märchenhörens zurück.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Zu lachen gibt es in "Mary & Max" schließlich ungeheuer viel, auch wenn die Protagonisten/innen selbst eigentlich nur wenig zu lachen haben. Denn einerseits zerrspiegelt Elliots Film die Wirklichkeit mit seiner Knetwelt in teils herrlich garstigen Überzeichnungen [...]. Andererseits löst er die vielen Härten und Katastrophen durch die Dialoge und die mit einer Detailflut visualisierten Briefschilderungen immer mit einem pointierten, äußerst schwarzen Humor.[...] Dabei geht es um ganz profunde Angelegenheiten: um die Angst vorm Leben und wie man ihm doch immer irgendwie zugewandt bleibt. [...] Mary und Max haben ein großes Publikum mehr als verdient!

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Dies ist ein Film für Erwachsene, nicht für Kinder. Der Humor ist sanft und die Bilder voller Phantasie, aber die Geschichte hat es manchmal in sich. Tod, Einsamkeit, Krankheit und Alkoholismus sind Thema, ebenso wie Selbsthass und Selbstmord. Die Erzählerstimme, die durch das Leben der beiden Außenseiter leitet, bleibt immer warm und optimistisch, aber sie spart auch nicht aus, wie grausam das Leben sein kann.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Jörg Gerle: Filmdienst Jörg Gerle: Filmdienst

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Der Animator Elliot findet für seine verbale Tragik derart köstlich-schwarzhumorige Knetentsprechungen, dass aus der wundersamen Verbindung beider Teile ein zutiefst berührender, fast schon lustiger Film entstand. Wort und Bild könnten dabei nicht diametraler sein und ergeben dennoch eine zutiefst harmonische Einheit. [...] So lacht und weint man mit Mary und Max und hofft auf eine schöne Wendung – wohl ahnend, dass „Mary & Max“ alles ist, nur kein Märchen!

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Rochus Wolff: freier Journalist

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Mary & Max wirkt auf den ersten Blick wie ein amüsantes Märchen – was sicherlich zu allererst daran liegt, dass es sich um einen Trickfilm handelt, der vollständig mit Knetmasse modelliert wurde, ganz in der Tradition der Aardman Studios oder etwa des großartigen Coraline von Henry Selick; vor allem und spezifischer ist Mary & Max jedoch eine Weiterentwicklung, in Thema, Ton und Form, von Adam Elliots mit einem Oscar ausgezeichneten Animationskurzfilm Harvie Krumpet.

Auch darin ließ Elliot seinem im Titel genannten Protagonisten schon Krankheiten und bizarre Unfälle widerfahren; gestorben wird viel, und das Ende, so hoffnungslos es auch wirken mag, ist doch mit Lebenslust prall gefüllt. So ähnlich (vom Ende sei gleichwohl noch nichts verraten), aber noch subtiler findet man das auch in Mary & Max, das seine unmögliche Geschichte von unwahrscheinlichster Freundschaft im Gewand einer tiefschwarzen Komödie versteckt, die doch vor allem eines will: Die Vielfalt des Lebens feiern, vor allem in jenen Ecken, in denen abseitige Gedankententakel menschlichen Gehirnen zu entweichen scheinen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Regisseur und Drehbuchautor Adam Elliot zeigt in dieser wunderbar umgesetzten, einfühlsamen Tragikomödie, wie verwirrend und chaotisch das Leben sein kann. «Mary and Max» ist ein ergreifend trauriges und befreiend komisches Wunderwerk.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Alle Kritiken (21)


Kommentare (196) — Film: Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?


Sortierung

Apathy

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Cool gemacht und ne reale Story emotional rübergebracht. Mochte bloß weder Mary noch Max, macht den Zugang schwer.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

TV Einheit

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit viel Liebe zum Detail erzählt diese kleine, schwarzhumorige Plastilin-Perle über das Leben, über sein Sinn und Unsinn, über die Freundschaft und das Schreckliche wie Sympathische an psychischen Erkrankungen. Die Protagonisten bewegen sich durch eine liebevoll gestaltete Welt, wo in keinem Muttermal das obligatorische Haar vergessen wurde und jedes verpeilte Tier seine akribisch geformte Poperze erhalten hat. Toll: eine wunderbare Story gepaart mit einer optisch einwandfreien, ideenreichen und inspirierenden Kulisse!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ThomasCine

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mein Blogeintrag zum Film:
http://thomasschroers.wordpress.com/2014/03/24/ein-animierter-film-mary-and-max/

Immer wieder finden sich auf dem staubigen Dachboden der Filmgeschichte besondere Fundstücke. Das Haus der Animationsfilme wird seit je her von einer wachsenden Zahl seichter Filme bevölkert. Doch hin und wieder kommt ein Film daher, der diese Filmgattung weiterbringt. Einer, der wagt mehr zu sein als nur ein Spaß für die ganze Familie oder eine Motivation für eine Wildwasserbahn. Diese seltenen Exemplare sind erwachsene Animationsfilme, die sowohl künstlerisch als auch erzählerisch überzeugen können. Eine dieser Ausnahmen nennt sich „Mary and Max“ (2009) gefilmt von dem australischen Regisseur Adam Elliot.

Die Geschichte wird im Ganzen aus der Sicht von den beiden titelgebenden Charakteren erzählt. Mary ist acht Jahre alt und lebt in einer Vorstadt Melbournes. Sie ist einsam und findet auch in ihrer alkoholabhängigen Mutter und dem stumpfsinnig arbeitenden Vater keinen Halt. Eines Tages entscheidet sie sich einem unbekannten Menschen aus dem Telefonbuch einen Brief zu schreiben und sendet diesen Brief zu dem New Yorker Max. Max ist alt, stark übergewichtig und besitzt ebenfalls große Schwierigkeiten mit Menschen und dem Kennenlernen von Menschen. Trotzdem antwortet er Mary und es beginnt ein unwahrscheinlicher Briefwechsel.

Die beiden Protagonisten könnten gegensetzlicher nicht sein. Auf der einen Seite steht das kleine Mädchen mit den großen Träumen. Ein Mädchen, das verzweifelt versucht aus ihrer eigenen Welt zu entfliehen. Sie stellt sich ihre Traumhochzeit vor und phantasiert über das Leid ihrer Familie. Mary ist durch und durch unbefleckt und auf diese Art und Weise findet der Film einen Teil seiner Atmosphäre. Ihre Unbekümmertheit und Unerfahrenheit bringt eine Leichtigkeit, die die Tragik ihrer eigentlichen Situation verschleiern, aber nie verstecken kann. Die Erzählung bleibt hier dem Charakter der Mary vollkommen treu und ebenso wird Max behandelt. Max ist der Gegensatz, der eigentlich keiner ist. Er ist ein Mann, der sich festgelegt hat. Zurückgezogen in seine eigene Welt hat er sich dort zu Recht gefunden und lebt nach präzisen Regeln und Zielen. In vielerlei Hinsicht ist dieser Max zu Anfang der Geschichte eine sehr verschlossene Person, die zwar nach wahrer Freundschaft sucht, aber nicht weiß wie er sich dieser öffnen kann. Der Kontrast der beiden Lebenswelten wird dabei explizit, visuell ausgedrückt. Das dunkle, vermüllte New York stellt in dieser Hinsicht den Gegensatz zu der hellen natürlichen Umgebung Marys dar. Von dieser Darstellung lassen sich weitere Rückschlüsse auf die beiden Hauptcharaktere ziehen. Marys helle Lebenswelt befindet sich zumindest zu Anfang der Geschichte auch um sie herum. In dieser Hinsicht hat sie sich nie ganz mit ihrer Situation abgefunden und hat den Willen sie zu ändern. Das wechselnde Wetter in ihrer australischen Heimat ist dabei eine Art Kommentar zu ihrem Gemütszustand. In New York dagegen ist Max umschlossen von einer Welt, in der er nur noch (wortwörtlich) den Müll wegräumen möchte. Er hat in seinem Alter nicht die Willenskraft der Mary und dies zeigt auch seine Umgebung. Elliots Charakterzeichnung ist durchweg dreidimensional, da er mit Mary und Max echte Charaktere erschaffen hat und nicht nur digitalisierte Abziehbilder.

„Mary and Max“ ist ein Werk, dass eine große Leinwand verdient, denn es schafft wahre Kinomomente. Man möchte die wunderbare Musik hervorheben, die in den richtigen Szenen in den Vordergrund rückt. In einer Szene fliegen Finger virtuos im Takt der Musik über die Tasten einer Schreibmaschine. In einer anderen wird mit pompöser Musik eine surreale Traumsequenz geschaffen, obwohl sich die Ereignisse wirklich abspielen. Dies ist ein Moment reiner Kinofreude. In gleicher Manier gestaltet sich das Tempo des Filmes rasant, doch schafft es Elliot die dichte Handlung nicht unanagenehm zu beschleunigen. Ganz im Gegenteil nimmt er den Zuschauer mit auf eine Reise und bringt diese in einer emotional triefenden, erstklassigen letzten Szene zu Ende.

Im Kern dieser Reise befindet sich das Thema, welches Menschen in jeder Sekunde ihres Lebens beschäftigt. Freundschaft. „Mary and Max“ zeigt auf liebevolle Weise was Freundschaft ist und wie diese funktioniert. In beiden Charakteren wächst diese Freundschaft heran und ist derart unschuldig, dass der Zuschauer tief berührt wird. Sowohl Mary als auch Max lernen hierbei, dass Freundschaft kein Selbstläufer ist. Manchmal erfordert sie ein Wagnis, manchmal ein Opfer und stets ist es eine Frage des Befreiens von persönlichen Hindernissen, die Freundschaft möglich macht. Sozusagen als Zusatzpunkt schlägt Elliot noch eine weitere Saite an. Wie steht es mit der Freundschaft zu sich selbst? Ist dies vielleicht ein weitaus schwieriger zu erreichender Level an Freundschaft? Im Film benötigt die Charaktere andere Menschen um diese Eigenfreundschaft zu erreichen. Das Mantra „Love yourself first“ impliziert dabei nichts egoistisches oder arrogantes. Es bezeichnet schlicht die Absicht mit sich selbst im Reinen zu sein, sich selbst als Freund zu aktzeptieren. Mit all den guten und schlechten Eigenschaften die wir besitzen. Dem verschrobenen Humor und der tiefgreifenden Tragik. Diese Art der freundschaftlichen Selbsterkenntnis ermöglicht einen besseren, stärkeren Halt zu anderen Menschen. Im Zeichen dieses Themas steht auch der Film selbst. „Mary and Max“ ist sein eigener bester Freund und auf dieser Basis öffnet sich der Film weit für seinen Zuschauer.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MrsLizzyDarcy

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schrullig, verschroben, bittersüß und ein ganz besonderes kleines Kunstwerk. „Mary&Max“ erzählt so unaufdringlich wie eingängig die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft und eröffnet sowohl unschuldige als auch in ihrer Einfachheit teilweise philosophisch-anmutende Perspektiven auf die Welt und ihre Menschen, die man trotz der verfremdenden Knetfiguren noch lang im Hirn hin und her wälzt, was den Film noch lang nachwirken lässt. Ironische Kommentare, schwarzer Humor und kindliche Unschuld halten sich kunstvoll die Waage und nahmen mich mit auf eine emotionale Reise - frei von jedem Kitsch doch nicht weniger liebevoll.
Ich habe nicht einmal die vollen 96 Minuten gebraucht, um diesem Film und seinem ganz besonderen Charme zu erliegen, so dass am Ende nicht nur Mary ein Tränchen der Rührung über die Wange lief.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Le Chuck

Antwort löschen

Freut mich, dass er dir so gut gefallen hat. Mir fiel es bisher immer schwer meine Begeisterung für diesen Film in Worte zu fassen, deshalb unterschreibe ich jetzt hier einfach mal ;)


MrsLizzyDarcy

Antwort löschen

War das die 100?! ^^
Ich danke dir, für die Empfehlung! Es war mir ein Fest.


fliegendreck84

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist in seiner Kategorie ein absolutes Meisterwerk und auch ich finde ihn absolut einzigartig. So schön wie dieser "Animationskunstfilm" gemacht ist, trifft er jedoch nicht GANZ meinen Geschmack.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Drax

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Adam Elliot ist mit "Mary & Max" ein wirkliches Meisterwerk über die Freundschaft gelungen.
Der Film erzählt ohne kitschig oder pathetisch zu sein, die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei unglaublich liebenswürdigen Außenseitern.
"Mary & Max" glänzt dabei nicht nur durch enormen Detailreichtum und viel schwarzen Humor, sondern auch durch große Emotionen.
Es ist wirklich erstaunliche wie es Adam Elliot gelingt, durch Knetfiguren diese große Emotionen zu erzeugen, die einer Achterbahn fahrt gleichen, ist der Film in der einen Minute äußerst Komisch, so ist er in der nächsten extrem traurig und bedrückend.
Die Farbgestaltung und musikalische Untermalung ist ebenfalls sehr gelungen und rundet dieses Meisterwerk ab.
Wer diesen Film also noch nicht gesehen hat, der sollte das dringt nachholen, denn es lohnt sich wirklich sehr.

bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Blinkboy182

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Toller Animationsfilm. Charaktere und Handlungen wachsen einen in die Seele. Wirklich gelungene Erzählung!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

omegaVi

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein ebenso wunderschöner wie trauriger Film. Die Charaktere wachsen einem richtig ans Herz, man lacht und leidet mit ihnen... Und am Ende merkt man immer mehr, wie viel Inhalt Mary & Max wirklich hat. Klasse :)

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

lena.la.921

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Absolut emotionaler Film, der mir noch lange im Kopf bleiben wird. Gerade die wenig farbenfrohe Kulisse, lässt einen an der rührenden Geschichte teilhaben, weil der Fokus auf das Inhaltliche gerichtet ist. Und steckt nicht ein bisschen Mary und Max in jedem von uns ? ;)

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Le Chuck

Antwort löschen

Du bringst es auf den Punkt, schöner Kommentar zu einem kleinen Meisterwerk :)


Jackieboy

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Mary & Max ist wohl das traurigste Stück Filmkunst, welches ich mir je angesehen habe.
Nachdem mir ein Bekannter von diesem Film und seiner starken Emotionalität erzählte, habe ich mich hingesetzt, um dieses Porträt in Grau und Braun zu genießen.
Ohne Zweifel handelt es sich hierbei um nicht weniger als ein Meisterstück.
Die Geschichte der zwei Außenseiter, ihre Beziehung zueinander, und vor allem ihre Weltbilder, die auf einer erschreckend bewegende Art dargestellt wurden, macht Mary & Max zu einer Film, der vermutlich noch lange durch meine Gedanken schweben wird.
In diesem Sinne: "Keep your money, I want change."

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Zimtmond

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Mary und Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?" ist ein wundervoller Film mit seinem ganz eigenen Charme, den ich sonst noch nicht finden konnte.
Die beiden habe ich sofort ins Herz geschlossen und werde sie nun nicht mehr gehen lassen.
Prädikat wertvoll. Ich liebe diesen Film ♥ Unbedingt ansehen und selbst überzeugen!

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

Zimtmond

Antwort löschen

♥♥♥♥


Ben Kenobi

Antwort löschen


I_have_seen

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

ich finde es schwierig die richtigen Worte für den Film zu finden ....eine schwache Einleitung ja, aber bei guten (emotionalen) Filmen ist das ein gutes Zeichen: Der (Trick-)Film ist ein wirklich sehr nahe gehendes bitter-süßes-Filmerlebnis ... über die Sehnsucht nach Begegnung, Freundschaft und Liebe aus der Perspektive derer die Leiden und gelitten haben, die Hilfe brauchen, suchen oder oder hilfsbedürftige die von hilfe suchenden gefunden werden.

Wir beobachten wie über große Distanz zwei Menschen, die beide sehr unterschiedliche einzelne Probleme haben und ganz ähnliche große unerfüllte Sehnsüchte verbindet und dessen aufkeimende Beziehung über den Briefwechsel mit einfachen Fragen beginnt und es mit berührend mit einfachen 'Rezepten' und Ideen es schaffen ein kleines positives Erlebnis weiterzugeben - über den Austausch von kleinen Naschereien. beispielsweise oder einen wohlgemeinten Vorschlag. Es ist ein Film über (soziale) Armut und seine Auswirkung - vor allem die emotionale - die sich unter anderem neben Trauigkeit auch in gelegentliche Zornigkeit ausdrückt. Der Film bildet die sinnliche Wahrnehmung derer ab die wenig soziale Unterstützung erleben - oder hart ausgedrückt, die sozial Ausgegrenzt werden weil Sie in der Welt der allgegemeinen Sonderbarkeit das Ettiket Sonderling erhalten haben.

Die Darstellungsform als Trckfilm reduziert hier auf wunderbare Weise das emotionale erleben und das miterleben für mich - Mary und Max sind sehr weit von einander entfernt aber im Geist sind Sie sich die Nächsten, dies ist nicht die einzige Tragik aber die offensichtlichste. Die Tragik ist auch das Sie beide jeweils nur einen einzigen echten Verbündeten im Leben haben und zwar den über den Briefkontakt, über das schreiben von Briefen. Diese Botschaft und Sicht auf die Welt finde ich eigentlich zu bitter. Briefe (schreiben) das extrakt von Freundschaft oder ähnlichem ("ein schöneres Leben"). Der Film ist herrlich -keine Frage- und das Filmende hat das dramaturgische Potzential an diesen Punkt des Lebens ranführen müssen (?) bzw. war es zumindest hier nicht falsch, aber es gibt doch mehr Wege als einen Brief um um hilfe zu suchen und hilfestellungen anbieten. So eng ist die Welt der Möglichkeiten nicht - möchte ich glauben - ein kleines Manko des Films.

(P.S.: Wer mit den Ende nicht so zufrieden ist kann sich auf der DVD unter Extras die "alternativen" ansehen ... man möge selbst entscheiden... es hätte auch schlechter kommen können...)

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JakePot

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Klasse Film und wunderschöner Soundtrack!
Und vor allem das Schild der Obdachlosen: "Keep your money, I want change!", fand ich besonders stark!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

I_have_seen

Antwort löschen

Bei mir war es das Schild "Hug (for) 50ct" das mir hart und schnell eins verpasste...

(Für alle Verständlich: Hug = Umarmung)
(Für alle Verständlich: "hart und schnell" = Krass... *smile*)


keko24

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Warum habe ich den Film so gut bewertet?
Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Ist es die Grafik? Nein eher nicht, auch wenn ich von dem eher dunklerem Farbton des Filmes angetan bin, wirkt der Film doch eher Expressionistisch. Passt aber sehr gut zum Film dessen wichtigste Aussage wohl ist: Die Werte im Menschen drin zählen mehr!
Die Briefe die die Beiden sich schreiben, sind zwar simpel aber eben dadurch wird die Kernaussage wichtiger. Beide haben, auch wenn doch sehr Fremd, sehr ähnliche Probleme und wissen nur durch die Bedeutung ihrer Freundschaft diese zu überwinden. Pluspunkte gabs auf für den Wahn und die Wut auf Menschen die ihre Zigarettenstummel auf den Boden werfen, die teile ich auch:)
Auch die Leichtigkeit wie die Beiden sich unterhalten, ist beneidenswert und ich habe während dem Film meine Freundschaften überdacht und viel aus dem Film gelernt. Eine Message die jedem von uns bekannt ist aber viele noch unberührt lassen.
Minuspunkte gabs für folgende Sachen:
-Die Ehe die eher lieblos dargestellt wurde
-Das Ende, da hätte man mehr draus machen können.

Fazit: Herzzerweichender Film den ich nur weiterempfehlen kann!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Daymare

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es zählen die inneren Werte! Eine Weisheit, die ich mir bei diesem Film besonders zu Herzen nehmen musste, denn das Design wirkt auf mich einfach nur abstoßend. Ich tue mich schon bei den Werken von Burton schwer, aber das hier war mein persönlicher Nemesis. Doch trotz aller Verachtung für die Optik - der Film hat eine echte Seele und das ist weiß Gott alles was zählt!

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

keko24

Antwort löschen

Das Leben besteht halt aus mehr als nur Muttermale auf der Stirn und ein paar zusätzlichen Pfunden unter dem Trainingsanzug:)


charysher

Antwort löschen

Die Fliegen und die Schnecken waren doch nur süß :)


Molle

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film der beim gucken seine Längen hatte, manchmal schon zu skurill wirkte aber am Ende ein wunderbar traurig-schönes Gefühlschaos hinterlässt. Ein großartiger Film!

Allein das den Film tragende Lied Perpetuum mobile ist wunderschön.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

malte.fischer.9404

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

"Eine etwas besondere Art an Film. Doch er überzeugt!"

Mary & Max - oder Schrumpfen Schafe, wenn es regnet ist ein australischer Stop-Motion-Animationsfilm (also mit Knetfiguren) aus dem Jahre 2009. Diese Informationen kann man aber auch oben auf dieser MP-Seite entnehmen. Der Film handelt von der kleinen Mary, die in Australien lebt und sehr unglücklich ist und von einem alten Mann, der Max heißt, und genauso/oder noch unglücklich(er) ist. Durch Zufall befreunden sich die Beiden und zwar durch Brieffreundschaft. Doch es gibt auch sehr viele Probleme, dafür eine wirklich tolle Freundschaft.
Emotionen sind in dem Film wohl drin! Da fließen dann die ein oder anderen Tränen. Wir wollen mal nicht übertreiben. Was ich sagen will ist, dass dieser Film kein alberner Kinderfilm ist. Es ist eher ein Film, den man auch schon verstehen muss. Kleine Kinder verstehen noch nichts von psychischen Krankheiten, Prostituierten oder von sonstigen Sachen, die wohl in keinem Kinderfilm á la Walt Disney stecken. Der Film ist wirklich schön. Das Geschehen bringt einem nicht zum Lachen, aber zum Überlegen und dann ist man doch irgendwie glücklich, weil man eine Lektion gelernt hat. Wow! Man muss unbedingt erwähnen, dass der Film noch ziemlich speziell rüberkommt. Eigentlich ist es nur ein sage ich mal anderer Stil, da man sich zwar dran gewöhnen muss, aber man sich schließlich doch in die Personen rein versetzten kann und überlegen kann!

Ich gebe (Wow!) 9.0/10 Punkten, da der Film sehr gut ist. Leider ist er nicht sehr bekannt.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Copacabanasun

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?" verzaubert einen mit seinen ganz eigenen Stil und Charme. Die außergewöhnliche Geschichte, berührt das Herz und die Seele auf eine Art die ich vorher nicht kannte. Deswegen hab ich mich auch in dieses einmalige Animationswerk verliebt. - Die beiden Hauptfiguren schließt man sofort ins Herz und man lebt richtig mit den beiden mit.
.
.
I LOVE IT! :)

bedenklich? 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

kobbi88

Antwort löschen

und für deine Wertung :) Und für dich. Und für eigentlich alle :D


Copacabanasun

Antwort löschen

wie süß von dir kobbi..fühl dich mal geknuddelt :D


einSchluss

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schlau, knüppelniedlich, weise und menschlich. Wahrheiten mit Aha-Echo, irrsinnige Ideen und abseitige Einfälle bizarrer oder kindlicher Gedankenfolgen machen die rührende Geschichte in diesem originell präsentierten Animationsfilm zu etwas Besonderem.
Die Inszenierung verfügt über ein Gespür für die Feinheiten von flüchtigen, aber wichtigen Gedanken und der Spiegelung von scheinbar trivialen Begebenheiten und Gefühlen, die einen manchmal beschleichen, ohne dass man drüber spricht oder es ein anderer über seine macht. Die Schilderung des alltäglichen, menschlichen Unglücks und die Verbindung schaffende Erkenntnis damit nicht alleine zu sein erdet nicht nur die Protagonisten neu.
Eine Erzählung über antennige, feinfühlige Menschen, die grade im Zugeständnis des "nicht perfekt seins" Größe, Wahrheit und sich selbst finden. Szenen, die auf possierlichste Weise das lebenswichtige KLEINGEDRUCKTE zeigen.
Die niedliche Wirkung des Films ist erst unaufdringlich und beiläufig, im weiteren Verlauf und besonders im Finale wird´s für mich allerdings knääätsch-süß mit einer spürbaren, manipulativen Absicht und da hat er mich leider kurzzeitig verloren. Unter anderem, weil ich das Gefühl hatte, zulange hinter die Kulisse dieser Inszenierung linsen zu können. Na ja, aber spätestens mit dem bombigen Abschluss-Song von Bert Kaempfert war ich wieder an Bord. Insgesamt ein außergewöhnlich berührender, schöner Film.
http://www.youtube.com/watch?v=66TLrby1R1g

bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

einSchluss

Antwort löschen

(y)


jollyroger

Antwort löschen

Film gerade gesehen, sehr treffender Kommentar wie immer.:)


vanilla

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

"Mary, if you want to
I wave my right
I'll be on the corner
Just passin' time." (Kings of Leon - "Mary")

Wollte diesen Knetanimationsfilm eigentlich nie sehen, warum weiß ich selber nicht.
Bin um so mehr überrascht, wie gefühlvoll und mit sehr viel Liebe zum Detail, dieser Film produziert wurde.
Die Geschichte muss man einfach gern haben. 2 Außenseiter, die durch eine Brieffreundschaft, nicht nur zu einander finden, sonderen auch zu sich selbst.
Der Humor ist einfach köstlich, so fragt die kleine Mary mal in einem der Briefe, ob Schafe schrumpfen, wenn es regnet, oder ob Babys in Amerika auch in einem Bierglas gefunden werden.
Teilweise ist es aber nicht nur lustig, sondern auch tragisch. Man fühlt mit ihnen und ihrer Lebenslage und schafft so eine besondere Verbindung zu beiden Charakteren.
Wer sich auf diesen Film einlässt wird nicht enttäuscht werden, weil dieser Film eines den meisten Anderen voraus hat, nämlich HERZ.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

Drehmumdiebolzen

Antwort löschen

Ach, stimmt ich hab etwas unbewusst immer gleich den OT parat, srry^^


vanilla

Antwort löschen

no problem;-)



Fans dieses Films mögen auch