Das Russland Haus

The Russia House (1990), US
Laufzeit 122 Minuten, FSK 12, Thriller, Actionfilm, Kinostart 14.03.1991

5.7 Kritiker
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6 Kommentare
Das Russland Haus - Bild 6018570
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von Fred Schepisi, mit Sean Connery und Michelle Pfeiffer

Barley Blair, ein Verleger aus London, hat Gefallen an Russland gefunden, und vor allem an der Literatur dieses Landes. Als er jedoch das Manuskript eines russischen Physikers zugespielt bekommt, das er veröffentlichen soll, bekommt er Probleme, denn dieses Manuskript enthält brisante Details über das sowjetische Militär. Was steckt wirklich hinter dieser Geschichte? Das “Russland Haus”, eine Abteilung des Geheimdienstes, schickt ihn nach Moskau, wo er der Sache auf den Grund gehen soll.


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Das Russland Haus

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer bei „Das Russland Haus“ einen rasanten, spannenden Spionagethriller erwartet, wird leider enttäuscht werden. Der Film wird in einer Ruhe erzählt, die bei so manchen Zuschauer (vor allem der jüngeren Genration) wohl die Langeweile hervorrufen wird. Und von Thriller darf man hier eigentlich nicht reden. Der Streifen ist wohl eher eine Spionage-Romanze, welche ziemlich unterkühlt erzählt wird, aber in gewisser Weise auch wieder irgendwo ihren romantischen Touch hat. Sean Connery und Michelle Peiffer brillieren in ihren Rollen hervorragend und man merkt einfach dass die Chemie zwischen den beiden stimmte. Ohne große Verfolgungsjagden, Schießereien oder extrem spannenden Szenen erzählt der Film die etwas andere Spionagegeschichte, die die Arbeitsweise der Geheimdienste zur damaligen Zeit sicher gut beleuchtet. Die Kulisse des tristen Russlands fängt die Atmosphäre des kalten Krieges, der damals noch sehr präsent war großartig ein und verursacht eine ziemlich trübe Stimmung. Musikalische Unterstützung bekommt der Film vom Komponisten-Genie Jerry Goldsmith, der mit einem doch recht außergewöhnlichen Score für so eine Art Film, sein Können wieder unter Beweis stellte.

„Das Russland Haus“ ist also ein Spionagefilm der etwas anderen Sorte, der aber dank seiner Schauspieler immer noch sehenswertes Kino bietet.

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Blonder

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine Mischung aus Agententhriller und Lovestory. Ein Verleger soll für den britischen Geheimdienst ein Manuskript beschaffen. Während dieser Aktion verliebt er sich in die junge Russin Katja, die selber als Kontaktperson fungiert. Plötzlich muß er sich zwischen seinem Land und der großen Liebe entscheiden.

Wer hier einen typischen Agententhriller mit viel Action erwartet, der wird enttäuscht sein. Denn die Story wird in sehr ruhigen Bildern erzählt, die mit einem schönen Score untermalt sind. Es ist der erste Film der nach dem kalten Krieg direkt in Russland gedreht werden durfte. Somit bekommt man ständig unterkühlte Bilder von Moskau und St. Petersburg gezeigt, sie vermitteln dem Zuschauer eine düstere Stimmung. Gleichzeitig bekommt man ziemlich realitätsnah die Arbeitsmethoden der Geheimdienste näher gebracht.

Die Hauptrollen spielen Sean Connery und Michelle Pfeiffer, die als Paar richtig gut harmonieren. Sehenswert ist auch noch Klaus Maria Brandauer der den Schriftsteller verkörpert und Roy Scheider als Besessener vom Geheimdienst.

Überzeugender Film, der dem Zuschauer viel Geduld und Aufmerksamkeit abverlangt. Einer der besten Filme über den kalten Krieg.

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8martin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist eine der bewegendsten Liebesgeschichten, die am Ende des Kalten Krieges und zu Beginn der Perestroika spielen. Die spannende Story stammt von John le Carré, der sich als Insider in der Spionageszene von CIA und MI5 auskennt. Die Klasse des Films liegt aber auch an den beiden Hauptdarstellern Michelle Pfeiffer und Sean Connery. Er, etwas zerzaust, gar nicht 007-mäßig, führt die Geheimdienste hinters Licht und findet eine für die beiden Liebenden erfreuliche Lösung. Michelles deutsche Synchronstimme ist überzeugend mit dem Akzent, da sie ja als Russin Englisch spricht. Bevor sie sich begegnen beschreibt sich Connery so “Ich sehe aus wie ein großes, ungemachtes Bett, an dem eine Plastiktüte hängt“ und Michelle nennt er “die russische Version der Venus von Milo.“ Die Locations sind meist Originalschauplätze in Petersburg und Moskau, was zur Authentizität beiträgt. Michelle agiert zart, zerbrechlich und vorsichtig. Er listig und mutig. Sean sagt zunächst: “Um sein Land zu retten, muss man Verrat üben“, und später zu Michelle “Du bist jetzt mein einziges Land“. Diese Lovestory geht ans Herz.

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Nihilist

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Bewertung9.0Herausragend

Alleine schon wegen der Besetzung Pfeiffer / Connery sehenswert.

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Miss Sophie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr gelungene Kombination aus Polit-Thriller und Liebesgeschichte. Die Chemie zwischen Connery und Pfeiffer stimmt.

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dAShEIKO

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein unterschätzter Spionagethriller, eingebettet in die Liebesgeschichte zwischen Connery und der wundervollen Michelle Pfeifer. Die politischen Hintergründe der Rahmenhandlung sind nicht immer einfach nachzuvollziehen. Aber ein Gutes Buch muß ja auch nicht leicht zu lesen sein. Anstatt rasender Action dominiert erdrückende Depression des Kalten Krieges. Schauspielerisch hervorragend. Interessant auch die Auftritte von Klaus Maria Brandauer und Ken Russel.

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