Der Detektiv

The Detective (1968), US
Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 05.09.1968

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- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Gordon Douglas, mit Ralph Meeker und Jack Klugman

Die Nachforschungen an einem Homosexuellen-Mord führen Detektiv Joe Leland in einem Sumpf aus Polizei-Korruption und gefährlichen Intrigen. Frank Sinatra in einem brisanten Krimi, der jede Menge Hochspannung garantiert.


Cast & Crew


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patcharisma

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Bewertung3.5Schwach

Eigentlich ist es ein komplett sinnloses Unterfangen einen Comment zu posten, wenn der Joe Gillis den Film schon schneidig klar, analytisch korrekt und ohne Annahme von Bestechungsgelder und anderer MP-Korruption seziert hatte. Darum fasse ich mich kurz: "Der Detektiv" ist ein ungemein widerlicher, schwerfälliger und spannungsloser Möchtegern-Krimi und dazu irgendwie noch ein halbgares "Gesellschaftsdrama" obendrein, das vom Establishment seinerzeit dem Fussvolk zum Frass vorgeworfen wurde. Hier wollte man besonders "Pikantes" und "Verborgenes" ans Licht bringen um die Kinokasse zu füllen: Es geht von Meucheleien, Psycho-Sitzungs-Kram, Inside-Blödsinn bis zu den bekannten sexuellen "Abgründen" der Viel-Männerei und den kranken und weinerlichen schwulen "Pervs", die es am liebsten grad en masse und anonym im Container treiben (das muss man eigentlich mal sehen, um es zu glauben!). Als Hauptakteure wurden allerlei männliche Chauvis eingesetzt, die dem Zuschauer die moralischen Leviten zu lesen hatten, von Lloyd Bochner (den Joan Collins später im "Denver Clan" zu Tode vögelte) über Robert Duvall bis hin zum Ober-Macker in persona - Frank Sinatra. Als "hübsches Nebending" darf Lee Remick als sexuell verwirrtes Blödchen agieren, einfach schmerz- und schandhaft und ihrer niemals würdig!

Denn oft schnallt genau dasselbe Establishment grad nicht, wann die Zeit im Wandel und Umbruch ist und es sich mit ihren alten Prinzipien und festgefahrenen Normen selbst zur Überflüssigkeit degradiert und ihre Zeit abgelaufen ist. Der Film entstand just 1968, das wohl grösste Jahr der Neuorientierung der Geschichte. Die Leute waren sich des dekadenten Las Vegas-Croonings überdrüssig und kauften sich lieber eine hippe Hippie-Platte mit den neuen Messages des radikalen Aufbruchs, die zu Hunderten in diesem Jahr auf den Markt kamen, schmissen zur Bewusstseins-Erweiterung LSD oder entdeckten Bücher der Beat-Poeten. Auf solch reaktionären Mist wie "The Detective" warteten sie jedenfalls grad zuletzt. Der Film "schockiert" heute nicht etwa durch die gezeigten "Randgruppen" (wie er es wollte), sondern grad einzig und allein durch seine eigene Bigotterie und Ausgrenzungs-Philosophie.

(3 Punkte für Lee Remick only - naturally! Naja, und einen halben für Frank's viel ältere Platten "Only the Lonely" und "September Of My Years")

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doctorgonzo

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Ja, die gute alte Lee Remick. Mir persönlich gefiel sie in "Der letzte Zug" am besten.


jollyroger

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Gut zu wissen, dann kann ich den schon mal von meiner watchlist streichen...:-)


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