Der Dieb von Bagdad

The Thief of Bagdad (1940), US/GB
Laufzeit 102 Minuten, FSK 6, Historienfilm, Fantasyfilm, Abenteuerfilm, Kinostart 04.08.1949

7.4 Kritiker
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7 Kommentare
Der Dieb von Bagdad - Bild 11556
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von Alexander Korda und Zoltan Korda, mit Conrad Veidt und Sabu

Der heimtückische Großwesir Jaffar hat den jungen Kalif Ahmed verraten und ins Gefängnis geworfen. Mit Hilfe des Diebes Abu gelingt ihm jedoch die Flucht. Zusammen fliehen sie nach Basra, wo sich der Kalif in die schöne Tochter des Sultans verliebt. Doch auch Jaffar begehrt die Prinzessin. Des Zauberns mächtig lässt er Achmed erblinden, verwandelt Abu in einen Hund und segelt mit der Prinzessin davon. Die beiden Freunde nehmen die Verfolgung auf, doch Jaffar lässt ihr Boot kentern, so dass beide getrennt werden. Nun liegt es an Abu, Bagdad von der Herrschaft des Großwesirs zu befreien. Doch bis dahin muss er noch viele Abenteuer mit verzauberten Teppichen, Dschinns, fliegenden Pferden und riesigen Monstern bestehen.

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Kommentare (7) — Film: Der Dieb von Bagdad

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Filmkenner77

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Farbenprächtiges Abenteuer aus 1001 Nacht, das man sich immer wieder ansehen kann.

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Sonse

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Disney hat für "Aladdin" geklaut. Hier. Und wie! Sogar einzelne Figuren wurden scheinbar exakt nachgezeichnet...

Der böse Großwesir Jaffar trickst den rechtmäßigen Thronerben Ahmad aus und setzt sich selbst auf Bagdads Thron, mit der Absicht dessen Prinzessin zu ehelichen. Ahmads Freund Abu, ein junger Dieb, wird von Jaffar in einen Hund verwandelt und rettet am Schluss doch den Tag.

Ein Dschinn, eine Riesenspinne, eine sechsarmige Göttin, Marmorpaläste, ein fliegendes Pferd und natürlich ein fliegender Teppich... 1001 Donnerlüttchen! Alexander Korda fährt in seinem Arabian Nights-Fantasy-Technicolor-Spektakel von 1940 ganz groß auf. Zwar habe ich den Fairbanks-Film von 1924 noch nicht gesehen, aber wenn das hier ein Remake ist, dann muss es ein verdammt gutes sein.

Aufgrund des Zweiten Weltkriegs musste die Produktion von England in die USA verlegt werden, dort angekommen mussten "dank" des berüchtigten Hays Codes, angeblich die Kostüme der Frauen "zugeknöpft" werden, weshalb man sich einen Spaß daraus machen kann zu raten welche Szene wohl wo gedreht wurde. Außerdem brachte der Umzug mit sich, dass viele Köche mitmischten, allein drei Regisseure werden genannt. Umso erstaunlicher, dass es durchweg ein beeindruckender Film ist.

John Justin ist in Ordnung als der etwas öde Ahmad, der sich sogar als Blinder noch ein extra schaurig feingetrimmtes Clark-Gable-Bärtchen stehen lässt. Sabu Dastagir als Abu ist da schon besser, aber der große Star heißt Conrad Veidt.

He's on fire - mit seiner "maximalistischen" Stummfilm-Mimik und diesen wahnsinnig großen Augen. Ja, warum hast du denn so große Augen? Fast möchte man dem Prinzesschen sagen "Okay, okay, er ist der Inbegriff des Bösen, aber ganz und gar nicht eindimensional, schau doch mal..., ich meine, olala." Na gut, da ist natürlich dieser eher unschöne und ganz besonders "evil" klingende "German accent", aber selbst den habe ich kaum besser gehört und das auch noch in diesem Genre! Veidts Jaffar fühlt sich an wie eine Bösewicht-Blaupause, die sich unzählige Schauspieler bei ihm abgekuckt haben.

Ein magischer Film.

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spanky

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"Ein magischer Film", indeedeedoo! Ich hätte es nicht besser sagen können!


spanky

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Bewertung9.0Herausragend

Eines meiner Kindsheitstraumata, aber auch einer meiner Lieblingsstreifen. Ich war vielleicht 6 oder 7 als ich den zum ersten mal gesehen hab. Diese menschenfressende Riesenspinne (über die man heute natürlich nur noch schmunzeln kann) hat mein Bettchen hinterher ziemlich feucht werden lassen. Aber vor wem ich auch heute noch einen heiden Respekt habe ist Conrad Veidt als Jaffar. Unglaublich dieser Mann. Selten hat jemand durch reine Mimik und Gestik so einen Schauder bei mir ausgelöst.

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Sonse

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Oh ja, Veidt ist genial als Jaffar!


dbeutner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schwer zu bewerten, denn hätte ich den Film jetzt zum ersten Mal gesehen, mit Erwartungen, die dem Jahr 2009 entsprechen, wäre ich wohl eher enttäuscht (nicht grandios enttäuscht, das nicht).

Aber: Der Film ist einer der ganz wichtigen Märchenfilme meiner Kindheit gewesen, den ich toll, spannend, gruselig (er hat mir, ich muss etwa sieben Jahre alt gewesen sein, als ich ihn zum ersten Mal sah, Alpträume bereitet :-)) - schlicht völlig faszinierend fand. Nun habe ich diesen Film, den ich als Kind mindestens drei oder vier Mal gesehen habe, nach etwa 30 Jahren wieder gesehen, was natürlich dann wiederum ein ganz sentimentales Gefühl ausgelöst hat - ähnlich wie als Erwachsener zu bemerken, dass bei Jim Knopf das Wasser gar nicht Wasser sondern Plastikfolie ist ;-) - und zu bemerken, wie unvoreingenommen Kinderaugen Filme sehen.

Aber unabhängig von dieser meiner ganz persönlichen Geschichte - irgendwie ist der Film schon zeitlos, eine Märchen mit allem drum und dran, und die Liebe ist stärker als alles andere...

Der ursprünglich indische Schauspieler Sabu spielt Abu, den Dieb von Bagdad, wir sehen (eine Vorstellung von) Bagdad und Basra (zwei Städte, die 1991 plötzlich berühmter wurden...), den Gran Canyon, einen Flaschengeist wie er im Buche steht, Schiffe, und viele, viele Komparsen und Statisten. Aufwändig gedreht, bin ich gespannt, wie ihn meine Tochter vielleicht in ein oder zwei Jahren finden wird - wenn man mit Findet Nemo etc pp groß geworden ist. Ich wünsche meiner Tochter und dem Film selbst, dass er dennoch seinen Zauber ausstrahlen kann.

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neumann2000

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kaum zu glauben, dass der Film von 1940 ist. Klassiker unter den Märchen-Abneteur-Filmen. Für Fans von Sindbad Co. ein muss.

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doctorgonzo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Alter Märchenklassiker, bei dem man kaum eine Wahl hat, als begeistert zu sein. Was damals tricktechnisch fantastisch war, wirkt heute eher charmant als angestaubt, ein weiterer Beweis für die Klasse des Films.

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dAShEIKO

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Bewertung9.5Herausragend

Verwunderlich (aber beruhigend), dass sich noch kein Jungregiseur an dem Stoff vergangen hat. Der Dieb von Bagdad kann, trotz (heute) billigwirkender Tricks über die gesamte Laufzeit überzeugen. Bedenkt man noch das Alter von über 60 Jahren, muß man sich schon wundern, wie er einem modern gemachten Filmmärchen wie Der Herr der Ringe durchaus das Wasser reichen kann.

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