Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (1922), DE Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Horrorfilm, Fantasyfilm, Kinostart 05.03.1922
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von F.W. Murnau, mit Max Schreck und Gustav Botz
Thomas Hutter ist Sekretär eines Maklers in Wisborg und lebt dort glücklich mit seiner Frau. Eines Tages schickt ihn sein Chef auf eine Dienstreise nach Transsylvanien, um mit dem Grafen Orlok über den Kauf eines Hauses zu verhandeln. Ellen, seine Frau, ahnt nichts Gutes, sie spürt die Gefahr, in die ihr Mann sich begibt, kann ihn aber nicht zurückhalten. Erst in der Nacht begegnet Hutter dem seltsamen Schlossherrn und dieser unterzeichnet den Vertrag. Als er am nächsten Morgen im Schloss erwacht, entdeckt er kleine rote Male an seinem Hals und ahnt, welchem Grauen er gegenübersteht. Orlok ist ein Vampir. Da verlässt Hutter fluchtartig das Schloss, denn er hat Angst, dass das Gespenst auf dem Weg zu seiner Frau ist. Eines Tages legt ein führerloses Schiff in Wisborg an, dessen Fracht Pest, Tod und Verderben über die Bewohner bringt. Die Toten tragen alle die gleichen roten Male am Hals. Ellen erkennt diese Herausforderung, und um das unheilvolle Schicksal aufzuhalten, opfert sie sich und gibt sich dem Vampir hin. In den ersten Sonnenstrahlen des neuen Morgens löst sich die mysteriöse Gestalt in Nichts auf.
Handlung
Hutter und der Auftrag
Der Film beginnt mit der Vorstellung von Hutter (Gustav von Wangenheim ). Er arbeitet als Immobilienagent für Knock (Alexander Granach), seinen Chef. Dieser hat ein Schreiben von Graf Orlok (Max Schreck) aus Transsylvanien erhalten, der Interesse an einem Haus in Wismar andeutet. Um weitere Details zu besprechen, bittet er um den Besuch eines Angestellten der Firma. Hutter erhält den Auftrag, den Grafen aufzusuchen und ihm ein Haus in der Nähe seines Hauses zum Kauf anzubieten, in dem er mit seiner Frau Ellen (Greta Schröder) wohnt.
Die Reise nach Transsylvanien
Hutter macht sich im Gegensatz zur Einstellung seiner Frau begeistert auf die lange Reise und kehrt kurz vor seinem Ziel in einer Gaststätte (Guido Herzfeld) ein. Als er von seinem Besuch bei dem Grafen erzählt, sind die…
Thomas Hutter ist Sekretär eines Maklers in Wisborg und lebt dort glücklich mit seiner Frau. Eines Tages schickt ihn sein Chef auf eine Dienstreise nach Transsylvanien, um mit dem Grafen Orlok über den Kauf eines Hauses zu verhandeln. Ellen, seine Frau, ahnt nichts Gutes, sie spürt die Gefahr, in die ihr Mann sich begibt, kann ihn aber nicht zurückhalten. Erst in der Nacht begegnet Hutter dem seltsamen Schlossherrn und dieser unterzeichnet den Vertrag. Als er am nächsten Morgen im Schloss erwacht, entdeckt er kleine rote Male an seinem Hals und ahnt, welchem Grauen er gegenübersteht. Orlok ist ein Vampir. Da verlässt Hutter fluchtartig das Schloss, denn er hat Angst, dass das Gespenst auf dem Weg zu seiner Frau ist. Eines Tages legt ein führerloses Schiff in Wisborg an, dessen Fracht Pest, Tod und Verderben über die Bewohner bringt. Die Toten tragen alle die gleichen roten Male am Hals. Ellen erkennt diese Herausforderung, und um das unheilvolle Schicksal aufzuhalten, opfert sie sich und gibt sich dem Vampir hin. In den ersten Sonnenstrahlen des neuen Morgens löst sich die mysteriöse Gestalt in Nichts auf.
Handlung
Hutter und der Auftrag
Der Film beginnt mit der Vorstellung von Hutter (Gustav von Wangenheim ). Er arbeitet als Immobilienagent für Knock (Alexander Granach), seinen Chef. Dieser hat ein Schreiben von Graf Orlok (Max Schreck) aus Transsylvanien erhalten, der Interesse an einem Haus in Wismar andeutet. Um weitere Details zu besprechen, bittet er um den Besuch eines Angestellten der Firma. Hutter erhält den Auftrag, den Grafen aufzusuchen und ihm ein Haus in der Nähe seines Hauses zum Kauf anzubieten, in dem er mit seiner Frau Ellen (Greta Schröder) wohnt.
Die Reise nach Transsylvanien
Hutter macht sich im Gegensatz zur Einstellung seiner Frau begeistert auf die lange Reise und kehrt kurz vor seinem Ziel in einer Gaststätte (Guido Herzfeld) ein. Als er von seinem Besuch bei dem Grafen erzählt, sind die Dorfbewohner entsetzt und warnen ihn vor den Wölfen und Geistern der Gegend rund um das Schloß des Grafen. Hutter glaubt dem Gerede nicht und macht sich am nächsten Tag auf die Weiterreise. Auf halber Strecke zum Schloß setzt ihn die Dorfkutsche auf der Straße aus, aus Angst vor der Gegend. Doch Hutter wird von einer plötzlich erscheinenden Kutsche mitgenommen, die ihn direkt zum Schloss bringt.
Auf dem Schloss
Dort wird er von Graf Orlok erwartet, der ihm ein Abendessen serviert. Als sich Hutter beim Essen schneidet, scheint der Graf wie hypnotisiert von dem Blut.
Am nächsten Morgen findet er an seinem Hals zwei kleine rote Punkte vor, macht sich aber keine weiteren Gedanken und schreibt einen Brief an seine Frau. Als der Graf ihn aufsucht, findet er ein Bild von Ellen und ist von diesem sehr angetan. Orlok entschließt sich zum Kauf des Hauses in Wismar.
Die Attacke
In der Nacht wird Hutter von Graf Orlok attackiert, kann den Angriff aber zunächst abwären. Währenddessen liegt Ellen in Wismar sterbenskrank nieder, die Ärzte sind ratlos. Der Moment, in dem sie ihren Mann im Delirium ruft, ist auch der Moment der Attacke des Grafen gegen Hutter, bei dem dieser viel Blut verliert.
Rückreise
Am nächsten Tag findet Hutter den Grafen in einem schlafend in einem Sarg vor. Abends beobachtet er, wie der Graf Särge auf eine Kutsche laden lässt und selbst in einem Sarg verschwindet. Langsam ahnt er, was hinter dem Grafen steckt und entschließt sich, nach Wismar zu reisen, weiß jedoch nicht, dass Orlok ähnliches plant. Dieser reist währenddessen per Sarg mit einem Schiff nach Wismar. Währenddessen flieht Hutter auf dem Landweg zurück, wo er von Ellen sehnsüchtig erwartet wird. Seinen Chef Knock findet Hutter völlig verrückt vor. Er muss während seiner Abwesenheit den Verstand verloren haben, denn er ernährt sich von Käfern und spricht ständig von seinem Herren.
Das Schiff und die Ankunft in Wismar
Während Orloks Reise wird die Mannschaft des Schiffes (Max Nemetz,Wolfgang Heinz,Albert Venohr,Eric van Viele) von einer mysteriösen Krankheit dahingerafft.Als einziger Überlebender bleibt Graf Orlok zurück. In Wismar angekommen, verlässt er unerkannt das Schiff und zieht in sein neues Haus gegenüber Hutter und Ellen ein. Wenig später werden erste mysteriöse Todesfälle in der Stadt bekannt.
Ellen Plan
Ellen fühlt sich zunehmend unwohl, denn sie vermutet Schlimmes hinter Graf Orloks Fassade. Sie beginnt ein Buch über Vampire zu lesen, welches sie in den Unterlagen ihres Mannes gefunden hat und lernt, wie sie sich gegen ihren neuen Nachbarn zu wehren hat. Eines Abends schickt sie ihren Mann weg und legt sich allein zu Bett. Sie wird sie von Graf Orlok besucht und hält ihn bei sich bis zur Morgendämmerung, der Zeitpunkt, an dem der Graf sich in seinen Sarg zurückziehen muss.
Der Tod
Als die ersten Sonnenstrahlen auftauchen, wird dem Graf bewußt, dass er zulange bei Ellen geblieben ist. Er löst sich in einer Wolke aus Rauch auf. Die Todesfälle in der Stadt hören abrupt auf, doch Hutter kommt zu spät an das bett seiner Frau, die durch die Nacht mit dem Grafen ihr Leben lassen musste.
Weiterführende Informationen
Wissenswertes zum Film
Weitere Informationen zu F.W. Murnau
Weitere Informationen im Internet
Rezension sowie ausführliche Informationen zum Dreh unter chilidog.project
Rezension von James Berardinelli unter reelviews.net
Cast & Crew
-
F.W. Murnau
-
Max Schreck
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nosferatu
-
Gustav Botz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Sievers
-
Karl Etlinger
-
John Gottowt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Professor Bulwer
-
Alexander Granach
-
Wolfgang Heinz
Regie
Schauspieler
-
Guido Herzfeld
-
Max Nemetz
-
Ruth Landshoff
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lucy Westrenka
-
Georg H. Schnell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Westrenka
-
Greta Schröder
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ellen Hutter
-
Albert Venohr
-
Heinrich Witte
-
Hardy von Francois
-
Gustav von Wangenheim
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Thomas Hutter
-
Henrik Galeen
- Genre
- Vampirfilm, Fantasyfilm
- Zeit
- 1883, Morgengrauen
- Ort
- Hafenstadt, Kleinstadt, Norddeutschland, Schiff, Schloss, Transsilvanien, Wisborg
- Handlung
- Abschied, Altstadt, Angst, Arzt, Asche, Bett, Biss, Blut, Blutrausch, Dracula, Epidemie, Graf, Gut und Böse, Hafen, Haus, Immobilienmakler, Irrenanstalt, Klassiker, Krankheit, Kultfilm, Kutsche, Pest, Professor, Ratte, Reise, Roman, Rückkehr, Sarg, Schlafwandeln, Sonnenaufgang, Sonnenlicht, Trance, Vampir, Verlobte, Verlobter, Wolf
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
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Trailer zum Film Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
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Kritiken (4) — Film: Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds
Kommentar löschenMehr als 85 Jahre ist Murnaus Stummfilmklassiker schon alt und die Zeit ist nicht spurlos vorrübergegangen. Zwar gefallen die Sets und Kulissen und Max Schrecks zeitlos-zurückhaltendes Spiel ist auch heute noch effektvoll, die langsame Inszenierung erfordert jedoch Geduld. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass Stokers Geschichte von Dracula unzählige Male verfilmt worden ist und so nicht überraschen kann. Atmosphärisch kann Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens auch heute noch überzeugen, die schöne Bildgestaltung und das niedrige Tempo kommen der bleiernen Grundstimmung zugute. Auch das Finale weiß zu gefallen. Somit ist Murnaus Klassiker filmhistorisch interessant und einen Blick wert, unterläuft aber heutige Sehgewohnheiten.
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Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Murnau schuf ein beeindruckendes Kino-Bild. Wenn man Graf Orlok in den Gängen seiner Burg sieht, fröstelt es einen. Die gruseligen Schatten, die an die Wand geworfen werden, konnten sogar für lange Zeit filmisch als unübertroffen gelten. [...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Sein Wert in der Filmgeschichte ist nicht zu bestreiten. „Nosferatu“ ist ein Klassiker und der Wegbereiter des (Vampir-) Horrorfilms schlechthin. Klug eingebaute Naturaufnahmen und gruselige Schattenspiele machen die düstere Atmosphäre aus. Die Darstellung des geheimnisvollen Auftauchens und Verschwindens des Vampirs ist wirklich gelungen; da sind die Momente, die am ehesten unter die Haut gehen. Da schien es auch nie jemanden zu stören, dass Nosferatu mit seinem Sarg unterm Arm am helligten Tage durch die Stadt stiefelt, um später in der Nacht bei der schönen Frau zu verweilen und dann bei Sonnenaufgang zu sterben, da ihre Schönheit ihn das nahende, für Vampire tödliche Tageslicht vergessen ließ. Einer der größten, aber gleichzeitig auch scheinbar irrelevantesten Logikfehler der Filmgeschichte. [...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
LynchYo 2010/09/15 13:43:34
Antwort löschendas gleiche ist mir auch aufgefallen musste innerlich lachen :D !
satyrrrr 2011/02/05 11:49:52
Antwort löschenNe, es handelt sich bei der Szene um eine Nachtszene, erkennbar an der blauen Viragierung, die in vielen Fassungen leider nicht mehr vorhanden ist. Sowas konnte man zu der Zeit noch nicht Nachts drehen.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenStill creepy.
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Kommentare (30) — Film: Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
Kommentar schreibenneenchen 2011/12/21 20:48:02
Kommentar löschenEin immer wieder von mir gern gesehener Klassiker. Er legte diverse Grundlagen für das Horrorfilmgenre. Zudem spielt er noch mit Kunstzitaten und bedient sich vieler Tricks, um Nosferatu eine Aura des Unheimlichen zu verleihen. Er ist, trotz seines frühen Entstehungsjahres, spannend erzählt und kann mit der richtigen Musikuntermalung noch mehr fesseln. Die Special Effects sind für die Zeit beeindruckend und auch die Maske, vor allem von Max Schreck, sieht wirklich unheimlich aus. Der Film kann natürlich das heutige Publikum nicht mehr erschrecken, aber auf jeden Fall begeistern.
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änna_banana 2011/12/01 23:50:38
Kommentar löschenGrundsätzlich sollte man Stummfilme mögen, um 'Nosferatu' richtig würdigen zu können. Gott sei Dank tu ich das. Max Schreck brilliert in seiner Rolle als Vampir und ich hab es noch keinen besser machen sehen. Auch wenn der Gruselfaktor nach so vielen Jahren ein wenig nachgelassen hat, krieg ich doch an einigen Stellen noch Gänsehaut. Besonders bei der farbunterlegten Fassung, die wie ich finde, noch mehr Wirkung auf den Zuschauer hat. 'Nosferatu' ist der erste Meilenstein in der Geschichte dieses Genres und ein Wegbereiter für viele Horrorfilme. Ich find es klasse, dass Murnau es geschafft hat, so viele Menschen mit seinem Film zu fesseln (damals wie heute) , dass 'Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens' bis heute als Meisterwerk gilt.
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Myller 2011/11/22 21:21:57
Kommentar löschenEine sagenhafte Meditation über das Unheimliche, eine Tauchfahrt ins Unterbewusste: Murnaus Klassiker ist ein Glanzstück der schwarzen Romantik. So bildgewaltig und tiefschichtig wurde das Grauen nie wieder geträumt.
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Discostu 2011/11/16 15:37:16
Kommentar löschenGut gemachter, stellenweise auch heute noch gruseliger Horrorfilm, leider aber auch mit manchen Momenten der unfeiwilligen Komik. Der Umgang mit den Figuren des Buches will teilweise nicht ganz einleuchten (warum kommt Bulwer/Van Helsing überhaupt vor, wenn er in der Story keine Funktion einnimmt?). Insgesamt aber spannend und mit vielen guten Einfällen.
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THE_JUDGE 2011/07/02 23:18:40
Kommentar löschenObwohl ich mir des Klassiker-Status dieses Films bewußt bin muß ich leider sagen er hat absolut nicht gezündet und ich wage die Behauptung, es lag an daran, dass es die viragierte Fassung war. Nosferatu mit Kinski war wirklich großartig und ich habe lange darauf gewartet mal endlich das Original genießen zu dürfen. Um so entsetzter bin ich nun und umso mehr schmerzen mir die Augen nach diesem ätzenden Farb-Verbrechen, wie ich es leider nennen muß. Ich bin absoluter Schwarz/Weiss-Fan, ob es nun Fotografie oder bewegte Bilder sind und ich mit Max Schreck habe ich ehrlich gesagt in einer authentischen, den Zwanzigern entsprechenden Optik gerechnet und nicht mit diesem Tonungs-Dreck. Nennt mich einen Kulturbanausen oder jemanden der absolut keine Ahnung hat, ich kann damit nichts anfangen und bewerten will ich den Film so auch nicht. Ja klar, ich hätte die Röhre auf S/W trimmen können, aber das ist auch nicht Sinn der Sache oder?
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dAJaro 2011/07/03 07:07:56
Antwort löschenDie "Farbfassung" ist nun mal das Original. Es wurden sogar recht viele Filme in den 10ern und 20ern in verschiedenen Tönungen gemacht.
Ohne die Farbunterschiede ergeben hier einige Szenen übrigens auch keinen Sinn. :)
THE_JUDGE 2011/07/03 09:51:16
Antwort löschenAber wenn die "Farbfassung" das Original darstellt, warum hat man dann sonst immer nur S/W Ausschnitte oder Trailer oder was auch immer gesehen? Bisher ist dieser Film wirklich das einzige Beispiel das ich kenne, welches eine derart penetrante Tönung einsetzt. Wenn ich mir jetzt Metropolis oder Berlin Alexanderplatz, gut die kamen später herraus, mit dieser LSD Horror-Trip-Kolorierung vorstelle, dann wird mir ganz anders. Ob es ohne Farbe keinen Sinn macht, wage ich irgendwie zu bezweifeln.
dAJaro 2011/07/04 21:27:48
Antwort löschenIch zitiere mal Wikipedia:
>Bei den Farbgebungscodes der Viragierung hielt sich Murnau an die Konventionen der damaligen Zeit: die Nachtszenen waren blau eingefärbt, die Innenräume tagsüber sepiabraun und nachts gelborange. Eine Einfärbung in rosa wählte Murnau für die Szenen bei Morgengrauen<
Bei der S/W-Fassung von Nosferatu scheint es, als wenn alle Szenen am hellichten Tag stattfänden. Das würde den im Film festgelegten Regeln widersprechen. Tageslicht ist für Vampire bekanntlicherweise nicht so lecker.
Es gibt wirklich viele Filme mit unterschiedlichen Tönungen: z. B. Intolerance, Birth of a Nation, Greed, Foolish Wives, Das Kabinett des Dr. Caligari, Die Abenteuer des Prinzen Achmed, ... Und das sind gerade mal ein paar bekanntere Stummfilme. Die Bedeutung der verschiedenen Farben ist übrigens vorgegeben.
Gerade von Stummfilmen gibt es häufig unterschiedliche Versionen, so dass eben manche Farbfassungen unbekannter als die reinen S/W-Fassungen bleiben können.
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THE_JUDGE 2011/07/05 16:22:16
Antwort löschenDanke für die ausführliche Info. Caligari hab ich auch noch auf der Liste, aber ich bin ja jetzt vorgewarnt, bzw. weiß was schonmal was mich optisch erwartet ;)
änna_banana 2011/12/02 00:01:08
Antwort löschenBei Nosferatu liegt es allerdings auch daran, dass man lange keine Farbfassung hatte, da die Farbe auf den Filmbändern immer weiter verblasst beim abspielen. Es wurden so viele Bänder zerstört, dass man erst nur die abgenutzten scharz/weißen hatte. Erst später hat man eine Filmrolle gefunden, die wohl noch nicht so oft abgespielt wurde und wo die Farbe noch drauf war. Seidem gibt es auch die farbunterlegten Fassungen.
satyrrrr 2011/02/05 11:48:17
Kommentar löschenEs ist schon erstaunlich, wie sehr sich die Wahrnehmung eines Films, durch die Ausblendung der Vokalen Dramaturgie-Ebene verändert. Muss der Zuschauer keine Dialoge verfolgen, wirkt die Bildmechanik nicht mehr beiläufig sondern viel direkter, die auf den ersten Blick übertriebene Mimik wirkt angemessen und die Längen erscheinen Dramaturgisch notwendig.
Murnau hat hier, mit der unautorisierten Adaption von Bram Stoker's 'Dracula', ein wegweisendes Meisterwerk geschaffen. Er verwendete für die damalige Zeit relativ viele Schnitte und bediente sich damals teils unbekannter und innovativer Techniken, wie Parallelmontagen, Zeitraffer, Überblendungseffekte usw. Seine Bildkompositionen waren beklemmend und stets wohl durchdacht, um die gewünschten Effekte beim Publikum zu erzielen.
Die Wiederherstellung des Originalzustands war kompliziert und langwierig und das hatte durchaus seine Gründe. So weigerte sich die UFA, diesen Film in ihren Lichtspielhäusern zu zeigen, so das er damals in nur wenigen Fimtheatern lief und die Produktionsfirma Prana-Film in Konkurs ging. Noch danach ging die Witwe von Bram Stoker gegen die Urheberrechtsverletzung vor, was mit der Vernichtung des Filmmaterials endete, so das nur die Weltweit vertriebenen Kopien in etlichen verschiedenen Schnittfassungen verblieben. Mit diesen Kopien und dem glücklicher weise erhaltenen und sehr detaillierten Skript, konnte man eine größtmögliche Näherung erarbeiten.
Wer sich diesem Kunstwerk einmal hingeben möchte, dem sei ans Herz gelegt, nicht die Public Domain- oder andere ältere Versionen zu schauen, sondern sich eine der neueren Restaurierungen (ab 1987) zu beschaffen, welche, wie ursprünglich beabsichtigt, viragiert sind. Viragierung war in den Anfangszeiten des Films ein sehr verbreitetes Dramaturgisches Werkzeug. Hierbei wurden ganze Szenen farblich getönt, um bestimmte Stimmungen oder Tageszeiten zu transportieren. Die Viragierung wird erst bei den Kopien angewendet und durch häufiges abspielen geht diese auch verloren, so das heute meist nur noch s/w Material aufgefunden wird. Bei Nosferatu fand sich jedoch in den achtzigern eine Fassung, welche die Viragierung noch enthielt und auf dessen Basis einige neue Restaurierungen statt fanden. Schliesslich konnte man 2006, durch zusammen tragen aller Materialien, die Originalfassung nun fast vollständig, inklusive Tönungen, Texttafeln usw., wiederherstellen.
Schaut man die viragierte Fassung, stellt man unter anderem fest, das Graf Orlok seinen Sarg keineswegs zum helllichten Tage durch die Stadt trägt. Diese Szenen sind blau oder türkis (je nach Fassung) eingefärbt, was dem Zuschauer vermitteln soll, das es sich um eine Nachtszene handelt. Zu der Zeit war es einfach noch nicht möglich, derartige Außenaufnahmen bei Nacht zu Filmen bzw. diese so auszuleuchten und/oder auszubelichten, das dies auf der Leinwand auch noch erkennbar ist.
Abschliessend lässt sich sagen, das Nosferatu ganz zu recht in den Filmkanon aufgenommen wurde. Dieses Werk hat dem Film allgemein enorm viel in die Wiege gelegt und bis heute seine Faszination noch nicht eingebüßt.
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SamRamJam 2011/02/05 15:02:33
Antwort löschenUha, danke! Wusste gar nicht das es da mehrere Schnittfassungen gibt. Der Film steht schon lang auf meiner Noch-schauen-Liste :)
satyrrrr 2011/02/06 07:07:25
Antwort löschenJa ich war auch überrascht, wie viel Interessantes es zu dem Film zu wissen gibt, die Restaurierung war wohl ähnlich abenteuerlich wie bei 'Metropolis'. Stutzig machte mich damals, das es viragierte und reine s/w Fassungen gab und da es oben im Kritikbereich schon mal Fehlinterpretationen deswegen gab, dachte ich, ich heb das mal hervor. Am besten fährst du wohl mit der Fassung von 1995 oder der Restauration der Murnau-Stiftung aus 2006. Naja ansonsten kann ich nur empfehlen, nicht rein aus Unterhaltungsgründen an den 'Schinken' heranzugehen, sondern schon ein wenig den Kunstgenuss bzw. Bildungswert im Hinterkopf zu haben, aber um ehrlich zu sein, ich war erstaunt, wie Stimmungsvoll der immer noch ist ;)
hallgrimsson 2011/01/18 21:19:45
Kommentar löschenDie Mutter aller Gruselfilme! Ein wahres Meisterwerk, das ganz klar belegt, dass Schauderstimmung keine brutalen, blutrünstigen Szenen erfordert.
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tantemilli 2010/11/23 14:49:41
Kommentar löschender beste gruselfilm aller zeiten...
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Nutella?!! 2010/10/30 23:00:28
Kommentar löschenMan kann sich heute natuerlich nicht mehr erlauben einen solchen Klassiker in jeglicher Weise ernsthaft zu kritisieren. Doch bin ich ein wenig enttaeuscht..
Es erfordert schon ein ganzes Stueck Mut, Kinoliebe und Interesse fuer "die Anfaenge", sich zwischen 3D Kino und HighDefinition so einem (leider irgendwie Schlaftabletten-artigen) - alten Schinken freiwillig fuer 2 Stunden auszusetzen. Viele reden von der noch zu spuerenden Grusel Atmosphaere, selbst nach so vielen Jahren. Doch ehrlich gesagt (und ich bin kein abgehaerteter Horror-Fan), haelt einen, selbst mit noch so viel Muehe sich in die Zeit zu versetzen wo so etwas im Kino lief, vieles davon ab, den Film wirklich so objektiv zu betrachten wie es sein muesste und sich "entsprechend zu gruseln".
(Waere nicht Finanzkrise und wir muessten Buchstaben sparen, stuenden an dieser Stelle Inhaltliche Fragen und Eindruecke, welche meine Bewertung evtl. rechtfertigten..)
Was zwischen all dem Veralteten bleibt ist jedoch ein (ich nenne es mal-) "reiner Film", der vermutlich komplett frei von Einfluessen ist und einfach so umgesetzt wurde wie es am besten war. Was ich meine ist, es gab keine Vielzahl von Filmen zuvor von denen man sich etwas abgucken konnte.
Heute muss man sich immer die Frage stellen "ist dieser Film etwas neues? Gab es das nicht in der Form schon mal...?". Und das ist was bei solchen Klassikern wegfaellt. Sie sind was sie waren. Entweder man sieht sie sich heute noch an, weil man wissen will, wie stark sich alles veraendert hat, welcher Fortschritt ueberall stattfindet und weil solch ein einflussreicher Klassiker einfach Grundwissen ist, oder man laesst es und freut sich weiterhin ueber unverhaeltnismaeßig teure und sinnlos-aufwaendige Plastik-Unterhaltung ohne Fortschritt und mit Popcorn.
-Kurz gesagt -ich denke: sein Alter ist sehenswerter als sein Inhalt :P
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guggenheim 2010/10/15 20:10:38
Kommentar löschenAls Kind bekam ich mal ein Bild von Max Schreck als Nosferatu zu sehen, das ihn auf dem Schiff zeigt. Das hat sich mir in den Kopf gebrannt, ich fand dieses Foto faszinierend und beängstigend gleichermaßen. Vielleicht war dieser Film (respektive das Bild) damit prägend für mein späteres Leben und/oder meine Sehgewohnheiten, wer weiß? Zumindest ist "Nosferatu" damit nicht "nur" ein Klassiker des Films, sondern auch ein für mich persönlich bedeutsames Werk...
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horro 2010/10/16 10:16:09
Antwort löschenDanke dafür, dass du diesen Zusammenhang einbringst.
Da Bild kenn ich; ist in den 70igern als Poster im Eingang meines Lieblings-Dorfkinos gehangen. Dieses Bild hatte vieles was ich mit wunderschönen Film-Erinnerungen verbindet stets begleitet und für mich als Kind den Film Nosferatu zum Erstrebenswertesten gemacht, dass sich ein Erwachsener im Leben je ansehen kann. Habs dann irgendwann geschafft.
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guggenheim 2010/10/16 11:06:19
Antwort löschenDiese Bild ist einfach ein Klassiker. Wenn ich mal Kinder habe, hänge ich ihnen davon ein Poster ins Zimmer ;)
horro 2010/10/16 11:18:06
Antwort löschen... die schlafen dann sicher immer schön brav ein :D
Filmkenner77 2010/10/08 12:48:21
Kommentar löschenNatürlich ein wegweisender Klassiker im Genre des Horrorfilms. Aber losgelöst von seiner filmhistorischen Bedeutung ist dieser Stummfilm für heutige Sehgewohnheiten schon eine Herausforderung. Chargierende Darsteller waren in Stummfilmen normal, aber heute wirkt das alles ein wenig "too much".
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DerFilmeKenner 2010/08/18 14:07:16
Kommentar löschen"Nosferatu" ist der Titel dieses Filmes. Doch diesem Namen wurde noch Weiteres hinzugefügt: Eine Symphonie des Grauens.
Sehr treffend. Die genialen Filmaufnahmen von der Natur, der teils sehr weiten und großen, teils klaustrophobischen Räume, dem Meer und dem Schiff, der Personen und noch vielem Anderen harmonieren perfekt mit dem einzigartigen Soundtrack. Beides ist eng miteinander verwoben, aber trotzdem eigenständig. Sodurch entsteht eine sehr dichte Atmosphäre, wie sie noch nie dagewesen ist. Natürlich muss man auch die schauspielerische Leistung der Hauptfigur, Max Schreck, hervorheben. Den er schafft es wie kein anderer nach ihm, die Figur des Vampirs authentisch rüberzubringen und die ganze Harmonie zu unterstützen.
Ja, Nosferatu ist wirklich eine Symphonie. Aber keine Ruhige, Sanfte, sondern eine Grauenvolle.
Eine Symphonie des Grauens.
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L-viz 2010/08/15 02:15:22
Kommentar löschenEin uralter, aber schöner Film, wenn man gewillt ist nicht nach heutigen Maßstäben zu urteilen. Die überragende Bildkomposition, der einzigartige Vampirdarsteller und die Musik Hans Erdmanns...Sicher, das ist heute nicht mehr jedermanns Sache, aber als historisches Dokument ist der Film wertvoll. Von daher: Gut, dass es nicht gelungen ist, alle Kopien des Films zu vernichten.
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ChandlerC 2010/07/24 00:19:21
Kommentar löschenDer Film ist ein wahres Meisterstück und allein schon filmhistorisch sehr interessant. Aus der zeit des großen deutschen Kinos, die erste Dracula-Verfilmung, der erste richtige Horrorfilm (sprich, der erste, der es in allen belangen darauf anlegte zu gruseln).
Sicher kann ich verstehen, dass man sich gerade heute nicht mehr so leicht auf Schwarz-Weiß- und dann auch noch Stummfilme einlassen kann.
Ich konnte das aber zum Glück (und nicht nur hier) und mich erwartete ein wunderbarer Film, der es trotz des eigentlich längst überholten Schockelementen noch schaffte mich etwas zu gruseln.
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felixi 2010/07/14 11:16:02
Kommentar löschentolle kulissen und max schreck hatte das fabelhaft gemacht
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Kris 2010/06/21 12:54:42
Kommentar löschenNoch heute kann man spüren, wie gruselig das einst gewirkt haben muss. Das allein spricht für die ungebrochene Qualität des Films.
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Boxhamster 2010/04/19 15:00:59
Kommentar löschenSo in etwa die Erfindung des Horrorfilms.
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Mawazh 2009/10/18 22:22:12
Kommentar löschenFür heutige Maßstäbe ist Nosferatu relativ lahm und spannungsarm, aber Murnau verstand es sehr gut mit Licht und Schatten zu spielen und konnte damit eine sehr beklemmende Atmosphäre erzeugen.
Das klare Highlight ist natürlich Max Schreck als Vampir. Sein Charakter gehört für mich zu den furchteinflößesten Filmcharaktere überhaupt.
Der Film ist absolut sehenswert für Leute, die etwas Interesse an Filmgeschichte haben.
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Hobgoblin 2009/09/21 16:43:00
Kommentar löschenOhne Zweifel ein Klassiker und Wegbereiter der nachfolgenden Vampirfilme. Max Schreck ist als Vampir genial, aber richtig begeistern konnte mich der doch sehr reife Streifen nicht mehr.
Dennoch gibts für Nosteratu´s gestörten Irrgang in der Stadt mit dem Sarg unter dem Arm, einen halben Punkt extra. ;)
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cannibal83 2009/09/21 09:43:40
Kommentar löschenHier steckt man als Zuschauer mal wieder in dem bekannten Dilemma einen alten Film angemessen zu bewerten. "Nosferatu" gilt natürlich zurecht als Klassiker, denn allein Max Schreck und die Bildsprache sind über jeden Zweifel erhaben. Nach 87 Jahren reisst einen das Ganze aber auch nicht unbedingt vom Hocker, deswegen "nur" 7.5.
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