Der Dorflehrer
Venkovský ucitel (2008), CZ Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 27.08.2009
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6 Kommentare
Keine
von Bohdan Slama und Bohdan Sláma, mit Pavel Liska und Zuzana Bydzovská
Der junge Petr kehrt der Großstadt den Rücken, um auf dem Land eine Stelle als Dorflehrer anzunehmen. Im idyllisch gelegenen Dorf lernt er Marie kennen, die zusammen mit ihrem Sohn einen Bauernhof bewirtschaftet. In den sonnenüberfluteten Feldern Böhmens entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Sie akzeptieren einander mit all ihren Zweifeln, Hoffnungen und ihrer Sehnsucht nach Liebe. Doch während Marie sich von dieser Freundschaft bald mehr erhofft, reagiert der Lehrer zurückhaltend. Seinen Schülern lehrt Petr, nur wer die Natur versteht, könne auch sich selbst verstehen. Doch als Petr eines Tages von einem Freund aus der Stadt besucht wird, ist schnell klar, dass er selbst sich weder seiner Natur noch seinen Gefühlen sicher ist. Mit Eifersüchteleien setzt Petrs Freund eine Reihe von Ereignissen in Gang, die die Leidensfähigkeit des Lehrers, wie auch die Maries und ihres Sohns bis zum Äußersten ausreizen. Petrs Unentschiedenheit, seine Zerrissenheit zwischen Vernunft und Verlangen, zwischen Geist und Natur stellen die Freundschaft zu Marie auf eine harte Probe.
Der junge Petr (Pavel Liska) kehrt der Großstadt den Rücken, um auf dem Land eine Stelle als Dorflehrer anzunehmen. Im idyllisch gelegenen Dorf lernt er die junge Witwe Marie (Zuzana Bydžovská) kennen, die zusammen mit ihrem 18-jährigen Sohn (Ladislav Šedivý) einen Bauernhof bewirtschaftet. In den sonnenüberfluteten Feldern Böhmens entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Sie akzeptieren einander mit all ihren Zweifeln, Hoffnungen und ihrer Sehnsucht nach Liebe. Doch während Marie sich von dieser Freundschaft bald mehr erhofft, reagiert der Lehrer zurückhaltend.
Seinen Schülern lehrt Petr, nur wer die Natur versteht, könne auch sich selbst verstehen. Doch als Petr eines Tages von einem Freund aus der Stadt besucht wird, ist schnell klar, dass er selbst sich weder seiner Natur noch seinen Gefühlen sicher ist. Mit Eifersüchteleien setzt Petrs Freund eine Reihe von Ereignissen in Gang, die die Leidensfähigkeit des Lehrers, wie auch die Maries und ihres Sohns bis zum Äußersten ausreizen. Petrs Unentschiedenheit, seine Zerrissenheit zwischen Vernunft und Verlangen, zwischen Geist und Natur stellen die Freundschaft zu Marie auf eine harte Probe.
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Cast & Crew
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Bohdan Slama
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Bohdan Sláma
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Pavel Liska
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Zuzana Bydzovská
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Ladislav Sedivý
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Maries Sohn
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Marek Daniel
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Tereza Vorísková
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Milos Cernousek
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Direktor
Regie
Schauspieler
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Marie Ludvíková
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau des Direktors
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Zuzana Kronerová
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Miroslav Krobot
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Zdena Kucerová
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Bohdan Slama
- Genre
- Drama, Coming of Age-Film
- Ort
- Großstadt
- Handlung
- Alleinerziehende Mutter, Bauernhof, Dorfschule, Erziehung, Homosexualität, Lehrer, Lehrer-Schüler-Beziehung, Mutter, Mutter-Sohn-Beziehung, Mutterliebe, Mutterrolle, Pädagogik, Unterricht, Witwe
- Stimmung
- Ernst
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Drehbuch
Filmdetails Der Dorflehrer
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Kritiken (3) — Film: Der Dorflehrer
Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen...In die kleine Welt eines Dorfes kommt am Anfang des Films Petr (Pavel Liska), um seine neue Stelle als Biologielehrer anzutreten. Als schüchterner Fremder stellt er sich den Kindern vor, sichtlich bedrückt von der Anwesenheit des Schulleiters und fängt seinen Unterricht an. Ein Schneckenhaus zeigt er den Schülern dabei. Ein Schneckenhaus, das keine Schnecke ist, auch keine Weinbergschnecke, sondern einfach ein Haus, eine Chronik eines Lebens, das einmal in ihm stattgefunden hat. Die Menschen sind Teil der Natur, erklärt er so die Botschaft des Films, und die Natur soll man kennen, um sich zu selber zu kennen....
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenDer Dorflehrer ist eine sensible Studie über unerwiderte Gefühle, ein Plädoyer für alternative Lebensentwürfe und die Geschichte dreier Menschen, die lernen, mit Verlust und Verzicht umzugehen. Bohdan Sláma inszeniert seinen Film leise, tiefgründig und dezent mit sparsamen Dialogen, subtiler Mimik und Gestik und langen Einstellungen. Vor allem in dem zurückhaltenden Spiel Pavel Liškas vermittelt sich, wie sehr der Titelheld darum kämpfen muss, seine Sexualität zu unterdrücken. Etwas altmodisch und stilisiert wirkt die ästhetische Umsetzung: Auf liebenswerte Weise schenkt der Regisseur seinen melancholischen Figuren Sympathie, indem er sie wie zum Schutz in idyllische Genrebilder von malerischen, sommerlichen Getreidefeldern einbettet und mit einem Soundtrack von warmen Barockmusikklängen umschmeichelt.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenWas „Der Dorflehrer“ alles bewegt, ist viel zu viel für ein paar Zeilen. Diese Welt spannt sich zwischen dem Kühe hüten und Hardrock auf dem Trecker. Hier gibt es kein fließend Wasser aber Ballerspiele auf dem Rechner. Sehr ehrfürchtiger, rücksichtsvoller Umgang mit dem Nächsten trifft auf grobes Rumpoltern und gedankenloses Verletzen.
Dieser wunderbare Schatz an Menschlichkeit in Form eines Films müsste eigentlich „Das Leben an sich“ heißen. Einfach und doch vielschichtig, vor allem aber sehr glaubhaft erzählt Bohdan Sláma. Er ist nicht nur in der Figurenzeichnung ungemein sorgsam, aufmerksam und auch liebevoll. Es gibt geniale Bilder und Kamerabewegungen, die mit der erhebenden Natürlichkeit des Dorfes konkurrieren. Wenn die Kamera einen Kirschbaum umkreist, sich dann in die Äste erhebt, wo ein vorsichtiges Annähern und Abtasten stattfindet, wiederholt der sehr aufwendige Schwenk genau dieses Verhältnis von Nähe und Distanz. Das hätte von Tarkowskij sein können, er hätte es nur noch etwas langsamer gemacht. Es scheint die Tragik des Films zu werden, dass ausgerechnet der, der allen helfen will, schuldig wird. Sláma zaubert unglaubliche Momente, in denen der Lehrer, der meinte, er würde gerne glauben, wenn er nur wüsste wie, in der Kirche ein Gebet zu Gott schickt. Als Antwort kommt ein Mann mit Staubsauger aus der Sakristei! Daneben ist dieser Film echt wie die zahllosen Fliegen beim Essen auf dem Tisch oder die ungetrickste Geburt eines Kalbes. Aber „Der Dorflehrer“ ist vor allem unbeschreiblich gut.
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Kommentare (3) — Film: Der Dorflehrer
Kommentar schreibenAxel Höber 2011/10/17 15:34:48
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Ein toller Film aus Tschechien, wo ich oft hinfahre....
In Tschechien ist man vor allem auf dem Lande noch sehr konservativ..
Selbst in größeren Städten gibt es bis jetzt noch keinen CSD...
Daher wird dieser Film dort sicher auch einiges bewirken, bzw Diskusssionen auslösen...
In Tschechien wird man aber auch in einer Gemeinschaft schneller aufgenommen....
Unter www.axel.hoeber.site.ms
ist eine ähnliche Geschichte zu finden...
Gruß von Axel Hoeber
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8martin 2011/09/01 12:00:17
Kommentar löschenMan muss sich viel Zeit für den Film nehmen, denn es gibt bei den ereignisarmen, langen Kameraeinstellungen viele wortlose Pausen, in denen man versuchen kann, den Gedanken der Akteure nachzuspüren. Und man muss sich für das Thema interessieren: ein Homo outet sich.
Die Problematik dabei ist, dass er sein Umfeld in zwei Kategorien einteilen kann: die, die wissen, dass er schwul ist und die, die es nicht wissen. In der ersten Kategorie gibt es wiederum zwei Unterabteilungen: die, die Verständnis für seine Veranlagung zeigen und die, die es nicht tun.
Trotz der löcherigen Erzählweise ist alles etwas langatmig. Der Zuschauer kann sich nur mit den latent einfließenden Problemen befassen: Obwohl der Dorfschullehrer (Slamas Lieblingsschauspieler Pavel Liska) allen Leuten hilft und nur Gutes tut, ist er nicht glücklich. Er sucht Zuflucht im Gebet, versucht für seine unsittlichen Berührungen von den Betroffenen Vergebung zu erhalten und auch ein Suizid misslingt. Erst als es dazu kommt, dass „die Träne rinnt, die Erde hat ihn wieder“ werden wir entlassen…
Immerhin gibt es die üblichen Einblicke in das Dorfleben inklusive zweier Geburtshilfen bei einer kalbenden Kuh. Also doch noch etwas für Agrarökonomen.
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stalker 2010/12/11 22:25:56
Kommentar löschen"Du solltest nicht allein sein. Einsamkeit ist schrecklich."
Lernen wir zu leben, trotz dem was ist. Bleiben wir gute Menschen, trotz dem was ist. Liebe ist nicht alles. Schmerz ist nicht alles. Und Glück nur eine Jahreszeit. Finden wir uns ab. Finden wir zusammen. Scheiß auf die Liebe. Scheiß auf die Sexualität. "Das Anderssein ist manchmal ein Fluch, oder ein Segen". Und solange es Filme wie diesen gibt, mag ich an den Segen glauben, mag ich glauben, dass es mehr gibt als nur die Einsamkeit an meinem Schreibtisch, in meinem Bett, in meinem Leben.
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fabel 2011/09/01 00:42:18
Antwort löschen"Und Glück nur eine Jahreszeit.
Schön zusammengefasst. Kann ich mir ja jedes weitere Wort zu diesem kleinen Geheimtip sparen. Bravo! :)
freakualizer 2011/09/01 00:55:52
Antwort löschenAuf Winter wird Winter folgen. Es werden sich keine Wege mehr kreuzen und Menschen werden andere Menschen nicht mehr verstehen.
freakualizer 2011/09/01 00:57:31
Antwort löschenJetzt hat MP nur das Zitat der Omi gespeichert. Vorher sollte da noch ein Lob an Stalker für den schönen Kommentar stehen und eine Zustimmung an fabel, ich konnte mir durch Stalker meinen Kommentar auch sparen. Fein. :)
stalker 2011/09/01 15:25:37
Antwort löschenMerci euch beiden, kennt ihr den ersten Film von Slama, Jahreszeit des Glücks?
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freakualizer 2011/09/01 16:44:03
Antwort löschenNoch nicht- aber das wird sich ändern. Ist vorgemerkt! :)
fabel 2011/09/03 15:35:22
Antwort löschenBei mir auch.:)