Die Fälscher

Die Fälscher (2007), AT/DE Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 22.03.2007

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6.7
Kritiker
15 Bewertungen
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7.4
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1310 Bewertungen
29 Kommentare
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von Stefan Ruzowitzky, mit Karl Markovics und August Diehl

In Die Fälscher sind Karl Markovics und August Diehl Teil der ‘Aktion Bernhard’ und fälschen im KZ Sachsenhausen Devisen für die Wehrmacht.

In einer großen Rückblende erzählt Die Fälscher von den KZ-Erfahrungen des Juden Salomon Sorowitsch (Karl Markovics) im Zweiten Weltkrieg. Der wird aufgrund seiner Erfahrung im Fälschen von Dokumenten Teil einer Geldfälscheraktion, die von den Nazis initiiert wurde und zum Ziel hat, ausländische Devisen zu kopieren. Als Teil dieser Gruppe sind sie privilegiert untergebracht und werden besser versorgt als die restlichen Häftlinge, dennoch leiden sie unter Todesangst. Denn Sturmbannführer Herzog (Devid Striesow) setzt die Gefangenen mit Todesdrohungen und extremen Zeitvorgaben unter Druck. Brenzlig wird die Situation als die Gruppe die geforderten US-Dollars nicht liefern kann und der Mitgefangene Adolf Burger (August Diehl) offen Sabotage zugibt, um der Wehrmacht zu schaden.

Hintergrund & Infos zu Die Fälscher
Der Film basiert auf den Erinnerungen Adolf Burgers, der im zweiten Weltkrieg an der Geldfälscheraktion ‘Bernhard’ beteiligt war. 2008 gab es sogar einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Mit 5,5 Millionen US-Dollar und einer Besucherzahl von mehr als 620.000, war die USA bester Absatzmarkt für Die Fälscher.

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Die Fälscher

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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4.0Uninteressant

[...] Diese Geschichte der größten staatlichen Geldfälschungsaktion aller Zeiten ist eigentlich unglaublich. Und genau deshalb auch setzt Ruzowitzky sie mit konventionellen filmischen Mitteln um, damit sie begreifbar wird. Dafür gelten abermals die Kompromisse, die im Kino bei diesem Sujet immer gelten müssen: Das Unfassbare fassbar zu gestalten. "Die Fälscher" ist ein ambitionierter, spannender und – natürlich – bewegender Film, der an den bekannten Eigenheiten deutscher Kinogeschichtsstunden leidet. [...] Dennoch möchte man dem Film tendenziell mit Wohlwollen begegnen, nicht nur weil er über ein verhältnismäßig noch wenig bekanntes Ereignis berichtet, sondern auch weil er nur selten in die alles zerkauenden, heuchlerischen und plakativen Erklärungsmuster vieler anderer deutscher Filme über die eigene Nazivergangenheit verfällt. [...]

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

der cineast

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Vega Quatsch. Ein wahrlich guter Film. Vega fällt es schwer, gute deutsche Filme anzuerkennen. Nur bei Graf hat er es einmal getan. Aber soetwas öfter zu machen, kratzt an der Glaubwürdigkeit! :)


der cineast

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PS: Text ist schön. Bewertung? WTF.


sushi25: movie-fan.de

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7.0Sehenswert

Kriminelle als "Elitegefangene" im KZ, die den normalen Wahnsinn, ausserhalb ihrer Baracken nur gefiltert miterleben. Der Film ist kein Schindlers Liste aber dennoch gut gemacht.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.5Sehenswert

Ruzowitzky hat sich dem schwierigen Thema auf intelligente Art genähert. Er wirft grundsätzliche Fragen auf, ohne der Verlockung einfacher Lösungen nachzugeben. Sein buntes Charakter-Ensemble hat er mit sehr menschlichen Verhaltensmustern ausgestattet, es führt sehr realistisch Defizite, Irrtümer, Größe vor.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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5.5Geht so

Man spürt Ruzowitzkys Willen, hier ein großes Gaunerstück abzuziehen, den etwas anderen KZ-Film [...] Der Holocaust ist ein Thema, kein Genre, mit dem sich beliebig umspringen lässt. So klammert er sich an das exemplarisch durchexerzierte moralische Dilemma, das nun mal nicht zu lösen ist - und läuft bald leer.

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Kommentare (25) — Film: Die Fälscher


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Jek-Hyde

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Bewertung7.5Sehenswert

Oh, ein guter Deutscher Film...irgendwie begegnet mir das in letzter zeit öfter, die werden doch jetzt nicht auf einmal anfangen damit aufzuhören den Amis nach zu filmen und das Risiko des selbst denkenden Films eingehen...keine angst, werde sie nicht.
Die Fälsche ist ein extrem nüchtern gehaltener Film. die Musik ist rar gesäht behält gerade deshalb ihren dramatischen Effekt. Die Geschichte ist sehr interessant und glaubwürdig, ein Gewissenskampf als Häftling dem Feind als Tausch zu dienen, während um dich herum Elend regiert? Ist das Überleben es wert? Ist es das wert für die anderen zu sterben? Ist Anpassung der sicherste Pfad zu überleben, und was bringt er mit sich?
Das schönste und hässlichste zugleich an die Fälscher ist, dass er sehr ehrlich ist. Ein durch und durch ehrlicher Film. Und irgendwie hebt er sich von dem Großteil der KZ-Filmchen ab. Er ist innovativ, unterhält ohne besondere Effekt, Action oder Kameraeinstellungen und emotional lässt er einem super mitfiebern, ich war schon ein wenig erschöpft danach. (Irgendwie erinnerte er mich an "einer flog übers Kuckusgsnest", ich frage mich nur wieso?) Sehr guter Film, aber keiner, den man sich häufiger ansieht.

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kobbi88

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Die Fälscher“ ist sehr gutes Stück deutschen (jaaa, und auch österreichischen) Films.

Besonders Karl Markovics trägt diesen Film und spielt die Rolle des „Oberfälschers“ Salomon Sorowitsch herausragend. Aber auch August Diehl als Adolf Burger und Devid Striesow als Friedrich Herzog brauchen sich keinesfalls zu verstecken. Außerdem kann der Film mit zahlreichen bekannten Gesichtern aus der deutschen Filmlandschaft aufwarten (unter anderem Veit Stübner, Marie Bäumer, Martin Brambach und August Zirner).

Dazu stellt der Film eine Seite des zweiten Weltkriegs dar, die so eher weniger bekannt sein dürfte, auch in der Wissenschaft, nämlich die „Aktion Bernhard“, bei der im Konzentrationslager Sachsenhausen von jüdischen Gefangenen, die dadurch Privilegien erhielten, britische und amerikanische Geldscheine gefälscht wurden.

Der Film zeigt aber nicht nur das Schicksal der Gefangenen im KZ, er spricht auch Themen wie Widerstand, Moral und Opportunismus an. Dabei wird der Film sehr klar und direkt erzählt, bleibt aber stets objektiv und verzichtet auf große Klischees. Trotzdem oder eher gerade deshalb kann er eine enorme Spannung aufbauen, die besonders von den verschiedenen Ansichten und der teilweise inneren Zerrissenheit der Protagonisten genährt wird.

Von der technischen Seite her auffällig sind der häufige Einsatz von Handkamera, der einen direkt ins Geschehen eintauchen lässt und die in nur schwachen Farben gehaltenen Bilder. Die Kulissen bleiben sehr kahl und kühl.

Insgesamt ein starker Film, der mehr ist, als es die altbekannten NS-Zeit-Filme sonst immer zeigen.

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kobbi88

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Danke :)
Und vor allem isses mal ein deutscher Geschichtsfilm OHNE Maria Furtwängler, Heino Ferch oder Veronika Ferres. Ein bisschen Abwechslung muss ja auch mal sein ;)


pischti

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Und ohne den nuschelnden Schweiger Til :D


8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Hier wird ein Thema behandelt, dass unter Historikern wenig Beachtung gefunden hat. Vielleicht weil es zeigt, dass die Nazis clevere Ideen in die Tat umsetzten konnten: ‘Unternehmen Bernhard‘; die Überschwemmung des britischen und amerikanischen Geldmarktes mit gefälschten Banknoten, um deren Finanzsystem zum Zusammenbruch zu bringen. Dazu kasernierten sie in Kzs jüdische Spezialisten.
Diese größte Fälscheraktion aller Zeiten hat Regisseur Stefan Ruzowitzky in einen interessanten Rahmen gekleidet und einen spannenden bisweilen bewegenden Krimi daraus gemacht. Da die Faktenlage klar ist, konzentriert sich der Film auf die Problematik. Die Häftlinge leben zwischen Terror und Komfort, zwischen Angst und Wohlergehen. Sie erörtern die Frage, ob sie durch ihre ‘Prostitution‘ den Nazis helfen oder ob sie reiner Egoismus antreibt. Bald wird klar, dass sie nur bei Erfolg ihrer Arbeit überleben werden (‘Anpassen oder untergehen.‘) Es stellt sich generell die Frage nach dem Widerstand gegen autoritäre, menschenverachtende Systeme. Angesicht der Erschießungen wählen manche resigniert den Selbstmord, andere ertragen schlimmste Demütigungen, wenn SS Schergen sie als Pissoir benutzen.
Zwischen allen Stühlen sitzt der der einzige freundliche Nazi Herzog (ganz toll Devid Striesow). Er outet sich als Mitläufer und Erfüllungsgehilfe, zeigt aber auch menschliche Regungen. Der Oberfälscher (Karl Markovics) lässt ihn laufen. Das Leben ist halt ungerecht, aber nie langweilig.

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Scipio

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Bewertung5.5Geht so

Irgendwie entäuschend!

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keinohrhase20

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Bewertung9.0Herausragend

Viele behaupten ja gute Deutsche Filme seien die Ausnahme von der Regel. Ich hingegen behaupte Filme wie die Fälscher beweisen das Deutsche Filme grundsätzlich gut sind bis auf einige-besonders in der Klamauk Kiste zu findende - Ausnahmen/-rutscher.

Fest steht -und dafür ziehe ich gerne abermals den hier eigentlich zu beurteilenden Die Fälscher hinzu- das Deutschland, gute Geschichte/n erzählen, tolle Talente und Veteranen vor und hinter der Kamera hat und auch sonst viele fähige Leute die sich mühe geben Filme zu drehen welche nun mal nicht so aalglatt und perfekt auf die Sehgewohnheiten des Mainstreams abzielen wie das gelobte amerikanische Kino.

Die Fälscher selbst ist ein Film welcher durch und durch zu überzeugen weiss. Die Darsteller unter denen besonders (der grossartige)Markovics, (der omnipräsente) Striesow und (der zurecht grinsende)Diehl (mal wieder) gross hervorstechen. Die Story selbst ist spannend erzählt und packt einen bis zum Schluss.
Die Atmosphäre wurde durch den Handkamera Einsatz und die sehr gute Ausstattung zudem sehr gut eingefangen. An all jene die anschliessend nicht Posten : Deutsche Filme sind Doof etc. sondern mir sogar zu stimmen denen empfehle ich auch Der neunte Tag(ebenfalls mit August Diehl diesmal in der Rolle des Nazis).

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DrPhil

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film zeigt wie unterschiedlich das Leben in einem KZ sein konnte. Auf der einen Seite sterben Menschen (dies wurde allerdings nicht großartig im Film gezeigt) zum Anderen haben Juden ein eigentlich ganz schönes Leben, solange sie gut arbeiten. Der Film ist am Anfang ziemlich wortarm aber dies kann man am Ende des Filmes verstehen.

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Xandos

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Stimmt. Man hätte damals dankbar sein sollen, für die tollen Arbeitsplätze.


johannes.hudalla

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Also, zum einen waren das nur eine verschwindet geringe Anzahl, die die Möglichkeitet hatten etwas besser leben zu können und zum anderen war das eigentlich nicht ganz schön.


Imi DeVito

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine sehr interessante und filmisch hervorragende Umsetzung eines existentiellen Konfliktes: War es bisher üblich, einen Nazi als Bösewicht darzustellen und einen Juden als Liebewicht, so stellt der Film erstmals die Konflikte dar, in der ein Jude sich dadurch unersetzlich macht, indem er kriminelle Handlungen- in diesem Fall Geldfälschungen begeht- und so sein Überleben sichert.
Eine faustische Parabel, die nicht nur Konflikte der jüdischen Geldfälscher offenbart, sondern gleichzeitig die Konflikte der befehlenden Nazis, die wiederum in ein übergeordnetes System eingebunden sind.
Insofern ein Gleichnis, dass Menschen- um ihre Familie zu schützen- bereit sind, illegale und unmoralische Aufgaben zu übernehmen.
Eine beeindruckende und subtil dargestellte Geschichte, die einen unerwarteten Aktualitätsbezug darstellt:
Wie zwingt man japanische Feuerwehrleute dazu, ein AKW zu "löschen"? Wie bringt man libysche Soldaten dazu, auf das eigene Volk zu schießen?
Hier laufen ähnlich Mechanismen ab, wie sie der Film beschreit.
Insofern ist der Film- trotz einiger handwerklicher Schwächen- ein Muss für jeden moralisch- politisch interessierten Menschen.
Absolut Sehenswert

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Der Boernd

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

einiges mögliches manko: so mancher betrachter könnte sich von der filmischen aufarbeitung der deutschen nazivergangenheit in form des gefühlten streifens nr. 800 zum thema, langsam langweilen. mir ging es nicht so.

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n8tif

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Bewertung7.5Sehenswert

Wow, ich fand die Performance von Karl Markovics (ehemals Stockinger, an der Seite von Kommissar Rex) echt gelungen. Was August Diehl dagegen zeigte, erschien mir im Vergleich fast eindimensional.

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Interessantes Zeitdokument, das vor allem mit guten Schauspielleistungen punkten kann.

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Weltensegler

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Bewertung4.5Uninteressant

Ein bisschen skeptisch war ich anfangs schon, denn der gute Film dauert gerade mal 90 Minuten – etwas mager für meinen Geschmack. Und man lässt sich deshalb auch wenig Zeit für eine Einführung, sondern nimmt sofort Tempo auf und kommt zum Hauptthema. Darsteller waren ganz gut, auch okay gefilmt. Dann fälscht Salomon halt Geld für die Nazis. Und er hat es auch voll drauf, bezweifel ich auch gar nicht. Ich verurteile ihn dafür natürlich nicht, soll er sich erschießen lassen oder die einzige Chance lebend rauszukommen ergreifen? Eben. Man hat sich bemüht, mal nicht den nächsten typischen Nazi-Juden-Film zu machen, ist schon ganz gut, mal ein mir unbekanntes Thema des 2. Weltkrieges zu beleuchten, letztendlich hat es mich nicht sonderlich begeistert, weil man das Schicksal des Hauptdarstellers schon zu Beginn des Films erfährt und er generell relativ ungerührt agiert, sich deutlich mehr traut als es die anderen Hälftlinge tun – da gingen meine Sympathien spürbar runter, und er ist halt auch keine wirkliche tragische Gestalt, weil es ihm deutlich besser geht als fast allen Juden im KZ. Dazu kommt letztendlich mit überraschungsfrei noch ein ärgerlicher Kritikpunkt, der Begriff „Fernsehfilm“ trifft es tatsächlich gut, es geht eigentlich den ganzen Film nur um Salomon der fälscht, das war es eigentlich, Spannung bzw. Emotionen sehen eben anders aus. Immerhin wurde der Konflikt „soll ich fälschen und die Nazis bankrotten Nazis unterstützen oder nicht“ kurz angeschnitten – leider nur sehr kurz. „Ich habe den Dollar Monate verzögert“ – das kam gar nicht rüber, man hätte das mit ein paar Kriegsberichten abmischen sollen oder gleich Daten einblenden sollen wie „26 Tage im Lager“, das hätte mir gefallen. Klingt jetzt etwas komisch, aber dass „draußen“ wirklich der Krieg tobte und wofür man das Geld fälschte kam außer den Dialogen kaum rüber, denn der gesamte Film wurde „drinnen“ gedreht. Da hat man dann schon gemerkt, wie dem Film die Mittel gefehlt haben. Und der Schluss war langweilig, richtig nichtssagend, boom, der Krieg war aus. Hurrah.

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peterpit

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr gelungen, normal bin ich kein Fan von deutschprachigen Produktionen, aber diese - sehr gut.

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notsch

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film über Opportunismus, Korrumpierbarkeit und Moral. Insgesamt unspektakulär inszeniert, aber dennoch überzeugend.

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Brock Landers

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Bewertung5.5Geht so

DIE FÄLSCHER wirkt auf mich in seiner Darstellung der Zeitgeschichte und des Lageralltags größtenteils naiv und klischeehaft. Außerdem meine ich einen gewissen Voyeurismus ausmachen zu können, der sich darin äußert, dass öfter mal etwas zu deutlich mit der Kamera auf Exekutionsszenen und andere Gewaltverbrechen der Peiniger gehalten wird. Gänzlich misslungen ist meinem Empfinden nach auch die Szene, welche die Frau des Sturmbannführers Herzog vorführen soll als gutgläubige und naive Hörige ihres Mannes. Die mit zu starken Strichen aufgetragenen Inszenierung führt dazu, dass die nötige Fallhöhe für die Komik der Szene, die hier offensichtlich angestrebt wurde, nicht erreicht wird.

Dabei gibt es auch Szenen, die den Schmerz und die Gewalt, denen die Fälscher-Gruppe ausgeliefert ist, besser einfangen. Genannt sei beispielsweise jene, in der die Zwangsarbeiter durch eine Bretterwand einer beiläufigen Erschießung nur akustisch beiwohnen, was die Qualität des Schreckens und der Angst so erhöht, dass dies zum gewaltsamen Schlagabtausch zwischen dem die Gruppe boykottierenden Burger und dem opportunistischen Sorowitsch kommt.

Gut inszeniert ist ebenfalls die „emotionale Betäubung“ Sorowitschs nach jeweils schlimmen Erfahrungen, die zweimal im Film mittels eines Toneffekts erzielt wird, der alle Geräusche und Gespräche wie durch eine dicke Watteschicht gefiltert erscheinen lässt, was sehr gut die Schockwirkung und die Isolation der Figur in diesem Moment illustriert.

August Diehl agiert wie gewohnt auf höchsten Niveau und erschafft mit seinem Spiel eine nuancierte und vielschichtige Figur. Die Rolle des Protagonisten ist da etwas undankbarer, da dieser als unbeirrbarer Egoist wenig Freiraum zur Entfaltung bietet und somit etwas verblasst. Hervorzuheben wäre noch Devid Striesow, der die dankbaren Vorteile einer typischen Schurkenrolle gut zu nutzen weiß und dieser durch eine überzeugende Wandlung zusätzliche Tiefe abgewinnen kann.

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raab_himself

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was ist klischeehaft?


JoeShoe

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Bewertung9.0Herausragend

Was mir daran gefällt: kein Kitsch, keine Übertreibungen, und mal gute Schauspieler.

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Geistertexter

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Bewertung6.0Ganz gut

Die guten Schauspieler (allen voran der großartige Karl Markovics) tragen diesen historischen Film, der mit den üblichen Nazi-Drama-Versatzstücken operiert und die authentischen Erlebnisse des Erzählers umleitet in ein auf Spannung und Kathasis setzendes Genrestück, das jedoch neben der anvisierten Allgemeingültigkeit auch viele Beliebigkeiten enthält.

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zeekay

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auch “Die Fälscher” war ein Film, den ich schon sehr lange sehen wollte, da ich bisher nur gutes drüber gelesen hatte. Was ich dann gesehen habe hat beeindruckt, aber doch enttäuscht. Die Geschichte ist mir zu glatt und der Held zu unsympathisch, aber die Optik und die Kameraarbeit sind teilweise herausragend. Dieser dreckige, körnige Look passt einfach. Auch habe ich erwartet, dass das KZ Sachsenhausen eine größere Rolle im Foilm einnimmt und sich die Story nicht nur auf einen kleinen Bereich beschränkt. Trotzdem ganz guter Film über ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte.

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Nayuma

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine sehr gelungene Verfilmung, aber leider hat er mich nicht so mitgerissen wie Schindlers Liste usw. Sehr interessant zu sehen, zumal ich selbst schon in Sachsenhausen war und ich mich an diese Geldfälschergeschichte überhaupt nicht erinnern kann. Hab echt Lust auf das Buch bekommen. Hoffe da auf noch mehr Details.

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bootsmann13

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Bewertung7.5Sehenswert

Zugegeben: ich war direkt nach und auch während des Films etwas zwiespältig, was die Bewertung angehen würde. Was mich wirklich total abgetörnt hat, ist die schlechte Mischung. Es gibt (vor allem in den ersten dreißig Minuten) mehrere Dialoge, deren Inhalt man nur erahnen kann. Trotzdem habe ich - mit etws Abstand betrachtet - den Film und dessen ungewöhnliches Thema genossen.

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Thomas479

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Thematik des Films ist sehr interessant. Karl Markovics, der hier die Hauptrolle des Fälschers spielt, zieht den Zuschauer sofort in seinen Bann. Man findet etwas schwer rein in diesen Film. Die Dialoge sind teilweise schwer zu verstehen. Der Film springt von Einstellung zu Einstellung, nimmt sich für seine Figuren und deren Ausleuchtung zu wenig Zeit. In einigen Szenen kann man nur erahnen, worum es ging. Schon ist sie wieder vorbei. Zeitweise überkommt einen das Gefühl, "Die Fälscher" wären als Fernsehfilm der Woche angelegt worden und dürften auf keinen Fall länger als 90 Minuten sein.

Nach etwa einer halben Stunde fängt der Film an interessant zu werden. Neben dem erwähnten Markovics überzeugt vor allem David Striesow als SS-Offizier. Die Figur von August Diehl als Widerstandskämpfer bleibt zu eindimensional. Eigentlich schade, hier wäre gerade durch Diehl deutlich mehr möglich gewesen.

Der Film hat einige starke Moment, so z.B. als die gefälschten britischen Pfundnoten übergeben werden, der Blick in das traute Familienheim des SS-Offiziers oder als gegen Ende Fastnacht (!)gefeiert wird und parallel dazu der junge Kolya erschossen wird. Ganz stark sind auch die Dialoge zwischen Markovics und Striesow.

Es ist ein Film, der ein eher unbekanntes Kapitel aus dem 2. Weltkrieg zeigt. Das macht er nicht schlecht. Wieviel mehr drin gewesen wäre bei dieser Produktion, lässt sich in den stärksten Momententen des Films erahnen.

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