Klaus Kinski

Beteiligt an 109 Filmen (als Akteur, Regisseur, Drehbuch und Schnitt)

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Klaus Kinski
Geburtstag: 18. Oktober 1926
Todestag: 23. November 1991
Geschlecht: männlich
Anzahl Fans: 244

Nikolaus Karl Günther Nakszyńsk, den wir alle natürlich unter dem Namen Klaus Kinski kennen, war womöglich der größte Exzentriker, den die Filmwelt bis dato gesehen hat. Insbesondere in seiner Zusammenarbeit mit einem weiteren Wahnsinnigen, dem Regisseur Werner Herzog, schuf er Werke für die Ewigkeit, darunter Fitzcarraldo und Aguirre, der Zorn Gottes.

Klaus Kinski wurde am 18. Oktober 1926 in Zoppot, Freie Stadt Danzig, geboren, 1930 zog die Familie nach Berlin Schöneberg. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der junge Klaus Kinski zu einer Fallschirmjägereinheit eingezogen und geriet 1944 in britische Gefangenschaft. Es war dann auch im Kriegsgefangenenlager, wo er, auf einer improvisierten Bühne, mit dem Schauspielen begann.

Beginn seiner Karriere

Nach dem Krieg begann Klaus Kinski, obwohl ohne klassische Ausbildung, am Berliner Schlosspark Theater zu spielen, wo er allerdings bald wegen seines Benehmens gefeuert wurde. Auch seine folgenden Engagements wurden regelmäßig überschattet von seinen unkontrollierten Benehmen. Nachdem er länger ohne Job in Wien lebte und 1955 auch zwei Selbstmordversuche unternahm, gelang es Klaus Kinski schließlich, sich als Ein-Mann-Wanderbühne neu zu erfinden. Er tourte durch Städte wie Berlin, München und Wien und rezitierte vor einem stetig wachsenden Publikum u.a. aus dem Neuen Testament und aus Werken von Rimbaud, Nietzsche und Tucholsky.
In den 60er Jahren wurde Klaus Kinski endlich häufiger engagiert. Er war in zahlreichen Edgar Wallace Filmen zu sehen, trat in Doktor Schiwago (1965) auf und spielte nach seinem Umzug nach Italien in mehreren Spaghetti-Western mit, darunter Sergio Leones berühmten Für ein paar Dollar mehr (1965).

Liebste Feinde: Klaus Kinski und Werner Herzog

Sein großer internationaler Durchbruch sollte schließlich in der Zusammenarbeit mit einem, wenn man so will, Seelenverwandten, erfolgen: Werner Herzog. Zu der Zeit als Klaus Kinski in München residierte, wohnte er kurzzeitig mit dem späteren Regisseur zusammen. 1972 arbeiteten die beiden zum ersten Mal miteinander und drehten das Ausnahmewerk Aguirre, der Zorn Gottes, dessen Produktionsgeschichte, wie so oft bei der Zusammenarbeit der beiden Exzentriker, einen eigenen Film wert wäre. Der renommierte amerikanische Filmkritiker Roger Ebert zählt Aguirre, der Zorn Gottes zu den größten Filmen aller Zeiten.
Klaus Kinski und Werner Herzog drehten schließlich noch vier weitere Filme: Woyzeck (1978), Nosferatu – Phantom der Nacht (1979), Fitzcarraldo und zuletzt Cobra Verde (1987). Wer einen spannenden Einblick in das, von einer einzigartigen Hassliebe geprägte, gemeinsame Schaffen der beiden erleben möchte, dem sei Herzog’s Dokumentarfilm Mein liebster Feind aus dem Jahr 1999 empfohlen.

Bei seinem letzten vollendeten Film Kinski Paganini (1989), schrieb Klaus Kinski nicht nur das Drehbuch und spielte die Hauptrolle, sondern er übernahm, nachdem Werner Herzog das Buch mehrmals als unverfilmbar bezeichnet hatte, schließlich auch selbst die Regie und den Schnitt. Kinski Paganini ist nicht nur ein Porträt über den Violinisten Niccolò Paganini, sondern er spiegelt ebenso sehr Elemente aus dem Leben von Klaus Kinski wider, nicht zuletzt sein ausschweifendes Sexleben und seine obsessive Suche nach der restlosen Begeisterung des Publikums für sein Schaffen.

Nach seinem exzessiven Leben verabschiedete sich Klaus Kinski am 23. November 1991 von dieser Welt, wie ein Komet, so Werner Herzog am Ende von Mein liebster Feind, der verglüht war.™


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43 Kommentare

über Klaus Kinski

Lismechir

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Ich bin immer hin- und hergerissen. Er kann kein Vorbild sein, denn er war krank, wahnhaft, egomanisch und... krank. Auf der anderen Seite liebe ich seine Filme und seine Art zu schauspielern. Selbst seine alten Trash-Pornos sind herrlich, man denke da an die Frau auf dem fliegenden Holzpferd in 'Les fruits de la passion' (wtf?).
Auch wenn es mir wirklich schwer fällt zu sagen: Ich mag diesen Irren.

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Baumkopf Holzfaust

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Alles was wir haben ist eine Behauptung, die nur noch schwerlich zu beweisen ist. An den Fällen Kachelmann und Brüderle sehen wir, wie leicht man jemanden mit solchen Behauptungen zu demontieren sind. Am Dschungelcamp sehen wir, wie weit die Leute bereit sind zu gehen, um mediale Aufmerksamkeit zu erlangen. Möglicherweise ist es wahr, möglicherweise nicht. Eine Debatte über Eventualitäten zu führen macht nun wirklich keinen Sinn.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

boxcarsboxcars

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Wie gesagt: recht widerlich. (Nebenbei, eine Person weiß es natürlich. Aber ja, wie gesagt, soll die mal's Maul halten.)


Baumkopf Holzfaust

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So widerlich, wie die Behauptung von der Ex-Lebensgefährtin von Kachelmann? Für mich ist das das gleiche in Grün.


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