Kabuli Kid - Eine Geschichte aus Afghanistan

Kabuli kid (2008), AF/FR Laufzeit 97 Minuten, Drama


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von Barmak Akram, mit Hadji Gul und Valéry Schatz

Afghanistan, nach dem Sturz der Taliban: Die Bewohner der Hauptstadt Kabul versuchen nach jahrzehntelangem Krieg, wieder ein normales Leben zu führen. So auch der Taxifahrer Khaled. Eines Tages nimmt er eine mit einer blauen Burka verschleierte Frau mit Baby in seinem Taxi mit. Bei der Ankunft am Fahrtziel steigt die Frau aus und ein neuer Passagier besteigt Khaleds Taxi – wo er den Säugling findet. Die Frau in der Burka jedoch ist längst verschwunden. Und so steht Khaled nun ziemlich ratlos mit einem sechs Monate alten Jungen da, dessen Mutter er nicht kennt. Alle weiteren Versuche, die Frau zu finden, scheitern. Auch das Waisenhaus hat kein Interesse daran, einen Säugling aufzunehmen. Doch je mehr Zeit Khaled mit dem kleinen Jungen verbringt, desto mehr gewöhnt er sich an die Vorstellung, dass das Schicksal ihm den Kleinen zugewiesen habe. Und obendrein hat Khaleds Ehefrau ihm bislang ausschließlich Töchter geboren, wo er sich doch so einen Sohn gewünscht hatte.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Kabuli Kid - Eine Geschichte aus Afghanistan
Genre
Drama
Zeit
2000er Jahre
Ort
Afghanistan
Handlung
Baby, Familie, Mutter, Taliban, Taxi, Taxifahrer
Stimmung
Berührend, Eigenwillig, Ernst
Produktionsfirma
4 à 4 Productions, Afghanfilm, Canal+, Fidélité Films, Les Auteurs Associés

Kommentare


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soilent

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein afghanischer Film... ein AFGHANISCHER Film. :)

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8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film gewährt einen detailreichen Einblick in den Alltag im heutigen Kabul. Da es keinen spannungsgeladenen Aufbau gibt und ein offenes Ende, geht die Kategorisierung wohl eher in Richtung Parabel. Thema ist die Suche nach der Mutter eines im Taxi zurückgelassenen männlichen Babys. Afghanistan sucht also seine Wurzeln. Am Ende gibt es sogar vier Mütter, nachdem eine Salomonische Entscheidung vorangestellt wurde, ähnlich dem ’kaukasischen Kreidekreis’. Es könnten etwa die Russen, die Taliban, die Afghanen selber oder die Amerikaner sein. und als man sie endlich gefunden zu haben scheint, hält sich der Film sehr bedeckt; soll heißen: eine Mutter gibt es, aber sie ist unbekannt. Doch dann versteckt Regisseur Akram ganz am Ende doch seine Lösung: Von den Burkaträgerinnen geht eine mit dem Bündel davon. Sie hinkt, ist alt und kann wenig mit dem Kleinen anfangen. Wer die Mutter letztlich ist, erfahren wir nicht, nur den Namen des Babys: “Massoud“. Ein afghanischer Held, der für Demokratie im Lande gekämpft hat und Gegner der Taliban war. Er wollte ein westlich orientiertes, freies Land. Der Taxifahrer streichelt einmal das Baby und sagt ’Du bist ein Löwe’. Den Titel trug der historische Massoud ebenfalls. Afghanistan hat bei der Suche nach seinen freiheitlichen Wurzeln mehrere Optionen. Es braucht einen langen Atem bis das Land die richtige auswählen wird.

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