Kusswechsel - Kein Vorspiel ohne Nachspiel

Femmine contro maschi (2011), IT
Laufzeit 101 Minuten, FSK 0, Komödie, Kinostart 09.06.2011

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von Fausto Brizzi, mit Ficarra und Picone

‘Der Mann, den die Frau erwählt, ist nicht derjenige, den sie am attraktivsten findet, sondern der, der sie am wenigsten anwidert.’, so sagte einst Charles Darwin. Der Gottvater der Evolutiontheorie hat das Prinzip der menschlichen Zweisamkeit treffend zusammengefasst – oder vielmehr des Zweisamkeitsversuchs. Männer wie Frauen können nur selten mit-, doch noch seltener ohne einander. Aber Darwin hatte noch nicht von Kusswechsel – Kein Vorspiel ohne Nachspiel gehört. Zwar sind auch hier die Fronten nach wie vor verhärtet, und nur die Reihenfolge der Aggressoren ist vertauscht: Hieß es 2010 noch Maschi contro femmine (Männer gegen Frauen), so lautet die Kampfansage nun Femmine contro Maschi (OT).

In Kusswechsel wird der Kampf der Geschlechter lustig weitergesponnen und anhand mehrerer Paare nachvollzogen: Die Andrologin Anna (Luciana Littizzetto) und der frauenheldische Tankwart Piero (Emilio Solfrizzi) sind im Ehetrott gefangen, bis ein Unfall mit Gedächtnisverlust neue Wege eröffnet. Bei Paola (Nancy Brilli) und Marcello (Claudio Bisio) ist die Ex-Ehe nur noch ein temporäres Theater zur Täuschung von Marcellos Mama, die nichts von der Trennung weiß. Doch das Trugschloss wird einer harten Probe unterzogen, als sich die Muttter krankheitsbedingt in ihrem vermeintlichen Heim einquartiert. Und die Beziehungen von Diana (Serena Autieri) und Valentina (Francesca Inaudi) zu Michele (Valentino Picone) respektive Rocco (Salvatore Ficcara) sind geprägt von der Leidenschaft der Männer – nicht für ihre Frauen, sondern für ihre Beatles-Coverband.
Doch das Leben findet immer Wege, Darwins Theorien Lügen zu strafen – wie Kusswechsel zeigt.

Nachdem schon der Vorgänger von Kusswechsel, Maschi contro femmine, in Italien ein Riesenerfolg war, ist es kein Wunder, dass Kusswechsel selbst direkt die Spitze der italienischen Kinocharts erstürmte und allein dort gut zwei Millionen Zuschauer hatte. Das Drehbuch zu Kusswechsel ist ebenso wie der der Film selbst ein Stück Ensemble-Arbeit: Drei Männer (u.a. Regisseur Fausto Brizzi ) und eine Frau schrieben zusammen (oder gegeneinander) das Skript. Aber nicht allein zum Erfüllen der Frauenquote: Valeria di Napoli, die sich hinter dem Pseudonym Pulsatilla verbirgt, drückte Maschi contro femmine awie auch Kusswechsel erfolgreich den weiblichen Stempel auf. (EM)

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Kusswechsel - Kein Vorspiel ohne Nachspiel

A. Körner : Sächsische Zeitung A. Körner : Sächsische Zeitung

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5.5Geht so

Kusswechsel hat anfangs nette Momente, einen Hauch von Charme und Chuzpe, erhebt sich jedoch nie zu bleibendem Pfiff und wirklich spritziger Tour. Da die Komödiengattung fast so alt ist wie das Kino selbst, hat man natürlich schon weit Besseres gesehen. Und wird es bald wieder tun.

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alviesinger: bummelkino

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4.5Uninteressant

Klischees kommerziell ausschlachten: „Kusswechsel“ ist ein italienischer Ensemblefilm, der die unterhaltsamen Höhen des britischen Neo-Klassikers „Love Actually“ anvisiert, dabei aber bisweilen sogar „Männerherzen“-Niveau - das deutsche Pendant - unterschreitet. In Fausto Brizzis Komödie wird entweder in bester Volkstheater-Manier und selbstredend Klischee-überladen klamaukiert oder auf schleimiger Vormittagsseifenoper Art und Weise gelitten. Im Kino hat dieser diplomatisch formulierte wonnige und dermaßen leichtfüßige TV-Quatsch nichts verloren – auch wenn er im Stiefelland über zwei Millionen Kinobesucher mutmaßlich unterhielt.

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Kommentar — Film: Kusswechsel - Kein Vorspiel ohne Nachspiel

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LMSMDK

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Bewertung5.5Geht so

Es kommt nicht wirklich Fahrt auf in dieser italienischen Komödie.
Ein wenig zum Lachen ist es, aber sonst eher mau.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

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