James Bond 007 - Leben und sterben lassen
Live and Let Die (1973), GB Laufzeit 119 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Thriller, Drama, Kinostart 19.12.1973
22 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1640 Bewertungen
43 Kommentare
Keine
von Guy Hamilton, mit Roger Moore und Yaphet Kotto
James Bonds neuer Fall führt ihn nach New York, wo er den mysteriösen Mordfällen an mehreren britischen Agenten auf die Spur gehen soll.
Als britische Agenten in Amerika ermordet aufgefunden werden, schickt das MI6 ihre beste Nummer um dem Verbrechen auf den grund zu gehen. James Bond (Roger Moore) reist nach New York und wird fast von den Schergen des Gangsterboss ‘Mr. Big’ getötet, doch er kann entkommen, und schon bald wittert er eine Verbindung zwischen Mr. Big und dem zwielichtigen Diplomaten Katanga (Yaphet Kotto).
Hintergrund & Infos zu Leben und sterben lassen
Zum ersten Mal spielt die Handlung in einem fiktiven Land, und es ist das einzige Mal, in dem Bond SPOILER mit der Beseitigung des Bösewichts einen politischen Mord begeht. SPOILER ENDE.
Zum ersten Mal spielt eine Afroamerikanerin (Gloria Hendry) ein Bond-Girl. Als der Film in Südafrika in die Kinos kam, ließ die Apartheid-Regierung die Liebesszenen entfernen.
Live and Let Die hätte eigentlich The Undertaker’s Wind heißen sollen. Dieser Titel steht im Buch über dem 17. Kapitel.
007 musste so lange unter Wasser ausharren, weil Autor Ian Fleming selbst begeisterter Taucher war. Die Romanvorlage von James Bond 007 – Leben und sterben lassen (1954) ist eines der umstrittensten Bücher Ian Flemings. Der Grund ist die fragwürdige Darstellung von Schwarzen, das fünfte Kapitel des Buches etwa trägt den Titel ‘Nigger Heaven’.
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Cast & Crew
- Genre
- Agentenfilm, Thriller, Actionfilm, Blaxploitation
- Zeit
- 1970er Jahre
- Ort
- Auto, England, Ghetto, Harlem, Jamaika, London, Louisiana, Manhattan, New Orleans, New York City, Zug
- Handlung
- Aberglaube, Armbanduhr, Berühmte Filmmusik, Bestattung, Blockbuster, Bombe, Bösewicht, CIA, Doppelte Identität, Drogenhandel, Drogenschmuggel, Explosion, Falltür, Farm, Friedhof, Geheimagent, Geheimbasis, Geheime Identität, Geheime Mission, Grabstein, Hai, Haken, Helikopter, Heroin, Hochzeit, Insel, James Bond, Jungfrau, Krokodil, MI6, Magnet, Make up, Maske, Messer, Motorboot, Motorrad, Mörder, Pistole, Polizei, Prothese, Restaurant, Roman, Sarg, Schlange, Schlangenbiss, Secret Service, Sex, Sheriff, Spion, Spionage, Tarot-Karten, Taxi, Vereinte Nationen, Verfolgungsjagd, Voodoo, Wahrsager, Wasserfall, Überwachung
- Stimmung
- Aufregend, Sexy, Spannend, Witzig
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Kritiken (3) — Film: James Bond 007 - Leben und sterben lassen
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenStaffelübergabe an Roger Moore. In "Leben und sterben lassen" bewegt er sich wie eine Schlange um seine Opfer, seine Gegner, eine Schlange, die ohnehin mehrfach Leinwandpräsenz beansprucht. Geschmeidig nähert er sich ihnen, zischend, und beißt von hinten blitzschnell zu. Sean Connery war der Brachiale, Roger Moore ist der Filigrane, der alberne Hedonist mit Zigarre. Noch besser: Roger Moore im Blaxploitation-Bond, der nach Paul McCartney swingt, wippt, schnippt und aus dem lebenden einen Totenschädel generiert. Das Leben und das Sterben findet in diesem Bond zu einer schwarzgeränderten, aus abgehangenen Verallgemeinerungen zusammengekleisterten Bildsprache, aus den schutthaltigen Hinterhofgassen New Orleans, den Voodoo-Ritualen einer Mohninsel sowie einer vorausfeiernden Beerdigung den Mystizismus eines vergangenen Jahrhunderts und den Sozialkolorit der 70er herauszuschälen. Haie und eine Zugschlammschlacht erweisen Connery hierbei noch einmal die Ehre. Je schwarzhumoriger (hihi) Bond ermittelt und dabei kontinuierlich von scheinbar unscheinbaren Gegenständen überrascht wird (ein nirgends sicherer Falltürenclub), desto lustvoll-verdrehter das Sterben und Überleben und die Situationsschau beider und die anschließende Demolierung unter den herausquellenden Augen eines spuckenden Sheriffs – Alligatoren (Rücken), Motorboote (Sprünge), Flugzeuge (Flügel), Busse (Dach). Während der Oberfiesling nationalistisch motzt, heult das Girl unerträglich doof. Während Moore dem Oberfiesling einen zu Tode bläst, lehrt sein greifarmiger Handlanger eines: lächeln, nur lächeln.
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Xander8112: Xanders Blog
Kommentar löschenJetzt habe ich also den ersten Moore-Bond als letzten Moore-Bond gesehen (also, erst alle anderen dann den hier, wenn Ihr wisst was ich meine) und ich finde, für den Auftakt war das schon ziemlich gut. Nach dem etwas fragwürdigen “Im Geheimdienst ihrer Majestät” und dem Connery-Comeback “Diamantenfieber” etabliert sich Roger Moore hier als dritter Hauptdarsteller in Folge ganz gut und es verwundert nicht, dass da noch sechs Filme mit ihm gefolgt sind.
“Leben und sterben lassen” werden ja ganz gerne rassistische Tendenzen vorgeworfen, so würde ich das allerdings nicht sehen. Die Bösen sind zwar allesamt schwarz (und “halten” sich eine weiße Hellseherin) und dementsprechend werden auch die Klischees bedient (inkl. Voodoo-Kult), doch ist es halt das erste Mal, das Bonds Gegner Schwarze sind und wäre es nicht genauso rassistisch, diese konsequent davon auszunehmen und nur Deutsche zu nehmen?
Daon abgesehen, ist der Film recht solide, sticht zwar nicht hervor, bietet aber gegen Ende wieder atemberaubende Szenen, wie die Flucht über die Krokodile oder die Verfolgungsjagd mit den Motorbooten (inkl. einem 40 m Sprung über ein Auto). Sheriff Pepper hatte hier seinen ersten Auftritt, ihn sahen wir dann ja in “Der Mann mit dem goldenen Colt” wieder. Ach, und besonders hervorheben will ich auch noch Kanangas Handlanger Tee Hee - seine fiese Lache lässt ihn besonders diabolisch wirken…
http://xander81.wordpress.com/2008/11/01/kritik-james-bond-007-leben-und-sterben-lassen/
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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenDas Moore-Debüt ist in jeder Hinsicht eine runde Sache. „Live & Let Die“ ist ungeheuer schwungvoll in Szene gesetzt, kann mit gewohnt vielfältigen Schauplätzen aufwarten und erzählt einmal nicht vom Kalten Krieg, sondern widmet sich einer obskur dargestellten Voodoosekte, die ihre Kontakte über ganz Harlem verstreut. Der rassistische Unterton des Films ist nicht von der Hand zu weisen, doch die brillante Musik und das großartige Titelthema (Paul McCartney), die Krokodilszene und bezaubernde Jane Seymour – all das ist zu gut, um es verdammen zu können.
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Kommentare (40) — Film: James Bond 007 - Leben und sterben lassen
Wall Fri, 19 Apr 2013 16:17:51 -0000
Kommentar löschenRoger Moores Einstand als James Bond ist als durchaus gelungen zu bezeichnen, bringt er doch neuen, frischen Wind in das etwas eintönig gewordene Bond-Franchise. So ist es schon einmal positiv, dass dieser Film sich nicht um Blofeld oder SPECTRE kümmert, sondern eine eigenständige, gar exotische Geschichte präsentiert, die Abwechslung mit sich bringt. Darüber hinaus verzichtete man diesmal auf übermäßige Übertreibungen in Sachen Realismus, wie es in den Filmen zuvor der Fall war, auch wenn die Story dennoch ein wenig abgedreht ist.
Roger Moore spielt den Doppel-0-Agenten noch ironischer und lockerer, als zuvor noch Connery, was sehr in den bunten Film hinein passt, auf Dauer aber auch ein wenig zu gewollt wirken kann. Dennoch ein gutes Debut!
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Bagadosh Sun, 14 Apr 2013 16:16:02 -0000
Kommentar löschen[Simons 007-Marathon: Tag 8 - Leben und sterben lassen]
Das wichtigste an diesem Film ist natürlich der neue Darsteller: Roger Moore mimt zum ersten von sieben Malen den größten Agenten der Filmgeschichte.
Und er macht seine Sache wirklich nicht schlecht, auch wenn er aus meiner Sicht nicht ganz an Sean Connery herankommt.
Die Story ist 'ne nette Abwechslung, endlich geht es mal nicht um SPECTRE. Natürlich ist die Geschichte wie üblich nicht sehr komplex, aber, wie gesagt, mal etwas anderes als das dauernde Die-Welt-vor-Blofeld-retten.
Leider hatte dieser Film für mich zu wenig Action, ausgenommen die Verfolgungsjagd mit den Amphibienfahrzeugen, die zu den bislang besten Actionszenen der Bond-Reihe gehört.
Ansonsten herrscht aber weitestgehend Mangel. Es tut einem Film selten gut, wenn sich Jagd an Jagd und Explosion an Explosion reiht, aber ein bisschen mehr hätte es schon sein dürfen.
Obwohl die Action fehlt, kommt gelegentlich Spannung auf, zum Beispiel als Bond auf der Insel inmitten von Krokodilen steht und sich einen Ausweg suchen muss. Leider sind auch solche Momente eher selten, sodass es der Film nicht wirklich schafft, mich mitzureißen.
Also ein ganz ordentlicher Einstand von Roger Moore, dem es leider etwas an Spannung und Action fehlt un der deshalb relativ langatmig ist.
Morgen kommt dann eine Person ins Spiel, der offenbar im Besitz einer goldenen Schusswaffe ist.
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Brentano Fri, 12 Apr 2013 10:39:33 -0000
Kommentar löschenSicher für heutige "verwöhnte" Verhältnisse zu bieder und fast lachhaft unspektakulär oder zu gewollt, ist dieser Moore_Bond doch näher dran, am "echten bieder betulichen bürokratisch geförderten", mutigen Gehmeimagenten der Realität und verkörpert deren Untugenden exemplarisch , mehr als alle Vorgänger und Nachläufer, ..!
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doctorgonzo Fri, 12 Apr 2013 10:50:32 -0000
Antwort löschenZudem einer der besten Bond Songs...
Brentano Fri, 12 Apr 2013 13:17:21 -0000
Antwort löschenneben: "Diamonds are forever" ?
doctorgonzo Fri, 12 Apr 2013 13:23:26 -0000
Antwort löschenIch finde "View to a Kill", den Klassiker "Goldfinger", "The Man with the golden gun" und "You know my name" noch besonders stark. Aber ich finde generell nur zwei Bond Songs ganz furchtbar...
Brentano Fri, 12 Apr 2013 13:38:15 -0000
Antwort löschenSo ab spätem Connery habe ich nur noch ein bis zwei Bonds im Kino gesehen, hauptsächlich weil ich zwischendurch "älter" geworden war und mich bei der wichtigen Entscheidung damals, zwischen Donald Duck und James Bond dschließlich für Donald Duck entschieden hatte,..
"you know my name" als Bond Titel kenne ich überhaupt nicht, ..?
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doctorgonzo Fri, 12 Apr 2013 13:43:01 -0000
Antwort löschenIst von Chris Cornell (ex Soundgarden) für Craigs Premiere.
Brentano Sat, 13 Apr 2013 21:25:37 -0000
Antwort löschenahso
Scipio Mon, 08 Apr 2013 17:46:29 -0000
Kommentar löschen"Leben und sterben lassen" ist ein Paradebeispiel für die Qualität und den (britischen) Humor dieser älteren Filme.
SPOILER:
Ich sage nur: Die fliegenden Motorboote, und der ewig spuckende Sheriff...!
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doctorgonzo Tue, 09 Apr 2013 09:21:42 -0000
Antwort löschenSheriff Nepomuk Pepper. Ein nicht gerade stiller Held.
Scipio Mon, 15 Apr 2013 15:44:30 -0000
Antwort löschenHatte der Sheriff Nepomuk Pepper eigentlich noch weitere Szenen in anderen Filmen?
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doctorgonzo Tue, 16 Apr 2013 08:06:11 -0000
Antwort löschenIn "The man with the golden gun" macht der Sheriff Urlaub in Thailand und trifft Bond... "Sie sind der englische Geheimagent, der englische Geheimagent aus England..."
Scipio Tue, 16 Apr 2013 13:52:25 -0000
Antwort löschenDanke!
justindodo Thu, 14 Mar 2013 15:49:20 -0000
Kommentar löschenDieser Film beweist dass alte Filme manchmal doch besser sind als neuere z.B alt (Leben und sterben lassen) in vergleich zu neu (Ein Quatum trost) kann man schon sagen dass alt schon besser ist.
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MrDepad Wed, 27 Feb 2013 17:34:00 -0000
Kommentar löschenBond 50: Die Jubiläums-Collection [Blu-ray] -8/22- "Leben und sterben lassen"
Mit diesem Film gab es eine entscheidende Änderung innerhalb der Bond-Reihe. Roger Moore verkörpert von nun an die Figur des Geheimagenten und mit ihm gab es auch inhaltliche Abweichungen von der bisherigen Formel, weshalb Bond hier dann Bourbon trinkt, Zigarre raucht und seinen neuesten Auftrag in seinem Privatheim empfängt. Moore verleiht der Figur ein wenig mehr lockeren Humor und ist weniger ernst als Sean Connery. Trotzdem wirkt er durch und durch elegant und wie ein Gentleman. Abgesehen von Roger Moore selbst könnte der Einstieg außerdem nicht viel gelungener sein, denn der Film ist auch inhaltlich einfach nur genial.
Bond verfolgt eine Spur von drei getöteten Agenten, die ihn unter anderem nach New Orleans und auf eine Insel in Jamaika führt. Er kommt einer obskuren Organisation auf die Spur, die nur aus schwarzen Bösewichten besteht und in der es einige abgedrehte, gefährliche Mitglieder gibt. Allgemein ist der Ton des Films durchwegs fesselnd. In vielen Szenen wird eine leicht verstörende Atmosphäre erschaffen (Beerdigungs-Zeremonie, Baron Samedi´s "Show"), was dem Film einfach nur gut tut und Figuren wie Baron Samedi, Tee-Hee und Whisper sind mit die besten Handlanger der bisherigen Reihe. Es ist einfach schön, dass zur Abwechslung mal auf Blofeld verzichtet wurde und kein größenwahnsinniger Plan im Mittelpunkt steht. Die ersten gut 75 Minuten sind praktisch durchwegs Unterhaltung auf sehr hohem Niveau. Eine gut gemachte Bootsverfolgungsjagd war für meinen Geschmack zwar ein wenig zu gedehnt, aber die letzten 30 Minuten bieten dann nochmal alles, was das Bond-Herz begehrt.
"Leben und sterben lassen" ist eines meiner persönlichen Highlights der Reihe. Roger Moore´s Einstieg könnte kaum gelungener sein, die mysteriöse Voodoo-Stimmung in einigen Szenen ist perfekt und der Film bietet kultige Bösewichte und fantastische Einzelmomente am laufenden Band. Einfach grandios!
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Oliver0403 Wed, 13 Feb 2013 17:53:00 -0000
Kommentar löschenIch fange mal mit Roger Moore direkt an. Als erster Nachfolger von Sean Connery macht er seine Sache recht gut. Ist auf jeden Fall kein solcher Reinfall wie Lazenby. Aber auch ihm fehlt das gewisse Etwas, was Connery hatte und was auch Daniel Craig nach Anfangsschwierigkeiten hat.
Jane Seymour hat zwar als "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft" eine längere Serie gedreht, aber als Bondgirl gefällt sie mir nicht.
Der Bösewicht hier ist gut ausgesucht und macht eine ganz guten Job. Und die Szene, in der er ins Gras beisst, ist auch nicht zu verachten.
Allerdings muss ich auch sagen, dass Voodoo nicht wirklich zum klassischen James Bond Thema passt. Zum Glück gibts davon auch nur den einen Film.
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Pyro 91 Fri, 18 Jan 2013 18:47:28 -0000
Kommentar löschenSchon zu Beginn wird klar: There will be Absurditäten! Drei britische Agenten werden getötet, einer von ihnen während eine Beerdigungsprozession durch die Stadt zieht. Er wird erstochen, man legt einen Sarg ohne Boden auf ihn, hebt den Sarg hoch und - schwups- ist er auch schon weg.
Als danach Paul McCartney den Titelsong anstimmte, konnte ich meinen Ohren kaum trauen. Ungewöhnlich, aber gut. "Live and let die" ist ein echter Ohrwurm. Der Vorspann ist dann auch noch mit Totenköpfen und Flammen durchzogen und ich fragte mich, wo ich den hier wieder gelandet bin.
Dann kommen wir zur Einführung von unserem neuen Bond, selbstverständlich im Bett mit einer Frau. Wir sehen 007s Wohnung zum ersten Mal in aller seiner Pracht, als unerwartet M und Moneypenny auftauchen. Bond versucht seine Affäre vor ihnen zu verstecken, was ich sehr gelungen fand, um Roger Moores Neuinterpretation von Bond gleich menschlicher und zugänglicher zu machen. Es ist schön, mal wieder einen Bond zu sehen, dem nicht alles egal ist. Außerdem kann Roger Moore so sein komödiantisches Talent zeigen, in dem er M von einem Raum zum anderen bugsiert, damit seine Freundin aus dem Schlafzimmer flüchten und sich in Bonds Garderobenschrank verstecken kann. Moneypenny findet seine Freundin schließlich im Schrank vor, bewahrt aber Stillschweigen vor M, was zu einem amüsanten und flirtenden Austausch mit ihr und Bond führt. M gibt Bond eine Magnet-Uhr von Q, die sich für mich im Laufe des Films als eines der coolsten Gadgets herausstellen wird. Bond-typisch nutzt er diese Uhr zum ersten Mal, um den Reißverschluss hinten am Kleid seiner Freundin zu öffnen. Die Szene endet mit diesem herrlichen Gag und Ladies und Gentleman: Roger Moore ist unser neuer Bond! Super Charaktereinführung, tolle Chemie mit dem alten Cast, passender Humor und vor allem hat sich Moore die Rolle sehr schön zu eigen gemacht. Gut so!
Als Bond dann die Fährte aufnimmt um den mysteriösen Dr. Kananga zu finden, folgt die erste Actionsszene, in der Bonds Taxifahrer durch einen Giftpfeil getötet wird, der aus dem Seitenspiegel eines vorbeifahrenden Autos abgefeuert wurde. Mal wieder köstlich, diese Idee!
Als Bonds weitere Ermittlungen ihn nach Harlem zum hiesigen Drogenboss Mr. Big führen -der auf irgendeine Weise mit Dr. Kananga zu tun hat - scheint Moore geradewegs in einen Blaxploitationfilm geraten zu sein. Er wirkt total fehlplaziert und Moore scheint sich dessen auch bewusst zu sein. Doch er nimmt alles nonchalant und cool auf, wie Connery zu seinen besten Zeiten. Am Anfang scheint die Idee eines weißen Heldens, in einen Film wie diesen noch total daneben zu sein - zumal jeder Schwarze hier ein Krimineller oder Bösewicht ist - doch es funktioniert letztendlich ganz gut, worauf ich später nochmal komme.
"Leben und sterben lassen" erinnert nicht nur vom Insel-Setting an "Dr. No", auch Quarrel taucht in Form seines Sohns wieder auf, Bonds Feind ist wieder ein Doktor und die Szene mit der Schlange erinnert stark an die mit der Giftspinne.
Bond begibt sich also auf Sant Monique, um Kananga aufzuspüren, begleitet von Agentin Rosie, die irgendwie ähm... nervig ist. Sie ist schreckhaft und ängstlich und es stellt sich heraus, dass sie eine Verräterin oder Doppelagentin ist. Dieser Subplot wirkt etwas redundant und nimmt in seinem Aufbau doch etwas zu viel Zeit weg. Doch es dauert nicht lange, bis sich die Sache erledigt hat und Rosie von einer Vogelscheuche erschoßen wird. True story! ;)
Im Grunde genommen war sie nur dazu da, um Bond die Mohnfelder entdecken zu lassen, die anscheinend von schwarzer Magie beschützt werden.
Die Voodoo-Elemente bleiben ziemlich ungeklärt im Film. Manchmal scheinen sie verdammt echt zu sein, an anderen Stellen wiederum sind sie nur Tricks und Täuschungen. Der Voodoo-Priester Baron Samedi bringt aber eine mystische Präsenz mit sich, die seltsamerweise ziemlich passend ist und es irgendwie noch komischer macht, dass gerade Bond in so ein abgehobenes Setting stolpert.
Das Bond-Girl Solitaire (sexy: Jane Seymour) wird von Kananga auf seiner Insel festgehalten und er verlässt sich auf ihre Gabe, die Karten zu legen und ihm die Zukunft vorherzusagen. Eine weiteres übernatürliches Element, das hier allerdings ernst genommen wird. Bond kommt dort erst mal badassig mit einem Hängegleiter an und kickt unterm Flug gleich mal den Wächter von der Klippe ins Meer. Genial! xD
Er schmeichelt sich bei Solitaire ein, trickst mit den Karten und gelangt so mit ihr ins Bett. Tja, irgendwie ein bisschen manipulativ und schmamlos von Bond, aber auf der anderen Seite ist es wie in "Goldfinger", wo er das Mädchen des Bösewichts "bekehrt" und auf seine Seite zieht. Solitaire ist allerdings nicht so schlagfertig wie Pussy Galore, sei es nun auf verbaler oder körperlicher Ebene. Sie hat vor allem in der zweiten Hälfte fast nichts mehr zu melden und wenn sie mit Bond redet, schlägt das „Oh, James“-Barometer erstaunlich oft aus. Dass gerade Bond - der „weiße“ Ritter - die naive, leidende Jungfrau aus den „schwarzen“ Sündenpfuhl rettet, sie durch Entjungferung ihre Kräfte beraubt und volkommen von ihm abhängig macht, ist nur als eine weitere Umkehrung gewisser Elemente des Blaxploitation-Genres - gemischt mit einer guten Portion Chauvinismus - zu verstehen.
Die Vorwürfe von rassistischen und sexistischen Darstellungen sind gewiss nicht ganz von der Hand zu weisen, doch für mich wird es durch Roger Moores selbstironisches Schauspiel; die Zeit, in der der Film erschienen ist und durch die erhöhte, klamaukige Realität ausgeglichen, die konkrete Bezüge auf unsere Welt verhindert.
Nun zum Bösewicht.
Mr. Big stellt sich dann - in einem netten Twist - als Dr. Kananga heraus und dieser hat einen Plan, der zur Abwechslung mal wieder mehr mit der Realität zu tun hat, als die Blofeld-Filme, in denen es um die Weltbeherrschung geht. Er will die Monopolstellung auf dem Drogenmarkt haben, indem er kostenlos zwei Tonnen Drogen verteilt, um damit seine Konkurrenz auszustechen und viele Leute abhängig zu machen. Tja, protzig protzig. ;)
Yaphet Kotto spielt seine Doppelrolle wirklich gut und verleiht seinen Charakter vielleicht mehr Facetten, als ihm das Drehbuch zusteht. Er scheint wirklich in Solitaire verliebt zu sein und fühlt sich schlecht, als sie ihn betrügt. An sich ist er sehr charmant, nicht auf den Mund gefallen und man traut ihn die Leitung seines Geschäfts und das Führen der Insel ohne weiteres zu.
Dieser findet sein Ende, weil er ein "aufgeblasener Typ" ist und verdient sich damit den Titel des albernsten und unwürdigsten Abgangs aller Bond-Bösewichte (bisher). Seine Todesszene wird oft gescholten, ich fand sie einfach nur herrlich skurril. Auch der Einsatz von Bonds Uhr als Säge und Magnet im Endkampf, ist gelungen und ähm...auchhabenwill. xD
Der Schlagabtausch zwischen Bond und Tee-Hee, den Handlanger mit dem mechanischen Arm, macht auch noch mal ordentlich Laune und ist ein nettes Klopper-Finish.
Die Actionsszenen in diesem Teil machen grundsätzlich viel Spaß und vor allem die letzten fünfzig Minuten sind richtig gute Unterhaltung.
Bond entkommt zunächst mit einem Doppeldeckerbus, den er gleich mal um sein oberes Deck erleichtert, weil er höhenmäßig nicht unter eine Brücke passt.
Das gute ist, dass der Fokus inzwischen mehr auf physischer Stuntarbeit liegt und es weniger Rückprojektionen gibt, die einen nur aus den Geschehen reißen.
Aber am eindrucksvollsten ist die Boot-Verfolgungsjagd, die damit beginnt, dass Bond einen Haufen hungriger Krokodile entkommt, indem er ihre Rücken als Stufen zum Ufer benutzt. Köstlich! xD
Dort findet er ein Speedboat vor und entkommt damit Kanangs Schergen, die ihn unermüdlich weiterverfolgen. Er wagt damit auch spektakuläre Sprünge über das Festland, die auch heute noch eine gute Figur machen und damals sogar einen Eintrag in Guiness-Buch der Rekorde Wert waren!
Am witzigsten war allerdings, als Bond und sein Verfolger eine Hochzeit crashen, indem sie mit ihren Speedbooten übers Festland sliden, erst mal die Gäste erschrecken und anschließend die Hochzeitstorte wegwämsen, was die Braut zum Weinen bringt. XD Auch der alte Mann, der die Polizei behindert, weil er mit ca. 20 km/h auf der Straße fährt, ist zum Schreien komisch. Weitere Highlights waren: Die Landung im Pool von alten Leuten, der Polizeiwagen in dem ein Speedboat steckt und die Sperre unter der Brücke, die von Bond einfach über den Haufen gefahren wird. xD
Von der Einführung des Sergeant Peppers bin ich weniger begeistert. Während man gerade in der Action drin ist, wird mehrmals zum ihm geschnitten und er lässt wieder einen unlustigen One-Liner los. Das schädigt den Filmfluß extrem und ich hätte gerne eine neue, editierte Fassung des Films, in der er nicht dabei ist.
Ein volkommen unnötiger Redneck-Charakter, der wohl als Witzfigur dienen sollte, damit man sich über seine fragwürdigen Äußerungen lustig machen kann, um zu zeigen: Seht her, Rassismus ist böse! Sorry, aber das war zu offensichtlich und hat die Aufmerksamkeit nur noch mehr auf die heikle Rassenpolitik gelenkt. Weniger ist mehr!
Insgesamt ist "Leben und sterben lassen" ein starkes Fantasy-Blaxploitation-Komödienabenteuer mit Roger Moore, der Connerys Fußstapfen auszufüllen weiß und seine eigenes Ding macht. Gefiel!
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Uli Kunkel Sun, 20 Jan 2013 18:18:35 -0000
Antwort löschenKleine beiläufige Podcast-Empfehlung:
http://www.nowplayingpodcast.com/archives.htm#JamesBond
Die Jungs gehen ebenfalls sehr wortreich und unterhaltsam mit der Film-Reihe um.
Pyro 91 Sun, 20 Jan 2013 18:39:03 -0000
Antwort löschenDanke! Werde ich mir mal bei Gelegenheit reinziehen! ;)
Freidenker Tue, 08 Jan 2013 20:39:36 -0000
Kommentar löschenNach dem Sean Connery schließlich endgültig gegangen ist,hat man mit Roger Moore einen doch mehr als guten Nachfolger gefunden,der auch mit "Leben und sterben lassen" gleich ein mehr als gelungenes Debüt abliefert.
Generell zählt "Leben und sterben lassen" für mich mit zu den besten Bond-Filmen überhaupt,da nahezu alles stimmt.
Die Story handelt diesmal nicht von Blofeld oder einem Mann der de Welt erobern oder zerstören will,sondern von einem eher bodenständigen Verbrecher der die Monopolstellung auf dem Drogenmarkt will.
Die ganze Story ist dabei jedoch nicht nur sehr spannend sondern auch recht skurril,was mir jedoch sehr gefällt.
Die Actionszenen sind sehr gelungen,insbesondere die Verfolgungsjagd durch Louisiana ist einfach sensationell.
Dazu hat der Film eine schöne Portion Ironie,die jedoch ein besseres Maß findet als im Vorgänger "Diamantenfieber".
Wobei diese sehr ironischen Komponente ja alle Bond-Filme mit Roger Moore auszeichnet und viel zu seinem Kultstatus beigetragen hat.
Desweiteren sind die ganzen Bösewichte einfach grandios,sicher im großen und ganzen sehr klischeehaft,dennoch einfach herrlich,vor allem natürlich Julius Harris als Tee Hee und Geoffrey Holder als Baron Samedi.
Auch Bond-Grirl Jane Seymour als Solitaire kann überzeugen,da auch die ganze Rolle sehr Profilreich ist.
Ein kleines Highlight ist natürlich auch die Titelmusik "Live and let die" von Paul McCartney,die einfach sensationell ist und für mich eigentlich sogar die beste der gesamten Reihe ist.
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Hartigan85 Tue, 08 Jan 2013 21:38:04 -0000
Antwort löschenDer Film war früher auch immer einer meiner Lieblings-Bonds!
concienda Fri, 30 Nov 2012 03:37:31 -0000
Kommentar löschen"Leben und sterben lassen" ist der Beginn von Roger Moores Bondkarriere und meiner Meinung nach der schlechteste Bonddarsteller. Moore ist tatsächlich der einzige, den ich kein bisschen ernst nehmen kann. Das liegt größtenteils nicht nur an seiner Leistung, sondern an vielen anderen Faktoren und typischen Mitteln die seine Bondfilme auszeichnen und die sich auch schon hier zeigen:
1. Die völlig belanglose und absurde Story um Vodoo, Zukunftsvorhersagen und mysteriöse afroamerikanische Kulte, die langweilig und nur als Verzahnung der Actionsequenzen dient.
2. Keins der beiden Bondgirls hat irgendeinen Nutzen für die Story, beide sind reine Schauwerte.
3. Der Film ist leicht rassistisch, da Bond ausnahmslos gegen Farbige kämpft, die noch dazu oft als primitive Bekloppte dargestellt werden.
4. Das man versucht von Connerys Bond Abstand zu nehmen ist ok und sogar lobenswert, aber das man Vodka Martini durch Bourbon Whiskey ersetzt, schlägt dem Fass echt den Boden aus.
Was den Film vor der völligen Belanglosigkeit rettet ist der grandiose Titelsong "Live and let die", der sich als echter Ohrwurm entpuppt, die gut inzenierten Verfolgungsjagden (für Verhältnisse der frühen 70er) und Clifton James Auftritt als Sheriff J.W. Pepper. Was am Ende rauskommt, ist ganz ok, aber für einen Bondfilm eher unterdurchschnittlich.
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cpt. chaos Sun, 11 Nov 2012 09:27:41 -0000
Kommentar löschenIch bin kein übermäßig großer Bewunderer der 007-Reihe und mag zudem nicht Roger Moore in der Rolle des James Bond, allein schon wegen seines arroganten Gehabe.
Bei seinem ersten Auftritt als Geheimagent in "Leben und Sterben lassen", mache ich aber gerne mal eine Ausnahme, da er noch nicht so völlig unnahbar daherkommt, der allgemeine Unterhaltungswert, trotz einer ansonsten eher schwachen Story, gegeben ist und dann wäre da schließlich noch ein klasse Soundtrack, aus dem natürlich "Live and let die" als Titelsong hervorsticht.
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LucaBrasil Tue, 27 Nov 2012 13:15:39 -0000
Antwort löschen"Live"
cpt. chaos Tue, 27 Nov 2012 15:14:11 -0000
Antwort löschenWenigstens einer, der sich den Mist aufmerksam durchliest!
Da hat wieder so ein völlig unfähiges Redaktionsmitglied geschlampt - und schon gefeuert!!! ;o)))
Agent Smith93 Wed, 10 Oct 2012 03:55:18 -0000
Kommentar löschenSir Roger Moore ist der einzige Darsteller des berühmten Geheimagenten, dessen Bond Filme ich (noch) nicht alle kenne. Leben und sterben lassen, war der Anfang einer ganz neuen Periode. Da der arme George Lazenby in seinem einzigen Bond-Film "Im Geheimdienst ihrer Majestät" kein Glück hatte, und Connery sich wie eine zickige Diva weigerte noch einmal in seine (von ihm inzwischen) gehasste Rolle zu schlüpfen, brauchte man einen mehr als nur zufriedenstellenden Ersatz. Einen solchen Fehler wie mit Lazenby wollte man natürlich nicht noch einmal machen, und verpflichtete daher einen Mann, der bereits einige Erfahrung im Schauspielgeschäft gemacht hatte. Die Rede ist von Moore Roger Moore. Der gebürtige Engländer (er ist übrigens bislang einzige Bond-Darsteller der ein ECHTER Brite ist) stand eigentlich schon bei "James Bond jagt Dr. No" in der näheren Auswahl, doch damals musste er sich noch Connery geschlagen geben. Doch nach zwei mehr oder weniger Erfolgreichen Darstellern, bekam er (endlich) seine Chance. Während George Lazenby mit seinem Stil noch sehr an Sean Connerys Darstellung angelehnt war, entschied man sich mit dem dritten Bond-Darsteller neue Wege zu beschreiten. Moore sollte sich deutlich von seinen Vorgängern unterscheiden. So raucht er keine Zigaretten mehr, sondern ganz lange Joints. Auch der Alkoholgeschmack hat sich verändert. Anstatt Wodka-Martini gibt es Bourbon-Whiskey. Zudem trägt der neue Bond auch nicht mehr so gerne Hüte wie seine Vorgänger. Das was Moore aber vor allem auszeichnet ist sein (meist gelungener) Humor, der aber erst in seinen späteren Filmen so richtig zur Geltung kommt. Meiner Meinung nach, macht Roger Moore seine Sache nicht schlecht, aber Connery und Brosnan sind dennoch meine Favoriten. Fangen wir mal mit der Handlung an. Nachdem drei britische Agenten an verschiedenen Orten auf der Welt ermordet werden, wird (wie so oft) James Bond darauf angesetzt , um das ganze Treiben aufzuklären. Während einer Autofahrt, wird der Chauffeur von James Bond mitten während der Fahrt umgebracht. Die Spur (Bond übernimmt das Steuer, und folgt dem Killer) führt zum Verbrecherboss Mr. Big. In seinem Versteck trifft Bond auch auf einen Leibwächter mit einer Metallzange als Handprothese, und eine Seherin namens Solitaire. (So heißt auch ein Kartenspiel, daher gehe ich davon aus, dass der Name jener Person eine Anspielung auf ihre Tätigkeit als Kartenlegerin ist) Schließlich kann Bond (vorerst) den Fängen seiner Feinde entrinnen. Etwas später im Film wird Bond von einer angeblichen Verbündeten Namens Rosie hintergangen, und entwickelt zugleich eine große Interesse an dem Medium Solitaire. Diese muss (scheinbar gegen ihren Willen) Mr. Big der sich später als Kananga herausstellt die Zukunft voraussagen. Sein schmutziges Geschäft betreibt Kananga übrigens mit Heroin, den er es aus einer heimischen Mohnart gewinnt. Das Rauschmittel will er (vorerst umsonst) an drogensüchtige Menschen verteilen, um damit später einen gewaltigen Profit zu machen. Später soll Bond sogar einigen fiesen Krokodilen als Festmahl dienen, doch ab hier möchte ich die Handlung nicht weiter Spoilern. Ich kann nur noch verraten, dass es eine wirklich super inszenierte Verfolgungsjagd mit mehreren Motorbooten geben wird. Jetzt widme ich mich den Leuten, die die Rollen im Film ausfüllen. Am besten, fängt man in so einem Fall natürlich mit dem Hauptdarsteller an. Roger Moore ist keinesfalls als mittelmäßiger Darsteller zu bezeichnen, wenn auch er nicht meine erste Wahl für diese Rolle wäre. Irgendetwas das Sean Connery als James Bond hatte, fehlt Roger Moore leider, aber was es genau ist kann ich im Moment (leider) noch nicht sagen. Möglicherweise war Moore in seinem ersten Bond-Film noch nicht in die Rolle hineingewachsen. Roger Moore ist ein sehr sympatischer Bursche, doch wirkt er stellenweise etwas steif in seiner Darstellung. Kann sein, dass ich es mir nur einbilde, aber diesen Eindruck hatte ich eben manchmal. Mal sehen ob er sich in seinen sechs weiteren Filmen gesteigert hat. Der Bösewicht Dr. Kananga wird von Yaphet Kotto gespielt. Dieser macht seine Sache ganz gut, und strahlt eine große Portion Kaltblütigkeit aus, wobei ich seinen Handlanger Tee Hee noch eine ganze Spur cooler finde. Wer hat schon einen Metallarm mit eingebauter Zange? Jane Saymuore spielt das Bondgirl Solitaire. Ich fand sie in ihrer Darstellung relativ durchwachsen. Nicht wirklich schlecht, aber auch weit entfernt von Pussy Galore und Honey Rider. Ein echtes Glanzlicht der Darstellerriege stellt der Nebencharakter Sheriff J.W. Pepper dar. Dieser wirklich absonderliche Kerl (der ständig auf den Boden spuckt, und lustige Grimassen zieht) wird von Clifton James wunderbar dargestellt, und verbleibt einem sicher einige Zeit im Gedächtnis. Was die anderen Darsteller angeht, heißt es wie immer: Guter Standard. Was die Actionszenen angeht, ist dieser Film wirklich genial. Dabei sticht vor allem die (bereits weiter oben erwähnte) Verfolgungsjagd mit den Motorbooten heraus. Diese ist einfach klasse inszeniert. Aber auch der Rest ist (wie bei fast allen Bond-Filmen) mehr als nur sehenswert. Die Musik des Films ist passend, und der Titelsong stammt von Paul McCartney der ein Ex-Mitglied der Beatles ist. Unterm Strich ist "Leben und sterben lassen" ein sehr guter Auftakt der sehr langen Roger Moore Ära, wenn auch Sean Connery mit Dr. No einen etwas besseren Startfilm als James Bond hatte. Was dem Film die höchste Bewertung verhindert wird hier nun kurz erwähnt.
1. Roger Moore wirkt noch etwas unbeholfen in seiner Rolle. Aber aller Anfang ist schwer.
2. Das Bondgirl hat zwar eine sehr interessante Rolle, aber die Darstellerin holt nicht das Ganze aus ihr heraus.
3. Dieser Bond-Film zeichnet ein ziemlich negatives Bild von dunkelhäutigen Menschen. Als rassistisch würde ich diesen Streifen zwar nicht bezeichnen, aber einige Dinge hätte man auch auslassen oder abmildern können.
Abschließend möchte ich sagen, dass dies ein guter Bond-Film ist, der aber noch mit leichten Schwächen zu kämpfen hat. Trotzdem für Bond-Fans ein muss!
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mogerdo Tue, 06 Nov 2012 12:22:16 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar und tolles Projekt von dir, alle Bond-Filme zu rezensieren.
Ein kleiner Hinweis: In der Dokumentation "Best ever Bond" erzählt Lazenby, er habe die Rolle abgelehnt (auf Anraten seines Agenten). Entgegen der verbreiteten Annahme, Lazenby sei aufgrund seiner schlechten Performance nicht weiter als Bond eingesetzt worden. Was nun stimmt, weiß ich allerdings selbst nicht ;-)
Abettertomorrow Mon, 01 Oct 2012 08:51:58 -0000
Kommentar löschenKlassischer Bond mit einem brillanten Titelsong und teilweise legendäre Actionszenen (Motorboote und die umwerfende Krokodil-Szene). Nicht der beste Bond aber ein gelungener Einstand von Roger Moore.
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Spielberg_Fan Sun, 30 Sep 2012 12:39:51 -0000
Kommentar löschen„Bond meets Blaxploitation“
Der erste Einsatz von Roger Moore als James Bond ist bei Fans der Reihe nicht besonders beliebt. Das ist auch verständlich, denn „Leben und sterben lassen“ ist schon ein etwas gewöhnungsbedürftiger Bond, weil viele liebgegewonnene Elemente fehlen. Ich persönlich konnte diesem extrem unterhaltsamen 007-Abenteuer aber schon immer etwas abgewinnen.
„Leben und sterben lassen“ surft unverkennbar auf der damaligen Blaxploitation-Welle mit und verbindet dabei Bond mit diesem speziellen Filmgenre recht gut. Großes Lob muss man auch Roger Moore aussprechen, der hier eine völlig neue Richtung in der Darstellung von James Bond einführt, die der Reihe gut getan hat. Moore ist eher der charmante Typ, der nicht wie Connery hart und zynisch vorgeht. Das gefällt mir, auch wenn ich doch Connerys Darbietung immer für besser hielt. Auch der Humor, der jetzt immer mehr seinen Weg in die Reihe findet, ist bei diesem 007-Einsatz noch recht passend eingesetzt. Später wird dieser besagte Humor zwar ziemlich albern, aber das betrifft mehr die darauf folgenden James Bond-Filme.
Ansonsten bietet „Leben und sterben lassen“ eine gehörige Portion Action (Stichwort Motorboot- Verfolgungsjagd), einen verdammt geilen Titelsong, ein süßes Bond-Girl (Jane Seymour) und diese besondere Blaxploitation- Atmosphäre, die mir immer sehr gefallen hat.
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Filmkenner77 Sun, 30 Sep 2012 12:49:58 -0000
Antwort löschenHalte ich für den drittbesten Bondfilm von Roger Moore nach "Der Spion, der mich liebte" und "In tödlicher Mission".
Spielberg_Fan Sun, 30 Sep 2012 13:04:50 -0000
Antwort löschenFür mich der zweitbeste Moore-Bond."In tödlicher Missio" fand ich immer am besten.
lieber_tee Wed, 01 Aug 2012 21:45:11 -0000
Kommentar löschenVielleicht der exploitationhafteste Bond ever. Dieser rassistische Sumpf, aus so ziemlich jedem Klischee über Gestik, Kultur und Vorurteilen gegen über "Schwarzen", passt eigentlich auf keine Kuhhaut mehr und ist selbst für das Produktionsjahr unentschuldbar (und der literarischen Vorlage geschuldet). Da sich dieser 007 allerdings nie Ernst nimmt, sei es ihm verziehen... Hier wird das frisch-selbstironisch Spiel des neuen Roger Moore mit einem komödiantisch-alberner Stil ergänzt. Das wurde in den weiteren Moore-Bond-Filmen verfeinert und entwickelte sich zu einem Markenzeichen. Bei dem Frauenbild ist allerdings nur miefiger Chauvinismus und platter Sexismus zu sehen. Regisseur Guy Hamilton macht bei seiner Inszenierung (fast) alles richtig. Sorgfältig-präzise passt er den klamaukigen Ton des Films an. Kullert der Streifen noch in der ersten Hälfte eher un-aufgeregt vor sich hin, reihen sich dann absurdeste Sensationen an Sensationen aneinander. Der Krokodil-Lauf, die 15 Minütige alberne Louisiana-Boot-Auto-Verfolgungsjagt und der „aufgeblasene“ Tod des Oberschurken ist Quatsch-Kino par excellence. Unterlegt mit einen der besten Bondmelodien. Mit viel Humor und Toleranz ein sehenswerter Bond.
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JackoXL Wed, 01 Aug 2012 22:01:37 -0000
Antwort löschenDeine Bond-Kommentare sind so geil. Bei den Neueren wird das in der Form leider schwierig.
lieber_tee Wed, 01 Aug 2012 22:11:00 -0000
Antwort löschenDa magst du recht haben. Durch das Alter der Filme und die entsprechende Distanz kann recht humorvoll über diese Filmchen geschrieben werden. Bei den Neuen (humorlosen) wird das schwieriger. Da werde ich wohl meinen Stil ändern müssen... Habe aber noch bis November Zeit, bis die aktuellste Bombe dann platzt.
der cineast Thu, 02 Aug 2012 01:20:58 -0000
Antwort löschenGeil!
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Julian F. Sat, 30 Mar 2013 10:40:32 -0000
Antwort löschenIch hoffe, infolge meiner Aussagen jetzt nicht als Rassist gesehen zu werden (die Vorwürfe würde ich allerdings auch nicht ernst nehmen), doch scheint es mir eher ein Problem der "neueren" Bondfilme zu sein, vollkommen auf nicht-westliche Bösewichter zu verzichten. Am Ende kämpft Brosnan gegen Zeitungsmogule oder verzogene Playboys - weil Schwarze oder Muslime es nicht sein sollen. Wohin hat uns nun dies geführt? Mal abgesehen davon dass die jungen Zuschauer von damals die heutige mittlere Generation erfüllen, wo sich kaum noch Rassismus findet.
lieber_tee Mon, 01 Apr 2013 18:57:31 -0000
Antwort löschenHm, ich bezweifle sehr stark das in der "mittleren Generation" sich "kaum noch" Rassismus befindet... Auch deine Wahrnehmung, das sich die (Bond-) Film-Bösewichter in den "Westen" verlagert haben, kann ich so gar nicht bestätigen. Zudem finde ich es für mich wichtig über Stereotype, Vorurteile, Klischees und latenten Rassismus, so wie ich sie empfunden habe (hier im Film, mit Überzeichnung und Humor leicht karikiert und dadurch einigermaßen erträglich) zu schreiben, sie nicht zu ignorieren oder schön zu reden...
Baumkopf Holzfaust Fri, 04 May 2012 16:17:36 -0000
Kommentar löschenDer erste Film den ich mehr als 30 mal gesehen habe. Perfekt, einfach perfekt.
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Lori007101 Thu, 03 May 2012 02:48:29 -0000
Kommentar löschenEin toller Einstand für Roger Moore, der auch den Humor in die Reihe einbrachte. Der knallige Paul McCartney Sound startet voll in die 70er Jahre rein! Tolle Bad Guys und eine recht süsse Bonddame! Unterhaltung pur!
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Turokko Sat, 14 Apr 2012 15:44:59 -0000
Kommentar löschenDer erste Bond mit Moore war schon ziemlich stark, aber das wars auch schon wieder!
Die weiteren Filme die mit ihm folgten waren anschließend absoluter Blödsinn ! Das ganze Franchise war ja durch ihm kaum mehr ernst zu nehmen ! Aus Action und Thriller wurde anschließend nur noch eine Komödie nach der anderen gedreht bis zum Glück Dalton kam!
Aber Leben und sterben lassen kann man sich schon mal anschauen.
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aberaber Wed, 07 Mar 2012 15:00:56 -0000
Kommentar löschenGrandioser Start von Roger Moore (den ich trotzdem für den schwächsten Bond halte).
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doenef Fri, 17 Feb 2012 08:23:18 -0000
Kommentar löschenDieser geniale Bond-Film dürfte sicherlich der Film sein, den ich am häufigsten geguckt bzw. genossen habe, in dem Film passt einfach alles und Roger Moore hat damit einen grandiosen Einstand in die Bond-Filmreihe abgeliefert.
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