Meat

Vlees (2010),
Laufzeit 85 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 27.01.2011

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5.3 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Victor Nieuwenhuijs und Maartje Seyferth, mit Titus Muizelaar und Wilma Bakker

In einer niederländischen Metzgerei geht es nicht mit rechten Dingen zu, nachdem der Metzger seinen fleischlichen Phantasien Ausdruck verleiht, um seiner tristen Umwelt zu entfliehen. So beginnt er schließlich in Meat eine leidenschaftliche Affäre mit seiner jungen Angestellten, die ihm bald verfällt. Dann geschieht ein Mord. Ein Inspektor, der ein ähnlich tristes Leben wie der Metzger führt, übernimmt die Ermittlungen, steht aber schon bald vor einem schier unlösbaren Puzzle. Um einen Zugang zur Motivik des Täters zu finden, gibt es nur eine Möglichkeit: Die Tat muss nachgestellt werden – mit dem Inspektor als Opfer.

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Kritiken (3) — Film: Meat

Ciprian David: NEGATIV

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6.0Ganz gut

...Mit Meat lassen die Regisseure Maartje Seyferth und Victor Nieuwenhuijs das Kino der Körperlichkeit und der Frauenexploitation wieder erwachen. Eine Gegenbewegung zur Virtualisierung des Alltags wird propagiert, eine Rückkehr zum Organischen, zum Fleisch, doch davon gab es schon in den Neunzigern genügend - zwischen den Auseinandersetzungen mit dem modernen Primitivismus, über Mainstream-tauglichere Produktionen wie Fight Club bis hin zur Eskalation im Body Horror Anfang des Jahrtausends. Jedoch, eine Spur der inzwischen stattgefundenen gesellschaftlichen Änderungen findet sich in diesem Film nicht. Eine orthodoxe Haltung käme als Argument in Frage, eine Verweigerung, sich auf die Welt der Unkörperlichkeit und auf ihre Entwicklungen einzulassen, doch weder eine Hommage, noch ein solides Filmkonstrukt verteidigen diese These. Meat bleibt ein später Film, ein Abklatsch, stellenweise einfallsreich umgesetzt und von einem virtuosen Umgang mit technischen Mitteln gekennzeichnet.

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C. Horn: fluter, kino-zeit C. Horn: fluter, kino-zeit

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4.0Uninteressant

Die Inszenierung entwirft eine möglichst bizarre [...] Atmosphäre, die den Hintergrund für die vertrackte Geschichte liefern soll, in der Realität und Fiktion unmotiviert ineinander verschwimmen. [...] Seine augenscheinlichen Vorbilder wie etwa David Lynch, [...] erreicht "Meat" nur in Ansätzen, weil er das Interesse für die Erzählung nicht über die volle Lauflänge aufrecht erhalten kann. [...] Da zumindest die Kameraarbeit von [...] bisweilen starke Momente erzeugt, scheitert "Meat" mit dieser Herangehensweise nicht völlig – aber doch recht unverhüllt.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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6.0Ganz gut

Bisweilen ist „Meat“ stark gefilmt, aber letztlich doch etwas zu wirr und unbestimmt, um inhaltlich zu überzeugen. [...] Viel mehr als einige schöne Bilder und einige interessante surreale Bilder bleiben [...] am Ende von „Meat“ leider nicht übrig.

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Martin Quilitz

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etwas zu wirr aber dennoch interessant surreal ? wie passt das ;-) Der Sinn des Filmes ist das Thema Fleisch hervorzuheben. Mag es für den einen Betrachter zu wenig sein, für den anderen füllt es einen ganzen Film. Die Art, in welcher der Regisseur dies umgesetzt hat, ist durchaus bemerkenswert. Ist hier die Art der Erzählstruktur doch anders als man es gewohnt ist...



Kommentare (2) — Film: Meat

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derblonde

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Bewertung4.0Uninteressant

Verschwurbelter Erotikthriller mit deutlichen Anleihen bei einem gewissen David L. Hier wird einfach mal drauflosgedreht und der Rest dem gelangweilten Zuschauer überlassen. Eindeutiger "Höhepunkt" des Films ist die bezaubernde Nellie Benner, auch wenn sie schauspielerisch nichts drauf hat.

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Rukus

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Bewertung1.0Ärgerlich

Ich sollte wirklich aufhören, auf Tipps Anderer zu hören, wenn mein Verstand mir sagt, dass mir ein Werk nicht zusagen wird. Klar, irgendwelche Kunstsachverständigen-Spezis werden jetzt Zeter und Mordio schreien, aber das war einfach nur einer der langweiligsten und unnötigsten Filme, die ich je gesehen habe. Da können noch so viele Kritiker über was auch immer für Aspekte dieses Werks fabulieren oder gar Preise auf Festivals verleihen. In meinen Augen braucht diesen Film keine Sau - um mal im Fleischbild zu bleiben. Das eindeutig Beste an Meat war der Song während der Endcredits, und das aus doppeltem Grund. Zum einen war zum ersten Mal Schwung drin und vor allem war es das Ende!

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