Men on the Bridge - Köprüdekiler
Köprüdekiler (2009), DE/TR Laufzeit 87 Minuten, Drama, Dokumentarfilm, Kinostart 22.07.2010
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von Asli Özge, mit Cemile Ilker und Umut Ilker
Der Film erzählt die Geschichte dreier junger Männer aus Istanbul, der einzigen Stadt, die sich über zwei Kontinente erstreckt. An der imaginären Grenze zwischen Asien und Europa, der Bosporusbrücke, kreuzen sich täglich die Lebenswege der unterschiedlichsten Menschen mit ihren eigenen Geschichten, Träumen und Hoffnungen. Einer von ihnen ist der Sammeltaxifahrer Umut (28), dessen Frau Cemile von einem Leben mit höherer gesellschaftlicher Anerkennung träumt. Der Rosenverkäufer Fikret (17) hat genug vom illegalen Straßenverkauf auf der Bosporusbrücke und sucht einen regulären Job und der Verkehrspolizist Murat (24), der allabendlich in seine leere Wohnung zurück kehrt, sucht über das Internet in der fünfzehn Millionen Metropole nach der großen Liebe.
Cast & Crew
-
Asli Özge
-
Cemile Ilker
-
Umut Ilker
-
Fikret Portakal
-
Murat Tokgöz
Regie
Schauspieler
- Genre
- Drama, Inszenierter Dokumentarfilm
- Zeit
- 2009
- Ort
- Istanbul
- Handlung
- Angst vor der Zukunft, Armut, Aufstieg, Brücke, Ehekrise, Ehrgeiz, Einsamkeit, Geldnot, Hilflosigkeit, Milieu, Pech, Polizist, Scheitern, Schicht, Sozial schwache Familie, Taxi, Taxifahrer, Verlierertyp
- Stimmung
- Berührend, Ernst
- Mitmachen
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Filmdetails Men on the Bridge - Köprüdekiler
Trailer zum Film Men on the Bridge - Köprüdekiler
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Links zum Film Men on the Bridge - Köprüdekiler
- Men on the Bridge: critic.de
- Men on the Bridge: film-zeit.de














Kritiken (7) — Film: Men on the Bridge - Köprüdekiler
Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenDie Regisseurin Asli Özge hat kleine Leben in ihrem türkischen, u. a. vom Medienboard Berlin Brandenburg und dem Deutschen Filmförderfonds unterstützten sowie u. a. vom Bayerischen Rundfunk und ZDF/3Sat koproduzierten Film linear, nüchtern und ziemlich echt eingefangen, die Schicksale zusammengeführt - dabei die Grenzen zwischen Asien und Europa und „die Grenzen zwischen inszeniert und real überschreitend“, wie sie selbst sagt.
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Jörn Hetebrügge: fluter Jörn Hetebrügge: fluter
Kommentar löschen"Men on the Bridge" ist als ungewohnt kritische Bestandsaufnahme der türkischen Gegenwart zu verstehen. Der geschickte Einsatz der Laiendarsteller/innen, die sich gewissermaßen selbst spielen, und die gelungene Einbindung der Originalschauplätze verleihen dem ernüchternden Befund die Wahrhaftigkeit eines mit der Handkamera auf der Straße gefilmten Dokumentarfilms. Dabei versteht es die 35-jährige Regisseurin mit bemerkenswerter Subtilität, den Bogen vom individuellen Alltag ihrer Figuren zur großen Politik zu spannen.
Dass "Men on the Bridge" bei all seiner Wirklichkeitsnähe nie an dramaturgischer Kraft verliert, liegt unter anderem daran, dass Asli Özge geradezu virtuos mit den Spannungsmechanismen des fiktionalen Kinos zu spielen vermag.
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Bernd Buder: film-dienst Bernd Buder: film-dienst
Kommentar löschen„Men on the Bridge“ verbindet dokumentarisch beeinflusste Milieustudie mit der Analyse einer Gesellschaft, die sich rastlos im Kreise dreht – oder im Stau steckt wie die Autos auf der Bosporusbrücke.
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Daniela Sannwald: der Tagesspiegel Daniela Sannwald: der Tagesspiegel
Kommentar löschenDie in Istanbul aufgewachsene Berliner Regisseurin Asli Özge hat die Geschichten ihrer drei realen Protagonisten zu einem Drehbuch verarbeitet und sie nebst ihrem sozialem Umfeld auch gleich als Schauspieler angeheuert. So agieren – mit Ausnahme der Polizisten, die keine Genehmigung für die Teilnahme an den Dreharbeiten erhielten – Laiendarsteller, die sich selbst spielen. Ihre Geschichten und Träume sind bescheiden; und man freut sich, dass Asli Özge es dabei gelassen hat. Vorsichtig, als ob er nicht stören wollte, nähert sich auch Kameramann Emre Erkmen den Behausungen der jungen Männer, Blicke durch Türrahmen lassen ihnen, so scheint es, ein Stück Privatsphäre, in das einzudringen der Respekt vor ihnen verbietet.
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R. Schenk: Berliner Zeitung R. Schenk: Berliner Zeitung
Kommentar löschenAsli Özge, 1975 geboren und seit zehn Jahren in Berlin zu Hause, hat ein dichtes, genaues Kinodebüt gedreht: nah an den Figuren und zugleich freundlich distanziert. Die Darsteller, allesamt Laien, spielen vorwiegend sich selbst.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenEine solche Mischung aus Doku und Fiktion wirkt nicht immer so organisch wie in dieser leichtfüßigen Inszenierung. Unaufdringlich, ohne dramatische Zuspitzung und subtil wirft die Regisseurin ein Licht auf die sozialen und gesellschaftlichen Probleme in einem sich rapide wandelnden Land: Es fehlt an Bildung, Geld und Perspektiven. Die Großfamilie hat ausgedient, selbst jüngere Menschen vereinsamen in der virtuellen Welt. Am Rande klingen auch Themen wie die angestrebte EU-Mitgliedschaft der Türkei und der grassierende Konflikt mit der PKK an. Die Bosporusbrücke mit allen Wegen, die zu ihr hin- und von ihr wegführen, ist der zentrale Knotenpunkt: als reale Location und Metapher. So gelingt im wahrsten Sinne des Wortes ein Brückenschlag zwischen Orient und Okzident, Christentum und Islam, Tradition und Moderne.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenEs ist ein bemerkenswert komplexes, dabei aber äußerst subtiles Bild der modernen Türkei, das Asli Özge entwirft. Ohne den moralischen Zeigefinger zu heben, ohne überdeutlich auf Missstände hinzuweisen oder gar plakative Lösungsvorschläge zu liefern, beschreibt sie drei Männer, deren Leben trotz aller Bemühungen still zu stehen scheint. Ob man das nun Dokumentation oder Spielfilm nennen will spielt letztlich keine Rolle, "Men on the Bridge" ist ganz einfach ein herausragender Film.
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