Menschenfeind

Seul contre tous (1998), FR
Laufzeit 89 Minuten, FSK 18, Thriller, Drama

6.8 Kritiker
13 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
1195 Bewertungen
69 Kommentare
Menschenfeind - Bild 6099658
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von Gaspar Noé, mit Philippe Nahon und Blandine Lenoir

“Du wirst allein geboren, du lebst allein, du stirbst allein. Allein, immmer allein. Und selbst wenn du fickst, bist du allein. Allein mit deinem Fleisch, allein mit deinem Leben.” Mickrige dreihundert Francs und eine Pistole. Das ist alles, was dem früheren Schlachter nach fünfundreißig Jahren harter Arbeit und einem Aufenthalt im Knast geblieben ist. Kein Job, keine Liebe, keine Hoffnung. Nur Haß. Blanker, menschenverachtender, alles verzehrender Haß. Auf die Reichen, die Ausländer, die Schwulen, die Frauen. Nachdem er seine schwangere Geliebte zusammengeschlagen hat, versteckt er sich vor der Polizei in einer billigen Absteige in Paris und steigert sich in der tristen, ausgebluteten Metropole in seine Rachephantasien hinein. Er wird zur menschlichen Zeitbombe, die jederzeit hochgehen könnte.

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Kritiken (2) — Film: Menschenfeind

Ephigenia: Nightmare-Horrormovies.de

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9.0Herausragend

Es geht um das abschieben von alten Menschen sowie ein System was aufzeigt das wir unser Leben lang wie Sklaven arbeiten um dann im Alter nur noch dahin zu vegetieren. Die Dialoge werden hart und zynisch geführt. Ein etwa 50 jähriger Mann hat beschlossen sein Leben zu verändern und dem System zu entkommen, dazu wird er das noch ungeborene Kind seiner Geliebten meucheln und zwar aus einem Effekt heraus, wodurch er sein Vorhaben zu entkommen nun in die Tat umsetzt. Sehr oft wird seine Stimme aus dem Off präsentiert, dabei gezeigt welche Kranken Gedanken er hat die zunehmend auch äußerlich aus ihn herausbrechen, was man ihn nicht ansieht das er plötzlich ausrasten könnte.
Die immer wieder plötzlich laut erscheinenden Soundeffekte sorgen für einige Schockmomente. Zu sehen ist wie der Mann zunehmend schneller aggressiv wird und Amok läuft.
Ungewöhnlich ist, dass der Film im letzten Drittel einen 30 Sekunden Countdown einläutet, wo die Zeit angegeben ist um die Vorführung des Filmes jetzt besser abzubrechen. Dass Grausamme was anschließend noch gezeigt wird, rechtfertigt diese Warnung, denn hier wird noch mit das Kontroverseste geboten was es wohl gibt, wenn Inzucht, grausame Hinrichtung und das Leid intensiv aufgezeigt wird. Gaspar Noe, ein Skandal Regisseur den man sich in Zukunft merken sollte.

„Ich werde Frankreich regieren und ich werde alle in den Arsch f!cken, egal wie viele es sind.“

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Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds

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9.0Herausragend

Die Vorgeschichte der Hauptfigur erzählte Regisseur Gaspar Noé in seinem 40-minütigem Kurzfilm Carne, eine Art Prototyp für seinen ersten Langfilm Menschenfeind, der einige Jahre später entstand und sogleich für Kontroversen sorgte. Die Vorgeschichte aus Carne wird, mit dynamischer Musik unterlegt, in einer Diashow von der Hauptfigur selbst erzählt. Bereits hier beweist Regisseur Gaspar Noé Stilbewusstsein. Ist ein Off-Erzähler normalerweise verpönt unter Filmschaffenden, weil diese Erzählform handwerklich schwach ist und die Bilder unterminiert, nutzt Noé die inneren Monologe des Schlachters, um eine Nähe zum Zuschauer herzustellen und ihn so zu zwingen, sich dieser unerträglichen Person zu stellen, was ein Hauptbestandteil der Intention ist. Die erwähnten Monologe prasseln von Anfang bis Ende des Films auf das Publikum ein, wobei die Ansichten des zornigen Mannes garantiert niemanden kalt lassen, sie sind höchst polemisch, rassistisch, frauen- und schwulenfeindlich…

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

HOoP3L

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wow sehr gute kritik, zu einem sehr guten film.


butch25

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Hut ab vor deiner Meinung/Ansicht!
Hast gerade einen meiner Lieblingsfilme besser beschrieben als ich es jeh ausdrücken könnte,danke!



Kommentare (67) — Film: Menschenfeind

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geheimer333

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Bewertung9.5Herausragend

Seul contre tous

"Ich bin auch nur ein Stück Fleisch, ein Stück Fleisch das zu viel denkt. Es soll aufhören zu denken, das Stück Fleisch!"

Wie viel kann ein Mensch aushalten? Wie lange lässt er sich vom Alltag zerfressen? Wie kann man normal sein? Man kann es nicht.

"Sterben ... Das muss wie schlafen sein. Nur besser."

"Menschenfeind" ist eine intensive Kritik an Menschheit und Welt. Die Welt scheint geordnet doch das ist sie nicht. Kein Mensch ist glücklich, in jedem staut sich eine Unmenge von Hass auf die sich bei einigen wenigen irgendwann entlädt. Die anderen sterben. Alle sterben, doch die wenigsten leben.

"Jedem seine Moral und jedem seine Gerechtigkeit!"

Dem Schlachter ist das alles klar. Er stellt keine Fragen mehr. Er zählt nur harte Fakten in seinen Gedanken auf. Fakten gegen die er sich nicht wehren kann. Was er will weiß er nicht. Er sehnt sich nach Gewalt, Schmerz und Tod. Hoffnung gibt es nicht, genauso wenig wie Freiheit, die durch Gesetze und Regeln zerstört wurde. Doch Gesetze und Regeln kommen vom größten Abschaum dieser Welt, von Menschen, haben sie also irgendeine Bedeutung? Ist es besser nichts zu tun, aber in Ruhe zu leben oder die Freiheit zu haben alles zu tun? Hält einen Moral oder Gesetz von schlimmen Taten ab? Ist Moral nicht etwas Individuelles, etwas, was sich jeder für sich selbst bilden muss? Somit kann es keine universale Definition für gut und schlecht geben.
Alles ist legitim, nichts ist legal.
Hat dieses System der Menschen einen Sinn? Es hält die Menschheit davon ab sich selbst auszulöschen, zumindest zögert es das heraus. Doch die Zerstörung der Menschheit wäre völlig Bedeutungslos. Nichts hat eine Bedeutung. Alles hat eine Bedeutung. Was für den einen irrelevant ist, ist der Lebensmittelpunkt eines anderen.

Alles geht zu Ende, leider auch dieser Film.
Doch wenn er nicht zu Ende gegangen wäre hätte ich mich auf Grund der ehrlichen Thematik wohl irgendwann erschossen.
Gewaltszenen sind zwar vorhanden, halten sich dennoch in Grenzen. Cast ist sehr gut ausgewählt, Schnitt und Kamera sind schlichtweg genial. Ich frage mich ernsthaft, wieso ich nur 9.5 vergeben habe und das bei einem Film, der mich so zum Nachdenken angeregt hat wie dieser. Auf irgendeine Art ist es ein Lieblingsfilm, vielleicht wird er es irgendwann.

"Du wirst allein geboren, du lebst allein, du stirbst allein. Allein, immer allein."

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Wumz

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"Gerechtigkeit gibt es nur mit Rache und dafür brauch ich keine Bullen" wollt ich dann noch mal schnell los werden ;)


geheimer333

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:)


NashBender

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Bewertung9.0Herausragend

Für die Einen ist es Mist, aber für mich ist es der wahrscheinlich längste und gleichzeitig (auf eine bizarre Art und Weise) faszinierenste Monolog der Welt!

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HxC_Moe

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Bewertung7.0Sehenswert

Bitterböses Sozialdrama. Absolut und sowas von nichts für die Masse, aber natürlich dennoch gut. Gespickt mit massig sehr guten (aber auch sehr Menschenverachtenden) Zitaten und bösen Szenen, auch wenn es keine richtigen Gewaltszenen gibt (außer gegen Ende). Für Gaspar Noé typisch, ist der Film dementsprechend schräg und verstörend gedreht, dass manche damit wahrscheinlich überfordert sein könnten. Alles in allem macht der Film seinem Namen ganze Ehre, viel mehr muss man dazu auch nicht sagen. Der Film ist einfach purer Hass, eine Schimptirade auf alles, nimmt sich dabei aber auch ein bisschen zu Ernst, was wohl grade das schlimme daran ist. Leute die auf Gewaltorgien aussind werden mit dem Film nicht viel anfangen können, das FSK 18 ist wohl der allgemein sehr misantrophischen Stimmung zu verdanken, bzw. dem Hintergrund oder der einen oder anderen erschreckend nüchternden Gewaltszene. Klar ist der Film gut, aber auch zu leer in der Handlung. Es ist wie als hätte Noé einen Film drehen wollen, in dem er einfach eine Hauptperson hat die erstaunlich bedrückend auf alles und jeden schimpft. Dafür bedarf es auch keiner Anspruchsvollen Handlung. Trotzdem gut und klare Empfehlung für die Gucker von Außergewöhnlichen, aber auch üblen Filmen.

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fkfilmkritik

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Noés Filme sind immer tiefgründig, hart und ziemlich intensiv. In seinem für mich größten Werk "Irreversibel" ging es deutlich deftiger zu Sache und das letzte Werk aus dem Jahre 2009 "Enter the Void" war vielmehr ein Trip und mehr Kunst als Film. (Den angeblich furchtbaren und mir völlig egalen "Destricted", lasse ich gerne unerwähnt) In seinem ersten Langspielfilm "Menschenfeind" geht es noch relativ "zurückhaltend" zur Sache. Keine fliegende und wild umher zirkelnde Kamera. Nur vereinzelt immer laut eingesetzte Schnitte, die mehr und mehr Angst erzeugen, da sie immer genau auf die Situation draufhalten und eine Schusswaffe imitieren, dessen Gebrauch nie unwahrscheinlich erscheint. Es geht um einen Menschen dessen Charakter dem Film auch den Namen verleiht: "Menschenfeind". Ein mürrischer, verhasster, homophober Kerl. Von jedem Menschen den er trifft irgendwie angenervt. Egal was und wie dieser es sagt oder tut. Doch keiner merkt es. Der Zuschauer ist der Einzige, der dies dank den herausragenden, bedrückenden und zutiefst intelligenten Monologen weiß. Der Mann stolpert über das Leben. Sieht immer bei jedem das Negative. Der Anfang, der die Lebenseinstellung des Hauptakteurs besser beschreibt. Gezeigt in einzelnen Fotos läuft schonmal gut über die Runde und lässt auf "Menschenfeind" neugierig werden.
Das Ende hat mich zu Anfang verwirrt. War schwer bedrückend und ein perfekt getimter und gut angezielter Hieb in die Magengrube.

"Menschenfeind" widert dich an. "Menschenfeind" erniedrigt dich. "Menschenfeind" zeigt dir tiefe Niedergänge. "Menschenfeind" quält dich durch perfide Gedankengänge. "Menschenfeind" macht Angst, dass irgendjemand mit so einer Moral unauffällig umherschwirrt.
Gaspar Noé warnt in einer Stelle vor einer Szene. Diese Warnung bleibt nun für die beiden anderen Filme auf denen sein Name steht stehen. Auch dieser hier ist definitiv nicht uneingeschränkt zu empfehlen oder zu konsumieren. Ein nachdenkliches, menschliches und kontroverses Portrait. Ein zutiefst schwerer Brocken.

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Jack_Torrance

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Muss ihn endlich sehen. Schöner Kommentar !


Ryunosuke Akutagawa

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Bewertung10.0Herausragend

Jedem seine Moral, Jedem seine Gerechtigkeit...dieses Motto wird von Gaspar Noé´s Erstlingswerk wirklich total ausgelebt und das bis über die Grenzen der Legalität. Ich als Fan der Nihilistischen Philosophie bin ein großer Anhänger dieses Filmes. Den Gaspar Noé hat es geschafft dieses Gedankengut auf wunderbare Art und Weise umzusetzten.

Man entwickelt mit der Zeit sogar zu einem Frauen-, Schwulen- und Menschenfeindlichen Metzger, der von Philippe Nahon wirklich toll gespielt wird, richtige Sympatien und das schaffen nicht viele. Der ganze Film ist in seiner Machart und auch von seiner "Gewalt" perfekt umgesetzt und wirkt durch und durch glaubwürdig. Auch das Ende wurde toll umgesetzt und durch den Anfang von "Irreversible" wunderbar ergänzt.

Wer diesen Film verpasst ist selbst Schuld!

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Canalterrorist

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Bewertung5.0Geht so

Von der Handlung sicher spektakulär aber die Erzählweise des Filmssagt mir weniger zu. Um ehrlich zu sein garnicht.
Auf jeden Fall kommt aber eine sehr bedrückene, angespannte Atmosphäre auf.

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Roldur

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Bewertung7.0Sehenswert

Menschenfeind, ein französischer Film aus dem Jahre 1998 vom Gaspar Noé, erzählt die Geschichte eines stinknormalen Typen der entscheidet seine ganz eigene Revolution durchzuziehen. Der Mann, von dem bewusst der name den agnzen Film über nicht genannt wird, war vor seinem Absturz von Beruf Schlachter, deshalb werde ich ihn ab jetzt so nennen ;). Der Schlachter ist ein Widerling, ein mensch der ganz üblen Sorte. Seine Gedankengänge, seine Ansichten sind abstossend und er verkörpert so ziemlich jeden ekelhaften oder unglaublich verachtenswerten Gedanken der von vielen Menschen auf der Welt geführt wird. Nach aussen wirkt dieser Kerl vollkommen Normal, wäre da nicht diese stille Wut. Dieser Mann hat alles verloren und argumentiert nun auf einer verachtenswerten Ebene für seine weltfremden Ansichten. Wir erleben jeden Gedankengang des Schlachters entweder als Off-Kommentar oder als (häufig mehr als abstossendes) Bild. Das erschreckende an sich ist aber dass der Hauptcharakter dem Zuschauer trotzdem nah kommt. Man ertappt sich selebr dabei wie man auf den blutigen Ausbruch des Schlachters hofft und schämt sich schon fast für diesen Gedankengang. "Menschenfeind" erinnert an vielen stellen an den ohne Zweifel genialeren "Taxi Driver", nur ist der erstgenannte der Rohdiamant, die stumpfe und unsympathische Variante die beim richtigen Publikum wie ein schalg in die Fresse wirkt. Der Film ist ekelhaft, geizt mit nichts. Weder mit Close-Ups aus einem Pornokino noch mit Mordfantasien des Hauptcharakters. Es wird einfach die Geschichte abgebildet und man erlebt diese an Seite des Schlachters und bekommt dessen Sichtweise aufgezwungen. Kritik gibt es daran im Film keine. Weder an seinem Handeln, noch an sonst irgendetwas. Was der Zuschauer daraus macht ist deren Sache. Definitiv super geschauspielert und sher interessant. Nur teilweise zu langatmig und Haneke-Style Zuschauerfolter :D. Sehenswert auf jeden Fall.

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rudeboy69

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Bewertung10.0Herausragend

ich bin der Meinung, nachdem man diesen Film gesehen hat, kommt wohl keiner drumrum sich Gedanken zu machen, inwiefern einige Zitate doch die eigene Meinung wiederspiegeln. Natürlich ist der Film ziemlich extrem, aber zeigt ziemlich gut die Abgründe der menschlichen Psyche.

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Dorpmaniac

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Bewertung2.5Ärgerlich

Alter!

Sorry... Aber:

Alter!

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kolja10000

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Bewertung5.0Geht so

KRANKER FILM

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seniorem

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Bewertung5.0Geht so

Weiß nicht ob ich Ihn gut finden soll oder hassen, auf jedenfall habe ich selten so eine böse Stimmung in einem Film gespürt, wirklich Krank

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Cersey

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Bewertung1.0Ärgerlich

89 Minuten, in denen ich nicht wusste, ob ich einschlafen, den Kopf schütteln, heulen, oder kotzen gehen sollte.
Ich verstehe die Leute nicht, die hier 10 Punkte setzen, aber gut, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Gott sei Dank.
Definitiv kein Film, bei dem ich auch nur einen Gedanken daran verschwende, ihn noch einmal zu sehen.
Wenn die Macher es sich zum Ziel gesetzt haben, dass der Zuschauer sich nach dem Film beschissen und leer fühlt.
Gratulation. Ich habe in der Nacht beschissen geschlafen.
Nie wieder.

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Marius11

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hast du enter the void gesehen? :D


Arventus

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Bewertung1.0Ärgerlich

Um es gleich vorweg zu sagen,dieser Film ist Geschmackssache und deswegen will ich hier auch niemanden angreifen,der den Film toll findet,bloß mein Geschmack hat er überhaupt nicht getroffen.
Wenn ich "Menschenfeind" mit 2 Worten beschreiben müsste dann wären es "negativ" und "pessimistisch" und ich konnte mich einfach überhaupt nicht mit den Gedanken des Hauptcharackters anfreunden,wodurch irgendwie dann auch der ganze Film für mich uninteressant wurde.

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Roldur

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Wenn man sich mit den Gedanken des Hauptcharakters anfreunden würde wäre das denke ich auch nicht normal. Muss der Film den uschauer jedoch auf die Botschaft mit der Nase stoßen die er hat?


steff0rn

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Bewertung10.0Herausragend

Innerer Monolog, ein Pornokino. Na klasse, denkt man sich!
Der Typ redet von Hass auf die Gesellschaft, denkt an Tod und Gewalt! Das Gesicht gezeichnet mit Wut, einer Wut, die es nicht zu beschreiben gilt, eine Wut, die sich auf alles richtet, alles treffen soll und alles vernichten soll.
Ein sozial verarmter, durch das Leben (wobei ich hier keine Schuldfrage diskutiere) gezeichneter, letztendlich total kaputter Mann. Ehemaliger Metzger. Dick, unsympathisch, sauer.
Man weiß sofort, dieser Film wird nicht schön! Die ekelerregenden Gedanken des Metzgers hageln auf das Publikum ein, werden von den meisten sofort abgewiesen, zwingen Sie jedoch durch die rohe und ehrliche Erzähl- und Schauspielweise mitzuempfinden.
Der Zuschauer wird gezwungen, den Hass nachzuempfinden. Ekel macht sich unter dem Publikum breit. Ekel über diese Gedanken, die auf einmal gar nicht mehr so unmöglich, so unverständlich erscheinen.
Das ist es, was Menschenfeind so großartig macht. Wobei man großartig nicht im Sinne der Verherrlichung verstehen darf! Großartig im Sinne, dass es etwas mit dem Zuschauer macht, sei es nun positiv oder nicht.
Nicht umsonst herrscht eine derartige Kontroverse um dem Film! Gewaltverherrlichung darf diesem Film nicht vorgeworfen werden! Hier ist die Gewalt etwas grauenhaftes und so wird sie auch dargestellt. Sie löst Übelkeit aus, obwohl sie doch harmloser ist, als das meiste, was man in den Kinos heute serviert bekommt.
Der schmale Grad zwischen Verständnislosigkeit und Empathie wird hier fast zu oft überschritten.
Die Gedanken des Metzgers möchte niemand haben und doch sind sie irgendwo existent.

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Murphante

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein sehr gut inszenierter Film ... Klasse dieser Hauptdarsteller ...
Ich konnte mich gut in seine Situation hineinversetzen ...
sein Denken, sein Handeln, sein Tun ... warum alles das und dieser
ausweglose Schritt in eine ganz herabkommende Welt ...
Das Ende schockt mich immer wieder wenn ich es sehe ...
und stellt sich immer wieder neue Fragen auf ...

Ein Film den nicht jederman schauen will oder muss ...
aber wer sich gerne mit solchen skandalösen Streifen auseinander setzen möchte dem wird hier schon einiges geboten ...

Dieser Streifen hat aufjedenfall einen bitteren Nachgeschmack ...
deswegen empfehle ich ihn nicht für all diejenigen ...

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Mr. White

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der erste Spielfilm von Gaspar Noé haut dem Zuschauer so brutal in die Fresse, dass dieser erst nach dem Film wieder klare Gedanken fassen kann. Der Protagonist ist ein Arschloch, ein skrupelloser Mensch, wenn man ihn überhaupt so nennen darf. Er schreckt vor nichts zurück. Doch halt! Das stimmt eben so nicht. Man übersieht in diesem Film viel, weswegen ein zweites gucken manchmal notwendig ist.

Denn der Metzger ist im Grunde genommen gar nicht so böse, wie er auf den ersten Blick scheint. So möchte er in der Wut "die Dicke" töten, doch fasst kurz nach der eskalierten Situation wieder klarere Gedanken. Das Problem bei seiner Person ist jedoch, dass er in der Scheiße steckt. Und das mehr als tief. Dennoch sucht er nach seinem Glück im Leben und während bei ihm alle schief läuft und er sich weiter in die Scheiße reitet, schießt, denkt, vernebelt ihm der Hass seine Sicht.

Neben all diesen wunderbar erschreckenden Dingen und Szenen gibt es noch einen Punkt warum der Film sich als mein Lieblingsfilm profiliert hat und die volle Punktzahl verdient hat. Und das ist die Intensität, die dieser Film jedes Mal mit sich bringt. Jedes weitere Mal muss ich wegen diesem Film staunen, geschockt seinen Worten folgen und durch die erschreckende Gewalt schwer schlucken. Und das schafft ein Film nur selten!

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Begbie

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Bewertung9.0Herausragend

Selten bekommt man einen sympatischeren Optimisten serviert wie bei diesem Film ;) Ja, BOOOMMMM, mitten in die Magengegend...

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BustaBuzz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mahon war die Idealbesetzung für den Schlachter, sehr authentisch. Was mir auffällt: Noe scheint es ja gerade auf Schwangere abzusehen .... Ein nihilistisch - brutales Meisterwerk!

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veseria

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Welch ein verbrechen von Trailer.
Grandios schlecht geschnitten, extrem überzogene Musik, extrem Spoilerhaft und ein an grenzenlosigkeit ekelhaftes "BOOOOMMM" aus dum Mund von Nahon!
Gott ich will diesen Film glaub ich gar nicht sehen!

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Mr. White

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*Fanmade natürlich ;)


veseria

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Dann bin ich ja wenigstens ein wenig beruhigt^^ Dann sollte das MP-Team den vielleicht löschen. Bei dem Spoiler^^


Brascon

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Bewertung9.5Herausragend

Das erstaunliche immer wieder an Gasper Noé ist, dass er
1. Weiß, wie mit der Kamera und dem Schnitt umzugehen ist
2. weiß, wie die Dinge um den eigentlich einsamen Menschen stehen
3. weiß, wie er es schafft mit seinen Filmen, die Emotionalität der Menschen ins schwarze zu treffen. Er hat eine Vorliebe dafür, die Realität der Brutalität auf die Leinwand zu bringen.
Menschenfeind ist im Vergleich zu "Irreversibel" sehr ruhig gehalten, jedoch geht er diesmal vielmehr auf die gesellschaftskritischen kontroversen ein.
Das nenne ich ein gutes Stück Filmkunst!

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