Monsterland
Monsterland (2008), DE Laufzeit 80 Minuten, Dokumentarfilm
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5 Kommentare
Keine
von Jörg Buttgereit, mit Gregory Nicotero und Rick Baker
In Los Angeles trifft Monsterexperte Jörg Buttgereit Hollywoods berühmtesten Maskenbildner Rick Baker, dessen Arbeit unter anderem in der “King Kong”-Verfilmung von 1976 zu bewundern ist. Baker hat auch für einen der bekanntesten Horrorfilmregisseure gearbeitet, für John Carpenter. In dessen Filmen lauert das Böse im Verborgenen und im Menschen selbst. In “Halloween” hat er mit dem stummen maskierten Killer Michael Myers den Prototyp des Monsters in Menschengestalt geschaffen. In New York sucht Jörg Buttgereit den exzentrischen Maler Joe Coleman in seinem vollgestopften Atelier auf. Coleman verewigt in seinen an Hieronymus Bosch erinnernden Gemälden Serienmörder, Freaks und Mutationen. Die monströsen femininen Schöpfungen aus den amerikanischen Blockbustern “Alien” und “Species” stammen vom Schweizer Künstler H. R. Giger. Mit seinen weiblichen Alptraumkreaturen hat er das Erscheinungsbild der Monster seit den 80er Jahren maßgeblich beeinflusst. Ob Aliens oder Zombies, Serienmörder oder Urzeitwesen, Spezial-Effekt-Guru Gregory Nicotero hat sie alle auf die Leinwand gezaubert. So wurde er von bedeutenden Regisseuren des Genres engagiert, unter anderem von John Carpenter und Quentin Tarantino. Er ist einer der letzten Spezialisten für “handgemachte”, nicht am Computer animierte Monster. Anders als im Illusionskino Hollywoods hat sich der japanische Monsterfilm seine artifizielle Ästhetik bewahrt.
Cast & Crew
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Jörg Buttgereit
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Gregory Nicotero
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Rick Baker
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Regie
Schauspieler
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Jörg Buttgereit
- Genre
- Dokumentarfilm
Drehbuch
Filmdetails Monsterland
Trailer zum Film Monsterland
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Kritiken (1) — Film: Monsterland
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenkann ja schlecht eine Kritik zu meinem eigenen Film verfassen. Damit hier aber überhaupt mal was steht, hier die Kritik aus der SZ von Fritz Göttler:
"Süddeutsche Zeitung" 28.3.2009:
Jörg Buttgereit besucht die Monstermeister des Kinos
Monsterkino ist Mitmachkino, man steckt beim Horror immer stärker drin als in den anderen Genres. Und vielleicht muss man sich wirklich mal in einen dieser Latex-Godzilla-Anzüge zwängen und dann mit ungelenken, irgendwie aber auch graziösen Bewegungen durch die Räume wackeln, von Luftmangel und Schweißausbrüchen gepeinigt und von der Panik, auf die Leute draußen eher lächerlich zu wirken als schrecklich - vielleicht würde einem eine solche Prozedur nachdrücklicher klar machen, worum es eigentlich geht in all diesen grauenvollen, blutigen, zerstörerischen, menschenverachtenden Filmen, deren Macher und Liebhaber dennoch ganz normal und heiter und menschenfreundlich wirken.
Vielleicht genügt fürs Erste…
/p>Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (4) — Film: Monsterland
Kommentar schreibenThe-Orange-Guy 2010/04/06 16:18:49
Kommentar löschenDurchgehend interresant und wirklich sehr gut gemacht. Am meisten hat mir gefallen dass nicht nur mit Daten und Namen um sich geworfen wurde sondern Fragen wie, "Wie wollen Monsterfilme das Publikum erreichen?" oder "Was sehen wir in Filmmonstern?", Thematisiert wurden. Nur zu empfehlen!
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Photoeye 2009/09/20 18:44:16
Kommentar löschenJörg Buttgereits ARTE-Dokumentation "Monsterland" untersucht das Wesen des Monsters und entführt uns zu einer filmischen Reise rund um die Welt, an Schauplätze von Horrorfilmen und Schaffensorte von Künstlern, die sich dem Genre verschrieben haben. Dabei kann Buttgereit seine eigenen cinematographischen Wurzeln nicht verleugnen: begleitet von einem unglücksschwangeren Soundtrack, werden wir mit Bildern der spezifischen Orte konfrontiert, die von ihrer Atmosphärik weit entfernt von gängigen Dokumentareinstellungen sind und einem Spielfilm alle Ehre machen würden. Sehr persönlich sind die Heimbesuche bei den verschiedenen Größen der Film- und Kunstwelt, manche von ihnen muten selbst an als wären es Filmfiguren, so auch der englische Filmkritiker Kim Newman, dessen Aufmachung an die viktorianische Literatur erinnert, mit der er sich in seiner Arbeit beschäftigt. Nicht von ungefähr denkt man, ist seine liebste fiktive Gestalt Dracula.
Viele der "alten Meister", u.a. auch John Carpenter und Special Effects-Guru Greg Nicotero zweifeln an der Entwicklung des Monsters im Laufe der modernen Filmgeschichte. Es ging früher um das Psychologische, um Außenseitertum, eine gewisse Faszination ging vom Monster aus, das erst durch äußere Einflüsse zur Schreckgestalt wird und dem Bösen anheim fällt. Das New Yorker Enfant terrible Joe Coleman, Maler und Performance-Artist, dessen Hauptmotiv seiner detailverliebten Bilder das Leben von Serienkillern ist, spricht davon, wie wichtig es ist, mit sogenannten Mostern mitfühlen zu können. Lange Zeit hat er sich mit der tragischen Lebensgeschichte des Serienmörders Ed Gein befasst, der Vorbild für düstere Filmgestalten wie Leaterface oder Hannibal Lector wurde. Es ist erschreckend, wie nah das Monströse in der Alltagswelt ist.
Buttgereit geht tiefer als das sonst üblich ist. Alien-Schöpfer H.R. Giger hat er auf dessen Schloß in den Schweizer Bergen besucht, hinter knarrenden Türen warten die ästhetischen Monster aus Jahrzehnten kreativer Arbeit. Giger hat sich sein eigenes Museum der Abgründigkeit geschaffen und es verblüfft, als er erzählt, dass alles nur kam, weil seine Eltern ihn alleine in der Dunkelheit ließen, wenn sie ins Kino gingen. Ein Nachtlicht gab es nicht, das hatten sie verboten.
Interessant auch die Unterschiede zwischen Asien und der westlichen Filmwelt. Kultregisseur Shin'ya Tsukamoto spricht in einer trostlosen regennassen Industriekulisse in Tokio über sein psychologisches Meisterwerk "Tetsuo - The Iron Man" und kommt zu dem Schluß, dass westliche Monster körperlicher und ein Abbild des Menschen sind und japanische hingegen spirituell-geistig. Was soll uns das sagen?
Seit 9.11 hat die Angst ihr Gesicht gewechselt. Diese Veränderung steht am Ende von Jörg Buttgereits Dokumentation und regt zum Nachdenken an. Was bleibt, ist der verblichene Glanz vergangener Kino-Tage. Zu Beginn und Ende von "Monsterland" sehen wir das historische "Rialto-Kino" in Los Angeles, ein herzerreißender Anblick, einsam und verloren an einer Durchzugsstraße. Ein Kunstgriff, dass wir viele der gezeigten Filmsszenen aus Klassikern des Genres als Zwischenschnitte auf der prunkvollen Leinwand dieses Kinos gesehen haben. Der klassische Horrorfilm ist nicht umzubringen und das ist trotz aller berechtigten Kritik, das beruhigende Fazit von "Monsterland".
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Abronsius 2009/08/26 17:45:08
Kommentar löschen"Monster...Mumien...Mutationen"-hieß es vor langer,sehr langer Zeit im NDR. Die Spielfilme, die dort zu sehen waren,hinterließen bei mir einen starken Eindruck.Fenster und Schranktüren mussten nachts geschlossen werden. Das Licht wurde erst spät nach Mitternacht gelöscht, entweder vom Monster oder von meiner Mutter-ich schlief.
Meine Faszination am Schrecklichen, die Lust an der Angst und die Lust an zerstörerischen Szenarien, verdanke ich wahrscheinlich dieser Reihe.
Jörg Buttgereit blickt hinter die Kulissen und redet mit den Kreativen des Genres, das mir damals Alpträume bereitet hat.
Seine Reise ins verkehrte Märchenland ist informativ und fördert auf unterhaltsame Weise das interkulturelle Verständnis. Godzilla als Metapher für die Atombombe –Where is my Mind?
„Ich habe ein gutes Herz, aber ich bin ein Ungeheuer."
Die Schöne und das Biest
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J. Buttgereit 2009/08/31 11:18:36
Antwort löschenUm ganz genau zu sein: Die NDR Spielfilmreihe hieß "Das Gruselkabinett" und wurde immer mit einem schönen Legetrick-Vorspann eingeführt, in dem eine schaurige Männerstimme "Muuumien... Monnnstren... Mutatiooonen" flüsterte.
Abronsius 2009/08/31 19:41:59
Antwort löschenKorrekt.Das ist "Die Rache des Ungeheuers"-hat mein Erinnerungsvermögen durcheinander gebracht.
Dr Herbert West 2009/08/26 10:15:04
Kommentar löschenSchöner Einblick in die Welt der Monster. Für alle die damals gerne mit Actionfiguren gespielt haben und sich dem Fantastischen niemals abwenden können gehört diese Doku aufn Flimmerkasten oder Flimmerbrett, is ja allet flacher geworden.
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Abronsius 2009/08/26 18:06:17
Antwort löschenSeid wann sind Barbie, Pferd Glimmer und Ken(der ohne Genital) Actionfiguren?
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J. Buttgereit 2009/08/31 11:21:03
Antwort löschenAber Big-Jim (Mattel), Hard Rock und John Steel (Schildkröt) waren Action-Figuten.
Abronsius 2009/09/04 11:33:48
Antwort löschenHatte leider nur den blutrünstigen Kobold Pittiplatsch, Witch Schnatterinchen und diverse Cowboys und Indianer. Jede Figur hatte die Fähigkeit absolut stillstehen zu können.