Nuclear Nation
Nuclear Nation (2012), Laufzeit 145 Minuten, Dokumentarfilm
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Am 11. März 2011 zerstörte der Tsunami die Kleinstadt Futaba in der japanischen Provinz Fukushima. Am Tag darauf traf nuklearer Fallout von dem drei Kilometer entfernten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi die Überreste des Ortes. 1.400 Einwohner von Futaba werden in einer leerstehenden Schule in einem Vorort von Tokio untergebracht. Der Bürgermeister verzweifelt am Krisenmanagement.
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Kommentare
Kommentar schreibenStefan Ishii 2012/02/23 17:58:06
Kommentar löschenDer japanische Regisseur Funahashi Atsushi lieferte mit "Yanaka boshoku - Deep in the Valley" im Jahre 2009 einen grandiosen Mix aus Dokumentar- und Essayfilm ab, der mich absolut begeistern konnte. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache, war ich von "Nuclear Nation" etwas enttäuscht.
"Nuclear Nation" ist eben nicht mehr als ein (durchaus guter) Dokumentarfilm. Allerdings verliert sich Funahashi in den verschiedenen Themen. Da die Kernthematik nunmal die Atomkrise und deren Folgen auf die Region um Fukushima sowie deren Bewohner ist, erscheinen aus meiner Sicht einige Teile des Filmes als etwas unzusammenhängend. Möglicherweise hätte man sich ausschließlich auf die Probleme und Nöte der Vertriebenen, die als Folge der hohen Radioaktivität nicht mehr in ihre Heimatstadt zurückkehren dürfen, sowie des Bürgermeister der jetzigen Geisterstadt Futaba, der unter der Erkenntnis leidet im Laufe seiner Amtstätigkeit Fehler gemacht zu haben, konzentrieren sollen. Denn diese Teile waren absolut berührend und emotional mitreißend.
Von den drei Filmen, die sich im Rahmen der Berlinale 2012 mit dem Thema Fukushima beschäftigten, war "Nuclear Nation" allerdings der sicherlich beste. "No Man's Zone" (6,0 Punkte) und ganz besonders "friends after 3.11" (5,0 Punkte) emfand ich als weitaus schwächer.
Mein Fazit: "Nuclear Nation" ist in erster Linie ein berührender Blick auf menschliche Schicksale, sowie die Probleme der japanischen Gesellschaft mit den Folgen einer Katastrophe solchen Ausmaßes umzugehen. Denn für eine langfristige Lösung aller Problematiken existieren scheinbar tatsächlich weder Ideen noch in manchen Kreisen die nötige Bereitschaft.
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reisinho 2012/02/13 10:35:13
Kommentar löschenInteressante Doku über eine japanische Dorfgemeinschaft die durch Tsunamiwelle und Atomgau alles verloren hat. Der Film liefert wesentlich mehr Einblick in die Lebensumstände und Gefühlswelten der Menschen als jeder normale Weltspiegel- oder Auslandsjournalbeitrag, er ist leider jedoch auch handwerklich wesentlich schlechter gemacht. Wer sich für das Thema interessiert und wen das nicht stört, sollte den Film unbedingt trotzdem sehen.
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