Paulette

Paulette (2012), FR Laufzeit 87 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 18.07.2013


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7.2
Kritiker
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7.0
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85 Kommentare
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von Jérôme Enrico, mit Bernadette Lafont und Carmen Maura

Die knurrige Drogen-Oma Paulette alias Bernadette Lafont möchte in der gleichnamigen Komödie von Jérôme Enrico ihre Rente mit zwielichtigen Geschäften aufbessern.

Die, in die Jahre gekommene Paulette (Bernadette Lafont), macht in ihrer Wohnsiedlung nicht gerade durch großmütterliche Fürsorge von sich reden. Eher ihr harsches Mundwerk, und ihre rassistischen Sprüche sind den Menschen in ihrem Umfeld bekannt. Seit dem Tod ihres Ehemannes ist diese nämlich kaum noch zu Scherzen aufgelegt. Und auch die niedrige Rente, von der die alte Dame zu zehren hat, ist wenig förderlich für ihre Laune. Gar nicht so übel ist es da, dass Paulette in einer Nachbarschaft wohnt, die als Mekka des Drogenhandels verschrien zu sein scheint. Und auch gar nicht so übel, dass Oma-Paulette tough genug ist, um sich in diesem Umfeld behaupten zu können. Da kommt die geraume Menge Haschisch, die ihr nach einer Polizeiaktion überraschend in die Hände fällt gar nicht so ungelegen, und so entschließt sie sich, in das knallharte Geschäft mit einzusteigen. Dieses Brot erweist sich allerdings als hart verdient, und selbst Paulette weiß bald nicht mehr, ob sie etwas vom Kuchen des Erfolgs abhaben möchte. Wer allerdings wenig später wortwörtlich etwas vom Drogenkuchen abbekommt sind Paulettes Freundinnen…

Hintergrund & Infos zu Paulette
Bernadette Lafont übernahm in der französischen Sozialkomödie Paulette die Rolle der schroffen titelgebenden Heldin. Eine Woche nachdem der Film von Jérôme Enrico in die deutschen Kinos kam, verstarb jedoch die 1938 in Nîmes geborene Hauptdarstellerin im Alter von 74 Jahren. (BG)

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Kommentare (75) — Film: Paulette


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inceptionfan

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Bewertung4.5Uninteressant

"Paulette" war für mich leider irgendwie eine ziemliche Enttäuschung! Die Schauspieler sind solide (wenn auch nicht überragend) und die Story hat viel Potential, aber der Film funktioniert in meinen Augen weder als Komödie noch als Drama so wirklich. Anfangs ist der Film noch ganz vielversprechend und man kann ein paar Mal über den bösartigen Humor schmunzeln, aber im weiteren Verlauf habe ich nur ein einziges Mal lachen können und ansonsten fande ich ihn eher ziemlich langatmig. Gegen Ende hin plätschert er auch nur noch so vor sich hin und die Entwicklung der Hauptfiguren fande ich extrem konstruiert und unglaubwürdig.
Fazit: "Paulette" konnte mich trotz der teils ordentlichen Inszenierung nicht wirklich begeistern und war danach für mich schnell wieder vergessen.

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uncut123

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Bewertung6.0Ganz gut

die oma mit ihren sprüchen fetzt schon...nicht der brüller streifen (mal sehen ob ein us remake kommt) aber kann man ruhig mal anmachen

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Drehmumdiebolzen

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Bewertung5.5Geht so

Das Blue Meth hängt Ihnen zum Hals raus, macht Sie langsam kaputt oder ist Ihnen viel zu bitter tschechienesk, zu staubtrocken "albuquerqueisch"?

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Hornblower

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Du rauchst Space-Cookies??? :O
;)


FrEAk0

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Ha! ich weiss nicht ob da das Brennverhalten "optimal" wäre :D :D


EvertonHirsch

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Bewertung6.0Ganz gut

Also ich weiß nicht, so richtig warm geworden bin ich mit der Figur der Paulette nie. Hier und da konnte ich zwar etwas lachen, aber das reicht einfach nicht. Die Wandlungen der Paulette kommen einfach viel zu schnell und unrealistisch daher, aber leider dann auch nicht so übertrieben, dass es schon wieder auf eine besondere Art speziell und lustig ist. Entweder hätte man sich etwas mehr Zeit nehmen müssen für die Hauptfigur oder man hätte das ganze noch etwas überspitzter darstellen müssen. Aber so schwimmt der mit Vorschusslorbeeren überhäufte “Paulette“ irgendwo in der Mitte der Unzufriedenheit.

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Splashy

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Bewertung4.5Uninteressant

Erstsichtung 14.07.2014

Typischer Klischeefilm à la "Grasgeflüster".
Der Film bleibt allerdings weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und sorgt kaum für echte Lacher...

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bexxx

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Bewertung7.5Sehenswert

Fast-Paced-Frankreich-Komödie irgendwo zwischen Gangstergroteske und Sozialparabel. Paulette macht in erster Linie Spass und lässt jegliche Tiefe aufgrund des Tempos einfach weg.

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Wilson_Blunt

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Bewertung5.0Geht so

Viel Potenzial und doch etwas zu plump. Streckenweise hastet die Story voran, wodurch die Charakterzeichnung albern wirkt und an Tiefe verliert. Nun, es bleibt eine Komödie, wohl war, dennoch wäre mehr drin gewesen. Trotzdem: kurzweilig, witzig, unorthodox.

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razzo

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Bewertung4.0Uninteressant

Liberté, égalité, fraternité < Cliché

Oh Paulette, was mach ich denn nur mit dir? Gut, ein par mal hat mich der alte Drachen schon zum lachen gebracht, aber das waren auch mehr die Stellen wo nur crazy razzo lacht. Ansonsten waren die Pointen oft nur ein eine Ansammlung an bekannten Multi-Kulti-Klischees und überzogenen Albernheiten. Intelligenter Humor geht anderes. Ja, aber da ist ja noch der sozialkritische Hintergrund, der einen über die Stereotypen nicht nur lachen lässt, sondern sie auch in Frage stellt?! Alles Käse. Diese eingestreuten ernsten Momente, die sowas wie Moral und Botschaft vermitteln sollen, wirken mehr wie ein kommerzieller Schalldämpfer um Paulettes poetische Zunge massentauglicher zu machen. So kann man doch gleich etwas befreiter über Neger und Kanaken lachen, denn die Gute macht auf die alten Tage ja noch ne wundersame Wandlung durch. Von Eva Braun zur herzensguten Omi in gefühlt drei Schnitten.

Und was lernen wir daraus liebe Kinder? Auch Rassisten haben ein Herz. Also holt die ganzen Kanaken und Neger an den Kaffetisch und lasst euch den Haschkuchen schmecken. Bon appétit.

Fazit: Der Film hat zwar seine witzigen Momente (wenn auch wenige) aber eine ehrliche Handlung und interessante Figuren hat er nicht.

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ready2fall

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Correctement.


Andy Dufresne

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Bewertung5.0Geht so

Als ob Gran-Torino-Eastwood eine Cousine in den Banlieues hätte.

Leider kaum glaubhaft inszeniert.
Fängt zynisch an, endet schmalzig.
Und unglaubwürdig.

Bernadette Lafont spielt ihre Rolle sehr stark, sehr glaubwürdig auch, gerade in der ersten Stunde.
Dann aber, gerade wo es "Gran Torino" gelingt sukzessive eine glaubhafte Katharsis seines alten Wutbürgers zu durchlaufen, fehlt der massiven Veränderung des Charakters der Paulette nach hinten raus jeglich wirklich nachvollziehbare, "Warumistdasjetztso-Unterfütterung", jegliche Glaubwürdigkeit eben.

Schade.
"Paulette" beginnt durchaus erfreulich schrillig-schrullig, hat sogar etwas von echter Sozialkritik, scheitert dann aber an einem undiffernzierten Drehbuch, zielloser Regie und einer finalen Moralkeule mit viel (zu viel) Zuckerguss.

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razzo

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Andy hat natürlich wie immer Recht...bei dem Film passt so einiges nicht. Gran Torino kam mir da aber nicht in den Sinn, hatte mehr das Gefühl Scarface und die Golden Girls gleichzeitig zu sehen ;)


Andy Dufresne

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Mindestens ebenso stimmiger Vergleich :)


flobuc

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Bewertung4.5Uninteressant

Harmlose, politisch-korrekte Unterhaltung auf Fernsehfilm-Niveau. Was soll auch sonst um 20.15 in der ARD laufen?

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erik-weber

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achtung klugscheißen:...der Film lief 20:30 Uhr :D


filmschauer

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Ne, sogar erst 20:45 Uhr... ;)


Polyphem

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Bewertung5.5Geht so

Walter White backt hier sozusagen ganz kleine Space-Kekse in seiner Rente, ganz ohne Crstyal Meth und irgendwelchen Tiefgang der Figuren oder Storys. Die Grausamkeit, dass Menschen in Altersarmut verkommen oder die Brutalitäten des Drogenverkaufs, werden hier in Zuckerwatte, Gebäck und Klamauck gepackt.

Mit etwas Haschisch die Rente aufbessern und dabei eine großartige Zeit haben, weil weder Gangster noch Polizei realistisch agieren, sondern lieber Karaoke singen und Blumensträuße verschenken: Das ist Paulette.

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MovieGoofy

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Bewertung5.0Geht so

So gerade auf ARD gesehen und ich musste sofort an Grasgeflüster denken. Mit dem kleinen Unterschied das die Charaktere bei Grasgeflüster nicht so überzeichnet waren. Bis zur Hälfte habe ich noch gedacht ich schaue einen deutschen Film bis ich dann gelesen habe das die Franzosen diesen Schund produziert haben. Naja ich musste ein paar mal schmunzeln, aber mehr auch nicht.

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85567

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Bewertung1.0Ärgerlich

man muß immer die kritischen Kommentare lesen, sonst kann man von einem schlechten Film kalt erwischt werden. Der sicherheitshalber angeschaute Trailer bewahrt dann vor dem schlimmsten ( der Trailer ist ja erfreulich kurz).
Nach Chabrol begannen halt auch die Franzosen auf die seit den 70ern übliche USamerikanische Art zu drehen - hektisch, dümmlich/klischeehafte Figuren usw.
Ein Film, der inhaltlich gut gemeint ist (daher überhaupt einen Punkt) und besser als die meisten Schundfilme auf den unseligen Privatsendern (RTL und Co.)
Solcherlei Krimikomödien oder Komödien überhaupt beherrschen leider fast nur noch Holländer und ausgerechnet die Deutschsprachigen, also Austria, Schweiz und BRD.
Leider kommt aus Italien und Griechenland auch oft nur Klamauk.
Meine Partnerin und meine Wenigkeit finden sowas wie Paulette, wo nur noch die eingeblendeten Lacher fehlen, sehr schlicht und peinlich-

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TV Einheit

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein sympathischer, amüsanter Film über eine garstige, rechts-orientierte Oma, die durch unglückliche Umstände zum Dealen gezwungen wird. Durch den Verkauf von Drogen tritt sie in Kontakt mit Menschen anderer Herkunft und baut peu à peu ihre Vorurteile und Fremdenhass ab. Skurril, leicht, französisch und absolut sehenswert!

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sacheria

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Zynisch, chronisch schlecht gelaunt, politisch unkorrekt handelt, gewieft und pragmatisch, ehrlich und einfach zum knuddeln-wer wünscht sich nicht so eine Oma :)

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beast667

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Bewertung6.5Ganz gut

So großartig die Idee ist, die Umsetzung lässt an manchen Stellen doch etwas zu wünschen übrig. Die erste Hälfte gefällt mir persönlich sehr gut. Die schrullige rassistische alte Dame, bei der das Geld hinten und vorne nicht ausreicht, die in Ihrer Trauer um Ihren Mann und durch den Verlust des eigenen Lokals gebeutelte Frau wird köstlich von Bernadette Lafont dargestellt. Um Ihre Rente ein wenig aufzubessern kommt Ihr per Zufall die Idee ins Cannabis Geschäft einzusteigen. Die Durchführung Ihres Planes stellt sich aber ein wenig komplizierter dar als erwartet. Das Ganze wird mit viel Gefühl und einer Prise schwarzem Humor dargestellt. Leider verliert sich der Film in der 2. Hälfte ein wenig und die Wandlung von der schrulligen alten Frau zur liebenswerten Oma nehme ich der Figur einfach nicht ab. Ein netter Beitrag zum Thema Cannabis, Hanf, Marihuana, Komödien Thema. Mehr aber auch nicht.

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Sakura21

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Bewertung9.0Herausragend

Allein für die Idee würde ich zehn Punkte vergeben, doch die Umsetzung hätte besser sein können. Manches kommt zu klischeehaft rüber, doch es gibt auch viele witzige Momente und deswegen ist Paulette für mich ein cooler Film

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Marzellus

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Bewertung7.0Sehenswert

Gelungene Komödie, deren Dreh- und Angelpunkt eine biestige Seniorin ist, die sich angesichts finanzieller Probleme zur erfolgreichen Marihuana-Dealerin aufschwingt. Die Darsteller, allen voran die kurz nach dem Kinostart verstorbene Bernadette Lafont, wissen durchweg zu überzeugen und dank der relativ kurzen Laufzeit und einer ganzen Reihe politisch nicht unbedingt korrekter Sprüchlein kommt vom eher melancholisch stimmenden Start bis zum unvermeidlichen Happy-End auch keine Langeweile auf.

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Alex.de.Large

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Bewertung5.5Geht so

"Breaking Bad goes Geriatrie"

Paulette hatte einst ein erfülltes und glückliches Leben.
Sie besaß mit ihrem Mann ein Bistro mit angeschlossener Patissierie, sah wunderschön aus und war glücklich.
Als die Beiden Ihr Bistro an "Schlitzaugen" verlieren, dauert es nicht lange bis Paulette auch ihren geliebten Gatten an Gevatter Alkohol verliert.
Diese Schicksalsschläge habe Sie zu einer schäbigen Schabracke werden lassen.
Nun fristet Sie Ihr Leben in einem Pariser Vorort, verbittert und verarmt, umgeben von Menschen, die sie offen verachtet.
Schwarze, Algerier, Marokkaner und weiteres "Pack".
Zu allem Unglück ist Ihr Schwiegersohn auch noch "Einer von denen", und das Enkelkind somit für Sie auch nur das gerade noch so geduldete aber zurückgewiesene "Negerlein".
Das Leben hat Sie, Ihrer Meinung nach, total verarscht.
Als dann auch noch Ihre Wohnungseinrichtung gepfändet wird, Ihr sozusagen, das letzte bißchen Ihrer Identität genommen wird, spielt Ihr das Schicksal plötzlich ein "unmoralisches Angebot" in die Hände.
Durch Zufall gelangt Sie in den Besitz von 1 Kg Haschisch.
Und damit beginnt die Geschichte eigentlich erst so richtig.
Mit der richtigen Marketing-Strategie, gelingt es Madame in kürzester Zeit, den Markt zu kontrollieren.
Die erste Stunde ist so sympatisch unsympathisch, dafür hätte ich den Film sowas von gerne gern gehabt.
Und dann wird die letzte halbe Stunde so unsympathisch, unsympathisch ;(
Als hätte ein anderer Regisseur, den kompletten Film in ein anderes Genre verfrachtet.
Dabei wüßte ich das Genre noch nicht mal zu benennen. Jedes Klischee, das in der ersten Stunde noch "liebevoll" persifliert wurde, wird in der letzten halben Stunde gnadenlos ausgewalzt und auf´s elendste überstrapaziert.
Die interessanten, obwohl teils auch hassenswert angelegten Charaktere verkümmern zu grob geschnitzten Schablonen.
Paulettes Charakter verändert sich grundlegend.
Plötzlich mag Sie Ihren Schwiegersohn, liebt sogar Ihren Enkel, wird gar ein umgänglicher Mensch.
Und weswegen?
Weil Sie wieder Geld hat?
Weil sie einen sehr fragwürdigen neuen Sinn im Leben entdeckt hat?
Sie wird also durch Dope-verkaufen, zu einem besseren Menschen. So-so ...?
Ich meine; sonst habe ich da keine weitere Motivation für Ihren Sinneswandel entdecken können.
Dabei verschenkt der Film aber auch noch so schöne Möglichkeiten.
Wäre z.B. die letzte halbe Stunde ein großes Werben, des liebevoll eingeführten Nachbarn "Monsieur Walter" gewesen, und des sich langsamen Ergebens der Mme. Paulette, das hätte Mir bedeutend besser gefallen, als das, was da zum Schluss rausgehauen wurde.

"Moralkeule mit Zuckerguß"

Obwohl, der wirkliche Schluss, versöhnt dann auch wieder ein bißchen mit der letzten halben Stunde.
Im Endeffekt, erstmal eine ganze Menge Potential genutzt, und dann in Rekordzeit irgendwie genau so viel davon wieder verschenkt ;(
Schade, denn das kostet ordentlich Punkte.
Die erste Stunde würd´ne solide 8,0 abgeben.
Sehr Schade eigentlich.
Denn andersrum funktioniert das besser.
Einen Film, der bescheiden anfängt und dann besser wird, kann ich wohlwollender betrachten.

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dannydiaz

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kennste grassgeflüster - saving grace


Alex.de.Large

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Ja, kenne ich.


jacker

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine fluffige kleine Komödie aus französischen Landen - leicht verdaulich aber mit viel Herz.

Die verbitterte, zynische, rassistische und überhaupt am besten präzise mit dem Wort "Stinkstiefel" beschreibbare Paulette lebt verwitwet in einem Pariser Banlieue und kommt nur schwer über die Runden. Kein Geld da, die ehemalige Konditorei von Asiaten übernommen, der Mann seit 10 Jahren tot und sie trauert ihm immernoch nach - auch der charmante, ebenfalls verwitwete Nachbar von Nebenan vermag daran nichts zu ändern. Als dann die Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen und mit Elan zu pfänden beginnen, wird es richtig unschön.

Doch wie der Zufall so will, fällt ihr ein üppiges Päckchen Hasch in die Hände - eine Ironie des Schicksals: die von ihr so verhassten marokkanischen Kids aus ihrer Hood verhelfen ihr zur entscheidenden Idee, die für sie einen Wendepunkt im Leben markieren wird. Die Alte mit dem Kopftuch und dem Lauch in der Einkaufstüte fängt das ticken an. Mit Erfolg, denn auch wenn die Polizei (unter der Leitung von Paulettes Schwiegersohn) im Viertel verstärkt auf Streife geht, wer würde die Packs denn in den Manteltaschen der Omi vermuten?

Auf den ersten Blick wirkt das beinahe wie ein simpler GRASGEFLÜSTER Abklatsch, auf den zweiten steckt auch noch eine nicht übersehbare Prise GRAN TORINO mit drin, aber das ist egal, denn PAULETTE funktioniert für sich ganz wunderbar, weil der Film einen eigenständigen Ton (besonders auf Seite des derben Humors) findet um seine überdrehte Geschichte zu erzählen.

Schenkt man dem Text der DVD-Hülle Glauben, so war Paulette in heimischen Landen ein unglaublicher Kino-Erfolg - ist demnach also das direkte Pendant zu unseren deutschen "Erfolgskomödien" (welche das traurigerweise sind, ist jedem klar). Sollte das so hinkommen, wünsche ich mir eine "Franzosisierung" des hiesigen Mainstream-Kinos! Denn PAULETTE zieht den Humor nicht bloß aus plumpen Albernheiten wie in Penisse beißende Wiesel und scheut nicht seine Protagonistin in Tabu-Themen wie Rassismus und Misanthropie volle Breitseite und zynisch bis zum Anschlag austeilen zu lassen. Paulette gibt Vollgas, was in der Konsequenz dazu führt, dass man mindestens zwei Drittel des Films nicht ein Fünkchen Sympathie für sie aufbringen kann. Auch das wäre hier undenkbar.

Zwar handelt der Film diverse schwierige Themen recht oberflächlich ab (um nicht zu sagen verherrlicht sie) - real gilt: die armen Menschen und drogendealende Jugend in verarmten Banlieues ist kein Spaß, ein Leben mit Demenz ist für die betroffenen und umliegenden Menschen extrem schwierig und auch Rassismus sollte man natürlich nicht auf die leichte Schulter nehmen - aber Regisseur und (mit-)Author Jêrome Enrico lässt keine Sekunde Zweifel daran hier eine zu Gunsten des Humors entschärfte Version der Realität zu zeigen, die genau so sein muss um im Endeffekt genau die richtigen Aussagen zu treffen.

PAULETTE ruft dazu auf sich umzusehen und schätzen zu lernen was man hat, sich nicht aufzugeben, sondern aus dem Schlamassel heraus zu kämpfen und vor allem niemanden aufgrund dessen was er ist zu verurteilen (da ist er der Walt Kowalski), sondern immer erst hinter die Fassade zu gucken. Und dieser Aufruf kommt an - mal überdreht, mal rabenschwarz, voller seltsamer Figuren, die man irgendwann aber doch ins Herz schließt und vor allem sehr, sehr witzig!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/06/03/paulette-2013]

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