Raus aus Amal

Fucking Åmål (1998), DK/SE Laufzeit 89 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 02.12.1999

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7.4
Kritiker
23 Bewertungen
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7.3
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32 Kommentare
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von Lukas Moodysson, mit Alexandra Dahlström und Rebecca Liljeberg

Die 16-jährige Agnes es nicht gerade leicht: Sie ist anders als die andern und eine Außenseiterin; ihre Mitschülerinnen mobben sie, weil sie lesbisch ist. Schlimmer wird alles noch, als sie sich in die beliebte Elin verliebt.

Agnes (Rebecca Liljeberg) ist frustriert. Zu ihrem 16. Geburtstag hat ihre Mutter eine Party veranstaltet, zu der Agnes’ Freundinnen und Freunde kommen sollen – das Problem ist nur: Agnes hat keine Freunde. Sie ist anders als ihre Mitschülerinnen, die sich nur für Jungs, Partys und Alkohol interessieren. Dass sie sich mehr für andere Mädchen interessiert, macht es auch nicht gerade einfacher. Als sie sich jedoch in Elin (Alexandra Dahlström) verliebt, gerät ihr Leben gehörig durcheinander, denn trotz gutem Aussehen und Beliebtheit sucht auch diese nach etwas anderem als ihre Schulfreundinnen… (JP)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (2) — Film: Raus aus Amal

Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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8.0Ausgezeichnet

Dr. Sommer meets Brokeback Mountain. Auch hier ein Film, dem es mehr darum geht das die eigenen Protagonisten mit der Situation klarkommen und dem egal ist was um sie herum geschieht. Einfühlsam, charmant, liebenswert.

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alviesinger: bummelkino

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7.0Sehenswert

Hilfe, ich liebe ein Mädchen und bin auch noch selbst eins! Sensible Jugendstudie.

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Kommentare (30) — Film: Raus aus Amal


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HorstPolter

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Bewertung7.5Sehenswert

Schade nur, daß überflüssigerweise eine Rasierklinge zweckentfremdet wird.

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Brainkiller007

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film hat mich teilweise sehr echt anfühlende Emotionen aus dem Teenalter wieder spüren lassen. Ich war begeistert von diesem schwedischen Film!

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lassiesinger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wunderschön !

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totox

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Bewertung6.5Ganz gut

Das beste am Film sind die beiden Hauptdarstellerinnen. Die Mädchen sind wirklich süß. Auch sonst hat der Film noch das eine oder andere zu bieten, z.B. die realistische Darstellung der Gruppendynamik bei Jugendlichen und natürlich die Auseinandersetzung mit dem Coming Out von lesbischen Teenagern.
Was mir nicht gefallen hat war eine gewisse Tendenz, Propaganda für lesbische Liebe zu machen - sozusagen als die coole Alternative zur Liebe zwischen Mann und Frau und dem Kleinstadtleben. (Zum Glück haben die deutschen Filmverleiher den Titel nicht wörtlich übersetzt. Der Originaltitel "Fucking Amal" unterstreicht nämlich diese Tendenz noch.)

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HorstPolter

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Wie macht man denn bitte Propaganda für etwas, was keine Entscheidungsfrage ist?


filmschauer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auch "Raus aus Amal" hat mal wieder unterstrichen, warum das skandinavische Kino so großartig ist und jede weitere Entdeckung wert ist. Lukas Moodyssons Spielfilmdebüt handelt von einer Coming-of-Age-Geschichte, die trotz einer vermeintlich klischeenahen Ausgangssituation in einem kleinen schwedischen Kaff sehr viel Herz und Authentizität beinhaltet. Die Figuren, besonders die anfängliche Gegensätzlichkeit der beiden Protagonistinnen Elin und Agnes, machen es dabei dem Zuseher mehr als einfach, um an ihren Schicksalsläufen teilzuhaben. Man hat niemals das Gefühl, dass in der einen oder anderen Szene nach einem Drehbuch oder einer bestimmten Spannungskurve gehandelt wird. Dadurch weiß man auch nie so genau, in welche Richtung die Geschichte tendieren wird. Alexandra Dahlström sowie Rebecka Liljeberg haben zurecht alles Lob verdient, wie die beiden ihre Rollen verkörpern, ohne in bekannte Muster zu verfallen. Ihre Intimität und auch Spontanität erscheint zu keiner Zeit aufgesetzt, sondern macht die Liebesgeschichte zu einem unvergesslichen Erlebnis, bei dem man fast schon überrascht ist, wie schnell ein Film vorbei sein kann. Ein wunderschönes Drama über Toleranz, Freiheit und die unverhersehbaren Tücken der Pubertät, das sich mit Leichtigkeit vom Großteil der vergleichbar belanglosen Teenieschmonzetten absetzen kann, welche die gleichen Baustellen abzudecken versuchen.

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herrschulze

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Bewertung9.0Herausragend

Ein ebenso nachdenklich stimmender wie auch phasenweise lustiger Film über die Schwierigkeiten von Jugendlichen, sich (in der Gleichaltrigengruppe) zu behaupten. Dies wird von zwei Seiten dargestellt, und beide Hauptdarstellerinnen sind hinreißend!

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nikl 1987

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Bewertung9.5Herausragend

Durch Zufall bin ich eher über diesen Film gestolpert, als nämlich eines schönen Fernsehabends gar nicht so viel schönes im Fernsehen kommen wollte. Also entschied ich mich eher aus Not denn Interesse für "Raus aus Amal" auf Tele 5, weil die Geschichte noch am interessantesten klang. Nach den ersten lustlosen Minuten hatte dann auch ich gemerkt, dass ich hier einen ganz besonderen Film vor mir hatte, der mich dann auch wirklich begeistert hat. Die Geschichte ist schön und einfühlsam erzählt und verzichtet auf Klischees. die man bei einer solchen Thematik eventuell vorzufinden vermuten könnte. Auch die Schauspieler machen, trotz ihres noch jungen Alters ihre Sache sehr gut. Man kann gut mit Agnes und am Ende auch mit Elin mitfühlen. Ob man das Ende als überzogen bezeichnen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden, mir hat es aber auch gut gefallen. Der Film besitzt so viele schöne und emotionale Momente, dass es eine Freude, ihn immer wieder zu gucken. Wer die Möglichkeit hat, ihn zu kaufen oder auszuleihen, dem sei hiermit eine klare Empfehlung ausgesprochen.

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Sigmund

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Bewertung9.0Herausragend

Aus der Reihe „private Filmgeschichtchen“, Folge 2:
Letztens stehe ich in der Videothek neben einer 15-jährigen, die einen Mitarbeiter fragt, ob er einen guten Teeniefilm für sie hat. Der schlägt ihr RAUS AUS AMAL vor, sie guckt sich das Cover an, telefoniert kurz mit einer Freundin und entscheidet sich dann für HAROLD UND KUMAR.
Ich denke mir noch: Oh nein, jetzt gucken die Mädels diesen belanglosen Klamauk – dabei hätten sie RAM haben können, einen der feinsten Jugendfilme überhaupt! Mit lebensechten Figuren, einer mal witzigen, mal bitteren, immer mitreißenden, ebenso charmanten wie berührenden Geschichte und einer Menge treffender Beobachtungen zum was draus lernen.
Aber wie es aussieht, haben die beiden sich nun mal anders entschieden und werden vielleicht nie erfahren, was ihnen entgangen ist... da ruft der Typ in der Videothek die Kleine beim Weggehen zurück und gibt ihr tatsächlich RAM noch umsonst mit dazu.
Faire Aktion! Denn das kostet ihn trotz Mitarbeiterrabatt 50 Cent aus eigener Tasche (und besonders hübsch war die junge Dame offengesagt auch nicht).
Der Bursche ist jedenfalls ein Held und verdient in der Kategorie „Selbstloser Einsatz für die Verbreitung guter Filme“ einen funkelnden Preis.

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Sigmund

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Folge 1 hatte ich noch nicht gekennzeichnet, weil ich da noch nicht wusste, dass ich eine Reihe draus mache. Jedenfalls ist es mein Kommentar zu MEMENTO vor ca. zwei Monaten.
Danke für Dein Interesse! :)


JimiHendrix

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was ein zufall, ich nahm vor ein paar wochen erst zwei junge mädels in der hamburger umgebung mit dem auto mit, also nach denen sollte sich niemand mehr erkundigen, dass wird nur hässlich muhahaha - kleiner bösartiger scherz am rande ;)


Shorty06

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Bewertung9.0Herausragend

Fucking Amal von Lukas Moodysson
Toller, sehr sensibler Coming of Age Film aus Schweden. Ich hatte bisher nur "Lilya-4ever" von Lukas Moodysson gesehen, welcher zwar meisterlich inszenierter, aber dennoch ganz harter Tobak war. Von "Raus aus Amal" habe ich mir jetzt etwas ähnliches erwartet.
Doch weit gefehlt, der Film war ganz tolles Wohlfühlkino.
Die Charaktere sind wunderbar greifbar mit all ihren Eigenheiten und Unsicherheiten. Ganz weit weg von jeglichem Kitsch, der in sonstigen Teenager Filmen serviert wird. Den größten Anteil am Mitfühlen haben die beiden hervorragenden Hauptdarstellerinnen. Beide hatten wirklich etwas besonderes an sich. Doch auch die anderen Schauspieler machen ihren Job sehr ordentlich.
Niemals lässt Moodysson die Geschichte konstruiert wirken, alles bleibt stets real und greifbar. Musik wird viel eingesetzt und die Wahl der Titel ist stets gut.
Und am Ende habe ich mich selbst mit einem großen Grinsen im Gesicht ertappt. Aber warum eigentlich? Die Auflösung der entscheidenden Szene hatte nichts besonderes an sich, dennoch war die Wirkung auf mich phänomenal.
Fucking Amal ist von der Emotionalität und der Stimmung das Gegenstück zu Moodyssons Lilya-4ever. Da wird einem warm ums Herz.

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holden_copperfield

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Bewertung6.5Ganz gut

nunja

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benharbour

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Bewertung9.0Herausragend

Mit Raus aus Amal ist Regisseur Lukas Moodysson ein Juwel der späten neunziger Jahre gelungen. Das Thema Coming Out von zwei Teenager-Mädchen ist mal eine gelungene Abwechslung zu ähnlichen Teenager-Komödien, wie man sie beispielsweise aus den USA kennt.

Die beiden Mädchen Agnes und Elin könnten unterschiedlicher kaum sein. Elin ist jung, süß und beliebt, vor allem bei Jungs. Agnes hingegen ist eher ein wenig die Außenseiterin und sie hat kaum soziale Kontakte. Die Gegensätze sind also Schonmal Grundvoraussetzung für ein auf und ab der Gefühle, und bieten genünged Freiraum für interessante Dialoge.

An den Schauspielerischen Leistungen gibt es wenig bis gar nichts zu bemängeln. Das hier fast alle Protagonisten wenig bis keine schauspielerische Erfahrung hatten, merkt man kaum. Die Hauptdarstellerinnen Rebecka Liljeberg und Alexandra Dahlström spielen ihre Rollen einfach erfrischend gut, und mit viel Feingefühl.

Fazit: Bis auf ein paar kleinere Mängel die kaum stören überzeugt der Film von Anfang bis Ende, und er besitzt eine gewisse Ernsthaftigkeit, die den Film nicht als reine Komödie bezeichnen lässt, sondern auch vor allem bei jüngeren Menschen ein ernstes Thema aufgreift, nämlich eine Liebe zum gleichen Geschlecht, und die damit verbundenen Probleme.

Kann man nur jedem empfehlen, 9/10!

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hallgrimsson

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eine rührende und humorvolle Liebesgeschichte, die ganz obendrein ein aufklärendes Element besitzt: Toleranz wird propagiert.
Tausend mal besser als einige dieser niveaulosen amerikanischen Liebeskomödien!

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Tolle, unterhaltsame Jugendgeschichte mit sehr guten Jungschauspielern. Sehenswert.

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Glamypunk

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für mich einer der Filme der 90er Jahre überhaupt und ein verdienter Kassenerfolg in Schweden. Wohltuenderweise bietet die Crew hier eine ganz andere Sichtweise auf die Liebe als das Hollywoodkino der 90er. Statt übertriebener Kulisse verschlägt es uns in eine unscheinbare schwedische Kleinstadt, Statt künstlich aufgebauter Konflikte haben wir ein echtes Problem vorliegen, das Coming Out zweier Teenager.

Aber gerade der trockene Stil der Regie bringt uns die Protagonistinnen so hautnah heran. Es gibt Momente, die muten geradezu dokumentarisch an. Das und die Ausstrahlung von Alexandra Dahlströhm als trotzige, erotische Schönheit und Rebecca Liljeberg als introvertiertes, schüchternes Mädchen machen das Werk auch so faszinierend beim 2. oder 3. anschauen.

Manche Nebendarsteller/innen haben mitunter Dialoge, denen man etwas zu deutlich anmerkt, dass sie dazu dienen, die Handlung voranzutreiben, dennoch bleibt genügend Zeit, die Atmosphäre einer Jugend in einer Kleinstadt um die Jahrhundertwende zu schildern, einer Kleinstadt, die in Schweden liegt, aber auch ganz ähnlich woanders sein könnte. Gut getroffen wird auch die kulturelle Desorientierung dieser Epoche nach Techno. Eine Desorientierung, die bis heute anhält.

Neben Lilja4-Ever ist dies Moodyssons stärkster Film, nur eben glücklich, nicht traurig. Was die beiden Movies verbindet, ist die Suggestivkraft. Es ist beinah unmöglich, nicht von ihnen gefesselt zu werden.

Schade, dass der Film nicht noch einmal neu beginnt nach der Schlussszene, in der die zwei glücklich ihren Kakao trinken. Lukas Moodysson hätte uns sicher mehr zu erzählen und den beiden zuzuschauen, bringt einfach Vergnügen.

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JimiHendrix

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Authenzität aus Schweden in seiner reinsten Form, dieser Film zeigt ganz ohne US-Teenie-Kitsch, wo der Hammer bei Jugendfilmen hängt und greift ein interessantes Thema auf.

Filme, welche Themen der Jugend so rüber bringen können, sind leider die absolute Ausnahme geworden. Man wagt sich als Regisseur und Produzent nicht, soviel Realismus mit in seinen Film zu packen, da man Angst hat den Zuschauer nicht gut genug zu unterhalten.

Es gibt eine gigantische Menge an überkünseltem Schrott in diesen genrebezogenen Hamitaten, welche meines Erachtens nach auch eine große Gefahr für die Jugend darstellt, da ihnen ein filmisch inszeniertes Jugendverhalten suggeriert wird, welches nichts mit der Normatität zu tun hat.

Fucking Åmål macht es anders und versteht es trotzdem zu unterhalten und gleichzeitig sogar noch zu begreifen, wie sich Halbstarke in diesem Alter fühlen, was sie denken, warum sie sich so verhalten, wie sie es tun.

Die beiden Hauptdarstellerinnen gefiehlen mir außerordentlich gut und mir vernebelte die superscharfe Elin alias Alexandra Dahlström ganz schon die Sinne. Sie umgab die ganze Zeit des Films über eine wundervolle und unantastbare Aura.

Auch Agnes gespielt von Rebecca Liljeberg füllte ihre Rolle gut aus, allerdings ging sie ein wenig unter neben der hübschen Elin, dass könnte aber ganz bewusst so arrangiert worden sein.

Auch alle anderen nebenrollen wurden komplett aus dem leben gegriffen dargestellt und so fügte sich alles ganz gut zusammen. Trotzdem konnte ich mich mit diesen Jugendgefühlen nicht so recht identifizieren, da ich selber keine richtige pubertierende Phase durchgemacht hatte. So sinkt natürlich doch ein wenig das Unterhaltungsniveau, was mich aber dank der mutigen filmischen Umsetzung nur wenig störte, aber zur Erwähnung gebracht werden sollte.

Schußendlich kann ich diesen Film eigentlich jedem ans Herz legen, den Jugendlichen hilf es sicher zu sehen, wie es anderen geht, den Eltern hilft es wiederum das Verhalten ihres jungen Gemüses besser zu verstehen, von da her kann man da nichts falsch machen.

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Pepilotta

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unterschreib ich so


Acry

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Welche Frau würde bei Alexandra Dahlström nicht lesbisch werden? ;) hihi
Nein, Spaß beiseite: was wir hier sehen ist ein schlicht und ergreifend super Cast.
Schon in den schwedischen Kinderfilmen von früher machte sich das Gespür für großartige, aber dennoch authentische und gute besetzte Schauspieler bemerkbar.
Hier haben wir das Ganze gepaart mit einem tollen Drehbuch, wundervoll realistischen Dialogen und vielschichtigen Charakteren, die einfach aus dem Leben gegriffen sind.

Die Gefühle und Gedanken der beiden jugendlichen Mädchen werden authentisch und ohne jegliche Wertung dargestellt, was dem Zuschauer hilft, beide Seiten zu verstehen, die Beweggründe für bestimmte Handlungen nachzuvollziehen und die beiden Mädchen trotz ihrer Verschiedenheit zu mögen.

Während des Anschauens habe ich mir manchmal vorgestellt, wie der Film wohl ausgesehen hätte, wenn er in einem langweiligen amerikanischen Nest und der dort liegenden Highschool spielen würde und je öfter ich mir den Film in amerikanisierter Fassung vorstellte, desto mehr begann ich, dieses schwedische Werk für seine Schlichtheit und Natürlichkeit zu lieben.

Fazit: Ein guter europäischer Film, welcher glücklicherweise völlig Hollywood-unabhängig, und somit frei von Kitsch, Oberflächlichkeit und Pseudomoral ist.

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kristallrainer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein richtig schöner Coming Out + Coming-of-Age Film aus Schweden! Alexandra Dahlstad und Rebecka Liljeberg(die auch in der KiKa Serie 'Eva und Adam' mitspielte ) liefern trotz ihres jungen Alters eine grandiose,schauspielerische Leistung ab. Aber auch Lukas Moodysson's Drehbuchdebüt hat einen großen Anteil, denn 'Raus aus Amal' wirkt nie klischeehaft oder gar wie ein aufgesetzter US-Teeniefilm Abklatsch, was beim Lesen der Kurzbeschreibung gar nicht so unwahrscheinlich war. Stattdessen bekommen wir einen klasse authentischen Independentfilm serviert, der auf Sensibilität setzt.

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BigDi

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Bewertung7.0Sehenswert

Schön zu wissen, dass es in Schweden A-Gullideckel gibt, die Unglück bringen, wenn man darauf steht (Aids, Analverkehr und so). Und auch ansonsten ist alles an diesem Film schön und sympathisch: Die Charaktere, die nie zu klischeehaft sind, die Musik, die besonders zu Beginn eine nahezu epische Stimmung erschafft, und die Stimmung sowieso: Leicht dreckig, aber nie so sehr, dass sie einem unwirklich scheinen könnte. Große Gefühle in einer kleinen Provinzstadt, die am Anfang mit voller Wucht treffen, aber zum Ende hin ganz gering verflachen, oder einfach nicht mehr so gut rüberkommen wie zu Beginn. Dennoch, mit diesen Schauspielern, dieser ungezwungen einfachen und doch berührenden Machart und dem schönen Ende kann der Film nur gewinnen.

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cambaro

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Bewertung6.0Ganz gut

Ganz nett, auch schauspielerisch ansprechende Leistung aber so richtig gefesselt hat mich "Raus aus Amal" nicht.

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Xebeche

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schwedens anspruchsvolle Antwort auf amerikanische Teenie-Komödien, die nicht auf Klamauk und Fäkalhumor, sondern auf viel Gefühl und Sensibilität setzt. Sehr natürlich und glaubhaft, niemals peinlich, niemals kitschig, aber ungemein sympathisch. Beachtlich: hatte in Schweden mehr Kinobesucher als "Titanic"!

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