Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht

Big Fish (2003), US Laufzeit 110 Minuten, FSK 6, Abenteuerfilm, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 08.04.2004


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von Tim Burton, mit Ewan McGregor und Billy Crudup

Als der Vater im Sterben liegt, will der Sohn mehr über das Leben seines Vaters herausfinden, und er versucht, sich aus den vielen Geschichten, die er über seinen Vater hört, ein eigenes Bild zu machen.

Zwischen Will (Billy Crudup) und seinem Vater Edward (Albert Finney) kommt es zum Streit, als der Vater sich am Tag der Hochzeit seines Sohnes mit der Französin Josephine (Marion Cotillard) zu sehr in den Vordergrund drängt. Schon immer hatte Ed Schwierigkeiten damit, die Geschichten seines Vaters gutzuheißen. Der alte Mann liebt es, Stories zu erzählen, die so abenteuerlich wirken, dass sein Sohn sie für erfunden hält. Doch nun liegt sein alter Vater im Sterben und die Lügen, die dieser in Williams Augen vorher scheinbar erzählte, nehmen plötzlich andere Gestalt an. Das erste Mal kann der Sohn seinem Vater mit offenen Ohren zuhören und lauscht mit staunender Faszination den Erlebnissen des jungen Edwards – wie dieser seine große Liebe eroberte, einer Hexe begegnete, die ihm prophezeite, dass er bald sterben werde oder wie er einen zauberhaften Zirkus entdeckte. Trotz oder gerade wegen des fabelhaften Charakters der Geschichten wird William in ihren Bann gezogen und sieht das bisherige Leben seines Vaters plötzlich in neuem Licht.

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Kommentare (215) — Film: Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht


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lennardB.

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Bewertung9.5Herausragend

Von meinem Liebligs Regisseuren Tim Burton einer seiner besten Filme, neben Beelejuce,Alice im Wundeland, Sweenytodd und Pee Wees irre Abenteuer ist dieser Film unversesslich.

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fridolin.eisenstein

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Lustig, bittersüß und traumhaft anzusehen.
Ewan McGregor ist in Hochform.
Ein modernes Märchen.

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TommyDeVito

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Bewertung9.5Herausragend

Eine wunderschönes, sentimentales Filmmärchen inszeniert von Tim Burton, das zwar nicht frei von Klischees ist und oft kitschig wirkt, dies aber zum eigenen Vorteil zu Nutzen weiss. Der Film ist visuell beeindruckend, oft urkomisch und vorzüglich besetzt und Burtons Stammkomponist Danny Elfman fügt die nötige Wärme und ein Gefühl des Staunens in den aberwitzigen, phantasiereichen Fantasy-Geschichten hinzu.
Definitv einer der besten Tim Burton-Filme

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naibaf

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wunderschön...

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craax

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Big Fish ist zunächst etwas schwerer zu entschlüsseln (nicht von Anfang an klar) wie die anderen TimBurton-Meistermärchen. Was soll der Goldene Ring? warum kein Köder? warum ein Dieb? Warum Ausspucken, warum erst Reinhängen? Warum wiederkriegen ein >Geschenk< /wenn der Fisch entkommen? W a s b e d e u t e t das Geschenk des Goldenen Rings?- es braucht etwas.

Vermutlich liegt das an seinem Thema, das nicht nur eine zugrundeliegende umrissene Emotion – ein Kern – ist (selbst wenn sich dieser auf das ganze Leben in tausend Facetten auswirkt, wie z.B. in Edward Swissoirhands, das >Lieben< von seiner tiefsten Entbehrung bis höchsten Wesenserfüllung erzählt), sondern ein Thema, eine Erstreckung, die selbst erzählt : erbaut werden muß, ohne das sie einfach nur übernommen und als bekannt vorausgesetzt vorgewiesen werden kann. Der Kern ist hier nicht im Rauminhalt einer Herzens-Hand zu halten, und umzublicken, und von allen Seiten erkennbar als das Eine zu facettieren; Big Fish kann man nicht auf dem Finger balancieren nicht einmal im großen Arm umfangen und bei sich windend halten : dann wäre er nur, wie der Wels, eben nur sehr groß, aber doch EIN Beschränktes. Das ist er nicht; er ist VIELE Dinge, eine Sammlung; nur das in dieser Sammlung alle Dinge zusammenhängen, und so zuletzt, und alle miteinander: Sinn ergeben. Big Fish erhebt sich im ZWISCHEN, und man muß es ungenau fokussieren wie ein 3-D-Bild: denn er ist nicht (nur) das Abgebildete: er ist der EFFEKT, ZWISCHEN den Stühlen und Zeilen, und alles zusammen ergibt, vielleicht : ein Leben.

Dieses Leben gehört hier einem Geschichtenerzähler. Es könnte eine Autobiographie sein. So könnte Tim Burtons, des geborenen Geschichtenerzählers, Autobiographie ausschauen – einen Eindruck hinterlassen. Wie gesagt, keine Biographie; eines Verehrers. Die wäre vermutlich, da niemand als der Erfinder selbst das recht hat, die Geschichte zu verändern, viel schnörkelloser, und mit mehr Fakten – geschmückt-, wäre unangebracht: entkleidet. So also liefert Tim Burton die Geschichte von seinem Großen Wels selbst, als der er einmal, in den großen See entweichend, bei Mondschein springen wird, um in ihm zu leben.

Die Geschichte des Großen Wels beginnt wie jede mit einer Geburt. Das ist ein Großes Ereignis, das einer – nein nicht Ausschmückung – der Enthüllung seines Hintergrundes, seiner Wahren Bedeutung, bedarf. Denn jede Geschichte bedarf eines, wenn möglich würdigen, Gegenstands – und Größe, auch wenn sie im Wunder eines winzigen Keims besteht, ist würdig: es ist das Drumherum, das, wenn es so besteht, auf seinen winzigen Baustein zurückwirkt und ihm viel mehr Bedeutung verleiht, als ihm – als bloßer nackter Tatsache – allein zukommt, oder –käme (denn das ist ein Postulat)(das es nicht so ist). (FAKT ist, das es nicht so ist. Fakt ist: alles hängt mit Allem zusammen!) – was zu beweisen ist.

Edward (was für ein Zufall) hat selbst einen Sohn, einen, der lange Zeit nicht nur ein wenig, sondern schwer enttäuscht ist – von seinem Vater, dessen Geschichte im Lauf des Films wir immer besser – und damit ihn – kennenlernen und vertraut werden (Vertrauen erwerben). (Weil e i n e gute Handlung : noch keinen guten Charakter bezeugt. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer).

Edward erzählte Filius, auch wenn der wollte, wünschte, forderte, nie die Wahrheit. Immer nur Geschichten: nie die Wahrheit dahinter. Filius denkt: die Wahrheit ist Fakt, und deswegen kann man sie auch nennen + erfassen, durch bloßes Erwähnen des Namens, Anschrift, + Gesicht: und fertig, Geschichte vollständig, Wahrheit erzählt, + auf dem Tisch. Weitermachen. Dienstgrad, Einheit, Standort Meldung – abtreten.
Der Wels hat keinen Dienstgrad, außer: „Groß“, seine Einheit ist: unbestimmt, nonkonformistisch, und sein Standort ist: überall – der See. Wo Wasser ist; Angelhaken vermeidet er. „Weißt', wieso etwas groß wird? – weil es nie gefangen wurde!“. (Geschichte vom Riesen : die Bedeutung dahinter ist dieselbe, zu entdecken).

-beginnt also mit der Geburt: einer Überraschung (und jede Geschichte kehrt an ihren Anfang zurück, was diejenigen in dieser Erzählung auch ständig tu‘en, retournieren, bis alles mit Allem zusammenhängt und Sinn ergibt. (Selbst der Wels im magischen Mondscheinwasser ist die erste und letzte Einstellung des Films).

Die Geburt,- der Beginn von Edwards Geschichte, flutscht nur so, auch zunächst einmal zwischen den Beinen hindurch, bis man sie ihn vielleicht schnappt. Zugegeben, etwas übertrieben: aber auch sonst entwickelt sein Wesen sich, in der kleinen Weiler-Stätte seiner Geburt (viel zu klein eigentlich für einen Großen Mann),- heranwachsend zu einem Tollen Hecht: egal, ob es darum geht, unerschrocken voran ins todweisende (-nicht-bringende!) Auspizien-Glasauge der örtlich ansässigen Hexe zu schauen,- nein, beim Rugby, beim pfiffigen Geschäftsidee-Rasenmähen (Swissoirhands läßt grüßen!) bei Feuerbrand-Rettungsaktionen (auch dort: derselbe Hund!),- oder wenn der Große Riese vorbeischaut: Eddie holt die Kastanien aus dem Feuer, wo seinem Großen Rivalen (der sich selbst so entdeckt, aus Neid+Unbedeutendheit), der Mumm oder das Format fehlt (mit würdigem Ende): irgendwann fällt man derart, und wenn man noch so sehr plakativer Schönheit Tribut zollt, auf die Nase. Das Schicksal ist gerecht+ Tugend belohnt sich selbst?)

Eddie also, als er //, er hat keine Furcht-&Bescheidenheitsmanschetten (Goethe: bescheiden sind die Lumpe', und es war unausweichlich, das er es war, forsch und selbstbewußt// die Möglichkeit von Größe entdeckt, und zugleich: das Großes einen angemessenen Rahmen braucht, - packt sein Ränzel, und, mit solcher Erwartung zu Großer Begleitung und gleichem Ziel, macht er sich auf die Reise: HöherBerufenem, Besseren+ Größerem, einem Schicksal, auf entgegen.

Gar nicht so leicht, wie es sich anhört. Ein Menge Kleinigkeiten und Spinnenwäldler sind zu entdecken, derweil die Größe schon mal vorausschlendert um vornlängs weiter zu warten (John Lennon: „Ich wußte schon als Zwölfjähriger, daß ich einmal berühmt sein würde“.) Nun, auch bei John waren es noch ein paar Jahre; und er heiratete Cynthia, ein gewiß sehr nettes und schwangeres Mädchen, welches er in Spectre traf. Nicht, das Spectre ein übler Ort wäre; dort wäre leicht – und überaus angenehm komfortabel – ein das ganze Leben zu verbringen. Nur, das dort alle barfuß die Stelle ver-treten– und Wanderschuhe, die bei Fortbewegung – auf andere Weise, komfortabel sind (oder Schmerzen lindern/verhindern) allesamt tot über‘n Zaun, einer ziemlich unnütz hohen Wäscheleine, hängen, wo garantiert kein Rankommen, zur Fort-Entwicklung, mehr ist : wer rastet, der rostet – gern. Sehr verpönt, der Gedanke (an Gehwerk allein) daran, - denn ApplePie und Squaredance-Festivitäten von Spectre, dem idyllisch-seßhaftesten Ort der Erde („Spectre ist überall“) (Faust: „Verweile doch, ...“) sind berühmt – wenn auch nicht schreibförderlich. 12 Jahre – für drei Zeilen?! – nun : beschwerlich war’s so weit zu kommen: die Rückkehr, aus so gutsituierten Gefilden, entbehrungsreicher. Denn schließlich war man Blasen an den Füßen – und wohl auch leeren Magen – kaummehr gewöhnt. Dafür: trifft man alte Weggefährten wieder. Glückauf!

Aber irgendwas muß man ja tun, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Und irgendwann trifft man sie: SIE !!-. Ein weitere, andere Art Entbehrungen folgen: und Freundschaften, Kurzstrecken-Abenteuer-Bekanntschaften, die sich so ansammeln: und wenn Kontrakte erfüllt werden („Kennst Du den Begriff ‚Unwissende Knechtschaft‘ (Kant, Was ist Aufklärung‘)? Sittenwidriger Vertrag?“) gibt’s auch, bei Gelegenheit geförderter Katharsis, verdiente Belohnung. Auch da gilt: nicht zu schnell aufgeben: und durchaus ein bißchen verrückt gegen die Norm handeln (und nie zu leicht akzeptieren... ♪Spectre ♫!) und schon kommt, nah der Wunsch-Zielgeraden, ein neuer möglichst fix,- mit Humor und Entschlußkraft zu erledigender Anspruch. Gesagt-Getan; das alles ist (doch wohl) keine Erzählung; kaum der Rede wert, und liefert höchstens das Material: den Startschuß, zum Erreichen der Wahrheit. Was für einer Wahrheit? Immer reden die Leute von Wahrheit, „wollen sie wissen“. Was ist die Wahrheit? Kann das hier irgendeiner erzählen? – Die Wahrheit ist nicht zu adressieren – sie ist höchstens fühlbar zu machen. Sonst könnte man dem Großen Wels oder Manitou auch einen Brief zwischen die Sternaugen schicken: „Wels, groß, im Dunklen See. Unten.“

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Was treibt Vater da immer bloß? Wenn er nicht zuhause: bei uns, ist? Hat er eine Geliebte? – Hat er: sowohl als auch. Seine Geliebte war immer : die Welt – des Großen Zusammenhangs, der Erfahrung, und des Sammelns : Material für seine Geschichte,- nicht Geschichten. Denn wir stricken an einer Großen.

Was er trieb? Er rettete eine bedrohte Gegenwart, eine heruntergekommene, mögliche Gemeinschafts-Zufriedenheit im lebenswerten Augenblick: nebst Menschlichkeit, die ohne sein Zutun zu grauer, lebensunwerter Ein-Öde und flachen Graus zu verrohen drohte, ohne Sinn, ohne Ziel, ohne Gegenwart, ohne Zukunft. Und dabei war, beeindruckt von seinem etwas selbstlos verrückten Versuch, das Gute einfach nur um des Guten willen zu erreichen, das heißt wohl: selber >gut< zu sein,- eine alte Bekannte (sonst immer hier wohl zur Unzeit), die sich in solche – im Grunde unpersönliche – Gutheit gar wohl hoffnungslos verliebte, und auf ihre Weise, war sie doch großzügig, zurückbedankte, mit ebenfalls großzügiger Gabe : Liebe für Gutheit. So geraten eine Menge schiefer Dinge wieder ins Lot, werden –Freundeshilfe- gerade gerückt, und jeder hat etwas davon; und Mythen klären sich auf, und die Wahrheit kommt schließlich doch ans Licht: und ist zwar anders als der Fakt, aber b e s s e r : weil es der Fakt in seinem WAHREN Zusammenhang: mit seiner g a n z e n Geschichte dahinter-, &daran hängend, ist,- die erst einmal aufwendig angehört, erzählt, erfahren und verinnerlicht werden muß, was ZEIT braucht. Eine wahre Geschichte wird nicht :genannt: sie wird entwickelt. Und das dauert mitunter und beansprucht (d)ein Leben, ...in dem jedes Große Ereignis Geburt Aufwachsen Rivalität Einsatz Aufbruch Tätigkeit Verlieben Entscheiden Gewinnen Tat Lieben Bestimmung Kampf Freundschaft Krankheit Tod : der Mytholisierung-, heißt: der Einbindung in die Große Mythologie teilhaftig-, anheimfällt, weil es der V e r b i n d u n g bedarf um das Ganze-Große zu schaffen, und das v e r b u n d e n e zugehörige Viel-Einzelne : größer als das einzeln-Einzelne umwegig ist: ergibt.

Der Sohn bekommt einen Sohn, und eine Geburt steht ins Haus. Die Geschichte geht weiter. Oder wird sie hier unterbrochen?- abgebrochen? -ist es der Magische Kreis? Wollen die Nachkommenden von Magie nichts mehr wissen, genügen ihnen Fakten? Werden sie dürr, entgegen den Träumen, den Schlenkerchen, den Spinnweben,- die Geschichte neu schreiben, entschlacken, aufs Wesentliche reduzieren,- damit sie sich anderen, nützlicheren, Zeit-gebenden und übrig lassenden Dingen zuwenden können, die nicht neue Freunde wozu auch einwerben? kennenlernen? zur Not-Hilfe rufbar sind,- statt Bezahlung? Wird die Wut des Sohns, zu kurz gekommen zu sein, in all-dem-überbordenden Viel-zu-Viel,- verrauchen? Ist er soweit, dem Beispiel zu folgen, ist er reif, zwischen den Dingen den Zusammenhang zu erkennen, zu folgen, und gar aus eigener Kraft herzustellen, bevor es zu spät ist? Der Vater, der Große Erzähler und Unpunktierbare ausflüchtende Märchenerfinder, die Zeit aus den Knochen gesogen, drängt: wird die Linie mit ihm abbrechen und verstummen? Wird der Sohn die Herausforderung annehmen? Wird er den Traum des Vaters, wenn es aufs Große Ganze geht, erfüllen und erfüllen – (nicht Können, das kann weiß er : W o l l e n, wünschen, das muß er! : denn w o ist, das gesunde, das gerettete Spectre?-, das Große zurück im Kleinen?) : also : -wollen?!

So geht es zu Ende, oder kehrt, wie eine Gute Geschichte, an den Anfang zurück: denn derart bildet sich als Einziges ein Kreis, eine /die einzige Einzelne Linie ohne Anfang und Ende, die immer weiterreicht. Das ist wichtig: denn nur dann ist es ein Spiegel, von etwas, das ebenso ist, unendlich, ansonsten nur ein Bruch-Stück. Und Stück-Werk : das ist Fakt. Ein Fakt, aus dem Zusammenhang gelöst. Ein Fakt, der nicht viel Mehr, und nicht mehr Viel, bedeutet. Der bald langweilt: weil ihm der Atem-, die Verbindung, die Konstruktion fehlt, die etwas be-d e u t e t aktiv und : Sinn verleiht, der n i c h t in den Dingen allein, sondern aus ihrem Einklang-Händehalten mit dem Drumherum besteht. Ein Einzelnes: vermag kaum etwas. In Verbindung mit seinem Befreundeten: vermag der oder das Einzelne Alles: über sich hinaus, in die Höhe, in die Breite (wie Beethoven sagte) in die Tiefe. Die Magie steht in Verbindung, mit dem Rest, und nicht in der Isolation. Löst Du das Einzelne aus dem, was ihm Verbindungs-Mehrheitsbedeutung verleiht: entziehst du ihm das Leben, und erhältst von einem Feuer die bedeutungslose Asche,- nicht die Wärme, in bedrengender Kälte, die dein Leben braucht. Du müßtest sie erst wieder säen: damit Neues Leben aus ihm wächst, das vielleicht, wenn genug Zeitumgebung, zu Sammeln, und Aufbau, vergangen ist,- neue Wärme, eine wundervolle Zeit lang, knapp angelegt-, spenden & aus sich heraus ins Ganze, das auch uns enthält, entlassen + wohltun kann. Bald erfolgt der Tod. Das aber muß nicht sein.

Sind genügend Freunde versammelt zum Abschied, die sich erinnern, die Geschichte lebt, erzählt wird, von einem zum anderen, den Alten zu Jungen, erneuert sie sich selbst: und kehrt zu sich, zu Leben zurück. Was zurück bleibt, ist bloßer Fakt,
ein Häufchen Asche.
Die Geschichte lebt, und wird sie erzählt, aus Erinnerung, aus Zuneigung, aus erweckter Liebe:
und dazu braucht es Zeit, und Inhalt zu erwerben, alles nicht von heute auf morgen, sondern Tag auf Tag, Fakt auf Fakt, Geschichte auf Geschichte, Erzählung auf Erzählung, Jahre auf Jahre, Tat auf Tat, Schleife auf Schleife, Erinnerung auf Erinnerung,
Liebe zu entwickeln, und nicht nur zu nennen: beim gleichgültigen Namen,
sondern sie zu spüren:
gibt es kein Ende. Der Wels, in seinem See lebt. Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er wohl noch heute – irgendwo da draußen. Siehst du den Magischen Mond?

--
PS um noch einmal einen Schlenker an den Anfang zurückzumachen: wie wär's denn wenn man den GroßenWels /und warum und wohin er den GoldenenRing wieder ausspuckt/ 'nicht mit dem GroßenErzähler, also auch Tim Burton nicht,- sondern der GroßenERZÄHLUNG gleichzusetzen mal probierte - dem Größten Erzähler von allen, der ZEIT, die alle falschen Angelhaken, Bedeutung in ihr zu erlangen ohne berechtigt zu sein, und ihren Sinn zu usurpieren und für sich zu reklamieren, ignoriert, um ihn, den richtig gedeuteten erfühlten kostbaren Ring (der wahren Erkenntnis und Folgsamkeit: IHREM EIGENEN Sinn nämlich) allein zu wählen, und, wenn sie ihn erwählt: magisch berührt hat, ihm dem richtigen Deuter (dessen was die ZEIT als Geschichte in sich hat,- wiederzugeben als B e d e u t u n g , wie Shakespeare Cervantes oder EdgarAllanPoe, oder aktuell zu wandeln, MonthyPyton oder DouglasAdams, Gabo ODER eben, auch, Tim Burton (vor allem mit >Edward Swissoirhands<) als Verehrung und Liebe wieder-zurückzugeben? Wer im Guten, Im Besten der Kunst, Geschichte(n) zu erwecken + zurückzugeben, soviel beglückte Liebe erfährt - kann selbst, indem, zu(r) Geschichte werden. Im Grunde ist dies aber die ZEIT (der Menschen) selbst: der Große Wels: IHRE Geschichte(n) - mehr noch als deren Erzähler, denn das, was zuhört, stimmt (wenn es mag)(wenn sie gut ist) mit ein - seiner eigenen zustimmenden und vereinigten Geschichte, die sich selbst mitenthält, und deswegen so gut ist!

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Zimtmond

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser OSTERWICHTEL-KOMMENTAR ist für alex023, der als kleinen Wunsch geäußert hat einen Kommentar zu einem Film zu bekommen, zudem ICH einen persönlichen Bezug hab. Und das war gar nicht so einfach, wie ich zuerst gedacht habe. Ich überlegte und überlegte. Es gibt einige Filme, die mir etwas bedeuten. Aber hat man dann automatisch einen besonderen persönlichen Bezug dazu? Dem war ich mir nicht sicher. Also setzte ich mich eines Morgens hin und ging Filme durch, die ich liebe und somit natürlich auch über mich. Das war schon seltsam, denke ich doch wirklich ungern über mich selber nach. Nun denn, der liebe Alex hat es sich gewünscht, also soll er das auch bekommen. Aber für welchen Film soll ich mich entscheiden?
Ist es „Krieg der Sterne“, den ich damals als ich noch klein war, jeden Morgen, wenn ich Zeit hatte, in den Videorekorder warf und zusammen mit meinem Bruder sah? Oder vielleicht doch „Die fabelhafte Welt der Amelie“, da mich Amelie immer wieder an mich selbst erinnert mit ihrer verträumten Art? Ist es „Der König der Löwen“, der schon so lange ich denken kann einer meiner Lieblingsfilm ist? Oder vielleicht der Kurzfilm „Vater und Tochter“, da ich oft Abends am Fenster saß und darauf wartete, dass mein Vater heim kam?
Am liebsten würde ich zu allen, die auch nur einen vagen Bezug zu mir haben, etwas schreiben. Entscheidungen fallen mir selten leicht, habe ich doch so oft viel zu große Angst die falsche zu treffen. Vor allem dann, wenn sie auch andere mit einbeziehen. Was natürlich falsch und was richtig ist, sei mal dahingestellt. Da haben oft viele eine andere Auffassung.
Aber genauso verhält es sich ja auch mit der Wahrheit.
Oft wird etwas gesagt, ob wir es glauben oder unserem gegenüber einen Lügner schimpfen ist unsere Empfindung. Wollen wir es glauben oder hören wir einfach ungläubig weg? Hören wir dabei richtig zu oder nur halbherzig?
Ist es nicht auch häufig so, dass wir trotz Beweisen für die Wahrheit, die Wahrheit trotzdem nicht erkennen wollen? Ist es nicht auch häufig so, dass wir es einfach nicht wahrhaben wollen, weil es uns einfach lieber ist eine Lüge zu leben? Ist es nicht auch häufig so, dass es einfach viel schöner ist nicht immer alles zu glauben und selber nach der Wahrheit zu suchen? Was ist wahr? Was ist eine Lüge?
Schmücken wir nicht alle gerne unsere Geschichten aus? Selbst, wenn wir von etwas erzählen, was uns wirklich passiert ist, erfinden wir hier und da noch etwas dazu, weil es dann einfach schöner, spannender, interessanter oder auch gruseliger erscheint und wir uns so vermutlich verständlicher machen, wieso wir so oder so dabei gefühlt haben.
Wenn wir Geschichten von anderen erzählt bekommen, überlegt man ja auch, ob das wirklich so passiert ist, ob es sein kann, ob es Sinn ergibt. Aber wer sind wir, dass wir unserem Gegenüber des Lügens bezichtigen? Und während ich dies so schrieb, fiel mir der Film sofort ein.

Träume. Geschichten. Märchen. Erzählungen. Lügen?

-„I've told you a thousand facts, Will, that's what I do. I tell stories. –“You tell lies, Dad.”

Den Film, den ich mir also erwählt habe, heißt „Big Fish“. Mit einem der schönsten deutschen Zusatztitel, die ich je gelesenen habe - „Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht“.
Wieso? Nun, wir waren doch alle mal klein, ließen uns Geschichte nur zu gern vorlesen, erzählen und erzählten sie aus unseren Erinnerungen unseren Freunden und jedem, der uns zuhören wollte. Mein Vater hat damals selten einen Abend ausfallen lassen, an dem er mir und meinem Bruder nicht vorlas oder einfach irgendwas zum Einschlafen erzählte. Ich hab mich oft schon am Mittag wieder darauf gefreut. Sei es „Alice im Wunderland“ gewesen,"Der kleine Hobbit, ein Märchen, irgendein anderes Kinderbuch oder nur eine kleine ausgedachte Geschichte meines Vaters. Immer wieder saßen wir beisammen und lauschten. Meine Mutter kam dann häufig noch dazu oder stand einfach in der Tür und sah uns zu. Manchmal haben meine Eltern gemeinsam gelesen aber meistens war es mein Vater.

“In telling the story of my father's life, it's impossible to separate fact from fiction, the man from the myth. The best I can do is to tell it the way he told me. It doesn't always make sense and most of it never happened... but that's what kind of story this is.”

So ist es zumindest in meiner Erinnerung. So möchte ich es auch behalten für mich. Denn da war ich glücklich. Dennoch könntet ihr, während ihr dies liest natürlich auch sagen, dass es mehr Lüge als Wahrheit ist. Aber wer kann mir das beweisen, dass es sich genau so abgespielt hat? Niemand. So ist es für mich. So bleibt es für mich. Und so ist es richtig und für mich wahr. Ich erinnere mich, immer sehr gerne daran und genau das wird wohl auch für immer in meinem Herzen und in meinem Kopf abgespeichert sein.

Geborgenheit. Glück. Unschuld.

“Have you ever heard a joke so many times you've forgotten why it's funny? And then you hear it again and suddenly it's new. You remember why you loved it in the first place.”

“Big Fish” gibt mir jedes Mal so viel, ohne irgendwas dafür zu verlangen. Natürlich abgesehen von der Zeit, die ich mehr als gerne dafür hergebe. Ein Film voller Träume, voller Fantasie, voller liebevoller Charaktere, voller Magie und so viel Herz.
Auch ich selber Träume mich so gern in andere Welten, an andere Orte. Besonders gern bei Sommerregen. Dabei öffne ich das Fenster, lassen dieses unverwechselbaren Duft mit der Wärme hinein und liege einfach da.

Ein Film voller Melancholie, Fantasie, Hoffnung, Glück und Freude. Abwechslungsreich wie das Leben.
Ein Film mit einem Ende, welches mich immer wieder zu Tränen rührt und mich trotzdem absolut glücklich zurück lässt. Der dabei auch etwas kitschig ist, aber es keinen faden Beigeschmack hat, sondern sich wundervoll in die Bilder und Handlung schmiegt ohne dabei aufdringlich zu sein oder gar zu nerven.

“Everybody's there, and I mean everybody. And the strange thing is, there's not a sad face to be found, everyone's just so happy to see you.”

Ich hoffe dir gefällt der Kommentar, den ich dir in dein virtuelles Osternest gelegt habe, lieber Alex. Ich wünsche dir und allen anderen, besonders meinen MP-Freunden Frohe Ostern und noch schöne Feiertage.

“A man tells his stories so many times that he becomes the stories. They live on after him, and in that way he becomes immortal.”

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jacker

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Ganz, ganz wundervoll zimtmond!
Vermittelt so toll das Gefühl, was der Film dir gibt! Toll!


Zimtmond

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Vielen Dank, jacker :)


Leen.

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meiner Lieblingsfilme!

Wer sich noch mehr Hintergrundinfos zu dem Film erlesen möchte, dem legen ich Tim Burtons Buch "Der melancholische Magier" ans Herz! Darin befindet sich ein sehr interessantes Kapitel über die Entstehung des Films.

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Filmfan30

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Bewertung9.0Herausragend

Filmzitat: Ein Mann erzählt seine Geschichten so oft, dass er selbst zu seinen Geschichten wird.

Zauberhaft hinreißende Aneinanderreihung von Märchen, die von großen Abenteuern und noch größeren Gefühlen erzählen, und wer am Schluss nicht heult, der hat kein Herz.

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Runemar

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Big Fish hat es bis heute geschafft, mein Lieblingsfilm zu bleiben. Auf eine verträumte und zugleich zum denken anregende Weise definiert der Film, was Fantasie eigentlich ist und wie man damit umgehen sollte. Tim Burton schafft es, zwischen Kitsch und Drama einen Weg zu zeigen, dessen Ziel, in diesem Fall das Filmende, den Zuschauer zufrieden stellt und gleichzeitig traurig macht. Für mich hat der Film das perfekte Ende und den perfekten Weg dahin! 10.0 = Lieblingsfilm; etwas anderes kommt für mich nicht in Frage!

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xlkmx

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einfach nur großartig. Dieser Film beweist, dass eine 6er Freigabe nicht gleich für Kinderfilm steht. Unglaublich emotional für einen westlichen Film.

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Big_Kahuna

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Bewertung7.0Sehenswert

#####Für Zimtmond, die mich auf ihre liebenswert-gönnerische Art und Weise mal wieder dazu bewegt hat, mich auch mal in Genres umzusehen, die mir sonst eigentlich nicht so wirklich gut zu Gesicht stehen. Den Krampf erwartend, schupste sie mich in die Richtung der Märchen und Fabeln, in der Hoffnung ich könnte irgendwie doch ein Fable dafür bekommen. Mal sehen ob es dir gelang Zimty und ich ob deine Erwartungen an einen angemessenen Kommentar zu diesem von dir innig geliebten Film erfülle.######
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Tim Burton, ein Meister der märchenhaften Erzählungen, das durften wir ja nun schon oft genug in seinen Filmen erleben, auch wenn ich einen Großteil davon noch nicht kenne. In seinem modernen Märchen „Big Fish“ gibt er das Können dieses Erzählens einer Figur mit auf den Weg. Dem im Sterben liegenden Ehemann und Vater Edward Bloom (Ewan McGregor).
Dieser Mann besitzt die herausragende Fähigkeit sein Leben erzählerisch in einen Mantel rethorischer Finesse zu hüllen, um jedem Menschen ein Stück Menschlichkeit einzuhauchen, der an diesen Fabelranken hinauf in den Himmel kletter möchte.
Burton verleibt dem Film unterschwellig seine eigene Person mit ein und erzählt damit eine Geschichte, über einen jungen Mann auf der anderen Seite, der sich nichts sehnlicher wünscht, als seinen Vater kennenzulernen, statt immer wieder dessen ausgeschmückte Geschichten zu hören, bei denen allem Anschein nach wohl nicht mal die Hälfte stimmen dürfte. Ich möchte gar nicht groß auf die Story eingehen, ich kann nur den vielen Eindrücken beipflichten, die besagen, dass es Burton irgendwie mal wieder schafft, eine magische Stimmung zu erzeugen, die jung und alt gleichermaßen verzaubert. Denn ehrlicherweise ist die Pointe tiefgründiger, als erwartet.
Big Fish erzählt davon, wie wichtig es sein kann, dass eine Geschichte eben nicht nur erzählt wird, sondern wie sie erzählt wird und das es vielleicht nicht immer wichtig ist, wie jemand wirklich war, sondern wie man ihn in Erinnerung hat. Welches Andenken hinterlassen wurde, dank dem derjenige in den Herzen weiterlebt, egal was für schlimme Dinge er doch einst getan hat. Das er beispielsweise in den wichtigen Momenten des Lebens nicht für die Person da war, die es eigentlich am dringendsten gebraucht hätte.
Von liebenswerten Fabelwesen über traumhafte Kulissen erzeugt Burton ein Gefühl, dass dem Zuschauer Zugang zu einer kleinen, aber herzerwärmenden Geschichte mit vielen bunten gemalten Charakteren und vielen kleinen Wichtigkeiten eröffnet, denn hier liegt mit deutlicher Handschrift die Liebe im Detail. Nebenbei gelingt es ihm dann auch noch die moderne Wirklichkeit und deren Zwänge in diese Liebeserklärung ans Kino miteinzuweben und mit einem runden Ende abzuschließen. Für Märchenmuffel wie mich überraschend stimmungsvolle Abwechslung mit etwas gedämpfterem Interpretationsfreiraum und ein zwei kleinen Spannungstiefs, aber dennoch eine Geschichte, die unter die Haut geht und ein Film den man sich problemlos im Kreise der Familie ansehen kann, der aber dennoch nicht unbedingt nur ein Kinderfilmdasein fristet, sondern in seiner Gesamtheit durchaus als starkes Fantasykino zu überzeugen weiß.

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Big_Kahuna

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Ich stör euch dann mal nicht weiter in eurer trauten Zweisamkeit, aber den Tee nehm ich mit, den braucht ihr eh nicht. :p


kobbi88

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*hehe*

Das... ähm.. Tee-Flaschen-Pfand kannste behalten :D


Negev

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Bewertung9.0Herausragend

Big Fish ist eine fantastische Biographie eines gewöhnlichen Menschens.

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filmfuzzy

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Untertitel zu diesem Film heißt: “Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht“. Damit ist schon viel verraten was Regisseur Tim Burton hier erzählen möchte. Denn wo es Zauber gibt ist das Märchen nicht weit. Und wo kann man Träume besser wahr werden lassen als im Kino. Edward Bloom (Albert Finney – als junger Mann – Ewan McGregor) ist ein solcher Märchenerzähler. Jedenfalls kommt es seinem Sohn Will (Billy Crudup) so vor. Denn sein Vater erzählt immer und überall skurrile Geschichten bei denen man nicht weiß ob sie die Wahrheit sind, wie er behauptet, oder glatt von Münchhausen stammen könnten. Der Grundstein zu dieser Lust am Fabulieren liegt in der Kindheit von Edward. Er lag drei Jahre im Gipskorsett weil er zu schnell wuchs. In dieser Zeit hat er alles an Literatur verschlungen was ihm unter die Augen kam. Doch Billy hat sich mit seinem Vater überworfen, weil er all diese Geschichten nicht glauben konnte. Jetzt liegt sein Vater im Sterben und Billy unternimmt einen letzten Versuch sich mit seinem Vater zu versöhnen. Vielleicht, so hofft er, wird er endlich auch eine Antwort auf die dringlichste Frage seines Lebens bekommen: Wer war Edward Bloom wirklich und welche seiner unzähligen Geschichten hatte zumindest einen wahren Kern? Am Sterbebett erzählt sein Vater dann seine Lebensgeschichte. Da begegnet man einem sanften Riesen, einer prophetischen Hexe, einer verwunschenen Stadt, einem Zirkusdirektor (Danny DeVito) der nachts zum Werwolf wird und einem hübschen Mädchen (ALISON Lohman – als seine Ehefrau Jessica Lange), dass Edward trotz vieler Widrigkeiten heiratet.
Der Film hat so viele Facetten die man nicht erzählen, sondern im Kino selbst erleben sollte. Ein typischer Tim Burton Film, der uns ja schon mit anderen schönen Filmen überrascht hat. Man denke nur an „Edward mit den Scherenhänden“, „Beetlejuice“ oder „Ed Wood“ und „Mars Attacks“. Darstellerisch mit einem abgerundeten Ensemble das diesen Film zu einem verträumten Kinoabend werden lässt.

118 Minuten kurzweilig über ein Abenteuer das Leben heißt.

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CHF

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Bewertung7.5Sehenswert

Big Fish ist mehr als ein oberflächliches Märchen für Kinder, das durchaus mit bunten Bildern und Fabelwesen zu überzeugen weiß.

Eine Lebensgeschichte erzählt in der Retrospektive, über den gescheiterten amerikanischen Traum. Ausgeschmückt mit Wunschdenken, um es der nächsten Generation etwas erträglicher zu machen.

Dichter oder gar überbewertete Poeten, die keine drei Sätze zu Papier bringen können, man könnte sie auch Broker, Banker oder Spekulanten nennen, finden dennoch Beachtung, obwohl ihr wahres Können nur in dem Ausrauben von bereits geplünderten Banken besteht. Eine geheuchelte Verwunderung über diesen Zustand, als man sich auch noch das Kassengeld unter Nagel reißen will, setzt dem ganzen Spott die Krone auf.

Ein Film über Ausbeutung, über schiefliegende Häuser, oder auch die Schieflage der Kredite, über unbezahlbare Träume, seien sie auch noch so weiss getüncht und mit malerischen Palisaden eingegrenzt. Sie bleiben dennoch nur unerreichbare Willensbekundungen von Träumern, die durch verhexte Wälder laufen, springenden Spinnen trotzen und selbst mit der Hilfe von Riesen diese Aufgabe nicht bewältigen können.

Ein leicht gekitschtes Ende führt beim Realisten zum Punktabzug, der Träumer geht darin auf und gibt dem Ganzen ein Full House.

Fazit: Kann sich jeder selbst aussuchen, Spielraum zur Interpretation ist grenzenlos vorhanden.

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

vanilla

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einer der SCHÖNSTEN Filme überhaupt und Burton´s Bester;-)


craax

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-ist >Edward Swissoirhands< ... ? )


FireAnt

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Bewertung9.0Herausragend

Tim Burton ist vielleicht der letzte große Magier des amerikanischen Kinos.
Außerdem die beste Nicht-Six Feet Under-Beerdigungsszene überhaupt.

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Spike1990

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein echte Filmperle, welche sich heute Nachmittag im Programm von Pro7 versteckt hat.

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Slevin_Kelevra23

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine tolle Lebensgeschichte, brilliant erzählt und verkörpert durch Ewan McGregor und Albert Finney, eröffnet sich hier dem Zuschauer. Der Film stellt eine abenteuerliche Lebensgeschichte dar, wie sie schöner nicht in erzählt werden könnte! 'Big Fish' erinnert uns daran, dass Geschichten erzählen eine der schönsten Sachen der Welt sein kann, egal wie wahr oder wie erfunden sie am Ende sind und genau das sollte man auch nach der Sichtung von 'Big Fish' mitnehmen. Ein absolutes Meisterwerk wurde hier von Tim Burton geschaffen!

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vanilla

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sein bester Film;-)
Ein modernes Märchen für Menschen mit einem großen Herz;-)


NewZooYorker

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

(Eventuell Spoiler!)
Big Fish - Die Geschichte einer Legende, eines Erzählers, ... eines Lügners? Tim Burton präsentiert uns hier seine unglaublich packende Homage an all die Geschichtenerzähler dieser Welt und somit auch an das Kino selbst. "Big Fish" handelt von einen Mann, der sich selbst alleine durch seine Worte unsterblich machte. Er hat es aber mit der Wahrheit nie so ganz genau genommen. Hier und da waren seine Geschichten ausgeschmöckert und so entstanden diese gar unglaublichen Erzählungen von Ed Bloom, gespielt vom grandiosen McGregor. Er hat gelogen. Zwar basieren sie schon teilweise auf Wahrheiten, aber letztendlich ist es nie so passiert. Und wenn kümmert das? Diese Geschichten sind voller Ideen, Visionen, Kreativität und vor allem voller Leben. Ein guter Geschichtenerzähler erzählt seine Besten Storys immer und immer wieder. Denn wie Ed Bloom selbst sagte:
"A man tells his stories so many times that he becomes the stories. They live on after him, and in that way he becomes immortal."
Burton ist wie sein Hauptcharakter auch ein Geschichtenerzähler und der wahrscheinlich größte den das Kino noch hat. Mit Bewegenden Bildern, einen bezauberndem Cast, einem wundervollen Score hat er seine Geschichte erzählt, und sie war nicht voller Lügen, sie war einfühlsam, voller Größe und Kraft und sie war bewegend. Für ein paar Leute war das Kitsch, für mach war es eines der emotionalsten Erlebnisse die ich bei einem Film je hatte. Burton verleiht seinen Bildern kraft, er bekennt sich zu seinen Geschichten, und dazu, dass es die Lügen bei diesen Erzählungen nie gab, die wundersamen Geschehnisse waren immer ein Teil der Geschichte, sie mussten nur erzählt werden. Am Ende wird die Geschichte zu Ende erzählt, und dieses berührende Meisterwerk findet einen emotionalen Abschluss. Tränen, und doch unendlich glücklich. Dank Filmen wie "Big Fish" und Leuten wie Tim Burton wird das Kino seine Geschichten immer wieder erzählen, und dafür bin ich unendlich dankbar.

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PommesPapst

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eine ganz tolle Geschichte zwischen Märchen und Realität mit einem fast durch die Bank weg hervorragend spielenden Cast.

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ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Als würde Tim Burton einen Schritt ins Licht tun und nach der Schelte, die er für "Planet of the apes" bekommen hat, sich neu sortiere. Nun, zumindest ein bisschen. Vom Gefühl her ist dies eindeutig ein Burton, die Position des Erzählers ist hier jedoch deutlich eine erwachsenere. Ob es nun Altersweisheit ist, oder einfach nur neugewonnene Milde: Tim Burton rückt die Figuren, die vorher noch meist Außenseiter waren, in die Mitte und belässt sie dort. Das Mitleid bekommen diesmal diejenigen, die nicht sehen wollen oder können.
Natürlich ist das zuweilen sehr kitschig, gerade weil Burton um seine fantasievollen Episoden ein kleines Familiendrama aufbaut, welches doch schon sehr altbekannten Standarts folgt und somit gänzlich vorhersehbar ist. Seltsamerweise wartet man trotzdem immer wieder auf das Ende des Films, wird man stets auf neue von diesem angenehm berührt. So wie man sich prinzipiell wiederholt relativ gut auf den Film einlassen kann, obwohl man sein kleines Geheimnis doch eigentlich schon kennt. Aber auch als Kind hat man sich ja ein und dasselbe Märchen immer und immer wieder angehört. Die Sehnsucht nach dem guten Ende, die Hoffnung auf Erleichterung, man hat sie unbewusst mal für mal künstlich befriedigt. Und so geht es mir auch mit "Big Fish": Es ist einfach ein schöner Film, der sagt, dass vielleicht doch nicht alles so schlimm ist, dass man vieles einfach nur sehr dunkel sieht und empfindet...gerade als Erwachsener.
Kann man sich auf diesen positiven Aspekt dieser Geschichte einlassen, dann wird man von diesem Film sanft verzaubert. Ein sehr warme Angelegenheit, der man auch gern ihre kleinen Längen verzeiht. Und auch wenn das dem einen oder anderen viel zu kitschig und bunt gestaltet ist, so seh ich in diesem Film doch auch eine große Wahrheit. So wie manche Autoren, manche Filmemacher sich in die tiefen des menschlichen Schmerzes stürzen, höchst tragische Geschichten entwerfen, die vor Dunkelheit und Abgründen nur so strotzen, letztendlich aber auch nur eine Seite des Lebens damit beleuchten, so ist dies Burtons Blick aufs Leben durch die Augen eines Menschen wie Edward Bloom. Und dieser weiß nur zu gut das nicht alles schön ist, weiß um den Schmerz den es gibt, aber er selbst will dem Ganzen etwas Farbe, etwas schönes hinzufügen. Auch da, wo es vielleicht nichts schönes zu sehen gibt. Am Ende ändert dies natürlich nichts, das Ergebnis bleibt das gleiche...dies gilt aber im gleichen Maße für eine negative, nihilistische Sicht auf die Dinge des Lebens. Und auch wenn ich weit davon entfernt bin, ein Mensch zu sein der solche Dinge in einem positiven Licht sehen kann, so bin ich doch froh, wenn mir dieser Edward Bloom ab und an seine Augen leiht. Denn diese Sehnsucht nach dem Happy End habe ich nachwievor.

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Spielberg_Fan

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Mein Lieblings-Burton !!!


ElMagico

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Ein toller Burton...aber da bin ich mit dem anderen Edward viel zu dicke ;)



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