Schloß des Schreckens
The Innocents (1961), GB Laufzeit 100 Minuten, FSK 16, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 25.05.1962
8.1
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von Jack Clayton, mit Deborah Kerr und Peter Wyngarde
England im späten 19. Jahrhundert: Die Gouvernante Miss Giddens wird in einem entlegenen Landhaus mit der Erziehung der wohlerzogenen Waisenkinder Flora und Miles beauftragt. Voller Eifer widmet sich Miss Giddens der Arbeit, die Kinder sind gehorsam, doch der wohlige Schein trügt: Furchtbares hat sich bereits in dem Landhaus ereignet. Mysteriöse Umstände und geisterhafte Erscheinungen lassen die Gouvernante befürchten, die beiden Kinder seien besessen.
Cast & Crew
-
Jack Clayton
-
Deborah Kerr
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Miss Giddens
-
Peter Wyngarde
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Peter Quint
-
Megs Jenkins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Grose
-
Michael Redgrave
-
Martin Stephens
-
Pamela Franklin
Regie
Schauspieler
-
Clytie Jessop
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Miss Jessel
-
Isla Cameron
-
William Archibald
-
Truman Capote
- Genre
- Thriller, Mysterythriller, Horrorfilm
- Handlung
- Angst, Auftrag, Erziehung, Gouvernante, Landhaus, Mysteriöses Haus, Waise
- Stimmung
- Gruselig, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Schloß des Schreckens
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Kritiken (1) — Film: Schloß des Schreckens
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenJack Claytons "The Innocents" ist atmosphärisch dichter, unheimlicher und photogener Haunted House-Horror, brillant in Szene gesetzt, überragend gespielt von der facettenreichen Deborah Kerr. Vor allem aber arbeitet der Film mit derart vielen Doppelkodierungen, dass sein wahrer Schrecken erst aus dem Bild einer paranoiden, frigiden Puritanerin erwächst - die unschuldige Kinder mit aller macht zu domestizieren versucht, um eigene sexuelle Dämonen zu bändigen. Den aussagekräftigen wie gewagten Höhepunkt bildet dabei eine leidenschaftliche Kussszene zwischen ihr und einem kleinen Jungen: Zweifellos liegt der größte Horror bei "The Innocents" in der Darstellung des Verhüllten, das sich langsam einen Weg nach außen bahnt.
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patcharisma 2010/06/09 02:28:35
Antwort löschenKlasse!
Hisayasu S 2011/11/22 00:30:31
Antwort löschenSeh ich auch so!
Kommentare (14) — Film: Schloß des Schreckens
Kommentar schreibenJaywalkerHB 2011/12/08 13:31:42
Kommentar löschenHab ihn mir etwas gruseliger erhofft. Aber der Film ist trotzdem gut gealtert. Das Ende funktioniert sehr gut und lässt Spielraum für Interpretationen.
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filmfan90 2011/09/19 22:20:14
Kommentar löschenAusgehend von Henry James‘ Novelle „The Turn of the Screw“ handelt „The Innocents“ von rätselhaften Begebenheiten im Dunstkreis zweier Kinder vor dem Hintergrund eines ländlich gelegenen Herrenhauses.
Die attraktive Pfarrerstochter Miss Giddens (Deborah Kerr) tritt als Gouvernante in den Dienst eines wohlhabenden Geschäftsmannes und wird mit der Erziehung seiner verwaisten Nichte Flora und ihres Bruders Miles betraut. Angekommen auf dem vornehmen Landgut in Bly, auf dem die Kinder leben, zeigt sich Miss Giddens entzückt von der Wohlerzogenheit der Geschwister, wenngleich sie sich über manche Verhaltensweisen Floras und Miles‘ wundert. Eines Tages erblickt die junge Gouvernante rätselhafte Erscheinungen - einen unbekannten Mann auf dem Turm des Anwesens, der plötzlich verschwindet, und eine in schwarz gekleidete Dame im Schilf - und ist zutiefst beunruhigt. Sie erfährt von der Hausdame, dass der ehemalige tyrannische Hausverwalter Quint und die vorherige Erzieherin der Geschwister, Miss Jessel, vor einiger Zeit ein unmoralisches Verhältnis miteinander eingegangen und daraufhin beide auf tragische Weise zu Tode gekommen seien. Miss Giddens befürchtet, dass die Geister der beiden Toten Besitz von den Kindern ergriffen haben…
Jack Clayton, der zu den Vertretern des britischen „Free Cinema“ gerechnet wird, gelang mit „The Innocents“ ein atmosphärisch außerordentlich dichter, beklemmender Horrorfilm im Gewand der Schauerromantik. Freddie Francis‘ Kamera schwelgt in den geheimnisvollen Kulissen der englischen Parkanlage und dem gediegenen Interieur des Herrenhauses und liefert somit die optimale Grundlage für eine bizarre Geistergeschichte.
Den beiden Kinderschauspielern, Pamela Franklin und Martin Stephens, gelingen die Interpretationen ihrer schwierigen Parts außerordentlich gut, indem sie überzeugend die Gemütszustände der Kinder, die zwischen geheimnistuerischer Überlegenheit und Verletzbarkeit, Selbstsicherheit und Irritation changieren, darstellen.
Deborah Kerr spielt die vielschichtige Rolle der Protagonistin mit enormer Intensität: denn das Drehbuch aus der Feder keines Geringeren als Truman Capotes, das von einer psychoanalytischen Lesart der literarischen Vorlage geprägt ist, lässt offen [SPOILER ], inwiefern jene Geistererscheinungen der Einbildung Miss Giddens‘ entspringen; die Phantome tauchen nur in Anwesenheit der Erzieherin auf und bleiben den restlichen Angestellten verborgen. Clayton gelingt es, diese „Leerstelle“, d.h. die Frage nach Wahn und Wirklichkeit, bis zum tragischen Ende des Films beizubehalten [SPOILER ENDE].
Die unterdrückte Sexualität der aus einer puritanischen Pfarrersfamilie stammenden Protagonistin, die sich nur allzu gerne von dem frühreifen Charme des Knaben Miles verführen lässt, zeugt ebenfalls von einer psychologisierenden Interpretation der Novelle von Henry James. Charakteristisch hierfür ist etwa die Szene, in der Miss Giddens mit den Geschwistern „verstecken“ spielt und diese sucht, bis plötzlich Miles sie von hinten mit den Worten: „Jetzt bemächtige ich mich Ihrer!“, packt und fest umklammert hält. Anstatt sich gegen das ihr körperlich unterlegene Kind zu wehren, winselt Miss Giddens förmlich um Gnade, weshalb jene Szene nahezu an ein sexuelles Rollenspiel erinnert…
„The Innocents“ beweist, dass Spannung und Grusel auch (oder erst recht!) ohne aufwendige beziehungsweise gar blutige Schock- Effekte entstehen kann, und profitiert außerdem von dem psychologisch versierten Drehbuch Capotes. Weiterhin antizipiert Claytons Werk gewissermaßen den knapp 20 Jahre später entstandenen Schocker „The Shining“ von Stanley Kubrick, in dem ebenfalls unklar bleibt, inwiefern es die nach außen projizierten „eigenen Dämonen“ des Protagonisten sind, die ihn dazu anleiten, Böses zu tun…
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filmfan90 2011/09/19 22:21:40
Antwort löschenPS: Der deutsche Titel ist bescheuert und lässt zu unrecht vermuten, dass es sich bei "The Innocents" um einen B- Film handeln könnte.
hoffman587 2011/09/19 22:25:34
Antwort löschenWie immer eine sehr schöne Kritik!:)
Ich kenne zu meiner eigenen Schande nur das, nennen wir es, misslungene TV-Remake. Ich sollte mir diesen wohl auch mal ansehen und besonders interessant in Hinsicht auf Kubricks "Shining", das macht die Sache für mich dann doch gleich spannender.:)
filmfan90 2011/09/19 22:31:30
Antwort löschenDankeschön :)
Gerade für dich als Liebhaber von "The Shining" ist dieser Film eine ausgesprochene Empfehlung. ;)
patcharisma 2011/09/19 22:42:31
Antwort löschenAhhh, cool! ;-)
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Dolly Zoom 2011/09/25 23:53:23
Antwort löschenDanke für den Fund und den Text; mit dem Titel hätte der Film sonst nur schwer mein Interesse wecken können. ;-)
SPOILER:
Gerade weil es sich, wie richtig feststellst, um eine psychologisierende Interpretation denn eine vorlagengetreue Verfilmung handelt, fehlt die Ambiguität des Endes. Oder welche Hinweise findest du für die andere Lesart, also, dass die Geistererscheinungen objektiv stattgefunden haben?
SPOILERENDE
filmfan90 2011/09/26 16:39:17
Antwort löschen@ Dolly: Freut mich sehr, dass dir der Film auch so gut gefallen hat! ;)
[SPOILER] M.E. liegt die Ambiguität am Ende des Films in Miles' Verhalten: Nachdem Flora Bly verlassen hat, unterhält sich Miss Giddens mit Miles und versucht ihm zu entlocken, dass er unter Quints Einfluss stehe. Miles weicht Miss Giddens' Fragen aus und rennt schließlich sogar davon. Im Gewächshaus gesteht Miles, dass er den anderen Kindern im Internat Angst eingejagt und sie beleidigt habe, woraufhin er Miss Giddens anschreit und u.a. als "Flittchen" bezeichnet. In dieser Situation taucht auch noch plötzlich Quints Gesicht hinter der Glasfront des Gewächshauses auf (auch hier stellt sich natürlich wieder die Frage, ob man als Zuschauer Miss Giddens' gestörte? Wahrnehmung einnimmt, oder nicht). Als Miss Giddens Miles darauf in den Park folgt und ihn anfleht zu sagen, wer ihm diese Bösartigkeiten beigebracht habe, schreit dieser nach Quint, der plötzlich zwischen den Statuen erscheint - Miles kann ihn anscheinend nicht sehen - und seine Hand hebt, woraufhin der Junge zusammenbricht.
Hinzu kommt, dass die "Erscheinungen" gezielt in den Film integriert wurden, und es keinen eindeutigen Beweis dafür gibt, dass sie nicht nicht existieren; lediglich die Kinder streiten ab, die Geister sehen zu können, aber sofern sie unter deren Einfluss stehen, ist dies auch nur "verständlich". Insgesamt gebe ich dir aber schon recht, dass der Film sich am Ende eher um eine "rationale" Aufklärung der Ereignisse bemüht, da die Hinweise auf die Existenz der Geister ziemlich vage sind. Dennoch hat mich aber beeindruckt, dass selbst die psychologische Interpretation aus o.g. Gründen nicht völlig aufgeht und der Film gerade wegen dieser "Uneindeutigkeit" besonders faszinierend ist. [SPOILER ENDE]
Ich_mache_Seife 2011/05/28 15:20:01
Kommentar löschenEine in die Idylle eines großen Landsitzes gebettete Erzählung über Geister, Bessenheit und unheilvolle Visionen, oder doch eher ein Blick in eine zerüttete Seelenlandschaft? Die endgültige Antwort verloren in den malerischen Weiten des Schlossparks, deren einzige Zeugen steinerner Gestalt sind.
Meisterlich die atmosphärische Dichte, welche getragen von dem Klang des Windhauches und dem Gesang der Vögel Unheilvolles erwarten lässt. Deborah Kerr's Spiel ist in seiner vollen Bandbreite zu jeder Zeit erhaben. So muss poetische, subtile Gruselstimmung aussehen. Eine Perle und ein kleines Meisterwerk. Großartig.
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Conan Doyle 2011/02/02 08:19:21
Kommentar löschenDer Film schafft es ohne großen technischen Schnickschnack oder das heute obligatorische Blutvergießen eine spannende und gruselige Atmosphäre aufzubauen. Dazu tragen die gelungenen s/w-Kulissen (in Farbe währe das Ganze sicher nicht so gelungen), die der Stimmung angemessene Musik und die gekonnten schauspielerischen Leistungen bei. Dabei fragt sich der Zuschauer bis zum Ende immer wieder, ob nun die Gouvernante langsam verrückt wird und sich die Gesitereerscheinungen nur einbildet, oder ob die Kinder wirklich besessen sind.
Da ich eigentlich kein großer Fan von Mystery oder Geisterfilmen bin, war ich anfangs skeptisch, aber meine Erwartungen wurden hier übertroffen
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Filmkenner77 2010/10/16 14:05:24
Kommentar löschenAtmosphärisch äußerst gelungener Gruselfilm, bei dem man bis zum Ende nicht weiss, ob die Kinder vom Bösen besessen sind.
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RoosterCogburn 2012/02/04 00:29:18
Antwort löschenund auch nach Ende nicht ;)
Filmkenner77 2012/02/04 10:10:59
Antwort löschenEigentlich doch, wenn ich das Ende richtig gedeutet habe. Wenn ich mich noch recht erinnere, es ist schon ein wenig länger her, hatte der Geist des Gärtners doch Besitz von den Kindern ergriffen.
RoosterCogburn 2012/02/04 21:20:12
Antwort löschenNur in der Erzählung der Gouvernante. Soweit ich die alte Verfilmung in Erinnerung habe. Ob man die Realität und Sichtweise der Gouvernante und damit die eigene gesehene "Wirklichkeit" annimmt oder das eigens Gesehene kritisch zu betrachten vermag, ist wohl von Betrachter zu Betrachter verschieden.
Aber eine eindeutig Antwort gab der Film nicht. Genauso gut kann es sich um eine Geisteskranke gehandelt haben, die eine Gefahr für die Kinder darstellte.
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Filmkenner77 2012/02/05 10:04:25
Antwort löschenDa kannst du recht haben. Müsste den Film noch einmal sehen nach all den Jahren. Läuft aber leider nicht so oft im TV.
RoosterCogburn 2012/02/05 12:26:17
Antwort löschenWie bereits erwähnt, soweit ich das in Erinnerung habe. Allerdings würde ich das auch nicht unterschreiben. Zum einen kenne ich "Die Drehung der Schraube", also die Vorlage, und zum anderen habe ich jetzt erst kürzlich eine neue Adaption gesehen.
Manchmal täuscht mich die Erinnerung und ich bringe das Gesamtwissen bezgl eines Werkes etwas durcheinander. Dann verschhwimmt die alte Adaption mit der neuen. Womöglich gibt es mehr als zwei Umsetzungen. Und wenn man dann noch die literarische Vorlage mal gelesen hat, naja. Bin halt keine Maschine, nur Mensch.
Kanaldrache 2010/05/22 20:39:17
Kommentar löschenDer Film lässt sicherlich einen nachdenklichen und fragenden Zuschauer zurück . Sei es nun die sexuellen Anspielungen , die vielleicht damals eher noch unerhört waren und kaum wahrgenommen wurden , das ungezogene Verhalten der Kinder das man als das Böse interpretieren könnte oder das panische Verhalten der Gouvernante das man auch als Geisteskrankheit sehen könnte . Für mich war der Film dann doch mit diesem wohl gewollt Spekulativem überladen und hätte mir auch im Verlauf eine klarere Richtung gewünscht . Der Schluss war dann jedenfalls eindeutig erkennbar , aber auch erst als der Abspann lief . Ob ihnen kein besseres Ende einfiel ? Darüber kann man auch spekulieren . Nach wie vor aber ein sehenswerter Film !
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Sonse 2010/04/22 18:10:53
Kommentar löschenJack Claytons "The Innocents" ist ein hervorragend inszenierter Gruselfilm, für alle die subtilen Horror, der sich vorwiegend im Kopf des Zuschauers abspielt, schätzen. Gothic-Atmosphäre in tollen Bildern mit einer überängstlichen Deborah Kerr und gruseligen Kindern.
Wer sind die Unschuldigen? Die Kinder, die Erwachsenen, wir? Wer sieht hier Gespenster? Wer lügt und wer sagt die Wahrheit? Das unendliche Mysterium dieser Geschichte macht ihre Faszination aus. Clayton und die Autoren, darunter kein geringerer als Truman Capote, haben sich in dieser Ambiguität sehr eng an die berühmte Vorlage von Henry James gehalten.
"The Turn of the Screw" mag ich persönlich gerade aufgrund dieses bewussten und beeindruckenden Drahtseilakts der Doppeldeutigkeiten nicht so sehr. James wollte, dass man die Geschichte drehen und wenden, aber nicht lösen kann. Davor habe ich Respekt, aber einen solchen Rubik-Würfel würde ich zum Beispiel gleich wieder wegwerfen, denn da lohnt sich das Knobeln ja gar nicht. Aber lasst euch von meinen persönlichen Befindlichkeiten zu James' Werk nicht abschrecken, der Film lohnt sich allemal.
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BlueSquirrel 2010/04/22 18:54:34
Antwort löschenIch liebe Themenabend. Noch einer?
pellekraut007 2010/03/01 18:03:08
Kommentar löschenDie Kinder Flora und Miles verbringen ihre Ferien mit ihrer neuen Gouvernante Miss Giddens in einem viktorianischen Herrenhaus auf dem englischen Land. Und zunächst ganz zart, fast betörend, rankt sich das Gespinst zweier eingespielter Geschwisterlein um den Hals der Erzieherin und ... den eigenen. In einem Labyrinth aus Geflüster, Schweigen, Andeutungen und endlos dunklen Gängen verläuft man sich hilflos, bis einem die Erscheinungen die Haare zu Berge stehen lassen. Beim Filmtitel erwartet man eher eine Kirmesattraktion, wird aber mit wohligem Schauer und einem der besten Filme belohnt, die dieses Genre zu bieten hat und noch heute viele aktuelle Splatterstreifen in seinen gewaltigen, bösen Schatten stellt. Läßt es uns doch erschauern vor den gewalttätigen Dämonen und erahnen, dass jeglicher Ungeist nur mit Liebe bekämpft und besiegt werden kann. Ich stimme ein: bei diesem Klassiker ist man gerne zu...zwein! Gruselgrunz!
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Weltensegler 2010/03/01 22:49:35
Antwort löschenLOL. Flora und Miles? Nicht wirklich oder? Schon mal die Serie Deadwood gesehen? ^^
pellekraut007 2010/03/02 10:20:40
Antwort löschenNoch nicht...habe aber einen Auszug aus der Serie auf YT gesehen... tatsächlich... die Macher kannten möglicherweise den Film... http://de.wikipedia.org/wiki/Schlo%C3%9F_des_Schreckens
Mawazh 2010/02/18 01:12:39
Kommentar löschenWahrscheinlich der beste Horror-Film aller Zeiten.
Trotz seine Alters vermag es der Film auf seine subtile Art den Zuschauer zu verstören. Der Cast ist schlichtweg perfekt, besonders die zwei Kinderdarsteller sind grandios. Das Prunkstück des Films ist aber die sehr vielschichtige Story, die mehrere Erklärungen bzw. Sichtweisen der Ereignisse zulässt.
Ein Meisterwerk.
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xtheunknown 2009/10/24 11:23:32
Kommentar löschenalleine schon wegen der subtilen angst vor den kindern vieleicht der beste paranojafilm bisher.
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patcharisma 2009/01/12 14:56:08
Kommentar löschen"Was soll ich singen für meinen Herrn vom Fenster aus?
Wozu noch lachen, da mein Herr mein Lachen nicht hört?
Wie denn noch atmen, da mein Herr mich verlassen hat?
Was jetzt ihm schenken, da mein Herr nichts mehr begehrt?
Wen soll ich lieben, wenn der Mond nächtens erscheint?
Gefangen ist mein Gebieter sein sein Kerker die Grabesstadt.
Wie antworte ich, wenn mein Herr nach mir ruft?
Was tue ich nur, wenn er klopft an meine Tür?
Wie ihn empfangen, wenn über die Schwelle er eintritt zu mir?
Und den Hauch des Todes ich in der Seele spür?
Tritt Gebieter ein.
Zerbrich dein Gefängnis, mein Herr.
Erheb aus dem Grab dich, weil der Mond schon am Himmel glänzt.
Willkommen Gebieter..."
.
Die Mutter aller Gothfilme - ein unübertroffenes Meisterwerk!
Nach all den Jahren kein Gramm Staub angesetzt und so oft kopiert (kürzlich in "Das Waisenhaus") & natürlich nie erreicht! Das viktorianische Feeling, die fast shakespear'schen Dialoge, das tolle Dekor, die vielen Details & die zwei toll spielenden Kindern (Martin Stephens einzige Rolle neben einer kleineren in "Das Dorf der Verdammten") & die grosse Deborah Kerr in ihrer besten Rolle.
Für seine Zeit bahnbrechend ist dieser latent hocherotische, voller unerfüllten Sehnsüchte beigemischte Aspekt dieses Ganzen: Anfangs die jungfräuliche Miss Giddens (die den Job eigentlich nur einnimmt, um den wealthy-potenten Herr (Sir Michael) zu "beeindrucken"), wird sein Ziehsohn immer weiter eine Art Ersatz dieses Ideals, bis hinzu ihrer Hingabe an den Jungen Miles. Das beginnt schon in der Kutschenfahrt mit Miles' Komplimenten über die Location der totalen (sagen wir anti-erotischen, abgeschiedenen) vorgefundene Isolation mit der pummeligen Housekeeperin Mrs. Grose, die eh nichts von sowas versteht, bis hin zu den latenten Beziehungen der Kindern zu ihren Geistern & Miss Giddens' Fazination für diesen Toten mit seinen "verwerflichen" Abgründen von Suff & Sex ("Wer ist dieser gutaussehende Mann auf dieser Miniature?"). Steht Miles mit der Zeit symbolisch als Erosersatz für die seelische Frustration von Frau Giddens (der Schluss spricht Bände)? Lenkt man sich von sich selbst mit einer doofen Gouvernante mit Gutmenschentums- & Sozialarbeitergeschwätz ab, indem man mit äusserlichen Begebenheiten von der eigenen Unerfülltheit ablenkt? Das ist bis heute das typische Motiv alles Gutmenschentums, Probleme in den anderen festzumachen. Das ist einfach meisterlich, subtil abgründiges & grösstes psychologisches Kino, und das im Jahr 1961!
Der visionäre Soundtrack ist fantastisch, teilweise tönt es wie Pink Floyd's "Saucerful of Secrets", das aber ganze 7 Jahre früher. Zum Glück hat sich noch niemand hier an ein ödes Remake rangemacht. Also Finger weg, Jan de Bont, John Moore etc! Auch wenn er am TV kommt, unbedingt schauen, die deutsche Synchro ist sehr gut. Ich hab den Film schon mindestens 100 Mal gesehen und tu es immer wieder gern! "The Innocents" gehört in die Top Five meiner Lieblingsfilme, so bahnbrechend war nix davor & nix danach.
PS: Dieser Stoff "Turn Of The Screw" von Henry James gibts übrigens auch als schräge Oper von Benjamin Britten.
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Hoppala 2008/09/21 19:37:29
Kommentar löschenWas habe ich bei diesem Film eine Gänsehaut gehabt.
Von diesem Streifen können sich die neueren alle eine gewaltige Scheibe
abschneiden.
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PrettyPenny 2008/06/21 15:43:41
Kommentar löschenEin toller Film aus den 60er mit Miss Giddens, die bis Ende nicht wirklich weis, was nun Sache ist, und selber vielleicht alles böse herausbeschwört
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dAShEIKO 2008/01/28 01:26:48
Kommentar löschenWahrlich ein Meisterstück des Horror, und der klare Beweis, dass es dafür keiner Blutorgien und Monster bedarf. Selten habe ich einen so beklemmenden Gruselfilm gesehen. Wer übrigens wissen möchte, was zuvor geschah, dem sein der Film QUINT mit Marlon Brando ans Herz gelegt http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=17856
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