Das Fenster zum Hof
Rear Window (1954), US Laufzeit 112 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 08.04.1955
62 Bewertungen
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8133 Bewertungen
79 Kommentare
Keine
von Alfred Hitchcock, mit James Stewart und Grace Kelly
In Hitchcocks Das Fenster zum Hof glaubt James Stewart beim Blick aus dem Fenster Zeuge eines Mordes zu werden.
Durch einen Unfall ist der Fotograf Jeff (James Stewart) für einige Wochen mit einem gebrochenen Bein an seine Wohnung gefesselt. Als einzige Ablenkung bleibt ihm, neben den Besuchen seiner Pflegerin Stella (Thelma Ritter) und seiner Verlobten Lisa (Grace Kelly), nur der Blick aus seinem Fenster in den belebten Hinterhof seines Appartmentblocks. Hier beobachtet er in den verschiedenen Nachbars-Fenstern die großen und kleinen Geschichten des Lebens. Besonders interessiert ihn allerdings die Wohnung der Thorwalds, in der Mysteriöses vorgeht. Durch seine Gehbehinderung kann er auch nicht eingreifen, als er am Fenster sitzt und glaubt, den Mord Thorwalds an seiner Ehefrau in der der Wohnungen gegenüber zu beobachten.
Hintergrund & Infos zu Das Fenster zum Hof
Das Fenster zum Hof (OT: Rear Window) basiert auf der Kurzgeschichte It Had to Be Murder des Krimi-Autors Cornell Woolrich aus dem Jahr 1942. Das Fenster zum Hof ist der vielleicht meistinterpretierte Film Hitchcocks, da der zum voyeuristischen Zuschauen verurteilte Jeff wie kaum eine andere Figur den Zuschauer selbst repräsentiert. Nie verlässt die Kamera Jeffs Wohnung, das Geschehen außerhalb sieht auch das Publikum nur durch das Fenster. Wie dieser muss auch er versuchen, sich aus seinem beschränkten Bildausschnitt alle nötigen Informationen zu erschauen und die Leerstellen mit seiner Phantasie füllen.
Das Fenster zum Hof war der letzte Film Alfred Hitchcocks, der in einer sehr beengten Umgebung spielte. Bei Anruf: Mord, ebenfalls von 1954, trug sich auch fast ausschließlich in einer Wohnung zu, ebenso Cocktail für eine Leiche von 1948. Das Rettungsboot von 1943 gab seinen Protagonisten hingegen noch weniger Platz, denn sie verbrachten den Film in einem Rettungsboot auf hoher See.
Mehr Bilder (16) und Videos (3) zu Das Fenster zum Hof
Cast & Crew
- Genre
- Mysterythriller, Thriller
- Zeit
- 1950er Jahre, Nacht, Sommer
- Ort
- Manhattan
- Handlung
- Alte Jungfer, Amateur Detektiv, Beobachtung, Bildjournalist, Blitzlicht, Blondine, Dieb, Ehering, Erpressung, Fenster, Festnahme, Feuerleiter, Fotograf, Freundin, Gebrochenes Bein, Gefahr, Gipsbein, Handtasche, Hitze, Hof, Hummer, Hund, Junggeselle, Kamera, Klassiker, Kofferraum, Komponist, Krankenschwester, Kriminalinspektor, Künstler, Massage, Messer, Mord, Mord an Ehefrau, Mordverdacht, Nachbar, Rollstuhl, Schmuck, Sturz aus dem Fenster, Tänzer, Verdacht, Vertreter, Voyeur, Voyeurismus, Wohnung, Zerstückelung von Menschen
- Stimmung
- Aufregend, Romantisch, Spannend
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Kritiken (6) — Film: Das Fenster zum Hof
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Man kommt an dem Punkt an, an dem man sich fragt, ob es hier schon um paranoide Einbildungen handelt, oder ob unsere Sicht klarer denn je ist. Und gerade für eine solche Geschichte, die wirklich immer weiter aufbaut, kommt die ruhige Inszenierung von Hitchcock gerade richtig, die anspannt, fesselt und die kommende Explosion unausweichlich macht. [...]
Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
moviee Sun, 08 Jul 2012 15:13:03 -0000
Antwort löschenSchön geschrieben. Ich muss den endlich mal sehen, das Remake ist einer meiner Lieblingsfilme.
Le Samourai Sun, 08 Jul 2012 15:44:31 -0000
Antwort löschenGanz klar ein Punkt zu wenig, aber ich hab dich trotzdem (wieder) lieb! ;)
Toller Text!
SoulReaver Sun, 08 Jul 2012 15:58:43 -0000
Antwort löschen@moviee Unbedingt. Und Danke. :)
@Samourai Ach, bei dem is ab 8 alles vertretbar. Was heißt hier wieder! Danke :)
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JackoXL Sun, 08 Jul 2012 19:42:49 -0000
Antwort löschenPerfekt beschrieben.
SoulReaver Sun, 08 Jul 2012 20:07:37 -0000
Antwort löschenVielen, vielen Dank, Jacko. :)
Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds
Kommentar löschenGrandios ist die clevere Art und Weise, wie der Protagonist zum Stellvertreter des Zuschauers gemacht wird, weil beide über die gesamte Spielzeit hinweg zum bloßen Beobachten verdammt sind. Dabei verhandelt Das Fenster zum Hof alltäglichen Voyeurismus und vor allem Sensationslust: Hauptfigur und Publikum konstruieren sich aus den vermeintlichen Fakten eine Kriminalgeschichte, weil diese Unterhaltung und Kurzweil verspricht, während andere Lösungen reizlos erscheinen. Leider verpatzt das Finale den bis dato guten Film, indem dem Unterhaltungstrieb nachgegeben und der Voyeurismus positiv dargestellt wird, die Kriminalgeschichte tatsächlich eine ist, anstatt als herbeiphantasiertes Gebilde eines sensationsheischenden Spanners entlarvt zu werden, was natürlich auch eine höchst effektvolle Attacke auf das gierige Publikum bedeutet, unsere Spannerkultur offenbart und bloßgestellt hätte. Als bloßer Kriminalfilm funktioniert der Klassiker lediglich auf solidem Niveau und ist wenig spannend.
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten
Le Samourai Thu, 12 Apr 2012 19:33:46 -0000
Antwort löschenDu machst mich fertig.
Filmsuechtiger Thu, 12 Apr 2012 19:38:42 -0000
Antwort löschenIch verstehe aber wirklich nicht, warum der Film so beliebt ist obwohl er in dem, was ihn auszeichnet, versagt. Hilf mir. :-)
Le Samourai Thu, 12 Apr 2012 19:44:50 -0000
Antwort löschenIch hab ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer, wovon du redest. Der versagt überhaupt gar nirgendwo, für mich einer der zehn besten Filme, die JEMALS gedreht wurden, ein Film, wo ALLES stimmt. Ich glaub, dir ist nicht zu helfen ;-)
Filmsuechtiger Thu, 12 Apr 2012 20:12:15 -0000
Antwort löschenIch habe doch ganz dezidiert geschrieben, warum mir der Film nicht so gut gefällt.
Le Samourai Thu, 12 Apr 2012 20:25:20 -0000
Antwort löschenKann ich absolut nicht nachvollziehen.
Dolly Zoom Thu, 12 Apr 2012 20:58:36 -0000
Antwort löschen"Der Begriff Troll bezeichnet im Netzjargon eine Person, die Kommunikation im Internet fortgesetzt und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion darstellen."
Le Samourai Thu, 12 Apr 2012 21:01:02 -0000
Antwort löschen???
BigDi Thu, 12 Apr 2012 21:19:10 -0000
Antwort löschen!!!
Le Samourai Thu, 12 Apr 2012 22:21:47 -0000
Antwort löschenMacht leider überhaupt keinen Sinn.
Dolly Zoom Thu, 12 Apr 2012 22:47:59 -0000
Antwort löschenFalsch! Erst Jeffs Voyeurismus ermöglicht es ihm zum Helden zu werden - damit hat sich das Eindringen in die Privatsphäre der anderen für den Zuschauer als Zeuge einer spannenden Handlung und für Jeff als Selbstbestätigung - und trotz des zweiten Beinbruchs - letztentlich gelohnt. Obwohl ich ganz anderer Ansicht gegenüber dem Film bin als der Filmsüchtige kann ich nachvollziehen, dass er die Erschütterung der Erwartungshaltung gegenüber ihrer Bestätigung bevorzugt hätte.
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Filmsuechtiger Fri, 13 Apr 2012 04:28:46 -0000
Antwort löschenVor allem stört mich die damit verbundene Aussage des Films. Jeff handelt wider jeder Faktenlange, einzig für sein Ego, für die Bekämpfung seiner Langeweile und für die Erhaltung seiner (eingeschränkten) Ansicht der vermeintlichen Realität - und wird dafür belohnt. Man stelle sich vor, Jeff hätte den Mann einfach umgebracht, ohne dass dieser ihn angegriffen hätte und einen Tag später käme die Frau nach Hause - ein tolles Plädoyer gegen Vorurteile (und -verurteilung), gegen Sensationsgier (und-journalismus) etc. Stattdessen heißt der Film all das gut.
Aylon5 Tue, 08 Jan 2013 22:15:15 -0000
Antwort löschenSehe ich ganz genau so, das Ende hat mich dahingehend auch etwas enttäuscht.
Hinzu kommt noch die Beziehung und der offensichtliche Konflikt in dieser, der einfach übergangen wird.
Fast schon als Vorwand wird das nachbarliche Treiben genutzt um diesen Konflikten einfach aus dem Weg zu gehen.
Und am Ende scheinen sie auch ohne die Lösung des Konflikts glücklich zu sein. Mehr oder weniger..
wie er am Anfang schon zu seiner Pflegerin sagt: "Ich brauche eine Frau die bereit ist überall mit hin zu gehen, alles mit zu machen und das gern!"
Tja diese Rolle hat sie dann schlussendlich für ihn eingenommen wärend er schön in seinem Rollstuhl sitzen bleiben durfte^^
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenEs hat etwas Traumhaftes, Magisches. Hitchcock, der brillante Techniker spielt mit Kameraeinstellungen, Objektiven und Beleuchtungen. Im Hintergrund, während Kelly und Stewart am Fenster sitzen, ist der Himmel Manhattans in ein kräftiges Rot getaucht, das der Szenerie beinahe eine surreale Aura verleiht. Der Kriminalfall rückt dabei in den Hintergrund. Es geht um menschliche Beziehungen, Isolation, Schuld und Voyeurismus, ein von der Natur gegebenes menschliches Bedürfnis. Man möchte wissen, was hinter den Wänden der Nachbarn vor sich geht. Der Fotograph Jeff gibt seinen Bedürfnissen nach, er hat die Zeit dazu. Und es ist ein faszinierender Blick, der sich ihm da offenbart, es ist das menschliche Leben in all seiner Vielfalt.
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Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschen[...] Bereits 1948 ließ sich Alfred Hitchcock ("Der unsichtbare Dritte"; "Psycho") auf ein filmisches Experiment ein. Mit seinem nur 77 Minuten andauernden Kammerspiel "Cocktail für eine Leiche", der nur geschnitten wird, wenn es aufgrund der damaligen begrenzten Filmrollen der Kameras unbedingt erforderlich war. Jedoch an für den Zuschauer kaum wahrnehmbaren Stellen, sodass sich der Anschein herauskristalisiert, dass der Film nur aus einer einzigen Kamerafahrt besteht. So wurde "Cocktail für eine Leiche" letztlich zwar kein enormer Kassenschlager, seine visuelle Stärke in Verbindung mit einem ebenso starken narrativen Konzept kann man ihm dennoch nicht absprechen, was zudem impliziert, dass dem Altmeister, der einen handwerklich nahezu neuen Weg beschritten hat, diesen auch bravourös gemeistert hat. 7 Jahre später geht Hitchcocks besonderes Rezept, seine Handlung nur in einem verhältnismäßig kleinen Raum ausbreiten zu können und die Konstellation der Figuren aufs Minimalste zu beschränken, in die nächste Runde. "Das Fenster zum Hof" heißt er, dieser optisch einmal mehr ganz und gar auffallende Kandidat, bei dem sich der "Master of Suspense" auf eine äußerst geistreiche Story stützt und zugleich die konventionellen Sehgewohnheiten des Zuschauers ad absurdum führt. [...]
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen„Das Fenster zum Hof“, inspiriert von einer Kurzgeschichte, zieht den Zuschauer auf eine spezielle Art in seinen Bann. Man setzt sich praktisch neben die Hauptfigur, man wird fast zur Hauptfigur und damit zum Voyeur, und nimmt die gleiche Schuld wie der Protagonist auf sich. Das ist der Reiz des Films. Dafür ließ Hitchcock mit einer sensationellen Detailverliebtheit im Studio eine schnuckelige Innenhof-Kulisse bauen, die dank beigefügter Straßengeräusche echt wirkt und einen tatsächlich vergessen lässt, dass die Kamera bis zum Finale nur von einem einzigen Zimmer aus die Geschichte bebildert. [...]
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschen[Hitchock] zeigt, was der Blick auslöst, seziert die Reaktionen des Betrachters - und führt uns damit unsere eigenen Reaktionen vor. Ein Film der den Betrachter ins sich hinein zieht, und mitunter an einem hochkomplexen Wechselverhältnis von Subjekt und Objekt der Beobachtung strickt - in diesem Sinn auch das autobiographischte Werk Hitchcocks, der Film, der das Verhältnis von Autor und Werk in den Mittelpunkt stellt, sozusagen Hitchcocks "Las Meninas".
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Kommentare (73) — Film: Das Fenster zum Hof
mesturet Fri, 10 May 2013 14:51:15 -0000
Kommentar löschenFand ihn recht überzeugend, aus wenig ganz viel herbeigezaubert!
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the assassin 666 Sat, 30 Mar 2013 20:23:54 -0000
Kommentar löschenAus einer einfachen Idee, schuf Alferd Hitchkock einen von Minute zu Minute spannender und fesselnder werdenden Thriller. Man kriegt immer genau so viel mit wie die Hauptfigur die an den Rollsthul gefesselt ist. Und die Neugier von james Stewart überträgt sich auf den Zuschauer, jedenfalls auf die Miss Marple in mir. :D
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Johnzy Sat, 30 Mar 2013 20:58:01 -0000
Antwort löschenschau ich auch grad, zum ersten mal... gefällt mir bisher sehr gut, die spannung steigt schon ;)
MrDepad Fri, 29 Mar 2013 17:38:06 -0000
Kommentar löschenAlfred Hitchcock - Collection [Blu-ray] -4/14-"Rear Window"
Mit "Rear Window" hat Hitchcock wieder mal zeitlose Thriller-Unterhaltung geschaffen. Fotograf Jeff ist aufgrund eines Unfalls vorübergehend an den Rohlstuhl gebunden und beginnt, ein wenig die Leute zu beobachten, die sich alle in den Wohnungen des Hinterhofs einer Apartmentanlage aufhalten. Nach kurzer Zeit kommt ihm allerdings einer der Nachbarn äußerst merkwürdig vor und er befürchtet Schlimmes.
Hitchcock gelang bereits 1954 das, was heute keinem einzigen 3D-Film so gelingen wird. Der Zuschauer nimmt praktisch die Hauptrolle ein und selten wird man sich gedanklich so im Einklang mit der Hauptfigur befinden. Wenn Jeff, super gespielt von James Stewart, angestrengt versucht zu erkennen, was sich im Fenster auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite abspielt, wird man auch als Zuschauer ganz genau hinschauen, um alle Details zu erfassen. Nebenbei ist es Hitchcock außerdem noch hoch anzurechnen, dass er es auch geschafft hat, neben der Haupthandlung praktisch einen eigenen, kleinen Mikrokosmos zu erschaffen. Fast jeder Person widmet er eine kleine Randgeschichte, wobei er die Charaktereigenschaften jeweils humorvoll mit den von Jeff erfundenen Namen definiert. Richtig spannend wird es zwar erst in den letzten gut 25 Minuten, doch bis dahin ist "Rear Window" auch schon ein vergnügliches Spiel mit dem Voyeurismus des Zuschauers, welches von den tollen Darstellern und Hitchcock´s gewohnt großartiger Inszenierung getragen wird.
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Mr. Pink Tue, 26 Mar 2013 17:53:13 -0000
Kommentar löschenEin Musterbeispiel für gelungenen Spannungsaufbau!
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doctorgonzo Tue, 26 Mar 2013 11:02:05 -0000
Kommentar löschen"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt"
Friedrich Schiller - Wilhelm Tell
Hitchcock kennt man natürlich, so "Psycho" oder "Die Vögel", für mich allerdings sind seine theaterhaften Umsetzung wie "Rope", "Dial M for Murder" oder eben "Rear Window" die wahre Essenz seines Könnens. Zeigen sie doch, mit wie wenig man im Grunde genommen eine nägelkauend mitreißende Geschichte inszenieren kann.
Ein Spiel mit Paranoia, bürgerlicher Idylle, menschlicher Neugier und auch Isolation.
Im Zentrum der Geschichte stehen Grace Kelly und Jimmy Stewart als nicht uneingeschränkt glückliches Paar, das sich auch gerne mal in Missverständnissen verrennt. Diese beiden tragen den Film komplett. Stewarts immer etwas hilflos scheinende Art passt sowohl in den Diskussionen mit seiner Verlobten als auch bei den Krimielementen hervorragend und Grace Kelly macht hier enorm deutlich, dass sie bedeutend mehr ist als bloß die ehemalige Fürstin von Monaco. Sie war eine grandiose Darstellerin, die Schönheit, Aura und wohldosierte Emotionalität vereinte.
Daneben machen Wendell Corey als Cop, Thelma Ritter als Pflegerin und Raymond "Perry Mason" als Nachbar ihren Job gut, ohne jedoch das Duo der Protagonisten zu stören.
Der Blick nach draußen heftet sich auf einen Mikrokosmos aus Backsteinen, Fenstern, Feuerleitern, Blumenbeeten, einem Hundeaufzug, eben diese ganzen kleinen Details, die so typisch für Hitchcocks Bühnenadaptionen sind.
Perfekt arrangiert. Wahnsinnig spannend und, was bei Hitch nicht immer selbstverständlich ist, auch von großer Schauspielleistung getragen.
"One of television’s great contributions is that it brought murder back into the home, where it belongs."
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Tina Scheidt Mon, 25 Mar 2013 08:45:28 -0000
Kommentar löschenDer Fotoreporter L.B. Jefferies (James Stewart), genannt Jeff, hat ein gebrochenes Bein und langweilt sich. Seine Freundin Lisa Carol Fremont (Grace Kelly) versorgt ihn gemeinsam mit der Krankenpflegerin Stella (Thelma Ritter). Jeff kommt einem Mord auf die Spur, indem er im Privatleben der Mitmenschen mit Hilfe eines Teleobjektivs und Fernglas spioniert.
Einerseits stellt der Altmeister Alfred Hitchcock das Schnüffeln durch das Schlüsselloch an den Pranger, will die Privatsphäre schützen. Doch auf der anderen Seite klagt er durch eine Nebendarstellerin das Wegschauen der Mitmenschen an. Ihr kleiner Yorkshiere Terrier wird brutal umgebracht, vor aller Augen und die verzeifelte Besitzerin klagt die Nachbarn an: "Er war nett zu euch allen, hat keinem etwas getan. Ihr alle habt ihn lieb gehabt und doch schaut ihr weg, wenn er umgebracht wird!"
Ich schließe mich ihrem Urteil an, sehe ich doch, wie Jeff, Lisa und Stella zwar alles versuchen, einen Mörder zu überführen, aber eine offensichtlich Lebensmüde, der sie hätten helfen können, "ausblenden". Lediglich weil die Lebensmüde im entscheidenden Augenblick eine bewegende Musik im Haus hört und dadurch neuen Lebensmut erhält, setzt sie ihr Vorhaben nicht in die Tat um. Es waren jedenfalls nicht Jeff, Lisa und Stella, die aus Neugierde Jeffs Mordphantasien folgen und dem Krimi auf die Spur gehen. Überwiegt die Faszination über das ungeheure Verbrechen? Wem ist damit geholfen, dass Jeff ihn beobachtet? Der Frau nicht, die ist bereits tot. Aber den Verwandten der Frau hilft es und eigentlich denke ich, auch der Ermordeten kommt es zugute, dass ihr Schicksal geklärt wird. Ist es nicht bis Heute eine grauenhafte Tatsache, dass Menschen unbeachtet in ihrer Wohnung sterben und dort sehr lange Zeit sind, bis sie endlichaufgefunden werden?
Voyeurismus prangert Hitchcock gnadenlos an, aber das Wegschauen verurteilt er auf das Schärfste und so setzen die "Ermittler" ihre Arbeit fort, bis der Mörder überführt ist und sie entspannt in iher Wohnung sitzen und Reiseliteratur lesen oder mit jetzt zwei Gipsbeinen im Rollstuhl liegen und schlafen :-) was lt. Wikipedia auch eine Bestrafiung Hitchcocks an Jeff darstellt, weil er der Neugierde nachgegeben hat und nicht einfach helfen wollte. Ich weiß nicht, ob ich so weit gehen würde, wollen Jeff, Lisa und Stella doch einen Mord aufklären, der ohne ihr Eingreifen niemals aufgeklärt worden wäre. Sie haben eben NICHT weggesehen.
Die Haupthandlung wie viele kleine Einzelschicksale in einem Hinterhof verwebt Alfred Hitchcock zu einem spannenden Spielfilm. Grace Kelly bezaubert den Zuschauer mit ihrem Charme und Liebenswürdigkeit, wie es heute kaum noch zu geben scheint. Sei es, ob sie im im schwarz bestickten weißen Tüllrock oder in legeren Jeanshosen im Appartement sitzt. Aus Wikipedia: "Hitchcock gab der Kostümbildnerin Edith Head penible Anweisungen für die Kostüme von Grace Kelly. Jeder Schnitt, jede Farbgebung waren vorgegeben. Jedes Kostüm sollte hundertprozentig zur jeweiligen Stimmung passen. Es war (nach Berüchtigt, 1946) die zweite Zusammenarbeit von Hitchcock mit Edith Head, die von da an für fast alle seiner Filme die Kostüme entwarf."
Daumen hoch für einen spannenden Kriminalfall. Immer wieder sehenswert!
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ossi29 Sun, 24 Mar 2013 19:20:00 -0000
Kommentar löschenStarker Film mit erhobenem Zeigefinger,man solle nicht im Privatleben anderer herumschnüffeln. Beengender Raum und verbotene Blicke erschaffen ein Meisterwerk.
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Dahmer Sat, 16 Feb 2013 22:12:05 -0000
Kommentar löschenSo nachdem ja fast jeder diesen Film in höchsten Tönen lobt,war es an der Zeit diesen Klassiker anzusehen...Wenn man das Entstehungsjahr berücksichtigt,muss gesagt werden das der Film recht "originell" inszeniert wurde,besonders was die Kameraführung angeht.Anfangs fand ich den Film aber schon recht Langweilig,doch das ändert sich schlagartig als James Stewart das erste mal Thorwald dabei zusieht wie er mit Messer und Säge herumhantiert...ab da wars spannend bis zum Schluss,was mich jedoch gestört hatte war die Filmmusik,die irgendwie überhaupt nicht zum Film passt und einiges an Atmosphäre zerstört hat.
Also an alle Spanner,und die die es noch werden möchten:Zieht Euch dieses Filmchen rein! :-)) PS:Grace Kelly ist ne süße Schnecke -g-
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MaxN91 Mon, 11 Feb 2013 22:00:47 -0000
Kommentar löschenAlfred Hitchcock Collection 4/14 - Das Fenster zum Hof von 1954
Wieder ein Geniestreich vom Meister! "What are you, a window shopper?"
Jeff hat sich sein Bein gebrochen. 1954 kann man sich aber nicht vor den Fernseher hocken, oder mit dem Internet seine Schonzeit verbringen. Da schaut Jeff eben aus seinem Zimmer in den Hof, beobachtet seine Nachbarn und dabei auch einige ihrer privatesten Situationen, wobei sich ein Nachbar extrem auffällig verhält. Wenn man diese Inhaltsangabe liest, wird man diesen Voyeurismus vielleicht verurteilen. Sind wir ehrlich zu uns selbst entdecken wir den Voyeur auch in uns selbst. Denn auch Hitchcock wusste: Wenn sich ihre Nachbarin umzieht und leicht bekleidet durch das Haus läuft könnten sie auch einfach ihre Jalousien heruntermachen. 9 von 10 werden dies aber nicht tun, man kann einfach nicht wegsehen. Das geniale an Hitchcocks Inszenierung ist aber, dass sich genau dieser Sachverhalt ergibt, in dem wir (der Zuschauer) zu Jeffs Augen werden- also zum Voyeur selbst.
Das 3-Gespann in Form von Hauptdarsteller James Stewart, seiner Freundin Lisa (Grace Kelly) und der Pflegerin (Thelma Ritter) erweist sich dabei als Glücksgriff. Sie funktionieren in ihren Rollen alle perfekt und haben eine wunderbare Chemie. Gerade zu Beginn des Films ist das Tempo relativ überschaubar, denn der Nachbar ist zwar Verdächtiger aber noch lange kein Täter. Trotzdem gibt es einige interessante Einstellungen von Hitch, zB wenn Lisa ihren geliebten Jeff auf erotischste Weise versucht für sich zu gewinnen, möchte Jeff doch viel lieber mehr über seinen verdächtigen Nachbarn erfahren- wie auch der Zuschauer, der lieber den Plot voranschreiten sehen möchte. Gegen Ende zieht das Tempo doch extrem an und die Spannung ist in einigen Szenen kaum auszuhalten, denn wie der invalide Jeff können auch wir Zuschauer nur zusehen und hoffen. Auch wenn Hitch den Voyeurismus kritisch beleuchtet, wird doch ehrlich damit umgegangen, dass es nicht so einfach ist davon wegzukommen bzw Abstand zu gewinnen. So gibt uns Hitchcock noch einen kleinen Seitenhieb in Form einer offenen Frage ("Was war in der Kiste?") und unserer unbefriedigten Neugier.
Fazit: Bis auf den für mich etwas zu spannungsarmen Beginn ein wahres Meisterwerk, v.a wenn es darum geht dem Zuschauer den Spiegel vorzuhalten.
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JackoXL Mon, 11 Feb 2013 22:05:17 -0000
Antwort löschenSein Zweitbester, meiner Meinung nach.
MaxN91 Mon, 11 Feb 2013 22:11:17 -0000
Antwort löschenJa, der war schon richtig stark. Mir fehlen zwar noch einige Klassiker vom Meister, um ein Fazit zu ziehen, aber die werden die nächsten Tage nachgeholt :)
JackoXL Mon, 11 Feb 2013 22:13:36 -0000
Antwort löschenViel Spaß. Einer der wenigen Regisseure, die nie einen schlechten Film gemacht haben (so weit ich das beurteilen kann, alle habe ich auch noch nicht gesehen, aber einige).
MaxN91 Mon, 11 Feb 2013 22:19:54 -0000
Antwort löschenDanke! Ja, ist wohl auch der Hauptgrund für seinen Legendenstatus.
Freue mich besonders auf Vertigo und Die Vögel. Psycho habe ich schon gesehen und North by Northwest ist leider nicht in der Box.
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JackoXL Mon, 11 Feb 2013 22:21:44 -0000
Antwort löschenLustig, da hast du genau die Filme genannt, die ich neben dem hier zu seinen Top 5 zählen würde, mit "Psycho" an der Spitze. :)
MaxN91 Mon, 11 Feb 2013 22:34:26 -0000
Antwort löschenWar keine Absicht :D
Sind aber immer die, von denen gesagt wird "die muss man einfach gesehen haben". Psycho ist bisher auch mein liebster Hitchcock. Bin mal gespannt ob ein vielleicht "nicht so bekannter" Film von ihm mein Herz gewinnen kann.
strangelet Sun, 13 Jan 2013 21:20:51 -0000
Kommentar löschenGeht ein bisschen langsam los, aber so ungefähr nach zwanzig Minuten packt's einen und lässt einen nicht mehr los. Wenn man bedenkt, dass die ganze Zeit nach heutigen Maßstäben nichts passiert, dann ist das schon ziemlich brilliant.
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Kreischling Fri, 11 Jan 2013 21:16:39 -0000
Kommentar löschenFür mich eine Primiere: Obwohl vom ersten Augenblick an klar ist, was passieren wird, ist es die Erzählkunst, die Mache, die hier (natürlich neben der Praline Grace Kelly) beeindruckt. Ich lasse mir Zeit damit, vergesse den Winter und gucke jeden Abend 20 Minuten davon.
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frink Fri, 11 Jan 2013 08:40:08 -0000
Kommentar löschenHitchcock schafft hier mit sehr wenigen Mitteln sehr sehr viel. Es ist nur sehr schade, dass man durch diverse Remakes und die Simpsons schon bestens mit der Story vertraut ist. Das nahm dem ganzen natürlich den Überraschungseffekt. Wie toll des damals gewesen sein musste, wenn man diesen Film völlig unbedarft gesehen hat...
Das Fenster zum Hof ist ein ungemein sympathisches "Kammerspiel" (zumindest indirekt), das es einem wirklich sehr leicht macht gemeinsam mit dem Protagonisten dem Voyeurismus zu fröhnen und der Nachbarschaft bei ihrem kuriosen Alltag (in dieser sehr liebevoll "süß" gestalteten Kulisse) zuzusehen. Man wird langsam, analog zu den Charakteren, selbst immer neugieriger was hinter den Fenstern vor sich geht, bis zum wirklich sehr spannenden Finale.
Wo wir gerade bei den Charakteren sind: Ich liebe diesen Cast, fand deren Handlungen stets nachvollziehbar und die Darstellung aller Hauptcharaktere sehr sympathisch. Verdammt, ich hatte sogar echt Mitleid mit der einsamen Frau im Erdgeschoss. Allen voran begeistert hier aber natürlich die bezaubernde Grace Kelly (durch diesen Film kam ich auch wieder auf die Band "Piebald", wird hier den wenigsten etwas sagen, deshalb hier noch ein Link: http://www.youtube.com/watch?v=-ESgje3VQU8).
Memo an mich: Sämtliche ungesehenen Hitchcocks (Psycho!!!!1einseinself) nachholen. Dringend!
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Poor Boy Wed, 09 Jan 2013 09:03:44 -0000
Kommentar löschenWenn alte Thriller dann Hitchcock.Das Fenster zum Hof ist ein Paradebeispiel für spannende Unterhaltung auf wenigen Quadratmetern.Noch so ein Film der ein überflüssiges Remake hervorbrachte.
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Thomas479 Thu, 27 Dec 2012 17:05:56 -0000
Kommentar löschen"Das Fenster zum Hof" ist ein zeitloser Klassiker. Das zeigt auch, wie oft Filmschaffende in den vergangenen Jahren Elemente aus diesem Film für ihre Werke übernommen haben. An Hitchcock kam natürlich keiner heran. Das Minimalistische der Ausstattung, das Voyeuristische der Hauptperson sowie deren Hilflosigkeit (Gipsbein!) machen den Film aus.
Man hat alles durch die Augen des James Stewart gesehen - und eigentlich doch nichts. Aber man glaubt mit seinem logischen Menschenverstand alles zu wissen. Doch wie will man das seinem sozialen Umfeld mitteilen, ohne das man für bescheuert erklärt wird? Alfred Hitchcock spielt genüßlich mit dem Zuschauer und lässt ihn zappeln. Bis zum "Showdown", über den man heute vielleicht lächeln würde, der aber diesem Film erst die Krone aufsetzt - in positivem Sinne.
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Brainkiller007 Wed, 19 Dec 2012 00:02:07 -0000
Kommentar löschenWeiss gar nicht was diesen Film so besonders macht, aber der Film hat mich immer mehr in seinen Bann gezogen (ähnlich wie Jeff seine Beobachtungen), so das ich gegen Ende hin gar nicht auf die Uhr schaute wie lange der Film noch läuft (ein sehr gutes Zeichen). Ich glaube er wird deswegen oft als Meisterwerk gefeiert weil er aus wenig sehr viel rausholt, klasse Leistung Herr Hitchcock.
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Freidenker Sun, 25 Nov 2012 15:47:08 -0000
Kommentar löschen"Das Fenster zum Hof" ist für mich neben "Psycho" mein liebster Hitchcock.
Fangen wir mal mit der Story an,der Fotojournalist Jeff ist durch ein Gipsbein an den Rollstuhl gefesselt und da er sonst keine Unterhaltung hat fängt er an das Geschehen bzw seine Nachbarn im Hinterhof des Hauses zu beobachten,ja man kann sogar sagen auszuspionieren.
Eines Tages meint er Anzeichen für einen Mord in der Nachbarschaft entdeckt zu haben.
Diese Story ist eigentlich recht simpel doch zugleich einfach nur genial,da sie in uns allen den Voyeuristen erweckt und mitfiebern lässt.
Auch die Kamera filmt fast ausschließlich aus Jeffs Wohnung heraus, so wird eine unbehagliche,kammerspielartige Atmosphäre erzeugt.
Als schließlich der Beobachtete Jeff bemerkt,fühlt sich nicht nur Jeff sondern auch wir Zuschauer uns ertappt.
"Das Fenster zum Hof" ist auch inszenatorisch einfach ein Meisterwerk.
Der Ganze Film ist von der Dramaturgie einfach perfekt,wobei auch die romantische und humorvolle Elemente nicht zu kurz kommen.
Auch Spannungmäßig ist der Film einfach eine Wucht wie man es vom großen Altmeister kennt,man fiebert wirklich mit Jeff und Lisa mit.
Man vergisst dabei schnell das sich diese ganze Handlung nur in einen kleinen Hinterhof und Jeffs Wohnung abspielt.
Wohlgemerkt das der ganze Film in einen Studio gedreht wurde,so das man diesen ganzen Hinterhof nachgebaut hat,wobei man auch hier die detailversessenheit von Hitchcock sieht.
Desweiteren hätte auch die Auswahl der Darsteller nicht besser sein können,James Stewart und Grace Kelly gehören zu meinen absoluten Lieblingsdarstellern und zeigen hier einfach eine sensationelle Leistung.
Schlussfazit:
"Das Fenster zum Hof" ist einfach ein fast nahezu perfektes Meisterwerk in allen Bereichen,und zeigt einmal mehr warum Alfred Hitchcock diesen enormen Status hat wie kaum ein andere Regisseur.
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JackoXL Sun, 25 Nov 2012 15:50:17 -0000
Antwort löschenNach "Psycho" auch mein Lieblings-Hitch.
Le Samourai Sun, 25 Nov 2012 16:05:46 -0000
Antwort löschenVorgestern auch mal wieder geschaut. Beängstigend perfekter Film. Für mich aber nach North by Northwest, Vertigo und Psycho "nur" auf Platz 4. Trotzdem 10 Punkte. :)
Freidenker Sun, 25 Nov 2012 16:16:22 -0000
Antwort löschenAlso für mich teilen sich "Das Fenster zum Hof" und "Psycho" Platz 1,danach kommt dann eigentlich "North by Northwest" und "Die Vögel" jeweils noch 9,5 Punkte.
Vertigo finde ich zwar auch sehr gut aber liegt eher so bei 8,5 Punkten.
JackoXL Sun, 25 Nov 2012 16:36:29 -0000
Antwort löschenMeine Top-Hitch-5: 1. Psycho, 2. Das Fenster zum Hof, 3. Der unsichtbare Dritte, 4. Die Vögel, 5.Vertigo. Ist aber rein Geschmacksabhängig, sind alle großartig.
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Filmkenner77 Sun, 25 Nov 2012 16:58:06 -0000
Antwort löschenSehr schön. Für mich bleibt "Der unsichtbare Dritte" unangefochten auf Platz 1, dann "Psycho", "Das Fenster zum Hof", "Die Vögel" und der oftmals vergessene "Berüchtigt".
JackoXL Sun, 25 Nov 2012 17:04:05 -0000
Antwort löschen@77: "Berüchtigt" kenne ich noch gar nicht, da schau ich doch mal gleich nach. ;)
Ener Tue, 16 Oct 2012 14:08:55 -0000
Kommentar löschenDas Fenster, die Vögel, und Psycho. Das sind für mich die drei Größen Hitchcocks. Komplett unterschiedliche Filme, doch mit ähnlichem, unverkennbaren Stil. Das Fenster ist selbt für heutige Verhältnisse noch ziemlich Vintage & alternatives Kino.
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Joeyjoejoe17 Thu, 02 Aug 2012 18:01:29 -0000
Kommentar löschenVoyeurismus - Der Film
Wenig spannend (nur in den letzten Minuten kommt ordentliche Spannung auf), dafür auf angenehme Weise fesselnd. Und ich erwischte mich beim Beobachten der Nachbarn, dass mir das ein oder andere Grinsen übers Gesicht huschte. Andere auszuspionieren macht schließlich Spaß!
Nun ein Gedanke zum Inhalt des Films, deswegen Spoilergefahr!
Hitchcock zeigt in der Nachtszene, als der Nachbar im strömenden Regen mehrmals mit einem silbernen Koffer das Haus verlässt und wieder zurückkehrt, zu dem Zeitpunkt (müsste in der frühen Morgenstunde sein), als unser im Rollstuhl gefesselter Voyeur schläft, dass der Nachbar seine Wohnung zusammen mit einer Frau verlässt, seiner Frau. Später wird ja noch vom Inspektor erklärt, er habe seine Frau zum Bahnhof gebracht, und dafür gäbe es auch einige Zeugen.
So also mit dem Wissen ausgestattet, dass der Beobachtete eben kein Mörder (seiner Frau) ist wie es unsere Hauptfigur vermutet, finde ich es umso erstaunlicher, dass Meister Alfred es geschafft hat, dass ich meine als wahr geltende Sichtweise im weiteren Verlauf des Films überdenken musste. War das vielleicht eine andere Frau?! Was hat es mit den Messern und dem großen Koffer auf sich?! Was hat der Hund im Garten vergraben gefunden, weshalb wurde er getötet? Und was schließlich befindet sich im Hutkarton?! Die Pflegerin von James Stewarts Figur antwortet dann auf die Frage, ob sie denn sehen wolle, was das sei, mit "Ich will nichts mehr davon wissen".
So bleibt mein eigener Voyeurismus leider unbefriedigt, regt aber zum Überdenken der ganzen Geschehnisse an und wird wohl dafür sorgen, dass ich beim nächsten Mal den Film in einem anderen Blickwinkel betrachte.
Jeder beobachtet gerne fremde Menschen während ihres Alltags, so ist Hitchcoks REAR WINDOW einer dieser Filme, die einfach jedem gefallen - sollten.
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uncut123 Thu, 19 Jul 2012 22:10:30 -0000
Kommentar löschenhatte spass gemacht zu schauen...aber herzschlag blieb normal und fingernägellänge wurde durch knabbern auch nicht halbiert.
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Keky Tue, 19 Jun 2012 08:55:06 -0000
Kommentar löschenImmer wieder gerne!
Der Film lässt einen von Beginn an nicht mehr los wird immer spannender. Man weiß zum Schluss nicht mehr, was man glauben soll und was nicht, und beginnt sich seine eigene Theorie der Geschehnisse zu basteln. Hätte nie gedacht, dass ein Film, der nur in einem Zimmer spielt, so aufregend sein kann bis auf "Die zwölf Geschworenen". :)
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Freidenker Sun, 25 Nov 2012 16:06:18 -0000
Antwort löschen"Die zwölf Geschworenen" und "Das Fenster zum Hof" sind auch für mich die zwei besten Kammerspiele,wobei es auch noch ein paar
andere wirklich hervorragende Kammerspiele gibt wie z.b der französische Film "Das Verhör",neben den beiden wohl das Beste.
Ein weiteres Kammerspiel das ich sehr empfehlen kann ist "Sein Leben in meiner Gewalt" mit Sean Connery,der dort eine seiner größten darstellerischen Leistungen zeigt.