Das Fenster zum Hof

Rear Window, US 1954

Community:

7.9

Sehenswert

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Kritiker: 8.8

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Genre
Thriller, Mysterythriller
Inhalt

Nach einem Unfall ist Jeff an einen Rollstuhl gefesselt. Daher kann er auch nicht eingreifen, als er am Fenster sitzt und glaubt, einen Mord zu beobachten.

Cast
James Stewart, Grace Kelly, Wendell Corey, Thelma Ritter, Raymond Burr, Judith Evelyn, Alfred Hitchcock Mehr
Regisseure
Alfred Hitchcock
Autoren
John Michael Hayes, Cornell Woolrich
Laufzeit
112 Minuten
Emotion
Aufregend, Romantisch, Spannend
Handlung
Amateur Detektiv, Bildjournalist, Blondine, Dieb, Ehering, Erpressung, Fenster, Festnahme, Feuerleiter, Fotograf, Freundin, Gebrochenes Bein, Gefahr, Hitze, Hof, Hummer, Hund, Junggeselle, Kamera, Kofferraum, Komponist, Krankenschwester, Kriminalinspektor, Künstler, Massage, Messer, Mord, Mord an Ehefrau, Mordverdacht, Nachbar, Rollstuhl, Schmuck, Sturz aus dem Fenster, Tänzer, Verdacht, Voyeur, Voyeurismus, Wohnung, Zerstückelung von Menschen
Ort
Manhattan
Zeit
1950er Jahre, Nacht, Sommer

Über diesen Film

Das Fenster zum Hof basiert auf der Kurzgeschichte It Had to Be Murder des Krimi-Autors Cornell Woolrich aus dem Jahr 1942.

Handlung

Der Voyeur Jeff wird misstrauisch

Der Fotograf und Eigenbrötler Jeff … Mehr

Poster und Merchandise zum Film im Fanshop


Kritiker — Ausgezeichnet 8.8

Der Film Das Fenster zum Hof wurde von 38 Kritikern bewertet.

Timo K.: Blockbuster Entertainment/D...

10.0Lieblingsfilm

[...] Bereits 1948 ließ sich Alfred Hitchcock ("Der unsichtbare Dritte"; "Psycho") auf ein filmisches Experiment ein. Mit seinem nur 77 Minuten andauernden Kammerspiel "Cocktail für eine Leiche", der nur geschnitten wird, wenn es aufgrund der damaligen begrenzten Filmrollen der Kameras unbedingt erforderlich war. Jedoch an für den Zuschauer kaum wahrnehmbaren Stellen, sodass sich der Anschein herauskristalisiert, dass der Film nur aus einer einzigen Kamerafahrt besteht. So wurde "Cocktail für eine Leiche" letztlich zwar kein enormer Kassenschlager, seine visuelle Stärke in Verbindung mit einem ebenso starken narrativen Konzept kann man ihm dennoch nicht absprechen, was zudem impliziert, dass dem Altmeister, der einen handwerklich nahezu neuen Weg beschritten hat, diesen auch bravourös gemeistert hat. 7 Jahre später geht Hitchcocks besonderes Rezept, seine Handlung nur in einem verhältnismäßig kleinen Raum ausbreiten zu können und die Konstellation der Figuren aufs Minimalste zu beschränken, in die nächste Runde. "Das Fenster zum Hof" heißt er, dieser optisch einmal mehr ganz und gar auffallende Kandidat, bei dem sich der "Master of Suspense" auf eine äußerst geistreiche Story stützt und zugleich die konventionellen Sehgewohnheiten des Zuschauers ad absurdum führt. [...]

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8.5Ausgezeichnet

„Das Fenster zum Hof“, inspiriert von einer Kurzgeschichte, zieht den Zuschauer auf eine spezielle Art in seinen Bann. Man setzt sich praktisch neben die Hauptfigur, man wird fast zur Hauptfigur und damit zum Voyeur, und nimmt die gleiche Schuld wie der Protagonist auf sich. Das ist der Reiz des Films. Dafür ließ Hitchcock mit einer sensationellen Detailverliebtheit im Studio eine schnuckelige Innenhof-Kulisse bauen, die dank beigefügter Straßengeräusche echt wirkt und einen tatsächlich vergessen lässt, dass die Kamera bis zum Finale nur von einem einzigen Zimmer aus die Geschichte bebildert.

Neben dem grandiosen Bühnenbild und der lebhaften Musik sind es die sympathischen Schauspieler, die bei der simplen Grundidee eine aufkommende Eintönigkeit im Keim ersticken. James Steward hat als Hauptfigur im moralischen Zwiespalt so einige Ecken und Kanten, bleibt aber immer nachvollziehbar. Grace Kelly wurde hier mit einer überzeugenderen und tiefergehenden Rolle ausgestattet als im vorangegangenen „Bei Anruf Mord“, worin sie gekonnt verschiedene Eigenschaften entfaltet. Ein weiterer Höhepunkt ist Thelma Ritter, die als Pflegerin mit trockenem Sarkasmus die Geschehnisse kommentiert. Die Dialoge, voll von subtilem Witz, wissen in diesem Hitchcock besonders zu gefallen.

Zwar liegen Spannung und Beklemmung lange nicht so deutlich in der Luft wie in einigen anderen Hitchcock-Thrillern, doch zählt hier eben die Grundidee und deren reichhaltige Hintergründe. Die Auflösung des Krimis gibt weniger her als man es erwarten darf, dafür aber bildet die letzte Einstellung einen eleganten und erneut humorvollen Schluss des Kreises. „Das Fenster zum Hof“ ist eine gewitzte psychologische Studie, reich an Interpretationsmöglichkeiten und gleichzeitig auch einfach nur ein netter Thriller mit Humor. Brillant bebildert, einfach originell und ohne Durchhänger unterhaltsam.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

9.5Herausragend

[Hitchock] zeigt, was der Blick auslöst, seziert die Reaktionen des Betrachters - und führt uns damit unsere eigenen Reaktionen vor. Ein Film der den Betrachter ins sich hinein zieht, und mitunter an einem hochkomplexen Wechselverhältnis von Subjekt und Objekt der Beobachtung strickt - in diesem Sinn auch das autobiographischte Werk Hitchcocks, der Film, der das Verhältnis von Autor und Werk in den Mittelpunkt stellt, sozusagen Hitchcocks "Las Meninas".

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Kommentare — Sehenswert 7.9

Der Film Das Fenster zum Hof wurde von 2418 Mitgliedern bewertet.

Kubrick_obscura

Bewertung9.5Herausragend

Sah ich doch in den letzten Tagen eher schwächere Hitchcock-Filme, fällt mir nach "Rear Window" das Atmen schwer. Dieser Film hat mich aufs hinterhältigste gefangen genommen. Für ca. 2 h war ich Teil dieser wirklich liebenswerten und einladenden Nachbarschaft, die man getrotst als den eigentlichen Hauptakteur dieses Meisterwerks bezeichnen kann. Sex, Kunst, Musik, Einsamkeit, Treue, Liebe, geballt in einer Aneinanderreihung von Leinwänden, die nur zufällig wie Fenster aussehen. :)
Darunter ein Mord, der den Faden vorgibt. Allerdings, nur zum Teil, denn die andere Seite, mit ebenso großem Interesse von Hichtcock inszeniert, ist die Liebesbeziehung zu Lisa Freemont, gespielt von Grace Kelly.
Sie ist eine Heldin, eine größere sogar als ihr leicht-arroganter, aber empfindsamer Partner. Und eben diese Heldin ist zum Verlieben da. In einer Nahaufnahme, die zu reproduzieren ich für unmögliche halte, wird diese Lisa eingeführt als wäre sie ein Engel von einem anderen Stern und man fragt sich als Zuschauer die ganze Zeit: "Was hat dieser Jimmy Stewart nur für alberne Zweifel an dieser Frau?" Der Zuschauer soll sich in sie verlieben, weil sie so wagemutig, aufrichtig und auch ein bisschen wunderschön ist.
Hinzu kommen großartige Nebendarsteller, wie Thelma Ritter, die coolste Krankenschwester der Filmgeschichte, oder all die kleinen Nachbarsleut', wie die einsame Frau in der Parterre oder der gesellige, aber letztendlich doch einsame, Komponist, der ganz nebenbei die Musik des Films liefert. Es gibt in "Rear Window" kein Stück Off-Musik!
Zurecht ist dieser Film ein Klassiker und er sollte Pflichtprogramm und Bibel sein für jeden, der sich nur annähernd mit dem Filmhandwerk beschäftigt. BASTA!!!

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Ortega Lorre

Und Fenster die 10.0.
Das Herz soll noch etwas absetzen ;)


Kubrick_obscura

Du Freak! ;)


ellen_ripley

Bewertung8.0Herausragend

Gab es je eine schönere Frau auf der Leinwand?

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Ortega Lorre

!!!


ellen_ripley

:-)


SgoTscH

Bewertung7.5Sehenswert

Ja, eine wirklich tolle, unterhaltsame Nachbarschaft wurde hier kreiert, die gleicht den Soundtrack als Mitgift perfekt in den Film schleust.
Aber einen etwaigen Mord derartig omnipräsent und doch nicht sichtbar über den ganzen Film mehr als nur lebendig zu halten ist bemerkenswert.

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