Thomas Crown ist nicht zu fassen
The Thomas Crown Affair (1968), US Laufzeit 102 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Kinostart 18.10.1968
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von Norman Jewison, mit Steve McQueen und Faye Dunaway
Thomas Crown (Steve McQueen), Bankier aus Boston, hat alles was man sich so wünschen kann: Die schönsten Frauen, die teuersten Autos – kruz ein Luxusleben. Außerdem hat Thomas Crown einen Plan: Er heuert fünf Männer an, die in seinem Auftrag die Bank um einen ansehnlichen Betrag erleichtern. Das Besondere daran: Seine Kumpanen bekommen ihn nie zu Gesicht, und so ist er wirklich absolut anonym. Die Versicherungen verdächtigen ihn zwar schon, können ihm aber nichts nachweisen. Einer der Gründe hierfür ist der scheinbare Mangel an Motiv. Denn Geld hat der steinreiche Bankier genug. Daher wird Vicky Anderson (Faye Dunaway) auf ihn angesetzt, die ihn verfolgen und den Raub nachweisen soll. Doch dann verliebt sich Vicky in Thomas. Die Geschichte um Thomas Crown wurde 1999 als Die Thomas Crown Affäre mit Pierce Brosnan und Rene Russo in den Hauptrollen neu verfilmt.
Cast & Crew
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Norman Jewison
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Steve McQueen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Thomas Crown
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Faye Dunaway
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Vicki Anderson
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Paul Burke
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Edward Malone
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Jack Weston
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Erwin Weaver
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Biff McGuire
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Addison Powell
Regie
Schauspieler
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Astrid Heeren
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Gordon Pinsent
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jamie McDonald
-
Yaphet Kotto
-
Alan Trustman
- Genre
- Heist-Krimi
- Zeit
- 1960er Jahre
- Ort
- Boston, Long Island, Strand, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Angriff, Auktion, Autodiebstahl, Autounfall, Bank, Banküberfall, Belohnung, Butler, Entführung, Erpressung, Fahrstuhl, Fusspetting, Golf, Gruppenarbeit, Hotel, Klassiker, Langeweile, Mann-Frau-Beziehung, Millionär, Oscargewinner, Plan, Polizei, Raubüberfall, Rauch, Rolls Royce, Sauna, Schach, Strand, Unternehmer, Verliebt in den Feind, Versicherung, Versicherungsagent, Versicherungsbetrug, Werbung, Wette, Überwachung
- Stimmung
- Romantisch, Spannend
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Drehbuch
Filmdetails Thomas Crown ist nicht zu fassen
Trailer zum Film Thomas Crown ist nicht zu fassen
Alle Trailer, Clips & Videos (2)













Kritiken (1) — Film: Thomas Crown ist nicht zu fassen
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenFHM-Werbung, National-Geographic-Cover, Kalenderbildentertainment inmitten der luxusversessenen Upper-Class – Norman Jewison definiert die künstliche Schönheit audiovisueller Sehenswürdigkeiten auf Bild- und Tonebene mit dem kultiviert-theatralischen Kameraauge europäischen Kinostils noch einmal ganz neu. Zweigeteilte, dreigeteilte, viergeteilte, fünfgeteilte, mehrgeteilte Screens zerschneiden das Bild kurz nach einem kontraststarken Farbmatsch-Vorspann des Meisters aller Vorspänne (Pablo Ferro) in Fetzen von Schritten, Blicken, Zeichen unter den bunt zusammengetrommelten Verschwörern auf ihrem Weg zum Überfall einer Bank überaus adrett. Danach die entzückenden Urlaubskartenmotive, ein kaum zu überblickendes Gezoome, unter den Klängen himmelhoch jauchzender Musik (Michel Lengrand), fertig zum Versenden: Steve McQueen spielt Polo (die am erstaunlichsten geschnittene Montage), und Golf, Steve McQueen fliegt durch den strahlend blauen Himmel, Steve McQueen fährt Geländeauto…
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Kommentare (12) — Film: Thomas Crown ist nicht zu fassen
Kommentar schreibenRoosterCogburn 2011/12/04 12:55:11
Kommentar löschenDiese (Film) Woche habe ich mich dem coolen Steve McQueen gewidmet.
In meiner +++ STEVE McQUEEN FILMREIHE +++ hat „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ den Auftakt meines persönlichen 'Film-Festivals' gebildet, das immer unter einem Motto steht.
In dieser Gentleman-Gaunerei ist McQueen ein allein lebender, angesehener, reicher Geschäftsmann mit leicht arroganten, überheblichen Charakterzügen. Zugleich ist dieser smarte und erfolgreiche Thomas Crown, ein attraktiver und kluger Entwickler von Banküberfällen. Seine akribische und beinahe wissenschaftliche Vorgehensweise bei Planung und Ausführung ist außergewöhnlich. Faye Dunaway darf sich im Auftrag der Versicherung, die für den Schaden aufkommen muss, an Crown's Fersen heften.
"In meinem Film ist Stil der Inhalt" soll Jewison gesagt haben. So gesehen, das ist ihm gelungen. Selten setzte es ein Regisseur besser in Bildern um. Allerdings fällt auch so einiges bei der ungewöhnlichen Inszenierung auf. Zum einen die vier Splitscreen-Sequenzen, in denen Parallelhandlungen gleichzeitig gezeigt werden. Wenn man die Anfangssequenz mit zuzählt, während der Cast eingeblendet wird, sind es sogar fünf. Der Coup zu Beginn der Handlung, zeigt z.B.eine ganze Verkettung von Ereignissen die in kleine Fenstern zerlegt wird - jeder Handlungsstrang aus einer anderen Perspektive. (Anmerk.: Kann nicht nachvollziehen, wie hier jemand von 'häufig eingesetzten 'Splitscreenaufnahmen' schreiben kann. Oder das diese nerven. In jeder '24' Folge wird dieses Stilmittel in kürzerer Zeit öfters benutzt.) Dann, die erste gemeinsame Szene der beiden Hauptdarsteller. Die haben die beiden erst nach der Hälfte(!) der Spielzeit. Auffallend ist die äußerst zurücknehmende, kaum wahrnehmbare Musikuntermalung. In vielen Szenen ist der Score gar nicht vorhanden.
Neben dem, bis dato, längsten Filmkuss und einem erotischen Schachspiel mit einiger Phallus-Symbolik muss ich zugeben, dass das Gespann McQueen / Dunaway auch heute noch funktioniert (meine Fresse, was sah die Faye mit Mitte Zwanzig geil aus!). Nach all diesen Feststellungen gebe ich gern zu, das der über 40 Jahre alte Film mich noch immer begeistert.
Mein Fazit: Zeitloser Heist-Klassiker in vollendeter Filmästhetik, zwei gut aufgelegte Schauspieler in einem pikant-ironischen Spiel.
[als nächstes auf dem Programm: „Flammendes Inferno“]
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Drogba11 2011/12/04 15:11:06
Antwort löschenViel Spaß bei deinem Filmfestival mit dem coolsten Schauspieler überhaupt! Ich habe gestern erst Papillon gesehen und bin immer noch begeistert von Steve McQueen - war zwar nicht seine Paraderolle (geringerer Coolnessfaktor), aber sehr eindringlich gespielt. Flammendes Inferno gefällt mir in seiner Filmografie übrigens am besten, als wortkarger Feuerwehrmann weiß er sich gut gegen das Starensemble zu behaupten.
doctorgonzo 2011/07/25 16:50:26
Kommentar löschen"Pictures hanging in a hallway
And the fragment of this song
Half remembered names and faces
But to whom do they belong
When you knew that it was over
Were you suddenly aware
That the autumn leaves were turning
To the color of her hair
Like a circle in a spiral
Like a wheel within a wheel
Never ending or beginning,
On an ever spinning wheel
As the images unwind
Like the circles that you find
In the windmills of your mind"
In aller Gemütsruhe baut Norman Jewison hier McQueens Raubzug auf. Ein toughes Handlangercasting mit anschließender entspannter Anreise.
Aber plötzlich tritt der Regisseur aufs Gas wie der Hauptdarsteller im Verlauf des Films in seinem Buggy.
Der Überfall in seiner kalten Präzision ist einfach ein Meisterstück, ebenso die zwar häufig eingesetzten, aber stets gelungenen Splitscreen Aufnahmen, die der in ruhigen Bildern erzählten Geschichte die nötige Dynamik verleihen.
Hierbei stehen Jewison neben den guten technischen Spielereien und einem tollen Soundtrack/Score auch zwei absolut grandios auftrumpfende Hauptdarsteller zur Seite.
Das Duo McQueen/Dunaway macht aus einer guten, aber wenig denkwürdigen Geschichte einen denkwürdigen Film. Das Gegen- und Miteinander der beiden ist außergewöhnlich und dank der Atmosphäre zwischen diesen Akteuren gelingt es Jewison sogar, den Spagat zwischen klassischen Heist Movie und einer Liebesgeschichte hinzuzaubern, ohne dass der geneigte Zuschauer sich gleich den Jalapeno Dip in die Augen schmieren will, denn die Romanze entwickelt sich harmonisch und strotzt vor subtiler Sinnlichkeit, dazu wird sie eben von vollwertigen Charakteren rübergebracht und das kann man angesichts heutiger Genreverwurstungen mit Liebesingredenzien kaum hoch genug loben.
Angesichts der hier angelegten Messlatte bleibt auch Remington Steele und Rene Russo im Remake nichts anderes mehr übrig, als verlegen in die Kamera zu glotzen...
Da kriegt man sogar Lust, mal wieder Schach zu spielen...
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Punsha 2011/07/12 01:43:25
Kommentar löschenWenn mir 95 Minuten wie drei Stunden vorkamen, dann sagt das denke ich schon viel über den Film aus.
Eine damals noch annehmbare Handlung geht unter in einer langweiligen Inszenierung und absoluter Inhaltlosigkeit. Wenn mir einer erklären kann, warum der stinkreiche Geschäftsmann Thomas Crown Banken ausraubt, der möge bitte sprechen.
Unterforderte Stars spielen hierbei blasse, leblose Figuren, aus denen man im allgemeinen nicht schlau wird. Da können selbst die gekonnten Spielereien mit Kamera und Bild nichts ändern.
Wer wie ich kein besonderes Faible für alte Schinken hat, der kann getrost über diesen Film hinwegsehen und würde lediglich einen der ersten tölpelhaften Versuche verpassen, ein gutes Heist-Movie zu produzieren.
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Wumz 2011/07/12 01:51:22
Antwort löschenWarum er die Bank ausraubt? Weil er es kann. Und nun ja, er ist stink reich, ihm ist langweilig und er hat sonst nichts zutun.
Hab mich gut unterhalten gefühlt.
Punsha 2011/07/12 02:00:00
Antwort löschenHmm, ich schiebs jetzt einfach mal auf die Uhrzeit.
Nein, also ich hab mich wirklich lang nicht mehr so gelangweilt. Da waren für mich eine Menge unbedeutender Szenen dabei und ich hatte das Gefühl, dass auch noch ebendiese besonders ausgeschmückt wurden. Warum mir die Taten von Crown ein Rätsel waren? Weil sein ganzer Charakter viel zu schlecht rüber gebracht wurde.
Aber mir ist schon klar, dass ich jetzt mehr Feinde als Verbündete hab. Was solls, jeder hat einen anderen Geschmack. ;)
hoffman587 2011/07/12 08:40:57
Antwort löschenIch find den Film gut:)
@Punsha: Was hälst du von dem Titelsong?
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Punsha 2011/07/12 14:37:55
Antwort löschenPassend. Bei Bild und Ton hatte ich ja auch nichts zu meckern. ;)
Punsha 2011/07/12 14:39:35
Antwort löschenMein Bewertungsmaßstab ist sowieso ein anderer...Ich vergebe grundsätzlich keine 10 ohne Prädikat "Lieblingsfilm". Das heißt, dass jede 9 für euch eine 10 ohne Lieblingsfilm ist...jede 8 eine 9 usw.
derblonde 2011/06/13 19:00:36
Kommentar löschenDie vielen Split Screens nerven, aber der Film ist ein zeitloser Klassiker mit Mr. Cool. Für das Jahr 1968 sehr unmoralisch. Das macht den Reiz aus.
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JoeKramer 2010/08/30 14:14:17
Kommentar löschenIch bin ein großer Fan des Remakes und ein noch größerer von Steve McQueen. Aber ganz ehrlich, der Film ist heute viel zu langatmig, er kommt nicht in die Gänge. Schaut besser das Remake
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cannibal83 2010/03/24 12:04:43
Kommentar löschenDas hätte vielleicht spannend werden können, wenn der "Gesichtslose" länger gesichtlos geblieben wäre. Tatsächlich ist "Thomas Crown ist nicht zu fassen" ein Film der sukzessive von Minute zu Minute schwächer wird, und schließlich so vorhersehbar und gähnend langweilig endet, das man sich fragt ob hier wirklich der Norman Jewison am Werk war der auch "In der Hitze der Nacht" gedreht hat.
Die Optik ist wirklich stylish, die Handlung wirkt aber unausgegoren und lahm. Wie oft haben sich Mann und Frau inzwischen in Filmen kennengelernt indem sie sich bei einer Auktion gegenseitig überbieten? Warum muss ich mir ein wortloses Schachspiel der Hauptprotagonisten ansehen? Wieso ist dieser Cast trotz der grossen Namen so austauschbar? Das sind so Dinge die mir bei diesem Streifen durch den Kopf gingen.
Faye Dunaway trampelt o-beinig von Szene zu Szene, hat dafür alle 2 Minuten neue Kleider und eine neue Frisur. So durchschnittlich wie Dunaway letztlich bleibt, hielt man es wohl für besser das sie zumindest optisch auffällt. Hat nicht funktioniert.
Unsinnig zu erwähnen das McQueen eigentlich ein guter Schauspieler ist, das wissen die Meisten. Was er hier zeigt ist jedoch einfach nur blass. Er macht den Eindruck als hätte man ihn in diese "reicher Playboy"-Rolle mit Gewalt hineingedrückt. Wobei man sagen muss das die Figur auch nicht sehr tief angelegt ist. Viel mehr als das Thomas Crown reich ist und Banken überfällt erfährt man nicht. Spät im Film wird die Frage gestellt, weshalb Crown trotz seines Reichtums den Räuber spielt, die Antwort ist: "Es geht nicht um's Geld." Um was es geht, bekommt der Zuschauer jedoch nicht mitgeteilt. Und exakt so halbgar wie diese Antwort ist der komplette Film.
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Darbon 2010/03/24 02:14:59
Kommentar löschenDie Verpackung ist der neue Inhalt! Stylish, fad und studioverbogen: Außen ganz doll hui, innen altbacken und pfui. Da retten auch blitzsaubere Soldatengräber im Endbild nichts.
Als Modekatalog ist "The Thomas Crown Affair" schmuck. Kultpotential haben die Postkartenmotive (McQueen in Split-Screen beim Golf, beim Polo, beim Segelflug, beim Auto-über-Sandberge-Hoppen, beim am Strand rumpritschen), doch das Bankraub-Motiv eines ewig losprustenden Millionärs bleibt ungeklärt trotz seiner schlicht verlogenen Begründung: "Ich mach das alles wider das System". Klingt nach Sebergs Frage: "Was ist Kotzen?"
Die Ironie verpufft schnell im Spiel zweier schmucker Monetenjäger: McQueen lacht hysterisch gepresst aus der verkorksten Lunge [ihm bleiben da noch zwölf Jahre und heute wär' er 80 geworden!] und Faye Dunaway [heute eher zu finden bei awful plastic surgery] erstarrt zur lächelnden Maske, damit nix bröckelt oder verrutscht. Nur Michel Legrands Score rettet das alles - mit viel Tünch - zum Teil. Als überteuerter Siexiest-Kult okay und sicher auch ein zweimaliges Must-see, doch als Film bleibt's immer nur so kostbar wie billiger Tand.
Zur Story, die keine ist: La Dunaway stakst als Versicherungsagentin mit Buckel und ohne Hintern auf ihren dünnen Beinchen in verbürgt 29 - und gefühlten 39 - sehr unschmeichelhaften Kostümen, die sogar innerhalb der Dialoge wechseln wie ihre Perücken, durch ein Nichts an Handlung. Nur die falschen Wimpern hat sie selbst in der Sauna dabei. Mal sitzt ihr Timoschenkos Hefekranz im Nacken, dann - im nächsten Lifestyle-Schnitt - plättet ihr ein überdimensionaler Falschhaarturban aus honigblonder Zuckerwatte das hübsche Antlitz. Was von Dunaways schlimmen Posen einzig angenehm zurückbleibt ist eine malvefarbene Hutkrempe und der passende Lippenstift... doch wenn der Close aufmacht, sieht der Mauve-Chapeau an ihr auch nur aus wie diese Kompotthütchen auf der Lisbeth aus England. Von ihrer behaupteten Rolle bleibt nichts außer der zurückgehaltenen Hysterie auf dem Soldatenfriedhof. Ah, und diese Frau - soviel zur Handlung - findet ihren Zwilling im Geiste: einen Bankräuber, mit dem sie dann steif posieren darf.
Wenn mal zwischen dem ermüdenden Gespreize zweier Kleiderständer, die sich offensichtlich nicht leiden können*, eine Phrase fällt, ist sie - weil für den US-Markt gedacht - hohl. Der zuvor vorzügliche Jewison (immerhin der Macher von "In der Hitze der Nacht"!) versucht sich an der Nouvelle Vague und scheitert an Übernahme von Stil und der Totalverweigerung einer eigenen Geschichte: Jewison kopiert schlecht und beleidigt damit seine Vorbilder, denn er macht hier brav weiter auf Opas Kino.
Schach soll gespielt werden von blonder Katzmaus und ebenso blonder Mauskatz. Regieanweisung für zwei scheintot anmutende Sixities-Ikonen: Schmollen unter Tonnen von Puder (Dunaway) oder unter der erfüllten Zurückhaltung gepresster Lachanfälle (McQueen), die dann leider den ganzen Film durchziehen; fades Geplänkel als Vorspiel für einen langen Kuss zwischen zwei eiskalten Lurchen. Der umjubelte dramaturgische Höhepunkt ist ein Speichelfaden zwischen gespreizten Lippen.
Zeitlos schön ist die Musik, die all das Nichts - Budget von vier Millionen doch dabei Talent für vier Sous - zur Popkultur erhebt: Michel Legrands "Windmills of your mind" zieht sich unvergesslich als Thema durch den gesamten Modekatalog und er variiert zudem die Themen von Etienne & Bill und von Solange aus seinem "Rochefort"-Film, wenn Tommy aus einem Mülleimer die Geldsäcke holt.
Schmucke Bilder zu Legrands Musik kann man enttäuscht anschauen und an ein Remake mit irgendwann kompatiblem Drehbuch denken (dann aber bitte nicht mit Russo und Brosnan auf der Gehaltsliste).
*die sogenannte Knutschszene.
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Ekki 2009/10/22 09:53:44
Kommentar löschenElegant, zeitlos - perfekt inszeniert.
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Darbon 2010/03/25 00:44:01
Antwort löschenElegant, ja. Zeitlos in gelackter Eleganz und mit Legrands Score viel versprechend, ja.
Aber von zwei It-Ikonen und austauschbaren Gesichtsvermiertern [Golf-Spieler und Autofahrer McQueen und Gesichts-OP-Berühmtheit Dunaway] miserabelst gespielt und zudem sehr flach und und vor allem durchweg spannungslos inszeniert.
Credo: Stil ist der neue Inhalt!
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Ekki 2010/03/25 08:12:34
Antwort löschenRichtig, so ein bescheuertes Wort ('Gesichtsvermieter') hat es - auch im zweiten Anlauf - nicht verdient, korrekt geschrieben zu werden.
In allen anderen Punkten kann ich Dir (erwartungsgemäß...) nicht zustimmen.
Darbon 2010/03/25 22:00:27
Antwort löschen@Ekki ??? Habe dir doch zugestimmt. Nimmst du "elegant" und "zeitlos" jetzt zurück? (Soll nur ein Scherz sein) ;-)
Das Wort "Gesichtsvermieter" soll auch weniger Beleidigung der Akteure sein, die ja in anderen Werken durchaus zu brillieren wissen, sondern mehr die völlige Konturlosigkeit ihrer quasi nicht vorhandenen Rollen in Jewisons Film passend beschreiben. Denn mehr haben die beiden hier wirklich nicht zu leisten (siehe Kommentare von Darbon und cannibal83).
Gibt es eine Szene im Film, in dem die beiden über diese Bezeichnung hinauswachsen?
Mawazh 2009/10/18 23:04:52
Kommentar löschenEin sehr unterhaltsamer Film mit zwei guten Hauptdarstellern (McQueen und Dunaway) und einer flotten Handlung.
Die Schach-Szene gehört zu einer meiner Lieblingsfilmszenen überhaupt.
Thomas Crown ist absolut empfehlenswert für einen lockeren Filmeabend.
Um das Remake mit Pierce Brosnan werde ich einen ganz weiten Bogen machen.
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PrettyPenny 2009/01/04 20:33:40
Kommentar löschenEin wunderbarer Film (vor allem die Lachanfälle von Mr. McQueen sind herrlich), toll gespielt von Faye Dunaway und Steve McQueen. Ein süßes Katz-und-Maus-Spiel!
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christy 2007/08/28 06:39:38
Kommentar löschenFaye Dunaway too!
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Alecprime 2007/01/06 19:24:18
Kommentar löschenMcQueen rules.
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